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EP 0 904 873 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.07.2002 Patentblatt 2002/27 |
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Anmeldetag: 16.09.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Trichtergeometrie einer Kokille zum Stranggiessen von Metall
Gate geometry of a continuous casting mould for metal
Moule en forme d'entonnoir pour coulée continue de metal
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT LU NL |
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Priorität: |
27.09.1997 DE 19742795
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1999 Patentblatt 1999/13 |
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Patentinhaber: |
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- SMS Siemag AG
40237 Düsseldorf (DE)
- Acciai Speciali Terni S.p.A.
05100 Terni (IT)
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Erfinder: |
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- Sucker, Jürgen, Dr.-Ing.
40545 Düsseldorf (DE)
- Beyer-Steinhauer, Holger, Dr.-Ing.
40822 Mettmann (DE)
- Capotosti, Romeo, Ing.
05020 Narni (IT)
- Cristallini, Alessandro, Dipl.-Ing.
00139 Roma (IT)
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Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 268 910 EP-A- 0 685 280 WO-A1-99/01244
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EP-A- 0 392 952 EP-A1- 0 865 849
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Kokille zum Stranggießen von Metall mit einem gekühlte
Breitseiten- und Schmalseitenwände aufweisenden, trichterförmig in Gießrichtung zum
Format des gegossenen Stranges verjüngten Eingießbereich.
[0002] Die Abmessungen des Eingießbereichs werden im wesentlichen durch den Querschnitt
des zu vergießenden Stranges, die Abmessungen des Gießrohres und dessen Eintauchtiefe
in die Schmelze bestimmt.
[0003] Aufgrund der trichterförmigen Formgebung der Breitseitenwände findet in Gießrichtung
nicht nur eine Verjüngung, sondern auch eine Formänderung des Strangquerschnittes
statt. Infolgedessen werden der Strangschale beim Durchlaufen einer Trichterkokille
im Gegensatz zu einer herkömmlichen Stranggießkokille mit ebenen Wänden zusätzliche
Verformungen aufgezwungen. Um die Entstehung von Oberflächenfehlern des Gußproduktes
zu vermeiden, dürfen diese zusätzlichen Verformungen einen bestimmten Grenzwert nicht
überschreiten, damit die Strangschale nicht überlastet wird und eine über den Strangquerschnitt
gleichmäßige Wärmeabfuhr gewährleistet bleibt.
[0004] Die
EP 0 268 910 B1 schlägt vor, die unterhalb des Gießspiegels noch dünne Strangschale verformungsfrei
zu führen, indem die Breitseitenwände im Eingießbereich in einem ersten Abschnitt
im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und in einem sich daran anschließenden
Abschnitt auf die Dicke des Gießformates zurückgeführt werden, wobei der erste Abschnitt
bis unterhalb der beim Gießbetrieb einzustellenden Gießspiegelebene in den Bereich
der ersten Strangschalenbildung reicht. Die gesamte dem Strang von der Kokille auferlegte
Formänderung, welche für die Reduzierung des Stranges auf die Dicke des Gießformates
erforderlich ist, erstreckt sich auf den anschließenden Abschnitt, der durch geneigte
oder gewölbte Flächen oder Kombination derselben gebildet wird.
[0005] Die
EP 0 552 501 A2 offenbart eine Kokille zum Stranggießen von Stahlband, bei der die Breitseitenwände
einen trichterförmigen Eingießbereich bilden, der zu den Schmalseitenwänden und in
Gießrichtung auf das Format des gegossenen Bandes reduziert ist. Die Wölbung des trichterförmigen
Eingießbereiches ist durch seitliche Kreisbögen und an Tangentenpunkten mit diesen
verbundene mittlere Kreisbögen bestimmt. Zur Reibungs- und Verschleißminderung und
Reduzierung der Zug- und Biegebeanspruchungen der Strangschale sind die Radien der
seitlichen Kreisbögen in einem mindestens 100 mm von der Kokillenoberkante abwärts
reichenden Abschnitt gleichbleibend ausgebildet.
