(19)
(11) EP 0 916 717 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.07.2003  Patentblatt  2003/28

(21) Anmeldenummer: 98120962.0

(22) Anmeldetag:  05.11.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7C11D 1/72, C11D 1/722, C11D 1/83

(54)

Mittel zum Reinigen von harten Oberflächen

Hard surface cleaning agent

Agent de nettoyage de surfaces dures


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 14.11.1997 DE 19750456

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.05.1999  Patentblatt  1999/20

(73) Patentinhaber: Ecolab Inc.
St. Paul, MN 55102-1390 (US)

(72) Erfinder:
  • Rogmann, Karl-Heinz
    40880 Ratingen (DE)
  • Skodell, Birgit
    40489 Düsseldorf (DE)
  • Faubel, Heiko Dr. Dipl.-Chem.
    42929 Wermelskirchen (DE)

(74) Vertreter: Kluschanzoff, Harald 
Ecolab GmbH & Co. OHG, Patentabteilung, Geb. Z 22, 3. OG, Postfach 13 04 06
40554 Düsseldorf
40554 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 254 208
WO-A-92/05235
WO-A-96/18711
US-A- 3 983 078
EP-A- 0 743 359
WO-A-96/12001
DE-A- 4 334 368
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Mittels, zum Reinigen von harten Oberflächen, das eine Kombination aus speziellen nichtionischen Tensiden enthält, sowie die Verwendung dieser Mittel zur maschinellen Reinigung von Fußböden.

    [0002] Auf dem Gebiet der Reinigung von harten Oberflächen sind neben den hygienischen und ästhetischen Aspekten die Materialien der zu reinigenden Oberflächen sowie die Art und Intensität der Verschmutzung sowie wirtschaftliche Faktoren zu berücksichtigen. Zu den harten Oberflächen zählen beispielsweise Beläge aus Natursteinen, Fliesen, wie Feinsteinzeugfliesen, aber auch elastische Beläge wie Linoleum und PVC. Bei der Reinigung von harten Oberflächen im gewerblichen Bereich ist zusätzlich zu berücksichtigen, daß die Oberflächen unterschiedliche Strukturen aufweisen und zugleich Verschmutzungen unterschiedlichster Art zu entfernen sind, ggf. je nach Anwendungszweck mit gleichzeitiger Desinfektion. Deshalb sind auch für diesen Bereich eine Vielzahl von Mitteln entwickelt worden.

    [0003] In der Praxis wird die Auswahl der Mittel im Wesentlichen dadurch bestimmt, ob diese die Reinigungsaufgabe in möglichst kurzer Zeit auf den unterschiedlichsten Materialien und Verschmutzungsarten materialschonend erfüllen. Aus wirtschaftlichen Gründen werden hierfür in der gewerblichen Reinigung Maschinen eingesetzt. Bei der Fußbodenreinigung verwendet man hierfür in der Regel Scheuersaugmaschinen, (Reinigungsautomaten) oder Schrubbmaschinen (Einscheiben- oder kontrarotierende Mehrscheibenmaschinen bzw. Bürstenwalzmaschinen). Im letzteren Fall wird das Absaugen der Reinigungsmittel in einem zweiten Arbeitsgang mit einem Wassersauger ausgeführt. Zur Reinigung bestimmter Bodenstrukturen, besonders rauher Böden oder Böden mit spezieller Oberflächenbehandlung, die Profilierungen, Strukturierungen oder Einstreuungen durch Füllstoffe, erfolgt die maschinelle Reinigung in der Regel mit Bürstenwalzmaschinen. Zur Intensivierung der Reinigungsleistung können auch verschiedene Reinigungsmaschinen miteinander kombiniert werden. Aus wirtschaftlicher Sicht sollte aber auch bei Reinigung von stark verschmutzten Oberflächen der Reinigungsvorgang in nur einem Arbeitsgang erfolgen, so daß sehr hohe Anforderungen an die eingesetzten Reinigungsmittel gestellt werden.

    [0004] Die im Handel erhältlichen Reinigungsmittel bestehen üblicherweise aus einer Kombination von anionischen Tensiden, wie z.B. Alkylbenzolsulfonaten, Alkansulfonaten, Alkylsulfaten, Fettsäurestersulfaten usw. Die anionischen Tenside haben jedoch den Nachteil, daß sie sehr stark schäumen und der bei der Verarbeitung entstehende Schaum kompakt und stabil ist, so daß es zum Abschalten der Reinigungsmaschinen und somit zu Arbeitsunterbrechungen kommen kann. Um die Schaumbildung zu verringem, wurden Produkte auf Basis von schwach schäumenden nichtionischen Tensiden entwickelt, die z.B. Fettalkoholpolyglycolether mit unterschiedlichen Ethoxylierungsgraden, Alkylpolyglycoside etc. enthalten. Die Auswahl schwach schäumender Tenside ist jedoch begrenzt, da diese bei Raumtemperatur zwar nur schwach schäumend wirken, aber bei Arbeitstemperaturen über 30 ° C schäumendes Verhalten zeigen.

    [0005] Ein weiterer Nachteil der nichtionischen Tenside ist, daß sie gegenüber anionischen Tensiden eine geringere Reinigungsleistung zeigen. Insbesondere Bereiche mit stärkerer Verschmutzung oder bei rauheren Bodenstrukturen, wie z.B. Feinsteinzeugfliesen, an denen der Schmutz aufgrund der großen Oberfläche besonders intensiv haftet, ist die Reinigungswirkung nicht immer zufriedenstellend, wodurch Nacharbeiten bzw. ein zweiter Reinigungsvorgang erforderlich wird.

