[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorspinnmaschine mit an einer Flügelbank in mindestens
einer Reihe gelagerten Flügeln und mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Auswechseln
voller Vorgarnspulen gegen leere Vorgarnhülsen in Form mindestens eines an Führungsmitteln
verfahrbaren Hängewagenzuges mit Hängehaltern, in die die Vorgarnspulen und die Vorgarnhülsen
durch eine relative Hubbewegung zwischen den Vorgarnspulen und dem Hängewagenzug einhängbar
sind, wobei die Führungsmittel als jeder Reihe von Flügeln zugeordnete Führungsschienen
ausgebildet sind und die Spulenträger der Spulenbank und die Führungsschienen relativ
zueinander so bewegbar sind, daß sie in eine gemeinsame senkrechte Ebene zu liegen
kommen.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind aus der DE-A-39 36 518 und der US-A-5222350 bekannt.
Bei diesen Vorspinnmaschinen sind die Führungsbahnen an einer Verbreiterung der Flügelbank
auf der Rückseite der Vorspinnmaschine angeordnet. Damit die Spulenbank unter die
Transporteinrichtung geschoben werden kann, dürfen die Flügelbank und das darauf montierte
Streckwerk im Spindelbereich nicht abgestützt werden. Sie ruhen deshalb freitragend
auf zwei Säulen am Maschinenanfang und -ende. Diese Konstruktion erfordert einen großen
technischen Aufwand. Die große Entfernung zwischen Flügelbereich und Transporteinrichtung
erfordert lange Transportzeiten und verlängert die Stillstandszeit der Maschine beim
Spulenwechsel.
[0003] In der JP-A-04352824 sind die Führungsbahnen hoch über und vor der Vorspinnmaschine
angeordnet. Hier erfordert der Transport der vollen Spulen und der leeren Hülsen besonders
lange Zeit.
[0004] Der Erfindung war demgemäß die Aufgabe gestellt, eine Anordnung der Führungsbahnen
in unmittelbarer Nähe der Flügel anzugeben, wobei die Flügelbank in bekannter Weise
einseitig abgestützt werden kann. Sie löst diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche
1 und 2.
[0005] Die Ausführungsform gemäß Anspruch 1, bei der die Führungsschienen vorzugsweise an
der Unterseite der Flügelbank direkt neben den Flügeln angeordnet sind, hat den Vorteil,
daß die Führungsschienen ortsfest angeordnet bleiben können und daß sich ein besonders
kurzer Verfahrweg der Spulenbank ergibt. Sie erfordert jedoch die Möglichkeit, die
Aufnahmen der Vorgarnspulen bzw. Vorgarnhülsen in der Spulenbank der Vorspinnmaschine
mit den zwischen den Reihen der Flügel angeordneten, also zwischen diesen Aufnahmen
stehenden Führungsschienen in eine gemeinsame senkrecht Ebene zu bringen. In aller
Regel wird hierzu die Spulenbank um eine entsprechende Wegstrecke bewegbar ausgebildet
werden. Es ist aber auch möglich, die Flügelbank oder beide Aggregate verschiebbar
auszubilden.
[0006] Aus EP 0310 568 A1 ist eine Vorrichtung mit vertikal beweglichen Führungsschienen
bekannt, wobei die Spulenbank zum Doffen aus dem Spinnbereich der Vorspinnmaschine
herausgefahren wird. Ein Nachteil dieser Anordnung besteht in dem mehrere Meter großen
Abstand zwischen Spulenbank und Führungsschienen. Diese große Distanz erfordert lange
Doffzeiten.
[0007] Die Ausführungsform gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, daß sowohl die Flügelbank als
auch die Spulenbank nicht quer zur Längsrichtung der Vorspinnmaschine verschiebbar
sein müssen. die Querbewegung ist hier in die Führungsbahnen gelegt. Auch hier ergeben
sich sehr kurze Transportwege und -zeiten.
[0008] Anspruch 3 stellt eine vorteilhafte Kombination der Ausführungsformen der Ansprüche
1 und 2 hinsichtlich der Querbewegbarkeit dar, insofern, als sowohl die Führungsbahnen
als auch die Spindelbank quer zur Längsachse der Vorspinnmaschine verschiebbar sind.
