[0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinder mit umlaufenden Kurvenscheiben zum Ansteuern
von Kurvenrollen eines Bearbeitungsmittels gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die DE 44 08 202 A1 zeigt einen Falzzylinder in Falzapparaten mit einer Umsteuereinrichtung
für Sammeln und Nichtsammeln. Dieser Falzzylinder ist mit einer feststehenden Kurvenscheibe
und einer vom Falzzylinder mittels eines Planetenradgetriebes antreibbaren Abdeckscheibe
zum Ansteuern von Halte- bzw.
Falzmechanismen versehen. Die umlaufende Abdeckscheibe ist mit einer Innenverzahnung
versehen, in die ein an dem Falzzylinder drehbar gelagertes Planetenrad eingreift.
Dieses Planetenrad wirkt mit einem verdrehbaren, ansonsten ortsfesten Sonnenrad zusammen.
Dieses Sonnenrad ist koaxial zum Falzzylinder angeordnet.
Nachteilig ist an diesem Falzzylinder, daß das Planetenradgetriebe stirnseitig den
Zugang zum Zylinderzapfen verbaut.
[0003] Aus der DE 40 41 613 A1 ist ein Sammelzylinder mit zwei umlaufenden Deckscheiben
bekannt. Diese umlaufenden Deckscheiben sind koaxial zur Drehachse des Sammelzylinders
gelagert und mittels eines Getriebes antreibbar und phasenverstellbar.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Zylinder mit umlaufenden Kurvenscheiben
zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß bei dem
erfindungsgemäßen Zylinder eine unbegrenzte Phasenverstellung von Deckkurvenscheiben
möglich ist. Diese Phasenverstellung kann stufenlos und bei drehendem Zylinder erfolgen.
Durch Anordnung des Planetenradgetriebes auf einer zweiten, parallel zur Drehachse
des Zylinders verlaufenden Achse wird der Zugang eines Zylinderzapfens ermöglicht.
Dies erlaubt eine stabile Lagerung des Zylinderzapfens und das Planetenradgetriebe
kann auch auf einer mit einem Antrieb versehenen Seite des Zylinders angeordnet sein.
Sind mehrere umlaufende Deckscheiben vorgesehen, ist die Anordnung der zugeordneten
Planetenradgetriebe koaxial hintereinander auf einer Welle vorteilhaft, da dies eine
sehr kompakte Bauweise ermöglicht. Ist das Planetenradgetriebe als "Harmonic-Drive"-Getriebe
ausgebildet, ist eine besonders feinfühlige Verstellung möglich, da diese Getriebe
eine große Untersetzung auf kleinstem Raum ermöglichen. Zudem sind im Vergleich zu
z. B. einem herkömmlichen Planetenradgetriebe eine Drehzahl des Planetenrades gering
und eine Zahnüberdeckung sehr hoch, was den Verschleiß minimiert.
Vorteilhaft ist außerdem, daß das Planetenradgetriebe bzw. das "Harmonic-Drive"-Getriebe
vom Antrieb des Sammel- und Falzzylinders angetrieben wird, so daß kein zusätzlicher
Antrieb notwendig ist.
[0007] Der erfindungsgemäße Zylinder ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben.
[0008] Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Sammel- und Falzzylinders mit zugeordneten "Harmonic-Drive"-Getrieben;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Sammel- und Falzzylinders mit zugeordneten Planetenradgetrieben.
[0009] Ein nicht näher dargestellter Sammel- und Falzzylinder 1 für einen Falzapparat einer
Rotationsdruckmaschine ist in Seitengestellen 2 gelagert und mit Bearbeitungsmitteln,
z. B. mit an sich bekannten Punkturnadeln und Falzmessern versehen. Diese auf Wellen
angeordneten Punkturnadeln und Falzmesser werden mittels Kurvenrollen 3 bewegt. Die
Kurvenrollen 3 werden von Kurvenscheiben 4, 6, 7 angesteuert. Anstelle der Kurvenscheiben
4, 6, 7 und Kurvenrolle 3 können auch andere Antriebsmittel, wie z. B. Zahnräder vorgesehen
sein. Im vorliegenden Beispiel sind zur Vereinfachung nur die Kurvenrolle 3 und Kurvenscheiben
4, 6, 7 der Punkturnadeln dargestellt. Die Kurvenrolle und die Kurvenscheiben der
Falzmesser können wie im vorliegenden Beispiel an dem axial gegenüberliegenden Ende
des Sammel- und Falzzylinders 1 angeordnet und mit einem entsprechenden Verstellgetriebe
versehen sein. Es ist aber auch möglich die Kurvenscheiben 4, 6, 7 der Punkturnadeln
und Falzmesser zu koppeln und gemeinsam auf einer Seite des Sammel- und Falzzylinders
1 anzuordnen.
