Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der thermischen Abfallbehandlung. Sie betrifft
ein Verfahren zur Aufbereitung von Schlacke und/oder Asche aus der thermischen Behandlung
von Müll.
Stand der Technik
[0002] Zur thermischen Behandlung von Abfall/Müll sind neben der klassischen Abfall verbrennnung
auch viele Verfahren bekannt, bei denen der Müll entgast und/oder vergast wird bzw.
Kombinationen dieser bekannten Verfahren angewendet werden. Die dabei entstehenden
festen Reaktionsprodukte können in unterschiedlicher Weise, z. B. thermisch, weiterbehandelt
werden, wobei die nicht mehr verwertbaren Produkte anschliessend deponiert werden.
Aus Umwelt- und Kostengründen ist man bestrebt, diese unvermeidbaren Reststoffmengen
so klein wie möglich zu halten und die Schlacken bzw. Aschen so aufzubereiten, dass
sie als Wert- oder Inertstoffe weiter Verwendung finden.
[0003] Aus WO 93/17280 ist beispielsweise ein Verfahren zum Einschmelzen von Verbrennungsrückständen
in Schlacke bekannt, bei dem der Abfall zunächst in einer Niedertemperatureinheit
verschwelt wird, und anschliessend unter Mitverwendung von Schwelstoffen und -gasen
in einer Hochtemperatureinheit bei ca. 1200-1400 °C eine vollständige Verbrennung
mit Schlackenverflüssigung durchgeführt wird. Das Endprodukt ist eine völlig ausgebrannte,
verflüssigte Schlacke, die in beliebiger Form erstarrt gelassen werden kann. Diese
Schlacke hat einerseits einen geringen Glühverlust,'d. h. geringen Anteil an unverbrannten
Bestandteilen, andererseits liegen hochschädliche Kohlenwasserstoffverbindungen, wie
Dioxine und Furane unterhalb der Nachweisgrenzen, und Schwermetallverbindungen sollen
praktisch unlöslich in der Schlacke eingebunden sein. Diesen Vorteilen stehen folgende
Nachteile gegenüber:
1. Zur Verbrennung von Hausmüll wird heute üblicherweise das Rostfeuerungsverfahren
eingesetzt. Dabei wird der Müll mechanisch über eine horizontale oder geneigte Ebene
bewegt und gleichzeitig mit Verbrennungsluft, die von unten durch den Rost ins Müllbett
eintritt, durchströmt. Der unbrennbare Anteil des Abfalls wird als Rostasche bzw.
Schlacke aus der Verbrennungsanlage ausgetragen. Eine Verschwelung des Mülls und eine
anschliessende Schlackenverflüssigung wie beim o. b. Verfahren ist in diesen vielfach
bestehenden Anlagen nicht möglich.
2. Zum Einschmelzen der Schlacke im Drehrohrofen sind sehr hohe Temperaturen notwendig,
so dass hochwertiges und teures Ausmauerungsmaterial eingesetzt werden muss.
3. Beim Einschmelzverfahren gelangen die umweltschädlichen Schwermetalle trotzdem
unkontrolliert in die Umwelt und können nicht zurückgewonnen werden.
4. Nachteilig ist ausserdem der hohe Energieaufwand, der zur Verflüssigung aufgebracht
werden muss.
[0004] Aus EP 0 372 039 B1 ist ein Verfahren zur Aufbereitung der Schlacke von Abfallverbrennungsanlagen
bekannt, bei dem die Schlacke trocken aus dem Verbrennungsofen ausgetragen wird, einer
Grobreinigung (Entfernen unverbrannten Grobgutes und magnetischer Teile) unterzogen
wird, und anschliessend die grob gereinigte Schlacke in mindestens zwei Fraktionen
getrennt wird und einer davon alle Partikel, die kleiner als 2 mm sind, zugewiesen
werden. Diesem Verfahren liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Feinfraktion den
grössten Teil der ursprünglich in der Schlacke enthaltenen Schadstoffe enthält. Die
Feinfraktion wird einer Sonderbehandlung zugeführt, während die Grobfraktion z. B.
als Baustoff geeignet ist.