[0009] Die Führungsschienen können geradlinig aus dem Maschinengestell heraus verschiebbar
sein. Sie können jedoch auch um längs der Vorspinnmaschine verlaufende Achsen schwenkbar
sein, wobei bei zwei Führungsschienen eine Achse am Maschinengestell liegt, die andere
an der Vorderseite der Vorspinnmaschine.
[0010] Bei den in aller Regel mit zwei Reihen von Flügeln ausgestatteten Vorspinnmaschinen
liegt vorteilhaft eine der Führungsschienen zwischen den Flügelreihen, die andere
kann - von der Vorderseite der Maschine betrachtet - vor oder hinter den Flügelreihen
liegen. Entsprechend muß die Spulenbank oder müssen die Führungsschienen beim Wechselvorgang
nach vorn oder nach hinten verlagerbar sein.
[0011] Das Verlagern der Spulenbank kann dadurch erfolgen, daß sie auf Traversen waagrecht
geführt ist, die zum Heben und Senken der Spulenbank beim Aufbau der Spulenwicklung
auf und ab bewegbar sind und auf denen die Spulenbank vor und zurück verschiebbar
ist. Nachdem der Drehantrieb auf die Spulenträger in der Spulenbank in aller Regel
ohnehin mittels Gelenkwellen übertragen wird, bereitet die zusätzliche Bewegungsmöglichkeit
der Spulenbank keine konstruktiven Probleme.
[0012] Die Spulen werden in aller Regel durch Spindeln geführt, die auf der Spulenbank als
Spulenspindeln angeordnet sind. Bei den Ausführungsformen mit unterhalb der Flügel
einfahrbaren Führungsschienen ist es vorteilhaft, die Spindeln in den Flügeln anzubringen,
also als Flügelspindeln auszubilden. Hierdurch kann die Bauhöhe vermindert werden.
[0013] In den Figuren der Zeichnung ist die Erfindung anhand von schematischen Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1a bis 1i
- Phasen des Auswechselvorganges in einer ersten Ausführungsform in Querschnitten durch
die Vorspinnmaschine;
- Fig. 2a und 2b
- zwei Phasen des Auswechselvorganges in einer zweiten Ausführungsform in Querschnitten
durch die Vorspinnmaschine;
- Fig. 3a bis 3e
- Phasen einer Variante der Ausführungsform der Fig. 2a bis 2e in gleicher Darstellung;
- Fig. 4a und 4b
- zwei Stellungen der Ausführungsform der Fig. 2a und 2b in Draufsicht.
[0014] In den Figuren der Zeichnung sind nur die wesentlichen, für das Verständnis der vorliegenden
Erfindung erforderlichen Teile einer Vorspinnmaschine dargestellt. Ein Maschinengestell
1 trägt ein Streckwerk 2 und eine Flügelbank 3, an der die in zwei Reihen angeordneten
Flügel 4 drehbar gelagert sind. Die Flügelbank enthält den geläufigen, nicht näher
dargestellten Antrieb der Flügel. Im Maschinengestell 1 ist ferner eine Spulenbank
5 senkrecht bewegbar geführt, in der die Spulen 6 drehbar gelagert sind. Die Spulenbank
5 enthält den geläufigen, nicht näher dargestellten Antrieb der Spulen 6.
[0015] Die Spulenbank 6 ist auf mehreren, über die Länge der Vorspinnmaschine verteilten
Traversen 7 gelagert. An diesen Traversen 7 sind Zahnstangen 8 vertikal angeordnet,
mit denen Ritzel 9 kämmen, die durch einen die gemeinsame Welle dieser Ritzel antreibenden
Motor 10 zum Auf-und-Abbewegen der Spulenbank 5 antreibbar sind. Mittels dieser Antriebsvorrichtung
kann die Spulenbank in der zum Aufbau der Wicklung auf den Vorgarnspulen erforderlichen
Weise relativ zu den Flügeln auf und ab bewegt werden.
