[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung von Störungen eines Sprachsignals.
[0002] Ein derartiges Verfahren kann vorteilhaft Anwendung zur Störbefreiung von Sprachsignalen
für sprachliche Kommunikation, insbesondere Freisprechanlagen z.B. in Kraftfahrzeugen,
Spracherkennungssystemen und ähnlichem finden.
[0003] Ein häufig verwandtes Verfahren zur Reduktion des Geräuschanteils in störungsbehafteten
Sprachsignalen ist die sogenannte spektrale Subtraktion. Dieses Verfahren hat den
Vorteil der einfachen aufwandsarmen Implementierung und einer deutlichen Geräuschreduktion.
[0004] Eine unangenehme Begleiterscheinung der Geräuschreduktion mittels spektraler Subtraktion
ist das Auftreten von kurzzeitig hörbaren tonalen Geräuschanteilen, die aufgrund des
vermittelten Höreindrucks als "musical tones" oder "musical noise" bezeichnet werden.
[0005] Maßnahmen zur Unterdrückung von "musical tones" bei der spektralen Subtraktion sind
die Überschätzung der Störleistung also die Überkompensation der Störung mit dem Nachteil
der erhöhten Sprachverzerrung oder das Zulassen eines relativ hohen Geräuschsockels
mit dem Nachteil einer nur geringen Geräuschreduktion (z.B. "Enhancement of Speech
Corrupted by Acoustic Noise" von Berouti, M.; Schwartz, R.; Makhoul, J.; in Proceedings
on ICASSP, pp. 208-211, 1979). Verfahren zur linearen oder nichtlinearen Glättung
und damit zur Unterdrückung der "musical tones" werden z.B. in "Suppression of Acoustic
Noise in Speech Using Spectral Subtraction" von S.F. Boll in IEEE Vol. ASSP-27, Nr.
2, pp. 113-120 beschrieben. Ein effektives nichtlineares Glättungsverfahren mit Medianfilterung
ist in der DE 44 05 723 A1 angegeben.
[0006] Bekannt sind auch Verfahren welche zusätzlich zu der spektralen Subtraktion die psychoakustische
Wahrnehmung mitberücksichtigen (z.B. T. Petersen und S. Boll, "Acoustic Noise Suppression
in a Peceptual Model" in Proc. on ICASSP, pp. 1086-1088, 1981). Die Signale werden
in den Bereich der psychoakustischen Lautheit transformiert um so eine gehörgerechtere
Verarbeitung durchzuführen. Von D.
[0007] Tsoukalas, P. Paraskevas und M. Mourjopoulos wird in "Speech Enhancement Using Psychoacoustic
Criteria", Proc. on ICASSP, pp. II359-II362, 1993 und von G. Virag in "Speech Enhancement
Based on Masking Properties of the Auditory System", Proc. on ICASSP, pp. 796-799,
1995, wird die errechnete Verdeckungskurve dazu benutzt, festzustellen, welche Spektrallinien
vom Nutzsignal verdeckt sind und somit nicht gedämpft werden müssen. Die Qualität
des Sprachsignals wird damit verbessert. Die störenden "musical tones" werden damit
aber nicht verringert.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zur Verringerung
von Störungen eines Sprachsignals anzugeben.
[0009] Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0010] Die Erfindung basiert im wesentlichen darauf, daß Signalanteile, die erst durch die
Geräuschreduktion einzeln hörbar in Erscheinung treten, als Störungen erkannt und
nachträglich durch selektive Dämpfung verringert oder beseitigt werden. Als Hörbarkeitskriterium
wird dabei in an sich bekannter Weise das Überschreiten einer Verdeckungskurve (masking
threshold) herangezogen.
[0011] Die Bestimmung von Verdeckungskurven ist z.B. aus Teilen des eingangs genannten Standes
der Technik, in ausführlicher allgemeiner Form auch z.B. aus Sound Engineering, Kap.
2., Psychoakustik und Geräuschbeurteilung (S. 10-33), Expert Verlag 1994 bekannt.
Die Bestimmung der Verdeckungskurven kann sowohl auf der Basis der aktuellen Sprachsignale
als auch auf der Basis eines Geräuschsignals in Sprachpausen erfolgen, wobei verschiedene
psychoakustische Effekte mit berücksichtigt werden können. Die Verdeckungskurven,
die auch als Maskierungskurven, Mithörschwellen, masking threshold und ähnlich in
der Fachliteratur bezeichnet sind, können als eine frequenzabhängige Pegelschwelle
für die Wahrnehmbarkeit eines schmalbandigen Tons angesehen werden.
