[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Steuerung eines hydraulischen Aufzugs
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
[0002] Solche Steuerungen eignen sich beispielsweise zum Betrieb einer Liftanlage, bei der
eine Kabine in einem Aufzugsschacht verschiedene Positionen, z.B. verschiedene Etagen
eines Gebäudes, anfahren kann. Der Antrieb der Kabine erfolgt dabei durch das Zusammenwirken
eines mit der Kabine verbundenen Hubkolbens mit einem Hubzylinder, der mit einem Drucköl
gefüllt ist. Der Hubzylinder ist über eine Zylinderleitung mit einer Pumpe verbunden,
die von einem Motor angetrieben wird. Durch Drehung des Motors und der Pumpe in der
einen Richtung ist Drucköl von einem Öltank zum Hubzylinder förderbar, wodurch die
Kabine in Aufwärtsrichtung bewegt wird. Durch Drehung des Motors und der Pumpe in
der entgegengesetzten Richtung wird Drucköl vom Hubzylinder in den Öltank gefördert,
wodurch die Kabine in Abwärtsrichtung bewegt wird. Infolge des Eigengewichts der Kabine
steht das Drucköl im Hubzylinder und in der Zylinderleitung dauernd unter einem bestimmten
Druck.
[0003] Zur Steuerung der Bewegung ist es beispielsweise aus US-A-5,243,154 bekannt, einen
starr mit der Pumpe gekoppelten Motor hinsichtlich Drehrichtung und Drehzahl zu steuern.
Bekannt ist außerdem, bei Abwärtsfahrt das Eigengewicht der Kabine und den dadurch
entstehenden Druck dazu zu benutzen, die Pumpe anzutreiben. Infolge der starren Kopplung
mit dem Motor wirkt dabei der Motor als Generator, wobei die bei der Abwärtsbewegung
erzeugte Energie entweder in Wärme umgewandelt oder durch eine Rückspeiseeinheit in
das Stromversorgungsnetz eingespeist werden kann. Zusätzlich kann zwischen dem Hubzylinder
und der Pumpe eine Ventileinheit vorhanden sein, mit der auf den Fluß des Drucköls
zwischen Hubzylinder und Pumpe zusätzlich eingewirkt werden kann.
[0004] Bei den für den genannten Einsatzzweck üblicherweise verwendeten Pumpen ist eine
Leckage unvermeidlich. Die Leckage ist dabei eine Funktion des herrschenden Druckes.
Das hat zur Folge, daß die Pumpendrehzahl bei Aufwärtsfahrt etwas größer sein muß
als sie sein müßte, wenn es die Leckage nicht gäbe. Daraus folgt auch, daß dann, wenn
die Kabine in einer bestimmten Position gehalten werden soll, die Pumpe mit einer
bestimmten Drehzahl laufen muß, um eine so große Menge an Drucköl zu fördern, daß
diese Leckage gerade ausgeglichen wird. Dies ist beispielsweise aus US-A-4,593,792
bekannt.
[0005] Aus US-A-5,212,951 ist eine gattungsgemäße hydraulische Aufzugsanlage bekannt, bei
der die Steuerung der Bewegung der Kabine durch einen auf die Pumpe wirkenden Motor
mit veränderlicher Drehzahl erfolgt. Mit Hilfe eines elektrisch gesteuerten Rückschlagventils
wird der Druck an der der Pumpe zugewandten Seite vor dem Beginn der Bewegung der
Kabine zuerst an den Druck angepaßt, der auf der dem Hubzylinder zugewandten Seite
des Rückschlagventils herrscht. Erst nach dieser Druckanpassung öffnet das Rückschlagventil,
so daß die Bewegung der Kabine beginnt. Mit dieser Maßnahme werden ruckartige Bewegungen
beim Anfahren weitgehend vermieden.
[0006] Aus GB-A-2 243 927 ist eine hydraulische Aufzugsanlage bekannt, bei der ein elektromagnetisches
Steuerventil vorhanden ist. Auch hier beginnt die Bewegung der Kabine erst dann, wenn
der Pumpendruck den Hubzylinderdruck überschreitet. Erst nach dieser Druckanpassung
schaltet das Steuerventil die Verbindung von der Pumpe zum Hubzylinder durch.
[0007] Ein Verfahren & eine Vorrichtung zur Steuerung eines hydraulischen Aufzugs gemäß
dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 5 sind ebenfalls aus dem Dokument US-A-5 040 639
bekannt.
[0008] Allen bekannten Lösungen mit drehzahlgeregelten Motoren ist das Problem gemeinsam,
daß die Motoren eine gewisse Drehzahl-Nachgiebigkeit aufweisen, die auch als Schlupf
bezeichnet wird. Die betrieblich störungsfrei kleinstmögliche Drehzahl mit vollem
Drehmoment ist eine Funktion dieses Schlupfes. Unterhalb einer dadurch bedingten Grenzdrehzahl
ist das Drehverhalten des Motors instabil, was sich in Drehzahlschwankungen äußert.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung zu schaffen, die auf diese Umstände insoweit
Rücksicht nimmt, als sie auch bei sehr kleinen Geschwindigkeiten wie beispielsweise
beim Übergang in den Stillstand eine ruckfreie Fahrt ermöglicht. Gleichzeitig soll
der hydraulische Aufzug bzw. dessen Steuerungssystem mit wenig Sensoren auskommen
und die Verwendung elektrischer Standard-Bauelemente zur Motorsteuerung erlauben.
[0010] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und
5 gelöst. Dabei betrifft der Anspruch 1 das erfindungsgemäße Verfahren, während der
Anspruch 5 eine Vorrichtung kennzeichnet, mit der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt
werden kann. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0011] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schema einer hydraulischen Aufzugsanlage mit einer ihrer Steuerung dienenden Vorrichtung,
- Fig. 2
- einen Teilschnitt eines Steuerventils,
- Fig. 2a und 2b
- Details eines Schnittes und
- Fig. 3 bis 6
- Signaldiagramine zur Erläuterung der Funktion.
[0013] In der Fig. 1 ist ein Aufzugsschacht 1 dargestellt, in dem eine schienengeführte
Kabine 2 bewegbar ist. Die Kabine 2 ist mit einem Hubkolben eines Hubzylinders 3 verbunden.
Im Aufzugsschacht 1 sind Schacht-Impulsgeber 4 angeordnet, die im Zusammenwirken mit
an der Kabine 2 angebrachten, in der Fig. 1 nicht dargestellten Betätigungseinrichtungen
Informationen über die Positionsveränderungen geben, beispielsweise die Annäherung
an ein Stockwerk von oben oder von unten.
[0014] Die Fig. 1 zeigt weiter eine Aufzugsteuerung 5, die über eine Signalleitung 6 mit
Außen-Bedieneinheiten 7, die den einzelnen Stockwerken zugeordnet sind und von denen
in der Fig. 1 nur eines dargestellt ist, und einer Kabinen-Bedieneinheit 8 verbunden
ist. Bei der Aufzugsteuerung 5 kann es sich beispielsweise um ein handelsübliches
Produkt wie etwa die "Aufzugssteuerung Liftronic 2000" (Firma Findili AG, Kleinandelfingen/Schweiz)
handeln. Von der Aufzugsteuerung 5 führt eine Sieuerleitung 9 zu einer Steuer- und
Regeleinheit 10. Auf dieser Steuerleitung 9 werden von der Aufzugsteuerung 5 Steuerkommandosignale
K an die Steuer- und Regeleinheit 10 übermittelt, was noch beschrieben werden wird.
[0015] Die Steuerkommandosignale K gelangen von der Aufzugsteuerung 5 an einen Steuereingang
11 der Steuer- und Regeleinheit 10. Von diesem Steuereingang 11 werden diese Steuerkommandosignale
K einem Sollwertgenerator 12 zugeführt. Weiterhin zeigt die Fig. 1 einen Durchflußmesser
13, mit dem der Fluß des Drucköls vom und zum Hubzylinder 3 und damit eindeutig auch
die Geschwindigkeit der Kabine 2 erfaßt werden. Dieser Durchflußmesser 13 steht über
eine Signalleitung 14 mit einem weiteren Eingang 15 der Steuer- und Regeleinheit 10
in Verbindung, so daß vom Durchflußmesser 13 ausgehende Meßwerte des Volumenstroms,
nämlich dessen Istwerte x
i, der Steuer- und Regeleinheit 10 zur Verfügung stehen. Der Durchflußmesser 13 kann
vorteilhaft einen Hallsensor enthalten. Ein solcher Durchflußmesser ist aus EP-B1-0
427 102 bekannt.
[0016] Der Sollwertgenerator 12 erzeugt aus den Steuerkommandosignalen K einen Sollwert
x
s für die Geschwindigkeit der Kabine 2. Wegen des eindeutigen Zusammenhangs zwischen
Kabinengeschwindigkeit und Volumenstrom des Drucköls, gemessen mit dem Durchflußmesser
13, ist dieser Sollwert der Kabinengeschwindigkeit gleichzeitig der Sollwert x
s des Volumenstroms. Diese beiden Werte, Volumenstrom-Istwert x
i und Volumenstrom-Sollwert x
s, die also auch als Kabinengeschwindigkeits-Istwert x
i und Kabinengeschwindigkeits-Sollwert x
s bezeichnet werden können, werden einem Regler 18 zugeführt, der in bekannter Weise
daraus eine Regelabweichung Δx und aus dieser eine Stellgröße y ermittelt. Diese Stellgröße
y steht an einem ersten Ausgang des Reglers 18 zur Verfügung.
[0017] Der Sollwertgenerator 12 erzeugt aus den Steuerkommandosignalen K außerdem unmittelbar
auch Sollwerte für die von der Steuer- und Regeleinheit 10 anzusteuernden Aggregate,
was noch beschrieben werden wird.
[0018] Alle Sollwerte und auch die Steuerkommandosignale K werden einem Steuerblock 19 zugeführt.
Dieser Steuerblock 19 verfügt über drei Ausgänge: Ein erster Ausgang führt zu einem
ersten Signalwandler 22, dessen Ausgang über ein in der Aufzugsteuerting 5 enthaltenes
Sicherheitsrelais 23 auf einen Ventilantrieb 24 geführt ist. Dieser Ventilantrieb
24 kann vorteilhaft einen magnetisch wirkenden Antrieb aufweisen, beispielsweise einen
Proportionalmagneten. Ein zweiter Ausgang des Steuerblocks 19 führt zu einem zweiten
Signalwandler 27, dessen Ausgang mit einem Stromversorgungsteil 28 verbunden ist.
