[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen die Positionsbestimmung in Drucksystemen
und im besonderen ein Steuersystem für eine Druckmaschine, das Relativpositionen von
Antriebseinheiten in der Druckmaschine regelt.
[0002] Da von herkömmlichen Rollenrotationsdruckmaschinen, z. B. von den für den Zeitungsdruck
verwendeten Maschinen, traditionell kein Druck von hoher Qualität oder Bildschärfe
erwartet wurde, ist in der Druckindustrie die Toleranzschwelle für den Druckqualitätsverlust
relativ hoch gewesen. Jedoch ist es in zunehmendem Maße erwünscht, die Qualität und
Bildschärfe von Druckprodukten zu verbessern, so daß ein Bedarf an Druckmaschinen
besteht, die Druckprodukte von hoher Qualität und Bildschärfe liefern können. Normalerweise
geht mit der Produktion von Produkten in hoher Qualität eine Verringerung der Druckgeschwindigkeit
einher. Dennoch ist es in der Druckindustrie erwünscht, daß Druckmaschinen mit hohen
Geschwindigkeiten betrieben werden können. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß
es eine sehr schwierige Aufgabe ist, den Erfordernissen für Qualität, Bildschärfe
und Geschwindigkeit gleichzeitig gerecht zu werden.
[0003] Eine herkömmliche Druckmaschine besteht normalerweise aus einer Reihe von Druckwerken.
Die Relativpositionen von Ahtriebswellen dieser Druckwerke müssen akkurat geregelt
werden, um eine genaue Registerhaltigkeit der verschiedenen Druckwerke zu gewährleisten,
so daß Fehler, wie Druckregisterfehler, Bahnspannungsfehler, Bahn-zu-Bahn-Registerfehler
und/oder Signaturabschnittfehler verhindert werden können. Solche Fehler treten nämlich
bei hohen Druckgeschwindigkeiten verstärkt auf.
[0004] In gewissen Druckmaschinen besitzt jede Gruppe von Druckwerken eine Antriebseinheit
mit einer Antriebswelle, die mit einer Abtriebswelle eines Elektromotors für diese
Gruppe verbunden ist und von dieser angetrieben wird. Eine Geschwindigkeitsteuereinheit
erzeugt ein Geschwindigkeitssteuersignal zur Steuerung der Drehgeschwindigkeit der
Abtriebswelle des Elektromotors. Weitere Gruppen von Druckwerken sowie auch nicht
druckende Stellen in der Druckmaschine können ebenfalls Antriebseinheiten besitzen.
Gewöhnlich wird eine Antriebseinheit der Maschine zum

Leitantrieb" bestimmt, der ein Signal empfängt, das die gewünschte Geschwindigkeit
der durch die Druckmaschine laufenden Papierbahn anzeigt. Dieses Signal der gewünschten
Geschwindigkeit wird an das Geschwindigkeitssteuerorgan des Leitantriebs zur Steuerung
der Geschwindigkeit der Antriebswelle des Leittantriebs gesandt. Signale, die die
Ist-Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle des Leitantriebs anzeigen, werden
auf die anderen, als

Folgeantriebe" bezeichnete Antriebseinheiten übertragen. Das Geschwindigkeitssteuerorgan
einer jeden Folgeantriebseinheit sendet ein Geschwindigkeitssteuersignal, das auf
der Ist-Position der Antriebswellen der Folgeantriebe und der Antriebswelle des Leitantriebs
beruht, an den Elektromotor des Folgeantriebs, was bewirkt, daß die Antriebswelle
des jeweiligen Folgeantriebs der Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle des
Leitantriebs folgt. Im idealen Fall ist die Antriebswelle jeder Folgeantriebseinheit
in der gleichen Position und hat die gleiche Geschwindigkeit wie die Antriebswelle
der Leitantriebseinheit.
