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(11) |
EP 0 906 197 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.05.2000 Patentblatt 2000/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B42F 13/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9602/643 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9748/564 (24.12.1997 Gazette 1997/55) |
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| (54) |
AKTENORDNER MIT MODULAREM AUFBAU
FILE WITH A MODULAR STRUCTURE
CLASSEUR A STRUCTURE MODULAIRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.04.1999 Patentblatt 1999/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Vogel, Jürgen |
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70451 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Vogel, Jürgen
70451 Stuttgart (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwaltsbüro Feldmann AG |
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Kanalstrasse 17 8152 Glattbrugg 8152 Glattbrugg (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 4 339 929 US-A- 4 943 177
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US-A- 2 233 898
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Aktenordner mit modularem Aufbau nach dem Oberbegriff
des unabhängigen Patentanspruches.
[0002] Aus DE-U-9301485 ist ein Aktenordner mit modulartigem Aufbau bekannt. Er weist einen
Rückenteil mit seitlichen schwenkbaren Flügeln auf Ordnerrücken und Ordnerdeckel sind
mit den Flügeln mittels einer Schieberleiste verbindbar. Dazu weisen Ordnerdeckel
und Flügel eine Vielzahl auf einer Linie parallel zum hinteren Rand angeordneten etwa
in regelmässigen Abständen angeordneten Ausnehmungen auf. Die Ausnehmungen weisen,
für die Flügel, eine etwa quadratische Einführungsöffnung und einen daran anschliessenden
Verriegelungsschlitz und, für den Ordnerdeckel, eine rechteckige Einführungsöffnung
auf. Die Schieber leisten sind mit der gleichen Vielzahl T-förmige Verriegelungselemente
in den gleichen Abständen versehen. Wenn der Ordnerdeckel am entsprechenden Flügel
angelegt ist, wird die Schieberleiste befestigt, indem deren T-förmige Verriegelungselemente
mit dem Querbalken durch die Einführungsöffnungen durchgesteckt und mit dem Längsschenkel
in den Verriegelungsschlitz gezogen wird. Die Schieberleiste ist aussen am Ordnerdeckel
und Flügeln angeordnet und greift mit den Verriegelungselementen nach innen. Dies
ist notwendig, damit beim normalen Gebrauch die Verriegelungselemente nicht beschädigt
werden, da die Querbalken der T-förmige Verriegelungselemente über die Deckeloberfläche
vorstehen. Die Ordner- oder Bügelmechanik ist mit den Rückenteil verbunden. Dies bedingt,
dass für jeden Typ von Ordner je nach Breite und nach Bügelnorm, europäisch oder Amerikanisch,
ein kompletter Rückenteil hergestellt werden muss.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen modulartig aufgebauten Aktenordner zu schaffen,
welcher ermöglicht, Rückenbreite, Heftmechanik und Rastvorrichtung für unterschiedliche
Ordnerdicken und Bügelnormen auf einfachste Art anpassbar zu machen. Er soll möglichst
keine vorstehenden Teile aufweisen, welche bei der normalen Handhabung leicht beschädigt
werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen angegebene Erfindung gelöst.
[0005] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass jeder Aktenordner genau nach den
gewünschten Anforderungen aus einer minimalen Anzahl verschiedener Elemente zusammengesetzt
werden kann. Jeder Aktenordner lässt sich auch später auf einfachste Weise den neuen
Bedürfnissen und Wünschen anpassen. Es kann jedes seiner Elemente einzeln ausgetauscht
werden. Beispielsweise kann die Bügelmechanik oder die Farbe des Ordnerdeckels oder
die Breite des Rückenteiles allein und auch kombiniert geändert werden.
[0006] Der erfindungsgemässe Aktenordner wird nachstehend im Zusammenhang mit den Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Explosionszeichnung des Aktenordners;
Figur 2 eine Darstellung des zusammengefügten Aktenordners;
Figur 3 ein Ansicht einer Halteleiste mit Ordnermechanik und Einhängeelementen; und
Figuren 4a bis c zeigen eine Ausführungsform eines Rückenteiles mit zugehörender Schriftleiste.