[0005] Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist in EP 0 722 777 A1 offenbart. Dort wird
ein Verfahren zur Aufbereitung von Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen beansprucht,
bei welchem die Rohschlacke nach Passieren des Feuerungsrostes direkt und ohne vorheriges
Abschrecken in einem Wasserbad in mindestens zwei Fraktionen getrennt wird, und diese
beiden Fraktionen getrennt weiterbehandelt werden, wobei die Grobfraktion einem Nassentschlacker
zugeführt wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fraktion
mit einer Partikelgrösse kleiner 80 mm, vorzugsweise kleiner etwa 32 mm, in einer
ersten Siebstufe abgetrennt wird, dass der Siebüberlauf der Nassentschlackung zugeführt
wird, dass der Siebdurchfall und gegebenenfalls der Rostdurchfall des Feuerungsrostes
einer zweiten Siebstufe zugeführt wird zwecks Abtrennung des Feinanteils 0...2 mm,
dass der Siebüberlauf der zweiten Stufe gegebenenfalls nach Aussortieren von metallischen
und Inertstoffen mechanisch zerkleinert wird, und der Siebdurchfall der zweiten Stufe
einer Sonderbehandlung, z. B. einem Schmelzofen, zugeführt wird. Bei diesem beispielsweise
in einem Lichtbogenofen durchgeführten Schmelzprozess werden ein glasartiges, gut
zu deponierendes Produkt und ein Metallkonzentrat erzeugt (s. F.-G. Simon und K.-H.
Andersson: InRec-Verfahren - Verwertung von Reststoffen aus der thermischen Abfallbehandlung,
ABB Technik 9/1995, S. 15-20). Dieses Aufbereitungsverfahren wurde in der Praxis bisher
für die Schlacke aus Rostverbrennungsöfen eingesetzt und hat sich dort bewährt. Nachteilig
sind einerseits die hohen Kosten, die sich aus der Verwendung des Lichtbogenofens
ergeben, andererseits die vielen Klassier- und Zerkleinerungsstufen für die Schlacke
bzw. Asche.
[0006] Aus der Hüttenindustrie sind verschiedene Verflüchtigungsverfahren zur Metallgewinnung
bekannt, beispielsweise das Wälzverfahren. Dieses mit reduzierenden Bedingungen arbeitende
Verfahren hat das Ziel, Schwermetalle wie Blei, Zink und Cadmium in Form von hochangereicherten
Flugstäuben zu gewinnen (s. Ullmann: Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage,
S. 429). Als Ausgangsmaterial dienen beim Wälzverfahren arme, oxidische, schlecht
aufbereitbare Zink-Bleierze, Zink-Blei-haltige Flugstäube und Hüttenabfallprodukte.
Diese metallhaltigen Ausgangsstoffe werden mit einem Reduktionsmittel, z. B. Koks
oder Anthrazit, vermischt und einem Drehrohrofen zugeführt. Sie durchwandern den Ofen
und heizen sich dabei auf, bis bei etwa 1000 °C die Verflüchtigung beginnt. Die Verflüchtigungsreaktionen
(Reaktion der festen Metalloxide mit dem beigemischten Kohlenstoff zu gasförmigen
Metallen und Kohlenmonoxid) laufen in der Feststoffschicht des Drehrohrofens ab, welche
ständig umgewälzt wird. Im darüberliegenden Gasraum mit oxidierender Atmosphäre werden
die Verflüchtigungsprodukte dann rückoxidiert. Diese Oxidationsprodukte aus der gasförmigen
Phase sind sehr feinteilig, so dass sie vom Rauchgas mitgerissen, aus dem Ofen heraustransportiert
und schliesslich nach Abkühlung der Rauchgase abgeschieden werden. Die metallarme
Schlacke wird aus dem Ofen ausgetragen, abgekühlt und dann auf Halde gegeben.
Darstellung der Erfindung
[0007] Die Erfindung versucht, die o. g. Nachteile bei der bekannten Aufbereitung von Müllschlacke
zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein effektives und kostengünstiges Verfahren
zur Aufbereitung von Schlacke und/oder Asche aus der thermischen Behandlung von Müll
bereitzustellen, welches mit einer robusten und einfachen Technik zu realisieren ist
und mit dem ohne zusätzliche Klassier- und Zerkleinerungsstufen eine von Schadstoffen
abgereicherte inerte Schlacke entsteht.
[0008] Erfindungsgemäss wird das bei einem Verfahren gemäss Oberbegriff des Patentanspruches
1 dadurch erreicht, dass der Müll in einem ersten Verfahrensschritt pyrolisiert, vergast
oder teilverbrannt wird, wobei schwermetallhaltige Schlacke und/oder Asche mit einem
vergleichsweise hohen Gehalt an Kohlenstoff erzeugt wird, dass besagte Schlacke und/oder
Asche in einem zweiten Verfahrensschritt in einem Drehrohrofen auf eine Temperatur
unterhalb der Schmelztemperatur der Schlacke und/oder Asche aufgeheizt wird, dass
die Schlacke und/oder Asche vor ihrem Austrag aus dem Drehrohrofen ausreichend lange
im Drehrohrofen verweilt, so dass die in ihr enthaltenen Schwermetalle durch Reduktion
an dem schlackeeigenem Kohlenstoff in ihre metallische Form überführt und die leichtflüchtigen
Schwermetalle, wie Zink, Blei, Arsen und Cadmium, in die Gasphase überführt und mit
dem Rauchgas aus dem Drehrohrofen ausgetragen werden, und dass eine schwermetallabgereicherte
Schlacke aus dem Drehrohrofen ausgetragen wird.
