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EP 0 909 660 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.03.2003 Patentblatt 2003/13 |
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Anmeldetag: 18.10.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B42F 5/00 |
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Albumblatt
Album sheet
Feuille d'album
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
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Patentinhaber: Ochsner + Co., Inh. G. Ochsner |
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8716 Schmerikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Ochsner, Gusti
8716 Schmerikon (CH)
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Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG |
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Patentanwälte
Postfach 8032 Zürich 8032 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 720 680
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GB-A- 1 523 257
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Albumblatt nach dem Oberbegriff von Anspruch
1 sowie ein aus derartigen Albumblättern zusammengestelltes Album.
[0002] Um Papierfotos repräsentativ aufzubewahren werden herkömmlicherweise beispielsweise
Photoalben verwendet. Diese Alben sind in der Regel aus in Buchform gebundenen Albumblättern
aufgebaut, welche aus Papier oder Karton bestehen, und jeweils beispielsweise durch
durchscheinende dünne Trennblätter voneinander getrennt sind. Auf diese Albumblätter
können nun die einzelnen Photos beispielsweise aufgeklebt werden. Hierfür wird ein
Leim oder spezielle, kleine Befestigungslaschen verwendet, welche selbstklebend auf
die Albumseite angebracht werden können und in welche die Ecken der Photos eingesteckt
werden können. Bekannt sind auch doppelseitig klebende Befestigungsstreifen, welche
zwischen der Albumseite und den Photos klebend angeordnet werden können. Der Nachteil
bei diesen Lösungen besteht darin, dass einerseits Zusatzmittel für die Befestigung
der Photos benötigt werden und andererseits eine exakte parallele Ausrichtung der
Kanten der Photos bezüglich der Albumseiten mangels einer entsprechenden Ausrichthilfe
praktisch nicht möglich ist oder nur durch Aufwand von zusätzlichen Hilfsmitteln möglich
ist.
[0003] Ferner sind Photoalben bekannt, bei welchen die Trennfolien nicht als eigene Blätter
zwischen den eigentlichen Albumblättern ausgebildet sind, sondern als durchsichtige
Folien jeweils mit dem Albumblatt derart verbunden sind, dass einseitig zugänglichen
Taschen gebildet werden, in welche die Photos eingeschoben werden können. Vorteilhafterweise
werden dabei keine zusätzlichen Befestigungsmittel benötigt, allerdings stellt die
Herstellung solcher Albumseiten hohe Anforderungen an die Präzision, insbesondere
der Verbindung zwischen den Albumblättern und der Folie, was zu hohen Herstellungskosten
führt, und das Einführen der Photos ist teilweise schwierig, wenn die Tasche von der
Grösse sehr knapp bemessen ist.
[0004] Aus der US 1 523 257 ist nun ein Albumblatt bekannt, bei welchem die Fotos in einzelne
Rahmen eingesteckt werden können, und die Rahmen anschliessend mittels eines Haftklebemittels
mit dem Albumblatt lösbar verbunden werden. Das Haftklebemittel kann dabei entweder
auf dem Albumblatt oder der Rückseite des Rahmens angebracht sein. Diese Lösung hat
den Vorteil, dass die einzelnen Fotos praktisch beliebig auf der Albumseite angeordnet
werden können, weist aber den Nachteil auf, dass entweder eine Vielzahl von Rahmen
verschiedener Grösse vorhanden sein müssen, oder nur Fotos von bestimmter Grösse verwendet
werden können. Überdies wird ein aus solchen Albumblättern aufgebautes Album durch
die zusätzlichen Dicken der Rahmen, welche aus verhältnismässig dickem Karton bestehen,
im Vergleich zu einem herkömmlichen Album sehr schnell sehr dick. D.h. es können bei
gleichem Platzbedarf entweder nur eine geringere Anzahl von Fotos aufgenommen werden,
oder es muss ein grösserer Platz und auch Materialbedarf in Kauf genommen werden.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand nun darin, ein Albumblatt der vorgenannten
Art zu finden, auf welches auf einfache Art Photos aufgebracht werden können, ohne
dabei zusätzlichen Mittel einzusetzen, welche die Abmessungen des Albumblattes beeinträchtigen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Die
Photos lassen sich einfach direkt auf die begrenzten Klebebereiche aufbringen, nachdem
jeweils die einfach lösbare Trennfolie abgelöst worden ist. Vorteilhafterweise werden
dadurch zusätzliche Befestigungsmittel für die Photos vermieden. Das Aufbringen derartiger
Klebebereiche kann auf einfache Weise maschinell erfolgen; die entsprechenden Maschinen
können einfach aufgebaut sein, da keine hohen Anforderungen an die Genauigkeit der
Klebestellenpositionierung gestellt werden.