[0007] In der Figur 1 sind alle wichtigen Teile eines Aktenordners gemäss Erfindung in einer
Explosionzeichnung dargestellt. Der Aktenordner besteht grundsätzlich aus einem Rückenteil
1 mit seitlich angebrachten Flügeln 2,3, einem Ordnerdeckel 4, einem Ordnerrücken
5, einer ersten Halteleiste 7,8 mit einer Bügelmechanik 71,81 und einer zweiten Halteleiste
6.
[0008] Der Rückenteil 1 ist mit einem ersten filmartigen Scharnier 12 mit dem ersten Flügel
2 und mit einem zweiten filmartigen Scharnier 13 mit dem zweiten Flügel 3 schwenkbar
verbunden. Jeder Flügel 2,3 ist mit mindestens je zwei einander gegenüberliegenden
parallel verlaufenden und beabstandeten L-förmigen ersten Führungsleisten 21-24 und
zweiten Führungsleisten 31-34 versehen. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform
weist der erste Flügel 2 parallele Führungsleisten in paarweiser Anordnung, und zwar
zwei untere 21,22 und zwei obere 23,24 gegeneinander gerichtete, L-förmige Führungsleisten
auf. Zwischen den unteren 21,22 und den oberen 23,24 Führungsleisten besteht ein führungsleistenloser
Zwischenraum. Die einander gegenüberliegenden L-förmigen Führungsleisten weisen mit
dem freien Schenkel gegeneinander, so dass zwischen den freien Schenkeln und der Fläche
des jeweiligen Flügels 2,3 eine nutartige Aufnahmebahn zur Aufnahme der weiter unten
beschriebenen Halteleisten 6-8 vorhanden ist.
[0009] Ordnerdeckel 4 und Ordnerrücken 5 entsprechen sich spiegelbildlich. Sie weisen im
Rückenteil 1 nahen Teil mindestens je eine Ausnehmung 43,44,53,54 auf, welche so dimensioniert
sind, dass der Ordnerdeckel 4 und der Ordnerrücken 5 auf die Flügel 3,2 so aufgelegt
werden können, dass die L-förmigen Führungsleisten 21-24, 31-34 durch die Ausnehmungen
43,44,53,54 hindurchreichen und an deren Längsseiten mit ihren Aussenflanken anliegen.
In der bevorzugten Ausführungsform, wie gezeichnet, befinden sich im Ordnerdeckel
4 und im Ordnerrücken 5 je zwei solche Ausnehmungen und zwar je eine obere Ausnehmung
44,54 und je eine untere Ausnehmung 43,53, welche der Anordnung der Führungsleisten
21-24 und 31-34 entsprechen. Zwischen je der oberen 44,54 und der unteren 43,53 Ausnehmung
befinden sich ebenfalls je zwei gegeneinander gerichtete L-förmige dritte Führungsleisten
41,42 am Ordnerdeckel 4 und vierte Führungsleisten 51,52 am Ordnerrücken 5.
[0010] Wenn ein Ordnerdeckel 4 mit seinen Ausnehmungen 43,44über die Führungsleisten 31-34
gelegt ist und auf der Fläche des zweiten Flügels 3 aufliegt, kann eine zweite Halteleiste
6 in die durch
die zweiten Führungsleisten 31-34 des Flügels 3 und durch die dritten Führungsleisten 41,42 des
Ordnerdeckels gebildeten nutartige Aufnahmebahn eingeschoben werden. Das gleiche gilt
für den Ordnerrücken 5, den Flügel 2 und eine erste Halteleiste 7,8 mit ihren entsprechenden
Elementen.