[0006] Die
DE 39 07 351 A1 offenbart einen Vorschlag, den Eingießtrichter einer Kokille so auszubilden, daß
die Verformung des Metallgießstranges auf eine größtmögliche Streckenlänge verteilt
wird und Einschnürungen sowie Rißbildungen in der Strangschale des Metallgießstranges
vermieden werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Kontur der Innenwandung des
Eingießtrichters in Strangdurchlaufrichtung durch drei sich tangential berührende
Kreisbögen gebildet wird, deren Radien, in Strangdurchlaufrichtung allmählich größer
werdend, in die Kontur der Innenwandung der Kokille übergehen. Eine möglichst gleichmäßige
Verteilung der Formänderung der Strangschale in einem derart geformten Eingießbereich
wird dadurch erreicht, daß deren Radien in Strangdurchlaufrichtung mit gleichem oder
ungleichem Faktor zunehmen.
[0007] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine weitere Trichtergeometrie einer Kokille anzugeben, durch welche Reibung und Verschleiß
zwischen Strangschale und Kokillenwänden noch besser vermindert und insbesondere bei
der Strangschalenbildung eines zu vergleichsweise hoher Schrumpfung neigenden Stahles
eine noch deutlichere Verringerung des Fehlerbefalls der Brammenoberfläche infolge
einer möglichst gleichmäßigen Einstellung der Formänderung verwirklicht wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß im Eingießbereich die durch den
Übergang von einem Horizont auf einen darunterliegenden Horizont bedingte Längenänderung
der Kokillenkontur auf jedem Horizont ein Maximum aufweist und daß diesem Maximum
eine überdurchschnittliche lokale Verformung bzw. verstärkte Neigung zur lokalen Spaltbildung
zwischen Strang und Kokillenwand entspricht. Daraus geht hervor, daß der Eingießbereich
mindestens ein Maximum der Längenänderung der horizontalen Kokillenkontur aufweist
und daß eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Formänderung über den Eingießbereich
dadurch erzielt wird, daß dieses Maximum möglichst gering ist.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Kokille gemäß Anspruch 1 und deren Verwendung gemäß Anspruch
7 gelöst.
[0010] Die Lösung der Aufgabe gelingt mit der Erfindung dadurch, daß im Trichterbereich
die Innenkonturen der Breitseitenwände in Gießrichtung von oben nach unten wenigstens
je zwei Punkte mit der Eigenschaft aufweisen, daß sie eine Gerade bestimmen, entlang
derer die Innenkonturen dieser Breitseitenwände mit wenigstens einem konkaven und
mit wenigstens einem konvexen Abschnitt beliebiger Abfolge ausgebildet sind.
[0011] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß im Trichterbereich die Innenkonturen der
Breitseitenwände entlang einer von der Kokillenoberkante bis zur Kokillenunterkante
gezogenen Geraden in der Gießrichtung von oben nach unten mit wenigstens einem konkaven
Abschnitt und mit wenigstens einem konvexen Abschnitt ausgebildet sind.
[0012] Die Lösung der Aufgabe gelingt mit der Erfindung auch dadurch, daß im Trichterbereich
die Innenkonturen der Breitseitenwände entlang einer die Kokillenoberkante und den
Beginn des unteren vertikalen Abschnitts der Breitseitenwände verbindenden Geraden
in Gießrichtung von oben nach unten mit wenigstens einem konkaven Abschnitt und mit
wenigstens einem konvexen Abschnitt ausgebildet sind.
[0013] Dabei können mit Vorteil konkave Abschnitte und konvexe Abschnitte der Breitseitenwände
unmittelbar ineinander übergehen.
[0014] Vorteilhaft ist auch, dass in Gießrichtung von oben nach unten zuerst der konkave
Abschnitt und dann der konvexe Abschnitt bis zum Kokillenaustritt angeordnet sind.
[0015] Dabei kann mit Vorteil jeder der konkaven Abschnitte bzw. der konvexen Abschnitte
der Breitseitenwände sowohl eine in deren Verlauf gleichbleibende als auch eine veränderliche
Krümmung aufweisen.
