| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 909 846 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.10.1998 |
|
|
| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Bereitstellen der Kettfadenenden eines Gewebebandes
Process and device for presenting the warp yarn ends of a woven band
Procédé et dispositif pour la présentation des bouts de fils de chaîne d'une bande
de tissu
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH DE ES FI FR GB IE IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
17.10.1997 AT 176397
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
| (73) |
Patentinhaber: WIS Engineering GmbH & Co.KG |
|
4850 Timelkam (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Preuner, Christian
4873 Frankenburg (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Hübscher, Gerhard, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte Hübscher & Hübscher
Postfach 380
Spittelwiese 7 4021 Linz 4021 Linz (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 440 595 DE-A- 19 505 280
|
EP-A- 0 610 881
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bereitstellen der Kettfadenenden
eines Gewebebandes, von dem die Schußfäden im Bereich der Kettfadenenden mit Ausnahme
eines mit Abstand vom verbleibenden Geweberand verlaufenden Schußfadenbündels abgezogen
werden, bevor die Kettfadenenden durch einen Fachwechsel eines mit Hilfe der Schußfäden
des verbliebenen Schußfadenbündels gebildeten Hilfsfaches nacheinander entsprechend
der Webordnung vereinzelt und auf der Seite des Geweberandes aus dem Hilfsfach herausgezogen
werden.
[0002] Um die beiden Enden einer Gewebebahn, beispielsweise zum Herstellen von Entwässerungs-
oder Trockensieben für die Papierindustrie, miteinander zu verbinden, werden die über
den Geweberand vorragenden Enden der in Längsrichtung des Gewebebandes verlaufenden
Kettfäden als Hilfsschußfäden von beiden Seiten in Hilfskettfäden eingewoben, die
in Richtung der Schußfäden des Gewebebandes zwischen den beiden zusammenzufügenden
Geweberändern vorgesehen sind. Das Einweben der Hilfsschußfäden erfolgt dabei über
eine Fachbildungseinrichtung für die Hilfskettfäden, die entsprechend der Webordnung
angesteuert wird. Damit die über den Geweberand vorstehenden Kettfadenenden von Greifern
erfaßt und durch das jeweils von den Hilfskettfäden gebildete Fach durchgezogen werden
können, müssen die Kettfadenenden entsprechend der Webordnung nacheinander vereinzelt
werden. Zu diesem Zweck ist es bekannt (US 5 212 858 A), die Kettfadenenden endseitig
in einem aus einem Bündel von Schußfäden gebildeten Magazinierbund zu halten, so daß
durch die Bildung eines Hilfsfaches mit diesen Schußfäden des Magazinierbundes die
einzelnen Ketffadenenden nacheinander entsprechend der Webordnung freigegeben und
von den noch im Magazinierbund gehaltenen Kettfadenenden getrennt werden können. Die
Trenneinrichtung besteht dabei aus einer Blasdüse, deren Blasluftstrom die jeweils
vereinzelten Kettfadenenden erfaßt und einem Übernahmegreifer zuführt, der das vereinzelte
Kettfadenende pneumatisch festhält und aus dem durch die Schußfäden des Magazinierbundes
gebildeten Hilfsfach auszieht, um das in dieser Art und Weise bereitgestellte Kettfadenende
an einen Durchziehgreifer zum Einweben in die Hilfskettfäden der zwischen den Geweberändern
zu bildenden Naht zu übergeben. Nachteilig bei dieser Bereitstellung der Kettfadenenden
für die zwischen den Geweberändern zu bildende Naht ist vor allem, daß der Magazinierbund
von Hand aus hergestellt werden muß, um wieder einen Gewebestreifen im Ausmaß von
zwei bis drei Rapporten zu erhalten, und zwar in einem von der Nahtbreite zwischen
den zu verbindenden Geweberändern abhängigen Abstand vom jeweiligen Geweberand.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs geschilderten
Art so auszugestalten, daß die aufwendige Handarbeit zur Herstellung des Magazinierbundes
entfallen kann.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß zunächst die von den Schußfäden
befreiten, zumindest angenähert parallel zueinander ausgerichteten Endabschnitte der
Kettfadenenden miteinander durch eine Klebenaht verbunden werden und daß dann die
nacheinander entsprechend der Webordnung vereinzelten Ketffadenenden mechanisch von
den durch die Schußfäden des Schußfadenbündels noch in der Webordnung gehaltenen Kettfadenenden
getrennt und in Abstand gehalten werden, bevor die jeweils vereinzelten Kettfadenenden
von der Klebenaht abgeschnitten und aus dem Hilfsfach gezogen werden.