Dieses Stromversorgungsteil 28 enthält einen Leistungssteller 29, der beispielsweise
ein Frequenzumrichter ist. Ein dritter Ausgang des Steuerblocks 19 ist mit einem dritten
Signalwandler 30 verbunden, dessen Ausgang ebenfalls mit dem Stromversorgungsteil
28 verbunden ist.
[0019] In der Fig. 1 ist weiterhin ein Kontrollblock 33 dargestellt, der von einem zweiten
Ausgang des Reglers 18 die Information über die Größe der Regelabweichung Δx erhält.
Dieser Kontrollblock 33 vergleicht die Größe der Regelabweichung Δx mit einem Grenzwert
und löst dann, wenn die Größe der Regelabweichung Δx diesen Grenzwert überschreitet,
ein Signal aus, das dem Steuerblock 19 zugeführt wird. Damit sind alle vom Steuerblock
19 ausgehenden Signale auf Null setzbar, so daß die Kabine 2 im Notfall zum Stillstand
kommt.
[0020] Der Vollständigkeit halber ist auch noch ein Parameterblock 34 gezeigt, der mit einer
seriellen Schnittstelle 35 verbunden ist. Über diese serielle Schnittstelle 35 ist
eine nicht dargestellte Serviceeinheit an die Steuer- und Regeleinheit 10 anschließbar.
Auf diese Weise können Parameter der Steuer- und Regeleinheit 10 wie beispielsweise
der vorgenannte Grenzwert der Regelabweichung Δx abgefragt und verändert werden
[0021] Die Fig. 1 zeigt weiter eine im gezeichneten Ausführungsbeispiel als dreipolige Leitung
dargestellte Starkstromleitung 36, die über einen Hauptschalter 37 mit dem Stromversorgungsnetz
L1, L2, L3 verbunden ist. Mittels dieser Starkstromleitung 36 wird dem Stromversorgungsteil
28 die zum Betrieb des hydraulischen Aufzugs nötige elektrische Energie zugeführt.
Vom Stromversorgungsteil 28 wird die elektrische Energie über einen Motorschütz 38,
der beispielsweise aus zwei in Serie geschalteten Schützen bestehen kann, einem Motor
39 zugeführt. Gemäß der Darstellung in der Fig. 1 handelt es sich beim Stromversorgungsnetz
L1, L2, L3 um ein Drehstromnetz und der Motor 39 ist entsprechend ein Drehstrommotor.
Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt. Beispielsweise könnte der Motor
39 ein beliebiger Elektromotor, auch ein Gleichstrommotor sein. Das Stromversorgungsteil
28 ist in seiner Bauart jeweils dem verwendeten Motor 39 entsprechend.
[0022] Der Motor 39 ist starr mit einer Ölpumpe 40 verbunden, mit der Drucköl aus einem
Öltank 41 in den Hubzylinder 3 förderbar ist. Üblicherweise sind Motor 39 und Ölpumpe
40 unmittelbar in diesem Öltank 41 angeordnet. Das von der Ölpumpe 40 geförderte Drucköl
gelangt über eine Pumpenleitung 42 zu einer Ventileinheit 43 und von dieser über eine
Zylinderleitung 44 zum Hubzylinder 3. Die Drehrichtung des Motors 39 bestimmt dabei
die Flußrichtung des Drucköls. In der einen Drehrichtung gelangt Drucköl vom Tank
41 über Pumpenleitung 42, Ventileinheit 43 und Zylinderleitung 44 zum Hubzylinder
3, sofern die Drehzahl des Motors 39 größer ist jene Drehzahl, die nötig ist, um die
Leckage der Ölpumpe 40 auszugleichen. Dadurch wird die Kabine 2 in Aufwärtsrichtung
bewegt. In der anderen Drehrichtung gelangt Drucköl vom Hubzylinder 3 über Zylinderleitung
44, Ventileinheit 43 und Pumpenleitung 42 in den Öltank 41. Dadurch wird die Kabine
2 in Abwärtsrichtung bewegt
[0023] Aus der Fig. 1 ist weiterhin entnehmbar, daß das Stromversorgungsteil 28 über eine
Leitung 45 mit einem Statuseingang 46 der Steuer- und Regeleinheit 10 verbunden ist.
Auf der Leitung 45 gelangen Statussignale S
St vom Stromversorgungsteil 28 zur Steuer- und Regeleinheit 10.
[0024] Die Ventileinheit 43 besteht vorteilhaft im wesentlichen aus einem Rückschlagventil
47 und einem Abwärtsventil 48, die zwischen der Pumpenleitung 42 und der Zylinderleitung
44 zueinander parallel angeordnet sind. Das Abwärtsventil 48 seinerseits besteht vorteilhaft
aus einem Steuerventil 49 und einem auf dieses wirkenden Vorsteuerventil 50, Das Vorsteuerventil
50 wird vorteilhaft durch den schon erwähnten Ventilantrieb 24 betätigt.
[0025] Um den sicherheitstechnischen Anforderungen zu genügen, ist in der Ventileinheit
43 zudem ein Notablaßventil 51 enthalten, das auf der der Zylinderleitung 44 zugewandten
Seite der Verbindung von Rückschlagventil 47 und Abwärtsventil 48 angeordnet ist.
Zudem ist auf der der Pumpenleitung 42 zugewandten Seite der Verbindung von Rückschlagventil
47 und Abwärtsventil 48 ein Druckbegrenzungsventil 52 angeordnet. Ein Druckschalter
53 und ein Manometer 54 gehören in bekannter Weise zur Ausstattung einer solchen Anlage.
[0026] Auf der der Pumpenleitung 42 zugewandten Seite der Ölpumpe 40 ist zudem ein Nachsaugventil
67 angeordnet, dessen Funktion später beschrieben wird. Der schon erwähnte Durchflußmesser
13 erfaßt die Geschwindigkeit des zwischen der Ventileinheit 43 und dem Hubzylinder
3 in der Zylinderleitung 44 fließenden Drucköls. Vorteilhaft ist er innerhalb der
Ventileinheit 43 angeordnet.
[0027] An das Stromversorgungsteil 28 sind anschließbar eine Bremseinheit 81 und/oder eine
Rückspeiseeinheit 82, deren Funktion gleichfalls noch beschrieben werden wird.
[0028] Üblicherweise wird die Kabine 2 eines solchen hydraulischen Aufzugs mit mindestens
zwei Nenn-Geschwindigkeiten betrieben, nämlich mit einer ersten Geschwindigkeit (Schnellfahrt)
und einer zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) und Übergangsphasen zwischen diesen
beiden Geschwindigkeiten einerseits und der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
und dem Stillstand andererseits, die sich durch kontinuierliche Änderung der Geschwindigkeit
auszeichnen. Die zweite Geschwindigkeit (Schleichfahrt) kann beispielsweise 5 bis
10 % der ersten Geschwindigkeit betragen. Gibt die Aufzugssteuerung 5 aufgrund einer
Bedienungshandlung an einer Außen-Bedieneinheit 7 oder an der Kabinen-Bedieneinheit
8, aus der ein Fahrkommandosignal resultiert, ein Steuerkommandosignal K an die Steuer-
und Regeleinheit 10 ab. so wird die Kabine 2 in Bewegung gesetzt. Wie noch beschrieben
werden wird, beginnt die Bewegung mit einer zunehmenden Beschleunigung bis zur Erreichung
der ersten Geschwindigkeit (Schnellfahrt). Ist diese erste Geschwindigkeit erreicht,
wird die Fahrt mit dieser konstanten Geschwindigkeit fortgesetzt. Bei Annäherung an
das Fahrtziel beginnt eine Verzögerungsphase. Innerhalb dieser Verzögerungsphase wird
schließlich die zweite Geschwindigkeit (Schleichfahrt) erreicht. Dann erfolgt das
Abbremsen bis zum Stillstand. Beschleunigung und Verzögerung nehmen dabei aus Komfortgründen
gleitend zu bzw. ab. Das der Erfindung zugrundeliegende Problem tritt bei Abwärtsfahrt
im Bereich geringer Geschwindigkeiten auf, nämlich bei Geschwindigkeiten etwa gleich
oder kleiner der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt).
[0029] Erfindungsgemäß wird bei Abwärtsfahrt im Bereich geringer Geschwindigkeiten in Anfahrund
Bremsphasen die Kabinengeschwindigkeit durch Einwirkung auf die Ventileinheit 43 geregelt,
während sie bei größeren Geschwindigkeiten durch Einwirkung auf das Stromversorgungsteil
28 und damit auf den Motor 39 und die Ölpumpe 40 geregelt wird, wobei gleichzeitig
die Ventileinheit 43 gesteuert wird. Bei Aufwärtsfahrt wird die Ventileinheit 43 nicht
angesteuert und die Regelung der Kabinengeschwindigkeit erfolgt in allen Geschwindigkeitsbereichen
durch Einwirkung auf das Stromversorgungsteil 28 und damit auf den Motor 39 und die
Ölpumpe 40.
[0030] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Geschwindigkeit der Kabine 2 die einzige Regelgröße
ist und wenn als Sensor der Durchflußmesser 13 verwendet wird, dessen Istwert x
i der Steuer- und Regeleinheit 10 zugeführt wird.
