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(11) |
EP 0 906 999 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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28.05.2008 Patentblatt 2008/22 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.06.2003 Patentblatt 2003/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.10.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Isoliersteg für Verbundprofile von Fenster- oder Türrahmen
Insulating web for composite profiles of window or door frames
Ame isolante de profilés composites de cadres de fenêtre ou de porte
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
04.10.1997 DE 19743810 04.02.1998 DE 19804222
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.04.1999 Patentblatt 1999/14 |
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Patentinhaber: |
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- Krämer, Albert
65554 Limburg-Ahlbach (DE)
- Krämer, Harald
65554 Limburg-Ahlbach (DE)
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Erfinder: |
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- Krämer, Albert
65554 Limburg-Ahlbach (DE)
- Krämer, Harald
65554 Limburg-Ahlbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gross, Felix et al |
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Patentanwälte
Maikowski & Ninnemann
Postfach 15 09 20 10671 Berlin 10671 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 504 601 DE-U- 29 704 201
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DE-C- 19 528 498
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Isoliersteg aus wärmedämmendem Material, insbesondere
Kunststoffmaterial, für Verbundprofile von Fenster- oder Türrahmen, Fassadenkonstruktionen
o. dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein derartiger Isoliersteg ist bspw. aus der
DE 297 04 201 U bekannt, wobei ein Zwischenraum zwischen Querstegen des Isoliersteges mit Dämmstoffstreifen
ausgefüllt ist. Das Einbringen der Dämmstoffstreifen kann durch Einspritzen unmittelbar
nach der Extrusion der Dämmstege oder mittels Koextrusion erfolgen oder durch Einlegen
der Dämmstoffstreifen mit oder ohne Verkleben. Letzterenfalls sind die Dämmstoffstreifen
bzgl. des Abstandes der Querfahnen eines Dämmsteges mit leichtem Übermaß ausgeführt,
um einen stabilen Formschluß zu gewährleisten. Für den Dämmstoff kommt geschlossenzellig
geschäumter Werkstoff mit niedriger Wärmeleitfähigkeit zur Anwendung, der i. w. federelastische
Eigenschaften aufweist. Die Dämmstoffstreifen werden vor der Montage bspw. leicht
komprimiert und liegen leicht geklemmt zwischen den Querfahnen ein. Alternativ kann
ein Dämmsteg mit einem Querdorn vorgesehen sein, der in eine schlitzförmige Ausnehmung
an einem Dämmstoffprofil eingreift.
[0003] Ein weiteres wärmegedämmtes Verbundprofil ist es aus der
DE 195 04 601 A bekannt, welches aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Metallprofilen besteht,
die durch Isolierstege zur Wärmeisolierung oder Brandsicherung miteinander verbunden
sind. Die zwischen den Isolierstegen und den Metallprofilen gebildeten Kammern sind
durch Wärmedämmaterial ausgefüllt. Das Wärmedämmaterial ist in komprimiertem oder
nicht expandiertem Zustand von einer Umhüllung eingeschlossen, wobei die Umhüllung
so ausgebildet ist, dass sie unter Wärmeeinwirkung das Wärmedämmaterial freigibt.
Dieses wärmegedämmte Verbundprofil erweist sich insofern als nachteilig, als in einem
zusätzlichen separaten Arbeitsschritt eine Wärmebehandlung der Umhüllung durchzuführen
ist, um das Wärmedämmaterial frei werden zu lassen. Darüber hinaus weisen auch diese
Isolierstege eine geringe Verwindungssteifigkeit auf.
[0004] Schließlich sind aus der
DE 195 28 498 C Isolierstege aus wärmedämmendem Kunststoffmaterial bekannt, welche zwei Metallprofile
des Verbundprofils miteinander verbinden und unter Bildung von mehreren Kammern in
Abstand voneinander halten. An den Isolierstegen können zusätzlich in das Kammerinnere
ragende, sich gegenseitig überlappende Querstege vorgesehen sein.
[0005] Es hat sich gezeigt, daß diese bekannten Isolierstege einer weiteren Verbesserung,
insbesondere hinsichtlich der Wärmeisolierung zugänglich sind. Der Erfindung liegt
daher die Aufgabe zugrunde, die Wärmeisolierung der Isolierstege bei einfacher Herstellbarkeit
zu verbessern.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch einen Isoliersteg mit den Merkmalen des Anspruches
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Unteransprüchen.
[0007] Durch die Volumenvergrößerung des Isoliersteges mittels des zweiten Materials wird
eine wesentliche Verringerung des Wärmeübergangs im Bereich des Isoliersteges bei
einem Verbundprofil, insbesondere aus Aluminium, erreicht.
