[0001] Die Erfindung betrifft einen Tisch mit einer Tischplatte, die von wenigstens drei
Tischbeinen getragen ist, wobei jedes Tischbein relativ zur Tischplatte um eine Hochachse
schwenkbeweglich gelagert ist.
[0002] Ein solcher Tisch ist aus der DE 195 41 068 A1 bekannt. Der Tisch weist vier Tischbeine
auf, die mittels jeweils eines Querauslegers an ihren oberen Enden um vertikale Schwenkachsen
an der Tischplatte verschwenkbar angebracht sind.
[0003] Es ist auch bekannt (US 26 55 387), einen Tisch mit einem Tischgestell zu versehen,
der vier als Hohlkörper ausgeführte Tischbeine aufweist. In den Tischbeinen ist jeweils
ein Rollelement hub- und senkbeweglich, um eine Hochachse schwenkbeweglich sowie relativ
zu einem Untergrund drehbeweglich angeordnet. Mittels einer Hubmechanik ist es möglich,
die Rollelemente nach unten aus den Tischbeinen herauszudrücken, wodurch der Tisch
auf den Rollelementen aufsteht und rollbeweglich verschoben werden kann.
[0004] Es sind Tische allgemein bekannt, die im Wohnungseinrichtungsbereich als Esstische,
als Couchtische oder als Beistelltische eingesetzt werden.
[0005] Es sind auch Tische allgemein bekannt, deren Tischbeine an den jeweiligen Fußenden
mit Rollen versehen sind, um eine einfache Verschiebung des jeweiligen Tisches ermöglichen
zu können. Es ist auch bekannt, solche Tische an den Fußenden der Tischbeine mit Lenkrollen
zu versehen, die eine weiter verbesserte Verschiebbarkeit des jeweiligen Tisches gewährleisten.
Aus ästhetischen Gründen werden die Rollen oder Lenkrollen jedoch relativ klein gestaltet,
um den ästhetischen Gesamteindruck des Tisches nicht herabzusetzen. Derartige kleine
Lenkrollen führen zu Problemen bei der Bewegung des Tisches über Teppichkanten oder
andere stufenartige Absätze eines Untergrundes wie Türschwellen oder ähnliches.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tisch der eingangs genannten Art zu schaffen,
der ein verbessertes Rollverhalten aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass an den unteren, freien Enden der Tischbeine
jeweils ein Rollelement um eine Querachse drehbeweglich gelagert ist, wobei das Rollelement
wenigstens zur Hälfte in dem jeweiligen Tischbein versenkt angeordnet ist und exzentrisch
zu der Hochachse an dem Tischbein gelagert ist.
[0008] Da die Tischbeine selbst schwenkbeweglich gelagert sind, ist es ausreichend, die
Rollelemente selbst innerhalb der Tischbeine als einfache Linearrollelemente mit einer
einfachen linearen Drehbeweglichkeitsfunktion auszustatten und dennoch die gewünschte
Lenkfunktion zu erhalten. Durch die erfindungsgemäße Lösung kann für die Rollelemente
bezüglich ihrer Hochachse eine erheblich vergrößerte Führungslänge erzielt werden,
die maximal der gesamten Länge des jeweiligen Tischbeines entsprechen kann. Hierdurch
kann das Nachlaufverhalten verbessert werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der
erfindungsgemäßen Lösung ist neben der beschriebenen Verbesserung des Rollverhaltens
die geschaffene, erhebliche bauliche Vereinfachung. Soweit bei dem Stand der Technik
Lenkrollen an Tischbeinen gelagert sind, ergeben sich bei solchen Tischen drei baulich
getrennte Funktionseinheiten. Zum einen die Lagerung jedes Rollelementes um die Querachse,
die Lagerung jedes Rollelementes als Lenkrolle um eine Hochachse und schließlich die
Halterung des Tischbeines relativ zum Tisch. Bei der erfindungsgemäßen Lösung hingegen
sind die Lagerung der Hochachse des Rollelementes und die Halterung des jeweiligen
Tischbeines aufgrund der drehbeweglichen Lagerung des Tischbeines zusammengelegt,
so daß ein vereinfachter Aufbau der Funktionseinheiten erzielt wird. Durch die große
Führungslänge der Rollelemente bezüglich der Hochachse ist zudem der Einsatz von großen
Rollelementen möglich, die ein verbessertes Rollverhalten auch bei Teppichkanten und
anderen stufenartigen Absätzen ermöglichen. Durch derartige Rollelemente wird das
Spurverhalten weiter verbessert. Das Vorsehen von großen Rollelementen verhindert
zudem ein tiefes Einsinken in weichen Teppichuntergrund, so daß tiefe Rollelementabdrücke
im Teppichboden verhindert werden können.