    [0006] Es sind zwar Mittel im Handel erhältlich, die hinsichtlich ihres Schaumverhaltens geeignet wären, sie werden jedoch aus ökologischen Gründen nicht eingesetzt.

    [0007] Im gewerblichen Bereich ist ferner zu beachten, daß bei der Reinigung anfallendes Schmutzwasser entsorgt werden muß. Dazu wird das Schmutzwasser üblicherweise über Leichtflüssigkeitsabscheider geleitet. Das Entsorgen des Schmutzwassers stellt eine besondere Anforderung an die industriellen Reinigungsmittel dar, da zum einen von den Reinigungsmitteln ein gutes Schmutzlöse-, Emulgier- und Dispergiervermögen verlangt wird, zum anderen muß es aber nach Gebrauch ein schmutzabscheidefreundliches Verhalten bei der Entsorgung über einen Leichtflüssigkeitsabscheider aufweisen.

    [0008] Die voranstehend aufgeführten Aufgaben und Anforderungen, die an ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen im gewerblichen Bereich gestellt werden, werden von den bekannten Mitteln nur teilweise erfüllt.

    [0009] In der EP-A-0 743 359 wird ein wasserhaltiger flüssiger Grundreiniger beschrieben, der A) ein Lösungsmittelgemisch aus a) Phenoxyethanol und b) einem Alkohol, ausgewählt aus Benzylalkohol, C2-C4-Alkylglykolen und Ethem von C1-C4-Alkoholen mit (Poly)glykolen in einem Verhältnis von a : b von 1 : 0,5 bis 1 : 10 sowie B) nichtionische Tenside aus der Gruppe der C12-C22-Alkoholalkoxylate, der endgruppenverschlossenen C12-C22-Alkoholalkoxylate und der Alkylpolyglykoside enthält. Dieser Grundreiniger dient zur Reinigung von starken Verschmutzungen, beispielsweise in der Industrie, in der Küche und im Sanitärbereich, oder zur Entfernung von Filmschichten auf Polymer- und/oder Wachsbasis.

    [0010] Die US-A-3,983,078 betrifft ein pulverförmiges Wasch- und Reinigungsmittel, das insbesondere zur Entfernung von Öl und Ölverschmutzungen von Textilien und harten Oberflächen, beispielsweise von Metalloberflächen oder von Fußböden, geeignet ist. Dieses Mittel enthält A) ein Gemisch nichtionischer Tenside, bestehend aus C9-C11-primären Alkoholethoxylaten mit 4 EO-Gruppen und C10-C15-sekundären Alkoholethoxylaten mit 7 bis 9 EO-Gruppen, B) Tensid-Verbindungen ausgewählt aus anionischen, semipolaren und zwitterionischen Tensiden sowie C) Builderstoffen.

    [0011] Die WO-A-96/18 711 beschreibt ein flüssiges Reinigungsmittel für harte Oberflächen, enthaltend ethoxylierte C11-C16-Guerbetalkohole mit 7 bis 30 EO-Gruppen.

    [0012] Gegenstand der WO-A-92/05 235 ist eine flüssige nichtionische Tensid-Kombination mit verbesserter Kältestabilität, enthaltend A) ethoxylierte primäre C12-C15-Alkoholen mit 2 bis 7 EO-Gruppen, B) alkoxylierte primäre C12-C15-Alkohole mit 3 bis 7 EO-Gruppen und 2 bis 8 PO-Gruppen sowie C) ein Gemisch aus ethoxylierten C12-C15-Oxoalkoholen mit 2 bis 8 EO-Gruppen. Derartige Flüssigkonzentrate werden insbesondere zusammen mit Waschalkalien eingesetzt und eignen sich zum Waschen ölverschmutzter Textilien und Berufsbekleidung in Wäschereibetrieben.

    [0013] Demgegenüber lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Mittel zur Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere für den gewerblichen Bereich, bereitzustellen, die eine gute Reinigungsleistung zeigen, in gewerblichen Reinigungsmaschinen eingesetzt werden können und auch den ökologischen wie den ökonomischen Anforderungen entsprechen.

    [0014] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung eines Reinigungsmittels, enthaltend

    A) mindestens ein nichtionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe C8-C22-Fettalkohol-EO-PO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 4 bis 10 und einem Propoxylierungsgrad von 1 bis 5, mit C1-C4-Alkylgruppen verschlossene C8-C22-Alkoholalkoxylate mit einem Alkoxylierungsgrad von 4 bis 10 und Hydroxymischether mit der folgenden Formel I

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    worin

    R1 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 4 bis 18

    Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische,

    R2 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und

    R3 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 2 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische bedeuten,

    x für 0 oder 1 bis 5,

    y für 1 bis 30 und

    z für 1 bis 3 stehen,

    B) C9-C15-Oxoalkohol-EO-Addukte mit einem Ehtoxylierungsgrad von 2 bis 8, wobei die Komponenten A und B in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 5 : 1 vorliegen, zur Reinigung von harten Oberflächen.



    [0015] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel zeichnen sich durch eine sehr gute Reinigungswirkungswirkung gegenüber einem breiten Schmutzspektrum aus. Eine gute Reinigungsleistung wird auch auf kritischen Oberflächen, wie z. B. auf den bereits genannten Feinsteinzeugfliesen und strukturierten Industriefußböden, erreicht. Aufgrund des günstigen Schaumverhaltens ist eine kontinuierliche Reinigung mit Reinigungsmaschinen möglich, da diese nicht wegen hoher Schaumbildung vorzeitig abschalten. Auch zeigt die gebrauchte Reinigerlösung ein günstiges Verhalten im Leichtflüssigkeitsabscheider, so daß die Entsorgung der gebrauchten Reinigerlösung keine Probleme hervorruft. Insgesamt zeigen die eingesetzten nichtionischen Tenside eine gute biologische Abbaubarkeit, so daß auch die ökologischen Anforderungen erfüllt werden.