[0009] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass die Schlacke in einem von Schadstoffen
abgereicherten Zustand anfällt. Die Schwermetallgehalte liegen deutlich unter den
gesefzlich vorgegebenen Höchstwerten für Inertstoffdeponien der Schweizerischen Technischen
Verordnung Abfall (TVA) vom 10.12.1990. Hochschädliche Kohlenwasserstoffverbindungen,
wie z. B. Dioxine, liegen unterhalb der Nachweisgrenze. Daher kann die so aufbereitete
Schlacke nach einer einfachen Eisen- und Nichteisenmetallabscheidung beispielsweise
als Baumaterial im Strassenbau eingesetzt oder anderweitig verwendet werden. Eine
kostspielige Deponie erübrigt sich. Ausserdem bedeutet die Aufbereitung in einem Drehrohrofen
die vorteilhafte Nutzung einer robusten Technik. Zeitaufwendige Klassier- und Zerkleinerungsstufen
zur Aufbereitung der Schlacke sind nicht notwendig.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn der bei der Pyrolyse, Vergasung oder Teilverbrennung entstehende
und in einer Entstaubungsanlage abgeschiedene Filterstaub der Schlacke und/oder Asche
beigegeben und diese zusammen im Drehrohrofen aufgeheizt und von Schwermetallen abgereichert
werden. Damit kann auch der Flugstaub aus dem Staubabscheider auf einfache Weise von
Schwermetallverunreinigungen befreit werden.
[0011] Weiterhin ist es zweckmässig, wenn sowohl die Vergasung oder Teilverbrennung des
Mülls und als auch die Verflüchtigung der Schwermetalle aus der bei der Verbrennung
entstehenden Schlacke/Asche in einem einzigen Aggregat, d.h. im Drehrohrofen, erfolgt,
wobei die Menge an Verbrennungsluft so bemessen wird, dass am Ende des Drehrohrofens
praktisch kein Sauerstoff mehr nachgewiesen werden kann. Dadurch können Kosten gespart
werden. Allerdings darf dann nur noch ein Teil des Filterstaubes in den Drehrohrofen
zurückgeführt werden, da sich sonst die flüchtigen Schwermetalle im Rauchgas aufkonzentrieren.
[0012] Es ist von Vorteil, wenn die Verweilzeit der Schlacke und/oder Asche im Drehrohrofen
mehr als eine Stunde beträgt, weil dann für die Verflüchtigungsreaktionen genügend
Zeit zur Verfügung steht.
[0013] Ausserdem ist es von Vorteil, wenn die Rauchgase aus dem Drehrohrofen abgekühlt und
in einem Filter entstaubt werden, und so die Luftverschmutzung gering gehalten wird.
[0014] Es ist zweckmässig, wenn die Schlacke und/oder Asche trocken ohne Wasserbefeuchtung
aus dem Pyrolyse-, Vergasungs- oder Verbrennungsofen ausgetragen wird und vor ihrer
Beschickung in den Drehrohrofen Eisen- und Nichteisenmetalle abgetrennt werden. Ausserdem
ist es vorteilhaft, wenn der aus dem Drehrohrofen ausgetragenen Schlacke mittels Magnetscheider
und NE-Metallscheider die restlichen metallischen Bestandteile entfernt werden.
[0015] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die in den Drehrohrofen eingebrachte Schlacke
und/oder Asche mindestens 10 % Kohlenstoff enthält, weil dann eine genügend grosse
Reduktionsmittelmenge für die Reduktion und Verflüchtigung der Schwermetalle zur Verfügung
steht.