[0005] Es gibt viele Arten von Regeleinrichtungen, um die Position der Antriebswelle eines
Folgeantriebs relativ zur Position der Antriebswelle eines Leitantriebs zu regeln,
wie beispielsweise phasenstarre Regler und Gleichlaufregler. Ein Gleichlaufregler
umfaßt normalerweise einen Drehmelder, um die Winkelposition der Antriebswelle des
Folgeantriebs in ein elektrisches Ausgangssignal umzuwandeln. Die Position der Folgeantriebswelle
relativ zur Position der Leitantriebswelle wird dann in Entsprechung des vom Gleichlaufregler
erzeugten elektrischen Ausgangssignals geregelt. Regeleinrichtungen mit einem Steuerungsausgleich,
wie beispielsweise

Zwangssteuerung",

Drehzahl-Soll-Wert" und

dp/dt Vorsteuerung" sind ebenfalls bekannt. Außerdem kann auch ein

Typ-3" Regler verwendet werden, der ein Positionsfehlersignal (d. h. einen Differenzwert
in den Positionen der Folgeantriebswelle und der Leitantriebswelle) doppelt integriert.
Solch ein Regler ist in US 5,049,798, erteilt am 17. September 1991, beschrieben,
worauf hier Bezug genommen wird.
[0006] Fig. 1 zeigt eine herkömmliche Druckmaschine 10 mit Einzugswerken 12 und 14, eine
Gruppe 207 von Druckwerken 200 - 206 und eine Gruppe 23 von Druckwerken 16 - 22, einen
Trockner 24, Kühleinheiten 25 und 26 und Falzeinheiten 28 und 30. Jede der Druckwerksgruppen
207 und 23 und Falzeinheiten 28 und 30 besitzt eine Antriebseinheit. Von einer Leit-Bezugssignalquelle
32 wird ein Signal, d. h. ein Geschwindigkeitsbefehlssignal erzeugt, das der Antriebseinheit
der Gruppe 207 eine gewünschte Druckmaschinengeschwindigkeit anzeigt. Die Antriebseinheit
der Gruppe 207 wird als Leitantriebseinheit designiert. Die zur Gruppe 23 gehörenden
anderen Antriebseinheiten und die Falzeinheiten 28 und 30 werden als Folgedruckwerke
designiert, die der Positition und Geschwindigkeit des Leitdruckwerks folgen.
[0007] Fig. 2 zeigt Details bezüglich der inneren Komponenten der Antriebseinheiten in den
Gruppen 207 und 23 und den Falzeinheiten 28 und 30 und Verbindungen zwischen den Antriebseinheiten
und der Leitbezugssignalquelle 32. Insbesondere wird das von der Leitbezugssignalquelle
32 kommende Geschwindigkeitsbefehlssignal in ein Geschwindigkeitssteuerorgan 210 der
Leitantriebseinheit in der Gruppe 207 eingegeben, um die Geschwindigkeit des Motors
260 zu steuern. Das Geschwindigkeitsbefehlssignal kann ein analoges oder ein digitales
Signal sein. Ein Positionskodierer 230 bestimmt den Positions-Ist-Wert einer Antriebswelle
240, die vom Motor 260 der Leitantriebseinheit angetrieben wird. Da die vom Positionskodierer
230 ausgegebene Positionsinformation zur Ermittlung von Geschwindigkeitsinformation
benutzt werden kann, 50 kann der Positionskodierer 230 alternativ auch einen Ist-Wert
an das Geschwindigkeitssteuerorgan 210 zurücksenden, um zu gewährleisten, daß die
Ist-Geschwindigkeit der Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit der gewünschten
Geschwindigkeit entspricht.
[0008] Die Geschwindigkeiten und Positionen der Antriebswellen 242-246 der Folgeantriebseinheiten
werden derart gesteuert, daß sie der Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle
240 der Leitantriebseinheit angepaßt sind. Dies wird durch Verwendung der Geschwindigkeit
der Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit zusammen mit der Rückmeldung bezüglich
der Positionen der Antriebswellen 242-248 der Folgeantriebseinheiten relativ zur Position
der Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit erzielt.