    [0016] Die einzelnen Tenside der Komponenten A und B sind dem Fachmann gut bekannt und sind im Handel erhältlich. So werden die als Komponente A verwendbaren Fettalkohol-EO-PO-Addukte aus den linearen C8-C22-Alkoholen hergestellt, die aus der Hydrierung von natürlichen Fettsäuren und Fettsäureestern zugänglich sind. Die mit C1-C4-Alkylgruppen verschlossenen Alkolylate sind aus den Alkoxylaten langkettiger verzweigter oder unverzweigter Alkohole durch Veretherung der freien Hydroxylgruppe beispielsweise mit C1-C4-Alkylhalogeniden zugänglich. Als Hydroymischether haben sich insbesondere solche als geeignet erwiesen, wie sie in der internationalen Patentanmeldung WO96/12001 beschrieben werden. Die als Komponente B verwendeten Ethoxylate werden aus den durch Oxo-Synthese zugänglichen zumindest partiell verzweigten langkettigen Alkoholen mit 9 bis 15 C-Atomen durch Anlagerung von 2 bis 8 Mol EO hergestellt. Vorzugsweise liegt das Gewichtsverhältnis von A zu B in den erfindungsgemäßen Mitteln zwischen 3 : 1 und 2 : 1.

    [0017] Gute Reinigungsleistungen werden mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Mitteln erhalten, wenn die Komponenten A und B jeweils in einer Menge von 1 bis 60 Gew.-% enthalten sind. In Normalprodukten sind die Komponenten A und B jeweils in Mengen von 2 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, enthalten. In Konzentraten sind Komponenten A und B vorzugsweise jeweils in Mengen von 25 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, enthalten.

    [0018] Als weitere Inhaltsstoffe können die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel anionische und nichtionische Cotenside, Alkalisierungsmittel, alkalisch reagierende Komplexbildner, mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel, reinigungsaktive Salze, Solubilisierungsmittel sowie weitere übliche Zusatzstoffe enthalten.

    [0019] Als anionische Cotenside können C8-C22-Alkansulfonate, C8-C22Alkylbenzolsulfonate, C8-C22-Alkylsulfate, C8-C22-Fettsäurestersulfate, Fettsäureseifen oder deren Mischungen eingesetzt werden. Anionische Cotenside können in Konzentraten in einer Menge bis zu 5 Gew.-%, vorzugsweise von 1,5 bis 5 Gew.-%, und in Normalprodukten in einer Menge bis zu 3 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt werden.

    [0020] Als nichtionische Cotenside können die von den unter A und B genannten Tensiden verschiedenen nichtionischen Tenside, beispielsweise die Addukte von Ethylenoxid an die linearen Fettalkohole oder an Fettalkylphenole, eingesetzt werden, vorzugsweise die Addukte von C8-C22-Fettalkoholen oder C8-C22-Alkylphenolen mit 4 bis 40, insbesondere 6 bis 15 Ethylenoxideinheiten pro Mol Alkohol. Typische Vertreter sind Kokosfettalkohol mit 10 EO oder Talgalkohol + 10 EO. Besonders bevorzugt eingesetzte nichtionische Cotenside sind die Addukte von 6 bis 15 Mol EO an C12-C18-Fettalkoholen. Als weitere nichtionische Cotenside können die Alkylpolyglycoside genannt werden. Die nichtionischen Cotenside können in Konzentraten in einer Menge bis zu 8 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 6 Gew.-%, und in Normalprodukten in einer Menge bis zu 6 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt werden.

    [0021] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Reinigungsmittel können als sogenannte Normalprodukte, als Konzentrate und als Pasten vorliegen. Normalprodukte sind in der Regel flüssig und stellen Lösungen ihrer Inhaltsstoffe dar. Die sogenannten Konzentrate sind Lösungen oder Emulsionen der Inhaltsstoffe und weisen eine flüssige bis dickflüssige Konsistenz auf. In Normalprodukten sind Tenside üblicherweise in einer Menge bis zu 35 Gew.-%, in Konzentraten bis zu 65 Gew.-% und in Pasten in einer Menge bis zu 90 Gew.-% enthalten sein. Die dritte mögliche Ausführungsform stellen die Pasten dar, die über geeignete Geräte dosiert werden können. Die Pasten enthalten die aktiven Inhaltsstoffe in einer Menge bis zu 95 Gew.-%. Auf Zusatzstoffe wie Wasser und Lösungsmittel wird vorzugsweise verzichtet.

    [0022] Die fakultativ enthaltenen Alkalisierungsmittel unterstützen aufgrund ihres hohen pH-Wertes die Reinigungswirkung. Als Alkalisierungsmittel können sowohl flüchtige als auch feste Alkalien eingesetzt werden, wie NaOH und KOH, Alkalicarbonate, Ammoniak, Wasserglas, und/oder Amine, wie z. B. Monoethanolamin. Bevorzugt liegt der pH-Wert der erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel zwischen 8 und 14. Üblicherweise sind die Alkalien in einer Menge bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 5 und 20 Gew.-%, enthalten. Enthält das Mittel Phosphate, so kann die Menge an Alkalisierungsmittel geringer sein.

    [0023] Als weitere fakultative Bestandteile können die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel Komplexbildner enthalten, die in der Lage sind, Beeinträchtigungen durch eine extreme Wasserhärte bei der Anwendung der Mittel auszugleichen. Geeignet sind insbesondere Pentanatriumtriphosphat, Trinatriumcitrat, Natriumgluconat, Tetranatriumethylendiamintetraacetat (EDTA-Na), Produkte auf Polyasparaginsäure-Basis und Trinatriumnitrilotriacetat (NTA-Na). Vorzugsweise werden NTA-Na und/oder Natriumgluconat verwendet. Die Komplexbildner können in einer Menge bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt werden.

