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(11) |
EP 0 907 540 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2003 Patentblatt 2003/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.06.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9701/205 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9704/9594 (31.12.1997 Gazette 1997/57) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR AUTOMATISCHEN STEUERUNG VON KORRESPONDIERENDEN TÜREN
EINES VERKEHRSSYSTEMS
PROCESS AND DEVICE FOR AUTOMATICALLY CONTROLLING MATCHING DOORS OF A PUBLIC TRANSPORT
SYSTEM
PROCEDE ET DISPOSITIF DE COMMANDE AUTOMATIQUE DES PORTES EN CORRESPONDANCE D'UN SYSTEME
DE TRANSPORT PUBLIC
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
24.06.1996 DE 19625193
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.04.1999 Patentblatt 1999/15 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- FEDDRICH, Peter
D-91056 Erlangen (DE)
- WOLPENSINGER, Thomas
D-91052 Erlangen (DE)
- MÜLLER, Gerd
D-40668 Meerbusch (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 910 260 DE-A- 4 016 400
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DE-A- 3 214 602
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 002, no. 025 (M-008), 17.Februar 1978 & JP 52 140113
A (MITSUBISHI ELECTRIC CORP), 22.November 1977,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Steuerung der Bewegung einer
Fahrzeugtür und einer korrespondierenden Haltestellentür eines Verkehrssystems gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Sie betrifft weiter eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens. Unter Verkehrssystem wird hierbei insbesondere ein Nahverkehrssystem
verstanden, z.B. ein S-Bahn-, U-Bahn- oder H-Bahn-System (People-Mover).
[0002] Bei einem automatischen Nahverkehrssystem mit fahrerlosem Fahrzeugbetrieb wird sowohl
das Fahrzeug als auch ein Bahnsteig einer Haltestelle mittels Türen gesichert. Ein
Fahrgastwechsel ist demnach nur dann möglich, wenn das Fahrzeug derart positioniert
ist, daß Fahrzeugtür und korrespondierende Haltestellentür einander deckungsgleich
gegenüberstehen. Um möglichst kurze Aufenthaltszeiten zu erreichen, sollen dabei die
Türen möglichst synchron öffnen und schließen.
[0003] Des weiteren sollte vermieden werden, eine der Türen zu öffnen, wenn deren korrespondierende
Tür aus betrieblichen oder systembedingten Gründen, z.B. bei einer Störung oder bei
einer dispositiven Sperrung, gesperrt ist, und daher nicht geöffnet werden darf. Bei
der Realisierung einer derartige Bedingungen berücksichtigenden automatischen Steuerung
kann aufgrund der gegebenen Verhältnisse eine Verbindung mittels Steuerkabeln zwischen
Fahrzeug- und Haltestellentür nicht hergestellt werden.
[0004] Bei einer aus der DE 29 10 260 A1 bekannten Türsteuerung für schienengebundene Fahrzeuge
wird zur Koordinierung der Türbewegungen eine rechnergesteuerte Übertragungseinrichtung
eingesetzt, die auf dem Prinzip einer drahtlosen Funkübertragung beruht. Dabei findet
die Koordination bezüglich korrespondierender Türen seriell statt. Aufgrund der dadurch
bedingten langen Übertragungswege durch mehrere Rechnerebenen der Übertragungseinrichtung
wird Rechnerleistung der beteiligten Rechner gebunden. Außerdem wird die Kommunikationszeit
in unerwünschter Weise beschränkt, so daß die Koordinierung einzelner Türbewegungen
äußerst kompliziert ist.
[0005] Die Merkmale des Oberbegriffs der Ansprüche 1 und 4 sind aus DE 2910260 A bekannt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfaches und sicher
funktionsfähiges Verfahren zur automatischen Steuerung korrespondierender Türen eines
Verkehrssystems sowie eine zu dessen Durchführung besonders geeignete Vorrichtung
anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale
des Anspruchs 1.
