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EP 0 909 848 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.02.2003 Patentblatt 2003/06 |
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Anmeldetag: 16.10.1998 |
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Spülfunktionen durchführendes Haushaltgerät mit Speicherbehälter
Household washing appliance with water tank
Machine à laver domestique avec réservoir d'eau
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
16.10.1997 DE 19745824
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
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Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81669 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Jungerberg, Harald, Dr.-Ing.
14197 Berlin (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 030 341 DE-A- 4 106 668 GB-A- 1 003 163
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EP-A- 0 326 502 FR-A- 2 001 796
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Spülfunktionen durchführendes Haushaltgerät, wie Waschoder
Geschirrspülmaschine, mit einem wenigstens teilweise unterhalb eines von dem Spülwasser
beaufschlagten Behälters im Gehäuse des Haushaltgerätes angeordneten Speicherbehälter
für Wasser, der durch mindestens eine mittels eines Ventiles auf- oder zusperrbare
Flüssigkeitsleitung mit dem Behälter verbunden ist.
[0002] Ein solches Haushaltgerät ist durch die DE 41 06 668 A1 in Form einer Waschmaschine
bekannt, deren Speicherbehälter teilweise unterhalb und teilweise neben der Waschtrommel
im Gehäuse angebracht ist. Dabei benutzt er nur den Raum, der durch die Dreikantsäule
in der unteren Raumecke verbleibt, ohne diesen Raum ökonomisch auszunutzen. Dadurch
kann er nur eine verhältnismäßig geringe Menge Lauge fassen. Als zusätzliches Teil
erfordert er außerdem einen zusätzlichen finanziellen Aufwand.
[0003] Ein ausreichendes Volumen bietet erst ein Zusatztank gemäß GB 1 003 163 B, zu dessen
Unterbringung das Gehäuse nach unten hin extra vergrößert wurde, damit der Zusatztank
unterhalb des Waschsystems mit Trommel, Laugenbehälter und Waschtrommel-Antriebsmotor
Platz hat. Die übrigen Nachteile besitzt auch dieser Zusatztank.
[0004] Durch die EP 0 030 341 A2 ist das bloße Vorhandensein eines Speicherbehälters für
Frischwasser gezeigt, das durch die warme Lauge im doppelwandigen Laugenbehälter vorgewärmt
worden war. Eine besondere räumliche Anordnung dieses Speicherbehälters ist hier nicht
vorgeschrieben; ein Gehäuse für die bekannte Trommelwaschmaschine ist außerdem noch
nicht einmal angedeutet. Folglich sind hieraus auch keine Maßnahmen zu entnehmen,
die eine besonders ökonomische Anbringung des Speicherbehälters versprechen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spülfunktionen durchführendes Haushaltgerät
so auszubilden, dass durch die Kombination eines solchen Haushaltgerätes mit einem
Speicherbehälter das Bauvolumen des Haushaltgerätes selbst nicht vergrößert wird und
der Speicherbehälter dennoch ein möglich großes Speichervolumen hat.
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, dass der Speicherbehälter
die Bodengruppe des Gehäuses bildet. Dadurch kann das übliche Bodenteil des Haushaltgerätes
entfallen. Dabei können am Speicherbehälter die notwendigen Befestigungselemente für
das Gehäuse des Haushaltgerätes vorgesehen sein. Im Bodenbereich von Haushaltgeräten
ist in der Regel noch Platz vorhanden, der nicht vollständig durch irgendwelche Funktionsteile
des Haushaltgerätes beansprucht ist. Somit kann der Speicherbehälter gegebenenfalls
unter entsprechender Konturanpassung als Bodenbereich des Haushaltgerätes angeordnet
werden, ohne dass eine Vergrößerung der Gehäuseabmessungen notwendig würde.
[0007] Dadurch, dass der Speicherbehälter in einem Teilbereich im wesentlichen waagerecht
verlaufend ausgebildet ist und in diesem Teilbereich eine Auffangmulde für Leckwasser
aufweist, kann an irgendwelchen Stellen des Haushaltgerätes austretendes Leckwasser
aufgefangen werden. Dabei ist es zweckmäßig, dass die Oberfläche des Speicherbehälters
in Teilen seines waagerecht verlaufenden Teilbereiches zur Auffangmulde hin geneigt
ausgebildet ist. Damit wird auftretendes Leckwasser schnell in die Auffangmulde geleitet.
Dort kann das Vorhandensein von Wasser durch ein Fühlerelement erfasst werden, das
daraufhin einen Sperrbefehl abgibt, durch den die weitere Wasserzufuhr zu dem Haushaltgerät
gesperrt wird.
[0008] Bei einem als Waschmaschine ausgebildeten Haushaltgerät besteht die Möglichkeit,
den Speicherbehälter so auszubilden, dass er sich zumindest auf einer Seite, der Kontur
des voll beladenen und beim Schleudern schwingenden Laugenbehälters einschließlich
aller nach unten ragender Anbauteile der Waschmaschine folgend, weiter nach oben in
das Gehäuse der Waschmaschine erstreckt. Hierdurch kann das Aufnahmevolumen des Speicherbehälteres
wesentlich vergrößert werden.