    [0024] Zur Verstärkung der Reinigungskraft können mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel enthalten sein, wobei gut fettlösende Lösungsmittel bevorzugt werden. Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind Mono- und Dialkohole, Etheralkohole, Polyether und Amine.

    [0025] Als typische Vertreter können Isopropanol, Butylglykol, Ethylenglykolmonophenylether, Dimethyldiglykol und Methylpyrrolidon genannt werden. Vorzugsweise werden niedere Etheralkohole, beispielsweise Mono- oder Diethylenmonoalkylether mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe eingesetzt. Der Gehalt an Lösungsmittel liegt nicht über 30 Gew.-%, vorzugsweise nicht über 20 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,5 und 10 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel.

    [0026] Neben den als Alkalisierungsmitteln genannten Verbindungen kann die Leistung der erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel durch Zusatz von weiteren alkalisch reagierenden Salzen gesteigert werden, wie z. B. Polyphosphate und Pyrophosphaten, insbesondere Natriumtripolyphosphat oder Tetrakaliumpyrophosphat, steigern. Diese Salze werden vorzugsweise in einer Menge von 2 bis 8 Gew.-%, höchstens jedoch 15 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt.

    [0027] Zur Stabilisierung der einzelnen Komponenten in den erfindungsgemäß zu verwendenden Reinigungsmitteln können diese Lösevermittler, wie z. B. Cumolsulfonat, Octylsulfat, Toluolsulfonat, Xylolsulfonat oder Harnstoff enthalten. Auch Fettsäureseifen sind als Lösevermittler geeignet. Die Lösevermittler können im erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 1 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige Mittel, enthalten sein. Enthält das Reinigungsmittel Seife, so kann die Menge an Lösevermittler meist sehr gering sein.

    [0028] Als weitere fakultative Bestandteile können die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel auch anorganische Neutralsalze, Farb- und Duftstoffe, Verdicker und Korrosionsinhibitoren sowie ggf. Desinfektionsmittel enthalten. Die Menge dieser Zusatzstoffe beträgt vorzugsweise nicht mehr als 5 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 2 Gew.-% und insbesondere von 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel. Weitere, in Reinigungsmitteln für gewerbliche Zwecke übliche Hilfsstoffe können ebenfalls enthalten sein, sofern sie die erfindungsgemäße Wirkung nicht beeinträchtigen.

    [0029] In einer möglichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Mittel 1 bis 40 Gew.-% der Komponente A, 1 bis 20 Gew.-% der Komponente B, bis zu 8 Gew.-% weitere nichtionische Tenside, bis zu 3 Gew.-% anionische Tenside, bis zu 30 Gew.-% Alkalisierungsmittel, bis zu 5 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner, bis zu 40 Gew.-% mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel, bis zu 15 Gew.-% reinigungsaktive Salze, bis zu 10 Gew.-% Solubilisierungsmittel und bis zu 5 Gew.-% weitere Zusatzstoffe, ausgewählt aus Farb- und Duftstoffen.

    [0030] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung der voranstehend beschriebenen Mittel zur Reinigung von Fußböden mit rauher Oberfläche, vorzugsweise zur maschinellen Reinigung von Fußböden.

    [0031] Noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur maschinellen Reinigung von harten Oberflächen, in dem die Oberflächen in an sich bekannter Weise mit Reinigungsmaschinen unter Verwendung eines geeigneten Reinigungsmittels bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungsmittel enthält:

    A) mindestens ein nichtionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe C8-C22-Fettalkohol-EO-PO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 4 bis 10 und einem Propoxylierungsgrad von 1 bis 5, mit C1-C4-Alkylgruppen verschlossene C8-C22-Alkoholalkoxylate mit einem Alkoxylierungsgrad von 4 bis 10 und Hydroxymischether mit der folgenden Formel I

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    worin

    R1 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 4 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische,

    R2 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und

    R3 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 2 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische bedeuten,

    x für 0 oder 1 bis 5,

    y für 1 bis 30 und

    z für 1 bis 3 stehen,

    B) C9-C15-Oxoalkohol-EO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 2 bis 8, wobei die Komponenten A und B in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.



    [0032] In den folgenden Beispielen wird die Erfindung näher erläutert, ohne diese jedoch darauf zu beschränken.

    Beispiele



    [0033] Es wurden Reinigungsmittel mit den in den Tabelle 1 und 2 angegebenen Zusammensetzungen hergestellt und auf Ihre Reinigungswirkung und ihre anwendungstechnischen Eigenschaften untersucht.

    [0034] Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt.
    Tabelle 1
    Zusammensetzung der erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel
    Rohstoffe
    Tabelle 1
    1 2 3 4 5
     
