(19)
(11) EP 0 914 784 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.10.2003  Patentblatt  2003/41

(21) Anmeldenummer: 98811087.0

(22) Anmeldetag:  30.10.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A45C 13/10, E05B 65/52, E05C 5/00

(54)

Behälter insbesondere Reisekoffer und Herstellungsverfahren

Container in particular luggage case and manufactering process

Conteneur en particulier valise et procédé de fabrication


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI LU MC NL SE

(30) Priorität: 30.10.1997 CH 252297
09.10.1998 CH 204398

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.05.1999  Patentblatt  1999/19

(73) Patentinhaber: Swiss Luggage SL AG
3018 Bern (CH)

(72) Erfinder:
  • Gygax, Ruedi
    3084 Wabern (CH)
  • Radtke, Martin
    58636 Iserlohn (DE)
  • Waitz, Karl-Heinz
    58636 Iserlohn (DE)
  • Bigler, Michael
    3007 Bern (CH)
  • Gisiger, Urs
    2545 Selzach (CH)

(74) Vertreter: Roshardt, Werner Alfred, Dipl.-Phys. 
Keller & Partner Patentanwälte AG Schmiedenplatz 5 Postfach
3000 Bern 7
3000 Bern 7 (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 458 394
DE-A- 4 118 038
US-A- 5 111 918
EP-A- 0 513 853
GB-A- 2 094 878
US-A- 5 249 653
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 096, no. 006, 28. Juni 1996 & JP 08 038232 A (AIRISU OOYAMA KK), 13. Februar 1996
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter, insbesondere einen Reisekoffer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung des Boden- und Deckelteils des Behälters gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 19.

Stand der Technik



[0002] Unter dem obengenannten Behälter werden nicht nur Reisekoffer, sondern auch Ak-Aktenkoffer, Handtaschen, Schachteln, Verpackungseinheiten, ... insbesondere mit steifem Boden- und Deckelteil verstanden. Derartige Behälter mit einer Verschlusseinheit, welche eine aufmachbare Klappe aufweist, sind u.a. aus der DE-A 196 13 638, der CH-A 474 230, der DE-A 31 30 243, der DE-A 41 18 038 und der DE-C 35 00 862 bekannt.

[0003] Aus der EP-A 0513 853 ist femer ein Reisekoffer bekannt, der zusätzlich zu einem zentralen Verschluss in seinen Ecken Verschlussklinken aufweist. Diese Verschlussklinken sind auf die Ecken aufgesetzt und können deshalb bei einem Fall des Koffers auf eine dieser Ecken stark beschädigt werden, was zu einem ungewollten Öffnen bzw. Aufspringen des Koffers führen kann. Analoge als Klinken ausgebildete Eckverschlüsse sind in dem japanischen Patentabstract zur JP 08.038232 sowie in der britischen Patentanmeldung GB-A 2 094 878 beschrieben.

Darstellung der Erfindung


Aufgabe der Erfindung



[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter zu schaffen, der auch extremen Belastungen gewachsen ist, unter diesen Belastungen seinen Inhalt nicht freigibt und seinerseits Beschädigungen weitgehendst widersteht.

Lösung der Aufgabe



[0005] Die obengenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die beiden den Boden- und Deckelteil zusammenhaltenden Verschlusseinheiten nicht mehr distanziert von den Ekken an einer dem Scharnier gegenüberliegenden Schmalseite angeordnet werden, sondern direkt in der Ecke; sie sind Teil der Ecke. Hierdurch wird eine bedeutend bessere Verklammerung der beiden Behälterteile erreicht.

[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsvariante weisen die Ecken Vertiefungen auf, welche die Verschlusseinheiten aufnehmen. Werden nun die Vertiefungen derart ausgebildet, dass eine Tangentialebene an die Vertiefungsränder über der Verschlusseinheit zu liegen kommt oder allenfalls die äussere Kontur der Verschlusseinheit touchiert, so ist beim Herunterfallen des Behälters und einem Aufschlag auf seine die Verschlusseinheit aufweisende Kante eine hohe Sicherheit gegen Beschädigung gegeben.

[0007] In einer bevorzugten Ausführungsvariante wird der Behälter mit einem Verschluss, insbesondere einem zylindrischen Verschluss versehen, der einfach, auch bei stark gefülltem Behälter, d.h. bei gegen den Deckel drückendem Inhalt zu schliessen ist. Dies wird dadurch erreicht, dass der Verschluss aus zwei Verschlusshälften besteht, wobei die eine Hälfte einen Einhängeteil und die andere Hälfte einen in den Einhängeteil eingreifenden Eingreifteil hat. Eine der Verschlusshälften hat eine mit ihrer Befestigungseinrichtung zusammenwirkende Schwenk- und Verschiebeeinrichtung, mit der die beiden Teile einhakend ineinander bzw. auseinander mit einer Schwenk-Schiebebewegung bewegbar sind.

[0008] In einer weiteren Ausführungsvariante wird bevorzugt zusätzlich zu den beiden seitlichen Verschlusseinheiten eine zentrale Verschlusseinheit vorgesehen, welche ebenfalls ein Zuziehen eines "gut" gefüllten Behälters, insbesondere eines Reisekoffers, gestattet. Es wird hierzu eine konstruktiv einfache und robuste Ausgestaltung mit einer bevorzugt grossen Schliesskraft gewählt. Diese Verschlusseinheit hat eine Klappenanordnung, wobei eine zweite Klappeneinheit am Ende der ersten Klappeneinheit angeordnet ist, an diesem Verbindungsort beide Klappeneinheiten im spitzen Winkel zu liegen kommen und die Oberflächenlänge der zweiten Klappeneinheit in Längsrichtung kürzer als die der ersten ist und unter dieser liegt. Zum einfachen Öffnen sowie zum Zusammenziehen der Behälterteile hat man ferner die zweite Klappeneinheit ausschwenk- und umknickbar ausgebildet. Durch insbesondere eine Einbeziehung der unten beschriebenen Ausführungsvarianten ist ein grosser Schliessweg bei einer grossen Schliesskraft gegeben.

[0009] Weiteres Augenmerk ist in bevorzugten Ausführungen des Behälters auf dessen Gewichtsersparnis gelegt worden. Ein wesentlicher Teil der Gewichtserspamis ergibt sich durch die unten ausgeführte asymmetrische mehrlagige Lagenfolge des Schalenaufbaus des Boden- und/oder Deckelteils. Um auch bei einer sehr geringen Schalendikke spalfförmige Öffnungen zwischen Boden- und Deckelteil bei geschlossenem Behälter zu vermeiden, ist eine weitere Verschlusseinheit zwischen Boden- und Deckelteil bevorzugt in unmittelbarer Nähe des Traggriffes angeordnet. Da spalfförmige Öffnungen bevorzugt beim Tragen des Behälters bzw. Reisekoffers sich ergeben würden, erfolgt die Verriegelung beim Aufklappen des Traggriffes beim Anheben des Behälters.

[0010] Zur Herstellung des Behälters, insbesondere eines Reisekoffers mit einem mittels eines Scharniers auf - und zumachbar gehaltenen Boden - und Deckelteil nach einem der Ansprüche, wird ein mit Harz getränktes Carbongewebe in eine der Negativ Form des Boden - bzw. Deckelteils entsprechende Form eingelegt, auf dieses Carbongewebe wenigstens zwei mit Harz getränkte Polyestergewebe gelegt und nach dem Aushärten der Boden bzw. Deckelteil entnommen.

[0011] Weitere Vorteile der Erfindung sowie deren Ausführungsvarianten ergeben sich aus den nachfolgenden Ausführungen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0012] Nachfolgend werden Beispiele des erfindungsgemässen Behälters, hier beispielsweise als Reisekoffer ausgebildet, anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Darstellung des als Reisekoffer ausgebildeten erfindungsgemässen Behälters,
Fig. 2
eine Draufsicht auf den in Figur 1 dargestellten Koffer in Blickrichtung II,
Fig. 3
eine perspektivische Darstellung des Kofferhandgriffs in einer Blickrichtung aus dem Kofferinneren heraus bei abgenommener Kofferseitenwand bei aufgeklapptem Handgriff sowie
Fig. 4  bei zurückgeklapptem Handgriff in vergrösserter Darstellung gegenüber derjenigen in Figur 1,
Fig. 5  eine Draufsicht auf eine Verschlusseinheit zwischen Boden- und Deckelteil des Reisekoffers,
Fig. 6  einen Längsschnitt durch die in Figur 5 dargestellte Verschlusseinheit mit noch zusammengeschobenen Verschlusshälften und
Fig. 7  mit auseinander geschobenen Verschlusshälften, sowie
Fig. 8  zusammengeschobene Verschlusshälften mit einer Anzeige des getätigten Verschlusses,
Fig. 9  einen Längsschnitt durch ein in Figur 2 gezeigtes Scharnier in geschlossenem Zustand des Reisekoffers,
Fig. 10  einen Längsschnitt durch das in Figur 9 dargestellte Scharnier in teilweise geöffnetem Zustand des Reisekoffers,
Fig. 11  einen Längsschnitt durch das in Figur 9 dargestellte Scharnier in vollständig geöffnetem Zustand des Reisekoffers,
Fig. 12  eine perspektivische Explosionsdarstellung der Scharnierelemente des in den Figuren 9 bis 11 gezeigten Schamiers,
Fig. 13  einen Querschnitt durch eine Variante eines in den Figuren 6 bis 8 dargestellten Verschlusses bei teilweise gegenüber einem Kofferboden aufgeschwenktem Kofferdeckel, wobei der Schnitt senkrecht zur Scharnierachse zwischen Deckel und Boden liegt,
Fig. 14  einen Querschnitt durch den in Figur 13 dargestellten Verschluss jedoch mit an-einanderliegenden Verschlusshälften (erster Schritt beim Verschliessen),
Fig. 15  eine weitere Darstellung des Verschlusses gemäss Figur 13 im zweiten Verschlussschritt,
Fig. 16
eine weitere Darstellung des in Figur 13 dargestellten Verschlusses in dem auf den zweiten Verschlussschritt folgenden geschlossenen Zustand,
Fig. 17
einen Querschnitt des in Figur 14 dargestellten Verschlusses entlang der dortigen Linie XVII - XV,II
Fig. 18
eine perspektivische Darstellung der mechanischen Elemente der beiden Verschlusshälften im geschlossenen Zustand des Verschlusses,
Fig. 19
einen Längsschnitt durch eine Verschlusseinheit im geschlossenen Zustand, angeordnet an dem dem Behälterscharnier entgegengesetzt liegenden Trennrandbereich der beiden Behälterteile (Boden- und Deckelteil) und
Fig. 20
eine Explosionsdarstellung der Einzelteile der in Figur 19 dargestellten Verschlusseinheit.

Wege zur Ausführung der Erfindung



[0013] Der in den Figuren 1 und 2 im geschlossenen Zustand dargestellte Koffer als Behälter hat einen mittels dreier Scharnierteile 1a bis 1c auf- und zumachbar zusammengehaltenen Boden- und Deckelteil 3 und 5. Ein beispielsweiser Aufbau der Scharnierteile 1a bis 1c ist weiter hinten beschrieben. Boden- und Deckelteil 3 und 5 werden mit zwei Verschlusseinheiten auf- und zumachbar zusammengehalten. Jede Verschlusseinheit 6a und 6b ist in einer der äusseren Ecken 7a und 7b einer Schmalseite 9 angeordnet, welche dem aus den drei Scharnierteilen 1a bis 1c bestehenden Scharnier gegenüberliegt.

[0014] Der Koffer hat eine annähernd quaderförmige Aussenkontur. In den äusseren Ekken 7a und 7b sowie in den restlichen Kofferecken 7c und 7d entlang der Kofferhöhenkanten sind annähernd halbkreisförmige Ausnehmungen 11a bis 11d gleicher Abmessungen mit einem abgerundeten Einlauf 12 zur jeweiligen Seitenoberfläche angeordnet. Die Ausnehmungen 11a bis 11d sind sowohl im Boden- wie auch im Deckelteil 3 und 5 angeordnet, wobei deren Konturen miteinander fluchten. Die Tiefe der Ausnehmungen 11a bis 11d ist derart gewählt, dass eine gekrümmte Weiterführung der Seitenflächen, wie durch die gestrichelte Linie 13 jeweils angedeutet, über der jeweiligen Verschlusseinheit 6a bzw. 6b sowie über den unten beschriebenen Behältnissen 14a und 14b liegen würde. Dieser Linienverlauf ergibt ein ästhetisch gutes Aussehen. Wird jedoch die Tiefe der Ausnehmungen 11a bis 11d derart gewählt, dass eine Tangentialebene gerade über der Aussenkontur der Verschlusseinheiten 6a und 6b bzw. der Behältnisse 14a und 14b zu liegen kommt, so ist ein guter Aufschlagschutz gegeben, falls der Koffer auf eine der (Höhen-)Kanten fallen würde. Die Aufschlagskraft verteilt sich dann nämlich auf die beiden abgerundeten Einlaufkanten 12 und auf die äusserste Mantellinie der betreffenden Verschlusseinheit 6a bzw. 6b oder des betreffenden Behältnisses 14a bzw. 14b.