[0005] Durch das Verbinden der Endabschnitte der Kettfadenenden durch eine Klebenaht können
zwar die Kettfadenenden nicht entsprechend einem Magazinierbund in der Webordnung
des Gewebebandes gehalten, aber zumindest soweit ausgerichtet werden, daß eine Vereinzelung
durch eine Fachbildung mit wenigen, lediglich für das Festhalten der Webordnung erforderlichen
Schußfäden möglich wird. Die zur Bildung eines Hilfsfaches vorgesehenen Schußfäden
haben daher bloß die Aufgabe, das beim Fachwechsel jeweils freigegebene Kettfadenende
vom in der Webordnung nachfolgenden Kettfadenende mechanisch zu trennen, ohne das
nachfolgende Kettfadenende mitzunehmen, was insbesondere im Bereich jenes Schußfadens
einfach möglich ist, der vor dem Fachwechsel zur Freigabe des zu vereinzelnden Kettfadenendes
dieses Kettfadenende in der Webordnung hält, weil nach dem Fachwechsel dieser Schußfaden
das nachfolgende Kettfadenende in der Webordnung festhält. Die Schußfäden im Bereich
der Kettfadenenden haben also die Aufgabe, die Webordnung zu sichern, nicht aber die
Kettfadenenden in einer bestimmten Ausrichtung zu halten, so daß mit diesen Schußfäden
kein Gewebestreifen gebildet werden muß. Es genügt vielmehr, diese wenigen Schußfäden
vom Geweberand abzuziehen und mit seitlichem Abstand voneinander und zum Geweberand
nebeneinanderzureihen, was keinen besonderen Arbeitsaufwand mit sich bringt, weil
eben kein Gewebe gebildet werden muß. Um die nacheinander vereinzelten Kettenfadenenden
aus dem durch das Schußfadenbündel gebildeten Hilfsfach austragen zu können, müssen
die jeweils vereinzelten Kettfadenenden von der Klebenaht abgeschnitten und aus dem
Hilfsfach gezogen werden. Da die vereinzelten Kettfadenenden von den noch in der Webordnung
gehaltenen Kettfadenenden nach der mechanischen Trennung in einem Abstand gehalten
werden, bietet das Abschneiden des jeweils vereinzelten Kettfadenendes keine Schwierigkeiten.
[0006] Um die im Bereich Ihrer Endabschnitte durch eine Klebenaht miteinander verbundenen
Kettfadenenden eines Gewebebandes einfach vereinzeln zu können, ist eine Vorrichtung
erforderlich, die aus einer Fachbildungseinrichtung für ein mit seitlichem Abstand
vom Geweberand verlaufendes, die Kettfadenenden in der Webordnung festhaltendes Schußfadenbündel,
aus einer Trenneinrichtung zum Vereinzelnen der entsprechend der Webordnung nacheinander
durch einen Fachwechsel der Fachbildungseinrichtung freigegebenen Kettfadenenden und
aus einem Übernahmegreifer für die mittels der Trenneinrichtung vereinzelten Kettfadenenden
besteht. Die Trenneinrichtung kann dabei vorteilhaft zwischen den Schußfäden angeordnete,
in Richtung der Schußfäden verstellbare Fadenmitnehmer sowie Trennkeile aufweisen,
die wie die Fadenmitnehmer einzeln ansteuerbar und zwischen die jeweils durch die
Fachbildungseinrichtung freigegebenen und die noch durch die Schußfäden in der Webordnung
gehaltenenen Kettfadenenden treibbar sind, wobei der Trenneinrichtung auf der Seite
der miteinander verbundenen Endabschnitte der Ketffadenenden eine Schneideinrichtung
für die vereinzelten Kettfadenenden zugeordnet ist.