[0016] Schliesslich ist es von Vorteil, wenn die Schlacke trocken aus dem Drehrohrofen ausgetragen
und in mindestens zwei Fraktionen getrennt wird, wobei die erste Fraktion mit einer
Partikelgrösse von grösser als ca. 32 mm in einer ersten Siebstufe als Siebüberlauf
abgetrennt wird, und der Siebdurchfall einer zweiten Klassierstufe zwecks Abtrennung
des Feinanteil 0...2 mm zugeführt wird, wobei mindestens ein Teil des Feinanteiles
0...2 mm aus der Schlackenaufbereitung auf der Lufteintrittsseite in den Drehrohrofen
zurückgeführt und dort verbrannt wird. Dadurch wird der Ascheausbrand im Drehrohrofen
erhöht und der Schadstoffgehalt der Schlacke noch mehr reduziert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0017] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemässen Verfahrens in einem ersten Ausführungsbeispiel,
bei welchem der Müll auf einem Verbrennungsrost teilverbrannt wird und anschliessend
die Schlacke und Asche aus der Müllverbrennung einem Drehrohrofen zugeführt und dort
aufbereitet werden;
- Fig. 2
- ein Diagramm, welches einerseits die Zink- bzw. Blei-Konzentrationen in der Schlacke
in Abhängigkeit von ihrer Verweilzeit im Drehrohrofen und andererseits die Bett-Temperaturen
in Abhängigkeit von der Zeit darstellt;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemässen Verfahrens in einem zweiten Ausführungsbeispiel,
bei welchem die Verbrennung des Mülls und die Aufbereitung der Schlacke in ein und
demselben Drehrohrofen erfolgt.
[0019] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt sind beispielsweise die Beschickungseinrichtung des Ofens und Eisen-
bzw. Nichteisenmetallabscheider. Die Strömungsrichtung der Medien ist mit Pfeilen
bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen und der Fig.
1 bis 3 näher erläutert.
[0021] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemässen Verfahrens in einem
ersten Ausführungsbeispiel. Müll 1, vorzugsweise Hausmüll, wird über eine nicht dargestellte
Beschickungseinrichtung einem Müllverbrennungsofen 2 zugeführt und dort auf einem
Rost 3 mittels Rostfeuerungsverfahren verbrannt. Dem Verbrennungsofen 2 sind gasseitig
ein Kessel 4 und eine Entstaubungsanlage 5, z. B. ein Elektrofilter, nachgeschaltet.
Schlackenseitig ist dem Verbrennungsofen 2 ein Drehrohrofen 6 nachgeschaltet.
[0022] Der Müll 1 wird im Verbrennungsofen 2 unter Zufuhr von Primärluft 7 derart verbrannt,
dass eine Schlacke 8 anfällt, welche einen Glühverlust von mindestens 10 % aufweist.
Der Glühverlust ist ein Mass für den unverbrannten Anteil in der Schlacke 8 und damit
ein indirektes Mass für den Kohlenstoffgehalt. Damit dieser vergleichsweise hohe Glühverlust
und damit hohe Kohlenstoffgehalt erreicht wird, muss im Ofen 2 eine unvollständige
Verbrennung stattfinden. Bisher hatte die Verbrennung mittels Rostfeuerungsverfahren
stets das Ziel, möglichst den Müll 1 vollständig zu verbrennen, d.h. eine Schlacke
mit möglichst geringem Glühverlust und damit geringem Kohlenstoffgehalt zu erzeugen.
Neben der Schlacke 8 entstehen bei der Verbrennung des Mülls 1 auch mit Flugstäuben
beladene Rauchgase 9, welche über den Kessel 4 in die Entstaubungsanlage 5 gelangen.
Dort werden die Flugstäube vom Rauchgas 9 abgetrennt und als Filterstaub 10 (= Flugasche)
ausgetragen.
[0023] Die schwermetall- und kohlenstoffhaltige Schlacke 8 aus dem Verbrennungsofen 2 fällt
ohne Zwischenabkühlung direkt vom Rost 3 in den Drehrohrofen 6. Sie wird trocken ohne
Wasserbefeuchtung ausgetragen. Die Schlacke 8 hat nach dem Rost eine Temperatur von
ca. 400 °C. Im Drehrohrofen wird sie zusammen mit dem Filterstaub 10 aus der Entstaubungsanlage
5 mittels eines Ölbrenners 16 auf eine Temperatur von 900 °C aufgeheizt. Diese Temperatur
liegt unterhalb der Schmelztemperatur der Schlacke/Asche 8, 10, aber oberhalb der
Verflüchtigungstemperatur der darin enthaltenen Schwermetalle. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wurden eine Schlackenmenge von 2500 kg/h und eine Flugaschemenge von 200 kg/h verwendet.
Der Drehrohrofen 6 ist so gross bemessen, dass die Verweilzeit der Schlacke/Asche
8, 10 im Drehrohrofen 6 nach der Aufheizung ca. 1,5 Stunden beträgt. Aus diesem Grund
hat das Drehrohr eine Länge von 8 m und einen Innendurchmesser von 2,5 m.