[0016] In der Ausführungsform der Fig. 1a bis 1i ist die Spulenbank 5 auch quer zur Längsrichtung
der Vorspinnmaschine vor und zurück in den Traversen 7 verschiebbar geführt. Sie weist
zu diesem Zweck vorzugsweise an jeder Traverse 7 Verzahnungen 11 auf, in die Ritzel
12 eingreifen (Fig. le). Diese Ritzel 12 sitzen auf einer gemeinsamen, sich über die
Länge der Spindelbank 5 erstreckenden Welle, die über einen Motor 13 vor und zurück
drehbar ist.
[0017] An der Unterseite der Flügelbank 3 sind neben den Lagerstellen der Flügel 4 und deren
Kopfbereich Führungsschienen 14 angebracht, in denen Hängewagenzüge 15 verfahrbar
ist. Diese Hängewagenzüge 15 können von geläufiger Bauart sein und aus gelenkig miteinander
verbundenen Hängewagen bestehen, die mittels Laufrollen an oder in den Führungsschienen
14 laufen und bspw. mittels bekannter Reibradantriebe aus angetriebenen, gegen die
Seitenflächen der Hängewagen drückenden Reibrollen bewegbar sind. Die Hängewagen tragen
Hängehalter 16, an volle Vorgarnspulen 6 oder leere Vorgarnhülsen 18 anhängbar sind.
In der beschriebenen Ausführungsform tragen die Hängewagenzüge Hängehalter 16 im halben
gegenseitigen Abstand der Flügel 4 und Spulen 6 der Vorspinnmaschine.
[0018] Die beim Auswechseln der Spulen 6 gegen Hülsen 18 mitwirkenden Organe der Vorspinnmaschine
wie der Antrieb der Flügel, der Motor 10 zum Hubantrieb der Spulenbank 5, der Motor
13 zum Vor- und Zurückschieben der Spulenbank 5 und die Reibradantriebe der Hängewagenzüge
15 sind über eine Steuervorrichtung 20 miteinander verbunden, die das funktionsgerechte
Tätigwerden dieser Organe sicherstellt. Die in einer Pfeilspitze endende Wirkungslinie
aus der Steuervorrichtung 20 symbolisiert sie Beaufschlagung der nicht im einzelnen
dargestellten Arbeitsorgane der Vorspinnmaschine.
[0019] Fig. 1a zeigt die Ausgangsposition für das Auswechseln der vollen Spulen 6 in der
Spulenbank 5 der Vorspinnmaschine gegen leere Hülsen 18. Die Spulen 6 sind fertiggestellt,
die Vorspinnmaschine ist in einer Position zum Stillstand gekommen, in der die Arme
der Flügel 4 in Längsrichtung der Vorspinnmaschine stehen und in die Führungsschienen
14 sind Hängewagenzüge 15 mit Hülsen 18 eingefahren worden. Zwischen den mit Hülsen
18 bestückten Hängehaltern 16 ist jeweils ein Hängehalter leer gelassen.
[0020] Im nächsten Schritt wird gemäß Fig. 1b die Spulenbank 5 durch entsprechendes Ansteuern
des Motors 10 durch die Steuervorrichtung 20 über die Ritzel 9 und die Zahnstangen
8 gemäß den Pfeilen nur so weit abgesenkt, daß die Oberkanten der Spulen 6 unterhalb
der Hängehalter 16 stehen. Dann wird gemäß Fig. 1c und dem Pfeil dieser Figur die
Spulenbank 5 durch entsprechendes Ansteuern des Motors 13 über die Ritzel 12 und die
Verzahnungen 11 gegen die Vorspinnmaschine zurückgezogen, so daß die Spulen 6 unter
leeren Hängehaltern 16 in den Hängewagenzügen 15 zu stehen kommen. Sodann wird die
Spulenbank 5 gemäß Fig. 1d wieder angehoben, bis die Spulen 6 in diese Hängehalter
16 einklinken. Dann wird die Spulenbank 5 gemäß Fig. 1e so weit abgesenkt, daß die
Spulenspindeln 19 ein Verfahren der Hängewagenzüge 15 erlauben, um mit Hülsen 18 bestückte
Hängehalter 16 über die Spulenspindeln 19 zu bringen.