[0007] Durch die in Richtung der Schußfäden verstellbaren Fadenmitnehmer kann das jeweils
durch das Hilfsfach freigegebene Kettfadenende von den noch in der Webordnung gehaltenen
Kettfadenenden getrennt werden, wobei es aufgrund der Einzelansteuerbarkeit sowohl
der Fadenmitnehmer als auch der Trennkeile möglich wird, zunächst das freigegebene
Kettfadenende im Bereich jenes Schußfadens, der beim vorhergehenden Fachwechsel das
zu vereinzelnde Ketffadenende freigegeben hat und zugleich das nachfolgende Kettfadenende
sperrt, von den noch in der Webordnung verbleibenden Kettfadenenden abzuziehen. Zugleich
wird das zumindest abschnittsweise von den in der Webordnung verbleibenden Kettfadenenden
getrennte Kettfadenende in diesem Bereich durch einen Trennkeil beabstandet gehalten,
der zwischen das vereinzelte Kettfadenende und den übrigen Kettfadenenden eintreibbar
ist. Der durch den einen Trennkeil bedingte Spalt zwischen dem vereinzelten Kettfadenende
und den übrigen Kettfadenenden erlaubt ein Eintreiben der den benachbarten Schußfäden
zugeordneten Trennkeile in diesen Spalt, der sich somit ausgehend von dem das jeweilige
Kettfadenende freigebenden Schußfaden allmählich gegen die beiden Seiten des Hilfsfaches
hin durch die nacheinander eingetriebenen Trennkeile erweitert, so daß das vereinzelte,
von den übrigen Kettfadenenden durch die Trennkeile im Abstand gehaltene Kettfadenende
auf der Seite der Klebenaht von dieser abgeschnitten und auf der anderen Seite des
Hilfsfaches mit Hilfe eines üblichen Greifers aus dem Hilfsfach gezogen und an eine
Webeinrichtung weitergegeben werden kann, die zur Herstellung einer Verbindungsnaht
zwischen den Geweberändern über die von beiden Seiten her in eine Hilfskette eingewebten,
als Hilfsschußfäden dienenden Kettfadenenden vorgesehen ist.
[0008] Die Fachbildungseinrichtung zum Herstellen des für die Kettfadenvereinzelung vorgesehenen
Hilfsfaches kann die Schußfäden in herkömmlicher Weise in Ösen aufnehmen. Besonders
einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich allerdings, wenn die Fachbildungseinrichtung
zueinander parallele Führungsrohre für die Schußfäden aufweist, so daß das vereinzelte
Kettfadenende unbehindert durch die Schußfäden zwischen den Führungsrohren von den
verbleibenden Kettfadenenden abgezogen werden kann, und zwar bei geringen Stellwegen
für die Führungsrohre.
[0009] Obwohl die Fadenmitnehmer für die zu vereinzelnden Kettfadenenden unterschiedlich
ausgebildet werden können, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse,
wenn die Fadenmitnehmer aus gegen die Kettfadenenden voragenden Bürstenborsten bestehen,
die an in Schußfadenlängsrichtung verstellbaren Trägern vorgesehen sind. Über diese
Bürstenborsten werden die nacheinander freigegebenen Kettfadenenden von den in der
Webordnung gehaltenen Kettfadenenden wegbewegt, wobei wegen des möglichen Einsatzes
der Bürsten lediglich im Bereich eines das in der Webordnung nachfolgende Kettfadenende
festhaltenden Schußfadens und der anschließenden Trennung des vereinzelten Kettfadens
durch die nacheinander in den sich aufweitenden Spalt eintreibbaren Trennkeile eine
unerwünschte Mitnahme eines noch in der Webordnung gehaltenen Kettfadenendes einfach
ausgeschlossen wird.
[0010] Um eine entsprechende räumliche Zuordnung der in der Webordnung gehaltenen Kettfadenenden
zu der Trenneinrichtung sicherzustellen, können für die noch in der Webordnung gehaltenen
Kettfadenenden quer zu den Kettfadenenden verlaufende Führungsbügel vorgesehen sein,
die die in der Webordnung gehaltenen Kettfadenenden unmittelbar vor der Trenneinrichtung
zwischen sich führen.
