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EP 0 909 863 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.12.2001 Patentblatt 2001/50 |
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Anmeldetag: 07.10.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E05C 9/04 |
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Drückerbetätigbarer Mehrriegelverschluss
Handle operated lock with a plurality of locking bolts
Serrure à plusieurs pênes actionnée par poignée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB GR IT PT |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
15.10.1997 AT 174997
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
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Patentinhaber: ROTO FRANK EISENWARENFABRIK AKTIENGESELLSCHAFT |
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8401 Kalsdorf bei Graz (AT) |
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Erfinder: |
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- Bombardella, Andreas
8401 Kalsdorf (AT)
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Vertreter: Müllner, Erwin, Dr. et al |
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Patentanwälte,
Dr. Erwin Müllner,
Dipl.-Ing. Werner Katschinka,
Dr. Martin Müllner,
Postfach 159,
Weihburggasse 9 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 207 869 FR-A- 2 582 711
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DE-U- 9 207 893 FR-A- 2 583 452
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen drückerbetätigbaren Mehrriegelverschluß.
[0002] Mehrriegelverschlüsse kommen bei Türen, z.B. Schiebetüren und gegebenenfalls auch
bei Fenstern zum Einsatz und verfügen über ein Spreizgetriebe für Schubstangen im
Stulpbereich, das ein beiderseitiges Ausschieben oder Einziehen von Riegeln nach oben
und unten ermöglicht. Die übliche Konstruktion des Spreizgetriebes umfaßt ein drückerbetätigbares
Zahnrad (allenfalls mit vorgeschalteter Zahnrad-Getriebeübersetzung), in das die nach
unten geführte Schubstange mit einer Zahnung an der dem Stulp zugewandten Seite eingreift,
während die nach oben geführte Schubstange gekröpft ist und der gekröpfte Schubstangenteil
mit einer Zahnung diametral an der vom Stulp abgewandten Seite in das Zahnrad eingreift.
Ein Verdrehen des Drückers nach oben bedeutet ein Auseinanderschieben der Schubstangen
und damit ein Verriegeln der Türe oder des Flügels im allgemeinen. Umgekehrt bedeutet
ein Zurückdrehen des Drückers aus seiner in die Vertikale hochgestellten Position
in die neutrale, horizontale Position, ein beiderseitiges Einziehen der Schubstangen
und damit ein Entriegeln.
[0003] Anstelle der gekröpften Schubstange, die in das Zahnrad an der vom Stulp abgewandten
Seite eingreift, ist es ferner bekannt, ein Anschlußstück vorzusehen, welches an die
dann gerade ausgebildeten Schubstangen anschließt. Dieses Anschlußstück ist gekröpft
oder es besteht aus einer geraden Zahnstange mit aufgenietetem Winkelstück, beispielsweise
aus Druckguß.
[0004] Ein drückerbetätigbarer Mehrriegelverschluß kann ergänzend mit einer Falle ausgestattet
sein, wobei dann ein Herunterdrücken des Drückers, wie üblich, ein Zurückziehen der
Falle bedeutet. In dieser Funktion ist das Zahnrad dann freigestellt, sodaß die Schubstangen
während der Fallenbetätigung keine Bewegung ausführen. Ferner kann der drückerbetätigbare
Mehrriegelverschluß noch mit einem Schließzylinder ausgestattet sein, der die Schubstangen
in der verriegelten Position arretiert und bzw. oder einen Riegel aus dem Gehäuse
des Mehrriegelverschlusses ausschiebt.
[0005] Der Drücker ist im Rahmen einer Drückergarnitur mit Langschilden unterschiedlicher
Gestaltung verbunden. Diese Drükkergarnituren werden auch als Sicherheitsgarnituren
mit eingelegten Stahlplatten zum Aufbohrschutz angeboten. Ihre Befestigung erfolgt
mittels Schrauben, die durch das Gehäuse des Mehrriegelverschlusses bzw. dessen Spreizgetriebes
durchgeschraubt sind. Viele der angebotenen Drückergarnituren können zusammen mit
dem in Rede stehenden Mehrriegelverschluß nicht verwendet werden, weil insbesondere
die oberhalb der Drückernuß durchgeführte Schraube die Kinematik des Spreizgetriebes
im Gehäuse behindert.
[0006] Aus der FR 2 583 452 A ist ein Fensterverschluß mit einem Spreizgetriebe bekannt.