[0009] Durch die exzentrische Lagerung jedes Rollelementes zu der Hochachse wird vorteilhaft
ein definiertes Nachlaufverhalten erzielt, das ein einfaches und leichtgängiges Verschieben
des Tisches ermöglicht.
[0010] Durch die versenkte Anordnung der Rollelemente ist es möglich, relativ große Rollelemente
in Form von Rollen, Doppelrollen, Rädern, Walzen oder ähnlichem vorzusehen, ohne daß
diese den ästhetischen Gesamteindruck des Tisches beeinträchtigen würden, da diese
zumindest teilweise im Tischbein versenkt sind. Vorzugsweise ragen die Rollelemente
nur so weit nach unten aus den Tischbeinen heraus, daß die unteren Stirnenden der
Tischbeine selbst nicht mit dem jeweiligen Boden in Berührung kommen, um nicht durch
die Tischbeine selbst eine Bremswirkung entstehen zu lassen.
[0011] In Ausgestaltung der Erfindung ist zur Schwenklagerung der Tischbeine wenigstens
ein Sockel vorgesehen, der an einer Unterseite der Tischplatte festgelegt ist. Dabei
kann entweder ein gemeinsamer Sockel für alle Tischbeine oder aber auch für jedes
Tischbein ein eigener Sockel vorgesehen sein. Die letztgenannte Ausgestaltung eignet
sich insbesondere für Couchtische, bei denen die Tischplatte aus Glas hergestellt
ist. Die Sockel können bei dieser Ausführung in einfacher Weise an die Unterseite
der Glasplatte angeklebt sein.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Schwenklagerung jedes Tischbeines
Mittel zur axialen Sicherung des Tischbeines relativ zur Tischplatte oder zum Sockel
auf. Diese axialen Sicherungsmittel gewährleisten, daß der Tisch auch angehoben werden
kann, ohne daß die Tischbeine sich von der Tischplatte oder dem Sockel lösen.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jedes Tischbein einen Mittelkörper,
insbesondere einen Hohlkörper, auf, der an seiner Oberseite durch eine die Schwenklagerung
aufnehmende Deckplatte und an seiner Unterseite durch eine das Rollelement aufnehmende
Bodenplatte verschlossen ist. Damit nehmen die Deckplatte und die Bodenplatte die
Funktionsteile des Tischbeines auf, wohingegen der Mittelkörper nach ästhetischen
Gesichtspunkten gestaltet werden kann.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Deckplatte und die Bodenplatte lösbar
mit dem Mittelkörper verbunden. Dadurch ist es möglich, die Funktionsteile im Bereich
der Deckplatte und der Bodenplatte, d.h. die Schwenklagerung und das jeweilige Rollelement,
vorzumontieren, wodurch eine vereinfachte Tischmontage erzielbar ist.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind wenigstens zwei Tischbeine in ihren
Schwenkbewegungen miteinander gekoppelt. Dadurch ergeben sich gleichmäßige und exakte
Bewegungsmöglichkeiten des Tisches.
