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(11) |
EP 0 909 253 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.11.2001 Patentblatt 2001/45 |
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Anmeldetag: 06.03.1998 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9801/320 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9845/197 (15.10.1998 Gazette 1998/41) |
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| (54) |
ABROLLVORRICHTUNG FÜR WICKELROLLEN
UNWINDER DEVICE FOR REELS
DISPOSITIF DE DEROULAGE POUR ROULEAUX LIVREURS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FI GB IT |
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Priorität: |
03.04.1997 DE 19713790
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
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Patentinhaber: Jagenberg Papiertechnik GmbH |
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41468 Neuss (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- THIEVESSEN, Karl
D-41516 Grevenbroich (DE)
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Vertreter: Thul, Hermann, Dipl.-Phys. |
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Zentrale Patentabteilung,
Rheinmetall AG,
Rheinmetall Allee 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 497 105 US-A- 1 874 904
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DE-U- 8 511 986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abrollvorrichtung für Wickelrollen, insbesondere für
Papier-oder Kartonrollen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In der papier- oder kartonverarbeitenden Industrie werden derartige Abrollvorrichtungen
eingesetzt, um eine oder mehrere Papier- oder Kartonbahnen von einer oder mehreren
Wickelrollen abzuziehen und der nachfolgenden Verarbeitungsmaschine, z. B. einer Querschneidemaschine,
zuzuführen. Die Wickelrolle wird während des Abwickelns achslos zwischen zwei, jeweils
an einem Tragarm gelagerten Führungsköpfen eingespannt und wird von diesen gehalten.
Zum Beladen mit einer neuen Wickelrolle, zum Entladen des Rollenrestes und zur Einstellung
auf verschiedene Rollenbreiten sind die Tragarme mit den Führungsköpfen aufeinander
zu- und voneinander wegbewegbar gelagert. Zusätzlich können die Führungsköpfe zum
Anheben einer neuen Wickelrolle aus einer Aufnahmeposition am Boden bis in eine Abwickelposition
hochbewegt werden.
Stand der Technik
[0003] Aus dem Deutschen Gebrauchsmuster G 85 11 986 ist eine gattungsgemäße Abrollvorrichtung
bekannt, die eine Quertraverse aufweist, an der die Tragbalken quer verschiebbar gelagert
sind. Die Tragbalken sind in ihrer Länge veränderbar und tragen an ihren Enden Führungsköpfe,
die in die Hülse einer Wickelrolle einfahren können. Die Tragbalken sind zusätzlich
hochschwenkbar, um einen Freiraum zu schaffen, durch den die Vorrichtung von der Seite
her mit einer neuen Wickelrolle beschickt werden kann.
[0004] Bei den bekannten Abrollvorrichtungen ist es erforderlich, eine neue Wickelrolle
in der Aufnahmeposition relativ genau zu positionieren, damit die Führungsköpfe problemlos
in die Hülse einfahren können. Zu große Abweichungen von der Soll-Position der Wickelrolle
können zu einem Verklemmen der Führungsköpfe beim Einfahren führen. Es sind daher
aufwendige Ausrichtvorrichtungen (z. B. spezielle Hebevorrichtungen) erforderlich,
um die Wickelrolle mit der erforderlichen Genauigkeit in ihrer Aufnahmeposition zu
positionieren, falls die Rollenaufnahme automatisch erfolgen soll.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung so zu verbessern,
daß die Wickelrollen ohne exakte Positionierung mittels aufwendiger Ausrichtvorrichtungen
aufgenommen werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Nach der Erfindung
sind die Tragarme mit den Führungsköpfen in Bahnlaufrichtung (i. e. die Längsrichtung
der Maschine) frei pendelnd bewegbar aufgehängt. Beim Bewegen in die Hülse positionieren
sich die Führungsköpfe selbsttätig, sofern nur die Spitze des Führungskopfes die Hülse
trifft. Bei größeren Abweichungen von der Hülsenposition können die Führungsköpfe
einfach von einer Bedienungsperson fluchtend zur Hülse ausgerichtet werden.