[0015] Die Behältnisse 14a und 14b sind hohl und bestehen aus einem Hülsenteil mit abnehmbarer Klappe. In die Hülsenteile können Kleingegenstände wie beispielsweise Münzen zum Telefonieren abgelegt werden.

[0016] Ferner hat der Koffer in einer abgeschrägten Kante 16 des Bodenteils 3 von den Eckbereichen distanzierte Rollen 18a und 18b, auf denen der Koffer unter Verwendung eines ausziehbaren Ziehgriffs 20 auf dem Boden verschieb- bzw. ziehbar ist. Der Ziehgriff 20 liegt im zurückgezogenen Zustand bündig in der Bodenwand 22 des Bodenteils 3.

[0017] Der Koffer ist mit einem an der Schmalseite 9 des Bodenteils 3 angeordneten Handgriff 15 tragbar. Der Handgriff 15 hat eine Doppelfunktion: Er dient zum einen zum Tragen des Koffers. Zum anderen dient er zum Zusammenhalten von Boden- und Dekkelteil 3 und 5 beim Tragen des Koffers.

[0018] Die Figuren 3 und 4 zeigen den gesamten Handgriffmechanismus 24, herausgenommen aus einer Vertiefung 17 in der Schmalseite 25 der Kofferschmalseite 9 in einer Blickrichtung vom Kofferinneren. Die Profilkanten 27 liegen im eingesetzten Zustand auf dem Boden der Vertiefung 17 auf. Die Befestigung des Handgriffmechanismus erfolgt durch vier (nicht dargestellte) Schrauben, welche durch die Wandung der Schmalseite 25 in Rohrstutzen 29 greifen.

[0019] Der Handgriff 15 ist aus einer Vertiefung 17 herausklappbar ausgebildet. Die Tiefe der Vertiefung 17 ist so gross gewählt, dass im eingeklappten Zustand des Handgriffs 15 dieser nicht über die Oberseite der Schmalseite 9 bzw. 25 hervorsteht. Die Wirkungsweise des aufklappbaren und mittels der Kraft einer Feder 19 selbsttätig einklappenden Handgriffs 15 wird anhand der Figuren 3 und 4 erläutert. Figur 3 zeigt den Handgriff 15 in der in Figur 1 dargestellten Position.

[0020] Ist der Handgriff 15 in die Vertiefung 17 eingeklappt, so ist ein hakenförmiges Verschlusselement 21 einer weiteren Verschlusseinheit nicht im Eingriff mit einem Schieber 23. Das Verschlusselement 21 ist mit seinem Fussteil 30 im Inneren einer Schmalseite 31 des Deckelteils 5 angeordnet. Die Schmalseite 31 ist Teil der Kofferschmalseite 9. Der Handgriff 15 ist an seinen Schenkelenden mit einer Achse 33 starr verbunden. Auf dieser Achse 33 sitzen zusätzlich zur Feder 19 eine Druckfeder 34, der Schieber 23 und ein mit diesem verbundenes Verschiebeelement 35, welches eine zu einer Ebene senkrecht zur Achse 33 geneigt verlaufende Schräge 37 aufweist. Ferner ist auf der Achse 33 ein radial wegstehendes mit der Achse 33 mitschwenkbares Kragelement 38 angeordnet. Dieses Kragelement 38 rutscht beim Verdrehen der Achse 33 durch eine Griffbewegung an der Schräge 37 entlang. Die Druckfeder 34 drückt gegen den Schieber 23 und dieser auf das Verschiebeelement 35, dessen Schräge 37 am Kragelement 38 anliegt. Das Kragelement 38 ist in Figur 3 in seiner gegen den Boden der Vertiefung 17 gedrehten Lage und in Figur 4 etwas undeutlich in seiner weggedrehten Lage zu sehen.

[0021] Den in die Vertiefung 17 eingeklappten Handgriff 15 zeigt Figur 4. Das Kragelement 38 ist weggedreht und die Schräge 37 liegt an einem Vorsprung 39 an, der an einer Seitenwand 40 des Handgriffmechanismus 24 angeordnet ist. Wird nun der Handgriff 15 gegen die Kraft der Feder 19 hochgeklappt, was beim Aufnehmen des Koffers vom Boden erfolgt, so wird die Achse 33 verdreht. Hierdurch wird das Kragelement 38 gegen den Boden der Vertiefung 17 in die in Figur 3 gezeigte Stellung verdreht. Es rutscht hierbei an der Schräge 37 entlang, wodurch das Verschiebeelement 35 mit dem Schieber 23 in Richtung auf die Feder 19 auf der Achse 33 verschoben wird, bis der Schieber 23 mit seiner Haltevertiefung 41 über den Haken 43 des am Deckelteil 5 befestigten Verschlusselements 21 greift. Boden- und Deckelteil 3 und 5 sind nun durch dieses Verschlusselement und den Schieber 23 zusätzlich verriegelt. Die Verriegelungsstellung zeigt Figur 3.

[0022] Die Verschlusseinheiten 6a und 6b sind unterschiedlich ausgebildet; beide weisen jedoch ein Schlüsselschloss sowie ein Zahlenschloss auf, wobei jeweils das Schlüsselschloss in der einen Verschlusshälfte und das Zahlenschloss in der jeweils anderen Verschlusshälfte angeordnet ist.

[0023] Figur 5 zeigt die Verschlusseinheit 6a in einer Draufsicht. Die eine Verschlusshälfte 45a, welche am Bodenteil 3 in der Ausnehmung 11 a angeordnet ist, weist das Zahlenschloss 47a auf. Die andere Verschlusshälfte 45b, welche am Deckelteil 5 angeordnet ist, hat einen Druckknopf 49a. Der Druckknopf 49a ist an der Stirnseite der Verschlusshälfte 49a angeordnet und weist mittig einen in Figur 6 dargestellten Schlüsselschlitz 51 auf, wie im Querschnitt in Figur 6 ersichtlich ist. Der Druckknopf 49a wirkt über die Zwischenstücke 53a und 53b auf einen axial beweglichen Stössel 55 mit einem pilzförmigen Stösselkopf. 56. Die beiden Zwischenstücke 53a und 53b sind mit Druckfedem 54a und 54b derart belastet, dass der Druckknopf 49a nach aussen gedrückt wird. Die Verschlusshälften 45a und 45b sind über zwei gegenüberliegende, aufschwenkbare Klinken 57a und 57b in der Verschlusshälfte 45a, welche in einen passenden Hakenring 59 in der Verschlusshälfte 45b greifen, gehalten. Figur 6 zeigt die Klinken 57a und 57b bei eingedrücktem Druckknopf 49a im entriegelten Zustand.

[0024] Die Klinken 57a und 57b sind auf je einer Achse 61 schwenkbar gelagert. Jede Klinke 57a und 57b hat eine rückwärtige Verlängerung 63, auf die je eine Druckfeder 64 wirkt. In Figur 6 hat die Oberfläche des Stösselkopfes 56, der an schrägen Ansätzen 65 der Verlängerungen 63 angreift, durch Hebelwirkung die Klinken 57a und 57b nach innen geschwenkt, wodurch diese nicht mehr im Eingriff mit dem Hakenring 59 sind. Der auseinandergezogene Zustand der beiden Verschlusshälften 45a und 45b ist in Figur 7 dargestellt, wobei hier immer eine Figurenhälfte eine Draufsicht und die andere einen Querschnitt darstellt.

[0025] Bei Eindrücken des Stössels 55 durch den Druckknopf 49a wird ein Verriegelungsstössel 67 in Figur 6 nach rechts verschoben. Dieser Verriegelungsstössel 67 lässt sich nur nach rechts verschieben, wenn auf dem Zahlenschloss 47a die richtige Kombination eingestellt ist. Der Druckknopf 49a lässt sich nur Eindrücken, wenn das Schlüsselschloss dies erlaubt. Auf die genaue Funktionsweise des Zahlen- und des Schlüsselschlosses wird hier nicht näher eingegangen.

[0026] Es hat sich nun gezeigt, dass bei insbesondere stark gefülltem Koffer und/oder oberflächlichem Betätigen der beiden Verschlusseinheiten 6a und 6b eine erste Verschlusseinheit wohl geschlossen sein kann, die zweite jedoch nicht. Das Schliessen einer ersten Verschlusseinheit ist relativ einfach feststellbar, da hierbei Boden- und Dekkelteil 3 und 5 aufmachbar oder nicht aufmachbar sind. Das Nichtschliessen einer zweiten Verschlusseinheit könnte jedoch zu einer Beschädigung der ersten geschlossenen Verschlusseinheit und/oder der mit dem Handgriff 15 selbsttätig wirkenden Verschlusseinheit führen. Zur Verhinderung derartiger Beschädigungen ist an wenigstens einer der in den Ausnehmungen 11a und 11b angeordneten Verschlusseinheiten 6a und/oder 6b eine Anzeigeeinheit vorhanden, welche ein einwandfreies Verschliessen anzeigt.

[0027] Die Anzeigeeinheit hat, wie an der Verschlusseinheit 6b in Figur 8 dargestellt wird, einen Klemmknopf 69, der bei nicht ordnungsgemässem Verschluss hervorstehend ist. Der Klemmknopf 69 ist als hakenförmiger federbelasteter Schieber ausgebildet, der eine Öffnung 71 hat. Der Klemmknopf 69 hat einen zur geometrischen Achse der Verschlusseinheit zeigendes hakenförmiges Ende 72 mit einer angeschrägten Innenseite 73. Der Querschnitt des Endes 72 ist derart ausgebildet, dass es in eine Öffnung 75 im anderen Verschlussteil der Verschlusseinheit passt. Wird nun bei zusammengeschobenen Verschlussteilen der Verschlusseinheit 6b der Klemmknopf 69 eingedrückt, so erfolgt durch die angeschrägte Innenseite 73 ein weiteres Zusammenziehen der beiden Verschlussteile. Ist der Klemmknopf 69 vollständig eingedrückt, so rastet ein Stössel 77 in die Öffnung 71 ein. Die beiden Verschlussteile sind unter Anzeige ihrer Verriegelung (nicht mehr hervorstehender Knopf) miteinander verbunden. Zum Lösen der beiden Verschlussteile wird auf einen stimseitigen Knopf 49b (analog zum Knopf 49a) gedrückt, der über einen weiteren Stössel 79 den Stössel 77 aus der Öffnung 71 herausdrückt, wodurch der Klemmknopf 69 herausspringt und die beiden Verschlussteile voneinander gelöst werden.

[0028] In den restlichen ebenfalls mit Ausnehmungen 11c und 11d versehenen Ecken des Koffers wird man insbesondere aus ästhetischen Gründen, der Symmetrie wegen, den Verschlusseinheiten 6a und 6b in der Kontur angepasste Körper 14a und 14b anordnen. Diese Körper 14a und 14b dienen der Erhöhung der Aufschlagstabilität des Koffers. Sie können zusätzlich innen hohl mit einem Boden- und einem Kapselteil als Behältnisse ausgebildet sein. Ist der Kapselteil abnehmbar, können Kleinteile im Inneren verstaut werden.

[0029] Die Schale des Boden- und des Deckelteils 3 und 5 sind analog aufgebaut. Beide Schalen weisen einen asymmetrischen Aufbau auf. Die einzelnen Komponenten setzen sich aus einer Lage von Kohlefasern (Carbon), einer Lage von Polyester- bzw. Glasfaser und einem PVC-Schaumkern zusammen. Zur Verminderung eines Verzuges in den Stirnseiten des Boden- und des Deckelteils 3 und 5 wird der Lagenaufbau mit einem zusätzlichen Streifen Kohlefaser mit einer Breite der entsprechenden Stimseite verstärkt. Die Ausrichtung der Kohlefaser erfolgt unter 45°. Die äusserste sichtbare Schicht ist immer ein Kohlefasergewebe mit der Bezeichnung 2/2 und 3k, 6k bzw. 12k. Die inwendig verwendete Lage ist aus einem Polyester- oder einem Glasgewebe. Es können eine Lage oder zwei Lagen verwendet werden. Die Ausrichtung dieses Gewebes erfolgt unter 0°. Die Matrix ist bei allen Lagetypen ein Epoxydharz. Als Kernmaterial wird in den Flächen und Stirnseiten mit Ausnahme der Ecken ein PVC-Hartschaum mit einer bevorzugten Dicke von 2 mm bis 4 mm verwendet. Die Ecken werden partiell mit einem Polycarbonat-Schaum mit einer bevorzugten Dicke von 2 mm bis 4 mm verstärkt.