[0011] Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bereitstellen der Kettfadenenden eines Gewebebandes
in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 2
- diese Vorrichtung in einer zum Teil aufgerissenen Seitenansicht in einem größeren
Maßstab und
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
[0012] Um mit Hilfe der dargestellten Vorrichtung über den Geweberand 1 eines Gewebebandes
2 vorragende Enden 3 der in Längsrichtung des Gewebebandes 2 verlaufenden Kettfäden
nacheinander entsprechend der Webordnung vereinzeinen zu können, müssen zunächst die
Schußfäden im Bereich der Endabschnitte 4 der Kettfadenenden 3 abgezogen und die von
den Schußfäden befreiten Endabschnitte 4 miteinander durch eine Klebenaht 5 verbunden
werden, bevor die zwischen der Klebenaht 5 und dem Geweberand 1 verbliebenen Schußfäden
mit Ausnahme eines Schußfadenbündels 6 abgezogen werden. Mit Hilfe der über den Geweberand
1 vorragenden Kettfadenenden 3 kann dann nach einer Vereinzelung der Kettfadenenden
3 eine Verbindungsnaht zum Endlosmachen des Gewebebandes 2 hergestellt werden. Zu
diesem Zweck wird zwischen den einander gegenüberliegenden Geweberändern 1 eines Gewebebandes
2 eine Hilfskette 7 vorgesehen, in die die über den Geweberand 1 vorragenden Kettfadenenden
3 als Hilfsschußfäden eingewoben werden, und zwar in herkömmlicher Weise durch eine
Fachbildung der Hilfskette 7. Obwohl die Endabschnitte 4 der Kettfadenenden 3 vor
ihrer Verbindung durch die Klebenaht 5 ausreichend genau mittels einer Bürste oder
eines Kammes ausgerichtet werden müssen, um die Kettfadenenden 3 in einer vorgegebenen
Ausrichtung zu halten, reicht diese Bindung nicht aus, die einzelnen Ketffadenenden
3 nacheinander entsprechend der Webordnung freizugeben. Aus diesem Grunde ist ein
Schußfadenbündel 6 vorzubereiten, dessen Schußfäden 8 vom Geweberand 1 abgezogen und
in einem seitlichen Abstand voneinander und vom Geweberand 1 angeordnet werden. Die
Anzahl dieser Schußfäden 8 kann auf die zum Festhalten der Webordnung erforderliche
Anzahl beschränkt werden. Wie sich aus dem Schema der Fig. 1 ergibt, liegt im Ausführungsbeispiel
ein Siebenschaftgewebe vor, so daß sieben Schußfäden 8 zur Sicherung der Webordnung
ausreichen.
[0013] Die Schußfäden 8 des in der geschilderten Art vorbereiteten Gewebebandes 2 werden
in eine Fachbildungseinrichtung 9 eingezogen, die zur Fachbildung entsprechend auf-
und abbewegbare Führungsrohre 10 besitzt. Das durch die Fachbildungseinrichtung 9
bedingte Hilfsfach 11 erlaubt das entsprechend der Webordnung aufeinanderfolgende
Freigeben der Kettfadenenden 3. Das in der Fig. 2 dargestellte Hilfsfach 11 gibt das
gemäß der Webordnung vorderste Kettfadenende 3a frei, nicht aber das in der Webordnung
nachfolgende Kettfadenende 3b, so daß das vorderste Kettfadenende 3a von den durch
die Schußfäden 8 zurückgehaltenen Kettfadenenden 3 getrennt werden kann. Diese Trennung
erfolgt zunächst mit Hilfe eines Fadenmitnehmers 12 im Bereich jenes Schußfadens 8a,
der aufgrund der Webordnung das nachfolgende Kettfadenende 3b zwischen den benachbarten
Schußfäden 8b und 8c gegen eine Mitnahme festhält. Das Kettfadenende 3a kann daher
über den in Längsrichtung der Schußfäden 8 verstellbaren, dem Führungsrohr 10 für
den Schußfaden 8a zugehörigen Fadenmitnehmer 12 vom Kettfadenende 3b in Richtung des
Pfeiles 13 abgezogen werden, um diesen Trennvorgang durch einen ebenfalls dem Führungsrohr
10 für den Schußfaden 8a zugehörigen Trennkeil 14 fortzusetzen, der zwischen die Kettfadenenden
3a und 3b getrieben wird. Der durch das Eintreiben des Trennkeiles 14 bedingte Verlauf
des Kettfadenendes 3a ist in der Fig. 1 strichpunktiert angedeutet. Aus dieser Darstellung
ist zu entnehmen, daß mit Hilfe der den benachbarten Schußfäden 8b und 8c zugehörigen
Trennkeile 14b und 14c der Abstand des Kettfadenendes 3a vom in der Webordnung nachfolgenden
Kettfadenende 3b allmählich gegen die beiden Seiten des Hilfsfaches 11 hin vergrößert
wird, bis der beim Eingriff aller Trennkeile 14 vorgegebene Verlauf gemäß der strichlierten
Linie erreicht ist. In dieser Lage des Kettfadenendes 3a kann der Endabschnitt 4 des
Kettfadenendes 3a mit Hilfe einer Schneideinrichtung 15 im Bereich des äußersten Trennkeiles
14 abgeschnitten werden, um das Kettfadenende 3a auf der gegenüberliegenden Seite
des Hilfsfaches 11 mit einem bekannten Übernahmegreifer zu erfassen und aus dem Hilfsfach
11 zu ziehen. Nach der Übergabe des aus dem Hilfsfach 11 gezogenen Kettfadenendes
3a an einen Durchziehgreifer für das von der Hilfskette 7 gebildete Webfach kann das
Kettfadenende 3a zur Bildung der Verbindungsnaht in die Hilfskette 7 eingewoben werden.