[0007] Als weiterer Vorteil tritt hinzu, daß es ohne großen konstruktiven Aufwand möglich
ist, die Tragarme seitlich hochzuschwenken, um Platz zum Beschicken mit einer neuen
Wickelrolle zu schaffen. Der Hubantrieb kann zugleich als Schwenkantrieb dienen, um
beim Hochbewegen der Tragarme die gewünschte Schwenkbewegung zu bewirken.
[0008] Die Unteransprüche enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0009] Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispiels.
- Figur 1
- zeigt eine Frontansicht in Bahnlaufrichtung, die
- Figuren 2 und 3
- zeigen jeweils eine Seitenansicht, wobei verschiedene Arbeitspositionen dargestellt
sind.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0010] Bei dem in den Figuren dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel
sind mehrere (beispielsweise vier) Abrollvorrichtungen in einem gemeinsamen Maschinengestell
hintereinander angeordnet, von denen jeweils zwei in den Figuren 2 und 3 dargestellt
sind. Es können so mehrere Papier- oder Kartonbahnen 1 gleichzeitig von Wickelrollen
2 abgezogen und übereinanderliegend einer nachfolgenden Verarbeitungsmaschine, im
Beispiel einer Querschneidemaschine, zugeführt werden.
[0011] Das Maschinengestell besteht aus seitlichen Ständern 3, auf denen an jeder Maschinenseite
ein Längsträger 4 aufliegt. Die Ständer 3 befinden sich seitlich außerhalb der Arbeitsbreite,
i.e. die maximale Breite einer Wickelrolle 2, und sind in Längsrichtung bevorzugt
mit so großem Abstand voneinander angeordnet, daß eine Wickelrolle 2 entlang ihrer
Achsrichtung von der Seite her zugeführt werden kann. Alternativ kann die Beschickung
mit neuen Wickelrollen 2 auch in Bahnlaufrichtung von hinten oder vorne erfolgen.
Die neuen Wickelrollen 2 werden dann senkrecht zu ihrer Achsrichtung in Figur 2 von
links oder rechts in das Maschinengestell gefördert.
[0012] Für jede Abrollvorrichtung sind an der Unterseite der Längsträger 4 jeweils zwei
Querträger 5, 6 befestigt, die parallel mit etwas Abstand voneinander angeordnet sind
und sich bis über die Arbeitsbreite hinaus erstrecken. An den beiden Querträgern 5,
6 ist jeweils ein sich über die Arbeitsbreite bis außen über die beiden Längsträger
4 erstreckender Abrollbalken 7 heb- und senkbar an Zugmitteln, bevorzugt an Seilen
8 wie im Ausführungsbeispiel, aufgehängt. Alternativ ist die Aufhängung an Riemen
oder Ketten möglich. An jeder Maschinenseite ist ein Seil 8 in einer Schlaufe angeordnet,
dessen beide Enden jeweils in einem an den Querträgern 5, 6 verschiebbaren Verstellschlitten
9, 10 befestigt sind. Die beiden Trums jedes Seils 8 werden von dem jeweiligen Schlitten
9, 10 zunächst nach außen über Umlenkrollen 11, 12 geführt, die am Ende der Querträger
5, 6 frei drehbar auf einer sich in Längsrichtung erstreckenden Achse 13 gelagert
sind. In die von den Umlenkrollen 11, 12 nach unten umgelenkte Schlaufe jedes Seils
8 ist der Abrollbalken 7 an jeder Maschinenseite mit einer Seilrolle 14, 15 eingehängt,
die frei drehbar in einer am Ende des Abrollbalkens 7 befestigten Kopfplatte 16 gelagert
ist.
[0013] Als Hubantrieb für den Abrollbalken 7 dient ein Spindelmotor 17, der an den Querträger
6 befestigt ist und eine sich über die Arbeitsbreite erstreckende Spindel 18 antreibt,
die durch ein Innengewinde in den beiden Verstellschlitten 9, 10 geführt ist. Die
Spindel 18 weist an einer Maschinenseite ein Linksgewinde, an der anderen Maschinenseite
ein Rechtsgewinde auf, so daß bei einer Drehung mittels des Spindelmotors 17 sich
die beiden Verstellschlitten 9, 10 synchron aufeinander zu oder voneinander weg bewegen.