[0030] Ein Lagenaufbau ohne Schaumkern ist bei Aktenkoffern und Beautycases einsetzbar. Hier ist das Kohlefaser- und Polyester- bzw. Glasgewebe zu einem Gewebe verbunden, wobei dann das Gewebe mit der Matrix imprägniert ist.

[0031] Anstelle eines dreilagigen Schalenaufbaus kann auch ein vierlagiger verwendet werden, wobei dann entweder drei mit Harz getränkte Polyestergewebe auf das Carbongewebe folgen oder zwischen den beiden Polyestergeweben ein Schaumstoffkern eingelegt wird. Selbstverständlich können auf das Carbongewebe auch vier mit Harz getränkte Polyestergewebe folgen. Wenigstens eines der Polyestergewebe kann auch durch ein hochdrapierfähiges Glasgewebe ersetzt werden.

[0032] Bei der Schalenherstellung ist darauf zu achten, dass die Gewebe nicht erst in eine Form eingelegt werden und dann anschliessend mit Harz bestrichen werden. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei dieser Herstellungsart unschöne kleine, jedoch sichtbare Blasen im ausgehärteten Carbongewebe verbleiben. Diese Bläschen lassen sich vermeiden, wenn in die Form jeweils vorher mit dem betreffenden Harz getränktes Gewebe eingelegt wird.

[0033] Die oben beschriebenen Verschlusseinheiten 6a und 6b haben bevorzugt eine kreiszylindrische Innenkontur und eine tonnenförmige Aussenkontur. Sie können nun Zahlen- und Schlüsselschloss enthalten oder nur jeweils eine der beiden Schlossarten. Die Verschlusseinheiten 6a und 6b haben eine zylindrische Kontur, welche gut in die Ausnehmungen 11a und 11b hineinpassen. Es können aber auch andere Aussenkonturen gewählt werden.

[0034] Von den in Figur 2 sichtbaren Scharnieren 1a bis 1c zeigen die Figuren 9 bis 12 eine beispielsweise Ausführungsvariante, welche hier bevorzugt bei einem Reisekoffer eingesetzt ist. Dasselbe Scharnier kann aber auch an einer Kiste und anderen Behältem verwendet werden. Wie aus der nachfolgenden Beschreibung hervorgeht, wird man diese Ausführungsvariante überall dort gerne einsetzen, wo Ober- und Unterteil, hier Boden und Deckelteil 3 und 5 im geschlossenen Zustand miteinander fluchten, im geöffneten Zustand aber nebeneinander zu liegen kommen.

[0035] Jedes Scharnier hat ein doppelachsiges Schwenkgelenk mit zwei Schwenkgelenkteilen 301a und 301b, ein Zwischenstück 303 und einen Bügel 305. Die beiden Schwenkgelenkteile 301a und 301b sind spiegelbildlich zueinander ausgebildet. Der Schwenkgelenkteil 301a wird am Deckelteil 5 und der Schwenkgelenkteil 301 b am Bodenteil 3 befestigt (geklebt, geschraubt, genietet,...). Nachfolgend werden die Bezugszeichen zu den entsprechenden Elementen des Schwenkgelenkteils 301a mit "a" gekennzeichnet und diejenigen des Schwenkgelenkteils 301b mit "b".

[0036] Der Schwenkgelenkteil 301a hat zwei Gelenkflansche 307a und 309a. Beide Flansche 307a und 309a sind zur Aufnahme einer Schwenkachse 311a mit einer durchgehenden Bohrung versehen und sind durch einen Zwischenraum 315a voneinander getrennt. In Figur 12 ist links neben der Bohrung 313a im Flansch 309a ausgehend vom Zwischenraum 315a eine Sackbohrung 317 vorhanden. Gegenüberliegend im Flansch 307a ist eine analoge Sackbohrung vorhanden, welche jedoch in Figur 12 nicht sichtbar ist. Am Flansch 309b des Schwenkgelenks 301b ist ebenfalls eine Sackbohrung 319 vorhanden, welche hier jedoch oberhalb der Bohrung 313b liegt. Der Flansch 307b weist eine analoge, hier jedoch nicht sichtbare Sackbohrung auf. Die Sackbohrungen 317 und 319 sind gegeneinander in Bezug auf die durchgehende Bohrung 313a bzw. 313b jeweils um 90° versetzt.

[0037] Das Zwischenstück 303 hat beidseits einen Vorsprung 321 mit einer Tiefe a. Die Aussenseite des Vorsprungs 321 fluchtet mit der Aussenseite der Basis 322 des Zwischenstücks 303. Passend zu den Bohrungen 313a und 313b der Schwenkgelenkteile 301a und 301b hat das Zwischenstück 303 zwei Durchgangsbohrungen 323 und 324. Parallel zu diesen Durchgangsbohrungen 323 und 324 verläuft an den Stirnseiten des Zwischenstücks 303 je eine Ausnehmung 325 und 326.

[0038] Zur Montage des Schwenkgelenks werden nun zuerst die Bügelschenkel 327a und 327b des Bügels 305 in die Sackbohrung 317und 319 bis zum Anschlag gesteckt. Der noch durch seine Biegung leicht hervorstehende Bügelbogen sowie die Tiefe a des Vorsprungs 321 sind derart aufeinander abgestimmt, dass bei eingesetztem Zwischenstück 303 und in die Bohrungen 313a - 323 - 313a eingeschobener Achse 311a sowie in die Bohrungen 313b - 324 - 313b eingeschobener Achse 311b der Bügelbogen in einem Zwischenraum zwischen der Seitenwand der Basis 322 der betreffenden Flanschseitenwand kein Klemmen bewirkt.

[0039] Die beiden Schwenkgelenkteile 301a und 301b sind nun schwenkbar über das Zwischenstück 303 sowie über den Bügel 305 miteinander verbunden. Da nun die Schwenkachsen 311a und 311b des Zwischenstückes 303 zu denen des Bügels 305 in der gezeigten Weise gegeneinander versetzt sind, ist eine geführte Schwenkbewegung gegeben. D.h. die Schwenklage der beiden Schwenkgelenkteile 301a und 301b ist definiert im Gegensatz zu einer Verschwenkung ohne Bügel 305, bei der das Zwischenstück 303 bis auf einen Anschlag frei verschwenkbar wäre. Die oben beschriebene Ausgestaltung des Scharniers gestattet eine definierte Überführung der Schwenkachsen 311a und 331b von einer Lage nebeneinander (geöffneter Zustand von Boden- und Deckelteil) in eine Lage übereinander (geschlossener Zustand von Boden- und Deckelteil).

[0040] Der Bügel 305 ist in der hier gezeigten Ausführungsvariante innerhalb des Schwenkgelenks angeordnet, er kann aber auch an der Aussenseite angeordnet werden. Durch eine Anordnung des Bügels innerhalb erhält das Scharnier eine schönere Ausgestaltung. Wird der Bügel an der Aussenseite angeordnet, so sind Vorkehrungen gegen ein Herausfallen zu treffen. Für die Funktionsweise des Bügels ist es gleichgültig, wo er angeordnet wird. Innerhalb des Schamiers kann er durch die symmetrische Ausgestaltung des Zwischenstücks 303 an dessen linken oder rechten Seite angeordnet werden.

[0041] Anstelle des in den Figuren 6 bis 8 dargestellten Verschlusses kann auch ein Verschluss verwendet werden, wie ihn die Figuren 13 bis 18 zeigen. Dessen Vorteile ergeben sich aus dem nachfolgenden Text. Der in Figur 13 dargestellte Köfferverschluss 101 ist im Querschnitt im geöffneten Zustand dargestellt. Der Verschluss 101 hat je eine am Kofferdeckel 103 und eine am Kofferboden 104 angeordnete obere bzw. untere Verschlusshälfte 105a bzw. 105b. Die Gehäuse 107a und 107b beider Verschlusshälften 105a und 105b sind kreiszylinderförmig ausgebildet. Im geschlossenen Zustand fluchten ihre Konturen miteinander, was ein ästhetisch ansprechendes Aussehen ergibt. Anstelle einer kreiszylindrischen Kontur können selbstverständlich auch andere Konturen, wie beispielsweise ein Ellipsoid, ein Zylinder mit dem Querschnitt eines Kreissegments, eines Dreiecks, ..., verwendet werden. Die Gehäuselängsachsen 106a und 106b verlaufen senkrecht zur in Figur 7 dargestellten Schamierachse 102 zwischen Kofferdeckel 103 und -boden 104. Beide Verschlusshälften 105a und 105b sind mit einer Befestigungseinrichtung 109a und 109b an der jeweiligen Seitenwand des Deckels 103 bzw. des Bodens 104 angeschraubt. Die hierzu verwendeten Befestigungsschrauben sind, um die Figuren 13 bis 17 nicht zu überlasten, nicht dargestellt. Die am Deckel 103 angeordnete Verschlusshälfte 105a weist an ihrer freien Stirnseite 111 einen Druckknopf 112 und auf einem Mantelbereich, welcher dem Befestigungsort gegenüberliegt, eine Riffelung 113 auf. Druckknopf 112 und Riffelung 113 dienen zur unten beschriebenen Betätigung dieser Verschlusshälfte 105a beim Öffnen bzw. Schliessen des Verschlusses 101.

[0042] Das Gehäuse 107b der unteren Verschlusshälfte 105b ist aus Montagezwecken dreiteilig aufgebaut, nämlich einem Endteil 115 mit der hinteren Stirnfläche 116, einem Mittelteil 117 und einem Kopfteil 119, welcher im geschlossenen Zustand des Verschlusses 101 am Kopfteil 121 der oberen Verschlusshälfte 105a anliegt. Der Mittelteil 117 trägt ein Zahlenschloss 123. Der Endteil 115 steckt mit einem Verbindungsflansch 124 im Mittelteil 117 und der Kopfteil 119 ebenfalls mit einem Verbindungsflansch 125 im Mittelteil 117. Kopfteil 119 und Endteil 115 sind durch je eine durchgehende Achse 127a und 127b verdrehfest im Mittelteil 117 gehalten. Diese Achsen 127a und 127b sind gleichzeitig Führungen für einen Einhängeteil 129, der wie unten erklärt ist, mit einem entsprechenden Eingreifteil 130 in der anderen Verschlusshälfte 105a beim Schliessvorgang zusammenwirkt. Das Einhängeteil 129 hat einen U-förmigen Grundkörper 131, dessen eines Ende ein ebenfalls U-förmig ausgebildetes Einhängelement 133 trägt, wobei die beiden U-förmigen Ausbildungen um 90 ° gegeneinander verdreht sind. Im Grundkörper 131 sind in beiden U-Schenkeln je zwei Langlöcherpaare 135a und 135b, durch die die Achsen 127a und 127b greifen, als Führung für eine Längsbewegung des Einhängeteils 129 im Gehäuse 107b angeordnet. Durch eine Zugfeder 137 wird das Gehäuse 107b in Figur 1 nach links derart gezogen, dass der Bogen 139 des U-förmigen Einhängeelements 133 annähernd in der Stirnseite 140 des Kopfteiles 105b liegt. Zwischen den beiden Schenkeln des Einhängeelements 133 ist eine Blockierplatte 141 angeordnet, deren Lageveränderung in Längsrichtung der Verschlusshälfte 105b mit dem Zahlenschloss 123 blockierbar ist, wodurch dann ein Öffnen der beiden Verschlusshälften 105a und 105b nicht mehr möglich ist.

[0043] Das Gehäuse 107a der oberen Verschlusshälfte 105a ist zweiteilig mit dem Kopfteil 121 und einem Schliessbedienteil 143 aufgebaut. Die Gehäuseachse 106a ist in dem hier gezeigten geöffneten Zustand des Verschlusses 101 gegenüber der Gehäuseachse 106b der Verschlusshälfte 105b nach aussen versetzt. Der Kopfteil 121 steckt mit einem Verbindungsflansch im Schliessbedienteil 143. Durch eine Achse 144 sind diese beiden Teile 121 und 143 verdrehfest miteinander verbunden. Auf dieser Achse 144 sitzt ferner das Eingreifteil 130, dessen freies Ende ein hakenförmiges Eingreifelement 145 trägt. Der Eingreifteil 130 ist über ein Laschenpaar 147 mit den Schenkeln der U-förmigen Befestigungseinrichtung 109a verbunden. Das eine Ende des Laschenpaares 147 ist mit einer Drehfeder 149 belasteten Achse 150 im Eingreifteil 130 gelagert. Das andere Laschenpaarende ist mit einer weiteren Achse 151 an der Befestigungseinrichtung 107a gelagert.