[0008] Zur Koordinierung von Bewegungen korrespondierender Türen miteinander wird dabei
jedes eine Bewegung auslösende oder einen Zustand definierende Steuersignal direkt
zwischen den Türen übertragen. Mit anderen Worten: eine Kommunikation zwischen korrespondierenden
Türen findet nicht - wie bisher - über eine separate, allen Türen gemeinsame Übertragungseinrichtung,
sondern jeweils direkt von Tür zu korrespondierender Tür statt.
[0009] Aufgrund der kurzen Entfernung und der direkten optischen Verbindung zwischen korrespondierenden
Türen erfolgt eine Signalübertragung zwischen diesen Türen zweckmäßigerweise berührungslos
und im Infrarot-Bereich.
[0010] Jede der korrespondierenden Türen kann aktiv werden und ein Öffnen oder Schließen
anregen. Dazu wird durch Senden eines Aktivierungssignals des Steuerungssystems der
auffordernden Tür und Empfangen dieses Signals vom Steuerungssystem der korrespondierenden
Tür direkt und auf kürzestem Wege zwischen den korrespondierenden Türen ein Telegrammverkehr
(Handshake-Verfahren) aufgebaut, der eine koordinierte Bewegung gewährleistet. Dabei
wird eine Bewegung jeder der Türen erst dann freigegeben, wenn das Aktivierungssignal
vom Steuerungssystem der aufgeforderten Tür quittiert wurde. Durch den Telegrammverkehr
ist somit sichergestellt, daß eine Bewegung der Türen nur dann stattfindet, wenn beide
Türen weder gestört, noch aus betrieblichen Gründen gesperrt sind, und sich somit
bewegen dürfen.
[0011] Im geöffneten Zustand überwachen sich beide korrespondierenden Türen vorzugsweise
gegenseitig. Dazu wird zweckmäßigerweise ein die entsprechende Position bestätigendes
Zustandssignal in Form eines Lebenstelegramms zwischen den korrespondierenden Türen
übermittelt. Bleibt eine Quittung auf ein solches Lebenstelegramm über einen bestimmbaren
Zeitbereich aus, so wird zumindest eine der beiden korrespondierenden Türen geschlossen.
[0012] Bezüglich der Vorrichtung zur automatischen Steuerung der Bewegungen korrespondierender
Türen eines Verkehrssystems wird die genannte Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch
die Merkmale des Anspruchs 4.
[0013] Die Fahrzeugtüren und die Haltestellentüren des Verkehrssystems weisen dabei jeweils
eine eigenständige lokale Türsteuerung auf, die alle erforderlichen Abläufe für die
Türbewegungen selbständig steuert oder regelt. Die übergeordneten Steuerungssysteme
in Form von Steuerungsrechnern für alle Fahrzeugtüren einerseits und für alle Haltestellentüren
andererseits geben dann lediglich Befehle. Die lokalen Türstenerungen werden zur Steuerung
einer koordinierten Bewegung von Fahrzeugtür und korrespondierender Haltestellentür
eingesetzt.
[0014] Eine Signalübertragung erfolgt zweckmäßigerweise über einen optischen Übertragungskanal
direkt und auf kürzestem Wege zwischen den korrespondierenden Türen. Dabei kann die
optische Streuung des Übertragungskanals, d.h. der Leuchtwinkel oder der Streubereich,
entsprechend einer erreichbaren oder notwendigen Positioniergenauigkeit zur Erkennung
jeweils korrespondierender Türen eingesetzt werden. Dazu ist zweckmäßigerweise jeder
Fahrzeugtür und jeder Haltestellentür ein Übertragungselement zugeordnet, das mit
dem ersten bzw. mit dem zweiten Steuerungssystem verbunden ist.
