[0001] Die Erfindung betrifft eine zum Befestigen an einem Transportwagen bestimmte Halterung
mit einem Raum zur Aufnahme einer Pfandschloßvorrichtung, die ein Ausleilhen von Transportwagen,
insbesondere von Einkaufswagen erlaubt, wobei an der Halterung ein, bevorzugt flexibel
angeordneter Schlüssel vorgesehen ist, der zum Einführen in die Pfandschloßvorrichtung
eines weiteren Transportwagens bestimmt ist.
[0002] Zum Stand der Technik zählt ein als Halterung gestalteter Schiebegriff für einen
Transportwagen. Bei diesem in der EP 0 537 404 B1 beschriebenen Griff ist ein Aufnahmeraum
zur Aufnahme einer kassettenförmigen Pfandschloßvorrichtung vorgesehen. Der Schiebegriff
kann mit und ohne Pfandschloßvorrichtung benutzt werden.
[0003] Durch die DE 41 36 780 A1 ist eine Münzpfand-Kopplungsmechanik für Handwagen bekannt,
die, als einteilige Münzpfandkassette ausgebildet, in eine beliebig gestaltbare Gehäusekontur
einsetzbar ist.
[0004] Zum Stand der Technik zählt auch ein Münzpfandschloß, das in der DE 195 47 045 A1
näher beschrieben ist. Dieses Münzpfandschloß weist ein Gehäuse auf, in welchem sich
die einzelnen Funktionsteile befinden, wobei auswechselbare Teile ein Verändern, der
Größe des Münzschlitzes erlauben.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik wird vorgeschlagen, daß ein Teil der Funktionsteile
der Pfandschloßvorrichtung als vormontierte Baueinheit im Raum der Halterung arretierbar
ist und daß der restliche Teil der Funktionsteile entweder als mindestens ein loses
Teil und/oder als wenigstens eine weitere vormontierte Baueinheit im Raum einsetzbar
ist.
[0006] Ein erster Vorteil der Erfindung zeigt sich bei einer möglichen Beschädigung der
Pfandschloßvorrichtung der Halterung. Während bei einer Vorrichtung gemäß der EP 0
537 404 B1 und der DE 41 36 780 A1 die gesamte Pfandschloßvorrichtung einschließlich
des sie umgebenden kassettenartigen Gehäuses ausgetauscht werden muß, beschränkt sich
bei der hier vorliegenden Erfindung der Austausch entweder auf wenigstens ein Funktionsteil
oder auf eine Baueinheit, jedoch keinesfalls auf die gesamte Pfandschloßvorrichtung.
Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt somit eine Reparatur von Pfandschloßvorrichtungen
in kostengünstiger Weise.
[0007] Ein zweiter Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die vormontierte Baueinheit
so gestaltet sein kann, daß diese zumindest halbautomatisch, bevorzugt jedoch vollautomatisch
herstellbar ist und sich somit äußerst kostengünstig produzieren läßt. Dies ist beim
Münzpfandschloß entsprechend der DE 195 47 045 A1 nicht vorgesehen, denn hier müssen
alle Funktionsteile einzeln eingesetzt und montiert werden.
[0008] Ein dritter Vorteil kann darin gesehen werden, daß gleichbleibende Funktionsteile
bevorzugt zur Bildung einer vormontierten Baueinheit herangezogen werden können, während
die restlichen Funktionsteile solche Teile sein können, die zur Bildung von Pfandschloßvarianten
bestimmt sind. Solche Teile können zur Bildung von unterschiedlichen Münzkammern,
wie in der DE 195 47 045 A1 beschrieben, verwendet werden oder sie eignen sich zur
Herstellung sogenannter codierter Pfandschloßvorrichtungen, bei welchen unter Verwendung
unterschiedlicher Einlegeteile unterschiedliche, nur mit bestimmten Schlüssein korrespondierende
Pfandschloßvorrichtungen herstellbar sind.
[0009] In bevorzugter Weise wird man jene Funktionsteile der Pfandschloßvorrichtung, die
mit dem Schlüssel der Pfandschloßvorrichtung eines weiteren Transportwagens zusammenwirken,
baulicherseits (jedoch nicht funktionell) von jenen Funktionsteilen trennen, die in
Wirkverbindung mit einem erbrachten Pfand (Münze, Scheckkarte usw.) stehen, unabhängig
davon, ob nun die eine oder andere Gruppe dieser Funktionsteile als vormontierte Baueinheit
vorliegt.