[0010] Eine der drei Kurvenscheiben 4, 6, 7 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als
gestellfeste Grundkurvenscheibe 4 und die anderen beiden Kurvenscheiben 6, 7 sind
als drehende Deckkurvenscheiben 6, 7 ausgeführt. Diese Grundkurvenscheibe 4 und die
beiden Deckkurvenscheiben 6, 7 sind koaxial zu einer Drehachse 5, d. h. zu einem Zylinderzapfen
8 des Sammelund Falzzylinders 1 gelagert. Die Grundkurvenscheibe 4 kann auch beispielsweise
zur Durchführung eines ersten Querfalzes oder eines Deltafalzes in zwei verschiedene,
während des Betriebes gestellfeste Grundstellungen gebracht werden. Die Deckkurvenscheiben
6, 7 werden von einem Getriebe 9 angetrieben. Mit diesem Getriebe 9 kann die Phasenlage
jeder der Deckkurvenscheiben 6, 7 bezüglich des Sammelund Falzzylinders 1 verstellt
werden, d. h. das Getriebe 9 ist als Phasenverstellgetriebe ausgeführt. Der Antrieb
des Getriebes 9 und des Sammel- und Falzzylinders 1 erfolgt über ein drehfest mit
dem Zylinderzapfen 8 verbundenes Zahnrad 11 mit einer Zähnezahl z11, z. B. z11 = 150.
[0011] In einem ersten Ausführungsbeispiel ist in dem Getriebe 9 jeder Deckkurvenscheibe
6, 7 ein als "Harmonic-Drive" ausgebildetes Planetenradgetriebe 12, 13 zugeordnet.
Diese beiden "Harmonic-Drive"-Getriebe 12, 13 sind bezüglich einer Welle 14 koaxial
hintereinander angeordnet. Jedes dieser Getriebe 12, 13 besteht im wesentlichen aus
einer elliptischen Nockenscheibe ("Wave-Generator") 16, 17 mit einem auf Zylinderrollen
18, 19 gelagerten, flexiblen Planetenrad 21, 22 ("Flexspline") mit einer Zähnezahl
z21, z22, z. B. z21, z22 = 160, und zwei jeweils mit einer Innenverzahnung versehenen
Sonnenrädern 23, 24, 26, 27 ("Dynamic Spline" bzw. "Circular Spline").
Eine Breite b21 bzw. b22 des flexiblen Planetenrades 21, 22 ist derart gewählt, daß
das Planetenrad 21 bzw. 22 gleichzeitig in die zugeordneten Sonnenräder 23, 24 bzw.
26, 27 eingreift.
Das erste Sonnenrad 23 mit einer Zähnezahl z23, z. B. z23 = 161, ist drehsteif mit
einem in das Zahnrad 11 eingreifenden Zahnrad 28, mit einer Zähnezahl z28, z. B. z28
= 99, und das zweite Sonnenrad 24 mit einer Zähnezahl z24, z. B. z24 = 160, ist mit
einem Zahnrad 29 mit einer Zähnezahl z29, z. B. z29 = 88, verbunden. Mittels dieses
Zahnrades 29 wird das zweite "Harmonic-Drive"-Getriebe 13 angetrieben, weshalb dieses
Zahnrad 29 auch gleichzeitig mit dem ersten, eine Zähnezahl z26, z. B. z26 = 160,
aufweisenden Sonnenrad 26 des zweiten "Harmomc-Drive"-Getriebes 13 drehsteif verbunden
ist. An dem zweiten Sonnenrad 27 mit einer Zähnezahl z27, z. B. z27 = 161, des zweiten
"Harmonic-Drive"-Getriebes 13 ist ein Zahnrad 31 mit einer Zähnezahl z31, z. B. z31
= 88, angebracht.