[0016] Nachfolgend ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und
anhand der Zeichnungen dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tisches, der
als Couchtisch gestaltet ist,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt durch ein schwenkbewegliches Tischbein
des Tisches nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Tischbein nach Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den Tisch nach Fig. 1 mit parallel und fluchtend ausgerichteten
Tischbeinen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht ähnlich Fig. 4, bei der die Tischbeine sternförmig ausgerichtet sind,
- Fig. 6
- eine Draufsicht ähnlich den Fig. 4 und 5, bei der die Tischbeine schräg und parallel
zueinander ausgerichtet sind,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf den Tisch nach Fig. 1 gemäß den Fig. 4 bis 6, wobei die Tischbeine
in Umfangsrichtung auf einer gemeinsamen Kreislinie ausgerichtet sind,
- Fig. 8
- in perspektivischer Schrägansicht von oben eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Tisches ähnlich dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 7, der jedoch als Eßtisch
gestaltet ist, und
- Fig. 9
- in perspektivischer Schrägansicht von unten den Eßtisch nach Fig. 8.
[0017] Ein Tisch 1 nach den Fig. 1 bis 7 ist als Couchtisch gestaltet und weist eine Tischplatte
2 auf, die aus transparentem Glas besteht. Wie aus den Fig. 4 bis 7 erkennbar ist,
ist die Tischplatte quadratisch gestaltet. Die Tischplatte 2 wird von vier Tischbeinen
3 getragen, die in nachfolgend näher beschriebener Weise an der Unterseite der Tischplatte
2 jeweils an den Eckpunkten eines imaginären und zu der Tischplatte 2 konzentrischen
geometrischen Quadrates festgelegt sind. Alle vier Tischbeine 3 sind jeweils um eine
eigene Hochachse S zur Tischplatte 2 schwenkbeweglich gelagert, wobei die vier Hochachsen
S parallel zueinander und vertikal, d.h. lotrecht zur horizontalen Tischplatte 2,
ausgerichtet sind. In den bodenseitigen Stirnenden der Tischbeine 3 ist jeweils ein
Rollelement in Form eines Laufrades 4 gelagert, wobei alle vier Laufräder 4 um jeweils
gleiche Beträge nach unten über eine untere Stirnkante jedes Tischbeines 3 hinausragen
und auf dem Untergrund aufstehen. Jedes Laufrad 4 ist um den gleichen Betrag innerhalb
des jeweiligen Tischbeines 3 zur jeweiligen Hochachse S beabstandet und damit zu der
Hochachse S exzentrisch gelagert.
[0018] Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel sind Rollelemente ähnlich den Laufrädern
4 vorgesehen, die jedoch bei gleicher Tischbeinlänge gegenüber den Laufrädern 4 mit
erheblich vergrößertem Rolldurchmesser versehen sind, wodurch sich ein verbessertes
Rollverhalten ergibt.
[0019] Wie anhand der Figuren 2 und 3 erkennbar ist, ist das Tischbein 3 um die vertikale
Hochachse S an einem Sockel 5 mit vollen Umdrehungen umlaufend schwenkbeweglich gelagert.
Der Sockel 5 ist als einteiliger, scheibenartiger Klotz, insbesondere aus Metall,
hergestellt und flächig mit einer Unterseite der Tischplatte 2 verklebt. Von dem Sockel
5 ragt einstückig ein Lagerzapfen 11 koaxial zur Schwenkachse S nach unten ab. Der
Lagerzapfen 11 trägt eine starre Deckplatte 12 des Tischbeines 3, die eine ovalähnliche,
jedoch an ihren Schmalseiten spitz zulaufende Grundfläche aufweist (Fig. 3). Die ebene
Deckplatte 12 ist zwischen zwei axialen Wälzlagerungen 8, 9 an dem vertikalen Lagerzapfen
11 gehalten, wobei die axiale Sicherung der beiden Wälzlagerungen 8, 9 und damit der
Deckplatte 12 am Lagerzapfen 11 erfolgt und durch einen Kegelring 7, der mittels einer