[0015] Jedes Übertragungselement weist wiederum einen Übertragungssensor auf, der innerhalb
des die gegenüberliegende Position der korrespondierenden Tür definierenden Streubereichs
angeordnet ist. Außerhalb des Streubereichs liegende Übertragungssensoren gehören
somit nicht mehr zu den korrespondierenden Türen. Letztere benötigen demnach auch
keine Verbindung untereinander. Somit können über eine derartige Datenverbindung lediglich
jeweils korrespondierende Türen deren Bewegungsabläufe miteinander abstimmen.
[0016] Das gesamte Übertragungssystem ist zweckmäßigerweise zur Übermittlung von Signalen
im Infrarot-Bereich ausgelegt. Die Steuerungssysteme sowie das Übertragungssystem
mit den jeweiligen Übertragungselementen der Türen sind vorteilhafterweise modular
aufgebaut. Die Modularisierung ermöglicht daher die Ausbildung von Standardkomponenten,
was ein besonderer Vorteil ist.
[0017] Im folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Dabei zeigt die Figur schematisch Komponenten eines Verkehrssystems mit einer automatischen
Steuerung zur Koordination korrespondierender Fahrzeugund Haltestellentüren.
[0018] Das Verkehrssystem 1 ist beispielsweise ein Nahverkehrssystem mit fahrerlosem Betrieb
eines in der dargestellten Position an einer Haltestelle 2 stehenden Fahrzeugs 3.
Das Fahrzeug 3 ist an einem Linienleiter 4 geführt. Es weist beidseitig Fahrzeugtüren
5, 6 bzw. 7, 8 auf. In dieser Position des Fahrzeugs 3 stehen lediglich die Fahrzeugtüren
7 und 8 korrespondierenden Haltestellentüren 9 bzw. 10 direkt und unmittelbar gegenüber.
Weitere Haltestellentüren 11 und 12 sind nur der Vollständigkeit halber dargestellt.
[0019] Jeder Fahrzeugtür 5 bis 7 sind ein eigenes Übertragungselement und eine eigene Türsteuerung
zugeordnet, wobei lediglich die Übertragungselemente 13, 14 sowie die Türsteuerungen
13a und 14a der Fahrzeugtüren 7 bzw. 8 dargestellt sind. Die Übertragungselemente
13 und 14 sind über die Türsteuerungen 13a, 14a mit einem allen Fahrzeugtüren 5 bis
8 gemeinsamen ersten Steuerungssystem 15 in Form eines Steuerungsrechners verbunden.
Die Übertragungselemente 13, 14 und die Türsteuerungen 13a bzw. 14a bilden jeweils
oder gemeinsam eine modulare Komponente, der auch das erste Steuerungssystem 15 des
Fahrzeugs 3 zugeordnet sein kann. Diese ist vorteilhafterweise als Standardkomponente
ausgebildet, die für eine beliebige Anwendung solcher Verkehrssysteme eingesetzt werden
kann, bei denen ein gleichzeitiges Bewegen von Fahrzeugtüren 5 bis 8 und Haltestellentüren
9 bis 12 gefordert oder gewünscht ist.
[0020] Analog sind jeder Haltestellentür 9 bis 12 ein eigenes Übertragungselement 16, 17,
18, 19 und eine eigene Türsteuerung 16a, 17a, 18a bzw. 19a zugeordnet. Die Übertragungselemente
16 bis 19 sind über die Türsteuerungen 16a bis 19a mit einem allen Haltestellentüren
9 bis 12 gemeinsamen zweiten Steuerungssystem 20, ebenfalls in Form eines Steuerungsrechners,
verbunden. Die Übertragungselemente 16 bis 19 und die Türsteuerungen 16a bis 19a sowie
gegebenenfalls das zweite Steuerungssystem 20 der Haltestelle 2 bilden ebenfalls eine
modulare Komponente.
[0021] Die Übertragungselemente 13 und 14 der Fahrzeugtüren 7 und 8 weisen jeweils einen
Übertragungssensor 21 bzw. 22 auf. Entsprechend weisen die Übertragungselemente 16
bis 19 der Haltestellentüren 9 bis 12 jeweils einen Übertragungssensor 23 bis 26 auf.
