[0001] Die Erfindung betrifft eine Badewanne, die durch eine einen Ablauf enthaltende Bodenfläche,
zwei Seitenflächen, eine zur Bodenfläche geneigte Kopfendfläche und eine Fußendfläche
begrenzt wird, wobei die Fußendfläche zur Bodenfläche im gleichen Sinne geneigt ist
wie die Kopfendfläche. Die Flächen gehen durch abgerundete Verbindungsbereiche ineinander
über.
[0002] Bei herkömmlichen Badewannen ist die Kopfendfläche relativ stark geneigt und schließt
mit der Bodenfläche zum Beispiel einen Winkel von 120°C ein. Die Seitenflächen sind
deutlich weniger geneigt, während die Neigung der Fußendfläche häufig mehr oder weniger
derjenigen der Kopfendfläche entspricht, d.h. in etwa spiegelsymmetrisch zur Kopfendfläche
ausgeführt ist. Übliche Ausmaße einer herkömmlichen Badewanne inklusive dem den oberen
Bereich der Wanne umgebenden, horizontalen Rand sind z.B. 170 cm x 75 cm. Durch die
Neigung der Kopfendfläche und der Fußendfläche ergibt sich dabei eine vergleichsweise
kurze Länge der Bodenfläche, wodurch eine Person normaler Größe nur eine nicht hinreichend
bequeme Liegeposition einnehmen kann. Deshalb kommen häufig auch z.B. 180 cm x 80
cm dimensionierte Badewannen zum Einsatz, die jedoch den Nachteil haben, daß sie für
einen Einbau in relativ kleine Badezimmer wenig oder gar nicht geeignet sind.
[0003] Bei Badewannen, deren Fußendfläche zur Bodenfläche im gleichen Sinne geneigt ist
wie die Kopfendfläche, ergibt sich ein besseres Verhältnis zwischen Länge der Bodenfläche
und Gesamtlänge der Badewanne. Solche Badewannen sind z.B. aus der GB-PS 1 381 723,
aus der CH-PS 196 938 bzw. der US-PS 2 150 531 bekannt.
[0004] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Badewanne zu finden, die in kleinere
Badezimmer (z.B. im sogenannten Objektbereich) einbaubar ist, die ohne Veränderung
der Außenmaße eine möglichst lange Bodenfläche aufweist und damit einer normal großen
Person ermöglicht, in der Badewanne zu liegen, ohne die Beine abwinkeln zu müssen.
[0005] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei der eingangs erwähnten Badewanne die Fußendfläche
eine in den Innenraum der Badewanne ragende, längliche Ausbuchtung aufweist, die sich
von der Bodenfläche zum oberen Rand der Badewanne hin erstreckt, wobei die Ausbuchtung
auf ihrer dem Innenraum der Badewanne abgewandten Seite einen Überlaufschlauch bzw.
ein Überlaufrohr aufnimmt.
[0006] Bei herkömmlichen Badewannen wird der Überlaufschlauch bzw. das Überlaufrohr zwischen
der Außenseite der Fußendfläche und der Stützvorrichtung geführt, wobei gegebenenfalls
eine Ausnehmung dafür im Material der Stützvorrichtung vorgesehen ist. Die Ausnehmung
schwächt die Stützvorrichtung nicht wesentlich, da bei herkömmlichen Badewannen die
geringste Materialdicke für die Stützvorrichtung im Bereich des oberen Randes der
Badewanne gegeben ist. Zur Bodenfläche hin nimmt die Materialdicke zu, so daß auf
der Höhe zwischen der Überlaufgarnitur und der Bodenfläche eine hinreichende Materialdicke
vorhanden ist, um eine entsprechende Ausnehmung vorzusehen.
[0007] Bei der Badewanne gemäß der vorliegenden Erfindung hingegen befindet sich die Stelle
geringster Materialdicke der Stützvorrichtung im bodenflächennahen Bereich der Fußendfläche.