Kegelpfannenmutter 6 axial positioniert gehalten ist, ausgeführt ist. Der Kegelring
7 und die Kegelpfannenmutter 6 stellen axiale Sicherungsmittel im Sinne der Erfindung
dar. Die Kegelpfannenmutter 6 ist auf einen als Fortsatz des Lagerzapfens gestalteten
Außengewindebolzen aufgeschraubt. Dadurch ist eine axial spielfreie Einstellung der
Wälzlagerungen 8, 9 und damit der Dreh- oder Schwenklagerung des jeweiligen Tischbeines
3 ermöglicht. Da die obere Wälzlagerung 9 sich gegen eine entsprechende Ringschulter
des Sockels 5 stützt, können die Wälzlagerungen 8, 9 durch eine entsprechende Einstellung
der Kegelpfannenmutter 6 axial spielfrei vorgespannt werden. Die justierte Endposition
der Kegelpfannenmutter 6 wird durch einen radial in die Kegelpfannenmutter 6 einschraubbaren
Sicherungsbolzen 10 gesichert, der auf einen nicht näher bezeichneten Kupferstopfen
wirkt. Beim Einschrauben des Sicherungsbolzens 10 wird der Kupferstopfen gegen den
Außengewindeabschnitt des Lagerzapfens 11 gepreßt und schafft somit die kraftschlüssige
Sicherung der Kegelpfannenmutter 6 in der justierten Endposition. Die Verwendung des
Kupferstopfens gewährleistet gleichzeitig, daß keine Beschädigung des Außengewindes
des Außengewindeabschnitts entsteht. Hintergrund hierfür ist, daß das für die Herstellung
des Sockels 5 und des Lagerzapfens 11 verwendete Metall, vorzugsweise Stahl, härter
ist als das Material des Kupferstopfens.
[0020] Die Deckplatte 12 des Tischbeines 3 sitzt auf einem als Mittelkörper dienenden Hohlkörper
13 auf, der im Querschnitt der Grundfläche der Deckplatte 12 entspricht. Wie anhand
der Fig. 2 und 3 gut erkennbar ist, ist die Deckplatte 12 wie auch der Hohlkörper
13 exzentrisch zur Hochachse S an dem Sockel 5 gelagert. Das untere Stirnende des
Hohlkörpers 13 ist durch eine Bodenplatte 14 verschlossen, die in Form und Dicke der
Deckplatte 12 entspricht.
[0021] Die Bodenplatte 14 weist einen rechteckigen Ausschnitt 17 auf, durch den eine untere
Hälfte des Laufrades 4 nach unten und damit nach außen hindurchragt. Das Laufrad 4
ist um eine Lagerachse 15 drehbeweglich gelagert, die zu beiden Seiten des Ausschnittes
17 in horizontaler Ausrichtung quer zur Laufrichtung des Laufrades 4 an der Bodenplatte
14 festgelegt ist. Hierzu sind zwei Schrauben 16 vorgesehen, die von unten durch die
Bodenplatte 14 hindurch geschraubt werden und die Lagerachse 15 auf der Bodenplatte
14 festlegen.
[0022] Sowohl die Bodenplatte 14 als auch die Deckplatte 12 schließen die gegenüberliegenden
offenen Stirnenden des Hohlkörpers 13 ab, in dem sie auf den jeweiligen Stirnrändern
des Hohlkörpers 13 aufliegen. Die beiden gegenüberliegenden Endseiten der Deckplatte
12 sowie der Bodenplatte 14 sind jeweils mit einem Positionierstift 18 versehen, der
exakt in die jeweiligen Ecken der Innenwandung des Hohlkörpers 13 gemäß Fig. 2 eingreift
und so eine exakte Positionierung der Deckplatte 12 und der Bodenplatte 14 auf dem
Hohlkörper 13 ermöglicht. Die Festlegung der Deckplatte 12 und der Bodenplatte 14
jeweils an den Stirnrändern des Hohlkörpers 13 erfolgt über eine Spannvorrichtung
20, die sich zwischen der Deckplatte 12 und der Bodenplatte 14 erstreckt und die Deckplatte
12 und die Bodenplatte 14 gegeneinander und damit auch gegen den jeweiligen Stirnrand
des Hohlkörpers 13 spannt. Die Spannvorrichtung 12 weist eine obere, lange Gewindestange
auf, die in einem Gewindeblock 19 mittels einer nicht näher bezeichneten Einstellmutter
festgelegt ist. Der Gewindeblock 19 ist mit der Unterseite der Deckplatte 12 verschweißt.