    C10-C14-Alkohol + 5-8 EO/1-3 PO* 10     7,0 3,5
    C12-C14-Alkohol + 4 EO*   2,0   4,0  
    C10-C15-Alkohol + 3-8 EO* Methylendgruppenverschlossen     15   3,5
    C6H13-O-(PO)1-(EO)20-CH2-CH(OH)-(CH2)7-CH3   6,5      
    C10-C15 Oxoalkohol + 2-8 EO* 2,5 3,0 5,0 2,8 3,5
    C8/11-Alkylpolyglucosid mit 1,6 Glucoseeinheiten im Molekül         1,0
    Kokosalkohol + 9 EO*         0,5
    Talgalkohol + 10 EO*       0,5  
    C11/15-Alkansulfonat-Na       0,3  
    Tetrakaliumpyrophosphat 4,3       1,8
    Kaliumcarbonat   5,0      
    NTA-Na     3,7    
    Ölsäure-Aminseife 2,4        
    Kokosfettsäure-Kaliumseife   2,8   1,6  
    Ammoniak 0,5        
    Monoethanolamin 5,5 10,8 4,0 5,0 14,0
    NTA-Na       1,8  
    Kalilauge     2,5 2,2 1,5
    Cumolsulfonat-Na 1,7 2,4 5,1    
    Ethylenglykolmonobutylether   3,5 11,5    
    Farbstoff     0,0003    
    Wasser ad 100
    * Die angegebenen Alkoxylierungsgrade stellen durschnittliche Bereiche bzw. Werte dar.
    Tabelle 2
    Zusammensetzung der Mittel nach dem Stand der Technik
    Rohstoffe
    Tabelle 2
    6 7 8 9
    C12-C14-Alkohol + 7 EO   4,5    
    C12-C14-Alkohol + 4 EO     2,0 3,0
    C10 Oxoalkohol + 10 EO     10,0  
    C11/15-Alkylbenzolsulfonsäure-Na       8,5
    C11/15-Alkansulfonsäure-Na   3,2    
    Ölsäure-Kalium-Seife 3,5 2,0    
    Kalilauge 15,0 5,4   5,0
    Na-Tripolyphosphat 2,2      
    NTA-Na   0,8   0,5
    Isopropanol     3,5  
    Ethylenglykolmonobutylether       5,0
    Dipropylenglykolmonomethylether 25,0   6,5  
    Toluolsulfonat     2,1 3,8
    Farbstoffe     0,001  
    Wasser ad 100        

    Prüfung der Reinigungswirkung nach Gardner



    [0035] Die Reinigungswirkung der Reinigungsmittel wurde mit Hilfe eines Gardner-Waschbarkeits- und Scheuerprüfgeräts ermittelt, wie es in den Qualitätsnormen des Industrieverbandes Putz- und Pflegemittel e.V. beschrieben ist (Seifen-Öle-Fette-Wachse, 108, Seiten 526-528 1982). Bei dieser Methode wird eine weiße PVC-Folie mit einer Testanschmutzung aus Ruß und Fett versehen und unter standardisierten Bedingungen mit einem mit dem Reinigungsmittel getränkten Schwamm maschinell gewischt. Die Reinigungsleistung wird durch photoelektrische Bestimmung des Remissionsgrades gemessen.

    [0036] Tabelle 3 führt die Ergebnisse der Prüfungen aller 9 Mittel auf. Sie sind in Prozent Lichtremission, bezogen auf weiß = 100 % angegeben.

    [0037] Mit allen Mitteln wurden in verdünnter Form in einer Konzentration von 3 Gew.-% gearbeitet.

    Prüfung der Reinigungswirkung vor Ort



    [0038] 

    a) auf natürlich, d.h. im laufenden Betrieb, angeschmutzten Epoxidindustriefußböden

    b) auf natürlich, d.h. im laufenden Betrieb, angeschmutzten Feinsteinzeugfliesen



    [0039] In beiden Fällen wurde die Prüffläche in neun vergleichbare Abschnitte von ca. 3 Ifd. Metern eingeteilt, und maschinell mit 3 %-iger Produktlösung (Muster 1-9) gereinigt. Die Bewertung erfolgte visuell durch Benotung von 0 bis 5, mit positiven bzw. negativen Vorzeichen. 0 = Aussehen des Originalbelags.

    Prüfung des Schaumverhaltens im Reinigungsautomaten (Scheuer-Saugmaschine)



    [0040] Viele Reinigungsmittel werden nicht nur manuell sondern auch maschinell, z.B. im Reinigungsautomaten, eingesetzt. Dabei wird während der Reinigung die gesamte Menge an Reinigungsflotte verarbeitet und über eine Sauglippe in den Schmutzwassertank aufgenommen. Wichtig ist dabei ein kontinuierliches Arbeiten ohne hohe Schaumentwicklung, da dies zum Abschalten des Automaten führen kann.

    Geräte



    [0041] 

    a) Edelstahlwanne ca. 120 mm x 100 mm

    b) Gumminoppenbelag ca. 50 mm x 100 mm

    c) Reinigungsautomat KA 4301

    d) Scheuerbürste

    e) Stoppuhr


    Verfahren



    [0042] Der Reinigungsautomat wurde in die mit dem Gumminoppenbelag belegte Wanne gesetzt und mit 30 I einer 1 %-igen Reinigungslösung gefüllt. Die Konzentration kann je nach Produktauslobung variiert werden, im vorliegenden Fall betrug sie 3 %. Der Reinigungsautomat wurde mit max. Vorschub eingeschaltet und automatisch laufen gelassen. Der Versuch wurde beendet, wenn entweder

    1.) der Frischwassertank leer und der Schmutzwassertank gefüllt war oder

    2.) das Schwimmventil aufgrund großer Schaumentwicklung blockierte und der Automat abschaltete.



    [0043] Als Ergebnis wurden sowohl die Zeit als auch die durchgelaufene Reinigungsflotte protokolliert. Schaltete das Schwimmerventil ab, war das Reinigungsmittel nicht automatengeeignet.