[0031] Anhand der Fig. 1 wird dieses Verfahren nun näher erläutert. Durch Drehen des Motors
39 in der einen Richtung dreht die Ölpumpe 40 ebenfalls in der einen Richtung. Dadurch
wird von der Ölpumpe 40 Drucköl in die Pumpenleitung 42 gefördert. In der Pumpenleitung
42 entsteht ein Druck, der so lange steigt, bis das in der Ventileinheit 43 enthaltene
Rückschlagventil 47 öffnet. Dieses Öffnen beginnt, wenn der Druck in der Pumpenleitung
42 den Druck in der Zylinderleitung 44 übersteigt. Das Drucköl strömt nun durch den
Durchflußmesser 13 und die Zylinderleitung 44 in den Hubzylinder 3. Dadurch wird die
Kabine 2 in Aufwärtsrichtung bewegt. Die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2
erfolgt in der Weise, daß der vom Sollwertgenerator 12 vorgegebene Sollwert x
s mit dem vom Durchflußmesser 13 gelieferten Istwert x
i verglichen wird, was innerhalb des Reglers 18 geschieht. Der Regler 18 gibt die Stellgröße
y an den Steuerblock 19 ab. Aufgrund der am Steuerblock 19 ebenfalls anliegenden Fahrkommandosignale
leitet der Steuerblock 19 bei Aufwärtsfahrt die Stellgröße y an den Signalwandler
27 weiter. In diesem Signalwandler 27 wird aus der Stellgröße y ein Stellbefehl Y
M erzeugt. Der Stellbefehl Y
M ist seiner Art nach auf das zu steuernde Glied, nämlich das Stromversorgungsteil
28 mit dem Leistungssteller 29, abgestimmt. Ist der Motor 39 ein Drehstrommotor und
der Leistungssteller 29 ein Frequenzumrichter, so muß der Stellbefehl Y
M dem verwendeten Frequenzumrichter angepaßt sein. Als Frequenzumrichter kann beispielsweise
der Typ G9S-2E mit Bremschopper BU III 220-2 (Firma Fuji) verwendet werden. Der Signalwandler
27 ist dann so ausgeführt, daß aus der Stellgröße y ein genau zu diesem Frequenzumrichtertyp
passender Stellbefehl Y
M generiert wird.
[0032] Bei Aufwärtsfahrt wird also, wie geschildert, von der Steuer- und Regeleinheit 10
allein die das Stromversorgungsteil 28 mit dem Leistungssteller 29, den Motor 39 und
die Ölpumpe 40 enthaltene Wirkungskette betätigt. Bei allen vorkommenden Geschwindigkeiten
erfolgt die Regelung der Geschwindigkeit durch Regelung der Drehzahl des Motors 39
und damit der Drehzahl der Ölpumpe 40.
[0033] Bei Abwärtsfahrt erfolgt die Regelung der Geschwindigkeit in abweichender Art und
Weise. Bei einem Steuerkommandosignal für Abwärtsfahrt erzeugt der Sollwertgenerator
12 außer dem Sollwert x
s vorteilhaft noch einen weiteren Sollwert, nämlich einen der Ansteuerung des Motors
dienenden Sollwert x
M Vom Steuerblock 19 wird dieser Sollwert x
M an den Signalwandler 27 weitergeleitet, der analog zur zuvor beschriebenen Aufwärtsfahrt
den Stellbefehl Y
M generiert. Im Unterschied zur Aufwärtsfahrt handelt es sich hier aber nicht um ein
Signal innerhalb der Regelkette, sondern eine reine Steuerungsgröße. Der Motor 39
wird entsprechend zunächst nur gesteuert, nicht geregelt. Motor 39 und damit die Ölpumpe
40 drehen nun in Rückwärtsrichtung. Da die Ventileinheit 43 nicht angesteuert wird
und somit geschlossen ist, entsteht in der Pumpenleitung 42 ein Unterdruck, der durch
automatisches Öffnen des Nachsaugventils 67 begrenzt wird. Erfindungsgemäß wird nun
auch die Ventileinheit 43, nämlich das Abwärtsventil 48 angesteuert. Dies geschieht
in der Weise, daß der Ventilantrieb 24 angesteuert wird. Durch dessen Ansteuerung
wird das Vorsteuerventil 50 betätigt, was seinerseits auf das Steuerventil 49 einwirkt.
Die Ansteuerung des Ventilantriebs 24 erfolgt mittels eines Stellbefehls Y
V, wobei es unerheblich ist, ob zu Beginn der Ansteuerung der Stellbefehl Y
V aus einem reinen Steuersignal oder aus einem Signal einer Regelkette generiert wird.
Erfindungsgemäß wird aber wenigstens bald nach Beginn der Ansteuerung der Stellbefehl
Y
V im Rahmen einer Regelung gebildet. Dies geschieht dadurch, daß der Sollwertgenerator
12 einen Sollwert x
s für die Geschwindigkeit vorgibt, den der Regler 18 mit dem vom Durchflußmesser 13
gelieferten Istwert x
i vergleicht und aus der Regelabweichung Δx die Stellgröße y als Regelsignal bildet.
Der Steuerblock 19 leitet diese Stellgröße y an den Signalwandler 22 weiter, der die
Stellgröße y in einen Stellbefehl Y
V umsetzt. Mit diesem Stellbefehl Y
V wird der Ventilantrieb 24 angesteuert. Mit steigendem Stellbefehl Y
V öffnet das Abwärtsventil 48 in der Weise, daß der Ventilantrieb 24 das Vorsteuerventil
50 und dieses das Steuerventil 49 betätigt. Nun erfolgt also erfindungsgemäß eine
Geschwindigkeitsregelung durch Einwirkung auf das Abwärtsventil 48. Gleichzeitig wird,
wie erwähnt, der Motor 39 lediglich gesteuert.
[0034] Sobald eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht ist, deren Wert vorgebbar ist und
der größenmäßig etwa der zweiten Nenn-Geschwindigkeit (Schleichfahrt) entspricht,
wird die Regelung erfindungsgemäß umgeschaltet. Dies geschieht dadurch, daß der Sollwertgenerator
12 zusätzlich zu den Sollwerten x
s (Sollwert für die Kabinengeschwindigkeit) und x
M (Steuergröße für den Motor 39) auch noch einen Sollwert x
V generiert, der eine Steuergröße für das Abwärtsventil 48 ist. Erfindungsgemäß wird
nun vom Steuerblock 19 die Stellgröße y, die das Signal der Regelkette darstellt,
vom Signalwandler 22 auf den Signalwandler 27 umgeschaltet, während gleichzeitig der
Signalwandler 22 den Sollwert x
V erhält. Damit erfolgt nun die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 nicht mehr
mittels Einwirkung auf das Abwärtsventil 48, sondern durch Einwirkung auf die Drehzahl
des Motors 39. Damit durch Regelung der Drehzahl des Motors 39 die Geschwindigkeit
der Kabine 2 vollständig beherrschbar ist, wird im Anschluß an den vorstehend beschriebenen
Umschaltvorgang der Regelgröße das Abwärtsventil 48 langsam in die Stellung "voll
offen" gesteuert, was durch einen entsprechenden Anstieg des Sollwerts x
V bewirkt wird. Der Sollwert X
V wird dabei vom Sollwertgenerator 12 erzeugt und stellt nun eine reine Steuergröße
dar.
[0035] Bei Annäherung an das Fahrtziel erfolgt dann eine Reduktion der Geschwindigkeit der
Kabine 2 dadurch, daß der Sollwert x
s verkleinert wird. Die Regelung erfolgt in Fortsetzung der zuvor beschriebenen Wirkung
durch Verkleinerung des Stellbefehls Y
M. Gleichzeitig wird der Sollwert x
V reduziert, woraus folgt, daß das Abwärtsventil 48 langsam in Schließrichtung gesteuert
wird. In dem Moment, da der Sollwert x
s einem vorgegebenen Wert, der größenmäßig etwa der zweiten Nenn-Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
entspricht, erreicht, erfolgt nun wiederum eine Umschaltung der Regelgröße. Die Stellgröße
y, also das Signal der Regelkette, wird nun durch den Steuerblock 19 wiederum auf
den Signalwandler 22 gelegt und der Signalwandler 27 erhält den Sollwert x
M. Nach dieser Umschaltung erfolgt nun die Regelung der Geschwindigkeit wieder durch
die Ansteuerung des Abwärtsventils 48, während der Motor 39 gemäß den Vorgaben durch
den Sollwert x
M lediglich gesteuert wird. Bis zum Stillstand erfolgt nun die Regelung der Geschwindigkeit
dadurch, daß der Sollwert x
S durch den Sollwertgenerator 12 reduziert wird, woraus folgt, daß das Abwärtsventil
48 im Rahmen der Regelung in Schließrichtung betätigt wird, bis es voll geschlossen
ist. Damit steht die Kabine 2 still. Parallel dazu wird die Steuergröße für den Motor
39, der Sollwert x
M bis auf Null reduziert.
[0036] Wie geschildert, wird jeweils dann, wenn der Motor 39 bzw, das Abwärtsventil 48 nicht
als Teil der Regelkette betrieben werden, der Motor 39 bzw. das Abwärtsventil 48 durch
vorgegebene Steuergrößen angesteuert. Das hat den Vorteil, daß im Moment des Umschaltvorgangs
für die Regelgröße keinerlei Instabilitäten wie Regelschwingungen oder Sprünge im
Regelverhalten auftreten.
[0037] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist entsprechend dem vorerwähnten Verfahren dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuer- und Regeleinheit 10 Mittel aufweist, mit deren Hilfe
die Ölpumpe 40 und die Ventileinheit 43 in der Weise ansteuerbar sind, daß bei Abwärtsfahrt
mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner als der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 durch die Steuer- und
Regeleinheit 10 aufgrund des Signals des Sensors 13 in der Weise erfolgt, daß regelnd
auf die Ventileinheit 43 eingewirkt wird, während bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit
etwa gleich oder größer der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) und bei Aufwärtsfahrt
die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 dadurch erfolgt, daß regelnd auf das
Stromversorgungsteil 28 und damit auf den Motor 39 und die Ölpumpe 40 eingewirkt wird
[0038] Diese Mittel sind: Erstens der Sollwertgenerator 12, der in Abhängigkeit von an seinem
Eingang anliegenden Steuerkommandosignalen K Sollwerte für die Geschwindigkeit der
Kabine 2, Sollwerte x
M für die Drehzahl des Motors und Solfwerte x
V für die Ansteuerung der Ventileinheit 43 erzeugt, zweitens der Regler 18, der aus
dem jeweiligen Sollwert x
s für die Geschwindigkeit der Kabine 2 und einem vom Sensor 13 erfaßten Istwert x
i für die Geschwindigkeit der Kabine 2 eine Stellgröße y ermittelt, drittens der Steuerblock
19, der in Abhängigkeit von den Fahrkommandosignalen K, von der Stellgröße y und von
den Sollwerten x
M und x
V einen Stellbefehl Y
V für die Ventileinheit 43 und einen Stellbefehl Y
M für den Motor 39 erzeugt. Dabei wirkt der Steuerblock 19 erfindungsgemäß so, daß
bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) der Stellbefehl Y
V für die Ventileinheit 43 die Regelgröße des Regelkreises darstellt, während bei Abwärtsfahrt
mit einer Geschwindigkeit etwa größer der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
sowie bei Aurwärtsfahrt der Stellbefehl Y
M für den Motor 39 die Regelgröße des Regelkreises darstellt.