In dieser Position des Fahrzeugs 3 relativ zur Haltestelle 2 bilden die Übertragungselemente
13 und 16 der korrespondierenden Türen 7 und 9 ein Übertragungssystem. Entsprechendes
gilt für die Übertragungselemente 14 und 17 der korrespondierenden Türen 8 und 10
innerhalb des Gesamtsystems.
[0022] Die Türsteuerungen 13a, 14a und 16a bis 19a steuern und regeln alle für die Bewegung
der jeweiligen Tür 5 bis 8 bzw. 9 bis 12 notwendigen oder erforderlichen Abläufe selbständig.
An die Steuerungssysteme 15 und 20 werden lediglich Zustandsmeldungen gesendet, und
es werden von dort lediglich das Gesamtsystem betreffende Befehle empfangen. Aufgrund
erforderlicher Kraft- und Wegsensoren sowie der Ansteuerung ist es daher besonders
vorteilhaft, jeder Tür 5 bis 12 eine eigene lokale Türsteuerung 13a, 14a, 16a bis
19a zuzuordnen.
[0023] Die Signalübermittlung für eine koordinierte Bewegung der korrespondierenden Türen
7 und 9 sowie 8 und 10 erfolgt direkt und auf kürzestem Weg zwischen den Übertragungselementen
13 und 16 sowie 14 und 17 über einen optischen Übertragungskanal. Dieser ist durch
die Pfeile 27 bzw. 28 angedeutet. Alle für die koordinierten Bewegungen der Fahrzeugtüren
7, 8 und der korrespondierenden Haltestellentüren 9 bzw. 10 erforderlichen Abläufe
werden vom jeweiligen Steuerungssystem 15, 20 koordiniert und von den jeweiligen Türsteuerungen
13a, 16a und 14a, 17a selbständig gesteuert und geregelt. Es liegt im Prinzip der
Anordnung, daß nur solche Türen 7, 9 und 8, 10 ihre Bewegungen miteinander koordinieren
dürfen, die sich - abgesehen von einer gewissen Positioniergenauigkeit und ohne Bewegung
- direkt gegenüberliegen. Diese Koordination der Abläufe wird im folgenden anhand
der korrespondierenden Türen 7 und 9 näher beschrieben.
[0024] Beide korrespondierenden Türen 7 und 9 können aktiv werden und ein Öffnen oder Schließen
anregen. Dabei läuft zwischen den Türen 7 und 9 über die Übertragungselemente 13 und
16 und über die mit diesen verbundenen Türsteuerungen 13a bzw. 16a ein Telegrammverkehr
ab, der über den Übertragungskanal 27 in Form von Signalen aufrechterhalten ist. Durch
den Telegrammverkehr ist sichergestellt, daß Bewegungen nur dann stattfinden, wenn
beide Türen 7 und 9 weder gesperrt noch gestört sind und sich somit bewegen dürfen.
Die Informationsübertragung zwischen den Türen 7 und 9 erfolgt drahtlos und aufgrund
der kurzen Entfernung sowie der direkten und nicht beeinträchtigten optischen Verbindung
vorzugsweise im Infrarot-Bereich, für den daher das Übertragungssystem auszulegen
ist.
[0025] Alle Bewegungskommandos oder -befehle werden von den Steuerungssystemen 15 und 20
koordiniert und von den Übertragungssystemen 13 bzw. 16 durchgeführt. Sobald eine
der Türen 7, 9 von ihrem Steuerungssystem 15, 20 über eine Datenleitung 29 bzw. 30
einen entsprechenden Befehl erhält, wird zwischen den entsprechenden Übertragungssystemen
13 und 16 ein Aktivierungssignal übermittelt, und es wird ein Telegrammverkehr aufgebaut.