[0044] Die Befestigungseinrichtung 107a hat in ihren beiden Schenkeln eine in den Figuren 15 und 16 gut sichtbare, deckungsgleich ausgebildete Innenausnehmung mit der Innenkontur 153. Die Ausgestaltung der Innenkontur sowie diejenige der Aussenkontur 155 wird im Zusammenhang mit der Schliess- sowie der Öffnungsfunktion beschrieben. Mit dieser Innenkontur 153 wirkt ferner ein Einrastelement 156 zusammen. Dieses Einrastelement 156 ist starr mit dem Druckknopf 112 und mit einem Distanzierungsstangenpaar 157, welches in Figur 17 gut sichtbar ist, verbunden.

[0045] Zur Beschreibung der Funktionsweise des Verschlusses 101 wird von dem in Figur 1 gezeigten Zustand ausgegangen, in dem der Verschluss geöffnet ist. Zum Schliessen wird der Kofferdeckel 103 auf den Boden 104 geklappt und gegeneinander gedrückt, wie in Figur 14 dargestellt. Beim Zusammendrücken kommt der Kopfteil 121 der Verschlusshälfte 105a auf dem Kopfteil 119 der Verschlusshälfte 105b zu liegen. Die Gehäuselängsachsen 106a und 106b der beiden Verschlusshälften 105a und 105b liegen annähernd parallel zueinander, sind aber gegeneinander versetzt, wobei die Verschlusshälfte 105a nach aussen versetzt ist. Durch das Gegeneinanderdrücken bzw. Herunterdrücken des Deckels 103 auf den Boden 104 wird das Gehäuse 107b der Verschlusshälfte 105b gegen die Kraft der Feder 137 weggedrückt, wodurch das U-förmige Einhängeelement 133 durch eine Öffnung 159 im Kopfteil 121 in diesen eindringt.

[0046] In einem nächsten Schritt wird mit dem Daumen auf die Riffelung 113 der Verschlusshälfte 105a gedrückt, wodurch deren Kopfteil 121 zur Befestigungswand hin kippt, wie in Figur 3 dargestellt ist. Durch diese Kippbewegung greift der Haken des Eingreifelements 145 durch den U-Haken des Einhängeelements 133.

[0047] In einem weiteren Schritt wird die Riffelung 113, d.h. die Verschlusshälfte 105a, vollständig in die in Figur 16 dargestellte Lage gedrückt. Beim vollständigen Herunterdrücken wird die Lasche 147 gegen die Kraft der Drehfeder 149 in eine Position über ihrem oberen Totpunkt verschwenkt. Der Totpunkt liegt auf einer Verbindungslinie des Mittelpunkts der Achse 150 mit der Mitte des Bogens 139 des Einhängeelements 133. Die Achse 151 liegt etwa fünf Grad mit Blick auf die Achse 150 oberhalb dieser Verbindungslinie. Das Laschenpaar befindet sich somit in einem stabilen Schliesszustand. Bedingt durch die Laschenlänge erfolgt eine Bewegung des Einhängeteils 129 zwischen der Lage in Figur 15 und Figur 16 nach links. D.h. Deckel 103 und Boden 104 werden zusammengezogen. Gleichzeitig rastet das Einrastelement 156 in eine Rastausnehmung 161 der Innenkontur 153 der Befestigungseinrichtung 109a ein. Deckel 103 und Boden 104 sind nun über den Verschluss 101 verriegelt. Der konkave Teil 163 der Aussenkontur 155 ist lediglich eine Freimachung, welche die Montage ermöglicht sowie bei der Schliessbewegung und dem Öffnen einen Freiraum für ein ungehindertes Bewegen der Teile schafft.

[0048] Das Zusammenhängen der beiden Verschlusshälften 105a und 105b, d.h. das Verschliessen von Kofferdeckel 103 und Kofferboden 104 erfolgt über eine Schwenkbewegung von der in Figur 14 dargestellten Lage der Verschlusshälfte 105a zu der in Figur 15 gezeigten Lage, wobei hierbei der Haken als Eingreifelement 145 der Verschlusshälfte 105a in den U-Bügel als Einhängeelement 133 eingeführt wird. Anschliessend führt die Verschlusshälfte 105a als Übergang von der in Figur 15 zu der in Figur 16 gezeigten Lage eine Verschiebung in Richtung weg von der Verschlusshälfte 105b durch, um den Kofferdeckel 103 gegen den Kofferboden 104 zuzuziehen.

[0049] Das Verschliessen des Kofferbodens 104 mit dem Kofferdeckel 103 erfolgt mit einer Schwenk- und Verschiebebewegung, hervorgerufen durch eine Schwenk- und Verschiebeeinrichtung bestehend im wesentlichen aus der Lasche 147, deren eines Ende verschwenkbar mit der Achse 151 an der Befestigungseinrichtung 109a und deren anderes Ende mit der Drehfeder 149 belastet am Einhängeteil 129 mit der Achse 150 gelagert ist.

[0050] Zum Öffnen des Verschlusses 101 wird auf den Druckknopf 112 gedrückt. Durch das Eindrücken des Druckknopfes wird das Einrastelement 156 gegen die Kraft einer Druckfeder 154 aus der Rastausnehmung 161 geschoben. Ferner drückt das mit dem Druckknopf 112 verbundene Distanzierungsstangenpaar 157 das Gehäuse 107b der Verschlusshälfte 105a vom Kopfteil 121 der Verschlusshälfte 105b weg, so dass ein Spalt zwischen den beiden Kopfteilen 119 und 121 entsteht. Durch die Kraft der Drehfeder 149 springt bei noch eingedrücktem Druckknopf 112 das dem Eingreifelement (Haken) 145 abgewandte Ende des Eingreifteils 130 von der Befestigungswand weg, wodurch das Eingreifteil ebenfalls bis zu einem Anschlagwinkel weggeschwenkt wird. Der Anschlagwinkel ist nun so gross gewählt, dass er immer grösser ist als der Neigungswinkel des freien Endes des Hakens (Eingreifelement). Wird der Druckknopf losgelassen, erfolgt eine Rückschwenkung in die in Figur 13 gezeigte Lage, in dem das Laschenpaar aus der in Figur 16 gezeigten annähernd horizontalen Lage in die annähernd vertikale Lage der Figur 13 übergeht. Hierbei rutscht das Einrastelement 156 in der Innenkontur 153 vom annähernd viertelkreisförmigen Bereich in den oberen ebenen Bereich.

[0051] Auch diese beiden Verschlusshälften 105a und 105b sind derart ausgebildet, dass in geschlossenem Zustand beide Aussenkonturen fluchten. Aufgrund der zylindrischen Aussenkontur lässt sich der Verschluss 101 in den abgerundeten, mit einer kreisrunden Nut versehenen Ecken eines Koffers anbringen, wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist.

[0052] Die Anordnung des Druckknopfes 112 in der Verschlussstirnseite schützt diesen einerseits gegen ein unbeabsichtiges Auslösen infolge Umfallens des Koffers; andererseits ist er zum Öffnen sehr gut bedienbar. Ebenso ist er auch zum Schliessen an den Kofferecken in einer Position, welche sich sehr gut bedienen lässt.

[0053] In der oben beschriebenen Ausführungsvariante können selbstverständlich Eingreif- und Einhängeelement gegeneinander vertauscht werden.

[0054] Der in den Figuren 13 bis 18 dargestellte Verschluss lässt sich gut bei mit einem Deckel versehenen Behältnissen verwenden, bei denen insbesondere der oben beschriebene "Zusammenzieheffekt" ausgenützt werden soll, wie beispielsweise bei einem übervollen Koffer. Die Verwendung des erfindungsgemässen Verschlusses ist nicht auf Behältnisse mit aufschwenkbaren Deckeln beschränkt. Ein Einsatz ist überall dort angezeigt, wo eine spannende Verbindung in einem Schliessvorgang gewünscht wird.

[0055] Die Riffelung 113 ist eine Druckfläche, welche auch als Druckmulde, Noppenprofilierung, ..., ausgebildet sein kann.

[0056] In Ergänzung oder auch als Ersatz zu dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten Handgriffmechanismus kann zusätzlich zu den bereits oben beschriebenen ersten seitlichen Verschlusseinheiten, wie sie in den Figuren 6 bis 8 sowie 13 bis 17 im Detail dargestellt sind, eine zentrale Verschlusseinheit 210, wie sie die Figuren 19 und 20 zeigen, am Behälter angeordnet werden.

[0057] Die Einzelteile dieser Verschlusseinheit 201 sind in einer in Figur 20 dargestellten Explosionsdarstellung zu sehen. Die Verschlusseinheit 201 wird bei einem Behälter (Koffer) in der Regel als zentrale Verschlusseinheit im Bereich des Traggriffes bevorzugt versenkt eingesetzt, kann aber auch an anderen Orten verwendet werden. Auch kann diese Verschlusseinheit 201 an Kisten, Handtaschen, Beautycases, Aktentaschen, Schachteln, Schranktüren, ... verwendet werden. Man wird sie bevorzugt überall dort einsetzen, wo mit einem grossen Füllgrad zu rechnen ist, der ein Zusammenziehen der beiden Behälterteile 203 und 205 - Deckel- 203 und Bodenteil 205 - notwendig macht.

[0058] Die Verschlusseinheit 201 ist als Klappenanordnung, hier als Zweiklappenanordnung ausgebildet, wobei eine erste Klappeneinheit eine Klappe 207 hat und mit ihrer Klappenbasis 209 am ersten Behälterteil, bevorzugt am Bodenteil 205, gehalten ist, und eine zweite Klappeneinheit eine zweite Klappe 210 hat, welche am freien Ende 211 der ersten Klappe 207 angeordnet ist. Die Trennung zwischen dem Bodenteil 205 und dem Dekkelteil 203 ist in Figur 19 durch die strichpunktierte Linie 212 angedeutet. Beide Klappen 207 und 210 sind gegeneinander bewegbar an ihrem Verbindungsort 213 miteinander verbunden. Die Bewegung erfolgt derart, dass beide Klappen 207 und 210 am Verbindungsort 213 immer einen spitzen Winkel bilden. Die zweite Klappe 210 ist derart gestaltet, dass sie ausschwenk- und umknickbar ist. Die erste Klappe 207 liegt immer aussen und die zweite Klappe 210 innen vor der Randseite 214 des Deckelteils 203. An der Randseite 214 ist ein Gegenhalter 215 mit einer Ausnehmung 217, in die das freie Ende 219 der Klappe 210 einbringbar ist, angeordnet. Die Klappenbasis 209 ist an einer am seitlichen Rand 246 des Bodenteils 205 angeordneten Befestigungsplatte 218 mit einem Schwenkgelenk 216 gehalten. Die Klappenlänge der zweiten Klappe 210, gemessen von der Befestigung an der ersten Klappe 207 bis zum freien Ende 219, ist grösser als im geschlossenen Zustand der Verschlusseinheit 201 der Abstand d zwischen dem Verbindungsort 213 und dem Grund der Ausnehmung 217.

[0059] Die Klappe 210 hat zwei Klappenteile 221 und 222, die über ein Zwischengelenk 223 miteinander verbunden sind. Bei geschlossener Verschlusseinheit 201, wie in Figur 19 dargestellt, liegt der Ort dieses Zwischengelenks 223 an der Unterseite 225 eines Druckknopfs 226 als Auslöseeinheit an. Der eine 221 der beiden Klappenteile 221 und 222 ist mit einem Schwenkgelenk 228 am freien Endbereich 211 der Klappe 207 gehalten. Die an der Unterseite 225 anliegenden beiden Enden der Klappenteile 221 und 222 stellen in dem hier gezeigten geschlossenen Zustand eine Aufwölbung der Klappe 210 dar. Die Unterseite 225 des Druckknopfs 226 ist ein Anschlag für diese Aufwölbung. Das Zwischengelenk 223, über dem der Wölbungsscheitel 230 der Wölbung sich befindet, liegt hier über einer Stabilitätsebene 227, bzw. Stabilitätsgeraden, in der bis auf eine Toleranz das Zwischengelenk 223, die Klappenbasis 209 bzw. die Achse 224 des Schwenkgelenks 216 und der Grund der Ausnehmung 217 liegen. In dem in Figur 19 gezeigten geschlossenen Zustand der Verschlusseinheit 201 liegt die geometrische Achse des Schwenkgelenks 228 um einen Wert X unterhalb der geometrischen Achse des Schwenkgelenks 216.