Die Materialdicke ist dort zugunsten einer größeren Länge im Innenraum der Badewanne
minimal, vorzugsweise nur noch 10 mm. Um dennoch das Überlaufsystem am Fußende vorsehen
zu können, ist die erfindungsgemäße Ausbuchtung an der Fußendfläche vorgesehen. Im
Bereich der Ausbuchtung ist zwar die Länge des Innenraumes verkürzt, aber neben der
Ausbuchtung bleibt die maximale Länge erhalten. Ist die Ausbuchtung zentral, insbesondere
symmetrisch zur Längsmittelebene der Badewanne ausgebildet, so kann der Badende bequem
seine Füße beiderseits der Ausbuchtung positionieren.
[0008] Vorzugsweise ist in dem dem oberen Rand der Badewanne nahen Bereich der Fußendfläche
eine Überlaufgarnitur montiert, die mit dem oberen Ende des Überlaufschlauches bzw.
des Überlaufrohres verbunden ist, und die Ausbuchtung erstreckt sich von der Bodenfläche
bis zur überlaufgarnitur, die dadurch auf einem ebenen Bereich der Fußendfläche montiert
werden kann.
[0009] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung nimmt die Ausbuchtung
an ihrer dem Innenraum der Badewanne abgewandten Seite einen Mechanismus zum Betätigen
eines im Ablauf befindlichen Verschlusses, insbesondere einen Bowdenzug, auf. Es kann
damit eine Überlauf Vorrichtung verwendet werden, die in bekannter Weise auch zum
Betätigen des Verschlusses des Ablaufes dient.
[0010] In vorteilhafter Weise ist die Ausbuchtung symmetrisch zur Längsmittelebene der Badewanne
ausgebildet.
[0011] Die Erfindung soll im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen, welche den Stand
der Technik und die Erfindung zeigen, erläutert werden.
[0012] Dabei zeigt die Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch eine Badewanne gemäß Stand
der Technik und die Fig.2 eine erfindungsgemäße Badewanne. Fig. 3 zeigt einen Schnitt
entlang der Linie III-III in Fig. 2.
[0013] Die Fig. 1 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Badewanne im Querschnitt, die zum Einbau
in eine Nische mit entsprechenden Maßen geeignet ist. Die Wanne wird von einer Kopfendfläche
4, Seitenflächen 3, einer Fußendfläche 5 und der Bodenfläche 2 begrenzt. Im oberen
Bereich ist die Wanne von einem horizontalen Rand 6 umgeben, der in jenem Bereich
6a, der an die Fußendfläche 5 anschließt, breiter gestaltet ist. In dieser Badewanne
sind die Kopfendfläche 4 und die Fußendfläche 5 nahezu parallel ausgerichtet, sodaß
sich im Fußbereich eine Hinterschneidung ergibt. Mit strichlierter Linie 15 ist der
Verlauf der Fußendfläche einer herkömmlichen Badewanne gezeigt und man erkennt deutlich,
daß durch die spezielle Formung der Badewanne die Länge der Bodenfläche 2 um das Stück
b vergrößert wird. Der Randbereich 6a weist eine Breite a auf, die so gewählt ist,
daß die äußere Kante 6b des Randbereiches 6a die Fußendfläche 5 geringfügig um den
Betrag c überragt. c kann zB. 1 cm betragen, somit kann die Badewanne einfach in eine
Stützvorrichtung vorzugsweise von schräg oben eingesetzt werden. Gleichzeitig ist
der Raum im bodennahen Fußbereich gut genützt. Bei Badewannen mit herkömmlichen Abmessungen
kann zB. die Bodenfläche 2 auf diese Weise um 10cm verlängert werden (b), so daß eine
170 cm lange Badewanne einen Benutzungskomfort einer 180 cm langen, herkömmlichen
Badewanne aufweist, usw.. Der Randbereich 6a des oberen Randes kann eine Breite von
20cm haben, vergleicht man dies mit den Randabmessungen die die herkömmliche Form
bei gleichen Außenmaßen erlaubt, so ist dies wesentlich breiter. Dieser verbreiterte
Randbereich 6a kann als Abstellfläche oder als Fläche zum Einbau von Armaturen aber
auch elektronischen Steuerungen für Massagedüsen oder ähnliches verwendet werden,
gegebenenfalls auch als Sitzfläche.