[0012] Die Nockenscheibe 17 des zweiten "Harmonic-Drive"-Getriebes 13 ist mit der im Seitengestell
2 drehbar gelagerten Welle 14 drehsteif verbunden. Ein erstes Ende der Welle 14 ist
im Seitengestell 2 gelagert und ein zweites Ende der Welle 14 ist mit einem Zahnrad
34 versehen. Koaxial zur Welle 14 ist eine Hohlwelle 32 drehbar gelagert, an deren
erstem Ende die Nockenscheibe 16 des ersten "Harmonic-Drive"-Getriebes 12 und an deren
zweitem Ende ein Zahnrad 33 fest angeordnet ist. In das Zahnrad 33 bzw. 34 greifen
jeweils ein Zahnrad 36 bzw. 37 eines Antriebs, z. B. Elektromotors 38 bzw. 39 und
ein Zahnrad 41 bzw. 42 eines Positionssensors, z. B. eines Potentiometers 43 bzw.
44, ein.
[0013] Auf dem Zylinderzapfen 8 des Sammel- und Falzzylinders 1 ist eine erste Hohlwelle
46 koaxial drehbar gelagert. Diese Hohlwelle 46 ist an ihrem ersten Ende mit der zweiten
Deckscheibe 7 und an ihrem zweiten Ende mit einem Zahnrad 47 mit einer Zähnezahl z47,
z. B. z47 = 161 verbunden. Das Zahnrad 47 greift in das mit den Sonnenrädern 24, 26
verbundene Zahnrad 29 ein. Koaxial zu der ersten Hohlwelle 46 ist eine zweite Hohlwelle
48 unabhängig drehbar gelagert. An einem ersten Ende der Hohlwelle 48 ist die erste
Deckscheibe 6 und an ihrem zweiten Ende ist ein Zahnrad 49 mit einer Zähnezahl z49,
z. B. z49 = 160 angeordnet. Dieses Zahnrad 49 greift in das Zahnrad 31 ein, das mit
dem Sonnenrad 27 des zweiten "Harmonic-Drive"-Getriebes 13 verbunden ist.
[0014] Die Funktionsweise des Getriebes 9 zur Phasenverstellung von Deckscheiben 6, 7 ist
folgendermaßen:
[0015] Das von einem nicht dargestellten Antrieb bewegte Zahnrad 11 treibt sowohl den Falz-
und Sammelzylinder 1 als auch über das Zahnrad 28 das erste Sonnenrad 23 des ersten
"Harmonic-Drive"-Getriebes 12 an. Dieses Sonnenrad 23 steht im Eingriff mit dem flexiblen
Planetenrad 21, welches dadurch rotiert. Die Nockenscheibe 16 verformt während der
Rotation das Planetenrad 21 elliptisch, das gleichzeitig mit dem zweiten, mit einer
sich von der Zähnezahl z23 des ersten Sonnenrades 24 geringfügig unterscheidende Zähnezahl
z24 aufweisenden Sonnenrad 24 zusammenwirkt. Dadurch wird eine Relativdrehung der
beiden Sonnenräder 23, 24 bewirkt.
Gleichzeitig treibt das Zahnrad 29 auch das erste Sonnenrad 26 des zweiten "Harmonic-Drive"-Getriebes
13 an. Auch dieses Sonnenrad 26 versetzt das Planetenrad 22 in Rotation.
Durch einen hohen Bereich der Nockenscheibe 16, 17 wird das flexible Planetenrad 21,
22 in Eingriff mit den Sonnenrädern 23, 24, 26, 27 gebracht. Damit ergibt sich eine
"virtuelle" Drehachse, die exzentrisch zur Welle 14 Liegt. Durch diese Verformung
und Drehung des flexiblen Planetenrades 21, 22 bewegen sich die beiden Sonnenräder
23, 24, 26, 27 relativ zueinander.
Die Zähnezahlen des jeweiligen einer Deckkurvenscheibe 6, 7 zugeordneten Zahnradzuges
sind derart aufeinander angepaßt, daß sich ein gewünschtes
Gesamtübersetzungsverhältnis 16 bzw. 17 ergibt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist 16 gleich 17 und beträgt 16 = 17 = 1,2 (i6 = z28/z11∗z24/z23∗z47/z29 = 99/150∗160/161∗161/88;
17 = z28/z11∗z24/z23∗z27/z26∗z49/z31 = 99/150∗160/161∗161/160∗160/88). Es sind aber
beliebige Werte der Übersetzungsverhältnisse 16, 17 möglich, beispielsweise können
16 und 17 auch unterschiedlich groß oder gleich 1 sein.
