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EP 0 909 852 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.09.2002 Patentblatt 2002/36 |
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Anmeldetag: 26.08.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01B 27/16 |
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Stopfaggregat
Tamping apparatus
Appareil de bourrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
14.10.1997 AT 174097
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-
Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Theurer, Josef
1010 Wien (AT)
- Peitl, Friedrich
4020 Linz (AT)
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 526 882
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US-A- 4 537 135
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Stopfaggregat zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises,
mit durch Beistellantriebe paarweise zueinander beistellbaren, um eine Beistellachse
verschwenkbar auf einem höhenverstellbaren Werkzeugträger gelagerten Stopfwerkzeugen,
denen in ihrem unteren Endbereich jeweils wenigstens ein zum Eintauchen in Schotter
vorgesehener Stopfpickel zugeordnet ist, der um eine senkrecht zur Beistellachse verlaufende
Schwenkachse verschwenkbar am Stopfwerkzeug gelagert und durch eine Anlenkstelle mit
einem als Hydraulikzylinder ausgebildeten Schwenkantrieb zum Verschwenken des Stopfpickels
in Schwellenlängsrichtung verbunden ist, wobei der Schwenkantrieb über eine Anlenkstelle
am Stopfwerkzeug angelenkt ist.
[0002] Durch US 4 537 135 ist ein speziell zum Einsatz in Weichenabschnitten ausgebildetes
Stopfaggregat bekannt, das jeweils pro Stopfwerkzeug zwei in Schwellenlängsrichtung
nebeneinander angeordnete Stopfpickel zum Eintauchen in den Schotter aufweist. Jedem
dieser beiden Stopfpickel ist ein eigener Schwenkantrieb zugeordnet, so daß zur Umgehung
von verschiedenen Hindernissen in Weichenabschnitten eine optimale Anpassung der Stopfpickel
durch seitliches Verschwenken möglich ist. Erforderlichenfalls können beide bzw. auch
nur ein Stopfpickel in eine Außerbetriebstellung hochgeschwenkt werden.
[0003] Durch US 5 269 226 ist ein weiteres Stopfaggregat bekannt, bei dem ebenfalls pro
Stopfwerkzeug zwei Stopfpickel in Schwellenlängsrichtung nebeneinander angeordnet
sind. Während der der Schiene des zu unterstopfenden Gleises nähergelegene Stopfpickel
starr mit dem Stopfwerkzeug verbunden ist, kann der benachbarte Stopfpickel durch
einen Schwenkantrieb von einer ersten in eine zweite Arbeitsposition verschwenkt werden.
Da beide Arbeitspositionen durch Anschläge genau definiert sind, erübrigt sich ein
zeitaufwendiger Zentriervorgang durch die Bedienungsperson.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Stopfaggregates
der gattungsgemäßen Art, bei dem die Stopfpickel besonders rasch für unterschiedliche
Arbeitseinsätze verwendbar sind.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese-Aufgabe mit einem Stopfaggregat der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß der Schwenkantrieb mit einem Zusatzantrieb verbunden und an
einer der beiden Anlenkstellen angelenkt ist, während der Zusatzantrieb an der weiteren
Anlenkstelle gelagert ist.
[0006] Durch diese spezielle Ausbildung des Schwenkantriebes besteht bei einem Minimum an
konstruktivem Mehraufwand die Möglichkeit, den Stopfpickel rasch in verschiedene Arbeitspositionen
zu verbringen. Damit erübrigt sich ein für die Bedienungsperson ermüdendes und zeitaufwendiges,
wiederholtes Zentrieren des Stopfpickels vor jedem Stopfvorgang. Da die neue Arbeitsposition
des Stopfpickels durch die Begrenzung des Kolbenhubes des Schwenk- und/oder Zusatzantriebes
genau definiert ist, eignet sich die erfindungsgemäße Ausbildung vor allem für Gleisbereiche,
in denen beispielsweise durch eine abschnittsweise vorhandene Leit- oder Schutzschiene
wechselnde Stopfverhältnisse vorliegen und gegebenenfalls auch eine komplette Außerbetriebnahme
eines Stopfpickels erforderlich ist.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Zeichnung.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Stopfaggregates zum Unterstopfen von Schwellen eines
Gleises, und
Fig. 2 eine Teilansicht des Stopfaggregates in Gleis- bzw. Maschinenlängsrichtung.