Dabei wird ein von der auffordernden Tür 7, 9 über den optischen Übertragungskanal
27 gesendetes Anforderungstelegramm vom Übertragungssystem 16, 13 der aufgeforderten
Tür 9, 7 quittiert, wobei die Quittierung wiederum von der auffordernden Tür 7, 9
überwacht wird.
[0026] Zur Erläuterung der Steuerungslogik sei die Pahrzeugtür 7 auffordernde Tür. Dann
ist die Haltestellentür 9 korrespondierende Tür, wenn das Fahrzeug 3 an der Haltestelle
2 entsprechend positioniert ist. Ist die aufgeforderte Tür keine korrespondierende
Tür 9, oder ist die Steuerung oder die Überwachung der korrespondierenden Tür 9 gestört,
so wird keine Quittungstelegramm gesendet. Demzufolge erfolgt keine Türbewegung. Kann
oder darf sich die korrespondierende Tür 9 nicht bewegen, so erfolgt eine negative
Quittung, und es erfolgt ebenfalls keine Türbewegung. Demgegenüber erfolgt eine positive
Quittung, wenn sich die korrespondierende Tür 9 bewegen kann, sich bewegen darf und
die Bewegung bereits eingeleitet hat.
[0027] Im geöffneten Zustand überwachen sich die beiden korrespondierenden Türen 7 und 9
ständig über diese Position bestätigende Zustandssignale in Form sogenannter Lebenstelegramme.
Bleibt eine Quittung auf ein solches Lebenstelegramm aus, so wird zunächst die entsprechende
Tür 7, 9 und anschließend oder gleichzeitig die andere Tür 9, 7 geschlossen.
[0028] Ein wesentlicher Vorteil dieser Vorrichtung ist der direkte und einfache Übertragungsweg
zwischen den korrespondierenden Türen 7, 9. Die Aufgaben der direkten örtlichen Koordination
wird von den übergeordneten Steuerungssystemen 15, 20 an die direkt betroffenen Komponenten,
d.h. an die Türsteuerungen 13a, 16a und von dort an die Übertragungselemente 13, 16
und Übertragungssensoren 21, 23 sowie die Türen 7 bzw. 9 delegiert. Es ergeben sich
somit Standardkomponenten oder Module, insbesondere die Steuerungssysteme 15, 20,
die Übertragungselemente 13, 14, 16 bis 19, die Türsteuerungen 13a, 14a, 16a bis 19a
und die Türen 5 bis 12. Aufgrund des modularen Aufbaus ist während einer Inbetriebsetzung
und/oder bei einer späteren Fehlersuche eine besondere Vereinfachung erzielt.
1. Verfahren zur automatischen Steuerung der Bewegung einer Fahrzeugtür (7) und einer
korrespondierenden Haltestellentür (9) eines Verkehrssystems (1), bei dem zur Koordinierung
der Bewegungen der Türen (7, 9) miteinander ein entsprechendes Steuersignal direkt
zwischen den Türen (7, 9) übertragen wird, wobei ein von einem Übertragungselement
(13; 16) der auffordernden Tür (7; 9) gesendetes Aktivierungssignal von einem Übertragungselement
(16; 13) der korrespondierenden Tür (9; 7) empfangen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die für die koordinierte Bewegung der Fahrzeugtür (7) und der korrespondierenden
Haltestellentür (9) erforderlichen Abläufe von diesen Türen jeweils zugeordneten Steuerungssystemen
(15; 20) an, den Türen jeweils zugeordneten Türsteuerungen (13a; 16a) und von dort
an die Übertragungselemente (13; 16) delegiert und von diesen Türsteuerungen (13a;
16a) selbständig gesteuert und geregelt werden, wobei eine Bewegung jeder der Türen
(7; 9) erst dann erfolgt, wenn das Aktivierungssignal vom Übertragungselement (16;
13) der korrespondierenden Tür (9; 7) quittiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalübertragung zwischen den Türen (7, 9) optisch erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei geöffneten Türen (7, 9) ein diese Position bestätigendes Zustandssignal zwischen
den korrespondierenden Türen (7, 9) übertragen wird.