[0009] Wie in Fig. 2 gezeigt, weisen die Folgeantriebseinheiten Motoren 262-266 auf, die
die Antriebswellen 242-246 antreiben. Positionskodierer 232-236 bestimmen die Ist-Positionen
der Antriebswellen 242-246 und senden entsprechende Rückmeldesignale an Regler 222-226,
die die bestimmten Positionen anzeigen. Wie oben bezüglich des Positionskodierers
230 der Leitantriebseinheit erwähnt, kann die von den Positionskodierern 232-236 erzeugte
Information für die Bestimmung sowohl der Geschwindigkeiten als auch der Positionen
der kortespondierenden Antriebswellen 242-246 verwendet werden. Das vom Positionskodierer
230 erzeugte Outputsignal, das die Ist-Position der Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit
anzeigt, wird als ein Bezugspositionssignal an die Regler 222-226 der Folgeantriebseinheiten
der Druckwerksgruppe 23 und an die Falzeinheiten 28 und 30 gesandt, wie in Fig. 2
gezeigt. Die Regler 222-226 vergleichen das Ausgangssignal des Positionskodierers
230 der Leitantriebseinheit mit den Ausgangssignalen der Positionskodierer 232-236
und senden auf der Basis dieses Vergleichs Befehlssignale an die Geschwindigkeitssteuerorgane
212-216, um die Geschwindigkeit der Motoren 262-266 derart zu steuern, daß die Antriebswellen
242-246 der Folgeantriebseinheiten der Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle
240 der Leitantriebseinheit folgen.
[0010] Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Positionskondierers 230 erzeugt dieser einen
Impuls für jeden Winkelzuwachs der sich drehenden Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit.
Während sich also die Antriebswelle dreht, erzeugt der Positionskodierer 230 einen
Strom von Impulsen. Die vom Positionskodierer 230 während eines Zeitintervalls erzeugte
Anzahl von Impulsen deutet an, um welchen Betrag die Antriebswelle 240 ihre Position
während dieses Zeitintervalls verändert hat. Die Durchschnittsgeschwindigkeit während
des Zeitintervalls kann mühelos bestimmt werden, indem der Wert der Positionsveränderung
durch die Dauer des Zeitintervalls dividiert wird.
[0011] Der einem Impuls entsprechende Winkelzuwachs ist festgelegt, so daß der Positionskodierer
230 während jeder vollständigen Umdrehung 2.048 Impulse erzeugt. Der Positionskodierer
230 wird überwacht und die durch ihn erzeugten Impulse werden mittels eines nicht
gezeigten Zählers gezählt. Der Zähler springt gewöhnlich bei Beendigung einer Umdrehung
wieder auf Null zurück, nachdem er bis 2.048 gezählt hat. Bei manchen Ausführungen
ist eine andere Anzähl von Impulsen pro Umdrehung maßgebend und bei anderen Ausführungen
springt der Zähler weniger häufig als nach jeder Umdrehung auf Null zurück. Die Positionskodierer
232-236 sind in gleicher Weise wie der Positionskodierer 230 ausgeführt. Die Positionen
der Kodierer 230-236 können synchronisiert werden, indem die korrespondierenden Zähler
gleichzeitig auf Null zurückgesetzt werden, z. B. dann, wenn sich die Papierbahn mit
langsamer und konstanter Geschwindigkeit durch die Druckmaschine bewegt. Danach bedeutet
jegliche Wertdifferenz der Zähler eine Phasen- oder Positionsdifferenz. Wenn beispielsweise
der mit dem Positionskodierer 230 der Leitantriebseinheit korrespondierende Zähler
zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Wert von 1.000 anzeigt und der Wert des mit dem
Positionskodierer 232 der Folgeantriebseinheit korrespondierenden Zählers 795 ist,
dann bleibt zu diesem Zeitpunkt die Antriebswelle 242 der Folgeantriebseinheit hinter
der Position der Antriebswelle 240 der Leitantriebseinheit um 205 Winkelzuwachspunkte
oder um 36° zurück. Durch Computer-Software werden beim Zurückschalten der Zähler
vorhandene Phasendifferenzen präzise verfolgt, auch wenn diese größer als eine vollständige
Umdrehung sind. In der in Fig. 2 gezeigten Druckmaschine besitzt jeder der Regler
222-226 einen nicht gezeigten Zähler, der die vom Positionskodierer 230 der Leitantriebseinheit
erzeugten Impulse zählt und einen nicht gezeigten Zähler, der die von einem der Positionskodierer
232-236 der Folgeantriebseinheiten erzeugten Impulse zählt. In manchen Ausführungen
befinden sich die Zähler innerhalb oder in der Nähe der korrespondierenden Positionskodierer.
