| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 906 512 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.10.2002 Patentblatt 2002/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.06.1997 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9703/277 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9704/9915 (31.12.1997 Gazette 1997/57) |
|
| (54) |
FLÜGELZELLENPUMPE
VANE PUMP
POMPE A AILETTES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
21.06.1996 DE 29610896 U 20.07.1996 DE 29612578 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
07.04.1999 Patentblatt 1999/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Luk Fahrzeug-Hydraulik GmbH & Co. KG |
|
61352 Bad Homburg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- AGNER, Ivo
D-61352 Bad Homburg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Gleiss, Alf-Olav, Dr.jur. Dipl.-Ing. et al |
|
Gleiss & Grosse
Heilbronner Strasse 293 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 835 816 US-A- 5 147 183
|
GB-A- 2 002 454
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 13, no. 418 (M-871) [3766] , 18.September 1989 & JP
01 155096 A (SUZUKI MOTOR CO.), 16.Juni 1989,
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Flügelzellenpumpe gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Flügelzellenpumpen der hier angesprochenen Art sind aus der DE 28 35 816 A1 bekannt.
Sie weisen einen Rotor auf, in dessen Umfangswandung Flügel aufnehmende Schlitze eingebracht
sind. Der Rotor dreht sich innerhalb eines Konturrings, der vorzugsweise zwei sichelförmige
Förderräume bildet, die von den Flügeln durchlaufen werden. Bei der Drehung des Rotors
ergeben sich größer und kleiner werdende Räume. Im Betrieb der Flügelzellenpumpe ergeben
sich somit Saug- und Druckbereiche. Bei einem Konturring der hier angesprochenen Art
ergeben sich zwei getrennte Pumpenabschnitte mit je einem Saug- und einem Druckbereich.
[0003] Die seitliche Begrenzung des Druckbereichs erfolgt auf der Auslaß- beziehungsweise
Förderseite mittels einer dicht anliegenden Druckplatte und auf der der Förderseite
gegenüberliegenden Seite beispielsweise durch das Gehäuse der Flügelzellenpumpe.
[0004] Wird eine Flügelzellenpumpe betriebswarm stillgesetzt, gleiten die obenliegenden
Flügel aufgrund ihrer Schwerkraft in die in den Rotor eingebrachten Schlitze. Dadurch
entfällt die zwischen Saug- und Druckbereich gegebene Trennung, es entsteht quasi
ein Kurzschluß in einem, nämlich im oberen Pumpenabschnitt. Auf der gegenüberliegenden
Seite gleiten die Flügel der Schwerkraft folgend aus ihren Schlitzen heraus, oder
sie bleiben draußen, so daß hier die Trennung erhalten bleibt.
[0005] Erkaltet nun das von der Flügelzellenpumpe geförderte Fluid, beispielsweise Hydrauliköl,
erhöht sich dessen Viskosität, so daß die Beweglichkeit der Flügel nachläßt. Bei Inbetriebnahme
der Pumpe fördert zwar der noch getrennte Pumpenabschnitt das Fluid. Die Förderleistung
ist jedoch stark reduziert, da eine hydraulische Verbindung zwischen dem fördernden
unteren Druckbereich zum gegenüberliegenden oberen Druckbereich und dort zum Saugbereich
besteht.
[0006] Bei der Abdichtung der Druckbereiche durch das Gehäuse tritt häufig eine unerwünschte
Leckage auf, da sich das Gehäuse durch den innerhalb des Konturrings herrschenden
Druck vom Rotor wegbiegt und so eine Vergrößerung des Leckagespalts auftritt. Eine
Verringerung der Leckage wird dadurch erzielt, daß statt der Abdichtung durch das
Gehäuse eine weitere Druckplatte Verwendung findet. Diese ist im wesentlichen identisch
wie die auslaß- bzw. förderseitige Druckplatte ausgebildet und weist jeweils in die
Druckbereiche der beiden Pumpenabschnitte mündenden Kanäle auf, die eine Verbindung
mit einem zwischen Druckplatte und Gehäuse gebildeten Druckraum herstellen.