[0039] Außerordentlich vorteilhaft ist, wenn als einziger Sensor, mit dessen Hilfe die Geschwindigkeit
der Kabine 2 erfaßt wird, der Durchflußmesser 13 vorhanden ist. Die von diesem Durchflußmesser
13 an die Steuer- und Regeleinheit 10 abgegebene Meßgröße korreliert mit der Geschwindigkeit
der Kabine 2, und zwar unter allen Umständen, beispielsweise auch bei Änderungen der
Temperatur des Drucköls, die mit einer Viskositätsänderung verbunden ist, sowie bei
wechselnder Belastung der Kabine 2.
[0040] In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für das Abwärtsventil 48 in einem Teilschnitt
dargestellt. Der Ventilantrieb 24 ist durch den Stellbefehl Y
V ansteuerbar. Der Stellbefehl Y
V ist beispielsweise eine Spannung. Im Ventilantrieb 24 wird ein dieser Spannung proportionales
Magnetfeld erzeugt, das auf einen in der Fig. 2 nicht gezeigten Magnetanker eine Kraft
ausübt. Dieser Magnetanker ist mit einem Stößel 68 verbunden, so daß die auf den Magnetanker
ausgeübte Kraft auch auf den Stößel 68 wirkt. Dargestellt ist weiter eine Feder 69,
die sich gegen einen Kegel 70 abstützt. In diesen Kegel 70 greift der Stößel 68 ein,
so daß die vom Ventilantrieb 24 erzeugte Kraft auf diesen Kegel 70 übertragen wird.
Der Kegel 70 ist dadurch relativ zu einer Vorsteuerbüchse 71 bewegbar. Der durch den
Hub des Kegels 70 gegenüber der Vorsteuerbüchse 71 freigebbare Öffnungsquerschnitt
bestimmt die Wirkung des Vorsteuerventils 50 (Fig. 1)
[0041] Die Fig. 2 zeigt weiter eine Zylinderkammer 72, die über den nicht dargestellten
Durchflußmesser 13 mit der Zylinderleitung 44 in Verbindung steht. Weiter gezeigt
ist ein mit Schlitzen 73 versehener Steuerkolben 74, der die Zylinderkammer 72 von
einer Steuerkammer 75 trennt. Diese Steuerkammer 75 ist über eine Bohrung 76 mit einer
Vorsteuerkammer 94 verbunden. Jenseits der Vorsteuerbüchse 71 befindet sich eine Bohrung
77, die zum Tank 41 (Fig. 1) führt.
[0042] Mit der Bezugszahl 78 ist ein der Führung des Steuerkolbens 74 dienender Fuhrungszylinder
bezeichnet. Über zwei Öffnungen im Führungszylinder 78 und die Schlitze 73 besteht
ein Durchlaß zwischen der Zylinderkammer 72 und der Steuerkammer 75. Außerdem sind
der Führungszylinder 78 auf seiner Innenseite und der Steuerkolben 74 auf seiner Außenseite
so gestaltet, daß zwischen ihnen ein freigebbarer Öffnungsquerschnitt 79 besteht,
dessen durch die Bewegung des Steuerkolbens 74 veränderliche Größe den Fluß des Drucköls
zwischen der Zylinderkammer 72 und einer Pumpenkammer 95, die über die Pumpenleitung
42 mit der Ölpumpe 40 in Verbindung steht, bestimmt.
[0043] Die schon erwähnte Feder 69, die sich einerseits gegen den Kegel 70 abstützt, stützt
sich andererseits gegen eine Einstellschraube 92 ab. Ein Kompensationsstift 93 dient
als Sicherheitselement bei Überdruck oder Bruch der Feder 69. Schließlich ist ein
Kolbenkopf 96 gezeigt, der in einer Bohrung des Führungszylinders 78 bewegbar ist
und der präzisen Führung des Steuerkolbens 74 dient.
[0044] Die linke Hälfte der Fig. 2 zeigt somit im wesentlichen das Steuerventil 49 (Fig.
1), während rechts davon das Vorsteuerventil 50 (Fig. 1) dargestellt ist.
[0045] Die Fig. 2a und 2b zeigen Detalldärstelluhgen eines Teilschnitts. Dargestellt sind
Einzelheiten der Schlitze 73 im Steuerkolben 74. In Verbindung mit der Fig. 2 wird
aus der Fig. 2a erkennbar, daß sich die Schlitze 73 axial bis zum einen Ende des Steuerkolbens
74 erstrecken. Die Tiefe der Schlitze 73 nimmt bis zum Ende des Steuerkolbens 74 mit
einer Schräge von beispielsweise etwa 20 Grad linear ab. Die Schlitze 73 wirken als
Zulaufblenden zur Steuerkammer 75 (Fig. 2). In der in der Fig. 2 gezeigten Schließstellung
des Steuerkolbens 74 geben die Schlitze 73 eine minimale Öffnung frei. Mit zunehmendem
Hub des Steuerkolbens 74 vergrößert sich die Querschnittsfläche dieser Zulaufblenden.
Dies wirkt als interne, hydraulisch-mechanische Gegenkopplung, mit der eine höhere
Positionierungsgenauigkeit, Dynamik und Auflösung der Bewegung des Steuerkolbens 74
erreicht wird.
[0046] Nachstehend ist die Funktionsweise dieses Abwärtsventils 48 beschrieben. Die Fig.
2 zeigt dabei die Schließstellung, die dann vorliegt, wenn am Ventilantrieb 24 kein
Stellbefehl Y
V anliegt. In dieser Stellung herrscht in der Zylinderkammer 72, in der Steuerkammer
75 und in der Vorsteuerkammer 94 der gleiche Druck. Sobald ein Stellbefehl Y
V und damit eine Spannung am Ventilantrieb 24 anliegt, erzeugt der im Ventilantrieb
24 enthaltende Proportionalmagnet wie schon erwähnt ein Magnetfeld, das auf den Stößel
68 und damit auf den Kegel 70 eine Kraft ausübt. Zu einer Bewegung des Kegels 70 kommt
es erst dann, wenn diese Kraft größer wird als die von der Feder 69 ausgeübte Kraft.
Zwischen dem Kegel 70 und der Vorsteuerbüchse entsteht eine Öffnung, über die Drucköl
von der Vorsteuerkammer 94 über die Bohrung 77 in den Tank 41 abfließen kann. Dadurch
sinkt der Druck in der Vorsteuerkammer 94. Dadurch bewegt sich der Steuerkolben 74
und somit wird der Öffnungsquerschnitt 79 von Null verschieden. In der Folge kann
Drucköl von der Zylinderkammer 72 in die Pumpenkammer 95 abfließen, was zu einer Abwärtsbewegung
der Kabine 2 (Fig. 1) führt.
[0047] Mit zunehmendem Stellbefehl Y
V wird der Öffnungsquerschnitt 79 größer. Damit läßt sich, wenn der Stellbefehl Y
V im Rahmen der Regelkette gebildet und wirksam wird, die Geschwindigkeit der Kabine
2 durch die Einwirkung auf das in der Ventileinheit 43 enthaltene Abwärtsventil 48
regeln. Dies geschieht, wie schon erwähnt, bei Abwärtsfahrt im Bereich geringer Geschwindigkeiten.
[0048] Vorteilhaft ist es, wenn das Abwärtsventil 48 so ausgeführt ist, daß der Kolbenkopf
96 des Steuerkolbens 74 den gleichen Durchmesser hat wie die Dichtfläche im Bereich
des Öffnungsquerschnitts 79. Auf den Steuerkolben 74 wirkt somit keine aus dem Druck
in der Pumpenkammer 95 resultierende Kraft. Dadurch ist der Steuerkolben 74 hydraulisch
ausgeglichen, was sich positiv auf die Dynamik der Steuerung des Steuerkolbens 74
auswirkt.
[0049] Nachfolgend werden die Fig. 3 bis 6 näher erläutert, die die Bewegung der Kabine
2 anhand ausgewählter Signale darstellen. In der Fig. 3 sind drei Diagramme gezeigt.
Das obere Diagramm zeigt in einer Spannungs-Zeit-Darstellung den Verlauf des Sollwerts
x
s für die Geschwindigkeit der Kabine 2 (Fig. 1). Dies ist nur als Beispiel im Falle
einer analogen Steuerund Regeleinheit 10 (Fig. 1) zu verstehen, bei dem der Sollwert
x
s durch eine Spannung repräsentiert ist. Im Falle eine digitalen Steuer- und Regeleinheit
10 mit einem Mikroprozessor wird der zeitliche Verlauf des Sollwerts x
s durch eine Variable repräsentiert. Dies gilt in gleicher Weise auch für die nachfolgenden
Fig. 4 bis 6. Gezeigt ist der Verlauf einer Fahrt der Kabine 2 (Fig. 1) von einem
Halt bis zum nächsten Hält.
[0050] Das mittlere Diagramm der Fig. 3 zeigt den Verlauf des Istwertes x
i der vom Durchflußmesser 13 gemessenen tatsächlichen Fahrgeschwindigkeit der Kabine
2 (Fig. 1). Auch hier ist eine Spannungs-Zeit-Darstellung gezeigt, die das vom Durchflußmesser
13 abgegebene Spannungssignal darstellt. Im Falle einer digitalen Steuer- und Regeleinheit
10 (Fig. 1) wäre dies auch als Variable darstellbar, die von einem Analoy-Digital-Wandler
an die Steuer- und Regeleinheit 10 (Fig. 1) abgegeben wird. Bei einwandfreier Regelung
der Geschwindigkeit der Kabine 2 (Fig. 1) durch die Steuer- und Regeleinheit 10 (Fig.
1) sind die Verläufe von x
i und x
s nahezu deckungsgleich.