[0011] Dazu ist die erste Halteleiste 7,8 und die zweite Halteleiste 6 mit seitlichen Halteflanken
72,73,82,83,62,63 an ihren Längsseiten versehen. Die Halteleisten
weisen eine Länge auf, welche etwas kleiner als die Höhe des Ordners ist. Die gesamte Breite
inklusive der Halteflanken entspricht dem inneren Abstand zwischen den jeweils einander
gegenüberliegenden Führungsleisten. Somit werden die Halteleisten beim Einschieben
in die durch die Führungsleisten gebildeten Aufnahmebahnen geführt und im eingeschobenen
Zustand auch gehalten. Damit sind nun Ordnerdeckel 4 und Ordnerrücken 5 durch die
an den Führungsleisten anliegenden Halteleisten zwischen diesen und den entsprechenden
Flügeln klemmend gehalten und fixiert. Damit die Halteleisten nicht unbeabsichtigt
aus ihrer Lage rutschen können, befinden sich nach der oberen und der unteren Kante
auf der Innenseite des Ordnerdeckels und des Ordnerrückens je eine Arretiernase 45,46
und 55,56. Die eingelegten Halteleisten werden somit zwischen je der oberen und der
unteren Arretiernase 45, 46 und 55,56 gehalten. Sie können nur beabsichtigt unter
leichtem Zurückbiegen des Ordnerdeckels 4 und des Ordnerrückens 5 wieder aus der klemmenden
Lage zwischen den Führungsleisten herausgezogen werden.
[0012] Die erste Halteleiste 7,8 weist auf beiden Längsseiten gegen aussen gerichtet je
eine Halteflanke 72,73,82,83 auf. Die Halteflanken können als Absätze oder als geneigte
Flächen ausgestaltet sein. Sie dienen der formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen
Verbindung mit den Führungsleisten. Auf der ersten Halteleiste 7,8 ist eine Bügelmechanik
71,81 bekannter Art montiert. Dabei entspricht die Bügelmechanik 71 den Europäischen
Normen von Lochabständen mit zwei oder mit vier Bügeln, wie in der Figur 1 mit der
Halteleiste 7 dargestellt. Die alternative Halteleiste 8 mit Bügelmechanik 81 entspricht
der US Normung mit drei Bügeln/Löchern.
[0013] Die zweite Halteleiste 6 weist ebenfalls auf beiden Längsseiten gegen aussen gerichtet
je eine Halteflanke 62,63 auf mit gleichem Sinn und gleicher Funktion wie oben beschrieben.
Statt mit einer Ringmechanik ist sie mit Bügelaufnahmen 617,618 versehen. Diese Bügelaufnahmen
sind Erhebungen, welche mit einer nach oben offenen Nut versehen sind. Sie sind im
Abstand entsprechend der Bügeln der Bügelmechanik 71,81 angeordnet. Im geschlossenen
Zustand eines Aktenordners wird je mindestens einer der Bügel in der Nut einer der
Bügelaufnahmen aufgenommen und leicht klemmend gehalten. Dadurch erhält der Ordner
im geschlossenen Zustand die erwünscht Stabilität, so dass er auch für sich alleine
aufstellbar ist. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform der zweiten Halteleiste
6, sind die Bügelaufnahmen so angeordnet, dass die ersten Bügelaufnahmen 617 im inneren
Bereich angeordnet sind und der Anordnung der Bügel bei der zweibügeligen oder den
inneren zwei Bügeln der vierbügeligen Europäischen Norm
a entsprechen. Die äusseren beiden Bügelaufnahmen 618 entsprechen
b den äusseren beiden Bügeln der dreibügeligen US Norm. Diese eine Ausführungsform
genügt für alle drei gängigen Bügelanordnungen von Aktenordnern.
[0014] Eine weitere Möglichkeit zu universellen Verwendung des Aktenordners, besteht darin,
dass die erste Halteleiste 7,8 mit Mitteln zum Einhängen des Ordners in bestehende
Hängeregistraturen versehen ist. Ein Vorteil des erfindungsgemässen Aktenordners besteht
gerade darin, dass der Inhalt eines Ordners mit der Halteleiste zusammen, aber ohne
Rückenteil 1, Ordnerdeckel 4 und Ordnerrücken 5 in eine Hängeregistratur eingehängt
werden kann, ohne dass die Bügelmechanik geöffnet werden muss und die Dokumente in
die Hand genommen werden müssen. Dazu sind an der ersten Halteleiste 7,8 an den Schmalseiten
9,9' je ein einschiebbarer Einhängehacken angeordnet. Der Einhängehacken 94,94' ist
an einem Ende eines Schiebeteiles 93,
93' angeformt. Er ist verschiebbar an einer Halteschiene 91 angebracht und weist Gleitführungen
95, 96 auf. Die Halteschiene 91 ist gleichzeitig eine Abdeckung des Schiebeteiles
93 und beispielsweise mit Nieten 92 an der Halteschiene 7,8 befestigt. Die Nieten
92 können dabei gleichzeitig als Anschläge zum Begrenzen der Verschiebbarkeit dienen.