[0007] Das erwähnte Problem des Kurzschlusses beim Anlaufen der Pumpe tritt verstärkt bei
dieser Ausführungsform auf, da neben der förderseitigen Verbindung zwischen den Druckbereichen
auch auf der der Förderseite gegenüberliegenden Seite eine entsprechende hydraulische
Verbindung besteht.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Flügelzellenpumpe zu schaffen, die sehr
gute Kaltstarteigenschaften aufweist und darüber hinaus eine sehr geringe Leckageneigung
besitzt.
[0009] Diese Aufgabe wird mit Hilfe einer Flügelzellenpumpe gelöst, die die in Anspruch
1 genannten Merkmale umfaßt. Die Flügelzellenpumpe weist zwei dicht am Rotor anliegende
Druckplatten auf, wobei die der Förderseite gegenüberliegende Druckplatte eine Öffnung
aufweist, die eine Fluid-Verbindung zwischen einem vorzugsweise unteren Druckbereich
und einem abgeschlossenen Druckraum herstellt. Dadurch wird in diesem Druckraum ein
Druck aufgebaut, der die Druckplatte etwas zum Rotor hin durchbiegt und dicht an den
Rotor andrückt. Der im Förderbereich aufgebaute Druck führt in gleicher Weise zu einer
Beaufschlagung der förderseitigen Druckplatte mit einer Kraft, die diese Druckplatte
dicht an den Rotor andrückt. Darüber hinaus wird ein Kurzschluß zwischen den beiden
Druckbereichen über den Druckraum dadurch vermieden, daß lediglich einer der beiden
Druckbereiche in der der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte mit dem Druckraum
verbunden ist. Der andere Druckbereich der Pumpe wird durch die Druckplatte zum Druckraum
hin abgedichtet.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform hat die Fluid-Verbindung in der der Förderseite
gegenüberliegenden Druckplatte eine Durchtrittsfläche, die kleiner als 1/3 der Durchtrittsfläche
der Auslaßöffnung der förderseitigen Druckplatte ist.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die den Druckraum
abschließende Druckplatte, die eine Öffnung zur Verbindung des unteren Druckbereich
mit dem Druckraum umfaßt, eine weitere verhältnismäßig kleine Öffnung auf, die vom
Druckraum in den anderen oben liegenden Druckbereich mündet. Mit Hilfe dieser Öffnung
läßt sich eine Entlüftung des Druckraums bei der Erstinbetriebnahme der Pumpe bewerkstelligen,
mit dem vorteilhaften Ergebnis einer Geräuschverminderung. Um einen Kurzschluß über
diese Entlüftungsöffnung zu verhindern, muß sie so ausgebildet sein, daß sie für ein
kaltes Fluid hoher Viskosität einen sehr hohen hydraulischen Widerstand besitzt.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist an der der Förderseite gegenüberliegenden
Druckplatte eine Öffnung vorgesehen, die den in eingebauter Lage oberen Druckbereich
mit dem Druckraum verbindet. Der unten liegende Druckbereich ist durch die Druckplatte
zum Druckraum hin abgedichtet.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht auch darin, die der Förderseite gegenüberliegende
Druckplatte mit zwei Öffnungen zu versehen, die jeweils eine Verbindung zwischen einem
Druckbereich und dem Druckraum herstellen und die einen hohen hydraulischen Widerstand
aufweisen. Die Summe der beiden Widerstände muß dabei einen Wert übersteigen, der
zur Vermeidung eines Kurzschlusses in der Kaltstartphase notwendig ist.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0015] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer Flügelzellenpumpe;
- Figuren 2a, 2b
- zwei Druckplatten der Flügelzellenpumpe, und
- Figuren 3a - 3f
- schematische Darstellungen von vier unterschiedlich ausgestalteten Flügelzellenpumpen.