[0024] Die Verflüchtigungsreaktionen (Reaktion der Schwermetalloxide mit dem in der Schlacke
enthaltenen Kohlenstoff zu gasförmigen Metallen und Kohlenmonoxid) laufen in der Feststoffschicht
des Drehrohrofens 6 ab, welche ständig umgewälzt wird. Im darüberliegenden Gasraum
mit oxidierender Atmosphäre werden die Verflüchtigungsprodukte dann rückoxidiert.
Diese Reaktionsprodukte aus der gasförmigen Phase sind sehr feinteilig, so dass sie
vom Rauchgas 9 mitgerissen werden. Das Rauchgas 9 wird anschliessend in einem Dampfkessel
13 gekühlt und in einem Staubfilter 14 filtriert. Diese an Schwermetallen angereicherten
Filterstäube können anschliessend weiterbehandelt werden mit dem Ziel, die in ihnen
enthaltenen Schwermetalle zurückzugewinnen. Die schwermetallabgereicherte Schlacke
15 wird aus dem Drehrohrofen 6 ausgetragen, abgekühlt und kann nach Entschrottung
und NE-Metallabtrennung mittels Magnetscheider bzw. Nichtmetallabscheider (nicht in
Fig. 1 dargestellt) problemlos weiterverwendet (z. B. als Baumaterial im Strässenbau)
oder auf Halde gegeben werden.
[0025] Nachfolgende Tabelle zeigt für das o. b. Ausführungsbeispiel die Gehalte an Schwermetallen
und Dioxin für die Ausgangsstoffe und das Endprodukt des Drehrohrofens 6 im Vergleich
zu den Höchstwerten für Inertstoffdeponiequalität gemäss TVA:
| |
|
Flugasche |
Schlacke ab Rost |
Schlacke nach Drehrohr |
TVA, Inertstoffdeponiequalität |
| Glühverlust |
% |
5 |
> 10,0 |
< 1 |
|
| Pb |
ppm |
9000 |
2500,0 |
400 |
500 |
| Zn |
ppm |
16000 |
4000,0 |
500 |
1000 |
| Cd |
ppm |
2400 |
13,0 |
n. n. |
10 |
| Dioxinkonzentration |
ng TE/kg |
1600 |
11,5 |
n. n. |
|
[0026] Wie der Tabelle zu entnehmen ist, liegen die Schwermetallgehalte deutlich unter den
gesetzlich vorgegebenen Höchstwerten für Inertstoffdeponien der Schweizerischen Technischen
Verordnung Abfall, TVA. Die hochschädlichen Kohlenwasserstoffverbindungen, wie z.
B. Dioxine liegen sogar unterhalb der Nachweisgrenze.
[0027] Fig. 2 zeigt zur Verdeutlichung des eben Gesagten noch ein Diagramm, welches einerseits
die Zink- bzw. Blei-Konzentrationen in der Schlacke in Abhängigkeit von ihrer Verweilzeit
im Drehrohrofen und andererseits die Bett-Temperaturen in Abhängigkeit von dieser
Zeit darstellt. Der Verlauf der Kurven zeigt, dass die Schlakke 8 mindestens eine
Stunde im Drehrohrofen 6 verweilen sollte, weil erst dann eine genügend grosse Schwermetallabreicherung
stattfindet.
[0028] Die so aufbereitete'Schlacke kann beispielsweise als Baumaterial im Strassenbau eingesetzt
oder anderweitig verwendet werden. Eine kostspielige Deponie erübrigt sich. Ausserdem
bedeutet die Aufbereitung in einem Drehrohrofen die vorteilhafte Nutzung einer robusten
Technik. Zeitaufwendige Klassier- und Zerkleinerungsstufen zur Aufbereitung der Schlacke
sind nicht notwendig.
[0029] Selbstverständlich kann das Verfahren auch ohne Zusatz von Filterstaub 10 erfolgreich
angewendet werden, indem nur die kohlenstoffhaltige Schlacke 8 aus der Rostverbrennung
dem Drehrohrofen 6 zugeführt wird.