Über eine Olive wird ein Ritzel betätigt. Zwei plattenförmige Schubstangenanschlußschieber
weisen jeweils Ausschnitte mit geschlossener Berandung auf. Das Ritzel greift durch
die beiden Ausschnitte hindurch. Die Berandung eines jeden der beiden Ausschnitte
ist auf jeweils einer Längsseite mit einer zahnstangenähnlichen Verzahnung ausgebildet.
Die Verzahnungen der beiden Schubstangenanschlußschieber liegen einander gegenüber
und stehen mit dem Ritzel in kinematischer Verbindung. Beim Verdrehen der Olive bewegen
sich die Schubstangenanschlußschieber zueinander bzw. auseinander.
[0007] Die Erfindung zielt darauf ab, einen drückerbetätigbaren Mehrriegelverschluß der
einleitend beschriebenen Art so auszubilden, daß ein Durchschrauben im beliebigen
Abstand zum Drücker möglich ist und das Gehäuse möglichst klein ausgeführt werden
kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die Schubstange, welche an der vom Stulp abgewandten
Seite in das Zahnrad bzw. Ritzel eingreift oder das Schubstangenanschlußstück, welches
an der vorgenannten Seite mit einer Verzahnung in das Zahnrad eingreift, zusammen
mit der zugehörenden Schubstange das Zahnrad bzw. Ritzel etwa U-förmig umgreift, dass
die vorgenannte Schubstange in Einbaulage des Mehrriegelverschlusses nach oben geführt
ist und dass die U-förmig angeordneten Bauteile nach oben hin eine Öffnung bilden
und diese Bauteile in allen Bewegungsphasen außerhalb eines sich von dem Zahnrad bzw.
Ritzel nach oben hin erstreckenden Freiraumes liegen, der zwischen den beiden Schenkeln
des U's oberhalb des Zahnrades bzw. des Ritzels vorgesehen ist. Somit greift sowohl
die untere als auch die obere Schubstange oder das Schubstangenanschlußstück von unten
an dem Zahnrad oder Ritzel an. Zur Erzielung der Spreizung liegen die Angriffsbereiche
zur Übertragung der Drehmomente dabei, wie bekannt, diametral am Zahnrad. Der gekröpfte
Bereich der oberen Schubstange bzw. das Schubstangenanschlußstück, welches diesen
bei einer mehrteiligen Bauweise ersetzt, wird mit seinem Winkelstück unterhalb des
Zahnrades parallel verschoben, sodaß der obere Gehäusebereich ohne Einschränkung für
ein beliebiges Durchschrauben in beliebigem Abstand zur Drückernuß zur Verfügung steht.
Dieser Bereich ist mit einem Langloch oder mit einer U-förmigen, nach außen hin offenen
Ausnehmung ausgebildet, damit man hinsichtlich der Auswahl einer Drückergarnitur völlig
ungebunden ist. Die erfindungsgemäße Konstruktion ist besonders platzsparend, insbesondere
schmal und daher für Rahmentüren, z.B. Glastüren für schmale Gehäuseformen besonders
gut geeignet.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung bei geöffneter
Gehäusedecke schematisch dargestellt.
[0009] In einem Gehäuse 1 ist ein Zahnrad 2 auf einer Nuß 3 mittels eines Drückers (Linie
4) drehbar gelagert. In das Zahnrad 2 greift auf der dem Stulp 5 zugewandten Seite
eine Verzahnung 6 einer unteren Schubstange 7 ein. Auf der dem Stulp 5 abgewandten
Seite greift das Zahnrad 2 in eine Verzahnung 8 einer Zahnstange 9 eines Schubstangenanschlußstückes
10, das mit einer oberen Schubstange 11 starr verbunden ist. Somit umgreift die obere
Schubstange 11 mit dem Anschlußstück 10 und der Zahnstange 9 das Zahnrad 2 im Abstand
unterhalb desselben etwa U-förmig.
[0010] Wenn der Drücker (Linie 4) in die Position 12 gedreht wird, dann fährt die Schubstange
7 nach unten und die Schubstange 11 nach oben. Das Anschlußstück 10 bewegt sich parallel
unterhalb des Zahnrades 2. Der Bereich oberhalb des Zahnrades, der bisher durch die
längsverschiebbare Kröpfung der Schubstange 11 für deren parallelen Verschiebung großflächig
freigehalten werden mußte, steht nun zur Gänze für das Durchschrauben von Befestigungsschrauben
zur Verfügung. Dies bedeutet gleichzeitig, daß das Gehäuse 1 kürzer ausgeführt werden
kann, da der Raum unterhalb der Nuß 3 bis zu einem Schließzylinder 13 besser genutzt
werden kann. Letzterer dient zur Lagefixierung der Schubstangen in ihren Endlagen,
insbesondere in der Sperrstellung. Das Gehäuse 1 trägt oberhalb der Nuß 3 eine nach
außen hin offene, zum Stulp 5 parallel ausgerichtete breite Ausnehmung, in der an
beliebiger Stelle die obere Befestigungsschraube einer Drückergarnitur liegen kann.