[0016] Zum besseren Verständnis soll zunächst allgemein anhand von Figur 1 auf den Aufbau
einer Fügelzellenpumpe eingegangen werden. Diese umfaßt ein Gehäuse 1, in dem ein
zu einem Auslaß führender Kanal 3 vorgesehen ist. Über den Auslaß wird ein Verbraucher,
beispielsweise eine Lenkhelfeinrichtung, mit einem Fluid, beispielsweise Hydrauliköl
versorgt.
[0017] Das Gehäuse weist einen kreisrunden Innenraum 5 auf, der einen Konturring 7 und einen
Rotor 9 aufnimmt, in dessen Umfangsfläche Flügel 8 aufnehmende Schlitze eingebracht
sind. Der Rotor 9 wird über eine Antriebswelle 11 in Rotation versetzt, so daß sich
die Flügel 8 innerhalb des Konturrings 7 bewegen, dessen Innenraum 5 so ausgestaltet
ist, daß zwei sichelförmige, auch als Förderräume bezeichnete Freiräume gebildet werden,
die von den Flügeln durchlaufen werden. Zwischen je zwei -in Umfangsrichtung gesehen-
benachbarten Flügeln liegen sogenannte Flügelzellen, die bei einer Drehung des Rotors
kleiner und größer werden. Dadurch werden Saug- und Druckbereiche gebildet. Die Stirnflächen
des Konturringes 7 und des Rotors 9 liegen an Dichtflächen an, die von Druckplatten
17.1 und 17.2 gebildet werden. Im folgenden wird die der Förderseite zugewandte Druckplatte
17.1 als förderseitige Druckplatte und die andere Druckplatte 17.2 als druckkammerseitige
Druckplatte bezeichnet. Die aus den beiden Druckplatten 17.1 und 17.2, dem Konturring
7 und dem Rotor 9 gebildete Einheit liegt somit im Innenraum 5 des Gehäuses. Zumindest
die dem Kanal 3 beziehungsweise Auslaß zugewandte förderseitige Druckplatte 17.1 ist
so ausgebildet, daß das von den Flügelzellen geförderte Hydrauliköl durch die Druckplatte
hindurch gefördert wird und in einen zwischen der Druckplatte und der Gehäuseinnenseite
gebildeten Auslaßbereich und von dort zum Verbraucher gelangt.
[0018] Die Flügelzellenpumpe ist so aufgebaut, daß das Hydrauliköl im Druckbereich zu den
im Inneren des Rotors liegenden Unterseiten der Flügel -dem sogenannten Unterflügelbereich-
gelangt und diese mit Druck beaufschlagt. Durch den im Unterflügelbereich herrschenden
Überdruck werden die Flügel aus den Schlitzen radial nach außen gepreßt und liegen
somit dichtend an der Innenseite des Konturrings an.
[0019] Die dem Rotor 9 zugewandten Flächen der beiden Druckplatten 17.1 und 17.2 sind in
Figur 2a beziehungsweise 2b in Draufsicht dargestellt. Deutlich zu erkennen sind jeweils
zwei Ansaugbereiche 21 und zwei nierenförmige Druckbereiche 23. Weiter innen ist in
der druckraumseitigen Druckplatte 17.2 gemäß Figur 2a eine im wesentlichen ringförmige
Nut 25 für die Unterflügelbereiche vorgesehen. In der förderseitigen Druckplatte 17.1
gemäß Figur 2b sind dagegen vier unabhängige im wesentlichen ringsegmentförmige Nuten
27 ausgebildet.
[0020] Figur 2a läßt noch erkennen, daß die nierenförmigen Druckbereiche 23 der druckraumseitigen
Druckplatte 17.2 in runde Kanäle 29 übergehen. Wenigstens einer oder beide Kanäle
29 weisen eine Durchtrittsfläche, das heißt durchströmte Querschnittsfläche, auf,
die weniger als ein 1/3 der Durchtrittsfläche der Druckbereiche 23 der förderseitigen
Druckplatte 17.1 betragen.