[0051] Im unteren Diagramm der Fig. 3 ist der zeitliche Verlauf des Stellbefehls Y
M dargestellt. Dieser Stellbefehl Y
M wird durch einen Spannungsverlauf repräsentiert Unterhalb des unteren Diagramms sind
zwei von der Aufzugssteuerung 5 (Fig. 1) generierte Steuerkommandosignale K dargestellt,
nämlich ein erstes Steuersignalkommando K1, das bei einer Aufwärtsfahrt gesetzt wird
und durch die Annäherung an das Ziel, ausgelöst durch einen Schachl-Impulsgeber 4
(Fig. 1) zurückgesetzt wird, und ein zweites Steuersignalkommando K2, das gleichfalls
bei Aufwärtsfahrt gesetzt wird, das aber erst dann zurückgesetzt wird, wenn sich die
Kabine 2 (Fig. 1) einem zweiten Schacht-Impulsgeber 4 (Fig. 1), der näher am vorgesehenen
Fahrziel plaziert ist, nähert.
[0052] Das untere Diagramm der Fig. 3 zeigt, daß durch das Setzen der Steuerkommandosignale
K1 und K2 der Stellbefehl Y
M von Null auf einen Wert gesetzt wird, der einem Offsetwert U
ofs entspricht. Damit läuft der Motor 39 (Fig. 1) und folglich die Ölpumpe 40 an. Infolge
der Massenträgheit, der Leckage der Ölpumpe 40 und der Kompressibilität des Drucköls
kommt durch diesen Signalsprung aber nicht zu einem Ruck in der Kabine 2. Zunächst
muß auch erst ein Druck in der Pumpenleitung 42 aufgebaut werden. Sobald dieser Druck
den Druck in der Zylinderleitung 44 übersteigt, öffnet automatisch das Rückschlagventil
47. Der Offsetwert U
ofs sollte deshalb vorteilhaft gerade so groß sein, daß die Drehzahl des Motors 39 gerade
so groß ist, daß in der Pumpenleitung 42 ein Druck aufgebaut wird, der etwa dem Druck
in der Zylinderleitung 44 entspricht. Die Größe des Offsetwertes U
ofs kann zu jenen Parametern gehören, die im Parameterblock 34 gespeichert sind und über
die serielle Schnittstelle 35 veränderbar sind.
[0053] Im Anschluß an den Anlauf des Motors 39 mit einem dem Offsetwert U
ofs entsprechenden Stellbefehl Y
M erfolgt die Steuerung des Motors 39 nach einer Rampenfunktion U
R. Der Stellbefehl Y
M steigt nun kontinuierlich an. Im mittleren Diagramm der Fig. 3 ist ein Schwellenwert
U
0 eingezeichnet. Dieser vorzugsweise ebenfalls als Parameter einstellbare Schwellenwert
U
0 beträgt beispielsweise etwa 0,5 bis 2 % des maximalen Wertes des Sollwertes x
S bzw. des Istwertes x
i. In diesem Moment wird die Steuerung nach der Rampenfunktion U
R beendet und damit die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 begonnen. Dieses
Verfahren der anfänglichen Steuerung der Geschwindigkeit mit einem Übergang zu einer
Regelung der Geschwindigkeit ist besonders vorteilhaft, denn der Übergang von der
Steuerung zur Regelung erfolgt in dem Moment, da im Rahmen der Steuerung eine bestimmte
Geschwindigkeit erreicht ist. Somit treten beim Übergang von der Steuerung zur Regelung
keinerlei Sprungfunktionen oder Regelschwingungen auf.
[0054] Der weitere zeitliche Verlauf des Stellbefehls Y
M ist damit allein das Resultat der Regelung des Motors 39 durch den Regler 18 aufgrund
des Sollwertes x
s der Geschwindigkeit der Kabine und des Istwertes x
i. Die Kurve für den Sollwert x
s (oberes Diagramm) steigt anschließend bis zu einem Maximum an, das der schon erwähnten
ersten Geschwindigkeit (Schnellfahrt) entspricht. Der Verlauf des Istwertes x
i und der Verlauf des Stellbefehls Y
M ergibt sich nun als Folge der Regelung.
[0055] Sobald das Steuerkommandosignal K1 zurückgesetzt wird, besinnt eine Verzögerungsphase
P
verz (oberes Diagramm der Fig. 3). Der Sollwert x
s wird nun durch den Sollwertgenerator 12 (Fig. 1) gemäß der Darstellung des Kurvenzuges
reduziert. Der Verlauf des Istwertes x
i und der Verlauf des Stellbefehls Y
M ergibt sich wiederum als Folge der Regelung. Das Ende der Verzögerungsphase P
verz ist gekennzeichnet durch den stufenlosen Übergang in eine Geschwindigkeit, die der
erwähnten zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) entspricht. Beim Abfall des Steuersignalkommandos
K2 durch die Annäherung der Kabine 2 (Fig. 1) an den zweiten Schacht-Impulsgeber 4
(Fig. 1) wird der Sollwert x
s vom Sollwertgenerator 12 gemäß einer Softstop-Sollwertkurve K
ss gebildet (oberes Diagramm der Fig. 3), die gekennzeichnet ist durch einen gleitenden
Übergang von der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) zum Stillstand. Der Verlauf
des Istwertes x
i und der Verlauf des Stellbefehls Y
M ergeben sich auch hierbei als Folge der Regelung des Motors 39 durch den Regler 18.
Durch die Reduktion der Drehzahl des Motors 39 wird die durch die Ölpumpe 40 geförderte
Menge an Drucköl reduziert. Infolge der Leckage der Ölpumpe 40 kommt es bei einer
noch endlichen Drehzahl des Motors 39 dazu, daß die geförderte Menge an Drucköl auf
Null sinkt. In der Folge wird auch der durch die Ölpumpe 40 erzeugte Druck in der
Pumpenleitung 42 reduziert. Sobald dieser Druck den Druck in der Zylinderleitung 44
unterschreitet, schließt das Rückschlagventil 47 automatisch, was zum Stillstand der
Kabine 2 führt.
[0056] Während in der vorstehend beschriebenen Fig. 3 eine erste Variante der Steuerung
und Regelung bei der Aufwärtsfahrt gezeigt ist, wird nun anhand der Fig. 4 eine zweite
Variante beschrieben. Die Fig. 4 entspricht weitgehend der Fig. 3 und nachfolgend
werden nur die Unterschiede zur Fig. 3 beschrieben. Beim Verfahren nach Fig. 4 wird
auf den Offset U
ofs und die Rampenfunktion U
R für den Stellbefehl Y
M verzichtet. Statt dessen wird die Funktion für den Sollwert x
s der Geschwindigkeit der Kabine 2 mit einem Offset x
ofs gestartet. Das bedeutet, daß von Anbeginn mit einer Regelung gestartet wird. Trotz
des Sollwertsprungs am Anfang, nämlich von x
s gleich Null auf x
s gleich x
ofs, kommt es, wie das mittlere Diagramm für den Istwert x
i zeigt, nicht zu einem Sprung in der wirklich erreichten Geschwindigkeit, obwohl aufgrund
der Regelung der Stellbefehl Y
M zu Beginn von Null auf einen endlichen Wert Y
Mo springt. Die Gründe wurden bei der Beschreibung der Fig. 3 schon erwähnt: Wegen der
Massenträgheit, der Leckage der Ölpumpe 40 und der Kompressibilität des Drucköls erfolgt
die Anfahrt trotzdem ruckfrei.
[0057] Nachfolgend werden nun zwei alternative Verfahren für die Abwärtsfahrt anhand der
Fig. 5 und 6 beschrieben. In der Fig. 5 ist ein erstes Verfahren für die Abwärtsfahrt
anhand ausgewählter Signale dargestellt. Die Fig. 5 zeigt vier Diagramme. Das obere
Diagramm zeigt in einer Spannungs-Zeit-Darstellung den Verlauf des Sollwerts x
s für die Geschwindigkeit der Kabine 2 (Fig. 1) in gleicher Weise wie in den Fig. 3
und 4. Gleichfalls analog zu den Fig. 3 und 4 ist im zweiten Diagramm von oben der
Verlauf des Istwertes x
i der Geschwindigkeit der Kabine 2, repräsentiert durch den Meßwert des Durchflußmessers
13 (Fig. 1), gezeigt. Im dritten Diagramm ist der zeitliche Verlauf des Stellsignals
Y
V gezeigt, das von der Steuer- und Regeleinheit 10 an den Ventilantrieb 24 zur Steuerung
des Abwärtsventils 48 abgegeben wird. Das untere Diagramm zeigt wiederum analog zu
den Fig. 3 und 4 den zeitlichen Verlauf des Stellbefehls Y
M. Zuunterst sind zwei von der Aufzugssteuerung 5 (Fig 1) generierte Steuerkommandosignale
K dargestellt, nämlich ein drittes Steuersignalkommando K3, das bei einer Abwärtsfahrt
gesetzt wird und durch die Annäherung an das Ziel, ausgelöst durch einen Schacht-Impulsgeber
4 (Fig. 1) zurückgesetzt wird, und ein zweites Steuersignalkommando K4, das gleichfalls
bei Abwärtsfahrt gesetzt wird. das aber erst dann zurückgesetzt wird, wenn sich die
Kabine 2 (Fig. 1) einem zweiten Schacht-lmpulsgeber 4 (Fig. 1), der näher am vorgesehenen
Fahrziel plaziert ist, nähert.
[0058] Durch die Steuerkommandosignale K3 und K4 wird vom Sollwertgenerator 12 (Fig. 1)
der Steuer- und Regeleinheit 10 zum Zeitpunkt t
0 (drittes Diagramm von oben, wobei diese Zeitachse für alle vier Diagramme gilt) zunächst
ein Offsetwert U
ofsM (unteres Diagramm) für den Stellbefehl Y
M generiert und vom Steuerblock 19 dem Stromversorgungsteil 28 zugeführt. Damit drehen
Motor 39 und Pumpe 40 mit einer entsprechenden vorgegebenen Drehzahl. Gezeigt ist
hier nur der Absolutwert, jedoch ist auch dem zuvor Erwähnten bereits zu entnehmen,
daß die Drehrichtung von Motor 39 und Pumpe 40 gegenüber der Aufwärtsfahrt umgekehrt
ist. In der Pumpenleitung 42 entsteht dadurch ein Unterdruck. Um diesen Unterdruck
so zu begrenzen, daß Kavitation der Pumpe 40 vermieden wird, öffnet nun das Nachsaugventil
67.