Der Schraubenbolzen stellt wie bei anderen Ausführungsformen sicher, daß nicht nur
Innen- und Außenschild einer Drückergarnitur, sondern auch das Gehäuse 1 lagefixiert
ist.
1. Drückerbetätigbarer Mehrriegelverschluß mit zwei gegenläufig zueinander im Stulpbereich
(5) verschiebbaren Schubstangen (7, 11) und einem Zahnrad (2) bzw. Ritzel, das diametral
in Formschlußverbindungen an den Schubstangen (7, 11) bzw. an Schubstangenanschlußstücken
(10) greift und das in einem Gehäuse (1) drehbar gelagert und über eine Nuß (3) und
einen Drücker in beide Umfangsrichtungen drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubstage (11), welche an der vom Stulp abgewandten Seite in das Zahnrad (2)
bzw. Ritzel eingreift oder das Schubstangenanschlußstück (10), welches an der vorgenannten
Seite mit einer Verzahnung (8) in das Zahnrad (2) eingreift, zusammen mit der zugehörenden
Schubstange (11) das Zahnrad (2) bzw. Ritzel etwa U-förmig umgreift, dass die vorgenannte
Schubstange (11) in Einbaulage des Mehrriegelverschlusses nach oben geführt ist und
dass die U-förmig angeordneten Bauteile nach oben hin eine Öffnung bilden und diese
Bauteile in allen Bewegungsphasen außerhalb eines sich von dem Zahnrad (2) bzw. Ritzel
nach oben hin erstreckenden Freiraumes liegen, der zwischen den beiden Schenkeln des
U's oberhalb des Zahnrades (2) bzw. des Ritzels vorgesehen ist.
1. Handle-operated multiple-bolt fastener with two pushbars (7, 11) displaceable in opposite
directions in the cuff region (5) and a toothed wheel (2) or pinion which engages
diametrically in form-fitting connections on the pushbars (7, 11) and/or on pushbar
connection pieces (10) and which is mounted rotatably in a housing (1) and is rotatable
in either peripheral direction by a nut (3) and handle, characterized in that the toothed wheel (2) or pinion is as it were clasped in a U either by the pushbar
(11) meshing with the toothed wheel (2) or pinion on the side away from the cuff or
by the pushbar connection piece (10) with toothing (8) meshing with the toothed wheel
(2) on that side, together with the cooperating pushbar (11), in that the said pushbar (11) is led upwards in the installed position of the multiple-bolt
fastener and in that the components arranged in a U form define an upward opening and these components
are, in all phases of movement, located outside a clearance extending upwards from
the toothed wheel (2) or pinion between the two arms of the U above the toothed wheel
(2) or pinion.
1. Verrou à plusieurs pênes actionnables par poignée, avec deux barres mobiles (7, 11)
coulissant dans des directions opposées l'une à l'autre dans une zone du fourreau
(5), et avec un engrenage (2) ou un pignon, qui vient en contact en liaison positive
avec les barres mobiles (7, 11) ou avec des morceaux de raccordement de barres mobiles
(10) et qui est monté à rotation dans un boîtier (1) et qui peut être tourné dans
les deux directions périphériques au moyen d'un fouillot (3) et d'une poignée, caractérisé en ce que la barre mobile (11), qui vient s'engrener dans l'engrenage (2) ou le pignon du côté
opposé du fourreau ou alors la partie de raccordement de barre mobile (10), qui engrène
avec une denture (8) dans l'engrenage (2) du côté précité, enveloppant sensiblement
en forme de U l'engrenage (2) ou le pignon ensemble avec la barre mobile (11) lui
appartenant, en ce que la barre mobile (11) précitée est guidée vers le haut en position de montage du verrou
à plusieurs pênes, et en ce que les éléments de construction disposés sous forme de U forment une ouverture orientée
vers le haut et ces éléments de construction sont disposés dans toutes les phases
de mouvement hors d'un espace libre s'étendant vers le haut depuis l'engrenage (2)
ou le pignon, cet espace libre étant disposé entre les deux branches du U au-dessus
de l'engrenage (2) ou du pignon.