Diese Bewegungen führen dazu, daß die beiden Schlaufen der Seile 8 an beiden Maschinenseiten
synchron verkürzt oder verlängert werden und so den Abrollbalken 7 anheben oder absenken.
[0014] Alternativ kann als Hubantrieb für den Abrollbalken 7 eine an den Seilen 8 ziehende
Kolben-Zylinder-Einheit oder eine Seilwinde eingesetzt werden, oder die Seile 8 können
nach Art eines Flaschenzugs angeordnet werden, um das notwendige Drehmoment des Hubantriebs
17 zu verringern.
[0015] Der Abrollbalken 7 ist als Doppel-T-Träger ausgebildet und trägt an jeder Maschinenseite
jeweils einen sich nach unten erstreckenden Abrollarm 19, 20. Am freien Ende jedes
Abrollarms 19, 20 ist jeweils ein Lagergehäuse 21 befestigt, das innen einen Führungskopf
22 zum Einfahren in die Hülse einer Wickelrolle 2 und außen eine mit dem Führungskopf
verbundene Bremse 23 trägt. Die Tragarme 19, 20 sind am Abrollbalken 7 über Rollen
quer verschiebbar gelagert, damit die Führungsköpfe 22 in die Hülse einer Wickelrolle
2 ein- und ausgefahren werden können. Die Querverstellung der Tragarme 19, 20 erfolgt
mit einem Spindeltrieb, dessen Spindelmotor 24 an einer Seite des Abrollbalkens 7
an der Kopfplatte 16 befestigt ist. Die Spindel 25 verläuft parallel zur Unterseite
des Abrollbalkens 7 und dreht in Spindelmuttern, die in den Lagerungen der Abrollarme
19, 20 an dem Abrollbalken 7 eingepaßt sind. Ebenso wie die Spindel 18 weist die Spindel
25 an einer Maschinenseite ein Linksgewinde, an der anderen Maschinenseite ein Rechtsgewinde
auf, so daß sich bei einer Drehung mittels des Spindelmotors 24 die beiden Tragarme
19, 20 synchron aufeinander zu und voneinander weg bewegen.
[0016] Zusätzlich ist die Spindel 25 in der Maschinenmitte in einem am Abrollbalken 7 befestigten
Lager 26 begrenzt axial verschiebbar gelagert, damit eine Wickelrolle 2 relativ zur
nachfolgenden Verarbeitungsmaschine in axialer Richtung positioniert werden kann.
Bei der axialen Positionierung werden die beiden Tragarme 19, 20 äquidistant mittels
eines zusätzlichen Motors 27 querverschoben, der an der dem Spindelmotor 24 abgewandten
Seite an der dortigen Kopfplatte 16 befestigt ist. Für die axiale Positionierung ist
die Spindelmutter 28 an dieser Seite in der Kopfplatte 16 drehbar gelagert und kann
von dem Motor 27 gedreht werden. Eine Drehung der Spindelmutter 28 führt so zu einer
axialen Verschiebung der gesamten Spindel 25 mit den Tragarmen 19, 20. Damit sich
die Spindel 25 nicht bei einer Verstellung der Tragarme 19, 20 aufeinander zu oder
voneinander weg mittels des Spindelmotors 24 aus der Spindelmutter 28 herausschraubt,
ist es erforderlich, bei dieser Bewegung die Spindelmutter 28 mit dem Motor 27 synchron
zu drehen.
[0017] Der Abrollbalken 7 mit allen daran befestigten Teilen (Abrollarme 19, 20, Führungsköpfe
22, Bremsen 23, Motoren 24, 27 etc.) ist -wie in Figur 2 links dargestellt- um die
Drehachse der Seilrollen 14, 15 schwenkbar, damit durch ein Verschwenken der Tragarme
19, 20 mit den daran befestigten Teilen ein seitlicher Freiraum geschaffen wird, durch
den eine neue Wickelrolle 2 in axialer Richtung von außen in den Bereich zwischen
den Tragarmen 19, 20 gefördert werden kann. Damit sich die Tragarme 19, 20 selbsttätig
in eine vertikale Position bewegen, liegt der Schwerpunkt des schwenkbaren Abrollbalkens
7 mit den daran befestigten Teilen unterhalb der Drehachse der Seilrollen 14, 15.