    Prüfung der Abscheidefreundlichkeit in Leichtflüssigkeitsabscheidem



    [0044] Zweck und Anwendungsbereich:
    Mit dieser Methode wird die Auswirkung von chemischen Stoffen, bei deren Anwendung als Reinigungsmittel Öle und/oder Fette in das Abwasser eingetragen werden, auf das Abscheideverhalten von Kohlenwasserstoffen (KW) im Labor simuliert. Der OEST (Öl-Emulgier-Separationstest) ist zur Prüfung wasserlöslicher Reinigungsmittel besonders für den industriellen und Werkstattbereich vorgesehen. Es werden hierbei praxisnahe Bedingungen der Produktanwendung und deren Ölbelastungen berücksichtigt und somit der Vergleich verschiedener Reiniger auf die Testbelastung der Abwässer mit Kohlenwasserstoffen ermöglicht.
    Der Test ergibt im Vergleich zur Praxis höhere KW-Konzentrationen, die gemessenen mg/l werden deshalb mit dem Faktor 0,3 multipliziert und ergeben den ABW-Wert.
    In der Regel beeinträchtigen alle ABW-Werte unter 15 die Funktionsweise von Leichtflüssigkeitsabscheidern nicht.
    Mit dieser Methode wird keine Aussage über die Reinigungswirkung der Produkte getroffen, da insbesondere das Verhalten der Reinigungslösung nach der verfahrensbedingten Zugabe des Spülwassers geprüft wird.

    Prinzip der Methode



    [0045] Zur Simulation der Einemulgierung beim Reinigungsprozeß wird zuerst das Öl in die auf Anwendungskonzentration eingestellte Reinigungslösung eingerührt. Dann erfolgt analog zum Spülvorgang wie in der Praxis unter Rühren die Verdünnung mit Wasser - in der Laborsimulation auf das 20-fache. Nach einer Ruhezeit, die den Abscheidevorgang im ölabscheider simuliert, wird die Probe abgenommen und der KW-Gehalt bestimmt.

    [0046] Als Belastungsöl wird vorzugsweise Squalan (2,6,10,15,19,23-Hexamethytetracosan) verwendet, es gewährleistet gleichbleibende Qualität, hat eine hohe Wiederfindungsrate und enthält keine Additive, die zu einer Beeinträchtigung der Ergebnisse führen könnte.

    Kurzbeschreibung der Methode



    [0047] 245 ml einer Reinigungslösung enthaltend 3 Gew.-% des Reinigungsmittels wurden in einem 5000 ml Scheidetrichter vorgelegt. 5,0 g Squalan (= 20000 mg/l) wurden zugegeben und 10 Minuten mit 400 U/min vermischt (simulierter Reinigungsvorgang).
    Nach Abschalten des Rührers wurde bis zur vorgesehenen Gesamtmenge von 5000 ml Spülwasser zugegeben und nach der Rührpause von 5 min der Inhalt weitere 15 min mit 400 U/min gerührt (simulierter Spülvorgang).
    Nach dieser Gesamtzeit von 30 min wurde der Rührmotor abgeschaltet und der Rührer entnommen. Weitere 10 min später wurden innerhalb von 30 s 500 ml des so erhaltenen Abwassers unten entnommen und nach üblichen analytischen Verfahren, in diesem Fall mittels IR-Spektrometer, auf Kohlenwasserstoffe untersucht. Es wurden immer Doppelbestimmungen durchgeführt.
    Tabelle 3 enthält die Ergebnisse als ABW-Werte in mg/l. Ergebnisse unter 15 mg/l ABW sind als ökologisch günstig zu beurteilen. Die Produkte können als abscheidefreundlich eingestuft werden.
    Tabelle 3
    Produktleistung
    Reinigungs- und anwendungstechnisches Produktverhalten
    Prüfparameter 1 2 3 4 5 6 7 8 9
    Reinigungswirkung nach Gardner 76 72 85 82 79 42 55 48 81
    Reinigungswirkung Praxis/Epoxidharz Industrieböden 0 0 0 -0,5 -0,5 -3,5 -2 -3 -0,5
    Reinigungswirkung Praxis/ Feinsteinzeugfliese 0 -0,5 -0,5 -0,5 -1,5 -4,5 -3,0 -3,5 -1,0
    Schaumverhalten/ Automateneignung gut gut gut gut gut gut gut nicht automatengeeignet
    Ökologisches Verhalten/Abscheidefreundlichkeit 8 3 2 9 14 9 27 14 35



    Ansprüche

    1. Verwendung eines Reinigungsmittels enthaltend:

    A) mindestens ein nichtionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe C8-C22-Fettalkohol-EO-PO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 4 bis 10 und einem Propoxylierungsgrad von 1 bis 5, mit C1-C4-Alkylgruppen verschlossene C8-C22-Alkoholalkoxylate mit einem Alkoxylierungsgrad von 4 bis 10 und Hydroxymischether mit der folgenden Formel (I)

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    worin

    R1 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 4 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische,

    R2 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und

    R3 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 2 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische bedeuten,

    x für 0 oder 1 bis 5,

    y für 1 bis 30 und

    z für 1 bis 3 stehen,

    B) C9-C15-Oxoalkohole-EO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 2 bis 8, wobei die Komponenten A und B in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 5 : 1 vorliegen, zur Reinigung von harten Oberflächen.


     
    2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel die Komponenten A und B jeweils in einer Menge von 1 bis 60 Gew.-% enthält.
     
    3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zusätzlich anionische und nichtionische Cotenside, Alkalisierungsmittel, alkalisch reagierende Komplexbildner, mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel, reinigungsaktive Salze, Solubilisierungsmittel sowie weitere übliche Zusatzstoffe enthält.
     
    4. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitel als Lösung vorliegt (sogenanntes Normalprodukt), welche die Komponenten A und B jeweils in Mengen von 2 bis 20 Gew.-%, 0,5 bis 1 Gew.-% anionische Tenside, bis zu 2 Gew.-% weitere nichtionische Tenside, bezogen auf das fertige Mittel, enthält.
     