[0007] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen 2 bis 6.
[0008] Vorzugsweise wird nach Anspruch 7 ein erfindungsgemässe Albumblätter aufweisendes
Album beansprucht. Zwischen den einzelnen Albumblättern werden vorteilhafterweise
wie herkömmlich bekannt leichte Trennblätter angeordnet.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachstehend anhand von Figuren
der beiliegenden Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 die Ansicht eines erfindungsgemässen Albumblattes; und
Fig. 2 eine Variante des Albumblattes nach Figur 1.
[0010] Figur 1 zeigt die Ansicht auf eine Seite eines erfindungsgemäss ausgestalteten Albumblattes
1. Auf der Albumseite sind beispielsweise zwei begrenzte flächige, rechteckige Bereiche
mit einer Klebstoffschicht 2 bedeckt angeordnet. Als Klebstoff werden vorteilhafterweise
z.B. Kontaktkleber eingesetzt oder Haftkleber, welche ein mehrmaliges Trennen und
Haften des zu verbindenden Gegenstandes erlauben. Diese Klebstoffschichten 2 sind
jeweils mit einer Trennfolie 3 abgedeckt. Die Trennfolie 2 weist vorzugsweise silikonhaltiges
Material auf, und lässt sich daher einfach von der Klebstoffschicht 2 vollständig
ablösen. Vorteilhafterweise ist die Trennfolie 2 grösser ausgebildet als die Klebstoffsicht
2, so dass die Randbereiche der Trennfolie 3 nicht an der Klebstoffschicht 2 haften.
Dadurch wird ein Ablösen der Trennfolie 3 wesentlich erleichtert, da sich die Ränder
leicht aufbiegen lassen, resp. leicht unter diese Ränder beispielsweise mit den Fingern
gefasst werden kann. Nach dem Ablösen der Trennfolie 2 kann auf die Klebstoffschicht
2 einfach direkt ein flächiges Bild, beispielsweise ein Photo, aufgebracht werden,
welches dann auf der Klebstoffschicht 2 haften bleibt. Vorteilhafterweise werden hierfür
keine zusätzlichen Klebe- oder Befestigungsmittel benötigt, wie diese bei herkömmlichen
Albumseiten aus einfachem Papier resp. Karton der Fall ist. Auch entfällt das teilweise
mühsame resp. schwierige Einfügen solcher Bilder in durch Klarsichtfolien gebildete
Taschen von anderen, bekannten Albumblättern.
[0011] Selbstverständlich können die Klebstoffschichten 2 mit den Trennfolien 3 vorteilhafterweise
auf beiden Seiten des Albumblattes 1 angeordnet sein. Derartige Albumblätter 1 können
entweder auf herkömmliche Art zu einem Albumband gebunden sein, oder als einzelne
Albumblätter 1 mit einem Löcher 5 aufweisenden Randbereich 4 ausgebildet sein. Der
Randbereich 4 ist dabei vorteilhafterweise über einen Biegefalz mit dem Albumblatt
1 verbunden. Derartige Albumblätter können beispielsweise in einem mit entsprechenden
Aufnahmemitteln ausgebildeten Ordner abgelegt resp. aufgenommen werden.
[0012] Vorzugsweise sind die Klebeflächen 2 nicht als vollständig mit Klebstoff bedeckte
Reckteckflächen ausgebildet, sondern können auch linien-, wellen- 6 oder punktförmig
7 ausgestaltet sein, wie aus Figur 2 hervorgeht. Derartige Klebemuster können einfach
mittels einer Austrittsdüsen für den Klebstoff aufweisenden Einrichtung auf das Albumblatt
1 aufgebracht werden. Ebenfalls kann die Anordnung der Klebeflächen 2 entsprechend
dem Verwendungszweck auf der Albumseite angepasst sein, d.h. zwei, drei oder mehrere
Bereiche mit entsprechender Ausdehnung umfassen.
[0013] Vorteilhafterweise sind auf den Seiten der Albumblätter 1 neben den Klebeflächen
2 noch Hilfslinien resp. Hilfsmarkierungen angeordnet, welche eine parallele Ausrichtung
der Bilder zu den Seitenrändern der Albumblätter erleichtern. Hierfür werden die Hilfslinien
resp. Hilfsmarkierungen parallel zu diesen Seitenrändern ausgerichtet angeordnet.