4. Vorrichtung zur automatischen Steuerung einer Fahrzeugtür und einer korrespondierenden
Haltestellentür eines Verkehrssystems, wobei zur Steuerung koordinierter Türbewegungen
der Fahrzeugtür (7, 8) ein mit einem ersten Steuerungssystem (15) verbundenes erstes
Übertragungselement (13, 14) und der korrespondierenden Haltestellentür (9, 10) ein
mit einem zweiten Steuerungssystem (20) verbundenes zweites Übertragungselement (16,
17) zugeordnet sind, wobei jeder Fahrzeugtür (7, 8) und jeder Haltestellentür (9 bis
12) eine eigene Türsteuerung (13a, 14a; 16a bis 19a) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den jeweiligen Steuerungssystemen (15, 20) untergeordneten Türstenerungen (13a,
16a) die für die koordinierte Bewegung der Fahrzeugtür und der korrespondierenden
Haltestellentür erforderlichen Abläufe selbständig steuern und regeln, wobei eine
Bewegung jeder der Türen (7, 9) erst dann erfolgt, wenn das Aktivierungssignal vom
Übertragungselement der korrespondierenden Tür (9) quittiert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Übertragungselement (13, 14, 16, 17) einen Übertragungssensor (21,
22 bzw. 23, 24) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungselemente (13, 14 16 bis 19) zur Übermittlung von Signalen im Infrarot-Bereich
ausgelegt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Übertragungskanal (25, 26) für Steuersignale die direkte optische Verbindung
zwischen den korrespondierenden Türen (7, 9 bzw. 8, 10) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tür (5 bis 12), das dieser zugeordnete Steuerungssystem (15, 20), die dieser
zugeordnete Türsteuerung (13a, 14a; 16a bis 19a) und/oder das diesem zugeordnete Übertragungselement
(13, 14, 16 bis 19) modular aufgebaut sind/ist.
1. Method for automatically controlling the movement of a vehicle door (7) and a corresponding
station door (9) of a transportation system (1), in which, in order to coordinate
the movements of the doors (7, 9) with each other, an appropriate control signal is
transmitted directly between the doors (7, 9), wherein an activation signal sent by
a transmission element (13; 16) of the prompting door (7; 9) is received by a transmission
element (16; 13) of the corresponding door (9; 7), characterised in that the sequences necessary for the coordinated movement of the vehicle door (7) and
the corresponding station door (9) are delegated by control systems (15; 20), respectively
assigned to these doors, to door controllers (13a; 16a) respectively assigned to the
doors, and from there to the transmission elements (13; 16), and are independently
controlled and regulated by these door controllers (13a; 16a), with a movement of
each of the doors (7; 9) only occurring when the activation signal is acknowledged
by the transmission element (16; 13) of the corresponding door (9; 7).
2. Method according to claim 1, characterised in that the signal transmission takes place optically between the doors (7; 9).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that with the doors opened (7, 9) a status signal confirming this position is transmitted
between the corresponding doors (7, 9).
4. Device for automatically controlling a vehicle door and a corresponding station door
of a transportation system, wherein, to control coordinated door movements, a first
transmission element (13, 14), which is connected to a first control system (15),
is assigned to the vehicle door (7, 8) and a second transmission element (16, 17),
which is connected to a second control system (20), is assigned to the corresponding
station door (9, 10), wherein each vehicle door (7, 8) and each station door (9 to
12) is assigned its own door controller (13a, 14a; 16a to 19a), characterised in that the door controllers (13a, 16a), which are subordinate to the respective control
systems (15, 20) independently control and regulate the sequences necessary for the
coordinated movement of the vehicle door and the corresponding station door, with
a movement of each of the doors (7, 9) only occurring when the activation signal is
acknowledged by the transmission element of the corresponding door (9).
5. Device according to claim 4, characterised in that the or each transmission element (13, 14; 16, 17) has a transmission sensor (21,
22 and 23, 24 respectively).
