[0001] Aufgabe der Erfindung ist es, Schmuckstück und Dekorelement so aufeinander abzustimmen,
daß eine leichte Montage und Demontage des Dekorelementes am Schmuckstück bei dennoch
sicherer Halterung in der Gebrauchsposition des Schmuckstückes erreicht wird.
[0002] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0003] Der Grundgedanke der Erfindung beinhaltet somit zwei Komponenten, nämlich die lösbare
Halterung des Dekorelementes auf dem Träger und die Definition einer Arretierposition
des Dekorelementes auf dem Träger, in der das Dekorelement mittels elastisch wirkender
Halteelemente verriegelt und gegen unbeabsichtiges Entnehmen gesichert ist.
[0004] Sowohl als Dekorelement als auch als Träger können die verschiedenartigsten Elemente
verwendet werden, die insbesondere hinsichtlich ihres Designs aufeinander abgestimmt
sein können, aber auch hinsichtlich ihres jeweiligen Verwendungszwecks (Teil eines
Ringes, eines Colliers, eines Armbandes oder ähnlichem) in vielfältiger Weise ausgebildet
sein können, wobei lediglich die eingangs erwähnte Grundfunktion (lösbare Halterung
und elastisch wirkendes Halteelement) gewährleistet sein muß.
[0005] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines solchen. Schmuckstückes wird anhand der
Zeichnungen näher erläutert:
[0006] Als Träger dient ein Federstahlbügel 10 mit rechteckigem Querschnitt, der in seinem
mittleren Teil 10A gerade und in den beiden anschließenden Bereichen 10B,10C bogenförmig
ausgebildet ist. Im Abstand von seinem geraden Bereich ist er durch beidseitig je
ein Widerlager in Form einer Hülse 11 und 12 geführt.
[0007] Auf die beiden bogenförmigen Bereiche 10B.10C dieses Federstahlbügels 10 sind zwischen
dem mittleren Teil 10A und den Hülsen 11 und 12 beim dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei elastisch verformbare Schläuche 30,40 aus Gummimaterial oder synthetischem Material
aufgesteckt, deren rückwärtige Stirnseite an die Hülse 11 bzw. 12 anstößt und deren
im Übergangsbereich zu dem geradlinigen zentralen Abschnitt des Federstahlbügels 10
liegenden Stirnseiten 31 und 41 von einem hülsenähnlichen Aufsteckelement 35,45 gebildet
werden. Die beiden Hülsen 11 und 12 dienen als Widerlager, da ein geschlossener Schlauch
50 definierter Länge den Abstand dieser beiden Hülsen 11 und 12 vorgibt. Die Aufsteckelemente
35,45 sind auf dem mittleren Teil 10A verschiebbar.
[0008] Von erfindungswesentlicher Bedeutung hierbei ist, daß durch diese Lagerung somit
der Abstand X der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten 31 und 41 der beiden Aufsteckelemente
35,45 variabel ist und die Einführung eines Dekorelementes 20 auf den geradlinigen
Abschnitt 10A des Federstahlbügels 10 gestattet. Die Stirnseiten 31 und 41 der hülsenförmigen
Aufsteckelemente 35,45 weisen hierbei eine erste Profilierung P1 auf, die beim dargestellten
Ausführungsbeispiel als ein Abschnitt eines Kugelsegmentes ausgebildet ist.
[0009] Das Dekorelement 20, dessen Form beliebig ist bzw. ausschließlich von Design-Überlegungen
bestimmt ist, weist einen hülsenförmigen Einsatz 21 auf, dessen Innenvolumen durch
einen Axialschlitz 22 von der Außenseite des Dekorelementes 20 zugänglich ist. Der
Innenquerschnitt des Einsatzes 21 und der Axialschlitz 22 sind dabei derart auf den
Querschnitt des Federstahlbügels 10 abgestimmt, daß der mittlere Teil 10A des Federstahlbügels
10 zwischen den beiden Stirnseiten 31 und 41 in den Axialschlitz 22 bis zum Innenquerschnitt
eingeführt werden kann und das Dekorelement 20 in dieser Position um einen Winkel
von bevorzugt 90° auf dem Federstahlbügel 10 verdreht werden kann, derart, daß in
der verdrehten Position ein Abnehmen des Dekorelementes 20 vom Federstahlbügel 10
nicht mehr möglich ist, da die Breite des Axialschlitzes 22 die Herausnahme des Federstahlbügels
10 mit seinen breiteren Seitenflächen nicht gestattet.