[0059] Gleichzeitig wird zum Zeitpunkt t
0 vom Sollwertgenerator 12 (Fig. 1) der Steuer- und Regeleinheit 10 zunächst ein Offsetwert
U
ofsV (drittes Diagramm von oben) für den Stellbefehl Y
V generiert und vom Steuerblock 19 dem Ventilantrieb 24 zur Ansteuerung des Abwärtsventils
48 zugeführt. Die Größe des Offsetwert U
ofsV ist so bemessen, daß die vom Magnetanker auf den Stößel 68 (Fig. 2) ausgeübte Kraft
noch kleiner ist als die Vorspannung der Feder 69, so daß der Kegel 70 von der Vorsteuerbüchse
71 noch nicht abhebt. Der Kegel 70 macht damit noch keinen Hub, so daß das Vorsteuerventil
50 (Fig. 1) noch geschlossen bleibt.
[0060] Zum Zeitpunkt t
0 wird außerdem eine erste Sollwertrampe U
R1 für den Stellbefehl Y
V gestartet. Damit steigt die vom Ventilantrieb 24 erzeugte und auf den Stößel 68 (Fig.
2) ausgeübte Kraft. Sobald diese Kraft die Vorspannung der Feder 69 übersteigt, hebt
der Kegel 70 von der Vorsteuerbüchse 71 ab. Folglich öffnen das Vorsteuerventil 50
und in der Folge auch das Steuerventil 49. Somit kann Drucköl aus der Zylinderleitung
44 in Richtung Tank 41 entweichen und die Bewegung der Kabine 2 (Fig. 1) beginnt Das
äußert sich unmittelbar dadurch, daß nun der Istwert x
i von Null verschieden wird, wie das zweite Diagramm zeigt.
[0061] Sobald die Geschwindigkeit der Kabine 2 einen ersten Schwellenwert x
1 (zweites Diagramm) erreicht hat, wird die erste Sollwertrampe U
R1 für den Stellbefehl Y
V abgebrochen. Dies entspricht dem Zeitpunkt t
1. In diesem Moment wird eine zweite, etwas flachere Sollwertrampe U
R2 für den Stellbefehl Y
V gestartet. Dadurch ist die Geschwindigkeitszunahme der Bewegung der Kabine 2 begrenzt,
so daß ein Anfahrruck nicht auftritt. Sobald dann die Geschwindigkeit der Kabine 2
einen zweiten Schwellenwert x
2 (zweites Diagramm) erreicht hat, wird die zweite Sollwertrampe U
R2 für den Stellbefehl Y
V abgebrochen. Dies entspricht dem Zeitpunkt t
2.
[0062] Zum Zeitpunkt t
2 wird nun die Funktion für den Sollwert x
s der Geschwindigkeit der Kabine 2 mit einem Offsetwert x
ofs gestartet. Das bedeutet, daß in dem Moment die reine Steuerung beendet wird und mit
einer Regelung begonnen wird. Trotz des Sollwertsprungs von x
s gleich Null auf x
s gleich x
ofs kommt es, wie das zweite Diagramm für den lstwert x
i zeigt, nicht zu einem Sprung in der wirklich erreichten Geschwindigkeit. Dies kann
dadurch erreicht werden, daß der Offsetwert x
ofs gleich groß gewählt wird wie der zweite Schwellenwert x
2. Aber selbst dann, wenn dies nicht zuträfe, wäre der Übergang von der Steuerung zur
Regelung wegen der Massenträgheit und der Kompressibilität des Drucköls trotzdem ruckfrei.
[0063] Nun erfolgt ab dem Zeitpunkt t
2 eine Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 (Fig. 1) dadurch, daß Istwert x
i und Sollwert x
s vom Regler 18 verglichen und über das Stellsignal y und den Steuerblock 19 ein Stellbefehl
Y
V generiert und an den Ventilantrieb 24 geschickt wird, der eine echte Regelgröße darstellt.
Nun erfolgt also die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 durch Beeinflussung
des Abwärtsventils 48.
[0064] Entsprechend dem ansteigenden Sollwert x
s steigen auch der Stellbefehl Y
V und der Istwert x
i. Sobald dann der Sollwert x
s einen Schwellenwert x
3 erreicht hat, was zum Zeitpunkt t
3 der Fall ist, erfolgt eine Umschaltung der Regelung. Der Steuerblock 19 generiert
nun aus dem Stellsignal y nicht mehr den Stellbefehl Y
V für das Abwärtsventil 48, sondern den Stellbefehl Y
M für das Stromversorgungsteil 28, somit also für den Motor 39.
[0065] Gleichzeitig generiert der Steuerblock 19 den Stellbefehl Y
V weiterhin, nun aber nicht mehr aufgrund der Stellgröße y, sondern aufgrund der Vorgabe
von Sollwerten x
V (Fig. 1), die der Sollwertgenerator 12 erzeugt. Der Sollwert x
V steigt dann relativ rasch, was sich am steigenden Stellbefehl Y
V (Fig. 5, drittes Diagramm von oben) äußert. Damit wird das Abwärtsventil 48 in Richtung
"voll geöffnet" gesteuert und verliert somit zunehmend und schließlich gänzlich eine
Wirkung auf die Geschwindigkeit der Kabine 2. Die Regelung der Geschwindigkeit der
Kabine 2 erfolgt nun ausschließlich in der Weise, daß der Regler 18 Sollwert x
s und Iscert x
i vergleicht, daraus die Stellgröße y bildet, die dann vom Steuerblock 19 in einen
Stellbefehl Y
M umgesetzt wird. Dabei ist dieser Stellbefehl Y
M Teil der Regelkette.
[0066] Wie zuvor schon bei der Aufwärtsfahrt beschrieben, steigt nun der Sollwert x
s bis zu einem Maximum an und die Steuer- und Regeleinheit 10 sorgt entsprechend dafür,
daß der Stellbefehl Y
M entsprechend steigt. Folglich steigt dann auch der Istwert x
i.
[0067] Analog zur Aufwärtsfahrt wird beim Abfall des Steuersignalkommandos K3 eine Verzögerungsphase
eingeleitet. Entsprechend reduziert sich der Sollwert x
S, woraus im Rahmen der Regelung folgt, daß auch Stellbefehl Y
M und in der Folge Istwert x
i fallen. Gleichzeitig wird entsprechend den Vorgaben durch den Sollwertgenerator 12
der Sollwert x
V reduziert, was sich in der Verkleinerung des Stellbefehls Y
V (Fig. 5, drittes Diagramm) äußert.
[0068] Mit der durch die Verkleinerung des Stellbefehls Y
V bewirkten Betätigung des Abwärtsventils 48 in Schließrichtung gewinnt das Abwärtsventil
48 zunehmend Einfluß auf den Fluß des Drucköls vom Zylinder 3 (Fig. 1) zurück in den
Tank 41. Dieser zunehmende Einfluß wird aber automatisch durch eine entsprechende
Veränderung des Stellbefehls Y
M ausgeglichen. Zu einem beinahe beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Verzögerungsphase
P
verz kann nun die Regelung wiederum vom Stellbefehl Y
M auf den Stellbefehl Y
V umgeschaltet werden. Im Moment des Erreichens der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt),
wobei analog zur Aufwärtsfahrt das Abfallen des Steuersignalkommandos K4 bestimmend
ist, ist jedenfalls der Zustand wieder erreicht, daß sich der Stellbefehl Y
V aus der Regelung durch den Regler 18 ergibt, während der Stellbefehl Y
M aufgrund der Vorgabe des Sollwertes X
V durch den Sollwertgenerator 12 bestimmt wird. Bis zum Stillstand erfolgt dann die
Regelung der Geschwindigkeit der Kabine 2 entsprechend der Vorgabe des Sollwertes
x
s (oberes Diagramm) ausschließlich dadurch, daß sich das weitere Schließen des Abwärtsventils
48 aus dem über die Regelgröße y generierten Stellbefehl Y
V ergibt.
[0069] Im Moment des vollständigen Schließens des Abwärtsventils 48 steht die Kabine 2 wieder
still.
[0070] Daß im Moment des Stillstands der Kabine 2 das Stellsignal Y
V noch einen endlichen Wert aufweist, hat damit zu tun, daß das Vorsteuerventil 50
aufgrund der Wirkung der Vorspannung der Feder 69 bereits schließt, wenn noch ein
Stellsignal Y
V von endlicher Größe am Ventilantrieb 24 anliegt.
[0071] In der Fig. 6 ist eine zweite Variante der Abwärtsfahrt gezeigt. Diese Variante unterscheidet
sich von der in der Fig. 5 gezeigten Variante in gleicher Weise, wie dies bei der
Aufwärtsfahrt nach Fig.4 im Vergleich zur Aufwärtsfahrt nach Fig. 3 der Fall ist:
Die Rampenfunktionen entfallen bei dieser Variante und es wird von Anbeginn mit einer
Regelung begonnen.
[0072] Bei beiden Varianten der Abwärtsfahrt wird durch das Öffnen des Abwartsventils 48
bewirkt, daß sich der durch die Kabine 2 ausgeübte Druck in Zylinderleitung 44 und
Pumpenleitung 42 in der Weise auf die Ölpumpe 40 auswirkt, daß die Ölpumpe 40 vom
Drucköl angetrieben wird. Der mit der Ölpumpe 40 gekoppelte Motor 39 benötigt also
keine Energie, sondern wirkt nun als Generator. Mit Hilfe des Stellsignals Y
M wird dabei die Drehzahl des Motors 39 geregelt. Die vom Motor 39 erzeugte elektrische
Energie wird wahlweise in der Bremseinheit 81 in Wärme umgewandelt oder mittels der
Rückspeiseeinheit 82 in wieder nutzbare elektrische Energie umgeformt und in das Stromversorgungsnetz
L1, L2, L3 zurückgespeist. Es ist also erforderlich, daß eine dieser Einheiten 81,
82 vorhanden ist.
[0073] Der eingangs erwähnte dritte Signalwandler 30 erhält vom Steuerblock 19 Informationen
über den Betriebszustand. Der Signalwandler 30 gibt an das Stromversorgungsteil 28
die Information über die Fahrtrichtung, also Aurwärtsfahrt oder Abwärtsfahrt, ab,
so daß das Stromversorgungsteil 28 samt Leistungssteller 29 demgemäß zwischen Antriebs-
und Bremssteuerung umschalten kann.