Im eingeschobenen Zustand befinden sich die Einhängehacken 94,94' innerhalb dem Aktenordner
ganz im Bereich der Halteleiste 7,8. Zum Einhängen des Aktenordners werden nur die
Halteleisten 6 und 7,8 aus den Führungsleisten herausgezogen, worauf der Aktenordner
in seine Grundelemente zerlegt ist. Dabei bleiben die Dokumente an den Bügeln der
Bügelmechanik 71,81 an der Halteleiste 7,8 unverändert gehalten. Nun werden die Einhängehacken
94,94' seitlich bis zu ihrem Anschlag an den Halteschienen 91 herausgezogen. Ihr Abstand
entspricht nun genau dem Abstand der Rahmen einer Hängeregistratur und kann ohne weiteres
in eine solche eingehängt werden. Die erste Halteleiste 7,8 hängt in einer Hängeregistratur
mit einer Schmalseite nach oben und die Bügel der Bügelmechanik 71,81 ragen seitwärts
und beanspruchen damit annähernd den Platz, welcher der Breite des Aktenordners entspricht.
[0015] Weiterhin können Schriftleisten vorgesehen sein, welche als Schutzband über und unter
den Dokumenten eingeordnet sind oder als Beschriftung des Rückenteiles des Aktenordners
dienen auch hier ohne weiteres verwendet werden. Dabei werden die als Schutzbänder
ausgestalteten Schriftleisten einfach an den Bügeln der Ringmechanik seitwärts geschoben.
Eine bevorzugte Ausführungsform dieser Schriftleisten und deren Befestigung am Aktenordner
ist aus den Figuren 4a-c ersichtlich. Dabei zeigt die Figur 4a den Aktenordner Rückenteil
von innen, die Figur 4b von aussen und die Figur 4c im Querschnitt A-A' der Figur
4a. Der Rückenteil 1 des Aktenordners mit den daran schwenkbar mittels den filmartigen
Scharnieren 12 und 13 angeordneten Flügeln 2 und 3, weist einen Ausschnitt aus, welcher
ein Sichtfenster 11 bildet. Ordner innenseitig ist das Sichtfenster 11 auf seinen
beiden Längsseiten und nach unten von L-förmigen Führungsleisten umrandet. Dabei bildet
die innere Oberfläche des Rückenteiles zusammen mit den L-förmigen Führungsleisten
Aufnahmenuten, in welche eine Schriftleiste 14 einschiebbar ist. Die Schriftleiste
14 ist somit am Rückenteil einschiebbar und wieder herausziehbar, das heisst entfernbar.
Die Schriftleiste 14 kann auf eine Fläche beschriftet werden. Auf der gegenüberliegenden
Fläche ist sie mit mindestens zwei Klammern 16' versehen. Diese Klammern weisen Nuten
auf, in welche die Bügel der Bügelmechanik leicht geklemmt passen. Die Klammern 16'
können auf einer Klammerleiste 16 bekannter Art befestigt sein. Diese Schriftleiste
14 erfüllt nun am Aktenordner die Funktion einer normalen, auswechselbaren Aktenordnerbeschriftung.
Wenn nun, wie oben beschrieben der Aktenordner in seine Elemente zerlegt wird und
die erste Halteleiste 7,8 mit dem Ordnerinhalte in eine Hängeregistratur eingehängt
wird, so kann die Schriftleiste 14 aus dem Rückenteil 1 des Aktenordners herausgezogen
werden und mit den Klammern 16' auf die Bügel der Bügelmechanik 71,81 aufgesteckt
werden, so sie leicht geklemmt gehalten wird. In diesem Zustand ist in der Hängeregistratur
die Schriftleiste 14 von oben sichtbar und damit der Aktenordnerinhalt auch hier identifizierbar
ohne, dass er zusätzlich angeschrieben werden muss.