[0060] Der Druckknopf 226 ist in einem Durchbruch 229 in der Klappe 207 angeordnet. Er hat einen Anschlag 231, der ein Herausdrücken aus dem Durchbruch 229 verhindert, und ist mit einer Druckfeder 232 in seiner hervorstehenden Lage gehalten. Der Eindrückweg e des Druckknopfes 226 ist so gross gewählt, dass dessen Unterseite 225 das Zwischengelenk auf die andere Seite der Stabilitätsebene 227 zum Öffnen der Verschlusseinheit 201 drücken kann.

[0061] Das freie Ende 211 des Klappenteils 221 hat einen in einem Radius zur Achse des Schwenkgelenks 228 verlaufenden Oberflächenbereich 233, der in dem in Figur 19 dargestellten geschlossenen Zustand der Verschlusseinheit 210 auf der Oberfläche 235 einer mit dem Gegenhalter 215 verbundenen Grundplatte 236 aufliegt. Gerade nicht mehr auf der Oberfläche 235 aufliegend ist ein diesen Oberflächenbereich 233 überragender Nocken 239 am Ende 219 angeordnet. Wird nun mit dem Druckknopf 226 auf den Wölbungsscheitel 230 gedrückt, werden die beiden Klappenteile 221 und 222 gestreckt. Dadurch erfolgt eine Drehbewegung des mit dem Schwenkgelenk 228 gehaltenen Endes des Klappenteils 221. Hierdurch wird der Nocken 239 gegen die Oberfläche 235 gedrückt, wodurch das Schwenkgelenk 228 angehoben wird. Die Stabilitätsebene 227 wird in Richtung des Pfeiles 239 bewegt. Ist nun infolge des Eindrückens des Druckknopfes 226 das Zwischengelenk 223 nur geringfügig unter die Stabilitätsebene 227 gebracht und hat der Wert X gerade einen Wert Null in negativer Richtung überschritten, so schnellt das Schwenkgelenk 228 von der Randseite 214 weg und mit ihm das freie Ende 211 der Klappe 207, wodurch die Verschlusseinheit 201 unterstützt durch eine Kraft der unten beschriebenen Federn 247 und 251 geöffnet ist.

[0062] Bis auf eine Toleranz genau liegt der Scheitel 242 eines auf der Oberfläche 235 angeordneten gewölbten Anschlags 243 in der Mittellinie 245 des Druckknopfes 226. Diese Mittellinie 245 läuft auch in etwa durch die geometrische Achse des Zwischengelenks 223. Das Schwenkgelenk 216 ist mit einer in Figur 20 dargestellten Drehfeder 247 derart belastet, dass sie beim Öffnen der Verschlusseinheit 201 den Aufklappvorgang unterstützt und die Klappe 209 im offenen Zustand in einer spitzwinkligen Lage zum seitlichen Rand 246 des Bodenteils 205 hält. Auch das Zwischengelenk 223 ist mit einer ebenfalls nur in Figur 20 sichtbaren Drehfeder 249 belastet. Diese Drehfeder 249 wirkt derart, dass die beiden Klappenteile 221 und 222 im offenen Zustand der Verschlusseinheit 201 einen annähernd konträren Winkel zu dem in Figur 19 gezeigten bilden. Diese Winkelbildung unterstützt auch eine weitere mit dem Schwenkgelenk 228 zusammenwirkende Drehfeder 251.

[0063] Bei geöffneten Behälterteilen 203 und 205 ist die Klappe 207 im spitzen Winkel nach aussen geklappt. Das Zwischengelenk 223 ist in seiner ausgeklappten Stellung von der Innenseite der Klappe 207 weiter distanziert als das Schwenkgelenk 228. Zum Schliessen der beiden Behälterteile 203 und 205 werden diese zugeklappt, wobei in der Regel bei einem gut gefüllten Koffer ein Spalt zwischen diesen verbleibt. Der obere Teil der Klappe 207 wird gegen den Kofferdeckel 203 gedrückt. Hierbei rutscht das freie Ende 210 des Klappenteils 222 an einer Schräge 252 des Gegenhalters 215 entlang, bis es in der Ausnehmung 217 liegt.

[0064] Die Tiefe der Ausnehmung 217 ist derart bestimmt, dass ein gutes Einrasten des freien Endes 219 gegeben ist. Der mögliche "Zusammenziehweg" ergibt sich als Differenz einer Distanz zwischen dem Schwenkgelenk 228 und der Aussenkontur des freien Endes 219 bei ausgeklapptem Zwischengelenk 223 in der Offenstellung der Verschlusseinheit 210 und dem Abstand d in Figur 19.

[0065] Wird nun der Oberteil der Klappe 207 weiter gegen die Randseite 214 des Deckelteils 203 gedrückt, kommt das Zwischengelenk 223 auf dem Anschlag 243 zu liegen, wodurch beim weiteren Eindrücken die beiden Klappenteile 221 und 222 unter einem Zusammenziehen der Ränder von Deckelteil 203 und Bodenteil 205 gestreckt werden und kurz nach Überschreiten ihrer vollständig ausgestreckten Lage in die in Figur 19 gezeigte Schliesslage springen. Deckelteil 203 und Bodenteil 205 sind nun verschlossen.

[0066] In der in Figur 20 dargestellten Explosionsdarstellung sind die Achsen 224, 253 und 254 des Schwenkgelenks 216, des Schwenkgelenks 228 und des Zwischengelenks 223 herausgezogen dargestellt. Die Achse 253 ist gegen Herausrutschen gesichert in jeweils einer Bohrung 256 in jeder Seitenwand 258a und 258b der Klappe 207 gehalten. Damit das freie Ende 219 des Klappenteils 222 sich beim Schliessen nicht verhaken und auch nicht abgebrochen werden kann, ist es in Klappenlängsrichtung geführt. Die Führung und Halterung erfolgt durch einen an jeder Klappenseite in deren Endbereich angeordneten Führungsstift 257, der in jeweils einem Längsschlitz 259 in der Klappe 207 läuft. Eine Führung des freien Endes 219 ist nicht unbedingt notwendig, ergibt aber ein einwandfreies Funktionieren. Im montierten Zustand liegen die Stirnseiten 261 und 262 der Grundplatte 236 und der Befestigungsplatte 218 bündig aneinander. Die Stimseite 261 der Grundplatte 236 und auch die Stirnseite 262 haben eine Nut 263, in die ein umlaufendes Dichtband 264 eingelegt ist, damit der geschlossene Behälter Spritzwasser dicht ist.

[0067] Zur Verhinderung eines unbeabsichtigten Öffnens der Verschlusseinheit 201 kann eine (nicht dargestellte) Verriegelungseinheit in der Klappe 207 vorgesehen werden, welche ein Eindrücken des Druckknopfes 226 verhindert. Diese Verriegelungseinheit, z. B. als Schieber ausgebildet, ist von der Klappenaussenseite bedienbar. Anstatt den Druckknopf 226 zu verriegeln, kann die Klappe 207 auch mit dem Gegenhalter 215 verriegelt werden.

[0068] Auf die Schwenkgelenke 228 und 223 kann verzichtet werden, wenn die Klappe 222 aus elastisch auslenkbarem Material gefertigt sind. Auch in diesem Fall ist der Schnappvorgang, wie er oben unter Verwendung der beiden Klappenteile 221 und 222 beschrieben ist, realisierbar. Auch kann auf das Schwenkgelenk 216 verzichtet werden, wenn die Klappe 207 aufbiegbar gestaltet ist.

[0069] Anstelle des Druckknopfes 226 kann auch ein Schieber mit einer Schräge verwendet werden. Auch müssen die Schlitze 259 nicht unbedingt gerade verlaufend ausgeführt werden, sie können als Kurve ausgebildet sein, um eine gewünschte Schliessbewegung zu erhalten.

[0070] In die Verschlusseinheit 201 kann ein Zahlen- oder Schlüsselschloss integriert werden, um dieses gegen unbefugtes Öffnen zu sichem.

[0071] Der erfindungsgemässe Behälter hat eine Schliesseinheit, die robust ausgebildet ist, einfach zu bedienen ist, einen grossen Schliessweg ermöglicht und eine grosse Schliesskraft hat.

[0072] Anstelle der Ausnehmung 217 kann auch nur ein Anschlag vorgesehen werden, der die Bewegung des freien Endes 219 der zweiten Klappeneinheit 210 bzw. des Klappenteils 222 in Richtung auf das Schwenkgelenk 216 begrenzt. Um den Zusammenzieheffekt ausnützen zu können, muss auch noch eine Bewegungsbegrenzung in Figur 19 nach oben und nach unten vorhanden sein. Die oben beschriebene Ausnehmung 217 erfüllt alle diese Funktionen, es kann jedoch in einer Ausführungsvariante eine Bewegung des freien Endes senkrecht zur Stabilitätsebene 227 zur Erzeugung des "Umknikkens" zugelassen werden.

[0073] Die beiden Behälterteile Boden- und Deckelteil 203 und 205 müssen nicht unbedingt mit einem Schwenkgelenk aufschwenkbar angeordnet sein. Auf dieses Schwenkgelenk kann verzichtet werden. In diesem Fall setzt man einfach den Deckel auf dem Boden bei einer beispielsweisen schachtelartigen Ausbildung auf. Damit Boden- und Deckelteil einwandfrei mit der oben beschriebenen Verschlusseinheit verschliessbar sind, ordnet man dann bis auf eine Toleranz in der Mitte einer Seite des Deckel- und des darunter liegenden Bodenseitenrandes eine Verschlusseinheit und am gegenüberliegenden Seitenrandteil eine zweite analoge Verschlusseinheit an.


Ansprüche

1. Behälter, insbesondere Reisekoffer, mit einem mittels eines Scharniers (1a - c) aufund zumachbar zusammengehaltenen Boden- und Deckelteil (3, 5) sowie mit wenigstens zwei die beiden Teile (3, 5) zusammenhaltenden, ersten Verschlusseinheiten (6a, 6b;101), welche in den äusseren Ecken (7a, 7b) einer dem Scharnier (1a - c) gegenüberliegenden Schmalseite (9) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise mit einem verschliessbaren Schloss versehenen Verschlusseinheiten (6a, 6b;101) in den äusseren Ecken (7a, 7b) in entlang der gesamten Kofferhöhenkante verlaufenden Ausnehmungen (11a - b) angeordnet sind, deren Konturen miteinander fluchten und einen Einlauf zur jeweiligen Seitenoberfläche des Boden- bzw. Deckelteils (3, 5) haben.
 
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine quaderförmige Aussenkontur aufweist und vorzugsweise die Tiefe jeder Ausnehmung (11a - b) derart gewählt ist, dass eine auf beiden seitlichen Ausnehmungsrändem aufliegende Tangentialebene über der jeweiligen Verschlusseinheit (6a, 6b; 101) zu liegen kommt sowie insbesondere gekennzeichnet durch weitere zwei Ausnehmungen (11c- d) mit miteinander fluchtenden Aussenkonturen und jeweils einem. Einlauf in die betreffende Seitenoberfläche des Boden- bzw. Deckelteils in den restlichen beiden Ecken (7c, 7d), in denen den Aussenkonturen der Verschlusseinheiten (6a, 6b; 101) analog nachgebildete Körper (78a, 78b) angeordnet sind und welche insbesondere zur Erhöhung der Aufschlagstabilität des Behälters dienen sowie bevorzugt als aufmachbare Behältnisse ausgebildet sind, in welche Kleingegenstände ablegbar sind.
 
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2 mit einer Verschlusseinheit (101) mit je einer am Boden- (3, 104) und dessen aufschwenkbarem Deckelteil (5, 103) angeordneten, eine Befestigungseinrichtung (109a, 109b) aufweisenden Verschlusshälfte (105a, 105b), dadurch gekennzeichnet, dass die eine Verschlusshälfte (105a) ein Einhängeteil (129) und die andere ein zu diesem passendes Eingreifteil (130) sowie eine (105a) der Verschlusshälften (105a, 105b) eine mit ihrer Befestigungseinrichtung (109a) zusammenwirkende Schwenk- und Verschiebeeinrichtung (144, 147, 149, 150, 151, 163) hat, mit der die Teile (129, 130) einhakend gegeneinander bzw. aushakend voneinander mit einer Schwenk-Schiebebewegung bewegbar sind.
 
4. Behälter (101) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenk- und Verschiebeeinrichtung (144, 147, 149, 150, 151, 163) in der Offenstellung des Verschlusses (101) die Gehäuselängsachsen (106a, 106b) der beiden Verschlusshälften (105a 105b) annähernd parallel, aber gegeneinander versetzt hält und die Gehäuselängsachsen (106a, 106b) bevorzugt annähernd senkrecht zur Schwenkachse von Deckelteil (103) und Bodenteil (104) liegen.
 