[0010] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Halterung, bei der die Pfandschloßvorrichtung aus wenigstens einem losen
Funktionsteil und aus einer Baueinheit bestellt;
Fig. 2 eine Halterung mit einer aus zwei Baueinheiten bestehenden Pfandschloßvorrichtung
sowie
Fig. 3 eine Halterung, deren Pfandschloßvorrichtung aus wenigstens zwei Baueinheiten
und mindestens einem losen Funktionsteil gebildet ist.
[0011] Die Halterung 1 kann ein Gehäuse 2 sein, das einen Raum 3 aufweisend an einer geeigneten
Stelle an einen, Transportwagen, insbesondere an einem Einkaufswagen befestigbar ist.
Anstelle dieser Ausführung kann die Halterung 1 neben dem Gehäuse 2 und dem Raum 3
auch einen oder zwei Schiebegriffabschnitte 4 aufweisen (Fig. 2), so daß eine derart
gestaltete Halterung 1 an einem Transportwagen angebracht, die Funktionen eines Schiebegriffes
7 und einer Pfandschloßvorrichtung 6 ausübt. Außerhalb des Raumes 3 befindet sich
an der Halterung 1 ein bevorzugt an der Halterung 1 angeketteter, also flexibel angeordneter
Schlüssel 5, der zum Einführen in die Pfandschloßvorrichtung 6 eines weiteren Transportwagens
bestimmt ist. Transportwagen, die mit einer Halterung 1 mit Schlüssel 5 und Pfandschloßvorrichtung
6 ausgestattet sind, lassen sich in bekannter Weise auf Pfandbasis ausleihen und wieder
zu einem Stapel gleicher Transportwagen zurückbringen.
[0012] In den Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 3 sind vormontierte Baueinheiten der Pfandschloßvorrichtung
mit B
1 und B
2 bezeichnet. Die lose einsetzbaren Funktionsteile der Pfandschloßvorrichtung 6 bedienen
sich der Bezeichnung F
1 bis F
3. Beispielhaft soll die im Gehäuse 2 der Pfandschloßvorrichtung 6 einsetz- und arretierbare
Baueinheit B
1 jene Teile umfassen, die mit dem Schlüssel 5 einer weiteren Pfandschloßvorrichtung
6 zusammenwirken. Die mit B
2 bezeichnete Baueinheit kann jene Teile umfassen, die mit einer Münze oder einem sonstigen
passenden Pfandobjekt in Kontakt kommen.
[0013] Die Funktionsteile F
1 bis F
3 bis F
n sind üblicherweise Teile, die zur Herstellung der Funktion der Pfandschloßvorrichtung
6 erforderlich sind. Diese Teile sind gewöhnlich Bolzen, federnde Elemente, Klauen
usw. oder auch ein Deckel zum Verschließen des Raumes 3. Die Baueinheiten B
1, B
2, B
n sind Gebilde, die entweder auf einer Platte, oder in einem weiteren Gehäuse oder
auch in einer Kassette wenigstens ein Funktionsteil beherbergen. Alle genannten Teile
bilden montiert eine funktionsfähige Pfandschloßvorrichtung 6.
Die Zeichnungen sind nur beispielhaft. Sie sollen den, Fachmann vermitteln, daß auch
noch andere zweckmäßige Kombinationen von Baueinheiten B
1, B
2, B
n und Funktionsteilen F
1, F
2, F
n möglich sind, als nur hier aufgezeigt.
1. Zum Befestigen an einem Transportwagen bestimmte Halterung (1) mit einem Raum (3)
zur Aufnahme einer Pfandschloßvorrichtung (6), die ein Ausleihen von Transportwagen,
insbesondere von Einkaufswagen erlaubt, wobei an der Halterung (1) ein bevorzugt flexibel
angeordneter Schlüssel (5) vorgesehen ist, der zum Einführen in die Pfandschloßvorrichtung
(6) eines weiteren Transportwagens bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Funktionsteile der Pfandschloßvorrichtung (6) als vormontierte Baueinheit
(B1) in den Raum (3) einfügbar und in diesem arretierbar ist und daß der verbliebene
Teil der Funktionsteile (F1 bis Fn) entweder als mindestens ein loses Teil und/oder als wenigstens eine weitere vormontierte
Baueinheit (B2 bis Bn) im Raum (3) einsetzbar ist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit wenigstens einem Schiebegriffabschnitt (4) ausgestattet ist.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Baueinheit (B1 oder B2) jene Teile aufweist, die mit dem Schlüssel (5) einer weiteren Pfandschloßvorrichtung
(6) zusammenwirken.
4. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Baueinheit (B1 oder B2) jene Teile aufweist, die mit dem zu entrichtenden Pfand zusammenwirken.
5. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Funktionsteile (F1 bis Fn) einen Deckel zum Verschließen des Raumes (3) bildet.