[0014] Um für die lediglich schematisch angedeutete Verbindungsnaht 16 das in der Webordnung
nachfolgende Kettfadenende 3b als Hilfsschußfaden bereitstellen zu können, muß mit
Hilfe der Fachbildungseinrichtung 9 ein Fachwechsel im Bereich der Führungsrohre 10
für die Schußfäden 8a und 8d vorgenommen werden. Danach kann durch den dem Führungsrohr
10 für den Schußfaden 8d zugeordneten Fadenmitnehmer 12 das Kettfadenende 3b vom in
der Webordnung nachfolgenden Kettfadenende 3c abgetrennt und mit Hilfe der Trennkeile
14 in Abstand gebracht werden, um nach einem Abschneiden des Kettfadenendes 3b vom
durch die Klebenaht 5 gehaltenen Endabschnitt 4 wieder in die Hilfskette 7 einzuweben,
und zwar nach einem entsprechenden Fachwechsel. Der Fadenmitnehmer 12 im Bereich des
Schußfadens 8d kann - wie die übrigen Fadenmitnehmer 12 auch - vorteilhaft aus Bürstenborsten
17 bestehen, die auf einem in Längsrichtung der Schußfäden 8 verstellbaren Träger
18 angeordnet sind. Mit dem Fortschreiten der Verbindungsnaht 16 in Richtung des Pfeiles
19 ist selbstverständlich die Fadenbildungseinrichtung 9 mit der Trenneinrichtung
nachzuziehen.
[0015] Um eine zusätzliche Führung für die Kettfadenenden 3 insbesondere im Bereich eines
Übernahmegreifers sicherzustellen, können der Trenneinrichtung quer zu den Kettfadenenden
3 verlaufende Führungsbügel 20 zugeordnet werden, die die in der Webordnung gehaltenen
Kettfadenenden 3 auf der Seite des Geweberandes 1 zwischen sich aufnehmen.
1. Verfahren zum Bereitstellen der Kettfadenenden (3) eines Gewebebandes (2), von dem
die Schußfäden im Bereich der Kettfadenenden (3) mit Ausnahme eines mit Abstand vom
verbleibenden Geweberand (1) verlaufenden Schußfadenbündels (6) abgezogen werden,
bevor die Kettfadenenden (3) durch einen Fachwechsel eines mit Hilfe der Schußfäden
(8) des verbliebenen Schußfadenbündels (6) gebildeten Hilfsfaches (11) nacheinander
entsprechend der Webordnung vereinzelt und auf der Seite des Geweberandes (1) aus
dem Hilfsfach (11) herausgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die von den Schußfäden befreiten, zumindest angenähert parallel zueinander
ausgerichteten Endabschnitte (4) der Kettfadenenden (3) miteinander durch eine Klebenaht
(5) verbunden werden und daß dann die nacheinander entsprechend der Webordnung vereinzelten
Ketffadenenden (3) mechanisch von den durch die Schußfäden (8) des Schußfadenbündels
(6) noch in der Webordnung gehaltenen Kettfadenenden (3) getrennt und in Abstand gehalten
werden, bevor die jeweils vereinzelten Kettfadenenden (3) von der Klebenaht (5) abgeschnitten
und aus dem Hilfsfach (11) gezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfäden (8) des zur Bildung eines Hilfsfaches (11) benötigten Schußfadenbündels
(6) nach dem Entfernen der übrigen Schußfäden vom verbleibenden Geweberand (1) abgezogen
und mit seitlichem Abstand vom Geweberand (1) nebeneinandergereiht werden.