[0016] Ist eine Phasenverstellung einer der beiden oder beider Deckkurvenscheiben 6, 7 zur
Grundkurvenscheibe 4 notwendig, um beispielsweise von einer ersten Betriebsart "Nichtsammeln"
auf eine zweite Betriebsart "Sammeln" des Sammel- und Falzzylinders 1 umzustellen,
wird mittels der Elektromotoren 38, 39 die Nockenscheibe 16, 17 in Umfangsrichtung
verdreht. Somit wird das erste Sonnenrad 23, 26 bezüglich des zweiten Sonnenrades
24, 27 relativ verdreht und eine Phasenverstellung der Deckkurvenscheibe 6, 7 zur
Grundkurvenscheibe 4 bewirkt.
[0017] Wird im vorliegenden Beispiel die erste Deckkurvenscheibe 6 phasenverstellt, wird
auch die zweite Deckkurvenscheibe 7 geringfügig mitverstellt, da die beiden Sonnenräder
24, 26 über das Zahnrad 29 gekoppelt sind. Diese geringfügige Phasenverstellung kann
aber automatisch über einen die Elektromotoren 38, 39 ansteuernden Rechner kompensiert
werden, der den zweiten Elektromotor 39 entsprechend korrigiert.
[0018] In einem zweiten Ausführungsbeispiel sind anstelle der "Harmonic-Drive"-Getriebe
12, 13 "konventionelle" Planetenradgetriebe 51, 52 vorgesehen. Auch hier sind die
beiden Planetenradgetriebe 51, 52 sind bezüglich einer Welle 53 koaxial hintereinander
angeordnet. Jedes dieser Getriebe 51, 52 besteht jeweils im wesentlichen aus einer
exzentrischen als Schwinge 54, 56 ausgebildete Drehachsen mit einem darauf drehbar
gelagerten Planetenrad 57, 58 und zwei jeweils mit einer Innenverzahnung versehenen
Sonnenrädern 59, 61, 62, 63.
[0019] Die jeweils eine Zähnezahl z57, z. B. z57 = 20, bzw. z58, z. B. z58 = 20, aufweisenden
Planetenräder 57, 58 sind mit einer Außenverzahnung versehen.
Eine Breite b57 bzw. b58 des Planetenrades 57, 58 ist derart ausgebildet, daß das
Planetenrad 57 bzw. 58 gleichzeitig in die zugeordneten, eventuell mit einer Zahnkorrektur
versehenen Sonnenräder 59, 61 bzw. 62, 63 eingreift.
Es ist aber auch möglich das Planetenrad 57, 58 mit zwei unterschiedliche Zähnezahlen
aufweisenden Verzahnungen zu versehen.
[0020] Das erste Sonnenrad 59 mit einer Zähnezahl z59, z. B. z59 = 161, ist drehsteif mit
einem in das Zahnrad 11 eingreifenden Zahnrad 69, mit einer Zähnezahl z69, z. B. z69
= 99, und das zweite Sonnenrad 61 mit einer Zähnezahl z61, z. B. z61 = 160, ist mit
einem Zahnrad 71 mit einer Zähnezahl z71, z. B. z71 = 88, verbunden. Mittels dieses
Zahnrades 71 wird das zweite Planetenradgetriebe 52 angetrieben, weshalb dieses Zahnrad
71 auch gleichzeitig mit dem ersten Sonnenrad 62 mit einer Zähnezahl z62, z. B. z62
= 160 des zweiten Planetenradgetriebes 52 drehsteif verbunden ist. An dem zweiten
Sonnenrad 63 mit einer Zähnezahl z63, z. B. z63 = 161, des zweiten Planetenradgetriebes
52 ist ein Zahnrad 72 mit einer Zähnezahl z72, z. B. z72 = 88 angebracht.
[0021] In die Zahnräder 71, 72 greifen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beispielsweise
die Zahnräder 47, 49 der zugeordneten Deckkurvenscheiben 6, 7 ein.