[0030] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Hier findet die Müllverbrennung
und die Schlackenaufbereitung in ein und demselben Aggregat statt. Unbehandelter Hausmüll
1 mit einem Heizwert von ca. 10 000 kJ/kg wird in einen Drehrohrofen 6 mit einer Länge
von 12 m und einem Drehrohrinnendurchmesser von 4 m eingebracht. Die Müllmenge beträgt
10 000 kg/h. Der Müll 1 wird nun durch Luftzugabe teilverbrannt, wobei die Verbrennungsluft
7 auf eine Temperatur von ca. 400 °C vorerhitzt worden ist. Die Menge an Verbrennungsluft
7 wird so bemessen, dass einerseits im Ofen 6 eine Temperatur von 1000 °C nirgends
überschritten wird, so dass die entstehende Asche nicht geschmolzen wird und dass
andererseits am Ende des Drehrohrofens 6 im Rauchgas 9 praktisch kein Sauerstoff nachgewiesen
werden kann. Im vorliegenden Beispiel beträgt die Menge an Verbrennungsluft 7 12 000
Nm
3/h. Die Verweilzeit des Mülls 1 im Drehrohrofen 6 beträgt ca. 2 Stunden. Diese Zeit
reicht aus, um einerseits den Müll 1 (unvollständig) zu verbrennen und andererseits
die dabei entstehende Schlakke/Asche von Schwermetallen abzureichern, indem diese
verflüchtigt werden. Die Schlacke 15 wird danach aus dem Drehrohrofen 6 ausgetragen,
abgekühlt und kann, wie im ersten Ausführungsbeispiel bereits beschrieben, nach einer
Eisenund Nichteisenmetallabtrennung weiter verwendet werden. Folgende Schwermetallgehalte
bzw. Dioxinkonzentration sind nach der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens
noch in der Schlacke 15 vorhanden:
| |
|
Schlacke nach Drehrohr |
| Glühverlust |
% |
< 1 |
| Pb |
ppm |
300 |
| Zn |
ppm |
400 |
| Cd |
ppm |
n. n. |
| Dioxinkonzentration |
ng TE/kg |
n. n. |
[0031] Das Rauchgas 9 aus dem Drehrohrofen 6 wird anschliessend durch Zugabe von Sekundärluft
11 in der Nachbrennkammer 12 noch vollständig ausgebrannt, im Kessel 4 abgekühlt (Rauchgasmenge
am Kesselende ca. 53 600 Nm
3/h) und in einer Rauchgasreinigungsanlage 5 gereinigt.
[0032] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele
beschränkt. So kann z. B. Hausmüll oder Stadtmüll 1 anstelle einer Teilverbrennung
im ersten Verfahrensschritt auch einer Pyrolyse oder Vergasung unterzogen werden.
Wichtig ist lediglich, dass in der Schlacke/Asche 8 mindestens 10 % Kohlenstoff enthalten
sind, damit im zweiten Verfahrensschritt die Bedingungen für eine erfolgreiche Reduktion
und Verflüchtigung der Schwermetalle im Drehrohrofen 6 gegeben sind. Ausserdem ist
es vorteilhaft, wenn von der Schlacke/-Asche 8 vor ihrer Beschickung in den Drehrohrofen
6 Eisen- und Nichteisenmetalle abgetrennt werden, die anderweitig verwertet werden
können. Schliesslich ist es auch zweckmässig, wenn die Schlacke 15 trocken aus dem
Drehrohrofen 6 ausgetragen und in mindestens zwei Fraktionen getrennt wird, wobei
die erste Fraktion mit einer Partikelgrösse von grösser ca. 32 mm in einer ersten
Siebstufe als Siebüberlauf abgetrennt wird, und der Siebdurchfall einer zweiten Klassierstufe
zwecks Abtrennung des Feinanteil 0...2 mm zugeführt wird, und wobei mindestens ein
Teil des Feinanteiles 0...2 mm aus der Schlackenaufbereitung auf der Lufteintrittsseite
in den Drehrohrofen 6 zurückgeführt und dort verbrannt wird. Dadurch wird der Ascheausbrand
im Drehrohrofen 6 erhöht und der Schadstoffgehalt der Schlacke weiter reduziert.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Müll
- 2
- Müllverbrennungsofen
- 3
- Rost
- 4
- Kessel
- 5
- Entstaubungsanlage
- 6
- Drehrohrofen
- 7
- Verbrennungsluft/Primärluft
- 8
- Schlacke
- 9
- Rauchgas
- 10
- Filterstaub
- 11
- Sekundärluft
- 12
- Nachbrennkammer
- 13
- Kessel
- 14
- Staubfilter
- 15
- Schlacke nach dem Drehrohrofen
- 16
- Ölbrenner
1. Verfahren zur Aufbereitung von Schlacke und/oder Asche aus der thermischen Behandlung
von Müll, dadurch gekennzeichnet, dass der Müll (1) in einem ersten Verfahrensschritt pyrolisiert, vergast oder teilverbrannt
wird, wobei schwermetallhaltige Schlacke und/oder Asche (8) mit einem vergleichsweise
hohen Gehalt an Kohlenstoff entsteht, dass besagte Schlacke und/oder Asche (8) in
einem zweiten Verfahrensschritt in einem Drehrohrofen (6) auf eine Temperatur unterhalb
der Schmelztemperatur der Schlacke und/oder Asche (8) aufgeheizt wird, dass die Schlacke
und/oder Asche (8) vor ihrem Austrag aus dem Drehrohrofen (6) ausreichend lange im