Die Schwenkbewegung des Abrollbalkens 7 erfolgt selbsttätig beim Anheben, sofern sich
der vordere (in Figur 1 rechte) Abrollarm 20 in einer bestimmten Querposition außerhalb
des Bereichs der maximalen Arbeitsbreite befindet. In diesem Bereich ist eine Anschlagplatte
29 im Bereich der Längsträger 4 unterhalb der Querträger 5, 6 angeordnet, gegen die
ein Führungsarm 30 beim Hochfahren stößt, der nach oben abgewinkelt an dem Tragarm
20 befestigt ist. Der Führungsarm 30 trägt an seinem Ende eine Rolle 31, die auf der
Anschlagplatte 29 abrollt. In Querrichtung etwas gegenüber dem Arm 30 versetzt ist
an dem Abrollbalken 7 ein Anschlagprofil 32 befestigt, das in etwa parallel zu der
Anschlagplatte 29 verläuft und zu beiden Seiten des Seils 8 Anschläge 33, 34 aufweist,
mit denen der Abrollbalken 7 in der Abwickelposition an den Querträgern 5, 6 fixiert
werden kann. Beim Hochbewegen des Tragarms 20 innerhalb der Arbeitsbreite -also außerhalb
des Bereichs, in dem sich der Arm 30 gegen die Anschlagplatte 29 bewegt- ziehen die
Seile 8 die Anschläge 33, 34 gegen die Querträger 5, 6 und das Anschlagprofil 32 gegen
die Anschlagplatte 29 und halten die Tragarme 19, 20 kippsicher in der Abwickelposition.
[0018] Der in Figur 2 rechte Anschlag 34 des Anschlagprofils 32 ist als Rolle ausgebildet.
Er dient zusätzlich dazu, beim Verschwenken des Tragarme 19, 20 an der Führungsplatte
29 abzurollen und so die Schwenkbewegung weiterzuführen, wenn die Rolle 31 des Arms
30 die Führungsplatte 29 verlassen hat.
[0019] Zum Beschicken der Abrollvorrichtung mit einer neuen Wickelrolle 2 werden zunächst
die beiden Tragarme 19, 20 in abgesenkter Position soweit nach außen bewegt bis sich
der Führungsarm 30 im Bereich der Anschlagplatte 29 befindet. Anschließend wird der
Abrollbalken 7 -wie in Figur 3 links dargestellt- angehoben bis der Führungsarm 30
sich gegen die Anschlagplatte 29 bewegt und so eine Schwenkbewegung bewirkt. Es entsteht
ein seitlicher Freiraum, durch den eine neue Wickelrolle 2 in die Vorrichtung gefördert
wird. Nach dem Zuführen der Wickelrolle 2 wird der Abrollbalken 7 mit den Tragarmen
19, 20 zunächst abgesenkt, und danach die Tragarme 19, 20 soweit zusammengefahren,
bis die Rolle 31 die Führungsplatte 29 verläßt, wobei sich die Tragarme 19, 20 aufgrund
ihres Eigengewichts vertikal ausrichten. Anschließend werden die Führungsköpfe 22
axial mit der Hülse der Wickelrolle 2 fluchtend vertikal positioniert. Bei Wickelrollen
mit maximalem Durchmesser (Figur 2 links) befindet sich die Rolle 31 des Führungsarms
30 soeben unterhalb der Anschlagplatte 29, bei Wickelrollen mit minimalem Durchmesser
(Figur 2 rechts) befindet sich die Bremse 23 unmittelbar oberhalb des Bodens.