    5. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel als Konzentrat vorliegt, welches die Komponenten A und B jeweils in Mengen von 25 bis 60 Gew.-%, 1,5 bis 5 Gew.-% anionische Tenside, bis zu 6 Gew.-% weitere nichtionische Tenside, bezogen auf das fertige Mittel, enthält.
     
    6. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel 1 bis 40 Gew.-% Tenside der Komponente A, 1 bis 20 Gew.-% Tenside der Komponente B, bis zu 8 Gew.-% weitere nichtionische Tenside, bis zu 3 Gew.-% anionische Tenside, bis zu 30 Gew.-% Alkalisierungsmittel, bis zu 5 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner, bis zu 40 Gew.-% mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel, bis zu 15 Gew.-% reinigungsaktive Salze, bis zu 10 Gew.-% Solubilisierungsmittel und bis zu 5 Gew.-% weitere Zusatzstoffe, ausgewählt aus Farb- und Duftstoffen, enthält.
     
    7. Verwendung des Reinigungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zur Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere von Fußböden mit rauher Oberfläche.
     
    8. Verwendung nach Anspruch 7 zur maschinellen Reinigung von Fußböden.
     
    9. Verfahren zur maschinellen Reinigung von harten Oberflächen, bei welchem die Oberflächen in an sich bekannter Weise mit Reinigungsmaschinen unter Verwendung eines geeigneten Reinigungsmittels bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungsmittel enthält:

    A) mindestens ein nichtionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe C8-C22-Fettalkohol-EO-PO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 4 bis 10 und einem Propoxylierungsgrad von 1 bis 5, mit C1-C4-Alkylgruppen verschlossene C8-C22-Alkoholalkoxylate mit einem Alkoxylierungsgrad von 4 bis 10 und Hydroxymischether mit der folgenden Formel (I)

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    worin

    R1 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 4 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische,

    R2 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und

    R3 einen linearen, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit durchschnittlich 2 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül einschließlich deren Gemische bedeuten,

    x für 0 oder 1 bis 5,

    y für 1 bis 30 und

    z für 1 bis 3 stehen,

    B) C9-C15-Oxoalkohole-EO-Addukte mit einem Ethoxylierungsgrad von 2 bis 8, wobei die Komponenten A und B in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.


     


    Claims

    1. The use of a cleaning composition containing

    A) at least one nonionic surfactant selected from the group consisting of C8-22 fatty alcohol/EO-PO adducts with a degree of ethoxylation of 4 to 10 and a degree of propoxylation of 1 to 5, C1-4-alkyl-terminated C8-22 alcohol alkoxylates with a degree of alkoxylation of 4 to 10 and hydroxy mixed ethers corresponding to formula (I):

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    in which

    R1 is a linear aliphatic hydrocarbon radical with an average of 4 to 18 carbon atoms in the molecule, including mixtures thereof,

    R2 is a hydrogen atom or a C1-6 alkyl group and

    R3 is a linear aliphatic hydrocarbon radical with an average of 2 to 14 carbon atoms in the molecule, including mixtures thereof,

    x = 0 or 1 to 5,

    y = 1 to 30 and

    z = 1 to 3,

    B) C9-15 oxo alcohol/EO adducts with a degree of ethoxylation of 2 to 8, components A) and B) being present in a ratio by weight of 1:1 to 5:1, for cleaning hard surfaces.


     
    2. The use claimed in claim 1, characterized in that the composition contains component A) and component B) each in a quantity of 1 to 60% by weight.
     
    3. The use claimed in claim 1 or 2, characterized in that the composition additionally contains anionic and nonionic co-surfactants, alkalizing agents, alkaline complexing agents, water-miscible organic solvents, cleaning-active salts, solubilizers and other typical additives.
     
    4. The use claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in that the composition is present as a solution (so-called regular product) which contains components A) and B) each in quantities of 2 to 20% by weight, 0.5 to 1% by weight of anionic surfactants and up to 2% by weight of other nonionic surfactants, based on the final composition.
     
    5. The use claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in that the composition is present as a concentrate which contains components A) and B) each in quantities of 25 to 60% by weight, 1.5 to 5% by weight of anionic surfactants and up to 6% by weight of other nonionic surfactants, based on the final composition.
     
    6. The use claimed in one or more of claims 1 to 5, characterized in that the composition contains 1 to 40% by weight of surfactants of component A), 1 to 20% by weight of surfactants of component B), up to 8% by weight of other nonionic surfactants, up to 3% by weight of anionic surfactants, up to 30% by weight of alkalizing agents, up to 5% by weight of alkaline complexing agents, up to 40% by weight of water-miscible organic solvents, up to 15% by weight of cleaning-active salts, up to 10% by weight of solubilizers and up to 5% by weight of other additives selected from dyes and perfumes.
     
    7. The use of the cleaning compositions claimed in any of claims 1 to 6 for cleaning hard surfaces, more particularly floors with a rough surface.
     
    8. The use claimed in claim 7 for the machine cleaning of floors.
     
    9. A process for the machine cleaning of hard surfaces in which the surfaces are treated in known manner with cleaning machines using a suitable cleaning composition, characterized in that the cleaning compositions contains:

    A) at least one nonionic surfactant selected from the group consisting of C8-22 fatty alcohol/EO-PO adducts with a degree of ethoxylation of 4 to 10 and a degree of propoxylation of 1 to 5, C1-4-alkyl-terminated C8-22 alcohol alkoxylates with a degree of alkoxylation of 4 to 10 and hydroxy mixed ethers corresponding to formula (I):

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    in which

    R1 is a linear aliphatic hydrocarbon radical with an average of 4 to 18 carbon atoms in the molecule, including mixtures thereof,

    R2 is a hydrogen atom or a C1-6 alkyl group and

    R3 is a linear aliphatic hydrocarbon radical with an average of 2 to 14 carbon atoms in the molecule, including mixtures thereof,

    x = 0 or 1 to 5,

    y = 1 to 30 and

    z = 1 to 3,

    B) C9-15 oxo alcohol/EO adducts with a degree of ethoxylation of 2 to 8, components A) and B) being present in a ratio by weight of 1:1 to 5:1.