Auf ein unteres Stirnende der Gewindestange ist eine doppelseitige Einstellmutter
bis zum Anschlag aufgeschraubt. In das gegenüberliegende Innengewinde der Einstellmutter
greift eine Zugschraube ein, die in der Bodenplatte 14 gehalten ist. Dazu ist in der
Bodenplatte 14 eine entsprechende Bohrung vorgesehen, durch die die Zugschraube von
außen hindurchsteckbar und anschließend in das Innengewinde der Einstellmutter einschraubbar
ist. Die Tiefe des Innengewindes ist so dimensioniert, daß die Zugschraube nicht bis
zum Grund des Innengewindes eingeschraubt ist, sondern ausreichende Anzugsmöglichkeiten
für die Zugschraube verbleiben.
[0023] Wie anhand der Fig. 4 bis 7 erkennbar ist, sind die Tischbeine 3 relativ flach gestaltet,
weisen jedoch eine relativ große Breite auf. Durch die exzentrische Lagerung der Tischbeine
3 ist es möglich, die Tischbeine 3 zu einer Seite wegzudrehen, falls auf der anderen
Seite ein entsprechender zusätzlicher Raum benötigt wird. Dadurch ist auch eine gewisse
Erhöhung der Beinfreiheit von an dem Tisch sitzenden Personen erzielbar. Im übrigen
können die Tischbeine 3 in ästhetisch ansprechenden Stellungen ausgerichtet werden,
wie anhand der Fig. 4 bis 7 erkennbar ist. Dies sind lediglich einige ausgewählte
Positionen, da die Tischbeine 3 aufgrund der Drehbarkeit um die jeweilige Hochachse
S in beliebigen Stellungen für sich oder zueinander ausgerichtet werden können. Bei
der Darstellung nach Fig. 4 sind jeweils zwei hintereinander liegende Tischbeine 3
in einer gemeinsamen Flucht ausgerichtet und diese Paare von miteinander fluchtenden
Tischbeinen 3 parallel zueinander ausgerichtet. Bei der Darstellung nach Fig. 5 sind
die Tischbeine in Sternform konzentrisch zur Mittelhochachse der Tischplatte 2 ausgerichtet.
Gemäß Fig. 6 sind alle Tischbeine 3 schräg und parallel zueinander ausgerichtet. Gemäß
Fig. 7 schließlich sind die vier Tischbeine 3 längs Tangenten um eine gemeinsame und
zur Mittelhochachse der Tischplatte 2 konzentrische Kreislinie in gleicher Umfangsrichtung
ausgerichtet.
[0024] Ein Tisch 1a nach den Fig. 8 und 9 ist als Eßtisch gestaltet, indem die Tischbeine
3a gegenüber den Tischbeinen 3 des Couchtisches nach den Fig. 1 bis 7 wesentlich länger
gestaltet sind. Auch die Tischplatte 2a weist eine gegenüber der Tischplatte 2 wesentlich
größere Tischfläche auf. Der Aufbau der Tischbeine 3a und die Lagerung an der Unterseite
der Tischplatte 2a mittels jeweils eines Sockels 5a entspricht dem zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel, so daß nachfolgend lediglich auf die Unterschiede des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 8 und 9 eingegangen wird. Im Gegensatz zu dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 bis 7 sind die Rollelemente 4a der Tischbeine 3a exakt auf Höhe der
Drehachsen T der Tischbeine 3a und damit konzentrisch zu dieser Dreh- oder Schwenkachse
T um eine entsprechend horizontale Querachse drehbar gelagert. Da die jeweilige, das
jeweilige Rollelement 4a drehbar lagernde, horizontale Querachse die zugehörige vertikale
Schwenkachse T schneidet, ergibt sich kein definiertes Nachlaufverhalten, wie dies
bei den exzentrisch gelagerten Rollelementen 4 des Ausführungsbeispiels nach den Fig.