[0020] Durch Bewegung der Tragarme 19, 20 aufeinander zu werden die Führungsköpfe 22 in
die Wickelhülsen bewegt. Anschließend wird die Wickelrolle 2 von den Führungsköpfen
22 angehoben, indem der Hubmotor 17 die Seile 8 mit dem daran hängenden Abrollbalken
7 nach oben bewegt. Bei dieser vertikalen Bewegung in die Abwickelposition befindet
sich der Führungsarm 30 außerhalb des Bereichs der Anschlagplatte 29, so daß er sich
an dieser vertikal vorbeibewegen kann, ohne eine Schwenkbewegung auszulösen (Figur
1, Figur 3 rechts). In der Abwickelposition ziehen die Seile 8 den Abrollbalken 7
mit seinen Anschlägen 33, 34 fest gegen die Unterseite der Querträger 5, 6 und fixieren
ihn mittels des Anschlagprofils 32, so daß ein Kippen des Abrollbalkens 7 unter den
Bahnzug der abgezogenen Papier- oder Kartonbahn 1 ausgeschlossen ist.
1. Abrollvorrichtung für Wickelrollen (2) mit einem aus Längsträgern (4) und Querträgern
(5, 6) bestehenden Gestell und mit einem im Gestell gelagerten Abrollbalken (7), der
sich quer über die Arbeitsbreite erstreckt und an dem zwei Tragbalken (19, 20) querverschiebbar
gelagert sind, die an ihrem freien Ende jeweils einen Führungskopf (22) zum Einfahren
in die Hülse einer Wickelrolle (2) tragen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abrollbalken (7) im Gestell an Zugmitteln, insbesondere Seilen (8), mittels eines
Hubantriebs (17) heb- und senkbar aufgehängt ist und daß die Tragarme (19,20) mit
den Führungs Köpfen (22) in Bahnlaufrichtung frei pendelnd bewegbar sind.
2. Abrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abrollbalken (7) an jeder Maschinenseite an einem Seil (8), einem Riemen oder
einer Kette aufgehängt ist, die mit einem gemeinsamen Hubantrieb (17) verbunden sind.
3. Abrollvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (19, 20) mittels eines am Abrollbalken (7) befestigten Verstellantriebs
(24) aufeinander zu- und voneinander wegbewegbar am Abrollbalken (7) gelagert sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (19, 20) zusätzlich mittels eines Positionierantriebs (27) äquidistant
begrenzt querverschiebbar gelagert sind.
5. Abrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abrollbalken (7) mit den daran befestigten Tragarmen (19, 20) im Gestell schwenkbar
aufgehängt ist.
6. Abrollvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Kopfseite des Abrollbalkens (7) eine Rolle (14, 15) befestigt ist, die jeweils
in eine Schlaufe des Zugmittels (8) eingehängt ist, wobei der Abrollbalken (7) mit
den daran befestigten Teilen um die Drehachse der Rollen (14, 15) schwenkbar und so
gestaltet ist, daß sich sein Schwerpunkt unterhalb der Drehachse der Rollen (14, 15)
befindet.
7. Abrollvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Arbeitsbreite unterhalb eines Querträgers (5, 6) ein Anschlag (29)
angeordnet ist, der im Zusammenwirken mit Führungselementen (30, 31, 34) am Abrollbalken
(7) beim Hochbewegen des Abrollbalkens (7) eine Schwenkbewegung auslöst.
8. Abrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abrollbalken (7) an seiner Oberseite einen Anschlag (33, 34) aufweist, der von
unten gegen einen Querträger (5, 6) bewegbar ist, um eine Fixierung des Abrollbalkens
(7) in der Abwickelposition zu erreichen.
1. Unwinding apparatus for wound rolls (2), having a framework comprising longitudinal
load-bearing members (4) and transverse load-bearing members (5, 6), and having an
unwinding bar (7) which is mounted in the framework, which extends transversely over
the operating width and on which there are mounted in a transversely disposable manner
two load-bearing bars (19, 20) which, at their free end, each bear a guide head (22)
for movement into the core of a wound roll (2), characterized in that the unwinding bar (7) is suspended, in the framework, on drawing means, in particular
cables (8), such that it can be raised and lowered by means of a lifting drive (17),
and in that the load-bearing arms (19, 20), with the guide heads (22), can be moved in a freely
oscillating manner in the web-running direction.
2. Unwinding apparatus according to Claim 1,
characterized in that the unwinding bar (7) is suspended, on each machine side, on a cable (8), a belt
or a chain, which are connected to a common lifting drive (17).
3. Unwinding apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the load-bearing arms (19, 20) are mounted on the unwinding bar (7) such that they
can be moved towards one another and away from one another by means of an adjustment
drive (24) fastened on the unwinding bar (7).