[0021] In Figur 3 sind stark vereinfacht vier unterschiedliche Ausführungsformen der Flügelzellenpumpe
dargestellt, wobei es im wesentlichen auf die unterschiedlichen Ausgestaltungen der
Druckplatten ankommt. Die übrigen Details, insbesondere Rotor, Flügel, Welle etc.
sind aus diesem Grund nicht dargestellt.
[0022] Die Flügelzellenpumpe gemäß Figur 3a weist sowohl auf der Auslaß- oder Förderseite
F des Rotors als auch auf der gegenüberliegenden Druckraumseite D eine Druckplatte
17.1 beziehungsweise 17.2 auf. Beide Druckplatten 17 liegen dicht an Konturring und
Rotor 51 an und sollen damit eine Leckage von Hydrauliköl aus den Druckbereichen verhindern.
[0023] Die Darstellung der förderseitigen Druckplatte 17.1 in Figur 3a läßt zwei Auslaßkanäle
53.1 und 53.2 erkennen, die jeweils eine Fluid-Verbindung zwischen einem Druckbereich
und einem Förder- beziehungsweise Auslaßbereich 55 herstellen.
[0024] Auf der gegenüberliegenden Seite liegt die druckraumseitige Druckplatte 17.2 am Rotor
51 an. Sie weist ebenfalls einen Kanal 59 auf, der eine Fluid-Verbindung zwischen
einem -in der Figur unteren-Druckbereich UD und einem Druckraum 61 herstellt. Dieser
Druckraum 61 wird einerseits durch die druckraumseitige Druckplatte 17.2 und andererseits
durch das Gehäuse gebildet.
[0025] In der druckraumseitigen Druckplatte 17.2 sind darüber hinaus weitere Öffnungen 63a,
63b vorgesehen, die in den jeweiligen Unterflügelbereich der Flügel münden. Damit
entsteht eine Fluid-Verbindung zwischen dem unteren Druckbereich und mindestens einem
Unterflügelbereich.
[0026] Deutlich zu erkennen ist in Figur 3a, daß die druckraumseitige Druckplatte 17.2 keinen
einem in der Figur oberen Druckbereich OD zugeordneten Kanal aufweist. Damit steht
dieser obere Druckbereich nicht mit dem Druckraum 61 in Verbindung. Ein Kurzschluß
in der Anlaufphase zwischen oberem Druckbereich, in dem der Kurzschluß herrscht, und
unterem Druckbereich wird auf diese Weise verhindert. Hierbei wird vorausgesetzt,
daß entsprechende Maßnahmen zur Verhinderung eines Kurzschlusses auch auf der Förderseite
getroffen werden. So verhindern beispielsweise als Stege oder Platten ausgebildete
hydraulische Widerstände auf der Förderseite, daß in der Kaltstartphase Fluid vom
unteren Druckbereich in den oberen Druckbereich beziehungsweise den Auslaßbereich
strömt.
[0027] Die in Figur 3b gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen
lediglich darin, daß die in den Unterflügelbereich mündende Öffnung 63 nicht in der
druckraumseitigen Druckplatte 17.2 sondern in der förderseitigen Druckplatte 17.1
vorgesehen ist. Darüber hinaus ist der Kanal 59 der Druckplatte 17.2 nicht dem unteren
Druckbereich sondern dem oberen Druckbereich zugeordnet. Eine Änderung der Wirkungsweise
der beiden Druckplatten ergibt sich nach der Anlaufphase dadurch jedoch nicht.
[0028] Eine dritte Ausführungsform ist in Figur 3c zu sehen, wobei diese im wesentlichen
mit der in Figur 3a dargestellten Ausführungsform übereinstimmt.