[0012] Obwohl die Regler 222-226 für das Synchronisieren der Geschwindigkeiten und Positionen
der Antriebswellen der Folgeantriebseinheiten mit denen der Antriebswelle 240 der
Leitantriebseinheit konzipiert sind, können sie nicht verwendet werden für Probleme,
die durch mechanische Störungen oder Steuerungsfehler an der Antriebswelle 240 der
Leitantriebseinheit entstehen. Solche Steuerungsfehler werden auf die Folgeantriebseinheiten
übertragen und es besteht die Tendenz, daß sich diese Fehler wiederholen. Somit kann
ein Steuerungsfehler an der Leitantriebswelle die Funktion der Folgeantriebseinheiten
sehr beeinträchtigen. Bei großen Störungen ist die Regler-Leistung unterbrochen oder
gefährdet, so daß Probleme im Druckbetrieb, z. B. durch Registerfehler auftreten können.
[0013] Zu den Ereignissen, die während des Druckbetriebs Geschwindigkeits- und Positionsstörungen
verursachen können, gehört z. B. eine

Gummituch-Wäsche". Beim Waschen eines Gummituchs wird angesammelter Schmutz und Fusseln
von der Gummituchwalze in der Druckmaschine abgewaschen oder abgebürstet. Wenn eine
Gummituchwäsche an einer Leitantriebseinheit durchgeführt wird, können Störungen in
der Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle 240 der Leitanriebseinheit auftreten,
die dann auf die Folgeeinheiten übertragen werden, so daß der reibungslose Druckbetrieb
der Maschine nicht mehr möglich ist und Makulatur und eine geringere Druckqualität
die Folgen sind. Andere Vorgänge im Druckbetrieb können ebenfalls Störungen verursachen,
so z. B. wenn eine neue Papierbahn mit der vorhandenen Bahn verbunden wird oder wenn
die Bahn beim Falzvorgang geschnitten wird.
[0014] Da Fehler an einer Leiteinheit auf die Folgeeinheiten übertragen werden, wird gewöhnlich
eine Einheit der Druckmaschine, an welcher die wenigsten Fehler und die geringsten
Fehlergrößen auftreten, als Leiteinheit gewählt. Wenn z. B. eine Druckmaschine Zuführeinheiten,
Druckwerke, Trockeneinheiten, Kühlwalzeneinheiten und Falzeinheiten umfaßt, wie in
Fig. 1 gezeigt, wird gewöhnlich eines der Druckwerke anstelle eine der Falzeinheiten
als Leiteinheit gewählt, weil der Schneidvorgang an einer Falzeinheit eine viel größere
Übergangsstörung als der Gummituch-Waschvorgang in einem Druckwerk verursachen kann.
[0015] Wenn auch die bedienenden Personen versuchen, den Betrieb von Druckmaschinen so stoßfrei
wie möglich zu halten und somit die an der Leitantriebseinheit auftretenden Übergangsstörungen
zu minimieren, treten diese dennoch auf. Wenn Störungen in Erscheinung treten, werden
filternde Netzwerke und Bezugswert-Totzonen solange verwendet, bis die Störungen identifiziert
und korrigiert sind. Die sich durch die Störungen ergebende Makulatur und geringere
Druckqualität werden als selbstverständlich in Kauf genommen. Es ist jedoch wünschenswert,
eine Druckmaschine zu schaffen, bei der die Effekte von Übergangsstörungen reduziert
oder eliminiert sind, so daß eine verbesserte Druckqualität und weniger Makulatur
auch bei höheren Maschinengeschwindigkeiten erzielt werden kann.