[0074] Der Vollständigkeit sei noch erwähnt, daß die erwähnten Statussignale S
St dazu dienen, den Sollwertgenerator 12 und in der Folge auch den Steuerblock 19 über
den tatsächlichen Betriebszustand des Stromversorgungsteils 28 zu unterrichten. Damit
ist es beispielsweise möglich, eine Fehlfunktion im Stromversorgungsteil 28 zu erkennen
und den Steuerblock 19 die sicherheitstechnisch notwendigen Maßnahmen ergreifen zu
lassen.
[0075] Vorteilhaft ist die Steuer- und Regeleinheit 10 als Mikroprozessor-Steuerung ausgebildet.
Die in der Fig. 1 dargestellten Einzelheiten mit Sollwertgenerator 12 und Steuerblock
19 und deren Funktionsweise sind dann durch Programmcode realisiert. Die Ein- und
Ausgänge der Steuerund Regeleinheit 10 werden dann von Analog-Digital-Wandlern bzw.
Digital-Analog-Wandlern gebildet.
[0076] Im dem Fall, daß bei einem hydraulischen Aufzug eine Ölpumpe 40 mit sehr kleiner
Leckrate zur Anwendung kommt, kann es vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße Ansteuerung
einer Ventileinheit 43 auch bei Aufwärtsfahrt mit kleiner Geschwindigkeit sinngemäß
anzuwenden.
1. Verfahren zur Steuerung eines hydraulischen Aufzugs mit einer Kabine (2), die längs
eines Aufzugsschachtes (1) auf- und abwärts bewegbar ist, einem mit der Kabine (2)
verbundenen Hubkolben, einem Hubzylinder (3) zum Antrieb des Hubkolbens, einer Ölpumpe
(40) zum Antrieb der Kabine (2) durch Drucköl, einem durch ein steuerbares Stromversorgungsteil
(28) gespeisten Motor (39) zum Antrieb der Ölpumpe (40), einer Ventileinheit (43),
die zwischen einer Pumpenleitung (42) und einer Zylinderleitung (44) eingebaut ist,
einem Sensor (13) für die Geschwindigkeit der Kabine (2) und einer Steuer- und Regeleinheit
(10), mit der die Bewegung der Kabine (2) beeinflußbar ist, wobei die Kabine (2) mit
mindestens zwei Nenn-Geschwindigkeiten betrieben wird, nämlich mit einer ersten Geschwindigkeit
(Schnellfahrt) und einer zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) und Übergangsphasen
zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten einerseits und der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) und dem Stillstand andererseits, welche Übergangsphasen sich durch
kontinuierliche Änderung der Geschwindigkeit auszeichnen,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine (2) durch die Steuer-
und Regeleinheit (10) aufgrund des Signals des Sensors (13) in der Weise erfolgt,
daß regelnd auf die Ventileinheit (43) eingewirkt wird, während bei Abwärtsfahrt mit
einer Geschwindigkeit etwa gleich oder größer als der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
und bei Aufwärtsfahrt die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine (2) in der Weise
erfolgt, daß regelnd auf das Stromversorgungsteil (28) und damit auf den Motor (39)
und die Ölpumpe (40) eingewirkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) die Drehzahl der Ölpumpe (40) durch vorgegebene Werte bestimmt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Kabine (2) die einzige Regelgröße ist und daß als Sensor
ein Durchflußmesser (13) verwendet wird, dessen Istwert xi der Steuer- und Regeleinheit (10) zugeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Starten der Bewegung der Kabine (2) vor dem Beginn der Regelung der Geschwindigkeit
der Kabine (2) eine Phase mit einer Steuerung der Geschwindigkeit der Kabine (2) mit
vorgegebenen Werten für die Geschwindigkeit vorgeschaltet ist, die dann beendet wird,
wenn die Geschwindigkeit einen vorgegebenen Wert (U1, x1) erreicht.
5. Vorrichtung zur Steuerung eines hydraulischen Aufzugs, mit einer Kabine (2), die längs
eines Aufzugsschachtes (1) auf- und abwärts bewegbar ist. einem mit der Kabine (2)
verbunderen Hubkolben, einem Hubzylinder (3) zum Antrieb des Hubkolbens, einer Ölpumpe
(40) zum Antrieb der Kabine (2) durch Drucköl, einem durch ein steuerbares Stromversorgungsteil
(28) gespeisten Motor (39) zum Antrieb der Ölpumpe (40), einer Ventileinheit (43),
die zwischen einer Pumpenleitung (42) und einer Zylinderleitung (44) eingebaut ist,
einem Sensor (13) für die Geschwindigkeit der Kabine (2) und einer Steuer- und Regeleinheit
(10), mit der die Bewegung der Kabine (2) beeinflußbar ist, wobei die Kabine (2) mit
mindestens zwei Nenn-Geschwindigkeiten betrieben wird, nämlich mit einer ersten Geschwindigkeit
(Schnellfahrt) und einer zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt) und Übergangsphasen
zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten einerseits und der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) und dem Stillstand andererseits, welche Übergangsphasen sich durch
kontinuierliche Änderung der Geschwindigkeit auszeichnen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuer- und Regeleinheit (10) Mittel (12, 18, 19, 22, 27) aufweist, mit deren
Hilfe die Ölpumpe (40) und die Ventileinheit (43) in der Weise ansteuerbar sind, daß
bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner als der zweiten
Geschwindigkeit (Schleichfahrt) die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine (2) durch
die Steuer- und Regeleinheit (10) aufgrund des Signals des Sensors (13) in der Weise
erfolgt, daß regelnd auf die Ventileinheit (43) eingewirkt wird, während bei Abwärtsfahrt
mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder größer der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
und bei Aufwärtsfahrt die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine (2) dadurch erfolgt,
daß regelnd auf das Stromversorgungsteil (28) und damit auf den Motor (39) und die
Ölpumpe (40) eingewirkt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Steuer- und Regeleinheit (10) einen Sollwertgenerator (12) aufweist, der in Abhängigkeit
von an einem Eingang anliegenden Steuerkommandosignalen K Sollwerte für die Geschwindigkeit
der Kabine (2), Sollwerte xM für die Drehzahl des Motors und Sollwerte xV für die Ansteuerung der Ventileinheit (43) erzeugt,
- daß ein Regler (18) vorhanden ist, der aus dem jeweiligen Sollwert xs für die Geschwindigkeit der Kabine (2) und einem vom Sensor (13) erfaßten Istwert
xi für die Geschwindigkeit der Kabine (2) eine Stellgröße y ermittelt,
- daß ein Steuerblock (19) vorhanden ist, der in Abhängigkeit von den Fahrkommandosignalen
K, von der Stellgröße y und von den Sollwerten xM und xV einen Stellbefehl YV für die Ventileinheit (43) und einen Stellbefehl YM für den Motor (39) erzeugt,
- und daß bei Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa gleich oder kleiner der zweiten Geschwindigkeit
(Schleichfahrt) der Stellbefehl YV für die Ventileinheit (43) die Regelgröße des Regelkreises darstellt, während bei
Abwärtsfahrt mit einer Geschwindigkeit etwa größer der zweiten Geschwindigkeit (Schleichfahrt)
sowie bei Aufwärtsfahrt der Stellbefehl YM für den Motor (39) die Regelgröße des Regelkreises darstellt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor für die Geschwindigkeit der Kabine (2) ein Durchflußmesser (13) ist, dessen
Istwert xi in allen Geschwindigkeitsbereichen für die Regelung der Geschwindigkeit der Kabine
(2) bestimmend ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinheit (43) aus einem Rückschlagventil (47) und einem dazu parallel angeordneten
Abwärtsventil (48) besteht, wobei das Rückschlagventil (47) dann öffnet, wenn der
Druck in der Pumpenleitung (42) größer ist als der Druck in der Zylinderleitung (44),
und daß das Abwärtsventil (48) von der Steuer- und Regeleinheit (10) ansteuerbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwärtsventil (48) aus einem Vorsteuerventil (50) und einem von diesem Vorsteuerventil
(50) betätigtem Steuerventil (49) besteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorsteuerventil (50) elektrisch ansteuerbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch ansteuerbare Antrieb des Vorsteuerventils (50) einen Ventilantrieb
(24) aufweist, der eine Veränderung eines Öffnungsquerschnitts des Vorsteuerventils
(50) bewirkt.
1. Method of controlling a hydraulic lift comprising a car (2) which can move up and
down along a lift shaft (1), a reciprocating piston connected to the car (2), a lifting
cylinder (3) for driving the reciprocating piston, an oil pump (40) for driving the
car (2) by means of hydraulic oil, a motor (39) for driving the oil pump (40) supplied
with power by a controllable power-supply unit (28), a valve unit (43) installed between
a pump line (42) and a cylinder line (44), a sensor (13) for the speed of the car
(2) and a control unit (10) by means of which the movement of the car (2) can be influenced,
the car (2) being operated at at least two nominal speeds, namely at a first speed
(high speed) and a second speed (creep speed) and transition phases, on the one hand,
between these two speeds and, on the other hand, between the second speed (creep speed)
and stoppage, said transition phases being characterised by a continuous change in speed, characterised in that, during downward travel at a speed substantially equal to or lower than the second
speed (creep speed), the speed of the car (2) is controlled by the control unit (10)
on the basis of the signal from the sensor (13) in such a manner that the controlling
action is exerted on the valve unit (43), whereas during downward travel at a speed
substantially equal to or higher than the second speed (creep speed) and during upward
travel, the speed of the car (2) is controlled in such a manner that the controlling
action is exerted on the power-supply unit (28) and therefore on the motor (39) and
the oil pump (40).
2. Method according to claim 1, characterised in that, during downward travel at a speed substantially equal to or lower than the second
speed (creep speed), the speed of rotation of the oil pump (40) is determined by predetermined
values.
3. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the speed of the car (2) is the only controlled variable and that a flowmeter (13)
the actual value xi of which is supplied to the control unit (10) is used as the sensor.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that, when the movement of the car (2) is started, the onset of the closed-loop control
of the speed of the car (2) is preceded by a phase with open-loop control of the speed
of the car (2) with predetermined values for the speed, this phase ending when the
speed reaches a predetermined value (U1, x1).