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that the load-bearing arms (19, 20) are mounted such that they can be displaced transversely
to a limited extent equidistantly, in addition, by means of a positioning drive (27).
5. Unwinding apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the unwinding bar (7), with the load-bearing arms (19, 20) fastened thereon, is suspended
pivotably in the framework.
6. Unwinding apparatus according to Claim 5,
characterized in that fastened on each head side of the unwinding bar (7) is a roller (14, 15) which is
fitted in each case into a loop of the drawing means (8), the unwinding bar (7), with
the parts fastened thereon, being pivotable about the axis of rotation of the rollers
(14, 15) and being configured such that its centre of gravity is located beneath the
axis of rotation of the rollers (14, 15).
7. Unwinding apparatus according to Claim 5 or 6, characterized in that arranged outside the operating width, beneath a transverse load-bearing member (5,
6), is a stop (29) which, interacting with guide elements (30, 31, 34) on the unwinding
bar (7), initiates a pivoting movement as the unwinding bar (7) is moved upwards.
8. Unwinding apparatus according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the unwinding bar (7) has, on its top side, a stop (33, 34) which can be moved against
a transverse load-bearing member (5, 6) from beneath in order to fix the unwinding
bar (7) in the unwinding position.
1. Dispositif de déroulage pour rouleaux de bobinage (2) comprenant un bâti se composant
de supports longitudinaux (4) et de supports transversaux (5, 6) et d'une poutre de
déroulage (7) montée dans le bâti, qui s'étend transversalement à la largeur de travail
et sur laquelle sont montées deux poutres de support (19, 20) déplaçables transversalement,
lequelles portent à leur extrémité libre, dans chaque cas, une tête de guidage (22)
pour l'insertion dans le mandrin d'un rouleau de bobinage (2),
caractérisé en ce que la poutre de déroulage (7) est suspendue dans le bâti sur des moyens de traction,
en particulier des câbles (8), au moyen d'un entraînement de levage (17) de manière
levable et abaissable, et en ce que les bras de support (19, 20) sont déplaçables de manière librement oscillante avec
les têtes de guidage (22) dans la direction d'avance de la bande.
2. Dispositif de déroulage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la poutre de déroulage (7) est suspendue de chaque côté de la machine sur un câble
(8), une courroie ou une chaîne, lesquels sont connectés à un entraînement de levage
commun (17).
3. Dispositif de déroulage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les bras de support (19, 20) sont montés au moyen d'un entraînement de déplacement
(24) fixé sur la poutre de déroulage (7) de manière déplaçable l'un vers l'autre et
l'un de l'autre sur la poutre de déroulage (7).
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les bras de support (19, 20) sont montés en outre de manière déplaçable transversalement,
limitée et équidistante, au moyen d'un entraînement de positionnement (27).
5. Dispositif de déroulage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la poutre de déroulage (7) est suspendue de manière pivotable dans le bâti avec les
bras de support (19, 20) fixés sur celle-ci.
6. Dispositif de déroulage selon la revendication 5, caractérisé en ce que sur chaque côté de tête de la poutre de déroulage (7), un rouleau (14, 15) est fixé,
lequel est suspendu respectivement dans une boucle du moyen de traction (8), la poutre
de déroulage (7) étant configurée avec les pièces qui lui sont fixées de manière pivotable
autour de l'axe de rotation des rouleaux (14, 15) et de telle sorte que son centre
de gravité se trouve en dessous de l'axe de rotation des rouleaux (14, 15).
7. Dispositif de déroulage selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'une butée (29) est disposée en dehors de la largeur de travail en dessous d'un support
transversal (5, 6), cette butée déclenchant un mouvement de pivotement en coopération
avec les éléments de guidage (30, 31, 34) sur la poutre de déroulage (7) lors du mouvement
de levage de la poutre de déroulage (7).
8. Dispositif de déroulage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la poutre de déroulage (7) présente sur sa partie supérieure une butée (33, 34) qui
est déplaçable depuis le dessous contre un support transversal (5, 6), afin d'obtenir
une fixation de la poutre de déroulage (7) dans la position de déroulage.