[0014] Der Abfluß 1 ist in jenem Bereich der Bodenfläche angeordnet, der bei einer Draufsicht
von oben von der Fußendfläche 5 verdeckt wird.
[0015] Die Form der Badewanne kann durch ein Tiefziehverfahren ausgebildet werden. Ist die
Fußendfläche 5 nicht stärker als die Kopfendfläche 4 geneigt, so kann aber auch ein
herkömmliches Gußverfahren Anwendung finden, wobei der obere Formteil nach schräg
oben gemäß dem Pfeil 7 entfernt werden muß.
[0016] In Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Badewanne im Längsschnitt gezeigt, bei der als
Stützvorrichtung eine der Wannenform angepaßte Schale 12, z.B. aus Styropor, vorgesehen
ist. Deutlich erkennt man, daß im Bereich c die Schale 12 eine sehr geringe Dicke
hat. Um nun die Badewanne mit einer Überlaufgarnitur 9 auszurüsten, deren Überlaufrohr
13 am Fußende der Badewanne verlaufen soll, weist die Fußendfläche 5 der Badewanne
erfindungsgemäß eine nach innen ragende längliche Ausbuchtung 8 auf, die sich von
der Bodenfläche 2 bis zur Ablaufgarnitur 9 erstreckt. In dieser Ausbuchtung 8 ist
an der Außenseite, d.h. an der dem Badewanneninnenraum abgewandten Seite der Fußendfläche
5, das Überlaufrohr 13 aufgenommen und das Material der Stützschale 12 muß keine Ausnehmung
für das Überlaufrohr 13 aufweisen, wie bei vorbekannten Stützschalen, z.B. sogenannten
Wannenträgern aus Styropor, so daß die Wandungsstärke der Stützschale 12 am fußseitigen
Stirnende vergleichsweise sehr gering sein kann, im Bereich c, wodurch sich eine optimal
verlängerte Bodenfläche 2 ergibt, ohne Beeinträchtigung einer gegebenenfalls gewünschten
Verfliesung dieses Stirnendes, weil die Materialstärke der Stützschale 12 im Anschluß
an den Bereich c allseitig zunimmt und eine hinreichende Stabilität sicherstellt.
[0017] In der Fig. 3 ist der Schnitt III-III aus Fig. 2 dargestellt. Das Überlaufrohr 13
ist in der Ausbuchtung 8 der Fußendfläche 5 aufgenommen, das Material der Schale 12
enthält keine Ausnehmung.
[0018] In der Nähe der Ablaufgarnitur 9 kann die Schale 12 etwas von der Form der Badewanne
abweichen, um einen Hohlraum zwischen der Badewanne und der Schale 12 zu bilden, der
den nicht sichtbaren Teil der Überlaufgarnitur 9 aufnimmt.
[0019] Ebenfalls dargestellt in Fig. 2 ist eine bevorzugte Ausführungsvariante der Badewanne,
bei der der bodennahe Bereich 10 der Fußendfläche 5 steil, insbesondere nahezu senkrecht,
ist, wohingegegen der sich darin anschließende Abschnitt 11 der Fußendfläche 5 bis
zur Überlaufgarnitur 9 flacher gestaltet ist. Dadurch wird die gewünschte Hinterschneidung
und die Verlängerung im Fußbereich der Badewanne erzielt, dennoch können die Füsse
in bequemer Haltung im Endbereich der Badewanne untergebracht werden.
1. Badewanne, die durch eine einen Ablauf (1) enthaltende Bodenfläche (2), zwei Seitenflächen
(3), eine zur Bodenfläche geneigte Kopfendfläche (4) und eine Fußendfläche (5) begrenzt
wird, wobei die Fußendfläche (5) zur Bodenfläche (2) im gleichen Sinne geneigt ist
wie die Kopfendfläche (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Fußendfläche (5) eine in
den Innenraum der Badewanne ragende, längliche Ausbuchtung (8) aufweist, die sich
von der Bodenfläche (2) zum oberen Rand (6) der Badewanne hin erstreckt, wobei die
Ausbuchtung (8) auf ihrer dem Innenraum der Badewanne abgewandten Seite einen Über
lauf schlauch bzw. ein Überlaufrohr (13) aufnimmt.
2. Badewanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem dem oberen Rand (6)
der Badewanne nahen Bereich der Fußendfläche (5) eine Überlaufgarnitur (9) montiert
ist, die mit dem oberen Ende des Überlaufschlauches bzw. des Überlaufrohres (13) verbunden
ist, und daß sich die Ausbuchtung (8) von der Bodenfläche (2) bis zur Überlaufgarnitur
(9) erstreckt.
3. Badewanne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbuchtung (8)
an ihrer dem Innenraum der Badewanne abgewandten Seite einen Mechanismus zum Betätigen
eines im Ablauf (1) befindlichen Verschlusses, insbesondere einen Bowdenzug, aufnimmt.
4. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbuchtung
(8) symmetrisch zur Längsmittelebene der Badewanne ausgebildet ist.
1. Bath tub which is delimited by a bottom face (2) containing an outlet (1), two side
faces (3), a head-end face (4) inclined with respect to the bottom face and a foot-end
face (5), wherein the foot-end face (5) is inclined with respect to the bottom face
(2) in the same direction as the head-end face (4),
characterised in that the foot-end face (5) has a long narrow bulge (8) projecting
into the interior space of the bath tub, which bulge extends from the bottom face
(2) to the upper edge (6) of the bath tub, wherein the bulge (8) receives, on its
side which faces away from the interior space of the bath tub, an overflow tube or
an overflow pipe (13).
2. Bath tub according to claim 1, characterised in that mounted in the region of the
foot-end face (5) that is close to the upper edge (6) of the bath tub is an overflow
fitting (9) which is connected to the upper end of the overflow tube or overflow pipe
(13), and in that the bulge (8) extends from the bottom surface (2) to the overflow
fitting (9).
3. Bath tub according to claim 1 or 2,
characterised in that the bulge (8) receives, on its side which faces away from the
interior space of the bath tub, a mechanism for actuating a closure located in the
outlet (1), in particular a Bowden pull wire.
4. Bath tub according to one of claims 1 to 3, characterised in that the bulge (8) is
constructed symmetrically with respect to the longitudinal centre plane of the bath
tub.
1. Baignoire, qui est délimitée par une surface (2) de fond comportant une évacuation
(1), deux surfaces (3) latérales, une surface (4) d'extrémité de tête, inclinée par
rapport à la surface de fond et une surface (5) d'extrémité de pied, la surface (5)
d'extrémité de pied étant inclinée par rapport à la surface (2) de fond suivant le
même sens que l'est la surface (4) d'extrémité de tête, caractérisée en ce que la
surface (5) d'extrémité de pied comporte une indentation (8) oblongue faisant saillie
dans la région intérieure de la baignoire, cette indentation (8) s'étendant de la
surface (2) de fond jusqu'au bord (6) supérieur de la baignoire, l'indentation (8)
recevant, de son côté éloigné de la région intérieure de la baignoire, un tuyau (13)
ou conduit de décharge.
2. Baignoire suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, dans la région de la
surface (5) d'extrémité de pied qui est à proximité du bord (6) supérieur de la baignoire,
il est monté une garniture (9) de décharge, qui est reliée à l'extrémité supérieure
du tuyau ou conduit (13) de décharge et en ce que l'indentation (8) s'étend de la
surface (2) de fond jusqu'à la garniture (9) de décharge.
3. Baignoire suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'indentation (8)
reçoit, de son côté éloigné de la région intérieure de la baignoire, un mécanisme
d'actionnement d'une fermeture se trouvant dans l'évacuation (1), notamment un câble
Bowden.
4. Baignoire suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'indentation
(8) est formée symétrique par rapport au plan médian longitudinal de la baignoire.