[0012] Derartige Verdeckungskurven werden neben den Anwendungen zur Störbefreiung z.B. auch
zur Datenreduktion bei der Kodierung von Audiosignalen eingesetzt. Eine ausführliche
Vorgehensweise zur Bestimmung einer Verdeckungskurve ist neben den bereits genannten
Veröffentlichungen auch z.B. aus "Transform Coding of Audio Signals Using Perceptual
Noise Criteria" von J. Johnston in IEEE Journal on Select Areas Commun., Vol. 6, pp.
314-323, Febr. 1988 entnehmbar. Wesentliche Schritte eines typischen Verfahrens zur
Bestimmung einer Verdeckungskurve aus dem Kurzzeitspektrum eines gestörten Sprachsignals
sind insbesondere
- Kritische Bandanalyse, bei welcher das Spektrum eines Signals in sogenannte kritische
Bänder aufgeteilt und aus dem Leistungsspektrum P(i) durch Aufsummierung innerhalb
der kritischen Bänder ein kritisches Band-Spektrum B(n) (auch Bark-Spektrum, mit n
als Bandindex) gewonnen wird
- Faltung des Bark-Spektrums mit einer Verbreiterungsfunktion (Spreading-Funktion) zur
Berücksichtigung der Verdeckungseffekte über mehrere kritische Bänder hinweg; man
erhält ein modifiziertes Bark-Spektrum
- evtl. zusätzliche Berücksichtigung der unterschiedlichen Verdeckungseigenschaften
von rauschhaften und tonhaften Anteilen durch einen aus der Zusammensetzung des Signals
bestimmten Offsetfaktor
- Nach Renormierung im Verhältnis zur jeweiligen Energie in den kritischen Bändern und
ggf. Anhebung tieferliegender Werte auf die Werte der Ruhehörschwelle ergibt sich
eine barkbezogene Verdeckungskurve T(n) und daraus eine frequenzbezogene Verdeckungskurve
V(i) mit V(i) = T(n) für alle Frequenzen i innerhalb des jeweiligen kritischen Bandes
n
[0013] Mit der bestimmten Verdeckungskurve V(i) können die Spektralanteile des Signales
durch Vergleich des Leistungsspektrums P(i) mit der Verdeckungskurve V(i) in hörbare,
(P(i) > V(i)) und verdeckte (P(i) < V(i)) Anteile unterschieden werden.
[0014] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die Abbildungen
noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt
- FIG. 1
- ein Blockschaltbild eines Standardverfahrens zur spektralen Subtraktion
- FIG. 2
- ein Blockschaltbild zu einem Verfahren nach der Erfindung
- FIG. 3
- ein Sprachsignal in verschiedenen Stufen des erfindungsgemäßen Signalverarbeitungsverfahrens.
[0015] Die Verfahren zur spektralen Subtraktion beruhen auf der Verarbeitung des Kurzzeitbetragsspektrums
des gestörten Eingangssignals. In Sprachpausen wird das Störleistungsspektrum geschätzt
und anschließend gleichphasig vom gestörten Eingangssignal subtrahiert. Diese Subtraktion
wird üblicherweise als Filterung durchgeführt. Durch die Filterung erfolgt eine Gewichtung
der gestörten Spektralkomponenten mit einem reellen Faktor, in Abhängigkeit vom geschätzten
Signal-zu-Rauschverhältnis des jeweiligen Spektralbandes. Die Geräuschreduktion ergibt
sich demnach dadurch, daß gestörte spektrale Bereiche des Nutzungssignals im Verhältnis
ihres Störanteils gedämpft werden. Ein vereinfachtes Blockdiagram in FIG. 1 zeigt
eine typische Realisierung des Spektralsubtraktionsalgorithmus. In einer Analysestufe
erfolgt die Zerlegung des gestörten Sprachsignals, beispielsweise durch eine diskrete
Fourier Transformation (DFT), in eine Reihe von Kurzzeitspektren Y(i). Aus den Fourier-Koeffizienten
bildet die Einheit KM einen Kurzzeitmittelwert, der einen Schätzwert für die mittlere
Leistung Y
2(1) mit i als diskretem Frequenzindex des gestörten Eingangssignals darstellt. In
einer Einheit LM erfolgt, gesteuert durch den Sprachpausendetektor SP, die Schätzung
eines mittleren Störleistungsspektrums N
2(1) in den sprachsignalfreien Abschnitten. Jede Spektrallinie Y(i) des Eingangssignals
wird anschließend mit einem reellen Filterkoeffizienten H(i) multipliziert, der aus
dem Kurzzeitmittelwert Y
2(1) und dem Störleistungsmittelwert N
2(1) in der Einheit FK berechnet wird. Der Verfahrensschritt der Geräuschreduktion
ist als Multiplikationsstufe GR eingezeichnet. Durch eine inverse diskrete Fourier
Transformation (IDFT) ergibt sich am Ausgang der Synthesestufe das geräuschreduzierte
Sprachsignal.