[0016] Der erfindungsgemässe Aktenordner kann somit immer der menge des Inhaltes angepasst
werden, indem bei wachsender Menge des Inhaltes nur die erste Halteleiste 7,8 und
der Rückenteil 1 ausgetauscht werden muss. Damit können beispielsweise Ordnerdeckel
4 und Ordnerrücken 5 je nach Wunsch, Zweck usw. beispielsweise mit der Firmen eigenen
Farbgebung versehen sein. Jeder Aktenordner kann zweckdienlich aus den wenigen standardisierten
Elementen auf einfachste Weise zusammengestellt oder verändert werden und für die
Archivierung des Inhaltes in Hängeregistraturen muss der Inhalt nicht herausgenommen
und in Hängemappen neu geordnet verteilt werden. Ein Anpassen des äusseren Erscheinungsbildes
von Aktenordnern an die Anwendung oder an ein Firmenbild kann sich auf die spezielle
Farbgebung auch nur des Rückenteiles 1 oder des Ordnerdeckels 4 beschränken. Da ausser
der Ringmechanik sämtliche Elemente aus relativ dünnen Kunststoffplatten bestehen
können, ist auch jederzeit eine gute Qualität, Langlebigkeit und einwandfreie Stabilität
garantiert. Selbstverständlich können alle oder einzelne Elemente des Aktenordners
auch aus einem geeigneten anderen Material bestehen, wie beispielsweise Karton, Holz
oder Aluminiumblech.
1. Aktenordner mit modularem Aufbau, mit einem Rückenteil (1), welcher seitlich einen
daran schwenkbar angeordneten ersten Flügel (2) und zweiten Flügel (3) aufweist, mit
einem, mit dem ersten Flügel (2) lösbar verbundenen Ordnerrücken (5) und einem mit
dem zweiten Flügel (3) lösbar verbundenen Ordnerdeckel (4), mit einer Bügelmechanik
(71, 81), mit einer ersten Halteleiste (7,8) und mit einer zweiten Halteleiste (6),
wobei der Ordnerrücken (5) zwischen dem ersten Flügel (2) und der ersten Halteleiste
(7,8) lösbar klemmend gehalten ist und der Ordnerdeckel (4) zwischen dem zweiten Flügel
und der zweiten Halteleiste (6) lösbar klemmend gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Flügel (2) mit ersten Führungsleisten (21-24) versehen ist, welche je einen
freien Aufnahmebereich zur Aufnahme der ersten Halteleiste (7,8) bilden, und der Ordnerrücken
(5) mindestens eine erste fensterartige Ausnehmung (53,54), durch welche die ersten
Führungsleisten (21-24) hindurchragen, aufweist, und dass der zweite Flügel (3) mit zweiten Führungsleisten (31-34) versehen ist und der Ordnerdeckel (4) mindestens eine zweite fensterartige Ausnehmung (43,44), durch
welche die zweiten Führungsleisten (31-34) hindurchragen, aufweist,
und dass die erste Halteleiste (7,8) und die zweite Halteleiste (6) Halteflanken (72,73,82,83,62,63)
aufweisen, welche in die Führungsleisten (21-24,31-34) eingreifen.
2. Aktenordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Ordnerrücken (5) und
am Ordnerdeckel (4) mindestens je eine Arretiernase (55,56,45,46) angeordnet ist,
welche die Halteleisten (7,8,6) gegen unbeabsichtigtes Lösen sichert.
3. Aktenordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Ordnerrücken (5) vierte
Führungsleisten (51, 52) und am Ordnerdeckel (4) dritte Führungsleisten (41, 42) zur
Aufnahme der Halteleisten (7,8,6) angeordnet sind.
4. Aktenordner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelmechanik
(71,81) an der ersten Halteleiste (7,8) angeordnet ist.
5. Aktenordner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelmechanik (71,81)
an der ersten Halteleiste (7,8) lösbar befestigt ist.
6. Aktenordner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelmechanik (71,81)
Bügel in Dreier-Anordnung oder in Vierer-Anordnung aufweist.