[0008] Das volumenvergrößerte zweite Material des Isoliersteges ist dadurch hergestellt,
daß der Trägerteil zusammen mit den Bereichen hoher Porosität durch Koextrusion hergestellt
wird.
[0009] Der Trägerteil kann aus polymerem Werkstoff, insbesondere Polyamid oder Polyäthylenterephtalat
mit oder ohne Glasfaserteile bestehen, wodurch der erfindungsgemäße Isoliersteg die
gleiche Steifigkeit wie diejenigen nach dem Stand der Technik aufweist.
[0010] Nach der Erfindung ist der Trägerteil durchgehend zwischen den beiden Enden des Steges
ausgebildet, wobei er in Montagestellung des Isoliersteges zwischen den beiden Profilstücken
des Verbundprofils, bevorzugt nach außen weist.
[0011] Als Material für die Bereiche hoher Porosität kommt insbesondere polymerer Werkstoff,
wie bspw. modifiziertes PPO/PA Blend in Betracht.
[0012] Nach der Erfindung weist der Isoliersteg wenigstens einen Quersteg auf. Der Quersteg
besteht ebenfalls aus hochporösem Material, und zwar aus dem gleichen Material wie
das in der wannenförmigen Aufnahme befindliche zweite Material. Diese Maßnahme ist
fertigungstechnisch besonders günstig, da das zweite Material des Isoliersteges und
der Quersteg einstückig sind und damit in einem Arbeitsgang hergestellt werden können,
was sich insbesondere in günstigen Werkzeug- und Herstellungskosten niederschlägt.
[0013] Durch gegenseitig sich überlappende Querstege können in bekannter Weise Innenkammern
gebildet werden. Die Querstege können bzgl. ihrer gegenseitigen Anordnung aber auch
in einem Abstand voneinander enden, entweder stirnseitig oder seitlich.
[0014] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
Es zeigen:
[0015]
- Figur 1
- eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Isoliersteges,
- Figur 2
- zwei der Isolierstege gemäß Figur 1 in Montagestellung an einem Verbundprofil mit
relativ kleinem Profilquerschnitt und
- Figur 3
- zwei der Isolierstege gemäß Figur 1 in Montagestellung an einem Verbundprofil mit
relativ großem Profilquerschnitt.
[0016] Der Isoliersteg 5 gemäß Figur 1 weist bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel
einen Trägerteil 1 auf, welcher aus einem ersten Material hoher Steifigkeit, wie bspw.
Polyamid besteht. An den gegenüberliegenden Enden des Trägerteils 1 sind aus dem gleichen
ersten Material bestehende Einsteckenden 2 gebildet, mittels welchen der Isoliersteg
in entsprechende Nuten 8 der Profilstücke 6 bzw. 7 einsetzbar ist, wie dies aus Figuren
2 und 3 zu ersehen ist.
[0017] Der Trägerteil 1 bildet eine wannenförmige Aufnahme 3 für ein zweites Material hoher
Porosität, wodurch ein hoher Isoliereffekt erzielt wird. Dieser volumenvergrößerte
Teil des Isoliersteges 5 in Form des zweiten Materials kann bspw. durch Koextrusion
oder durch chemische Nachbehandlung oder auch physikalische Nachbehandlung, bspw.
Aufsprühen von Wasser in den noch nicht erhärteten Kunststoff, erzeugt werden.
[0018] Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel schließt sich einstückig an den volumenvergrößerten
Teil des Isoliersteges 5, d.h. an das zweite Material in der wannenförmigen Aufnahme
3 ein Quersteg 4 an. Das zweite Material in der wannenförmigen Aufnahme 3 und der
Quersteg 4 bestehen vorzugsweise aus polymerem Werkstoff, insbesondere einem modifizierten
PPO/PA Blend.
[0019] In Figuren 2 und 3 ist die Einbausituation derartiger Isolierstege 5 an einem Verbundprofil
für einen Fenster- oder Türrahmen dargestellt. Die Verbundprofile des Fenster- oder
Türrahmens bestehen dabei jeweils aus einem äußeren und einem inneren Metallprofil
6 bzw. 7, welche mittels zweier Isolierstege 5 miteinander verbunden sind. Bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 mit einem relativ kleinen Profilquerschnitt überlappen
sich die Querstege 4 der Isolierstege 5. Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel werden
hierdurch zwei Kammern gebildet, wodurch die Konvektion und die Wärmestrahlung in
den Innenkammern erheblich reduziert ist.