[0009] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert.
[0010] Es zeigen
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung eine aus einem Speicherbehälter und einem daran angebauten
Laugenbehälter bestehende Baugruppe für eine Waschmaschine und
- Fig. 2
- einen Speicherbehälter in perspektivischer Darstellung.
[0011] Bei der in Fig. 1 gezeigten Baugruppe ist das diese Baugruppe aufnehmende Gehäuse
einer Waschmaschine der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0012] Der Speicherbehälter 1 ist als Bodenteil in eine Waschmaschine einbaubar. Er ist
über elastische Abstützglieder 2 mit einem Laugenbehälter 3 verbunden. Am Laugenbehälter
3 befindet sich eine Antriebseinheit 4 für eine drehbar im Laugenbehälter angeordnete
Waschtrommel (in der Zeichnung nicht dargestellt).
[0013] Der Speicherbehälter 1 weist einen waagerecht verlaufenden Teilbereich 5 auf. In
diesen Teilbereich 5 ist eine Auffangmulde 6 eingeformt, in der sich auftretendes
Leckwasser sammeln kann. Im Teilbereich 5 ist die Oberfläche des Speicherbehälters
1 insgesamt zu der Auffangmulde 6 hin geneigt ausgebildet. Es besteht auch die Möglichkeit,
lediglich einzelne Rinnen 7 vorzusehen, die zur Auffangmulde 6 hin ein Gefälle aufweisen.
In der Auffangmulde 6 kann ein Fühlerelement eingesetzt sein, welches bei Vorhandensein
von Wasser einen Steuerbefehl abgibt, durch den dann die weitere Wasserzufuhr zu der
Waschmaschine gesperrt wird (Aquastop).
[0014] Auf der einen Seite ist der Speicherbehälter 1 im Anschluß an den waagerecht verlaufenden
Teilbereich 5 der Kontur des Laugenbehälters 3 folgend in seiner Höhe erweitert. Auf
diese Weise wird der infolge der Kontur des Laugenbehälters 3 mit all seinen nach
unten ragenden Anbauteilen (letztere sind nicht näher dargestellt) zwischen diesem
und dem Gehäuse der Waschmaschine bestehende tote Raum zu einer Vergrößerung des Aufnahmevolumens
des Speicherbehälter 1 genutzt.
[0015] Der Laugenbehälter 3 ist über eine Leitung 8 mit dem Speicherbehälter 1 verbunden.
Im Zuge der Leitung 8 ist eine Pumpe 9 angeordnet, die so ausgelegt ist, daß sie in
beiden Richtungen fördern kann. Im Leitungsabschnitt zwischen der Pumpe 9 und dem
Speicherbehälter 1 ist ein erstes Sperrventil 10 vorgesehen. Im Leitungsbereich zwischen
der Pumpe 9 und dem ersten Sperrventil 10 zweigt ein Abflußschlauch 11 ab. Der Abflußschlauch
11 ist mit einem zweiten Sperrventil 12 versehen.
[0016] Am Speicherbehälter 1 sind ferner noch Befestigungselemente 13 für das Verbinden
des Waschmaschinengehäuses mit dem Speicherbehälter 1 angeformt.
[0017] Gegen Ende eines an der Waschmaschine ablaufenden Waschprogrammes kann entweder Laugen-
oder Spülflotte in den Speicherbehälter 1 gepumpt werden, die dann bei einem folgenden
Waschvorgang wieder verwendet werden kann. Durch ein entsprechendes Programmwerk der
Waschmaschine wird die Pumpe 9 zu einem gegebenen Zeitpunkt eingeschaltet. Dabei wird
gleichzeitig das zweite Sperrventil 12 geschlossen und das erste Sperrventil 10 geöffnet.
Damit kann die Pumpe 9 die Laugen- oder Spülflotte in den Speicherbehälter 1 pumpen.
Im Speicherbehälter 1 kann ein Niveauwächter installiert sein, der bei entsprechendem
Flüssigkeitsstand im Speicherbehälter 1 ein Steuersignal abgibt, durch das entweder
die Pumpe 9 abgeschaltet oder, wenn im Laugenbehälter 3 noch Laugen- oder Spülflotte
vorhanden ist, das erste Sperrventil 10 geschlossen und das zweite Sperrventil 12
geöffnet wird, so daß der noch vorhandene Flottenrest über den Abflußschlauch 11 abgepumpt
werden kann.
[0018] Die im Speicherbehälter 1 gespeicherte Laugen- oder Spülflotte kann bei einem folgenden
Waschvorgang wieder verwendet werden. Dabei kann diese Flotte mittels der in ihrer
Förderrichtung umschaltbaren Pumpe 9 wieder aus dem Speicherbehälter 1 heraus in den
Laugenbehälter 3 gefördert werden. Zweckmäßigerweise taucht das Ende der Leitung 8
möglichst tief in den Innenraum des Speicherbehälters 1 ein.