1 bis 7 der Fall ist. Auch die Tischbeine 3a sind jedoch entsprechend dem zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel in beliebige Winkelpositionen verdrehbar, von denen in den Fig.
8 und 9 lediglich zwei mögliche Ausrichtungsvarianten dargestellt sind. Bei einer
Ausrichtung der Tischbeine 3a gemäß Fig. 8 ist der Tisch 1a blockiert, da die vier
Rollelemente 4a der Tischbeine 3a kreuzförmig zueinander stehen. Bei der Stellung
der Tischbeine 3a nach Fig. 9 hingegen kann der Tisch 1a in einfacher Weise in einer
Richtung verschoben werden. Um eine Blockierung einer Tischbewegung aus dieser Ausrichtung
heraus zu erzielen, wird in einfacher Weise lediglich ein einzelnes der Tischbeine
3a um 90° gedreht, wodurch bereits eine entsprechende Rollsicherung und damit Blockierung
des Tisches 1a erreicht ist. Um den Tisch 1a daher in eine bestimmte Richtung schieben
zu können, werden in einfacher Weise alle Tischbeine 3a in der entsprechenden Richtung
ausgerichtet und anschließend der Tisch 1a verschoben. Sobald die gewünschte Position
innerhalb des jeweiligen Raumes erreicht ist, können ein oder zwei Tischbeine um einen
bestimmten Winkelbetrag, vorzugsweise um etwa 90°, verdreht werden, wodurch jegliche
Rollbewegung des Tisches 1a blokkiert ist.
[0025] Bei anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung sind Tische vorgesehen, die als Eßtische,
als Beistelltische oder auch als Tische für Büroeinrichtungen gestaltet sind. Am grundsätzlichen
Aufbau der schwenkbeweglichen Lagerung der Tischbeine und der teilweise versenkten
Anordnung von Rollelementen in den unteren Endbereichen der Tischbeine ändert sich
dadurch nichts.
[0026] Bei einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist für
die Lagerung der Rollelemente und damit der Tischbeine um die Hochachse eine große
Führungslänge gegeben. Dazu ragt für jedes Tischbein eine stabförmige Lagerachse koaxial
zur Hochachse von der Tischplatte nach unten ab, die sich über einen großen Teil der
Tischbeinlänge erstreckt. Das Tischbein umgreift diese Lagerachse mittels einer entsprechenden
integrierten Buchse über die gesamte axiale Länge der Lagerachse. Bei einem solchen
einfach gestalteten Ausführungsbeispiel tritt die bauliche Einfachheit besonders deutlich
hervor, da neben der Lagerung des Tischbeines um die Lagerachse nur noch die Linearlagerung
des jeweiligen Rollelementes um die Querachse relativ zu dem Tischbein vorgesehen
ist.
1. Tisch mit einer Tischplatte, die von wenigstens drei Tischbeinen getragen ist, wobei
jedes Tischbein (3, 3a) relativ zur Tischplatte (2, 2a) um eine Hochachse (S, T) schwenkbeweglich
gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den unteren freien Enden der Tischbeine (3, 3a) jeweils ein Rollelement (4, 4a)
um eine Querachse drehbeweglich gelagert ist, wobei das Rollelement (4, 4a) wenigstens
zur Hälfte in dem jeweiligen Tischbein (3, 3a) versenkt angeordnet ist und exzentrisch
zu der Hochachse (S, T) an dem Tischbein gelagert ist.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schwenklagerung der Tischbeine (3, 3a) wenigstens ein Sockel (5, 5a) vorgesehen
ist, der an einer Unterseite der Tischplatte (2, 2a) festgelegt ist.
3. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklagerung jedes Tischbeines (3) Mittel (6, 7) zur axialen Sicherung des
Tischbeines (3) relativ zur Tischplatte (2) oder zum Sockel (5) aufweist.
4. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tischbein (3) einen Mittelkörper, insbesondere einen Hohlkörper (13), aufweist,
der an seiner Oberseite durch eine die Schwenklagerung (6 bis 11) aufnehmende Deckplatte
(12) und an seiner Unterseite durch eine das Rollelement (4) aufnehmende Bodenplatte
(14) verschlossen ist.
5. Tisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (12) und die Bodenplatte (14) lösbar mit dem Mittelkörper (13) verbunden
sind.
6. Tisch nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (12) und die Bodenplatte (14) durch eine Spannvorrichtung (20) gegeneinander
verspannt und auf den gegenüberliegenden Stirnseiten des Mittelkörpers (13) festgelegt
sind.
7. Tisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Tischbeine in ihren Schwenkbewegungen miteinander gekoppelt sind.
1. Table having a table top which is supported by at least three table legs, each table
leg (3, 3a) being mounted to swivel relative to the table top (2, 2a) about a vertical
axis (S, T),
characterised in that
at the bottom free end of each table leg (3, 3a) a roller element (4, 4a) is rotatably
mounted about a transverse axis, the roller element (4, 4a) being arranged so that
it is sunk into the respective table leg (3, 3a) by at least half and being mounted
on the table leg eccentrically relative to the vertical axis (S, T).
2. Table according to claim 1, characterised in that at least one support (5, 5a) is provided for the swivel mounting of the table legs
(3, 3a), which support (5, 5a) is fastened to an underside of the table top (2, 2a).
3. Table according to claim 1, characterised in that the swivel mounting of each table leg (3) has means (6, 7) for axially securing the
table leg (3) relative to the table top (2) or to the support (5).
4. Table according to claim 1, characterised in that each table leg (3) has a central body, especially a hollow body (13), which is closed
off at its upper side by a cover plate (12) which accommodates the swivel mounting
(6 to 11) and at its lower side by a base plate (14) which accommodates the roller
element (4).
5. Table according to claim 4, characterised in that the cover plate (12) and the base plate (14) are releasably connected to the central
body (13).
6. Table according to claim 4 or 5, characterised in that the cover plate (12) and the base plate (14) are braced against one another by a
bracing device (20) and are fastened to the opposing end faces of the central body
(13).
7. Table according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two table legs are coupled together in terms of their swivelling movements.
1. Table munie d'un plateau de travail supporté par au moins trois pieds, chaque pied
(3, 3a) étant monté à pivotement vis-à-vis du plateau (2, 2a), autour d'un axe vertical
(S, T),
caractérisée par le fait
qu'un élément respectif de roulement (4, 4a) est monté à rotation autour d'un axe transversal,
aux extrémités inférieures libres des pieds (3, 3a), ledit élément de roulement (4,
4a) occupant, au moins pour moitié, une position encaissée dans le pied (3, 3a) considéré
et étant monté, sur ledit pied, de manière excentrée par rapport à l'axe vertical
(S, T).
2. Table selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'au moins une embase (5, 5a), prévue pour le montage pivotant des pieds (3, 3a), est
consignée à demeure sur une face inférieure du plateau (2, 2a).
3. Table selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le système de montage pivotant de chaque pied (3) comporte des moyens (6, 7) affectés
à l'arrêt axial dudit pied (3) vis-à-vis du plateau (2) ou de l'embase (5).
4. Table selon la revendication 1, caractérisée par le fait que chaque pied (3) présente un corps central, notamment un corps creux (13) obturé,
à sa face supérieure, par un panneau de recouvrement (12) recevant le système de montage
pivotant (6 à 11) et, à sa face inférieure, par un panneau inférieur (14) recevant
l'élément de roulement (4).
5. Table selon la revendication 4, caractérisée par le fait que le panneau de recouvrement (12) et le panneau inférieur (14) sont reliés amoviblement
au corps central (13).
6. Table selon la revendication 4 ou 5, caractérisée par le fait que le panneau de recouvrement (12) et le panneau inférieur (14) sont bloqués mutuellement
par l'intermédiaire d'un dispositif de serrage (20), et sont verrouillés à demeure
sur les faces extrêmes opposées du corps central (13).
7. Table selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que les mouvements de pivotement d'au moins deux pieds sont couplés réciproquement.