1. Albumblatt (1) zur Aufnahme von flächigen Bildern, wie Photos oder Karten, wobei wenigstens
auf einer Seite wenigstens ein Bereich des Albumblattes (1) mit einem Haftklebemittel
(2) versehen ist, welcher darüber durch eine vom Haftklebemittel (2) lösbaren Trennfolie
(3) bedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Albumseite innerhalb des Seitenbereiches mit Abstand von den Seitenkanten
jeweils mindestens zwei, vorzugsweise drei oder vier, begrenzte Bereiche mit Haftklebemitteln
(2) vorhanden sind und jeweils mit nur die begrenzten Bereiche mit Haftklebemitteln
(2) überdeckende Trennfolien (3) aus silikonhaltigem Material aufweisen.
2. Albumblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seiten des Albumblattes (1) mit Bereichen mit Haftklebemitteln (2) versehen
sind.
3. Albumblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche mit Haftklebemitteln (2) im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet
sind.
4. Albumblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftklebemittel (2) jeweils punktförmig (6) im Bereich auf dem Albumblatt angeordnet
ist.
5. Albumblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftklebemittel (2) jeweils streifenförmig, mit geraden oder gewellten (6) Streifen,
im Bereich auf dem Albumblatt angeordnet ist.
6. Albumblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenkante des Albumblattes (1), vorzugsweise an einer Längskante, ein
entlang der Seitenkante schwenk- resp. biegbarer Streifen (4) mit vorzugsweise kreisförmigen
Ausnehmungen (5) ausgebildet ist.
7. Album mit einer Anzahl von Albumblättern nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
1. Album leaf (1) to hold planar pictures such as photos or cards, where on at least
one side at least one area of the album leaf (1) is fitted with an adhesive (2) which
is covered with a separating film (3) releasable from the adhesive (2), characterised in that on each album page within the page area at a distance from the page edges are provided
at least two, preferably three or four, restricted areas with adhesive (2) which each
have separating films (3) of silicon-containing material covering only the restricted
areas with adhesive (2).
2. Album leaf according to claim 1, characterised in that both sides of the album leaf(1) have areas with adhesive (2).
3. Album leaf according to any of claims 1 to 2, characterised in that the areas with adhesive (2) are formed essentially rectangular.
4. Album leaf according to any of claims 1 to 3, characterised in that the adhesive (2) is arranged in dots (6) in the area on the album leaf.
5. Album leaf according to any of claims 1 to 4, characterised in that the adhesive (2) is arranged in strips, as straight or wavy strips (6), in the area
on the album leaf.
6. Album leaf according to any of claims 1 to 5, characterised in that on one side edge of the album leaf (1), preferably on a long edge, is formed a strip
(4) which can be pivoted or bent along the side edge and has preferably circular cut-outs
(6).
7. Album with a number of album leaves according to any of claims 1 to 6.
1. Feuille d'album (1) destinée à recevoir des images planes telles que des photos ou
des cartes, étant précisé que sur au moins une face, au moins une zone de la feuille
d'album (1) est pourvue d'une masse autoadhésive (2) et est couverte par un film de
séparation (3) apte à être détaché de la masse autoadhésive (2), caractérisée en ce qu'il est prévu sur une face de l'album, à l'intérieur de la zone latérale et à une certaine
distance des bords latéraux, au moins deux et de préférence trois ou quatre zones
limitées pourvues de la masse autoadhésive (2), et des films de séparation (3) en
matière silicosée qui ne couvrent que les zones limitées respectives pourvues de masse
autoadhésive (2).
2. Feuille d'album selon la revendication 1, caractérisée en ce que les deux faces de la feuille d'album (1) sont pourvues de zones garnies de masse
autoadhésive (2).
3. Feuille d'album selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les zones garnies de masse autoadhésive (2) sont sensiblement rectangulaires.
4. Feuille d'album selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la masse autoadhésive (2) est disposée sous forme de points (6) dans ladite zone,
sur la feuille d'album.
5. Feuille d'album selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la masse autoadhésive (2) est disposée sous forme de bandes, droites ou ondulées
(6), dans ladite zone, sur la feuille d'album.
6. Feuille d'album selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'il est prévu sur un bord latéral de la feuille d'album (1), de préférence sur un côté
longitudinal, une bande (4) qui est apte à pivoter ou à être pliée le long du bord
latéral et qui porte des évidements (5) de préférence circulaires.
7. Feuille d'album avec un certain nombre de feuilles d'album selon l'une des revendications
1 à 6.