[0021] Anschließend wird die Spulenbank 5 gemäß Fig. 1f wieder angehoben, um die Hülsen
18 aus den Hängehaltern 16 auszuklinken und auf die Spulenspindeln 19 aufzustecken.
Nach Absenken (Fig. 1g) und Vorschieben (Fig. 1h) der Spulenbank 5 stehen die Hülsen
18 in den Flügeln 4. Durch Anheben (Fig. 1i) der Spulenbank 5 wird die Ausgangposition
für den Wiederanlauf der Vorspinnmaschine erreicht. Sobald die Hängewagenzüge 15 mit
den Spulen 6 den Bereich der Flügel 4 verlassen haben, kann die Vorspinnmaschine wieder
anlaufen.
[0022] In den Figuren 2a und 2b ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Spulenbank
5 nicht quer zur Längsachse der Vorspinnmaschine verschiebbar ist. Das erforderliche
relative Verlagern von Führungsschienen und Spulenbank ist hier in die Verschiebbarkeit
der Führungsschienen verlegt.
[0023] Die den Führungsschienen 14 der Fig. 1a bis 1i funktionsmäßig entsprechende Führungsschienen
21, 22 sind derart beweglich geführt, daß sie quer zur Längsrichtung der Vorspinnmaschine
unterhalb der Flügel 4 in eine senkrechte Ebene durch die Flügel 4 und die Spulenträger
in der Spulenbank 5 verlagert werden können. Hierzu sind - wie insbesondere aus den
Figuren 4a und 4b erkennbar - die Führungsschienen 21, 22 an einer Mehrzahl, über
die Länge der Führungsschienen verteilten Schubstangen 23, 24 horizontal vor und zurück
verschiebbar. Das Verschieben der Schubstangen 23, 24 erfolgt mittels Verzahnungen
25, 26 an den Schubstangen und in die Verzahnungen eingreifender Ritzeln 27, 28, die
durch Motoren 29, 30 antreibbar sind. Es können jedoch auch fluidische (pneumatische
oder hydraulische) Arbeitselemente vorgesehen sein.
[0024] Da die beiden Führungsschienen 21, 22 um unterschiedliche Strecken verschiebbar sein
müssen, sind sie jeweils an eigenen, unterschiedlich weit vor und zurück verschiebbaren
Schubstangen 23 bzw. 24 befestigt.
[0025] Fig. 2a zeigt die Ausgangsstellung zum Wechselvorgang: Die Spulenbank 5 mit den Spulen
6 ist abgesenkt, die Führungsschienen 21, 22 stehen noch in zurückgezogener Stellung,
in der sie die Drehung der Flügel 4 und die Hubbewegung der Spulenbank 5 nicht behindern.
In einem ersten Schritt der Fig. 2b werden sie durch entsprechendes Ansteuern der
Motoren 29, 30 über die Ritzel 27, 28 und die Verzahnungen 25, 26 so weit nach vorn
verschoben, daß die vordere Führungsschiene 21 zwischen den Reihen der Spulen 6, die
hintere Führungsschiene 22 dicht hinter der hinteren Reihe der Spulen steht. In dieser
Stellung werden die mit Hülsen 18 bestückten Hängewagenzüge 15 so weit in die Führungsschienen
eingefahren, daß deren Hülsen in Lücke zu den Spulen 6 bzw. deren leere Hängehalter
16 neben den Spulen stehen: Fig. 4a. Im nächsten, in Fig. 4b gezeigten Schritt werden
die Führungsschienen 21, 22 weiter nach vorn geschoben, bis die Hängewagenzüge bzw.
deren Hängehalter 16 in der Ebene der Flügel 4 und der Spulen stehen. Dabei treten
die an den Hängewagenzügen 15 hängenden Hülsen 18 zwischen die auf der Spulenbank
5 stehenden Spulen 6, die in Fig. 4b nicht erkennbaren Hängehalter 16 über die Spulen.