[0016] Die Berechnung der Filterkoeffizienten H(i) kann nach unterschiedlichen, an sich
bekannten Gewichtungsregeln erfolgten. Typisch ist die Schätzung der Koeffizienten
nach

[0017] Mit fl als vorgebbarem Grundwert (auch spectral floor), der eine untere Schranke
für die Filterkoeffizienten darstellt und üblicherweise 0,1 < fl < 0,25 beträgt. Er
bestimmt einen im Ausgangssignal der spektralen Subtraktion verbleibenden Restgeräuschanteil,
der das Absenken der Mithörschwelle begrenzt und so schmalbandige Anteile im geräuschreduzierten
Ausgangssignal der spektralen Subtraktion teilweise verdeckt. Die Einhaltung eines
Grundwerts fl verbessert den subjektiven Höreindruck.
[0018] Zur Verdeckung aller Reststörungen der Art der "musical tones" müßte ein Grundwert
von ca. 0,5 gewählt werden, wodurch die maximal erreichbare Geräuschreduktion auf
etwa 6dB beschränkt wäre.
[0019] Ein bei dem erfindungsgemäßen Verfahren genutztes charakteristisches Merkmal von
musical tones ist, daß sie erst im Ausgangssignal des Geräuschreduktionsverfahrens
für das menschliche Ohr wahrnehmbar als Störung in Erscheinung treten. Die Wahrnehmbarkeit
kann durch die zweite Verdeckungskurve für dieses Ausgangssignal quantitativ erfaßt
werden. Gegenüber den gleichfalls die Pegelschwelle der zweiten Verdeckungskurve überschreitenden
Sprach-Nutzanteilen im Ausgangssignal, die auch bereits im Eingangssignal als Pegelüberschreitung
der ersten Verdeckungskurve wahrnehmbar sind, können die musical tones durch Vergleich
der wahrnehmbaren Signalanteile im Ausgangssignal und Eingangssignal der Geräuschreduktion
als neue hörbare Anteile unterschieden und in einem nachfolgenden Verarbeitungsschritt
gezielt selektiv gedämpft werden.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Detektion und Unterdrückung von schmalbandigen
Störungen wie musical tones ist anhand des Blockschaltbildes in FIG. 2 erläutert.
Es stellt eine Erweiterung des in FIG. 1 dargestellten Standardverfahrens zur spektralen
Subtraktion dar. Soweit das skizzierte Verfahren in FIG. 2 mit dem in FIG. 1 skizzierten
bekannten Verfahren übereinstimmt, sind gleiche Bezugszeichen verwandt. Aus den Eingangssignalen
Y(i) der Geräuschreduktion GR wird in einer Einheit VE eine erste Verdeckungskurve
V1(i) bestimmt. Aus den Ausgangssignalen Y'(i) der Geräuschreduktion wird in VA eine
zweite Verdeckungskurve V2(i) bestimmt.
[0021] Alternativ dazu kann die erste Verdeckungskurve V1(i) auch aus dem mittleren Störleistungsspektrum
am Eingang der Geräuschreduktion in Sprachpausen bestimmt werden. Die zweite Verdeckungskurve
kann auch aus der ersten Verdeckungskurve abgeleitet werden, z.B. durch Multiplikation
mit dem Grundwert fl, V2(i) = fl° Vl(i).
[0022] Der Vorteil der Bestimmung der Verdeckungskurven aus den aktuellen Eingangs- und
Ausgangssignalen der Geräuschreduktion besteht insbesondere darin, daß auch instationäre
Geräuschanteile sowie die verdeckende Wirkung der Sprachanteile mitberücksichtigt
werden. Wird dagegen die erste Verdeckungskurve aus dem mittleren Störleistungsspektrum
ermittelt und die zweite Verdeckungskurve näherungsweise nach V2(i) = fl·V1(1) bestimmt,
so ergibt sich eine erhebliche Verringerung der Rechenaufwands. Der Rechenaufwand
kann weiter dadurch verringert werden, daß die Verdeckungskurve wesentlich weniger
oft aktualisiert werden muß, da das mittlere Störleistungsspektrum in der Regel nur
langsam zeitveränderlich ist. Das qualitativ bessere synthetisierte Sprachsignal wird
aber mit der Bestimmung der Verdeckungskurven aus den aktuellen Signalen Y(i), Y'(i)
erzielt.