[0010] Der Einsatz 21 weist nun auf seinen beiden gegenüberliegenden Stirnseiten 23 und
24 ebenfalls eine Profilierung P2 auf, die beim Ausführungsbeispiel ebenfalls als
die ei Abschnitte eines Kugelsegmentes entsprechend der Profilierung P1 ausgebildet
ist.
[0011] Die beiden Kugelschalenprofilierungen P1 und P2 sind nun so auf ihren jeweiligen
Stirnseiten 31,41 bzw. 23,24 positioniert, daß sie in formschlüssigen Eingriff kommen,
wenn das Dekorelement 20 in der um 90° verdrehten Position auf dem Federstahlbügel
10 liegt (wo es nicht mehr entnommen werden kann). Unter der Rückstellkraft der elastischen
Schläuche 30 und 40 kommt das Dekorelement 20 in genau dieser Position dann über die
korrespondierenden Profilierungen P1,P2 in Eingriff mit den beiden Stirnseiten der
Aufsteckelemente 35 und 45, so daß durch dieses Einschnappen oder Einrasten die unverlierbare
Halterung des Dekorelementes 20 auf dem Federstahlbügel 10 gesichert wird.
[0012] Zur Verdeutlichung wird anhand der Figur 5 die Montage des Dekorelementes 20 auf
den Federstahlbügel 10 kurz veranschaulicht:
[0013] Die Anfangsposition ist die in Figur 5 dargestellte; durch Verschiebung in Richtung
des Pfeils 1 läßt sich das Dekorelement 20 auf den Federstahlbügel 10 aufstecken bzw.
der Federstahlbügel 10 über den Axialschlitz 22 in den Innenquerschnitt des hülsenförmigen
Einsatzes 21 einführen, wenn die beiden Schläuche 30,40 in ihrer elastisch zurückgezogenen
Position sich befinden, so daß das lichte Maß zwischen den beiden Stirnseiten der
Schläuche ausreichend ist, um den Einsatz 21 mitsamt Profilierungen P2 auf den Federstahlbügel
10 aufzusetzen. In dieser Position befinden sich die beiden Profilierungen P1 und
P2 nicht im Formschlußeingriff, die beiden Schläuche 30 und 40 werden also in ihrer
auseinandergespreizten Position gehalten.
[0014] Als nächste Bewegung wird das Dekorelement in Richtung des Pfeiles 2 in der aufgesteckten
Position um 90° verschwenkt, in der infolge des rechteckigen Querschnitts des Federstahlbügels
10 eine Abnahme des Dekorelementes 20 vom Federstahlbügel 10 nicht mehr möglich ist.
[0015] In dieser Arretierposition (sozusagen der "Funktionsposition" des Dekorelementes
20) liegen sich die beiden korrespondierenden Profilierungen P1 und P2 auf den dann
gegenüberliegenden Stirnseiten so gegenüber, daß sie unter der elastischen Gegenkraft
der beiden Schläuche 30 und 40, die eine Schließbewegung in Richtung der Pfeile 3
ausführen, in formschlüssigen Eingriff gebracht werden. Durch diesen formschlüssigen
Eingriff der Profilierungen P1,P2 wird die Positionierung des Dekorelementes 20 auf
dem Federstahlbügel 10 gesichert, so daß ein unbeabsichtigtes Verdrehen um 90° und
die anschließende Herausnahme des Dekorelementes 20 nur dann möglich ist, wenn mit
einer entsprechenden Betätigungskraft die beiden Enden der Schläuche 30 und 40 so
weit auseinandergezogen oder auseinandergedrückt werden, daß die beiden korrespondierenden
Profilierungen P1 und P2 wieder außer Eingriff gebracht werden können.
[0016] Das erfindungsgemäße Schmuckstück wird in der Regel in Verbindung mit einem Ergänzungsteil
definierter Länge eingesetzt werden, beispielsweise dem dargestellten Schlauch 50,
oder einem Band oder einer Kette, das zweckmäßigerweise an den beiden Hülsen 11 und
12 befestigt wird und über einen Verschluß verfügt.
[0017] Das erfindungsgemäße Schmuckstück kann somit in verschiedener Größe beispielsweise
Teil eines Colliers sein, bei dem aus einer Vielzahl von Dekorelementen das dem Geschmack
des Benutzers am meisten entsprechende ausgewählt und eingesetzt werden kann.