[0016] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Innenkonturen der Breitseitenwände
über die konkaven bzw. über die konvexen Abschnitte einen kreisbogenförmigen Verlauf
oder einen trigonometrischen, beispielsweise einen sinusförmigen Verlauf aufweisen.
[0017] Wenn der untere Abschnitt der Kokille einen parallelwandigen Bereich aufweist, wird
ein besonders reibungsfreier Übergang zwischen Trichterbereich und anschließendem
parallelwandigem Bereich dadurch verwirklicht, daß der untere konvexe oder konkave
Bereich mit einem endständigen unteren Kreisbogen in den geradlinigen Bereich mit
einem stetigen Verlauf übergeht.
[0018] Eine erfindungswesentliche Ausgestaltung der Trichtergeometrie ergibt sich durch
die Maßnahme, daß die Krümmungen der einzelnen Abschnitte der Breitseitenwände mit
solchen Radien ausgebildet sind, daß die größte lokale Längenänderung Delta
max (%/m) beim Übergang von einem Horizont auf einen darunterliegenden Horizont den vierfachen
Wert der über den Trichterbereich ohne.Berücksichtigung von parallelwandigen Abschnitten
gemittelten lokalen Längenänderungen, insbesondere einen Wert von 2,0 %/m nicht übersteigt.
[0019] Und schließlich sieht die Erfindung eine Verwendung der beanspruchten Kokille für
das Stranggießen von vergleichsweise zu extrem hoher Schrumpfung neigenden peritektischen
Kohlenstoffstählen und austenitischen nichtrostenden Stählen vor.
[0020] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung von Längenänderungen der Innenkontur einer Kokille in unterschiedlichen
Horizonten des Eingießbereichs durch deren Darstellung in den dreidimensionalen Diagrammen.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1:
- im Schnitt entlang der Mittelachse drei verschiedene trichterförmige Innenkonturen
4, 4', 4'' der Breitseitenwand einer Kokille nach der Erfindung
- Fig. 2 a:
- Längenänderungen der Innenkontur im Eingießbereich sowohl in unterschiedlichen Abständen
von der Kokillenoberkante als auch von der Kokillenmitte.
- Fig. 2 b:
- Eine andere Darstellung der Längenänderung, ebenfalls in Abhängigkeit der Abstände
von der Kokillenoberkante wie der Kokillenmitte,
- Fig. 3 a:
- Längenänderungen der Innenkontur im Eingießbereich einer herkömmlichen Kokille, ebenfalls
im Abstand sowohl der Kokillenoberkante als auch von der Kokillenmitte.
- Fig. 3 b:
- in anderer Darstellung Längenänderungen der Innenkontur im Eingießbereich einer herkömmlichen
Kokille in Abhängigkeit sowohl des Abstandes von der Kokillenoberkante, als auch von
der Kokillenmitte.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellten drei unterschiedlichen Trichterkonturen der Breitseitenwand
einer Kokille besitzen einen trichterförmig in Gießrichtung zum Format des gegossenen
Stranges verjüngten Eingießbereich A oder einen trichterförmig in Gießrichtung zum
Format des gegossenen Stranges verjüngten Eingießbereich B und einen sich anschließenden
im wesentlichen parallelwandigen Bereich C. Dieser Kokillenbereich bzw. der Kokillenaustritt
muß nicht parallele Austrittsflächen bzw. Austrittskanten haben. Der untere Kokillenbereich
bzw. der untere Kokillenaustritt kann im mittleren Bereich durchaus eine kleine Wölbung
von 1 bis 15 mm pro Breitseitenwand aufweisen.
[0023] Im Trichterbereich A sind die Trichterkonturen der Breitseitenwände 4 entlang einer
die Kokillenoberkante 1 und die Kokillenunterkante 3 verbindenden Geraden von oben
nach unten zuerst mit einem konkaven Abschnitt a und daran anschließend mit einem
konvexen Abschnitt b ausgebildet. Dabei ist ersichtlich, daß die Innenkontur 4 der
Breitseitenwände über die Abschnitte a und b einen sinusförmigen Verlauf aufweist.