[0029] Sie unterscheidet sich jedoch darin, daß in der druckraumseitigen Druckplatte 17.2
ein kleiner, im wesentlichen einer Entlüftung dienender Kanal 65 vorgesehen ist, der
eine Verbindung zwischen dem Druckraum 61 und dem oberen Druckbereich schafft. Der
Querschnitt des Kanals 65 wird dabei so dimensioniert, daß dessen hydraulischer Widerstand
insbesondere für kaltes Hydrauliköl mit hoher Viskosität sehr groß ist. Der Widerstand
sollte auf jeden Fall so groß sein, daß in der Kaltstartphase ein Ölstrom vom unteren
Druckbereich über den Druckraum 61 und den Kanal 65 in den oberen Druckbereich, wo
der Kurzschluß herrscht, und dann in den Ansaugbereich nahezu unterbunden wird.
[0030] Die Funktion dieses Entlüftungskanals 65 besteht darin, sich im oberen Bereich des
Druckraums 61 ansammelnde Luft entweichen zu lassen. Daher ist dieser Entlüftungskanal
65 dem obenliegenden Druckbereich zuzuordnen. Durch die damit erzielte Entlüftung
des Druckraums 61 läßt sich eine Geräuschverminderung erzielen.
[0031] Figur 3d zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die druckraumseitige Druckplatte
17.2 zwei Kanäle 71 aufweist. Der obere Kanal 71.1 verbindet den oberen Druckbereich
mit dem Druckraum 61, der untere Kanal 71.2 den unteren Druckbereich mit dem Druckraum
61. Die Querschnitte der beiden Kanäle 71 sind dabei so gewählt, daß die Summe der
beiden einzelnen hydraulischen Widerstände für ein zähflüssiges, kaltes Öl so groß
ist, daß sich nahezu kein ölstrom zwischen den beiden Druckbereichen durch den Druckraum
61 entwickelt.
[0032] Damit wird diese Pumpe bezüglich der Entlüftungsfunktion lageunabhängig, da sich
jeweils im oberen Bereich des Druckraums unabhängig von der Einbaulage ein Entlüftungskanal
befindet, durch den die sich ansammelnde Luft entweichen kann.
[0033] In den Figuren 3e und 3f sind zwei weitere Ausführungsbeispiele gezeigt, wie druckraumseitig
ein hydraulischer Widerstand realisierbar ist, der beispielsweise statt der kleinen
Querschnitte gemäß Figur 3d, eingesetzt werden kann. So läßt sich einerseits ein Steg
77 am Gehäuse vorsehen, der den Ölstrom in der Kaltstartphase zwischen unterem und
oberem Druckbereich begrenzt. Neben der Anordnung des Stegs 77 am Gehäuse ist dieser
natürlich auch an der Druckplatte 17.2 ausbildbar, wie in Figur 3f gezeigt. Selbstverständlich
sind auch andere Ausgestaltungen eines hydraulischen Widerstands denkbar.
1. Fügelzellenpumpe mit einem Flügel aufnehmenden Rotor, mit zwei dicht am Rotor anliegenden
Druckplatten (17), von denen eine auf einer Förderseite der Flügelzellenpumpe und
eine auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet ist, und mit einem die Flügel umgebenden,
zwei Saug- und Druckbereiche bildenden Konturring, wobei zumindest eine der beiden
Druckplatten mit Ein- und Auslaßöffnungen (53) versehen ist, die eine Fluid-Verbindung
zwischen einem Druckbereich und einem Unterflügelbereich herstellen, dadurch gekennzeichnet, daß die der Förderseite gegenüberliegende Druckplatte (17.2) eine Öffnung aufweist, die
eine Fluid-Verbindung zwischen einem Druckbereich und einem von dieser Druckplatte
(17.2) begrenzten Druckraum (61) schafft, und den Druckraum (61) zum anderen Druckbereich
hin abdichtet.
2. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluid-Verbindung in der der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte (17.2)
eine Durchtrittsfläche hat, die kleiner als 1/3 der Durchtrittsfläche der Auslaßöffnung
der gegenüberliegenden Druckplatte (17.1) ist.
3. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Förderseite gegenüberliegende Druckplatte (17.2) einen -in der Einbaulage
obenliegenden- Entlüftungskanal aufweist, der den Druckraum (61) mit dem anderen Druckbereich
verbindet und so ausgelegt ist, daß er einen großen hydraulischen Widerstand für ein
kaltes Fluid mit hoher Viskosität aufweist.
4. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte (17.2) Öffnungen (59,63) vorgesehen
sind, die die Fluid-Verbindung zwischen einem Druckbereich und mindestens einem Unterflügelbereich
und gleichzeitig eine Fluid-Verbindung in den Druckraum (61) herstellen.
5. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der förderseitigen Druckplatte (17.1) Öffnungen vorgesehen sind, die die Fluid-Verbindung
zwischen Druckbereich und mindestens einem Unterflügelbereich herstellen, und daß
die der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte (17.2) den Druckraum (61) zum Unterflügelbereich
hin abdichtet.
6. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein -bezüglich der Einbaulageoberer Druckbereich in Fluid-Verbindung mit dem Druckraum
(61) steht.
7. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein -bezüglich der Einbaulageunterer Druckbereich in Fluid-Verbindung mit dem Druckraum
(61) steht.
8. Fügelzellenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Druckbereiche in Fluid-Verbindung mit dem Druckraum (61) stehen, wobei die
Verbindungen in der der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte (17.2) so dimensioniert
sind, daß die Summe der beiden hydraulischen Widerstände für ein kaltes Fluid so groß
ist, daß ein Fluidstrom unterbunden wird.
9. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Seite der der Förderseite gegenüberliegenden Druckplatte (17.2) ein Steg
(77) im Gehäuse und/oder in der Druckplatte vorgesehen ist, der einen großen hydraulischen
Widerstand zur Verhinderung eines Kurzschlusses zwischen den beiden Druckbereichen
bildet.
1. A vane pump with a rotor receiving vanes, with two pressure plates (17) bearing closely
on the rotor, whereof one is arranged on the feed side of the vane pump and one is
arranged on the opposite side, and with a contoured ring surrounding the vanes, forming
two suction and pressure regions, wherein at least one of the two pressure plates
is provided with inlet and outlet openings (53), which create a fluid connection between
a pressure region and a sub-vane region, characterized in that the pressure plate (17.2) opposite the feed side has an opening, which creates a
fluid connection between one pressure region and a pressure chamber (61) bounded by
this pressure plate (17.2), and seals the pressure chamber (61) relative to the other
pressure region.
2. A vane pump according to claim 1, characterized in that the fluid connection in the pressure plate (17.2) opposite the feed side has a passage
area which is smaller than 1/3 of the passage area of the outlet opening of the opposite
pressure plate (17.1).
3. A vane pump according to claim 1 or 2, characterized in that the pressure plate (17.2) opposite the feed side has a vent channel - lying at the
top in the installed position - which connects the pressure chamber (61) to the other
pressure region and is so designed that it has a large hydraulic resistance to a cold
fluid with high viscosity.
4. A vane pump according to claim 1, 2 or 3, characterized in that openings (59, 63) are provided in the pressure plate (17.2) opposite the feed side,
which create at the same time the fluid connection between one pressure region and
at least one sub-vane region and a fluid connection into the pressure chamber (61).
5. A vane pump according to claim 1, 2 or 3, characterized in that openings are provided in the pressure plate (17.1) on the feed side which create
the fluid connection between pressure region and at least one sub-vane region, and
in that the pressure plate (17.2) opposite the feed side seals the pressure chamber (61)
relative to the sub-vane region.
6. A vane pump according to claim 4 or 5, characterized in that an upper pressure region - in relation to the installed state - is in fluid connection
with the pressure chamber (61).