[0018] Es ist beispielsweise auch denkbar, ein durchweg gerades Federstahlbügelelement zu
verwenden, bei dem nur einseitig ein Schlauch aufgesetzt ist, ein solches Schmuckstück
könnte dann Teil beispielsweise eines Anhängers sein (mit dem Dekorelement als unterem
Abschluß). Beispielsweise könnte das Dekorelement 20 auch ein Zeitanzeigeelement beinhalten,
wodurch eine sehr eigenwillige Uhr realisierbar wäre.
[0019] Wird ein Ring mit den Komponenten gemäß der Erfindung realisiert, so kann ein durchgehender
Schlauch verwendet werden, die Hülsen 11, 12 sind in diesem Fall entbehrlich.
[0020] Als elastische federnde Halteelemente können auch Metallelemente, wie Federscheiben
oder Spiralfedern alleine oder in Kombination mit einem Schlauch eingesetzt werden,
wenn dies zur Definition der Haltekräfte und/oder aus Designgründen erforderlich scheint.
Die Verwendung eines solchen Schmuckstückes als Teil einer Design-Konzeption ist daher
sehr vielfältig.
1. Schmuckstück mit einem Träger und einem an diesem gehaltenen Dekorelement,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dekorelement (20) auf dem Träger lösbar gehalten ist, wozu im Dekorelement
(20) ein Schlitz vorgesehen ist, dessen Innenquerschnitt die Einführung/Entnahme des
Dekorelements (20) auf dem Träger und die
Verdrehung des Dekorelements in eine Arretierposition auf dem Träger erlaubt, und
daß mindestens ein elastisch wirkendes Halteelement dem Träger derart zugeordnet ist,
daß der Abstand (X) zwischen der Stirnseite des Halteelements und einer gegenüberliegenden
Stirnseite eines Gegenlagers variabel ist, derart, daß die Einführung/Entnahme des
Dekorelements (20) gestattet und das Dekorelement in seiner Arretierposition verriegelt
wird.
2. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger ein Federstahlbügel
(10) mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt ist, und daß das elastisch wirkende
Halteelement ein erster, verformbarer Schlauch (30) ist, der den Federstahlbügel (10
umschließt.
3. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Dekorelement (20) ein
Einsatz (21) mit einem Axialschlitz (22) gehalten ist.
4. Schmuckstück nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden gegenüberliegenden
Stirnseiten (31,41) eine erste Profilierung (P1) aufweisen, die komplementär zu einer
zweiten Profilierung (P1) in den Stirnseiten (23,24) des Einsatzes (21) ausgebildet
ist, derart, daß in der Arretierposition die beiden Profilierungen (P1,P2) unter der
Wirkung der elastischen Kraftwirkung des Schlauches (30) in formschlüssigen Eingriff
kommen.
5. Schmuckstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseite (31) des
Schlauches (30) durch ein erstes Aufsteckelement (35) gebildet ist.
6. Schmuckstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Gegenlager von
einem zweiten, elastisch verformbaren Schlauch (40) gebildet ist, dessen Stirnseite
(41) von einem zweiten Aufsteckelement (45) gebildet ist.
7. Schmuckstück nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem vom Dekorelement
(20) beabstandeten Ende des Trägers je eine Hülse (11,12) zur Aufnahme des dort anliegenden
Endes des Schlauches (30,40) ausgebildet oder aufgebracht ist.
8. Schmuckstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (11,12) scheibenförmige
oder ringförmige Anschlagflächen auf dem Federstahlbügel (10) für die Schläuche (30,40)
bildet.
9. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dekorelement (20) ein
Zeitanzeigeelement beinhaltet.
10. Schmuckstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen (11,12) auf dem
Federstahlbügel (10) auch zur Halterung eines das Schmuckstück ringförmig schließenden
Teils wie z.B. einem weiteren Schlauch (50) oder einem Band oder einer Kette, dient.
11. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Träger als Halteelement(e)
mindestens ein federndes Metallelement und/oder mindestens ein Kunststoffelement gehalten
ist/ sind, die die erforderliche Haltekraft zur Sicherung der Dekorelemente auf dem
Träger aufbringen.
12. Schmuckstück nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Halteelement eine Spiralfeder
einen Schlauch umschließt.
13. Schmuckstück nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Träger abwechselnd
ein Metallelement und ein Schlauch aufgebracht sind.
14. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (30,40,50) aus Kautschuk ist.