[0024] Im Trichterbereich B sind die Trichterkonturen der Breitseitenwände 4' bzw. 4'' entlang
einer die Kokillenoberkante 1 und den Beginn des parallelwandigen Bereichs 2 verbindenden
Geraden von oben nach unten zuerst mit einem konkaven Abschnitt a' bzw. a'' und daran
anschließend mit einem konvexen Abschnitt b' bzw. b'' und c'' ausgebildet.
Auch in diesem Beispiel weisen die Innenkonturen 4' bzw. 4'' der Breitseitenwände
über die Abschnitte a' und b' bzw. a'' und b'' einen sinusförmigen Verlauf auf.
[0025] Fig. 1 zeigt außerdem, daß der konvexe Abschnitt b'' mit einem endständigen, unteren
Kreisbogen c'' in den parallelwandigen Bereich d'' mit einem stetigen Verlauf übergeht.
Erfindungswesentlich für die Trichtergeometrie ist weiterhin die Maßnahme, daß jeder
der konkaven Abschnitte a, a' und a'' bzw. der konvexen Abschnitte b, b' und b'' sowohl
eine in deren Verlauf gleichbleibende, als auch eine veränderliche Krümmung aufweisen
kann.
[0026] Bei der untersuchten Trichtergeometrie sind die Krümmungen der Abschnitte a, b, a',
b', a'', b'', c'' mit solchen Radien ausgebildet, daß die größte lokale Längenänderung
beim Übergang von einem Horizont auf einen darunterliegenden Horizont Delta
max einen Wert von 2,0 %/m und gleichzeitig den vierfachen Wert der über den Trichterbereich
ohne Berücksichtigung der parallelwandigen Abschnitte d' und d'' gemittelten lokalen
Längenänderungen nicht übersteigt.
[0027] Fig. 2a und Fig. 2b zeigen im dreidimensionalen Diagramm die Verteilung der Formänderung
im Trichterbereich der Breitseitenwand einer Kokille mit folgenden Parametern:
950 mm Trichterbreite, 45 mm Trichtertiefe an der Oberkante der Kokillenplatte, 900
mm Trichterlänge, sinusförmige horizontale Kontur.
[0028] Bei einer gemäß Fig. 1 sinusförmig ausgebildeten vertikalen Kontur 4' des Eingießbereichs
mit einer Amplitude von 1,52 mm beträgt die maximale lokale Änderung 1,90 %/m und
die über die Bereiche a' und b' und die Trichterbreite gemittelte Längenänderung 0,50
%/m.
[0029] Das gleiche Bild ergibt Fig. 3a und Fig. 3b für dieselbe Kokille herkömmlicher Bauart,
bei der die vertikale Kokillenkontur der Breitseite durch eine gerade Linie ausgebildet
ist. In diesem Fall ist die maximale lokale Längenänderung mit 2,44 %/m wesentlich
größer. Es ist außerdem ersichtlich, daß die Verteilung der Formänderung wesentlich
ungleichmäßiger und im Bereich der Kokillenoberkante, wo die Strangschalenbildung
am empfindlichsten ist, besonders groß ist. Gerade diese Nachteile werden mit der
Erfindung vermieden.
1. Kokille zum Stranggießen von Metall mit einem gekühlte Breitseiten- und Schmalseitenwände
aufweisenden, trichterförmig in Gießrichtung zum Format des gegossenen Stranges verjüngten
Eingießbereich, wobei im Trichterbereich die Innenkonturen der Breitseitenwände in
Gießrichtung von oben nach unten wenigstens je zwei Punkte mit der Eigenschaft aufweisen,
dass sie eine Gerade bestimmen, entlang derer die Innenkonturen der Breitseitenwände
mit wenigstens einem konkaven und wenigstens einem konvexen Abschnitt beliebiger Abfolge
ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Trichterbereich die Innenkonturen (4, 4', 4") der Breitseitenwände entlang einer
die Kokillenoberkante (1) und die Kokillenunterkante (3) verbindenden Geraden
oder
entlang einer die Kokillenoberkante (1) und den Beginn (2) eines unteren vertikalen
Abschnitts (d', d") verbindenden Geraden
in Gießrichtung von oben nach unten zuerst mit einem konkaven Abschnitt (a, a', a")
und daran anschließend mit einem konvexen Abschnitt (b, b', b", c") ausgebildet sind,
wobei zwecks gleichmäßiger Verteilung der Formänderung über den Eingießbereich die
maximale Formänderung in allen Horizonten der oberen Kokillenhälfte, auch im Bereich
der Kokillenoberkante, wo die Strangschalenbildung am empfindlichsten ist, gleich
oder im Wesentlichen gleich ist.
2. Kokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass konkave Abschnitte (a, a', a") und konvexe Abschnitte (b, b', b") unmittelbar oder
mit einer Zwischenkontur ineinander übergehen.
3. Kokille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkonturen (4, 4', 4") der Breitseitenwände wenigstens über einen oder mehrere
Teilbereiche (a, b, a', b', a", b", c") einen kreisbogenförmigen Verlauf oder einen
trigonometrischen, wie zum Beispiel sinusförmigen Verlauf aufweisen.
4. Kokille nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der untere konvex/konkave Abschnitt (b") der Breitseitenwände mit einem endständigen
Kreisbogen (c") in den unteren, vorzugsweise parallelwandigen Abschnitt (d") mit einem
stetigen Verlauf übergeht.
5. Kokille nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der konkaven Abschnitte (a, a', a") und der konvexen Abschnitte (b, b', b",
c") sowohl eine in deren Verlauf gleichbleibende, als auch eine veränderliche Krümmung
aufweist.
6. Kokille nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmungen der Abschnitte (a, b, a', b', a", b", c") mit solchen Radien ausgebildet
sind, dass die größte lokale Längenänderung (Deltamax) beim Übergang von einem Horizont auf einen darunterliegenden Horizont den vierfachen
Wert der über den Trichterbereich ohne Berücksichtigung der parallelwandigen Abschnitte
(d' und d") gemittelten lokalen Längenänderungen, insbesondere einen Wert von 2,0
%/m nicht übersteigt.
7. Verwendung der Kokille mit einer Trichtergeometrie nach den Ansprüchen 1 bis 6, für
das Stranggießen von vergleichsweise zu extrem hoher Schrumpfung neigenden peritektischen
Kohlenstoffstählen und austenitischen nichtrostenden Stählen.
1. Chill mould for the continuous casting of metal with a pouring region having cooled
wide side walls and narrow side walls and narrowing in funnel shape in casting direction
to the format of the cast strip, wherein in the gate region the inner contours of
the wide side walls each have, in casting direction from above to below, at least
two points with the characteristic that they define a straight line along which the
inner contours of the wide side walls are formed with at least one concave and at
least one convex section in any order, characterised in that in the gate region the inner contours (4, 4', 4") of the wide side walls are formed
along a straight line connecting the chill mould upper edge (1) and the chill mould
lower edge (3), or along a straight line connecting the chill mould upper edge (1)
and the start (2) of a lower vertical section (d', d"), in casting direction from
above to below initially with a concave section (a', a', a") and subsequently thereto
with a convex section (b, b', b", c"), wherein for the purpose of uniform distribution
of the change in shape over the pouring-in region the maximum shape change is the
same or substantially the same in all levels of the upper chill mould half even in
the region of the chill mould upper edge where the strip shell formation is the most
sensitive.
2. Chill mould according to claim 1, characterised in that concave sections (a, a', a") and convex sections (b, b', b") go over into one another
directly or by an intermediate contour.
3. Chill mould according to claim 1 or claim 2, characterised in that the inner contours (4, 4', 4") of the wide side walls have a circularly arcuate path
or a trigonometric, for example sinusoidal, path over one or more part regions (a,
b, a', b, a", b", c").
4. Chill mould according to at least one of the preceding claims 1 to 3, characterised in that the lower convex/concave section (b") of the wide side walls goes over with a constant
course by an emergent arc (c") into the lower section (d") preferably with parallel
walls.