[0010] Ein in Fig. 1 und 2 ersichtliches Stopfaggregat 1 zum Unterstopfen von Schwellen
2 eines Gleises 3 ist speziell für den Einsatz in Weichenabschnitten ausgebildet und
besteht aus insgesamt vier auf normal zu einer durch einen Pfeil 29 angedeuteten Maschinenlängsrichtung
verlaufenden Führungssäulen 4 querverschiebbaren Einheiten, von denen der Einfachheit
halber lediglich eine dargestellt ist. Das Stopfaggregat 1 weist zwei in Maschinenlängsrichtung
einander gegenüberliegende und jeweils durch einen Beistellantrieb 5 zueinander beistellbare,
hebelförmige Stopfwerkzeuge 6 auf. Jedes Stopfwerkzeug 6 ist in seinem unteren Endbereich
mit zwei Stopfpickeln 7,8 verbunden, von denen der von einem Aggregatrahmen 9 weiter
distanzierte Stopfpickel 8 um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse
10 verschwenkbar gelagert ist. Das Stopfwerkzeug 6 ist um eine normal zur Maschinenlängsrichtung
und horizontal verlaufende Beistellachse 11 verschwenkbar auf einem Werkzeugträger
12 gelagert. Dieser ist mit einem Vibrationsantrieb 13 zur Lagerung der Beistellantriebe
5 und Vibration der Stopfpickel 7,8 ausgestattet und über Führungen 14 und einen Antrieb
15 höhenverstellbar. Beistell- und Schwenkachse 11,10 verlaufen in normaler Richtung
zueinander.
[0011] Zur Verschwenkung des vom Aggregatrahmen 9 weiter distanzierten Stopfpickels 8 in
Schwellenlängsrichtung ist ein hydraulischer Schwenkantrieb 16 vorgesehen. Dieser
weist eine Kolbenstange 17 mit einer Anlenkstelle 18 und einen Hydraulikzylinder 19
auf. Am von der Anlenkstelle 18 weiter entfernten Ende des Hydraulikzylinders 19 ist
eine Verbindungsplatte 20 befestigt, an der zwei hydraulische Zusatzantriebe 21 gelagert
sind. Diese weisen jeweils eine Kolbenstange 22 mit einer Anlenkstelle 23 sowie einen
an der Verbindungsplatte 20 befestigten Hydraulikzylinder 24 auf. Die kolbenseitigen
Anlenkstellen 23 der beiden Zusatzantriebe 21 sind mit Anlenkstellen 25 verbunden,
die auf einer den Stopfpickel 8 lagernden, um die Schwenkachse 10 verschwenkbaren
Pickelhalterung 26 befestigt sind. Die Kolbenstange 17 des Schwenkantriebes 16 ist
mit Anlenkstellen 27 verbunden, die am Stopfwerkzeug 6 befestigt sind. Die beiden
Zusatzantriebe 21 sind bezüglich ihrer Längsachsen parallel zum Schwenkantrieb 16
und in bezug auf eine normal zur Schwenkachse 10 und in Längsrichtung des Schwenkantriebes
16 verlaufende Ebene 28 symmetrisch angeordnet.
[0012] In Fig. 2 ist in vollen Linien eine erste Arbeitsposition des verschwenkbar gelagerten
Stopfpickels 8 dargestellt wobei dieser in Maschinenquerrichtung unmittelbar an den
benachbarten Stopfpickel 7 angrenzend positioniert ist. In dieser Arbeitsposition
erfolgt ein Unterstopfen eines normalen Stopfauflagers durch gleichzeitiges Eintauchen
beider Stopfpickel 7,8 in den Schotter. In dieser ersten Arbeitsposition des Stopfpickels
8 befinden sich die Kolbenstange 17 des Schwenkantriebes 16 und die beiden Kolbenstangen
22 der Zusatzantriebe 21 jeweils in einer ausgefahrenen Stellung.
[0013] Durch Einziehen der beiden Kolbenstangen 22 der beiden Zusatzantriebe 21 kann der
verschwenkbar gelagerte Stopfpickel 8 sehr rasch von der ersten in eine zweite, in
strichpunktierten Linien dargestellte Arbeitsposition verschwenkt werden. Diese Umstellung
der Arbeitsposition ist vor allem dann sehr vorteilhaft, wenn abschnittsweise eine
Hilfsschiene oder eine Weichenzunge vorliegt.
[0014] Schließlich kann durch Einfahren der Kolbenstange 17 des Schwenkantriebes 16 der
schwenkbar gelagerte Stopfpickel 8 auch in eine (in strichpunktierten Linien dargestellte)
Außerbetriebstellung hochgeschwenkt werden. Dies ist vor allem dann zweckmäßig, wenn
aus Platzgründen ein Eintauchen beider Stopfpickel 7,8 nicht möglich ist.
1. Stopfaggregat (1) zum Unterstopfen von Schwellen (2) eines Gleises (3), mit durch
Beistellantriebe (5) paarweise zueinander beistellbaren, um eine Beistellachse (11)
verschwenkbar auf einem höhenverstellbaren Werkzeugträger (12) gelagerten Stopfwerkzeugen
(6), denen in ihrem unteren Endbereich jeweils wenigstens ein zum Eintauchen in Schotter
vorgesehener Stopfpickel (7,8) zugeordnet ist, der um eine senkrecht zur Beistellachse
(11) verlaufende Schwenkachse (10) verschwenkbar am Stopfwerkzeug (6) gelagert und
durch eine Anlenkstelle (25) mit einem als Hydraulikzylinder ausgebildeten Schwenkantrieb
(16) zum Verschwenken des Stopfpickels (8) in Schwellenlängsrichtung verbunden ist,
wobei der Schwenkantrieb (16) über eine Anlenkstelle (27) am Stopfwerkzeug (6) angelenkt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb (16) mit einem Zusatzantrieb (21) verbunden und an einer der beiden
Anlenkstellen (27) angelenkt ist, während der Zusatzantrieb (21) an der weiteren Anlenkstelle
(25) gelagert ist.
2. Stopfaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzantrieb (21) parallel zum Schwenkantrieb (16) angeordnet und als Hydraulikzylinder
(24) ausgebildet ist.
3. Stopfaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bezug auf eine normal zur Schwenkachse (10) und in Längsrichtung des Schwenkantriebes
(16) verlaufende Ebene (28) zwei Zusatzantriebe (21) symmetrisch angeordnet sind.
4. Stopfaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zusatzantriebe (21) auf einer Verbindungsplatte (20) befestigt sind, die
ihrerseits mit einem Hydraulikzylinder (19) des Schwenkantriebes (16) verbunden ist.
5. Stopfaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenhub des Zusatzantriebes (21) für eine Verschwenkung des Stopfpickels (8)
von einer ersten in eine zweite Arbeitsposition ausgebildet ist.
1. A tamping unit (1) for tamping sleepers (2) of a track (3), comprising tamping tools
(6) mounted on a vertically adjustable tool carrier (12) for pivoting about a squeezing
axis (11) and squeezable towards one another in pairs by means of squeezing drives
(5), with at least one tamping tine (7,8), provided for immersion into ballast, being
associated with each of the tamping tools (6) in their lower end region, the tamping
tine being mounted on the tamping tool (6) for pivoting about a pivot axis (10) extending
perpendicularly to the squeezing axis (11) and being connected by means of a hinging
part (25) to a pivot drive (16), designed as a hydraulic cylinder, for pivoting the
tamping tine (8) in the longitudinal direction of the sleepers, the pivot drive (16)
being articulatedly connected via a hinging part (27) to the tamping tool (6), characterized in that the pivot drive (16) is connected to an auxiliary drive (21) and articulatedly connected
to one of the two hinging parts (27), while the auxiliary drive (21) is mounted to
the further hinging part (25).
2. A tamping unit according to claim 1, characterized in that the auxiliary drive (21) is arranged parallel to the pivot drive (16) and designed
as a hydraulic cylinder (24).
3. A tamping unit according to claim 1 or 2, characterized in that two auxiliary drives (21) are arranged symmetrically with respect to a plane (28)
extending perpendicularly to the pivot axis (10) and in the longitudinal direction
of the pivot drive (16).
4. A tamping unit according to claim 3, characterized in that the two auxiliary drives (21) are fastened to a connecting plate (20) which, in turn,
is connected to a hydraulic cylinder (19) of the pivot drive (16).
5. A tamping unit according to one of claims 1 to 4, characterized in that the piston stroke of the auxiliary drive (21) is designed for pivoting the tamping
tine (8) from a first working position into a second working position.
1. Assemblage de bourrage (1) destiné au bourrage de traverses (2) d'une voie ferrée
(3), comportant des outils de bourrage (6) positionnables par paires l'un par rapport
à l'autre au moyen d'une commande de positionnement (5), montés de manière pivotante
autour d'un axe de positionnement (11) sur un support d'outils (12) réglable en hauteur,
lesquels outils de bourrage (6) sont chacun pourvus à leur extrémité inférieure d'au
moins un pic de bourrage (7, 8) prévu pour s'enfoncer dans le ballast, lequel est
monté sur l'outil de bourrage (6) de manière pivotante autour d'un axe de pivotement
(10) perpendiculaire à l'axe de positionnement (11) et est relié au moyen d'un point
d'articulation (25) à une commande de pivotement (16) conformée comme un vérin hydraulique
destinée à faire pivoter le pic de bourrage (8) dans le sens longitudinal des traverses,
la commande de pivotement (16) étant articulée au moyen d'un point d'articulation
(27) sur l'outil de bourrage (6), caractérisé en ce que la commande de pivotement (16) est reliée à une commande auxiliaire (21) et est montée
à un des deux points d'articulation (27), tandis que la commande auxiliaire (21) est
montée à l'autre point d'articulation (25).
2. Assemblage de bourrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la commande auxiliaire (21) est disposée de manière parallèle à la commande de pivotement
(16) et est conformée comme un vérin hydraulique (24).
3. Assemblage de bourrage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que deux commandes auxiliaires (21) sont disposées de manière symétrique par rapport
à un plan (28) s'étendant perpendiculairement à l'axe de pivotement (10) et dans le
sens longitudinal de la commande de pivotement (16).
4. Assemblage de bourrage selon la revendication 3, caractérisé en ce que les deux commandes auxiliaires (21) sont fixées à une plaque de raccordement (20),
laquelle est reliée de son côté à un vérin hydraulique (19) de la commande de pivotement
(16).
5. Assemblage de bourrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la course du piston de la commande auxiliaire (21) est prévue de manière à permettre
un pivotement du pic de bourrage (8) depuis une première position de travail vers
une seconde position de travail.