5. Behälter (101) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einhängeteil (129) an seiner Befestigungseinrichtung,(109a) mit einer Lasche (147) zugehörig zur Schwenk- und Verschiebeeinrichtung (144, 147, 149, 150, 151, 163) gehalten ist, deren Laschenenden schwenkbar gelagert sind, zwischen dem Einhängeteil (129) und der Befestigungseinrichtung (109a) die Kraft einer Drehfeder (149) wirkt, und bevorzugt ein Einrastelement (156) vorhanden ist, welches mit dem Einhängeteil (129) bewegbar, aber gegenüber diesem gegen die Kraft einer zweiten Feder (154) verschiebbar angeordnet ist und die Befestigungseinrichtung (109a) eine Ausnehmung (161) aufweist, in die das Einrastelement (156) bei im Einhängeteil (129) eingehaktem Eingreifteil (130) und in die annähernd fluchtende Gehäuselängslage zur Verschlusshälfte (105b) gedrückten Verschlusshälfte (105a) eingreift.
 
6. Behälter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingreifteil (130) ein hakenförmiges Eingreifelement (145) und der Einhängeteil (129) ein U-förmiges Einhängeelement (133) hat, dessen Bogenteil (139) der Breite zusätzlich einer Toleranz des Eingreifelements ((145) angepasst ist, im geschlossenen Zustand der Bogenteil (139) in der Hakenmulde des Eingreifelements zu liegen kommt und zum Öffnen der Eingreifteil (130) mit der Verschwenk- und Verschiebeeinrichtung (144, 147, 149, 150, 151, 163) soweit wegschwenkbar ist, dass ein Bereich zwischen Hakenmulde und freiem Hakenende des Eingreifelements (145) eine Neigung erhält, welche ein Abrutschen des Einhängeelements (133) zulässt, und dass ein in Gehäuselängsachsenrichtung wirkender Druckknopf (112) vorhanden ist, welcher an der Stirnseite (111) der den Eingreifteil (130) aufweisenden Verschlusshälfte (105a), mit dem das Einrastelement (156) aus der Rastausnehmung (161) zum Öffnen des Verschlusses (101) schiebbar ist, angeordnet ist.
 
7. Behälter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusshälften je ein Gehäuse aufweisen, dessen Aussenkonturen im geschlossenen Zustand miteinander fluchten, um dem Verschluss ein ästhetisch ansprechendes Aussehen zu geben.
 
8. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (107b) der den Druckknopf (112) nicht aufweisenden Verschlusshälfte (105b) an der betreffenden Befestigungseinrichtung (109b) in der Längsachse des Gehäuses (107b) gegen die Kraft einer Feder (137) verschiebbar gehalten ist und ein Distanzierungselement (157) vorhanden ist, welches mit dem Druckknopf (112) ausschiebbar ist, um beide Gehäuse (107a, 107b) voneinander zu distanzieren, damit ein öffnendes Wegschwenken des ersten Gehäuses (107b) erleichtert wird.
 
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Scharnier (1a - 1c) ein doppelachsiges Schwenkgelenkteil, ein Zwischenstück (303) und einen Bügel (305) hat, wobei das Schwenkgelenk zwei Schwenkgelenkteile (301a, 301b) aufweist, von denen ein Schwenkgelenkteil (301b) am Bodenteil (3) und der andere (301a) am Deckelteil (5) angeordnet ist, beide Schwenkgelenkteile (301a, 301b) mit dem Zwischenstück (303) derart verbunden sind, dass die Schwenkachse (311a, 311b) des einen Schwenkgelenkteils (301a, 301b) jeweils durch einen Randbereich des Zwischenstücks (303) läuft und der Bügel (305) an der Schamierseite derart angeordnet ist, dass seine Bügelschenkel (327a, 327b) verschwenkbar neben den Schwenkachsen (311a, 311b) in die Schamierseite eingreifen, damit eine geführte Schwenkbewegung der Schwenkgelenkteile (301a, 301b) gegeben ist.
 
10. Behälter nach einem der Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Verschlusseinheit (6a, 6b) eine am Deckelteil (5) sowie am Bodenteil (3) angeordnete zueinanderpassende Verschlusshälfte (45a, 45b) hat und wenigstens eine der beiden Verschlusshälften an einer der zueinander passenden Verschlusshälften eine Anzeigeeinheit (69), mit der eine einwandfreie Verkupplung der beiden Verschlusshälften der Verschlusseinheit anzeigbar ist, und bevorzugt eine Zusammenzieheinheit aufweist, mit der die beiden zueinanderpassenden Verschlusshälften auf ihrem letzten Schliessweg zusammenziehbar sind.
 
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine weitere, bevorzugt zwischen den ersten Verschlusseinheiten angeordnete, zweite Verschlusseinheit (201) mit einer laschenartigen Klappenanordnung (207, 210), wobei eine erste Klappeneinheit (207) mit ihrer Klappenbasis (209) am Bodenteil (3, 205) gehalten und eine zweite Klappeneinheit (210) am freien Ende (211) der ersten Klappe (207) angeordnet ist, beide Klappeneinheiten (207, 210) gegeneinander bewegbar an ihrem Verbindungsort (213) im spitzen Winkel gehalten sind, die zweite Klappeneinheit (210) ausschwenk- und umknickbar unter der ersten (207) liegt.
 
12. Behälter nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen am Deckelteil (5, 203) angeordneten Gegenhalter (215), der im geschlossenen Zustand der zweiten Verschlusseinheit (201) der Klappenbasis (209) der ersten Klappeneinheit (207) benachbart zu liegen kommt wobei der Gegenhalter (215) für das andere, freie Ende (219) der zweiten Klappeneinheit (210) )einen ersten Anschlag, insbesondere eine zum Verbindungsort(213) der beiden Klappeneinheiten (207, 210) hin offene Ausnehmung (217) hat, und die Oberflächenlänge der zweiten Klappeneinheit (210) in Längsrichtung grösser ist als im geschlossenen Zustand, grösser ist als im geschlossenen Zustand, einen Abstand (d) zwischen dem ersten Anschlag bzw. dem Grund der Ausnehmung (217) und dem Verbindungsort (211), wodurch sich im geschlossenen Zustand eine Aufwölbung (230) der zweiten Klappeneinheit (210) ergibt, wobei der Wölbungsscheitel (230) über einer geometrischen Stabilitätsebene (227) liegt, in der bis auf eine Toleranz der Verbindungsort (213), die Klappenbasis (209) und der Grund der Ausnehmung (217) liegen, und der Wölbungsscheitel (230) gegen weiteres Ausknicken durch einen zweiten Anschlag (231) gehalten ist, und die zweite Verschlusseinheit (201) bevorzugt eine insbesondere als Druckknopf (226) mit einer Federbelastung ausgebildete Auslöseeinheit aufweist, welche in der ersten Klappeneinheit (207) annähernd über dem höchsten Wölbungsscheitel (230) der zweiten Klappeneinheit (210) im geschlossenen Zustand der zweiten Verschlusseinheit (201) angeordnet ist sowie gleichzeitig als Anschlag (231) für den Wölbungsscheitel (230) wirkt, und derart bewegbar ist, dass mit ihm (226) der über der Stabilitätsebene (227) liegende Wölbungsscheitel (230) auf die andere Ebenenseite zum Öffnen der Verschlusseinheit (201) drückbar ist, und die zweite Verschlusseinheit (201) vorzugsweise einen vom freien Ende (211) des Klappenendbereichs zur Klappenbasis (209) der ersten Klappeneinheit (207) hin um einen vorgegebenen Abstand versetzten, an der zweiten Klappeneinheit (210) angeordneten Nocken (237) hat, wobei dessen Abstand und dessen Höhe derart gewählt sind, dass die volle Nockenhöhe nur bei durch die Auslöseeinheit (226) eingedrücktem Wölbungspunkt zur Wirkung kommt, wodurch ein Aufspringen der Verschlusseinheit (201) erfolgt.
 
13. Behälter nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch wenigstens einen dritten Anschlag (243), der an der zweiten Klappeneinheit (210) und/oder vor dem Gegenhalter (215) am anderen, zweiten Behälterteil (203) angeordnet ist und dessen Anschlaghöhe derart ausgebildet ist, dass die zweite Klappeneinheit (210) beim Schliessvorgang wenigstens geringfügig über ihre ausgestrecke Lage hinweg gegen die Auslöseeinheit (226) hin umknickbar ist.
 
14. Behälter nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klappeneinheit (210) im offenen Zustand der Verschlusseinheit (201) aufgewölbt ist und im geschlossenen Zustand eine entgegengesetzte Wölbung vorhanden ist, deren Wölbungshöhe geringer ist als im geöffneten Zustand, damit die beiden Behälterhälften (203, 205) beim Schliessvorgang gegeneinander gezogen werden und bevorzugt die erste Klappeneinheit (207) mit einem ersten Schwenkgelenk (216) am Bodenteil (205) und die zweite Klappeneinheit (210) mit einem zweiten Schwenkgelenk (228) an der ersten Klappeneinheit (207) gehalten ist, wobei beide Achsen (224, 253) der Schwenkgelenke (216, 228) annähernd parallel zueinander und zum Schwenkgelenk zwischen Boden- und Deckelteil (3, 5; 203, 205) angeordnet sind.
 
15. Behälter nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klappeneinheit (210) zwei mit einem Zwischengelenk (223) verschwenkbar verbundene Laschenteile (221, 222) hat, wobei die Achse (254) des Zwischengelenks (223) annähernd parallel zur Achse des Schwenkgelenks von Boden- und Dekkelteil (3, 5; 203, 205) angeordnet ist und beide Laschenteile (221, 222) bevorzugt eine annähernd gleiche Laschenlänge haben und bevorzugt das freie Ende (219) der zweiten Klappeneinheit (210, 222) in Klappenlängsrichtung geführt ist.
 
16. Behälter nach den Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schwenkgelenk (216) mit einer ersten Drehfeder 247) belastet ist, welche der ersten Klappeneinheit (207) eine Aufklappkraft gibt, das zweite Schwenkgelenk (228) mit einer zweiten Drehfeder (251) belastet ist, welche der zweiten Klappeneinheit (210) eine von der ersten Klappeneinheit (207) wegdrehende Drehkraft einprägt und das Zwischengelenk (223) mit einer dritten Drehfeder (249) belastet ist, welche eine nach aussen gerichtete Wölbung mit den beiden Laschenteilen (221, 222) der zweiten Klappeneinheit (210) unter einem vorgegebenen minimalen Öffnungswinkel erzeugt.
 
17. Behälter, bevorzugt Reisekoffer mit einem mittels eines Schamiers (1a - c) auf- und zumachbar zusammengehaltenen Boden- und Deckelteil (3, 5), nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden- und/oder der Deckelteil (3, 5) mehrlagig mit einer asymmetrischen Lagenfolge aufgebaut ist, wobei die einzelnen Lagen untrennbar miteinander verbunden sind und wenigstens eine Lage ein Carbongewebe und wenigstens eine weitere Lage ein Polyestergewebe enthält, wobei beide bevorzugt mit ausgehärtetem Harz getränkt sind sowie vorzugsweise in der Lagenfolge nur eine einzige Lage, insbesondere eine Aussenlage ein Carbongewebe hat und wenigstens zwei Lagen Polyestergewebe, insbesondere aus Diolen haben und insbesondere in der Lagefolge ein Schaumstoffkem angeordnet ist.
 
18. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 17 gekennzeichnet durch eine lediglich beim Tragvorgang eingreifende weitere Verschlusseinheit, welche den Boden- und Deckelteil (3, 5) an wenigstens einem von den Ecken distanzierten Ort, bevorzugt in der Schmalseitenmitte zusammenhält sowie insbesondere einen zum Tragen ausklappbaren Handgriff (15), der durch den Ausklappvorgang die weitere, bevorzugt im Vorrichtungsinneren angeordnete Verschlusseinheit schliesst und insbesondere der Handgriff (15) in einer Vertiefung (17) der dem Scharnier (1a - c) gegenüberliegenden Schmalseite (9) hervorklappbar angeordnet und selbsttätig in diese durch eine Federbeaufschlagung rückklappbar ist.
 


Claims

1. Container, in particular suitcase, comprising a base and lid part (3, 5) held together so as to be openable and closable by means of a hinge (1a to c) and comprising at least two first closure units (6a, 6b; 101) holding the two parts (3, 5) together and arranged in the outer corners (7a, 7b) of a narrow side (9) remote from the hinge (1a to c), characterised in that the closure units (6a, 7b; 101) preferably provided with a closable lock are arranged in the outer corners (7a, 7b) in recesses (11a to b) extending along the entire top edge of the suitcase, the contours of which recesses are flush with one another and have an inlet to the respective lateral surface of the base or lid part (3, 5).
 