7. Aktenordner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite
Halteleiste (6) mit Bügelaufnahmen (617, 618) versehen ist.
8. Aktenordner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelaufnahmen (617,618) zur Aufnahme der Bügel sowohl in Dreier-Anordnung als auch
in Vierer Anordnung der Bügelmechanik (71,81) angeordnet sind.
9. Aktenordner nach Anspruch7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Halteleiste (6)
zwei innere Bügelaufnahmen (617) und zwei äussere Bügelaufnahmen (618) aufweist, wobei
die zwei inneren Bügelaufnahmen zur Aufnahme der inneren Bügel bei einer Vierer-Anordnung
und die zwei äusseren Bügelaufnahmen zur Aufnahme der äusseren Bügel bei einer Dreier-Anordnung der Bügel an der Bügelmechanik angeordnet sind.
10. Aktenordner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Halteleiste (7,8)
mit der Bügelmechanik (71,81) im Bereich ihres oberen und unteren Endes je ein längsverschiebbares
Einhängeelement (94,94'), welches zum Einhängen der Halteleiste (7,8) in eine Hängeregistratur,
aufweist.
11. Aktenordner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenteil (1) ein
herausziehbares Schriftteil (14) umfasst, welches mit Klammern (16') auf Bügel der
Bügelmechanik seitlich aufsteckbar ist.
1. A file with a modular construction, with a back section (1), which laterally comprises
a first wing (2) and a second wing (3) arranged pivotably thereon, with a file back
(5) releasably connected to the first wing (2) and with a file cover (4) releasably
connected to the second wing (3), with a clamp mechanism (71,81) with a first retaining
strip (7,8) and with a second retaining strip (6), wherein the file back (5) is releasably
held in a clamped manner between the first wing (2) and the first retaining strip
(7,8) and the file cover (4) is releasably held in a clamped manner between the second
wing and the second retaining strip (6), characterised in that the first wing (2) is provided with first guide strips (21-24) which in each case
form a free receiving region (25) for receiving the first retaining strip (7, 8),
and the file back (5) comprises at least one first window-like recess (53,54) through
which the first guide strips (21-24) protrude, and that the second wing (3) is provided
with second guide strips (31-34) and the file cover (4) comprises at least one second
window-like recess (43,44) through which the first retaining strips project,
and that the first retaining strip (7,8) and the second retaining strip (6) comprise
retaining flanks (72,73,82,83,62,63) which engage into the guide strips (21-24,31-34).
2. A file according to claim 1, characterised in that on the file back (5) and on the
file cover (4) there is arranged at least in each case a stop lug (55,56,45,46), which
secures the retaining strips (7,8,6) against unintentional release.
3. A file according to claim 1, characterised in that there are arranged on the file
back (5) fourth guide strips (41,42) and on the file cover (4) third guide strips
(51,52) for receiving the retaining strips (7,8,6).
4. A file according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the clamp mechanism
(71,81) is arranged on the first retaining strip (7,8).
5. A file according to claim 4, characterised in that the clamp mechanism (71,81) is
releasably fastened to the first retaining strip (7,8).
6. A file according to claim 4, characterised in that the clamp mechanism (7,8) comprises
clamps in a threesome arrangement or a foursome arrangement.
7. A file according to one of claims 1 to 3, characterised in that the second retaining
strip (6) is provided with clamp receivers (617,618).
8. A file according to claim 7, characterised in that the clamp receivers (617,618) for
receiving the clamps are arranged in a threesome arrangement as well as a foursome
arrangement of the clamp mechanism.
9. A file according to claim 7, characterised in that the second retaining strip (6)
comprises two inner clamp receivers (617) and two outer clamp receivers (618), wherein
the two inner clamp receivers are arranged for receiving the inner clamps with a foursome
arrangement and the two outer clamp receivers for receiving the outer clamps with
a threesome arrangement, of the clamps on the clamp mechanism.
10. A file according to claim 4, characterised in that the first retaining strip (7,8)
with the clamp mechanism (71, 81) in the region of its upper and lower end in each
case comprises a longitudinally displacable hanging-up element (94, 94'), which serves
for hanging up the retaining strip (7,8) in a hanging filing cabinet.