     


    Revendications

    1. Utilisation d'un produit de nettoyage contenant :

    A) au moins un agent tensioactif non ionique choisi dans le groupe des adduits OE-P-alcools gras en C8-C22, ayant un degré d'éthoxylation de 4 à 10, et un degré de propoxylation de 1 à 5, avec des alkoxylates d'alcools en C8-C22 bloqués avec des groupes alkyle en C1-C4, ayant un degré d'alkoxylation de 4 à 10 ainsi que des éthers mixtes hydroxylés ayant la formule suivante (I) :

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR3     (I)

    dans laquelle R1 signifie un reste hydrocarboné linéaire aliphatique ayant en moyenne de 4 à 18 atomes de carbone dans la molécule y compris leurs mélanges ;

    R2 signifie un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle ayant de 1 à 6 atomes de carbone ; et

    R3 signifie un reste hydrocarboné linéaire, aliphatique ayant en moyenne de 2 à 14 atomes de carbone dans la molécule, y compris leurs mélanges ;

    x représente 0 ou 1 à 5,

    y représente de 1 à 30, et

    z représente de 1 à 3 ;

    B) des adduits OE-oxoalcools en C9-C15 ayant un degré d'éthoxylation de 2 à 8,

    les composants A et B se présentant dans un rapport en poids allant de 1 : 1 à 5 : 1, en vue du nettoyage de surfaces dures.
     
    2. Utilisation selon la revendication 1
    caractérisée en ce que
    le milieu renferme les composants A et B respectivement en une quantité de 1 à 60 % en poids.
     
    3. Utilisation selon la revendication 1 ou la revendication 2,
    caractérisée en ce que
    la composition renferme en supplément des agents co-tensloacufs anioniques et non ioniques, des agents d'alcalinisation, des agents complexants qui ont une réaction alcaline, des solvants organiques non miscibles à l'eau, des sels actifs pour le nettoyage, des agents solubilisants ainsi que d'autres additifs usuels.
     
    4. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
    caractérisée en ce que
    la composition se présente sous forme de solution (ce qu'on appelle le produit standard) qui renferme les composants A et B respectivement en quantités de 2 à 20 % en poids, de 0,5 à 1 % en poids d'agents tensioactifs anioniques, jusqu'à 2 % en poids d'autres agents tensioactifs non ioniques rapportés à la composition terminée.
     
    5. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
    caractérisée en ce que
    la composition se présente sous forme de concentré qui renferme les composants A et B respectivement en quantité de 25 à 60 % en poids, de 1,5 à 5 % en poids d'agents tensioactifs anioniques, jusqu'à 6 % en poids d'autres agents tensioactifs non ioniques, rapportés à la composition terminée.
     
    6. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
    caractérisée en ce que la composition renferme :

    - de 1 à 40 % en poids d'agents tensioactifs du composant A ;

    - de 1 à 20 % en poids d'agent tensioactifs du composant B ;

    - jusqu'à 8 % en poids d'autres tensioactifs non ioniques ;

    - jusqu'à 3 % en poids de tensioactifs anioniques ;

    - jusqu'à 30 % en poids d'agent d'alcalinisation ;

    - jusqu'à 5 % en poids d'agent complexant à réaction alcaline ;

    - jusqu'à 40 % en poids de solvant miscible à l'eau ;

    - jusqu'à 15 % en poids de sels actifs pour le nettoyage ;

    - jusqu'à 10 % d'agent de solubilisation ; et

    - jusqu'à 5 % d'autres additifs choisis parmi les colorants et les substances odorantes.


     
    7. Utilisation du produit de nettoyage selon l'une des revendications 1 à 6, en vue du nettoyage de surfaces dures, en particulier de planchers ayant des surfaces rugueuses.
     
    8. Utilisation selon la revendication 7, pour le nettoyage à la machine de planchers.
     
    9. Procédé de nettoyage à la machine de surfaces dures dans lequel les surfaces sont traitées d'une manière connue en soi, avec des machines de nettoyage en utilisant un produit de nettoyage adéquat.
    caractérisé en ce que
    le produit de nettoyage contient :

    A) au moins un agent tensioactif choisi dans le groupes des adduits OE-OP-alcools gras en C8-C22 ayant un degré d'éthoxylation de 1 à 5, avec des alkoxylates d'alcools en C8-C22 bloqués par des groupes alkyle en C1-C4 ayant un degré d'alkoxylation de 4 à 10 et des éthers mixtes hydroxylés ayant la formule suivante (I) :

            R1O[CH2CH(CH3)O]x(CH2CHR2O)y[CH2CH(OH)]zR8     (I)

    dans laquelle R1 signifie un reste hydrocarboné linéaire aliphatique ayant en moyenne de 4 à 18 atomes de carbone dans la molécule y compris leurs mélanges ;

    R2 signifie un hydrogène ou un groupe alkyle ayant de 1 à 6 atomes de carbone ; et

    R3 signifie un reste hydrocarboné linéaire, aliphatique ayant en moyenne de 2 à 14 atomes de carbone dans la molécule. y compris leurs mélanges ;

    x représente 0 ou 1 à 5,

    y représente de 1 à 30, et

    z représente de 1 à 3 ;

    B) des adduits OE-oxoalcools en C9-C15 ayant un degré d'éthoxylation allant de 2 à 8, et les composants A et B sont présents dans un rapport en poids allant de 1 : 1 à 5 : 1.