[0016] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, die es ermöglichen,
störungsfreie Geschwindigkeits- und Positions-Bezugswertsignale an Antriebseinheiten
in einer Druckmaschine, z. B. Druckwerke, zu senden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel
ist eine Einzelposition-Bezugswert-Einheit vorgesehen, die ein Signal empfängt, das
die gewünschte Geschwindigkeit einer durch die Druckmaschine laufenden Bahn anzeigt.
Die Einzelposition-Bezugswert-Einheit erzeugt Signale die eine fehlerfreie Bezugsgeschwindigkeit
und eine fehlerfreie Bezugsposition darstellen und die die Druckmaschinen-Antriebseinheiten,
z. B. die Druckwerke, steuern, ohne daß Fehler, die sich aus den mit mechanischen
Störungen im Druckbetrieb zusammenhängenden Übergangszuständen ergeben, vergrößert
werden. Die gleichen Bezugssignale können an alle Antriebseinheiten ergehen. Alternativ
können separate Bezugssignale für jede Antriebseinheit erzeugt werden und zwischen
den einzelnen, für die verschiedenen Antriebseinheiten erzeugten Bezugssignalen auftretende
Ungenauigkeiten können durch Fehlerkorrektur-Schaltkreise korrigiert werden.
[0017] Generell stellen die Ausführungsbeispiele ein Verfahren und ein System zum Erzeugen
und Senden fehlerfreier Steuersignale an Antriebseinheiten in einer Druckmaschine
dar und umfassen die folgenden Merkmale:
eine Einzelposition-Bezugswert-Einheit, die mindestens ein auf der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit
basierendes Bezugssignal erzeugt; eine Vielzahl von Antriebseinheiten mit einer jeweiligen
Antriebswelle; Geschwindigkeitssteuereinheiten zum Steuern der Geschwindigkeiten der
Antriebswellen; Positionskodierer, welche Signale erzeugen, die die Positionen der
Antriebswellen anzeigen; und Regler, die auf der Basis des mindestens einen Bezugssignals
und der Signale der Positionskodierer Befehlssignale an die Geschwindigkeitssteuereinheiten
senden. Gemäß den Ausführungsbeispielen kann der Druckmaschinenbetrieb gesteuert werden
durch Bestimmen der Positionen der Antriebswellen einer Vielzahl von Antriebseinheiten;
durch Erzeugen eines Einzelposition-Bezugssignals für jede der Antriebswellen der
Antriebseinheiten auf der Basis der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit; durch
Steuern der Geschwindigkeit einer jeden Antriebswelle auf der Basis der bestimmten
Antriebswellenposition und des Einzelposition-Bezugssignals; und durch Korrigieren
des Einzelposition-Bezugssignals auf der Basis der bestimmten Position einer designierten
Antriebswelle aus der Vielzahl von Antriebswellen der Antriebseinheiten.
[0018] Die vorliegende Erfindung wird in der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend aufgeführten Zeichnungen näher erläutert:
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockdiagramm einer Druckmaschine des oben beschriebenen Standes der Technik;
- Fig. 2
- ein Blockdiagramm, das die interne Konstruktion einiger Elemente der in Fig. 1 dargestellten
Drucktnaschine zeigt;
- Fig. 3
- ein Blockdiagramm einer Druckmaschine gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 4
- ein Blockdiagramm, das die interne Konstruktion einiger in Fig. 3 dargestellten Druckwerke
zeigt;
- Fig. 5
- ein Blockdiagramm einer Druckmaschine gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der
Erfindung;
- Fig. 6
- ein Blockdiagramm einer Druckmaschine gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der
Erfindung;
- Fig. 7
- ein Blockdiagramm einer Druckmaschine gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der
Erfindung;
- Fig. 8
- ein Blockdiagramm, das die interne Konstruktion von in Fig. 7 dargestellten Reglern
zeigt.