[0022] Die Schwinge 56 des zweiten Planetenradgetriebes 52 ist mit der im Seitengestell
2 drehbar gelagerten Welle 53 drehsteif verbunden. Ein erstes Ende der Welle 53 ist
im Seitengestell 2 gelagert und ein zweites Ende der Welle 53 ist mit einem Zahnrad
73 versehen. Koaxial zur Welle 53 ist eine Hohlwelle 74 drehbar gelagert, an deren
erstem Ende die Schwinge 54 des ersten Planetenradgetriebes 51 und an deren zweitem
Ende ein Zahnrad 76 fest angeordnet ist. Mit dem Zahnrad 73 bzw. 76 wirkt jeweils
ein Positionierantrieb entsprechend dem ersten zusammen. Die Phasenverstellung der
Deckkurvenscheiben 6, 7 erfolgt durch Verdrehen der gewünschten Schwinge 54, 56 mittels
der Welle 53 bzw. der Hohlwelle 74 mit den daran angreifenden Positionierantrieben.
[0023] Die Phasenverstellung der Deckscheiben 6, 7 kann somit stufenlos und ohne Begrenzung
erfolgen. Diese Phasenverstellung wird sowohl bei den "Harmonic-Drive"-Getrieben 12,
13 als auch bei den "konventionellen" Planetenradgetrieben 51, 52 dadurch erreicht,
daß eine Lage eines Eingriffsbereiches von dem ansonsten ortsfesten Planetenrad 21,
22, 57, 58 und den zugeordneten Sonnenrädern 23, 24, 26, 27, 59, 61, 62, 63 in Umfangsrichtung
veränderbar ist. Dies wird durch Verstellung der Schwinge 54, 56 bzw. der Nockenscheibe
16, 17 in Umfangsrichtung erreicht.
[0024] Das übersetzungsverhältnis zwischen Planetenrad 21, 22, 57, 58 und zugeordneten Sonnenrädern
23, 24 bzw. 26, 27 bzw. 59, 61 bzw. 62, 63 ist ungleich eins.
[0025] Die Anzahl der koaxial hintereinander angeordneten Planetenradgetriebe 12, 13, 51,
52 kann beliebig groß sein.
[0026] Der Antrieb der Planetenradgetriebe 12, 13, 51, 52 erfolgt vom Sammel- und Falzzylinder
1 beispielsweise mittels des Zahnrades 11.
[0027] Es ist aber auch möglich, Planetenradgetriebe bzw. "Harmonic-Drive"-Getriebe auf
mehreren Wellen, die jeweils parallel zur Drehachse 5 des Sammel- und Falzzylinders
1 verlaufen, anzuordnen. Dabei erfolgt deren Antrieb von dem Zahnrad 11 des Sammel-
und Falzzylinders 1.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Sammel- und Falzzylinder
- 2
- Seitengestell
- 3
- Kurvenrolle
- 4
- Kurvenscheibe, Grundkurvenscheibe
- 5
- Drehachse (1)
- 6
- Kurvenscheibe, Deckkurvenscheibe
- 7
- Kurvenscheibe, Deckkurvenscheibe
- 8
- Zylinderzapfen
- 9
- Getriebe
- 10
- -
- 11
- Zahnrad
- 12
- Planetenradgetriebe, "Harmonic-Drive"-Getriebe
- 13
- Planetenradgetriebe, "Harmonic-Drive"-Getriebe
- 14
- Welle
- 15
- -
- 16
- Nockenscheibe (11)
- 17
- Nockenscheibe (12)
- 18
- Zylinderrollen (11)
- 19
- Zylinderrollen (12)
- 20
- -
- 21
- Planetenrad (11)
- 22
- Planetenrad (12)
- 23
- Sonnenrad, erstes (11)
- 24
- Sonnenrad, zweites (11)
- 25
- -
- 26
- Sonnenrad, erstes (12)
- 27
- Sonnenrad, zweites (12)
- 28
- Zahnrad
- 29
- Zahnrad
- 30
- -
- 31
- Zahnrad
- 32
- Hohlwelle
- 33
- Zahnrad
- 34
- Zahnrad
- 35
- -
- 36
- Zahnrad (38)
- 37
- Zahnrad (39)
- 38
- Antriebsmotor
- 39
- Antriebsmotor
- 40
- -
- 41
- Zahnrad (43)
- 42
- Zahnrad (44)
- 43
- Potentiometer
- 44
- Potentiometer
- 45
- -
- 46
- Hohlwelle, erste
- 47