[0020] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 kommen die gleichen Isolierstege 5 zum
Einsatz. Aufgrund des relativ großen Profilquerschnittes befinden sich jedoch die
Querstege 4 in Abstand voneinander. Auch bei dieser Anordnung wird durch die Querstege
4 noch eine Reduzierung der Konvektion und Wärmestrahlung und damit gegenüber den
bekannten Verbundprofilen eine Verbesserung der Wärmedämmung erreicht.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1 -
- Trägerteil
- 2 -
- Einsteckende
- 3 -
- wannenförmige Aufnahme
- 4 -
- Quersteg
- 5 -
- Isoliersteg
- 6 -
- Metallprofil
- 7 -
- Metallprofil
- 8 -
- Nut
1. Isoliersteg (5) aus wärmedämmendem Material, insbesondere Kunststoffmaterial, für
Verbundprofile von Fenster- oder Türrahmen oder Fassadenkonstruktionen, der ein Trägerteil
(1) mit zwei Einsteckenden (2) aufweist, wobei das Trägerteil (1) mit den beiden Einsteckenden
(2) eine sich zwischen den Einsteckenden (2) erstreckende, im Querschnitt wannenförmige
Aufnahme (3) bildet und das Trägerteil (1) aus einem ersten Material hoher Festigkeit,
insbesondere Polyamid, besteht und an dem Trägerteil (1) ein zweites Material mit
hoher Porosität angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die im Querschnitt wannenförmige Aufnahme (3) des Trägerteils (1) zwischen den Einsteckenden
(2) vollständig mit dem zweiten Material hoher Porosität ausgefüllt ist und der Isoliersteg
wenigstens einen Quersteg (4) aus dem zweiten Material hoher Porosität aufweist, wobei
der Quersteg (4) und das zweite Material in der wannenförmigen Aufnahme (3) einstückig
ausgebildet sind und der Trägerteil (1) und das zweite Material hoher Porosität in
der wannenförmigen Aufnahme (3) durch Koextrusion erzeugt sind.
2. Isoliersteg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Material in der wannenförmigen Aufnahme (3) aus polymerem Werkstoff, insbesondere
modifiziertem PPO/PA Blend besteht.
3. Isoliersteg nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite Material einen Glasfaseranteil enthalten.
1. Insulating web (5) of thermally insulating material, particularly synthetic material,
for composite profiles of window or door frames or facade constructions, which comprises
a support part (1) with two insert ends (2),wherein the support part (1) together
with the two insert ends (2) forms a receptacle (3) which extends between the insert
ends (2) and is trough-shaped in cross-section, and the support part (1) consists
of a first material of high strength, particularly polyamide, and a second material
with high porosity is arranged at the support part (1),
characterised
in that the receptacle (3), which is trough-shaped in cross-section, of the support part
(1) is completely filled between the insert ends (2) with the second material of high
porosity and the insulating web comprises at least one transverse web (4) of the second
material of high porosity, wherein the transverse web (4) and the second material
in the trough-shaped receptacle (3) are formed integrally and the second material
of high porosity in the trough-shaped receptacle (3) are produced by coextrusion.
2. Insulating web according to claim 1, characterised in that the second material in the trough-shaped receptacle (3) consists of polymeric material,
particularly modified PPO/PA mixture.
3. Insulating web according to claim 1 or 2, characterised in that the first and/or second material contains a proportion of glass-fibre.
1. Barre isolante (5) réalisée dans un matériau isolant, en particulier une matière plastique,
pour des profilés composites de châssis de fenêtre ou de porte ou de constructions
en façade, qui présente un élément de support (1) comportant deux organes d'encastrement
(2), l' élément de support (1) comportant les deux organes d'encastrement (2) formant
un logement (3) de l'élément de support (1), qui s'étend entre les deux organes d'encastrement
(2) et présente une forme de cuvette, en coupe transversale, l'élément de support
(1) étant réalisé en un premier matériau présentant une résistance élevée, en particulier
du polyamide, et un deuxième matériau présentant une porosité élevée étant disposé
sur l'élément de support (1),
caractérisée en ce que
le logement (3) de l'élément de support (1) présentant une forme de cuvette, en coupe
transversale, est complètement rempli entre les organes d'encastrement (2) avec le
deuxième matériau présentant une porosité élevée et la barre isolante présente au
moins une barre transversale (4) réalisée en le deuxième matériau présentant une porosité
élevée, la barre transversale (4) et le deuxième matériau dans le logement en forme
de cuvette (3) étant réalisés d'un seul pièce et l'élément de support (1) et le deuxième
matériau présentant une porosité élevée dans le logement en forme de cuvette (3) étant
produits par coextrusion.
2. Barre isolante selon la revendication 1, caractérisée en ce que le deuxième matériau dans le logement en forme de cuvette (3) se compose d'un matériau
polymère, en particulier d'un mélange modifié de PPO/PA.
3. Barre isolante selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le premier et/ou le deuxième matériau contient/contiennent une fraction de fibres
de verre.

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