[0020] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Druckmaschine, in welcher Elemente, die
mit denen der in Fig. 1 gezeigten Druckmaschine identisch sind, mit den gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet wurden. Gemäß den Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung
ist keine der Druckwerke einer Druckmaschine als Leitdruckwerk gekennzeichnet. Wie
in Fig. 3 gezeigt, ist eine Einzelposition-Bezugswert-Einheit 500 vorgesehen, die
von einer Litbezugssignalquelle 32 ein eine gewünschte Druckmaschinengeschwindigkeit
darstellendes Signal empfängt und ein Einzelposition-Bezugssignal an jedes Druckwerk
sendet. Im Gegensatz zu der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Druckmaschinen besitzt jedes
der Druckwerke 200-206 und 16-22 und jede der Falzeinheiten 28 und30 eine separate
Antriebseinheit.
[0021] Wenn auch das in den Fig. 3 und 4 gezeigte Ausführungsbeispiel eine Antriebseinheit
für jedes Druckwerk aufweist, ist es für den Fachmann selbstverständlich, daß die
Erfindung auch in einer Druckmaschine mit nur einer Antriebseinheit für alle Druckwerke
oder für jede Gruppe von Druckwerken realisiert werden kann. Eine einzige Antriebseinheit
für eine Gruppe von Druckwerken kann in der gleichen Weise gesteuert werden, wie eine
Antriebseinheit für ein einzelnes Druckwerk in den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen
gesteuert wird.
[0022] Fig. 4 zeigt Einzelheiten des Druckmaschine der Fig. 3, d. h. interne Komponenten
der Druckwerke 200-206 und Verbindungen zwischen diesen Druckwerken, die Einzelposition-Bezugswert-Einheit
500 und die Leitbezugssignalquelle 32. Im Gegensatz zu den in Fig. 2 gezeigten Komponenten
ist die Antriebseinheit für das Druckwerk 200 mit einem Regler 420 ausgestattet; somit
ist die innere Konstruktion dieser Antriebseinheit die gleiche wie die der in den
Druckwerken 202-206 gezeigten anderen Antriebseinheiten. Jeder der Regler 420-426
in den Druckwerken 200-206 empfängt das Einzelposition-Bezugssignal von der Einzelposition-Bezugswert-Einheit
500. Das Einzelposition-Bezugssignal kann ein analoges oder ein digitales Signal sein.
[0023] Die Geschwindigkeiten und Positionen der Antriebswellen 440-446 der Antriebseinheiten
werden so gesteuert, daß sie sich der von dem Einzelposition-Bezugssignal angezeigten
Bezugsgeschwindigkeit und -position anpassen, und zwar unter Verwendung der Bezugsgeschwindigkeit,
zusammen mit der Rückmeldung bezüglich der Positionen der Antriebswellen 440-446 der
Antriebseinheiten relativ zur Bezugsposition.
[0024] Wie in Fig. 4 gezeigt, weisen die Antriebseirheiten Motoren 460-466 auf, welche die
Antriebswellen 440-446 antreiben. Positionskodierer 430-436 bestimmen die IstPositionen
der Antriebswellen 440-446 und senden entsprechende Rückmeldesignale an die Regler
420-426, welche die bestimmten Positionen anzeigen. Wie oben mit Bezug auf den Positionskodierer
230 der in Fig. 2 gezeigten Leitantriebseinheit erwähnt, kann die von den Positionskodierern
430-436 ausgegebene Information zur Bestimmung sowohl der Geschwindigkeiten als auch
der Positionen der korrespondierenden Antriebswellen 440-446 verwendet werden. Die
Regler 420-426 vergleichen das Einzelposition-Bezugssignal mit dem Output der Positionskodierer
430-436 und senden auf der Basis dieses Vergleichs Befehlssignale an die Geschwindigkeitssteuereinheiten
410-416 zur Steuerung der Geschwindigkeit der Motoren 460-466, so daß die Antriebswellen
440-446 der Antriebseinheiten der von dem Einzelposition-Bezugssignal angezeigten
Geschwindigkeit und Position folgen. Somit werden die Antriebswellen 440-446 von vorübergehenden
mechanischen Störungen im Druckbetrieb nicht beeinflußt. Die Druckwerke 16-22 und
die Falzeinheiten 28 und 30 sind von gleicher Konfiguration und bieten die gleichen
Vorteile.