- Zahnrad
- 48
- Hohlwelle, zweite
- 49
- Zahnrad
- 50
- -
- 51
- Planetenradgetriebe
- 52
- Planetenradgetriebe
- 53
- Welle
- 54
- Schwinge
- 55
- -
- 56
- Schwinge
- 57
- Planetenrad
- 58
- Planetenrad
- 59
- Sonnenrad, erstes (51)
- 60
- -
- 61
- Sonnenrad, zweites (51)
- 62
- Sonnenrad, erstes (52)
- 63
- Sonnenrad, zweites (52)
- 64
- -
- 65
- -
- 66
- -
- 67
- -
- 68
- -
- 69
- Zahnrad
- 70
- -
- 71
- Zahnrad
- 72
- Zahnrad
- 73
- Zahnrad
- 74
- Hohlwelle
- 75
- -
- 76
- Zahnrad
- b21
- Breite
- b22
- Breite
- b57
- Breite
- b58
- Breite
- 16
- Übersetzungsverhältnis
- 17
- Übersetzungsverhältnis
- z11
- Zähnezahl
- z21
- Zähnezahl
- z22
- Zähnezahl
- z23
- Zähnezahl
- z24
- Zähnezahl
- z26
- Zähnezahl
- z27
- Zähnezahl
- z28
- Zähnezahl
- z29
- Zähnezahl
- z31
- Zähnezahl
- z47
- Zähnezahl
- z49
- Zähnezahl
- z57
- Zähnezahl
- z58
- ZähnezahL
- z59
- Zähnezahl
- z61
- Zähnezahl
- z62
- Zähnezahl
- z63
- Zähnezahl
- z64
- Zähnezahl
- z69
- Zähnezahl
- z71
- Zähnezahl
- z72
- Zähnezahl
1. Zylinder (1) mit mindestens einer umlaufenden Kurvenscheibe (6; 7) zum Ansteuern einer
Kurvenrolle (3) eines Bearbeitungsmittels, z. B. Punkturnadel oder Falzklappe eines
Falzapparates, wobei ein Planetenradgetriebe (12; 13; 51; 52) zum Antrieb der Kurvenscheibe
(6; 7) vorgesehen ist und die Kurvenscheibe (6; 7) bezüglich des Zylinders (1) phasenverstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetenradgetriebe (12; 13; 51; 52) im wesentlichen
aus zwei innenverzahnten Sonnenrädern (23, 24; 26, 27; 59, 61; 62, 63) und einem darin
eingreifenden, drehenden Planetenrad (21; 22; 57; 58) besteht, daß eine Lage eines
Eingriffsbereiches von dem Planetenrad (21; 22; 57; 58) und den Sonnenrädern (23,
24; 26, 27; 59, 61; 62, 63) zur Phasenverstellung in Umfangsrichtung veränderbar ist.
2. Zylinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetenrad (57; 58)
auf einer exzentrisch zu den Sonnenrädern (59, 61; 62, 63) liegenden Schwinge (54;
56) drehbar gelagert ist und die Schwinge (54; 56) zur Phasenverstellung schwenkbar
angeordnet ist.
3. Zylinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetenradgetriebe
(12, 13) als "Harmonic-Drive"-Getriebe (12, 13) ausgebildet ist.
4. Zylinder (1) nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetenrad (21;
22) flexibel ist und drehbar auf einer elliptischen Nockenscheibe (16; 17) gelagert
ist und daß die Nockenscheibe (16; 17) zur Phasenverstellung schwenkbar angeordnet
ist.
5. Zylinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei phasenverstellbare,
umlaufende Kurvenscheiben (6; 7) angeordnet sind und daß zum Antrieb jeder Kurvenscheibe
(6; 7) ein eigenes Planetenradgetriebe (12; 13; 51; 52) vorgesehen ist.
6. Zylinder (1) nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Planetenradgetriebe
(12, 13; 51, 52) koaxial hintereinander angeordnet sind.
7. Zylinder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Sonnenrad (24;
61) des vorgeordneten Planetenradgetriebes (12; 51) mit dem ersten Sonnenrad (26;
62) des nachgeordneten Planetenradgetriebes (13; 52) verbunden ist.