[0023] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht eine weitere Verbesserung durch
Detektion von stationären Signalanteilen, die von der selektiven Dämpfung ausgenommen
werden, auch wenn sie das Kriterium nur im Ausgangssignal Y'(i) wahrnehmbar zu sein,
erfüllen. In FIG. 2 ist hierfür ein Stationaritätsdetektor STAT eingezeichnet.
[0024] Er kann auf verschiedene Arten realisiert werden, beispielsweise durch die zeitliche
Verfolgung einzelner Spektrallinien oder auch der Filterkoeffizienten. Eine einfache
Realisierungsform ergibt sich mit der Forderung, daß mehrere zeitlich aufeinanderfolgende
Filterkoeffizienten jeweils einen bestimmten Schwellwert thr
stat überschreiten müssen, so daß gilt:

mit z.B. n=2 und thr
stat= 0,35.
[0025] Im Entscheider ENT werden zunächst mit Hilfe der zweiten Verdeckungskurve V
2(i) hörbare tonale Komponenten im Ausgangssignal des Geräuschreduktionsystems ermittelt.
Handelt es sich hierbei nicht um eine stationäre Komponente, wird untersucht, ob der
Spektralanteil schon vor der Filterung (Geräuschreduktion) hörbar war. Dies erfolgt
unter Verwendung der ersten Verdeckungskurve V
l(i). Wird der Frequenzanteil im Eingangssignal Y(i) als verdeckt festgestellt, wird
die Spektralkomponente im Ausgangssignal als musical tone angenommen und in einer
Nachverarbeitungsstufe NV gedämpft. Im anderen Fall, d.h. bei Nichtverdeckung im Eingangssignal
wird auf Sprache entschieden und keine zusätzliche Dämpfung vorgenommen.
[0026] Die zusätzliche Dämpfung in der Nachverarbeitung kann auf verschiedene Weise erfolgen.
So kann z.B. für eine als Störung erkannte neu hörbare spektrale Komponente der Pegelwert
auf den Wert der zweiten Verdeckungskurve gesetzt werden. Vorzugsweise wird der detektierte
Pegelwert der störenden spektralen Komponente auf einen korrigierten Wert gesetzt,
der sich aus der Filterung der spektral entsprechenden Eingangssignalkomponente mit
dem Grundwert fl als Filterkoeffizient ergibt.
[0027] In FIG. 3 sind verschiedene Stadien der Signalverarbeitung für ein gestörtes Sprachsignal
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren skizziert.
[0028] FIG. 3A zeigt ein Leistungsspektrum P(i) eines gestörten Signals am Eingang der Geräuschreduktion
sowie eine daraus bestimmte erste Verdeckungskurve V1(i) mit der Verdeckungskurve
übersteigenden Signalanteilen s. Nach Durchführung der spektralen Subtraktion ergibt
sich ein geräuschreduziertes Leistungsspektrum P'(i) = Y'
2(i) mit einer daraus bestimmten zweiten Verdeckungskurve V2(i) in welcher neben den
auch in FIG. 3A die Verdeckungskurve V1(i) überschreitenden Signalanteilen s weitere
Signalanteile m als die zweite Verdeckungsschwelle überschreitend auftreten, die als
nicht verdeckte und somit neu hörbare Signalanteile nach Art der musical tones erscheinen.
Diese neu hörbaren Signalanteile können detektiert und durch selektive Dämpfung ohne
Beeinträchtigung der Sprachanteile s unterdrückt werden. Das sich bei der selektiven
Dämpfung ergebende Leistungsspektrum P"(i) ist in FIG. 3C skizziert. Nur die als Sprachsignale
bewerteten Signalanteile s übersteigen die Verdeckungskurve, wobei diese Signale nunmehr
um ein weit größeres Maß über der Verdeckungskurve V2(i) liegen als die entsprechenden
Anteile im Eingangssignal über der dort geltenden Verdeckungskurve V1(i) (FIG. 3A)
und somit deutlicher hörbar sind. Die musical tones m aus FIG. 3B sind im Pegel unter
die Verdeckungskurve V2(i) gedrückt und somit nicht mehr als individuelle Töne wahrnehmbar.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf die spektrale Subtraktion zur Geräuschreduktion beschränkt.