Drehrohrofen (6) verweilt, so dass die in ihr enthaltenen Schwermetalle durch Reduktion
an dem schlackeeigenem Kohlenstoff in ihre metallische Form überführt und die leichtflüchtigen
Schwermetalle in die Gasphase überführt und mit dem Rauchgas (9) aus dem Drehrohrofen
(6) ausgetragen werden, und dass eine schwermetallabgereicherte Schlacke (15) aus
dem Drehrohrofen (6) ausgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Vergasung oder Teilverbrennung des Mülls (1) und als auch die Reduktion
und Verflüchtigung der Schwermetalle aus der bei der Verbrennung entstehenden Schlacke/Asche
(8) in einem einzigen Aggregat, d.h. im Drehrohrofen (6), erfolgt, wobei die Menge
an Verbrennungsluft (7) so bemessen wird, dass am Ende des Drehrohrofens (6) praktisch
kein Sauerstoff mehr nachgewiesen werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Pyrolyse, Vergasung oder Teilverbrennung entstehende und in einer Entstaubungsanlage
(5) abgeschiedene Filterstaub (10) der Schlacke und/oder Asche (8) beigegeben und
diese zusammen im Drehrohrofen (6) aufgeheizt und von Schwermetallen abgereichert
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verweilzeit der Schlacke und/oder Asche (8) im Drehrohrofen (6) mehr als eine
Stunde beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauchgase (9) aus dem Drehrohrofen (6) abgekühlt und in einem Filter (14) entstaubt
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlacke und/oder Asche (8) trocken ohne Wasserbefeuchtung aus dem Pyrolyse-
oder Verbrennungsofen (2) ausgetragen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Drehrohrofen (6) ausgetragenen Schlacke (15) mittels Magnetscheider und
NE-Metallscheider die restlichen metallischen Bestandteile entfernt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Drehrohrofen (6) eingebrachte Schlacke und/oder Asche (8) mindestens 10
% Kohlenstoff enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Schlacke und/oder Asche (8) vor ihrer Beschickung in den Drehrohrofen (6)
Eisen- und Nichteisenmetalle abgetrennt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlacke (15) trocken aus dem Drehrohrofen (6) ausgetragen und in mindestens
zwei Fraktionen getrennt wird, wobei die erste Fraktion mit einer Partikelgrösse von
grösser ca. 32 mm in einer ersten Siebstufe als Siebüberlauf abgetrennt wird, und
der Siebdurchfall einer zweiten Klassierstufe zwecks Abtrennung des Feinanteil 0...2
mm zugeführt wird, und wobei mindestens ein Teil des Feinanteiles 0...2 mm aus der
Schlackenaufbereitung auf der Lufteintrittsseite in den Drehrohrofen (6) zurückgeführt
und dort verbrannt wird.
1. Process for reprocessing slag and/or ash from the thermal treatment of refuse, characterized in that the refuse (1) is pyrolysed, gasified or partially combusted in a first process step,
heavy-metal-containing slag and/or ash (8) having a comparatively high carbon content
being formed, in that said slag and/or ash (8) is heated in a rotary kiln (6) to a temperature below the
melting temperature of the slag and/or ash (8) in a second process step, in that the slag and/or ash (8), prior to its discharge from the rotary kiln (6), dwells
sufficiently long in the rotary kiln (6), that the heavy metals present therein are
converted into their metallic form by reduction at the carbon endogenous to the slag
and the readily volatile heavy metals are transferred to the gas phase and are discharged
from the rotary kiln (6) together with the flue gas (9), and in that a slag (15) depleted in heavy metals is discharged from the rotary kiln (6).
2. Process Claim 1, both the gasification or partial combustion of the refuse (1) and
the reduction and volatilization of the heavy metals from the slag/ash (8) formed
in the combustion take place in a single unit, i.e. in the rotary kiln (6), the combustion
air rate (7) being such that virtually no oxygen can any longer be detected at the
end of the rotary kiln (6).
3. Process according to Claim 1, characterized in that the filter dust (10) formed in the course of the pyrolysis, gasification or partial
combustion and separated off in a dedusting unit (5) is admixed to the slag and/or
ash (8) and these are heated together in the rotary kiln (6) and depleted in heavy
metals.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the residence time of the slag and/or ash (8) in the rotary kiln (6) is more than
one hour.