Durch funktionsgerechtes Heben und Senken der Spulenbank 5 und Verfahren der Hängewagenzüge
21, 22 können nun ähnlich wie vorher beschrieben die Spulen 6 gegen Hülsen 18 ausgewechselt
werden.
[0026] Alternativ ist es auch möglich, in nicht dargestelltem Ablauf die Führungsschienen
21, 22 sogleich in die die Flügel 4 und die Spulen 6 enthaltenden Ebenen vorzufahren,
unbestückte Hängewagenzüge einzufahren, die Spulen an diese anzuhängen, diese mit
den Spulen bestückten Hängewagenzüge auszufahren, mit Hülsen bestückte Hängewagenzüge
einzufahren, diese an die Spulenbank abzugeben und die unbestückten Hängewagenzüge
wieder auszufahren, bevor die Führungsschienen zurückgezogen und die Spulenbank zum
Wiederanlauf der Vorspinnmaschine angehoben wird.
[0027] Die Figuren 3 a bis 3e zeigen eine Ausführungsform, bei der sowohl die Spulenbank
5 vor und zurück verschiebbar, als auch die Führungsschienen 21, 22 unterhalb der
Flügel 4 angeordnet und auf die schon beschriebene Weise verlagerbar sind. Zum Wechselvorgang
werden die Führungsschienen 21, 22 nach Absenken und Zurückziehen der Spulenbank 5
aus ihrer in Fig. 3a dargestellten Ausgangsstellung mittels der Motoren 29, 30 über
die Ritzel 27, 28 und die Verzahnungen 25, 26 unterschiedlich weit nach vorn zwischen
die Reihen der abgesenkten Spulen 6 verfahren. Diese Stellung liegt in der senkrechten
Ebene der Flügel 4. Sodann können die mit Hülsen 18 bestückten Hängewagenzüge 15 einfahren
und zwar so weit, daß deren Hülsen in Lücke zu den Spulen 6 bzw. deren leere Hängehalter
16 neben den Spulen stehen: Fig. 3b. Nunmehr können die leeren Hängehalter 16 und
die Spulen 6 übereinander gestellt werden, indem die Führungsschienen 21, 22 quer
zur Maschinenlängsrichtung entsprechend verschoben werden.
[0028] Wenn dies geschehen ist, können durch entsprechende Hub- und Senkbewegungen der Spulenbank
5 die Spulen 18 in die Hängehalter 16 eingeklinkt und damit an die Hängewagenzüge
15 übergeben werden (Fig. 3c), und - nach Verfahren der Hängewagenzüge um den Abstand
ihrer Hängehalter - durch erneute entsprechende Hub- und Senkbewegungen der Spulenbank
5 die Hülsen 18 aus den Hängehaltern 16 ausgeklinkt und an die Spulenbank übergeben
werden: Fig. 3d.
[0029] Nach Herausfahren der Hängewagenzüge 15 aus der Vorspinnmaschine können die Führungsschienen
21, 22 in ihre Ruhestellung zurückgezogen werden (Fig. 3e), worauf die Spulenbank
5 in ihre Ausgangsstellung für das Anspinnen hochgefahren werden kann.
[0030] Der Abstand der Führungsschienen 21, 22 in der zurückgezogenen Stellung kann so bemessen
sein, daß in dieser Stellung bereits mit Hülsen 18 bestückte Hängewagenzüge 15 einfahren
können.
[0031] In nicht näher dargestellter Weise können die Führungsschienen 21, 22 auch um zur
Längsrichtung der Vorspinnmaschine parallele Achsen schwenkbar gelagert sein. Der
Ablauf des Wechselvorganges entspricht dabei den vorstehend beschriebenen.
[0032] In den Ausführungsformen mit unterhalb der Flügel 4 einfahrbaren Führungsschienen
21, 22 sind die die Spulen führenden Spindeln 19' vorteilhafterweise an der Flügeln
4 angeordnet, weil andernfalls die Spulenbank 5 so weit absenkbar bzw. die Flügelbank
so hoch gelegt sein müßte, daß die an den Hängewagenzügen 15 hängenden Spulen 6 und
Hülsen 18 sich über die aus der Spulenbank aufragenden Spulenspindeln hinweg bewegen
könnten.