6. Device according to claim 4 or 5, characterised in that the transmission elements (13, 14; 16 to 19) are designed for the transmission of
signals in the infrared range.
7. Device according to one of claims 4 to 6, characterised in that the direct optical connection between the corresponding doors (7, 9 and 8, 10 respectively)
is provided as a transmission channel (25, 26 sic) for control signals.
8. Device according to one of claims 4 to 7, characterised in that the door (5 to 12), the control system (15, 20) assigned to it, the door controller
(13a, 14a; 16a to 19a) assigned to it and/or the transmission element (13, 14, 16
to 19) assigned to it are/is set up in a modular fashion.
1. Procédé pour commander automatiquement le mouvement d'une porte de véhicule (7) et
d'une porte de station (9) lui correspondant d'un système de transport (1) pour lequel,
afin de coordonner les mouvements des portes (7, 9) l'un avec l'autre, un signal de
commande adéquat est transmis directement entre les portes (7, 9), un signal d'activation
envoyé par un élément de transmission (13, 16) de la porte interrogatrice (7, 9) étant
reçu par un élément de transmission (16 ; 23) de la porte lui correspondant (9 ; 7),
caractérisé en ce que les opérations nécessaires au mouvement coordonné de la porte de véhicule (7) et
de la porte de station (9) lui correspondant sont déléguées par les systèmes de commande
(15 ; 20) respective associés à ces portes aux commandes de porte (13a ; 16a) respective
associées aux portes et de là aux éléments de transmission (13 ; 16) et sont commandées
et réglées de manière indépendante par ces commandes de porte (13a, 16a), un mouvement
de chaque porte (7 ; 9) n'ayant lieu que lorsque le signal d'activation est acquitté
par l'élément de transmission (16 ; 13) de la porte lui correspondant (9 ; 7).
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que la transmission des signaux entre les portes (7, 9) est réalisée optiquement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que, lorsque les portes (7, 9) sont ouvertes, un signal d'état confirmant cette position
est transmis entre les portes (7, 9) se correspondant.
4. Dispositif pour commander automatiquement une porte de véhicule et une porte de station
lui correspondant d'un système de transport, un premier élément de transmission (13,
14) relié à un premier système de commande (15) et un deuxième élément de transmission
(16, 17) de la porte de station (9, 10) lui correspondant relié à un deuxième système
de commande (20) étant associés pour commander les mouvements de porte coordonnés
de la porte de véhicule (7, 8), une commande de porte propre (13a, 14a ; 16a à 19a)
étant associée à chaque porte de véhicule (7, 8) et à chaque porte de station (9 à
12), caractérisé en ce que les commandes de porte (13a, 16a) subordonnées à chacun des systèmes de commande
(15, 20) commandent et règlent indépendamment les opérations nécessaires au mouvement
coordonné de la porte de véhicule et de la porte de station lui correspondant, un
mouvement de chacune des portes (7, 9) n'ayant lieu que lorsque le signal d'activation
est acquitté par l'élément de transmission de la porte (9) lui correspondant.
5. Dispositif selon la revendication 4 caractérisé en ce que le ou chaque élément de transmission (13, 14 ; 16, 17) présente un capteur de transmission
(21, 22 ou 23, 24).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5 caractérisé en ce que les éléments de transmission (13, 14 ; 16 à 19) sont conçus pour transmettre des
signaux dans le domaine infrarouge.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6 caractérisé en ce que la liaison optique directe entre les portes se correspondant (7, 9 ou 8, 10) est
prévue en tant que canal de transmission (25, 26) pour des signaux de commande.
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 7 caractérisé en ce que la porte (5 à 12), le système de commande (15, 20) qui lui est associé, la commande
de porte (13a, 14a ; 16a à 19a) qui lui est associée et/ou l'élément de transmission
(13, 14 ; 16 à 19) qui lui est associé est/sont construit(s) de façon modulaire.