5. Device for controlling a hydraulic lift, comprising a car (2) which can move up and
down along a lift shaft (1), a reciprocating piston connected to the car (2), a lifting
cylinder (3) for driving the reciprocating piston, an oil pump (40) for driving the
car (2) by means of hydraulic oil, a motor (39) for driving the oil pump (40) supplied
with power by a controllable power-supply unit (28), a valve unit (43) installed between
a pump line (42) and a cylinder line (44), a sensor (13) for the speed of the car
(2) and a control unit (10) by means of which the movement of the car (2) can be influenced,
the car (2) being operated at at least two nominal speeds, namely at a first speed
(high speed) and a second speed (creep speed) and transition phases, on the one hand,
between these two speeds and, on the other hand, between the second speed (creep speed)
and stoppage, said transition phases being characterised by a continuous change in speed, characterised in that the control unit (10) has means (12, 18, 19, 22, 27) with the aid of which the oil
pump (40) and the valve unit (43) can be actuated in such a manner that, during downward
travel at a speed substantially equal to or lower than the second speed (creep speed),
the speed of the car (2) is controlled by the control unit (10) on the basis of the
signal from the sensor (13) in such a manner that the controlling action is exerted
on the valve unit (43), whereas during downward travel at a speed substantially equal
to or higher than the second speed (creep speed) and during upward travel, the speed
of the car (2) is controlled in such a manner that the controlling action is exerted
on the power-supply unit (28) and therefore on the motor (39) and the oil pump (40).
6. Device according to claim 5,
characterised in that
- the control unit (10) has a setpoint generator (12) which generates setpoints for
the speed of the car (2), setpoints xM for the speed of rotation of the motor and setpoints xv for the actuation of the valve unit (43) as a function of control command signals
K present at an input,
- a controller (18) is provided and determines a correcting variable y from the respective
setpoint xs for the speed of the car (2) and an actual value xi for the speed of the car (2) detected by the sensor (13),
- a control block (19) is provided and generates a control command Yv for the valve
unit (43) and a control command YM for the motor (39) as a function of the travel command signals K, the correcting
variable y and the setpoints xM and xv, and,
- during downward travel at a speed substantially equal to or lower than the second
speed (creep speed), the control command Yv for the valve unit (43) represents the controlled variable of the control circuit,
whereas, during downward travel at a speed substantially higher than the second speed
(creep speed) and during upward travel, the control command YM for the motor (39) represents the controlled variable of the control circuit.
7. Device according to claim 6, characterised in that the sensor for the speed of the car (2) is a flowmeter (13), the actual value xi of which has a determining influence on the control of the speed of the car (2) in
all speed ranges.
8. Device according to one of claims 5 to 7, characterised in that the valve unit (43) consists of a non-return valve (47) and a down valve (48) arranged
parallel thereto, the non-return valve (47) being opened when the pressure in the
pump line (42) is higher than the pressure in the cylinder line (44), and in that the down valve (48) can be actuated by the control unit (10).
9. Device according to claim 8, characterised in that the down valve (48) consists of a pilot valve (50) and a control valve (49) actuated
by this pilot valve (50).
10. Device according to claim 9, characterised in that the pilot valve can be actuated electrically.
11. Device according to claim 10, characterised in that the electrically actuated drive of the pilot valve (50) has a valve drive (24) which
changes the opening cross section of the pilot valve (50).
1. Procédé de commande d'un ascenseur hydraulique comprenant une cabine (2) pouvant être
animée de mouvements ascendants et descendants le long d'une cage d'ascenseur (1)
; un piston élévateur relié à la cabine (2) ; un vérin de levage (3) pour entraîner
le piston élévateur ; une pompe à huile (40) pour entraîner la cabine (2) par de l'huile
pressurisée ; un moteur (39) alimenté par une partie commandable (28) d'alimentation
en courant, pour entraîner la pompe à huile (40) ; une unité de distribution (43)
intégrée entre un conduit (42) de la pompe et un conduit (44) du vérin ; un capteur
(13) affecté à la vitesse de la cabine (2) ; et une unité (10) de commande et de régulation
par laquelle le mouvement de la cabine (2) peut être influencé, ladite cabine (2)
étant actionnée à au moins deux vitesses nominales, c'est-à-dire à une première vitesse
(déplacement rapide) et à une seconde vitesse (déplacement lent), et avec des phases
transitoires entre ces deux vitesses, d'une part, et d'autre part entre la seconde
vitesse (déplacement lent) et la condition d'immobilisation, lesquelles phases transitoires
se singularisent par une variation continue de la vitesse,
caractérisé par le fait que,
lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse sensiblement égale ou inférieure à
la seconde vitesse (déplacement lent), la régulation de la vitesse de la cabine (2)
a lieu par l'intermédiaire de l'unité (10) de commande et de régulation, sur la base
du signal du capteur (13), de telle sorte qu'une action régulatrice s'exerce sur l'unité
de distribution (43), tandis que, lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse
sensiblement égale ou supérieure à la seconde vitesse (déplacement lent), et lors
d'un déplacement vers le haut, la régulation de la vitesse de la cabine (2) a lieu
de façon telle qu'une action régulatrice s'exerce sur la partie (28) d'alimentation
en courant et, par conséquent, sur le moteur (39) et la pompe à huile (40).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse sensiblement égale ou inférieure
à la seconde vitesse (déplacement lent), la vitesse angulaire de la pompe à huile
(40) est déterminée par des valeurs préétablies.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la vitesse de la cabine (2) constitue l'unique grandeur régulatrice ; et par le fait qu'on utilise, en tant que capteur, un débitmètre (13) dont la valeur réelle xi est appliquée à l'unité (10) de commande et de régulation.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que l'amorce du mouvement de la cabine (2) est précédée, avant le début de la régulation
de la vitesse de ladite cabine (2), par une phase qui implique une commande de la
vitesse de ladite cabine (2) avec des valeurs préétablies pour la vitesse, et à laquelle
il est ensuite mis un terme lorsque la vitesse atteint une valeur préétablie (U1, x1).
5. Dispositif de commande d'un ascenseur hydraulique comprenant une cabine (2) pouvant
être animée de mouvements ascendants et descendants le long d'une cage d'ascenseur
(1) ; un piston élévateur relié à la cabine (2) ; un vérin de levage (3) pour entraîner
le piston élévateur ; une pompe à huile (40) pour entraîner la cabine (2) par de l'huile
pressurisée ; un moteur (39) alimenté par une partie commandable (28) d'alimentation
en courant, pour entraîner la pompe à huile (40) ; une unité de distribution (43)
intégrée entre un conduit (42) de la pompe et un conduit (44) du vérin ; un capteur
(13) affecté à la vitesse de la cabine (2) ; et une unité (10) de commande et de régulation
par laquelle le mouvement de la cabine (2) peut être influencé, ladite cabine (2)
étant actionnée à au moins deux vitesses nominales, c'est-à-dire à une première vitesse
(déplacement rapide) et à une seconde vitesse (déplacement lent), et avec des phases
transitoires entre ces deux vitesses, d'une part, et d'autre part entre la seconde
vitesse (déplacement lent) et la condition d'immobilisation, lesquelles phases transitoires
se singularisent par une variation continue de la vitesse,
caractérisé par le fait
que l'unité (10) de commande et de régulation comporte des moyens (12, 18, 19, 22, 27)
à l'aide desquels la pompe à huile (40) et l'unité de distribution (43) peuvent être
activées de telle sorte que, lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse sensiblement
égale ou inférieure à la seconde vitesse (déplacement lent), la régulation de la vitesse
de la cabine (2) ait lieu par l'intermédiaire de l'unité (10) de commande et de régulation,
sur la base du signal du capteur (13), de façon qu'une action régulatrice s'exerce
sur l'unité de distribution (43), tandis que, lors d'un déplacement vers le bas à
une vitesse sensiblement égale ou supérieure à la seconde vitesse (déplacement lent),
et lors d'un déplacement vers le haut, la régulation de la vitesse de la cabine (2)
s'effectue de façon telle qu'une action régulatrice s'exerce sur la partie (28) d'alimentation
en courant et, par conséquent, sur le moteur (39) et la pompe à huile (40).
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
- que l'unité (10) de commande et de régulation présente un générateur (12) de valeurs
de consigne qui, en fonction de signaux de commande K appliqués à une entrée, engendre
des valeurs de consigne affectées à la vitesse de la cabine (2), des valeurs de consigne
xM affectées à la vitesse angulaire du moteur, et des valeurs de consigne xv affectées à l'activation de l'unité de distribution (43),
- qu'il est prévu un régulateur (18) établissant une grandeur de réglage y sur la base
de la valeur de consigne xs considérée, affectée à la vitesse de la cabine (2), et d'une valeur réelle xi détectée par le capteur (13) et affectée à la vitesse de ladite cabine (2),
- qu'il est prévu un bloc de commande (19) qui engendre, en fonction des signaux K de commande
du déplacement, de la grandeur de réglage y et des valeurs de consigne xM et xV, une instruction de réglage YV destinée à l'unité de distribution (43), et une instruction de réglage YM destinée au moteur (39),
- et que, lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse sensiblement égale ou inférieure
à la seconde vitesse (déplacement lent), l'instruction de réglage YV destinée à l'unité de distribution (43) représente la grandeur régulatrice du circuit
de régulation, tandis que, lors d'un déplacement vers le bas à une vitesse sensiblement
supérieure à la seconde vitesse (déplacement lent), ainsi que lors d'un déplacement
vers le haut, l'instruction de réglage YM destinée au moteur (39) représente ladite grandeur régulatrice dudit circuit de régulation.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le capteur affecté à la vitesse de la cabine (2) est un débitmètre (13) dont la valeur
réelle xi est déterminante, dans toutes les plages de vitesses, pour la régulation de la vitesse
de ladite cabine (2).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par le fait que l'unité de distribution (43) se compose d'un clapet antiretour (47) et d'un distributeur
en aval (48) branché en parallèle avec ledit clapet, le clapet antiretour (47) s'ouvrant
lorsque la pression régnant dans le conduit (42) de la pompe excède la pression régnant
dans le conduit (44) du vérin ; et par le fait que ledit distributeur en aval (48) peut être activé par l'unité (10) de commande et
de régulation.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé par le fait que le distributeur en aval (48) comprend une vanne pilote (50) et une vanne de commande
(49) actionnée par cette vanne pilote (50).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par le fait que la vanne pilote (50) est activable électriquement.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé par le fait que l'entraînement de la vanne pilote (50), pouvant être activé électriquement, présente
un entraînement (24) provoquant une variation d'une section transversale d'ouverture
de ladite vanne pilote (50).