[0025] Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer exemplarischen
inneren Konfiguration der Einzelposition-Bezugswert-Einheit 500, die einen Schwingungserzeuger
502, eine Dividier-/Multipliziereinrichtung 504 und eine Filter-/Verstärkereinrichtung
506 umfaßt. Der Schwingungserzeuger 502 erzeugt ein Zeitsignal, das in Entsprechung
des von der Leitbezugssignalquelle 32 empfangenen Signals, welches die gewünschte
Drucktmaschinengeschwindigkeit darstellt, dividiert oder multipliziert wird. Die Filter-/Verstärkereinrichtung
506 filtert Lärm aus dem von der Dividier-/Multipliziereinrichtung 504 ausgegebenen
Signal und sendet das resultierende Einzelposition-Bezugssignal an die Regler der
Druckwerke. Die Filter-/Verstärkereinrichtung 506 verstärkt auch das Signal in jeder
vom Anwender gewünschten Weise, so daß es mit den Reglern in den Druckwerken kompatibel
ist. Die Einzelposition-Bezugswert-Einheit 500 kann realisiert werden, indem ausschließlich
elektronische Komponenten verwendet werden, sie kann eine Festkörpereinrichtung oder
eine analog wirkende Einrichtung sein.
[0026] Jeder Impuls des von der Einzelposition-Bezugswert-Einheit 500 ausgegebenen Einzelposition-Bezugssignals
stellt einen Winkelzuwachs dar, um den sich eine Antriebswelle bewegen muß. Der Winkelzuwachs
hat einen vorbestimmten Wert. Somit deutet die Anzahl der in dem Einzelposition-Bezugssignal
innerhalb eines Zeitintervalls erfolgenden Impulse eine Änderung der Bezugsposition
während dieses Zeitintervalls an und die Frequenz der Impulse deutet eine Bezugsdrehzahl
oder Bezugswinkelgeschwindigkeit an.
[0027] Fig. 5 zeigt im Druckwerk 200 einen Zähler/Abtaster 508, der mit dem Regler 420 und
dem Positionskodierer 430 verbunden ist und verwendet werden kann, um die Verarbeitungsfähigkeit
des Reglers 420 zu ergänzen und/oder Information vom Positionskodierer 430 in einer
nützlicheren Form zu liefern. Der Zähler/Abtaster 508 kann beispielsweise ein Signal
erzeugen, das die Anzahl der Positionszuwächse, um welche sich die Antriebswelle 440
während eines Zeitintervalls bewegt hat, d. h. die Anzahl der Positionsänderungen
während des Zeitintervalls anzeigt.
[0028] Der Regler 420 enthält einen Zähler (nicht gezeigt), der die von der Einzelposition-Bezugswert-Einheit
500 empfangenen Impulse zählt, die mit den von dem Zähler/Abtaster 508 gezählten Impulsen
verglichen werden können, um eine mögliche Phasendifferenz zwischen der Bezugsposition
und der Position der Antriebswelle 440 festzustellen. Alternativ kann der Zähler auch
innerhalb der Dividier-/Multipliziereinrichtung 504 in der Einzelposition-Bezugswert-Einheit
500 angebracht sein, so daß das Signaloutput der Einheit 500 eine Impulszahl ist.