3. Vorrichtung zum Bereitstellen der von Schußfäden befreiten, im Bereich ihrer ausgerichteten
Endabschnitte (4) durch eine Klebenaht (5) miteinander verbundenen Kettfadenenden
(3) eines Gewebebandes (2), bestehend aus einer Fachbildungseinrichtung für ein mit
seitlichem Abstand vom Geweberand verlaufendes, die Kettfadenenden in der Webordnung
festhaltendes Schußfadenbündel, aus einer Trenneinrichtung zum Vereinzelnen der entsprechend
der Webordnung nacheinander durch einen Fachwechsel der Fachbildungseinrichtung freigegebenen
Kettfadenenden und aus einem Übernahmegreifer für die mittels der Trenneinrichtung
vereinzelten Kettfadenenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung zwischen den Schußfäden (8) angeordnete, in Richtung der Schußfäden
(8) verstellbare Fadenmitnehmer (12) sowie Trennkeile (14) aufweist, die wie die Fadenmitnehmer
(12) einzeln ansteuerbar und zwischen die jeweils durch die Fachbildungseinrichtung
(9) freigegebenen und die noch durch die Schußfäden (8) in der Webordnung gehaltenenen
Kettfadenenden (3) treibbar sind, und daß der Trenneinrichtung auf der Seite der miteinander
durch eine Klebenaht (5) verbundenen Endabschnitte (4) der Kettfadenenden (3) eine
Schneideinrichtung (15) für die vereinzelten Kettfadenenden (3) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fachbildungseinrichtung (9) zueinander parallele Führungsrohre (10) für die Schußfäden
(8) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenmitnehmer (12) aus gegen die Kettfadenenden (3) voragenden Bürstenborsten
(17) bestehen, die an in Schußfadenlängsrichtung verstellbaren Trägern (18) vorgesehen
sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Trenneinrichtung quer zu den Kettfadenenden (3) verlaufende Führungsbügel (20)
zugeordnet sind, die die in der Webordnung gehaltenen Kettfadenenden (3) auf der dem
Geweberand (1) zugehörigen Seite zwischen sich aufnehmen.
1. A method of preparing the warp thread ends (3) of a woven band (2) from which the
weft threads are drawn off in the region of the warp thread ends (3) with the exception
of a weft thread bunch (6) extending in spaced relationship from the remaining selvedge
(1), before the warp thread ends, (3) are successively separated according to the
weave by a change of shed of an auxiliary shed (11) formed by means of the weft threads
(8) of the remaining weft thread bunch (6) and are pulled out of the auxiliary shed
(11) on the side adjacent the selvedge (1), characterised in that the end portions (4) of the warp thread ends (3) which are freed from the weft threads
and which are aligned at least approximately in parallel relationship to one another
are first interconnected by an adhesive seam (5) and in that the warp thread ends (3) successively separated in accordance with the weave are
then mechanically separated from the warp thread ends (3) still held in the weave
by the weft threads (8) of the weft thread bunch (6) and are kept in spaced relationship
before the respectively separated warp thread ends (3) are cut off from the adhesive
seam (5) and pulled out of the auxiliary shed (11).
2. A method according to claim 1, characterised in that the weft threads (8) of the weft thread bunch (6) required to form an auxiliary shed
(11) are pulled off after removal of the other weft threads from the remaining selvedge
and are arranged side by side with lateral spacing from the selvedge (1).
3. Apparatus for preparing warp thread ends (3) of a woven band (2) freed of weft threads
and interconnected in the region of their aligned end portions (4), consisting of
a shedding motion for a weft thread bunch extending in laterally spaced relationship
from the selvedge and holding the warp thread ends in the weave, a separating device
for separating the warp thread ends successively freed in accordance with the weave
by a change of shed of the shedding motion, and a take-over gripper for the warp thread
ends separated by means of the separating device, characterised in that the separating device comprises thread drivers (12) which are disposed between the
weft threads (8) and which are adjustable in the direction of the weft threads (8),
and separating wedges (14) which like the thread drivers (12) are individually controllable
and between which are respectively drivable the warp thread ends (3) freed by the
shedding motion (9) and the warp thread ends still held in the weave by the weft threads
(8) and in that the separating device has associated therewith, on the side of the end portions (4)
of the warp thread ends (3) interconnected by an adhesive seam (5) a cutting device
(15) for the separated warp thread ends (3).
4. Apparatus according to claim 3, characterised in that the shedding motion (9) comprises parallel guide tubes (10) for the weft threads
(8).
5. Apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the thread drivers (12) consist of brush bristles (17) which project towards the
warp thread ends (3) and which are provided on carriers (18) adjustable in the longitudinal
direction of the weft threads.
6. Apparatus according to claims 3 to 5, characterised in that there are associated with the separating device guide stirrups (20) which extend
transversely to the warp thread ends (3) and which receive between them on the side
belonging to the selvedge (1) the warp thread ends (3) held in the weave.
1. Procédé pour la présentation des bouts de fils de chaîne (3) d'une bande de tissu
(2) dont les fils de trame sont extraits, dans la zone des bouts de fils de chaîne
(3), à l'exception d'un faisceau de fils de trame (6) s'étendant à distance du bord
de tissu (1) subsistant, avant que les extrémités de fils de chaîne (3) soient individualisées
les unes après les autres de manière correspondant à l'ordonnancement du tissage,
au moyen d'un changement de foule, d'une foule auxiliaire (11) formée à l'aide des
fils de trame (8) du faisceau de fils de trame (6) subsistant et soient extraites
de la foule auxiliaire (11), du côté du bord de tissu (1), caractérisé en ce que, d'abord, les tronçons d'extrémité (4), débarrassés des fils de trame, orientés au
moins à peu près parallèlement les uns aux autres, des bouts de fils de chaîne (3)
sont reliés ensemble à l'aide d'une couture par adhésif (5) et en ce que, ensuite, les bouts de fils de chaîne (3) ayant été individualisés les uns après
les autres, de manière correspondant à l'ordonnancement de tissage, sont encore séparés
mécaniquement des bouts de fils de chaîne (3), encore maintenus dans l'ordonnancement
de tissage par les fils de trame (8) du faisceau de fils de trame (6), et maintenus
à distance, avant que les bouts de fils de chaîne (3) individualisés les uns des autres
soient découpés de la couture adhésive (5) et extraits de la foule auxiliaire (11).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils de trame (8) du faisceau de fils de trame (6) nécessaires pour former une
foule auxiliaire (11) sont extraits, après enlèvement des autres fils de trame vis-à-vis
du bord de tissu (1) subsistant, et sont alignés en rangés les uns à côté des autres,
à distance latérale du bord de tissu (1).
3. Dispositif de présentation des bouts de fils de chaîne (3) d'une bande de tissu (2),
débarrassés des fils de trame et reliés ensemble dans la zone de leurs tronçons d'extrémité
(4) orientés, formé d'un dispositif de formation de foule pour un faisceau de fils
de trame s'étendant à distance latérale du bord de tissu, maintenant les bouts de
fils de chaîne fixés dans l'ordonnancement de tissage, d'un dispositif de séparation
pour individualiser les bouts de fils de chaîne libérés, les uns après les autres,
de manière correspondant à l'ordonnancement de tissage, par un changement de foule
du dispositif de formation de foule, et d'un preneur de transfert pour les bouts de
fils de chaîne individualisés au moyen du dispositif de séparation, caractérisé en ce que le dispositif de séparation présente des organes d'entraînement de fils (12), disposés
entre les fils de trame (8), réglables en direction des fils de trame (8), ainsi que
des coins séparateurs (14), susceptibles d'être commandés individuellement comme les
organes d'entraînement de fil (12) et entre chacun desquels peuvent être mus les bouts
de fils de chaîne (3) libérés par le dispositif de formation de foule (9) et encore
maintenus dans l'ordonnancement de tissage par les fils de trame (8), et en ce qu'au dispositif de séparation, sur le côté des tronçons d'extrémité (4) des bouts de
fils de chaîne (3), reliés ensemble par une couche d'adhésif (5), est associé un dispositif
de découpage (15) pour les bouts de fils de chaîne (3) ayant été individualisés.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de formation de foule (9) présente des tubes de guidage (10) parallèles
les uns aux autres, pour les fils de trame (8).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que les organes d'entraînement de fils (12) sont formés de poils de brosse (17), faisant
saillie vers les extrémités de fil de chaîne (3), prévus pour des supports (18) manoeuvrables
dans la direction longitudinale des fils de trame.
6. Dispositif selon les revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'au dispositif de séparation sont associés des étriers de guidage (20) s'étendant transversalement
par rapport aux bouts de fils de chaîne (3), étriers recevant entre eux, sur le côté
tourné vers la bande de tissu (1), les bouts de fils de chaîne (3) maintenus dans
l'ordonnancement de tissage.