2. Container according to claim 1, characterised in that it has a parallelepipedal outer contour and the depth of each recess (11a to b) is preferably selected such that a tangential plane resting on the two lateral recess edges comes to rest above the respective closure unit (6a, 6b; 101), and in particular characterised by a further two recesses (11c to d) with outer contours which are flush with one another and a respective inlet into the relevant lateral surface of the base or lid part in the remaining two corners (7c, 7d), in which bodies (78a, 78b) designed similarly to the outer contours of the closure units (6a, 6b; 101) are arranged and which in particular serve to raise the impact stability of the container and are preferably designed as openable containers into which small objects can be deposited.
 
3. Container according to claim 1 or 2, comprising a closure unit (101) with a respective closure half (105a, 105b) comprising a fastening device (109a, 109b) arranged on the base part (3, 104) and the lid part (5, 103) thereof which can be pivoted open, characterised in that the one closure half (105a) has an insert part (129) and the other has an engagement part (130) fitting therewith and one (105a) of the closure halves (105a, 105b) has a pivoting and displacing device (144, 147, 149, 150, 151, 163) which cooperates with the fastening device (109a) thereof, with which the parts (129, 130) can be moved with a pivoting-pushing movement toward one another to hook or away from one another to unhook.
 
4. Container (101) according to claim 3, characterised in that the pivoting and displacing device (144, 147, 149, 150, 151, 163) in the open position of the closure (101) holds the housing longitudinal axes (106a, 106b) of the two closure halves (105a, 105b) virtually parallel to but offset from one another and the housing longitudinal axes (106a, 106b) are preferably located virtually perpendicularly to the pivot axis of the lid part (103) and the base part (104).
 
5. Container (101) according to claim 3, characterised in that the insert part (129) is held on its fastening device (109a) by a tab (147) belonging to the pivoting and displacing device (144, 147, 149, 150, 151, 163), of which the tab ends are pivotally mounted, the force of a torsion spring (149) acts between the insert part (129) and the fastening device (109a) and a latching element (156) is preferably provided, arranged so as to be movable with the insert part (129), but displaceable relative thereto against the force of a second spring (154), and the fastening device (109a) has a recess (161) in which the latching element (156) engages when the engagement part (130) is hooked in the insert part (129) and when the closure half (105a) is pressed into the virtually flush housing longitudinal position relative to the closure half (105b).
 
6. Container according to any one of claims 3 to 5
characterised in that the engagement part (130) has a hook-shaped engagement element (145) and the insert part (129) has a U-shaped insert element (133), of which the arcuate part (139) of the width is also adapted to a tolerance of the engagement element (145), comes to rest in the hook trough of the engagement element when the arcuate part (139) is closed and to open the engagement part (130) with the pivoting and displacing device (144, 147, 149, 150, 151, 163) can be pivoted away to such an extent that a region between the hook trough and the free hook end of the engagement element (145) receives an incline allowing the engagement element (133) to slip out and in that there is a pushbutton (112) acting in the longitudinal axis direction of the housing which is arranged at the end face (111) of the closure half (105) comprising the engagement part (130), with which closure half the engagement element (156) can be pushed out of the latching recess (161) to open the closure (101).
 
7. Container according to any one of claims 3 to 6,
characterised in that the closure halves each have a housing, of which the outer contours are flush with one another in the closed state, to give the closure an aesthetically pleasing appearance.
 
8. Container according to claim 6, characterised in that the first housing (107b) of the closure half (105b) which does not have the pushbutton (112), is held so as to be displaceable on the relevant fastening device (109b) in the longitudinal axis of the housing (107b) against the force of a spring (137) and there is a spacing element (157) which can be pushed out with the pushbutton (112) to space both housings (107a, 107b) from one another, so pivoting away of the first housing (107b) for opening is facilitated.
 
9. Container according to any one of claims 1 to 8, characterised in that each hinge (1a to 1c) has a double-axis pivoting joint part, an intermediate piece (303) and a stirrup (305), the pivoting joint having two pivoting joint parts (301a, 301b), of which one pivoting joint part (301b) is arranged on the base part (3) and the other (301a) on the lid part (5), both pivoting joint parts (301a, 301b) being connected to the intermediate piece such that the pivot axis (311a, 311b) of the one pivoting joint part (301a, 301b) in each case extends through an edge region of the intermediate piece (303) and the stirrup (305) is arranged on the hinge side in such a way that its stirrup legs (327a, 327b) engage in a pivotal manner next to the pivot axes (311a, 311b) in the hinge side, so a guided pivoting movement of the pivoting joint parts (301a, 301b) is provided.
 
10. Container according to any one of claims 1 to 9, characterised in that each closure unit (6a, 6b) has a matching closure half (45a, 45b) arranged on the lid part (5) and on the base part (3) and at least one of the two closure halves has, on one of the matching closure halves, an indicating part (69), with which perfect coupling of the two closure halves of the closure unit can be indicated, and preferably has a drawing together unit, with which the two matching closure halves can be drawn together on their last closure path.
 
11. Container according to any one of claims 1 to 10, characterised by a further second closure unit (201) preferably arranged between the first closure units, comprising a tab-like flap arrangement (207, 210), a first flap unit (207) being held by its flap base (209) to the base part (3, 205) and a second flap unit (210) being arranged on the free end (211) of the first flap (207), the two flap units (207, 210) being held at an acute angle so as to be movable with respect to one another at their connecting point (213), the second flap unit (210) being situated below the first (207) so it can be pivoted out and bent.
 
12. Container according to claim 11, characterised by a counter-holding device (215) arranged on the lid part (5, 203), which when the closure unit (201) of the flap base (209) is closed, comes to rest adjacent to the first flap unit (207); the counter-holding device (215) for the other free end (219) of the second flap unit (210) has a first stop, in particular a recess (17) open toward the connecting point (213) of the two flap units (207, 210); the surface length of the second flap unit (210) in the longitudinal direction is greater than in the closed state, a spacing (d) between the first stop or the base of the recess (217) and the connecting point (211), owing to which in the closed state a bulging (230) of the second flap unit (210) is produced, the apex of the bulge (230) being located over a geometric stability plane (227) in which apart from a tolerance the connecting point (213), the flap base (209) and the base of the recess (217) are located, and the apex of the bulge (230) is secured against further bending by a second stop (231), and the second closure unit (201) preferably has a release unit formed in particular as pushbutton (226) with a spring loading, which release unit in the first flap unit (207) is arranged virtually over the highest apex of the bulge (230) of the second flap unit (210) when the second closure unit (201) is closed and simultaneously acts as the stop (231) for the apex of the bulge (230) and can be moved in such a way that with it (226) the apex of the bulge (230) located over the stability plane (227) can be pressed onto the other plane side to open the closure unit (201), and the second closure unit (201) preferably has a cam (237) which is arranged on the second flap unit (210) and is offset by a predetermined spacing from the free end (211) of the flap end region toward the flap base (209) of the first flap unit (207), wherein the spacing thereof and height thereof are selected such that the full cam height only comes into effect when the bulge point is pressed in by the release unit (226), as a result of which the closure unit (201) springs open.
 
13. Container according to claim 12, characterised by at least one third stop (243) which is arranged on the second flap unit (210) and/or in front of the counter-holding device (215) on the other second container part (203) and of which the height of the stop is designed such that the second flap unit (210) can be at least slightly bent over its extended position toward the release unit (226) during the closure process.
 
14. Container according to any one of claims 11 to 13, characterised in that the second flap unit (210) is bulged when the closure unit (201) is open and when it is closed there is a bulge in the opposite direction, of which the bulge height is less in the open state, so the two container halves (203, 205) are drawn toward one another in the closing process and preferably the first flap unit (207) is held by a first pivoting joint (216) on the base part (205) and the second flap unit (210) by a second pivoting joint (228) on the first flap unit (207), the two axes (224, 253) of the pivoting joints (216, 228) being arranged virtually parallel to one another and to the pivoting joint between the base and lid part (3, 5; 203, 205).
 
15. Container according to any one of claims 11 to 14, characterised in that the second flap unit (210) has two tab parts (221, 222) pivotally connected to an intermediate joint (223), wherein the axis (254) of the intermediate joint (223) is arranged virtually parallel to the axis of the pivoting joint of the base and lid part (3, 5; 203, 205) and the two tab parts (221, 222) preferably have a virtually identical tab length and preferably the free end (219) of the second flap unit (210, 222) is guided in the longitudinal direction of the flap.
 
16. Container according to claims 14 and 15, characterised in that the first pivoting joint (216) is loaded by a first torsion spring (247) providing the first flap unit (207) with an opening force and the second pivoting joint (228) is loaded by a second torsion spring (251) which impresses a rotary force turning away from the first flap unit (207) on the second flap unit (210) and the intermediate joint (223) is loaded by a third torsion spring (249) producing an outwardly directed bulge with the two tabs parts (221, 222) of the second flap unit (210) at a predetermined minimum opening angle.
 
17. Container, preferably a suitcase, comprising a base and lid part (305) held together so as to be openable and closable by means of a hinge (1a to c), according to any one of claims 1 to 16, characterised in that the base and/or the lid part (3, 5) is constructed to be multi-layered with an asymmetrical layer sequence, wherein the individual layers are connected to one another indivisibly and at least one layer contains a carbon woven fabric and at least one further layer a polyester woven fabric, wherein both are preferably saturated with cured resin and preferably only a single layer in the layer sequence, in particular an outside layer, has a carbon woven fabric and at least two layers have polyester woven fabrics, in particular made of diols and, in particular, a foam core is arranged in the layer sequence.
 
18. Container according to any one of claims 1 to 17, characterised by a further closure unit only engaging during the carrying process, which holds the base and lid part (3, 5) together at at least one point remote from the corners, preferably in the middle of the narrow side, and in particular a handle (15) which can be folded out for carrying and owing to the folding out process closes the further closure unit preferably arranged in the apparatus interior, and in particular the handle (15) is arranged so as to be capable of folding out in a recess (17) of the narrow side (9) remote from the hinge (1a to c) and can be automatically folded back into the recess by spring loading.
 


Revendications

1. Conteneur, en particulier valise comprenant des parties de fond et de couvercle (3, 5) solidarisées, pouvant être ouvertes et fermées au moyen d'une charnière (1a - c), ainsi qu'au moins deux premiers ensembles unitaires d'obturation (6a, 6b ; 101) qui assurent la cohésion des deux parties (3, 5) et sont situés dans les coins extérieurs (7a, 7b) d'un côté étroit (9) tourné à l'opposé de la charnière (1a - c), caractérisé par le fait que les ensembles unitaires d'obturation (6a, 6b ; 101), préférentiellement équipés d'une serrure verrouillable, sont logés dans les coins extérieurs (7a, 7b), dans des évidements (11a - b) s'étendant le long de l'intégralité du bord vertical de la valise, dont les profils coïncident mutuellement et offrent un accès à la surface latérale respective de la partie de fond ou de couvercle (3, 5).
 
2. Conteneur selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il possède un profil extérieur rectangulaire, la profondeur de chaque évidement (11a - b) étant de préférence choisie de façon telle qu'un plan tangentiel, coiffant les deux bords latéraux de l'évidement, vienne se placer au-dessus de l'ensemble unitaire d'obturation (6a, 6b ; 101) considéré, notamment caractérisé par deux évidements supplémentaires (11c - d) offrant des profils extérieurs mutuellement coïncidents, et un accès respectif à la surface latérale considérée de la partie respective de fond ou de couvercle, dans les deux coins restants (7c, 7d) dans lesquels sont disposés des corps (78a, 78b) reproduisant les profils extérieurs des ensembles unitaires d'obturation (6a, 6b ; 101), qui servent notamment à accroître la stabilité du conteneur aux impacts et sont réalisés, de préférence, sous la forme de réceptacles pouvant être ouverts, dans lesquels de petits objets peuvent être déposés.
 
3. Conteneur selon la revendication 1 ou 2, équipé d'un ensemble unitaire d'obturation (101) doté, à chaque fois, d'une moitié obturatrice (105a, 105b) comportant un dispositif de fixation (109a, 109b) et située sur la partie de fond (3, 104) et sur sa partie de couvercle (5, 103) pouvant être ouverte par pivotement, caractérisé par le fait que l'une (105a) des moitiés obturatrices présente une partie de suspension (129), et l'autre moitié présente une partie pénétrante (130) s'adaptant à la partie précitée ; et l'une (105a) des moitiés obturatrices (105a, 105b) comporte un dispositif de pivotement et de coulissement (144, 147, 149, 150, 151, 163) qui coopère avec son dispositif de fixation (109a), et par lequel les parties (129, 130) peuvent être animées d'un mouvement pivotant et coulissant en s'accrochant l'une à l'autre, ou en se décrochant respectivement l'une de l'autre.
 