[0033] Bezugszahlenliste
- 1
- Maschinengestell
- 2
- Streckwerk
- 3
- Flügelbank
- 4
- Flügel
- 5
- Spulenbank
- 6
- Spulen
- 7
- Traversen
- 8
- Zahnstangen
- 9
- Ritzel der Traversen 7
- 10
- Motor
- 11
- Verzahnungen
- 12
- Ritzel der Spulenbank 5
- 13
- Motor
- 14
- Führungsschienen
- 15
- Hängewagenzüge
- 16
- Hängehalter
- 18
- Hülsen
- 19, 19'
- Spulen- bzw. Flügelspindeln
- 20
- Steuervorrichtung
- 21
- innere Führungsschienen
- 22
- äußere Führungsschienen
- 23, 24
- Schubstangen
- 25, 26
- Verzahnungen
- 27, 28
- Ritzel der Führungsschienen 21, 22
- 29, 30
- Motoren
1. Vorspinnmaschine mit an einer Flügelbank in mindestens einer Reihe gelagerten Flügeln
und mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Auswechseln voller Vorgarnspulen gegen
leere Vorgarnhülsen in Form mindestens eines an Führungsmitteln verfahrbaren Hängewagenzuges
mit Hängehaltern, in die die Vorgarnspulen und Vorgarnhülsen durch eine relative Hubbewegung
zwischen den Vorgarnspulen und dem Hängewagenzug einhängbar sind, wobei die Führungsmittel
als jeder Reihe von Flügeln zugeordnete Führungsschienen ausgebildet sind und in Höhe
deren Kopfbereiche verlaufen und die Spulenträger der Spulenbank und die Führungsschienen
durch Verschieben der Spulenbank (5) auch quer zur Längsrichtung der Vorspinnmaschine
(1) in eine gemeinsame senkrechte Ebene bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (14, 15) ortsfest an der Unterseite der die Flügel (4) lagernden
Flügelbank (3) unmittelbar neben der Flügelreihe angeordnet sind, der sie zugeordnet
sind. (Fig. 1a bis 1i)
2. Vorspinnmaschine mit an einer Flügelbank in mindestens einer Reihe gelagerten Flügeln
und einer Einrichtung zum selbsttätigen Auswechseln voller Vorgarnspulen gegen leere
Vorgarnhülsen in Form mindestens eines an Führungsmitteln verfahrbaren Hängewagenzuges
mit Hängehaltern, in die die Vorgarnspulen und Vorgarnhülsen durch eine relative Hubbewegung
zwischen den Vorgarnspulen und dem Hängewagenzug einhängbar sind, wobei die Führungsmittel
als eine jeweils jeder Reihe von Flügeln zugeordneten Führungsschiene ausgebildet
sind, und einer nur senkrecht beweglichen Spulenbank, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (21, 22) unmittelbar unterhalb der Flügel (4) quer zur Längsrichtung
der Vorspinnmaschine (1) in senkrechte Ebenen durch die Spulenträger der Spulenbank
(5) verschiebbar sind. (Fig. 2a und 2b, 4a und 4b)
3. Vorspinnmaschine gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (21,22) unmittelbar unterhalb der Flügel (4) quer zur Längsrichtung
der Vorspinnmaschine (1) in senkrechte Ebenen durch die Spulenträger der Spulenbank
(5) verschiebbar sind und die Spulenbank (5) auch quer zur Längsrichtung der Vorspinnmaschine
(1) verschiebbar ist. (Fig. 3a bis 3e)
1. Roving machine with flyers mounted in at least one row on a flyer rail and with a
device for the automatic exchange of full roving bobbins for empty roving tubes, in
the form of at least one suspended trolley train movable on guide means and having
suspended holders, into which the roving bobbins and roving tubes can be suspended
as a result of a relative lifting movement between the roving bobbins and the suspended
trolley train, the guide means being designed as guide bars assigned to each row of
flyers and running level with the head regions of the latter, and the bobbin carriers
of the bobbin rail and the guide bars also being capable of being brought into a common
vertical plane transversely to the longitudinal direction of the roving machine (1)
as a result of the displacement of the bobbin rail (5), characterized in that the guide bars (14, 15) are arranged fixedly on the underside of the flyer rail (3)
supporting the flyers (4), directly next to the flyer row to which said guide bars
are assigned. (Fig. 1a to 1i)
2. Roving machine with flyers mounted in at least one row on a flyer rail and with a