[0019] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde die Kombination eines Speicherbehälters
mit einer Waschmaschine beschrieben. Der Einsatz eines derartigen Speicherbehälters
ist auch bei einer Geschirrspülmaschine möglich. Dort kann das beim Nachspülen des
Geschirrs anfallende Wasser ebenfalls gespeichert und bei einem folgenden Spülgang
zum Vorspülen des Geschirrs verwendet werden. Damit läßt sich die notwendige Wassermenge
erheblich vermindern.
1. Spülfunktionen durchführendes Haushaltgerät, wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine,
mit einem wenigstens teilweise unterhalb eines von dem Spülwasser beaufschlagten Behälters
(3) im Gehäuse des Haushaltgerätes angeordneten Speicherbehälter (1) für Wasser, der
durch mindestens eine mittels eines Ventiles (10 bzw. 12) auf- oder zusperrbare Flüssigkeitsleitung
(8) mit dem Behälter (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherbehälter (1) die Bodengruppe des Gehäuses bildet.
2. Haushaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Speicherbehälter (1) Befestigungselemente (13) für Gehäusewände des Haushaltgerätes
vorgesehen sind.
3. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherbehälter (1) in einem Teilbereich (5) im wesentlichen waagerecht verlaufend
ausgebildet ist und in diesem Teilbereich (5) eine Auffangmulde (6) für Leckwasser
aufweist.
4. Haushaltgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem waagerecht verlaufenden Teilbereich (5) Teile der Öberfläche des Speicherbehälters
(1) zur Auffangmulde (6) hin geneigt ausgebildet sind.
5. Haushaltgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangmulde (6) ein das Vorhandensein von Wasser erfassendes Fühlerelement zugeordnet
ist.
6. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltgerät eine Waschmaschine ist und dass sich der Speicherbehälter (1) zumindest
auf einer Seite, der Kontur des voll beladenen und beim Schleudern schwingenden Laugenbehälters
(3) der Waschmaschine folgend, weiter nach oben in das Gehäuse der Waschmaschine erstreckt.
1. Domestic appliance carrying out washing functions, such as a washing machine or a
dishwasher, with a storage container (1) for water, the container being arranged at
least partly below a container (3), which is loaded with the washing water, in the
housing of the domestic appliance and being connected with the container (3) by at
least one liquid duct (8) openable or closable by means of a valve (10 or 12), characterised in that the storage container (1) forms the base group of the housing.
2. Domestic appliance according to claim 1, characterised in that fastening elements (13) for housing walls of the domestic appliance are provided
at the storage container (1).
3. Domestic appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the storage container (1) is constructed to extend substantially horizontally in
a part region (5) and has in this part region (5) a collecting trough (6) for leakage
water.
4. Domestic appliance according to claim 3, characterised in that in the horizontally extending part region (5) parts of the surface of the storage
container (1) are formed to extend at an inclination towards the collecting trough
(6).
5. Domestic appliance according to claim 3 or 4, characterised in that a sensing element detecting the presence of water is associated with the collecting
trough (6).
6. Domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the domestic appliance is a washing machine and that the storage container (1) extends,
at least at one side, further upwardly in the housing of the washing machine to follow
the profile of the fully loaded washing solution container (3), which oscillates during
spinning, of the washing machine.
1. Appareil ménager réalisant des applications de lavage, tel qu'une machine à laver
ou un lave-vaisselle, présentant un récipient réservoir (1) pour l'eau qui est disposée
à l'intérieur de l'habillage et, au moins partiellement, au-dessous d'un récipient
(3) alimenté par l'eau de lavage, récipient réservoir qui est lié au récipient (3)
par au moins une conduite pour liquide (8) que l'on peut ouvrir et fermer au moyen
d'une vanne (10 resp. 12), caractérisé en ce que le récipient réservoir (1) forme le dessous de caisse de l'habillage.
2. Appareil ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit des éléments de fixation (13) situés sur le récipient réservoir (1)
pour des parois d'habillage de l'appareil ménager.
3. Appareil ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le récipient réservoir (1) dans une partie (5) est essentiellement horizontal, récipient
réservoir qui présente, dans cette partie (5), une cavité réceptrice (6) pour l'eau
de fuite.
4. Appareil ménager selon la revendication 3, caractérisé en ce que des parties de la surface du récipient réservoir (1) sont formées en pente vers la
cavité réceptrice (6), dans la partie 5) horizontale.
5. Appareil ménager selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'un élément détecteur qui détecte la présence d'eau est affecté à la cavité réceptrice
(6).
6. Appareil ménager selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil ménager est une machine à laver, et en ce que le récipient réservoir (1) s'étend vers le haut dans l'habillage de la machine à
laver, en suivant, au moins d'un côté, le contour du récipient pour liquide laveur
(3) de la machine à laver pleinement chargé qui s'agite lors de l'essorage.