4. Conteneur (101) selon la revendication 3, caractérisé par le fait que, dans la position ouverte de l'obturation (101), le dispositif de pivotement et de coulissement (144, 147, 149, 150, 151, 163) maintient les axes longitudinaux (106a, 106b) des boîtiers des deux moitiés obturatrices (105a, 105b) approximativement parallèles, mais mutuellement décalés ; et les axes longitudinaux (106a, 106b) desdits boîtiers occupent, de préférence, des positions approximativement perpendiculaires à l'axe de pivotement de la partie de couvercle (103) et de la partie de fond (104).
 
5. Conteneur (101) selon la revendication 3, caractérisé par le fait que la partie de suspension (129) est retenue sur son dispositif de fixation (109a) à l'aide d'une patte (147) faisant partie du dispositif de pivotement et de coulissement (144, 147, 149, 150, 151, 163) et dont les extrémités sont montées à pivotement ; la force d'un ressort de torsion (149) agit entre la partie de suspension (129) et le dispositif de fixation (109a) ; l'on a prévu, de préférence, un élément encliquetable (156) qui est mobile avec la partie de suspension (129), mais est néanmoins agencé avec faculté de coulissement, par rapport à cette dernière, en s'opposant à la force d'un second ressort (154) ; et le dispositif de fixation (109a) présente un évidement (161) dans lequel l'élément encliquetable (156) s'engage lorsque la partie pénétrante (130) est accrochée dans la partie de suspension (129), et lorsque la moitié obturatrice (105a) est enfoncée jusqu'à la position longitudinale du boîtier approximativement concordante vis-à-vis de la moitié obturatrice (105b).
 
6. Conteneur selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé par le fait que la partie pénétrante (130) possède un élément de pénétration (145) en forme de crochet, et la partie de suspension (129) possède un élément de suspension (133) configuré en U, dont la partie cintrée (139) est adaptée à la largeur de l'élément de pénétration (145), à laquelle une tolérance est ajoutée ; à l'état fermé, la partie cintrée (139) vient se placer dans l'auge du crochet de l'élément de pénétration et peut être éloignée par pivotement avec le dispositif de pivotement et de coulissement (144, 147, 149, 150, 151, 163), en vue d'ouvrir la partie pénétrante (130), de façon telle qu'une région, située entre l'auge du crochet et l'extrémité libre du crochet de l'élément de pénétration (145), prenne une inclinaison autorisant un ripage de l'élément de suspension (133) ; et par le fait qu'il est prévu un bouton-poussoir (112) agissant dans la direction des axes longitudinaux des boîtiers et disposé à la face extrême (111) de la moitié obturatrice (105a) munie de la partie pénétrante (130) par laquelle l'élément encliquetable (156) peut être extrait de l'évidement d'encliquetage (161), par coulissement, en vue d'ouvrir l'obturation (101).
 
7. Conteneur selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé par le fait que les moitiés obturatrices présentent un boîtier respectif, les profils extérieurs desdits boîtiers coïncidant mutuellement, à l'état fermé, pour conférer à l'obturation un aspect esthétique attrayant.
 
8. Conteneur selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le premier boîtier (107b) de la moitié obturatrice (105b) dépourvue du bouton-poussoir (112) est maintenu coulissant sur le dispositif de fixation (109b) considéré, selon l'axe longitudinal dudit boîtier (107b), en s'opposant à la force d'un ressort (137) ; et l'on a prévu un élément d'espacement (157) pouvant être sorti par coulissement, avec le bouton-poussoir (112), pour espacer les deux boîtiers (107a, 107b) l'un de l'autre afin de faciliter un éloignement pivotant du premier boîtier (107b), exerçant un effet d'ouverture.
 
9. Conteneur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que chaque charnière (1a - 1c) comprend une pièce pivotante articulée à axe double, une pièce intercalaire (303) et un arceau (305), sachant que l'articulation pivotante est composée de deux parties (301a, 301b) d'articulation pivotante, parmi lesquelles une partie (301b) d'articulation pivotante se trouve sur la partie de fond (3), et l'autre (301a) se trouve sur la partie de couvercle (5) ; les deux parties (301a, 301b) d'articulation pivotante sont reliées à la pièce intercalaire (303) de façon telle que l'axe de pivotement (311a, 311b) de l'une desdites parties (301a, 301b) d'articulation pivotante s'étende respectivement à travers une région marginale de la pièce intercalaire (303) ; et l'arceau (305) est disposé du côté de la charnière, de façon que ses branches (327a, 327b), pouvant pivoter à côté des axes de pivotement (311a, 311b), pénètrent dans ledit côté de la charnière afin d'instaurer un mouvement de pivotement guidé des parties (301a, 301b) d'articulation pivotante.
 
10. Conteneur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que chaque ensemble unitaire d'obturation (6a, 6b) comprend des moitiés obturatrices (45a, 45b) s'adaptant mutuellement et situées sur la partie de couvercle (5), ainsi que sur la partie de fond (3) ; et au moins l'une des deux moitiés obturatrices comporte, sur l'une des deux moitiés obturatrices s'adaptant mutuellement, une unité d'affichage (69) permettant d'indiquer un accouplement impeccable des deux moitiés obturatrices de l'ensemble unitaire d'obturation et, de préférence, une unité de contraction par laquelle les deux moitiés obturatrices, s'adaptant mutuellement, peuvent être contractées jusqu'à leur dernière course de fermeture.
 
11. Conteneur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par un second ensemble unitaire d'obturation (201) supplémentaire, de préférence interposé entre les premiers ensembles unitaires d'obturation et muni d'un ensemble rabattable (207, 210) du type patte, sachant que la première unité rabattable (207) est retenue par sa base rabattable (209) sur la partie de fond (3, 205), et qu'une seconde unité rabattable (210) est disposée à l'extrémité libre (211) du premier rabat (207) ; les deux unités rabattables (207, 210), mobiles l'une vers l'autre, sont maintenues à angle aigu dans leur zone de liaison (213) ; et la seconde unité rabattable (210) se trouve au-dessous de la première (207), avec faculté d'excursion pivotante et de repli.
 
12. Conteneur selon la revendication 11, caractérisé par un taquet d'arrêt (215) disposé sur la partie de couvercle (5, 203) et venant se placer, à l'état fermé du second ensemble unitaire d'obturation (201), au voisinage de la base rabattable (209) de la première unité rabattable (207) ; le taquet d'arrêt (215), affecté à l'autre extrémité ou extrémité libre (219) de la seconde unité rabattable (210), présente une première butée, en particulier un évidement (217) ouvert en direction de la zone de liaison (213) des deux unités rabattables (207, 210) ; la longueur superficielle de la seconde unité rabattable (210) est plus grande, dans la direction longitudinale, que dans la condition fermée ; une distance (d), comprise entre la zone de liaison (211) et, respectivement, la première butée ou le fond de l'évidement (217), donne naissance, à l'état fermé, à un bombement (230) de la seconde unité rabattable (210), sachant que le sommet (230) dudit bombement occupe une position sus-jacente à un plan géométrique de stabilité (227) dans lequel la zone de liaison (213), la base rabattable (209) et le fond de l'évidement (217) se trouvent, abstraction faite d'une tolérance ; une poursuite de l'inflexion du sommet (230) du bombement est empêchée par une deuxième butée (231) ; le second ensemble unitaire d'obturation (201) comporte, de préférence, une unité de déclenchement qui est notamment réalisée comme un bouton-poussoir (226) à contrainte élastique, qui, dans la première unité rabattable (207), se trouve approximativement au-dessus du point sommital (230) du bombement de la seconde unité rabattable (210), à l'état fermé du second ensemble unitaire d'obturation (201), qui agit simultanément comme une butée (231) affectée audit sommet (230) du bombement, et est douée d'une mobilité telle que le sommet (230) du bombement situé au-dessus du plan de stabilité (227) puisse être enfoncé, avec ledit bouton-poussoir (226), vers l'autre côté du plan en vue de l'ouverture de l'ensemble unitaire d'obturation (201) ; et le second ensemble unitaire d'obturation (201) possède, de préférence, une came (237) située sur la seconde unité rabattable (210) et décalée d'une distance préétablie vis-à-vis de l'extrémité libre (211) de la région extrême du rabat, en direction de la base rabattable (209) de la première unité rabattable (207), l'espacement et la hauteur de ladite came étant choisis de telle sorte que la hauteur intégrale de ladite came n'entre en action que lorsque le point de bombement est enfoncé par l'unité de déclenchement (226), provoquant ainsi une ouverture par déclic de l'ensemble unitaire d'obturation (201).
 
13. Conteneur selon la revendication 12, caractérisé par au moins une troisième butée (243) qui est disposée sur la seconde unité rabattable (210) et/ou avant le taquet d'arrêt (215), sur l'autre partie ou seconde partie (203) dudit conteneur, et dont la hauteur de butée est conçue de telle sorte que, lors du processus de fermeture, la seconde unité rabattable (210) puisse être ployée au moins légèrement au-delà de sa position allongée, en direction de l'unité de déclenchement (226).
 
14. Conteneur selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé par le fait que la seconde unité rabattable (210) est ouverte par bombement à l'état ouvert de l'ensemble unitaire d'obturation (201) avec la présence, à l'état fermé, d'un bombement opposé dont la hauteur est moindre qu'à l'état ouvert, de telle sorte que les deux moitiés (203, 205) du conteneur soient tirées l'une vers l'autre au cours du processus de fermeture ; et, de préférence, la première unité rabattable (207) est retenue sur la partie de fond (205) par une première articulation pivotante (216), et la seconde unité rabattable (210) est retenue sur la première unité rabattable (207) par une seconde articulation pivotante (228), sachant que les deux axes (224, 253) desdites articulations pivotantes (216, 228) sont agencés à peu près parallèlement l'un à l'autre, et entre les parties de fond et de couvercle (3, 5 ; 203, 205) vis-à-vis de l'articulation pivotante.
 
15. Conteneur selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé par le fait que la seconde unité rabattable (210) comprend deux parties d'attache (221, 222) reliées à une articulation intermédiaire (223), avec faculté de pivotement, l'axe (254) de ladite articulation intermédiaire (223) étant approximativement parallèle à l'axe de l'articulation pivotante des parties de fond et de couvercle (3, 5 ; 203, 205) ; et les deux parties d'attache (221, 222) présentent une longueur approximativement égale et, de préférence, l'extrémité libre (219) de la seconde unité rabattable (210, 222) est guidée dans la direction longitudinale du rabat.
 
16. Conteneur selon les revendications 14 et 15, caractérisé par le fait que la première articulation pivotante (216) est contrainte par un premier ressort de torsion (247) qui applique une force d'ouverture pivotante à la première unité rabattable (207) ; la seconde articulation pivotante (228) est contrainte par un deuxième ressort de torsion (251) qui imprime, à la seconde unité rabattable (210), une force rotatoire provoquant un éloignement, par rotation, vis-à-vis de la première unité rabattable (207) ; et l'articulation intermédiaire (223) est contrainte par un troisième ressort de torsion (249) qui engendre un bombement dirigé vers l'extérieur, avec les deux parties d'attache (221, 222) de la seconde unité rabattable (210), selon un angle d'ouverture minimal préétabli.
 
17. Conteneur, de préférence valise comprenant des parties de fond et de couvercle (3, 5) solidarisées, pouvant être ouvertes et fermées au moyen d'une charnière (1a - c), selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé par le fait que la partie de fond et/ou la partie de couvercle (3, 5) est structurée en plusieurs couches, avec une succession de couches asymétriques, les couches individuelles étant reliées les unes aux autres de manière indissociable, au moins une couche renfermant un tissu de carbone et au moins une autre couche renfermant un tissu de polyester, l'une et l'autre étant préférentiellement imprégnées d'une résine durcie ; et de préférence, dans la succession de couches, une seule et unique couche, en particulier une couche extérieure, présente un tissu de carbone et au moins deux couches présentent un tissu de polyester, notamment en des diols, et un noyau en mousse est en particulier intégré dans ladite succession de couches.
 
18. Conteneur selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé par un ensemble unitaire d'obturation supplémentaire qui vient en prise uniquement lors du portage et qui assure la cohésion des parties de fond et de couvercle (3, 5) en au moins un emplacement distant des coins, de préférence au centre du côté étroit ; ainsi, notamment, que par une poignée (15) qui peut être sortie par pivotement et qui, suite au processus de déploiement pivotant, ferme l'ensemble unitaire d'obturation supplémentaire situé, de préférence, à l'intérieur du dispositif ; et ladite poignée (15) est agencée avec faculté de pivotement vers le haut, dans un renfoncement (17) du côté étroit (9) tourné à l'opposé de la charnière (1a - c), renfoncement dans lequel ladite poignée peut être rappelée par pivotement, suite à une sollicitation par ressort.
 




Zeichnung