5. Process according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the flue gases (9) from the rotary kiln (6) are cooled and dedusted in a filter (14).
6. Process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the slag and/or ash (8) is discharged dry from the pyrolysis furnace or combustion
furnace (2) without water moistening.
7. Process according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the residual metallic constituents are removed from the slag (15) discharged from
the rotary kiln (6) by means of magnetic separators and nonferrous metal separators.
8. Process according to Claim 1, characterized in that the slag and/or ash (8) introduced into the rotary kiln (6) comprises at least 10%
carbon.
9. Process according to Claim 1, characterized in that ferrous and nonferrous metals are separated off from the slag and/or ash (8) before
it is charged into the rotary kiln (6).
10. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the slag (15) is discharged dry from the rotary kiln (6) and separated into at least
two fractions, the first fraction having a particle size greater than approximately
32 mm being separated off in a first screening stage as screen oversize, and the screen
undersize being fed to a second classification stage to separate off the fines content
0...2 mm, at least a portion of the fines content 0...2 mm from the slag reprocessing
being recirculated into the rotary kiln (6) on the air inlet side and burned there.
1. Procédé de préparation de scorie et/ou de cendre en provenance du traitement thermique
d'ordures, caractérisé en ce que les ordures (1) sont pyrolysées, gazéifiées ou partiellement brûlées dans une première
étape de procédé, une scorie et/ou une cendre (8) contenant des métaux lourds, ayant
une teneur relativement élevée en carbone, se formant, en ce que ladite scorie et/ou ladite cendre (8) est échauffée dans une deuxième étape de procédé
dans un four tubulaire rotatif (6) à une température en dessous de la température
de fusion de la scorie et/ou de la cendre (8), en ce que la scorie et/ou la cendre (8) réside avant son évacuation hors du four tubulaire
rotatif (6) pendant une durée suffisamment longue dans le four tubulaire rotatif (6),
de telle sorte que les métaux lourds contenus dans cette dernière sont convertis par
réduction sur le carbone propre à la scorie en leur forme métallique et que les métaux
lourds volatils passent dans la phase gazeuse et sont évacués avec le gaz de fumée
(9) hors du four tubulaire rotatif (6), et en ce qu'une scorie appauvrie en métaux lourds (15) est évacuée hors du four tubulaire rotatif
(6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que non seulement la gazéification ou la combustion partielle des ordures (1), mais aussi
la réduction et la volatilisation des métaux lourds provenant de la scorie et/ou de
la cendre (8) se formant lors de la combustion se font dans une unité unique, c'est-à-dire
dans le four tubulaire rotatif (6), la quantité d'air de combustion (7) étant mesurée
de telle sorte qu'à l'extrémité du four tubulaire rotatif (6) pratiquement plus d'oxygène
ne puisse être détecté.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la poussière de filtre (10), se formant lors de la pyrolyse, de la gazéification
ou de la combustion partielle et déposée dans une installation de dépoussiérage (5),
est mélangée à la scorie et/ou la cendre (8) et en ce que celles-ci sont échauffées conjointement dans le four tubulaire rotatif (6) et sont
appauvris en métaux lourds.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le temps de contact de la scorie et/ou la cendre (8) dans le four tubulaire rotatif
(6) est supérieur à une heure.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les gaz de fumée (9) provenant du four tubulaire rotatif (6) sont refroidis et dépoussiérés
dans un filtre (14).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la scorie et/ou la cendre (8) sont évacuées à l'état sec sans humidification par
l'eau hors du four de pyrolyse ou de combustion (2).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les constituants métalliques résiduels sont éliminés de la scorie (15) évacuée hors
du four tubulaire rotatif (6) à l'aide d'un séparateur magnétique et d'un séparateur
pour métaux non ferreux.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la scorie et/ou la cendre (8) introduites dans le four tubulaire rotatif (6) contiennent
au moins 10 % de carbone.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les métaux ferreux et les métaux non ferreux sont séparés de la scorie et/ou la cendre
(8) avant leur chargement dans le four tubulaire rotatif (6).
10. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la scorie (15) est évacuée à l'état sec hors du four tubulaire rotatif (6) et est
séparée en au moins deux fractions, la première fraction, ayant une grosseur de particule
supérieure à environ 32 mm, étant séparée dans une première stade de tamisage en tant
que refus de tamisage, et le passant de tamisage d'un deuxième stade de calibrage
étant alimenté en vue de la séparation de la partie fine 0... 2 mm, et au moins une
partie de la partie fine 0... 2 mm provenant de la préparation de la scorie étant
alimentée au côté d'entrée de l'air dans le four tubulaire rotatif (6) et y étant
brûlée.