device for the automatic exchange of full roving bobbins for empty roving tubes, in
the form of at least one suspended trolley train movable on guide means and having
suspended holders, into which the roving bobbins and roving tubes can be suspended
as a result of a relative lifting movement between the roving bobbins and the suspended
trolley train, the guide means being designed as a guide bar assigned in each case
to each row of flyers, and with an only vertically movable bobbin rail, characterized in that the guide bars (21, 22) are capable of being displaced directly below the flyers
(4), transversely to the longitudinal direction of the roving machine (1), into vertical
planes by the bobbin carriers of the bobbin rail (5). (Fig. 2a and 2b, 4a and 4b)
3. Roving machine according to Claim 2, characterized in that the guide bars (21, 22) are capable of being displaced directly below the flyers
(4), transversely to the longitudinal direction of the roving machine (1), into vertical
planes by the bobbin carriers of the bobbin rail (5), and the bobbin rail (5) is also
capable of being displaced transversely to the longitudinal direction of the roving
machine (1). (Fig. 3a to 3e)
1. Banc à broches comprenant au moins une rangée d'ailettes montées sur un banc à ailettes
et un dispositif pour remplacer automatiquement des bobines de mèches de préparation
pleines par des canettes vides qui a la forme d'au moins un train de chariots suspendus
avec supports de suspension pouvant être déplacé sur des moyens de guidage, supports
de suspension auxquels il est possible d'accrocher les bobines de mèches de préparation
et les canettes vides par un mouvement d'élévation relatif entre les bobines de mèches
de préparation et le train de chariots suspendus, sachant que les moyens de guidage
sont réalisés en tant que glissières de guidage associées à chaque rangée d'ailettes
et s'étendent au niveau de la tête de ces dernières et que les supports de bobines
du banc à bobines et les glissières de guidage peuvent être mis dans un même plan
vertical en déplaçant le banc de bobines (5) également transversalement par rapport
à l'étendue longitudinale du banc à broches (1), caractérisé en ce que les glissières de guidage (14, 15) sont disposées fixement sur le dessous du banc
à ailettes (3) sur lequel sont montées les ailettes (4), juste à côté de la rangée
d'ailettes à laquelle elles sont associées (Fig. 1a à 1i).
2. Banc à broches comprenant au moins une rangée d'ailettes montées sur un banc à ailettes
et un dispositif pour remplacer automatiquement des bobines de mèches de préparation
pleines par des canettes vides qui a la forme d'au moins un train de chariots suspendus
avec supports de suspension pouvant être déplacé sur des moyens de guidage, supports
de suspension auxquels il est possible d'accrocher les bobines de mèches de préparation
et les canettes vides par un mouvement d'élévation relatif entre les bobines de mèches
de préparation et le train de chariots suspendus, sachant que les moyens de guidage
sont réalisés en tant que glissières de guidage associées à une de chaque rangée d'ailettes,
et comprenant également un banc à bobines mobile uniquement verticalement, caractérisé en ce que les glissières de guidage (21, 22) peuvent être déplacées dans des plans verticaux
directement sous les ailettes (4), transversalement par rapport à la direction longitudinale
du banc à broches (1), par les supports de bobines du banc à bobines (5). (Fig. 2a
et 2b, 4a et 4b).
3. Banc à broches selon la revendication 2, caractérisé en ce que les glissières de guidage (21, 22) peuvent être déplacées dans des plans verticaux
directement sous les ailettes (4), transversalement par rapport à la direction longitudinale
du banc à broches (1), par les supports de bobines du banc à bobines (5) et en ce que le banc à bobines (5) peut aussi être déplacé transversalement par rapport à l'étendue
longitudinale du banc à broches (1). (Fig. 3a à 3e)