11. A file according to claim 10, characterised in that the back section (1) comprises
a withdrawable inscription part (14) which with clips (16') may be laterally inserted
onto the clamp of the clamp mechanism.
1. Classeur à structure modulaire, avec une partie arrière (1), qui latéralement comporte
une première aile (2) reliée à celle-ci de façon pivotante et une seconde aile (3),
avec un dos de classeur (5) relié de façon amovible à la première aile (2), et avec
un dessus de classeur (4) relié de façon amovible à la seconde aile (3), avec un mécanisme
à anneaux (71, 81), avec une première plaquette de maintien (7, 8) et avec une seconde
plaquette de maintien (6), le dos du classeur (5) étant ce faisant maintenu par serrage
de façon amovible entre la première aile (2) et la première plaquette de maintien
(7, 8) et le dessus du classeur (4) étant maintenu par serrage de façon amovible entre
la seconde aile (3) et la seconde plaquette de maintien (6), caractérisé en ce que
la première aile (2) est pourvue de premières cornières de guidage (21-24), qui forment
chacune une zone de réception libre destinée à loger la première plaquette de maintien
(7, 8), et en ce que le dos du classeur (5) comporte au moins une première ouverture
de type fenêtre (53, 54) à travers laquelle s'engagent les premières cornières de
guidage (21-24), et en ce que la seconde aile (3) est pourvue de secondes cornières
de guidage (31-34), et le dessus du classeur (4) comporte au moins une seconde ouverture
de type fenêtre (43, 44) à travers laquelle s'engagent les secondes cornières de guidage
(31-34), et en ce que la première plaquette de maintien (7, 8) et la seconde plaquette
de maintien (6) comportent des flancs de maintien (72, 73, 82, 83, 62, 63) qui s'engagent
dans les cornières de guidage (21-24, 31-34).
2. Classeur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un taquet d'arrêt
(55, 56, 45, 46) est respectivement disposé sur le dos du classeur (5) et sur le dessus
du classeur (4), qui sécurise les plaquettes de maintien (7, 8, 6) contre un desserrage
accidentel.
3. Classeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que des quatrièmes cornières
de guidage (51, 52) sont disposées sur le dos du classeur (5) et des troisièmes cornières
de guidage (41, 42) sont disposées sur le dessus du classeur (4) pour recevoir les
plaquettes de maintien (7, 8, 6).
4. Classeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le mécanisme
à anneaux (71, 81) est disposé sur la première plaquette de maintien (7, 8).
5. Classeur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme à anneaux (71,
81) est fixé de façon amovible à la première plaquette de maintien (7, 8)
6. Classeur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme à anneaux (71,
81) comporte des anneaux conçus par ensembles de trois ou de quatre.
7. Classeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la seconde plaquette
de maintien (6) est pourvue de logements pour anneaux (617, 618).
8. Classeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que les logements pour anneaux
(617, 618) destinés à loger les anneaux sont prévus tant pour un ensemble de trois
que pour un ensemble de quatre anneaux du mécanisme à anneaux (71, 81).
9. Classeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que la seconde plaquette de maintien
(6) comporte deux logements pour anneaux intérieurs (617) et deux logements pour anneaux
extérieurs (618), les deux logements pour anneaux intérieurs étant ce faisant prévus
pour loger les anneaux intérieurs dans le cas d'une configuration à quatre anneaux
et les deux logements pour anneaux extérieurs étant prévus pour loger les anneaux
extérieurs dans le cas d'une configuration à trois anneaux du mécanisme à anneaux.
10. Classeur selon la revendication 4, caractérisé en ce que la première plaquette de
maintien (7, 8) avec le mécanisme à anneaux (71, 81) comporte dans la zone de son
extrémité supérieure et de son extrémité inférieure chaque fois un élément de suspension
déplaçable longitudinalement (94, 94'), qui est destiné à suspendre la plaquette de
maintien (7, 8) dans un système d'archives suspendues.
11. Classeur selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie arrière (1) comprend
une partie réservée à l'écriture amovible (14) qui peut être enfilée latéralement
avec des crampons (16') sur des anneaux du mécanisme à anneaux.