7. A vane pump according to claim 4 or 5, characterized in that a lower pressure region - in relation to the installed state - is in fluid connection
with the pressure chamber (61).
8. A vane pump according to claim 1, 2 or 3, characterized in that both pressure regions are in fluid connection with the pressure chamber (61), wherein
the connections in the pressure plate (17.2) opposite the feed side are so dimensioned
that the sum of the two hydraulic resistances is so large for a cold fluid that fluid
flow is prevented.
9. A vane pump according to claim 8, characterized in that a web (77) is provided in the housing and/or in the pressure plate on the side of
the pressure plate (17.2) opposite the feed side and forms a large hydraulic resistance
for preventing a short-circuit between the two pressure regions.
1. Pompe à cellules, semi-rotative comportant un rotor muni d'ailettes, deux plaques
de pression (17) appliquées de manière étanche contre le rotor, dont l'une est située
du côté du refoulement de la pompe et l'autre du côté opposé, ainsi qu'une bague de
contour entourant les ailettes et formant deux zones d'aspiration et de pression,
au moins l'une des deux plaques de pression comportant des orifices d'entrée et de
sortie (53) créant une liaison fluidique entre une zone de pression et une zone de
dépression,
caractérisée en ce que
le plateau de pression (17.2) à l'opposé du côté refoulement comporte une ouverture
créant une liaison entre une zone de pression et une chambre de pression (61) délimitée
par cette plaque de pression (17.2) et assurant l'étanchéité de la chambre de pression
(61) par rapport à l'autre zone de pression.
2. Pompe à cellules, semi-rotative, selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la communication fluidique comprend une surface de passage dans la plaque de pression
(17.2) à l'opposé du côté de refoulement, cette surface étant inférieure à 1/3 de
la surface de passage de l'orifice de sortie du plateau de pression opposé (17.1).
3. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le plateau de pression (17.2), en regard du plateau de pression, à l'opposé du côté
refoulement, comporte un canal d'évacuation d'air situé en partie haute en position
de montage, ce canal reliant la chambre de pression (61) à une autre zone de pression
et étant conçu pour offrir une résistance hydraulique importante à un fluide froid
à forte viscosité.
4. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou
3,
caractérisée en ce que
le plateau de pression (17.2), à l'opposé du côté de refoulement, comporte des ouvertures
(59, 63) qui réalisent la communication de fluide entre la zone de pression et au
moins une zone de dépression et, en même temps, une communication fluidique dans la
chambre de pression (61).
5. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou
3,
caractérisée en ce que
des ouvertures prévues dans la plaque de pression (17.1) du côté du refoulement, réalisent
la communication de fluide entre la zone de pression et au moins une zone de dépression
et la plaque de pression (17.2), à l'opposé du côté de refoulement, assure l'étanchéité
de la chambre de pression (61) par rapport à la zone de dépression.
6. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisée en ce qu'
une zone de pression, supérieure (par rapport à la position de montage), communique
par une liaison fluidique avec la chambre de pression (61).
7. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisée en ce qu'
une zone de pression, inférieure (selon la position de montage), est en communication
de fluide avec la chambre de pression (61).
8. Pompe à cellules, semi-rotative, selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou
3,
caractérisée en ce que
les deux zones de pression sont en communication de fluide avec la chambre de pression
(61), les liaisons dans la plaque de pression (17.2) opposées au côté de refoulement
étant dimensionnées pour que la somme des deux résistances hydrauliques pour un fluide
froid soit suffisamment grande pour bloquer le passage du fluide.
9. Pompe à cellules, semi-rotative, selon la revendication 8,
caractérisée par
une entretoise (77) prévue dans le boîtier et/ou le plateau de pression (17.2) du
côté opposé au côté de refoulement, cette entretoise créant une résistance hydraulique
importante pour éviter un court-circuit entre les deux zones de pression.