5. Chill mould according to at least one of the preceding claims 1 to 4, characterised in that each of the concave sections (a, a', a") and the concave sections (b, b', b", c")
has not only a curvature constant in the course thereof, but also a variable curvature.
6. Chill mould according to at least one of the preceding claims 1 to 5, characterised in that the curvatures of the sections (a, b, a', b', a", b", c") are formed with such radii
that the greatest local length change (Deltamax) at the transition from one level to a level disposed thereunder does not exceed
the fourfold value of the local changes in length averaged over the gate region without
consideration of the sections (d' and d") with parallel walls, in particular does
not exceed the value of 2.0 %/m.
7. Use of the chill mould with a gate geometry according to claims 1 to 6 for continuous
casting of peritectic carbon steels and austenitic stainless steels with a tendency
to comparatively extremely high shrinkage.
1. Lingotière pour la coulée continue de métal avec une zone d'introduction de coulée
présentant des parois des côtés larges et des côtés étroits refroidies, s'amincissant
en forme d'entonnoir dans le sens de la coulée au format du brin coulé, où, dans la
zone de l'entonnoir, les contours internes des parois des côtés larges dans le sens
de la coulée présentent, du haut vers le bas, à chaque fois au moins deux points qui
présentent comme propriété qu'ils déterminent une droite le long de laquelle les contours
internes des parois des côtés larges sont exécutés avec au moins une section concave
et au moins une section convexe, dans un ordre quelconque, caractérisée
en ce que, dans la zone de l'entonnoir, les contours internes (4, 4', 4") des parois des côtés
larges sont réalisés, le long d'une droite reliant le côté supérieur (1) et le côté
inférieur (3) de la lingotière ou le long d'une droite reliant le côté supérieur (1)
de la lingotière et le début (2) d'une section verticale (d' ou d") inférieure, dans
le sens de la coulée, du haut vers le bas, d'abord avec une section concave (a, a',
a") puis, consécutivement, avec une section convexe (b, b', b" et c"),
où, en vue de la répartition régulière de la modification de la forme sur la zone
d'introduction de coulée, la modification maximale de la forme est égale ou essentiellement
égale dans tous les sens horizontaux de la moitié supérieure de la lingotière, également
au niveau du côté supérieur de la lingotière, où la formation de la croûte du brin
est la plus sensible.
2. Lingotière selon la revendication 1, caractérisée
en ce que les sections concaves (a, a', a") et les sections convexes (b, b', b") passent l'une
dans l'autre directement ou avec un contour intermédiaire.
3. Lingotière selon la revendication 1 ou 2, caractérisée
en ce que les contours internes (4, 4', 4") des parois des côtés larges présentent au moins
sur une ou plusieurs zones partielles (a, b, a', b', a", b", c") une allure en arc
de cercle ou une allure trigonométrique, telle que par exemple une allure sinusoïdale.
4. Lingotière selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3, caractérisée
en ce que la section inférieure convexe/concave (b") des parois des côtés larges passe, avec
un arc de cercle terminal (c") dans la section (d") inférieure, de préférence à paroi
parallèle, avec une allure continue.
5. Lingotière selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4, caractérisée
en ce que chaque section concave (a, a', a") et section convexe (b, b', b", c") présente une
courbure restant constante dans son allure ainsi qu'une courbure variable.
6. Lingotière selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 5, caractérisée
en ce que les courbures des sections (a, b, a', b', a", b", c") sont exécutées avec des rayons
tels que la modification locale de longueur la plus grande (Deltamax) lors du passage d'une horizontale sur une horizontale inférieure ne dépasse pas
le quadruple des modifications de longueur locales moyennes sur la zone de l'entonnoir
sans tenir compte des sections à parois parallèles (d' et d"), en particulier une
valeur de 2,0 %/m.
7. Utilisation de la lingotière présentant une géométrie d'entonnoir selon les revendications
1 à 6 pour la coulée continue d'aciers au carbone péritectiques et d'aciers inoxydables
austénitiques tendant à un retrait relativement extrêmement élevé
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