1. Cylinder (1) with at least one rotating cam disc (6; 7) for controlling a cam roller
(3) of a processing means, e.g. a pin or folding jaw of a folding apparatus, a planetary
gear (12; 13; 51; 52) being provided to drive the cam disc (6; 7) and the phase of
the cam disc (6; 7) relative to the cylinder (1) being adjustable, characterized in
that the planetary gear (12; 13; 51; 52) essentially comprising two internally toothed
sun wheels (23, 24; 26, 27; 59, 51; 62, 63) and a rotating planet wheel (21; 22; 57;
58) which meshes therewith, in that a position of a region of mesh between a planet
wheel (21; 22; 57; 58) and the sun wheels (23, 24; 26, 27; 59, 61; 62, 63) being variable
in the circumferential direction for the purpose of phase adjustment.
2. Cylinder (1) according to Claim 1, characterized in that the planet wheel (57; 58)
is rotatably mounted on a rocker (54; 56) which is eccentric with respect to the sun
wheels (59, 61; 62, 63), and the rocker (54; 56) being arranged in such a way as to
be pivotable for the purpose of phase adjustment.
3. Cylinder (1) according to Claim 1, characterized in that the planetary gear (12, 13)
is designed as a "harmonic-drive" gear (12, 13).
4. Cylinder (1) according to Claim 1 and 3, characterized in that the planet wheel (21;
22) is flexible and mounted rotatably on an elliptical cam disc (16; 17) and in that
the cam disc (16; 17) is arranged in such a way as to be pivotable for the purpose
of phase adjustment.
5. Cylinder (1) according to Claim 1, characterized in that at least two phase-adjustable
rotating cam discs (6; 7) are arranged and in that a dedicated planetary gear (12;
13; 51; 52) is provided for the purpose of driving each cam disk (6; 7).
6. Cylinder (1) according to Claims 1 and 5, characterized in that the planetary gears
(12; 13; 51; 52) are arranged coaxially one behind the other.
7. Cylinder (1) according to Claim 6, characterized in that the second sun wheel (24;
61) of the planetary gear (12; 51) arranged in front is connected to the first sun
wheel (26; 62) of the planetary gear (13; 52) arranged behind.
1. Cylindre (1) avec au moins un disque de came (6; 7) tournant, pour commander un galet
à came (3) d'un moyen de façonnage, par exemple une aiguille de report ou ardillon
de pointure ou une lamette de pliage d'une plieuse, une transmission à roue planétaire
(12; 13; 51; 52) étant prévue pour l'entraînement du disque à came (6; 7), et le disque
à came (6; 7) étant réglable en phase par rapport au cylindre (1), caractérisé en
ce que la transmission à roue planétaire (12; 13; 51; 52) est essentiellement constituée
de deux roues solaires (23, 24; 26, 27; 59, 61; 62, 63) à denture intérieure et d'une
roue planétaire (21; 22; 57; 58) rotative, s'y engrenant, en ce qu'une position d'une
zone d'engrènement de la roue planétaire (21, 22; 57, 58) et les roues solaires (23,
24; 26, 27; 59, 61; 62, 63), par rapport au réglage de phase, est modifiable en direction
périphérique.
2. Cylindre (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la roue planétaire (57;
58) est montée à rotation sur un balancier (54; 56) monté excentriquement par rapport
aux roues solaires (69; 61, 62, 63), et le balancier (54, 56) est disposé de façon
à pouvoir pivoter pour effectuer le réglage de phase.
3. Cylindre (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la transmission à roue
planétaire' (12, 13) est réalisée sous la forme d'une transmission "Harmonic-Drive"
(12, 13).
4. Cylindre (1) selon les revendications 1 et 3, caractérisé en ce que la roue planétaire
(21, 22) est flexible et est montée de façon à pouvoir tourner sur un disque à ergot
(16, 17) elliptique et en ce que le disque à ergot (16, 17) est disposé de façon à
pouvoir pivoter pour effectuer le réglage de phase.
5. Cylindre (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins deux disques
à came (6; 7) rotatifs, réglables en face sont prévus, et en ce qu'un entraînement
à roue planétaire (12; 13; 51; 52) propre est prévu pour l'entraînement de chaque
disque à came (6; 7).
6. Cylindre (1) selon les revendications 1 et 5, caractérisé en ce que les transmissions
à roue planétaire (12; 13; 51; 52) sont disposés coaxialement les unes derrière les
autres.
7. Cylindre (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la deuxième roue solaire
(24; 61) de la transmission à roue. planétaire (12; 51). amont est reliée à la première
roue solaire (26; 62) de la transmission à roue planétaire (13; 52) aval.