Das Verfahren, die Verdeckungskurven am Eingang und am Ausgang einer Geräuschreduktion
zu ermitteln und aufgrund neu hörbarer Anteile am Ausgang Störungen zu detektieren
und zu unterdrücken, läßt sich auch auf andere Signalverarbeitungssysteme, z.B. zur
Signalkodierung übertragen.
1. Verfahren zur Verringerung von Störungen eines Sprachsignals, bei welchem ein Geräuschreduktionsverfahren
eingesetzt und die spektrale psychoakustische Verdeckung mit berücksichtigt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß eine erste spektrale Verdeckungskurve für das Eingangssignal und eine zweite
spektrale Verdeckungskurve für das Ausgangssignal des Geräuschreduktionsverfahrens
bestimmt werden, daß die zweite Verdeckungskurve übersteigende neu hörbare Anteile
des Ausgangssignals des Geräuschreduktionsverfahrens, denen keine spektral entsprechenden,
die erste Verdeckungskurve übersteigenden Anteile des Eingangssignals gegenüberstehen,
zusätzlich selektiv gedämpft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein spektrales Subtraktionsverfahren
als Geräuschreduktionsverfahren.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die neu hörbaren Anteile auf
ihren Grundwert der spektralen Subtraktion reduziert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die neu hörbaren
Anteile auf ihren Wert der spektralen Verdeckungskurve reduziert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß über ein vorgebbares
Zeitintervall statische neu hörbare Anteile des Ausgangssignals von der zusätzlichen
selektiven Dämpfung ausgenommen werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Verdeckungskurve aus dem Ausgangssignal der Geräuschreduktionsverfahrens bestimmt
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Verdeckungskurve aus der ersten Verdeckungskurve abgeleitet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Verdeckungskurve aus dem Eingangssignal des Geräuschreduktionsverfahrens bestimmt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Verdeckungskurve aus Geräuschsignalen in Sprachpausen bestimmt wird.
1. Method of reducing disturbances of a speech signal, in which a noise-reducing process
is used and the spectral psychoacoustic masking is taken into consideration, characterised
in that a first spectral masking curve for the input signal and a second spectral
masking curve for the output signal of the noise-reducing process are determined and
that newly audible portions, which exceed the second masking curve and opposite which
there are no spectrally corresponding input signal portions exceeding the first masking
curve, of the output signal of the noise-reducing process are in addition selectively
damped.
2. Method according to claim 1, characterised by a spectral subtraction process as noise-reducing
process.
3. Method according to claim 2, characterised in that the newly audible portions are
reduced to their fundamental value of the spectral subtraction.
4. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the newly audible portions
are reduced to their value of the spectral masking curve.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that static newly audible
portions of the output signal are excluded from the additional selective damping by
way of a presettable time interval.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the second masking
curve is determined from the output signal of the noise-reducing method.
7. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the second masking
curve is derived from the first masking curve.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the first masking
curve is determined from the input signal of the noise-reducing process.
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that the first masking
curve is determined from noise signals in pauses in speech.
1. Procédé pour réduire des parasites d'un signal vocal, selon lequel on utilise un procédé
de réduction du bruit et on prend en compte conjointement le masquage spectral psycho-acoustique,
caractérisé en ce qu'on détermine une première courbe de masquage spectral pour le
signal d'entrée, une seconde courbe de masquage spectral pour le signal de sortie
du procédé de réduction des parasites, que des composantes nouvellement audibles du
signal de sortie du procédé de réduction des parasites, qui dépassent la seconde courbe
de masquage et auxquelles n'est opposée aucune composante spectrale correspondante
du signal d'entrée, qui dépasse la première courbe de masquage, sont en outre affaiblies
de façon sélective.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par un procédé spectral de soustraction
en tant que procédé de réduction des parasites.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les composantes nouvellement
audibles sont réduites à leur valeur de base par la soustraction spectrale.
4. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que les
composantes nouvellement audibles sont réduites à leur valeur de la courbe de masquage
spectral.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les composantes
statiques nouvellement audibles du signal de sortie sont exclues de l'affaiblissement
sélectif supplémentaire, pendant un intervalle de temps pouvant être prédéterminé.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la seconde courbe
de masquage est déterminée à partir du signal de sortie du procédé de réduction des
parasites.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la seconde courbe
de masquage est dérivée de la première courbe de masquage.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la première courbe
de masquage est déterminée à partir du signal d'entrée du procédé de réduction de
parasites.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la première courbe
de masquage est déterminée à partir de signaux de bruit pendant des pauses de conversation.