Der Regler 420 kann auch ein Verzögerungsausgleichssignal empfangen, um unerwünschte
Signalverzögerungen oder im System auftretende Ungenauigkeiten zu kompensieren. Wenn
sich beispielsweise Druckwerke in unterschiedlichen Abständen von der Einzelposition-Bezugswert-Einheit
befinden und/oder mit einer EinzelpositionBezugswert-Einheit verbunden sind, die unterschiedliche
Signalübertragungspfade verwendet, so wird das gleiche Signal von der Einzelposition-Bezugswert-Einheit
aufgrund der charakteristischen Unterschiede der Signalübertragungspfade, z. B. der
Länge, zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei den Druckwerken ankommen. Diese Konfiguration
trifft natürlich gleichermaßen auf die Druckwerke 202-206 und 16-22 und auf die Falzeinheiten
28 und30 zu.
[0029] Fig. 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, das eine Konfiguration
der Einzelposition-Bezugswert-Einheit 600 enthält, welche einen Motor 668, eine Antriebswelle
648, einen Positionskodierer 638, eine Geschwindigkeitssteuereinheit 618 und einen
Regler 628 umfaßt. Die interne Konstruktion der Einzelposition-BezugswertEinheit 600
ist ähnlich der, welche in den Druckwerken 200-206 der Fig. 4 gezeigt ist, jedoch
mit einigen Unterschieden. Erstens ist die Antriebswelle 648 mit keinem der Vorgänge
in der Druckmaschine verbunden und somit keinen unerwünschten mechanischen Störungen
im Betrieb der Druckmaschine, beispielsweise Gummituchwäschen, unterworfen. Die Antriebswelle
648 kann z. B. mit einem Betriebsvorgang (nicht gezeigt) verbunden werden, der unkomplizierte,
berechenbare Verhaltenscharakteristiken aufweist und frei von Übergangsstörungen ist,
die Probleme im Maschinenbetrieb verursachen könnten. Zweitens empfängt der Regler
628 das die gewünschte Druckmaschinengeschwindigkeit anzeigende Geschwindigkeitsbefehlssignal
von der Leitbezugssignalquelle. Drittens ist das von dem Positionskodierer 638 ausgegebene
Signal das Einzelposition-Bezugssignal, welches an die Regler 420-426 der Druckwerke
200-206 gesandt wird. Der Motor 668 kann unabhängig von anderen in der Druckmaschine
verwendeten Motoren gewählt werden. Beispielsweise kann der Motor 668 kleiner als
die Motoren 460-466 und ein Hilfsmotor sein.
[0030] Der Regler 628 der Einzelposition-Bezugswert-Einheit 600 regelt die Geschwindigkeitssteuereinheit
618 dadurch, daß mittels einer Geschwindigkeitsrückmeldung die Geschwindigkeit der
Antriebswelle 648 so präzise wie möglich aufrechterhalten wird, um die gewünschte
Geschwindigkeit anzuzeigen. Im Gegensatz dazu regeln die Regler 420-426 die jeweiligen
Geschwindigkeitssteuereinheiten der Druckwerke 200-206 in der Weise, daß die Antriebswellen
440-446 der Geschwindigkeit und Position der Antriebswelle 648 genau folgen.
[0031] Fig. 7 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hier sendet die Leitbezugssignalquelle
32 ein die gewünschte Druckmaschinengeschwindigkeit darstellendes Geschwindigkeitsbefehlssignal
direkt an die Regler 720, 822, 724 und 726, die jeweils mit den Druckwerken 200-206
korrespondieren. Die Einzelposition-Bezugswert-Einheit besteht eigentlich aus Komponenten,
die sich innerhalb der Regler befinden, und aus Verbindungen zwischen den Reglern.
Das heißt, daß jeder der Regler intern ein Einzelposition-Bezugssignal erzeugt, das
auf das Geschwindigkeitsbefehlssignal von der Leitbezugssignalquelle 32 basiert. In
jedem Regler wird das Einzelposition-Bezugssignal mit der Antriebswellengeschwindigkeit
und der Positionsinformation, die von dem Positionskodierer des korrespondierenden
Druckwerks erzeugt wird, verglichen. Auf der Basis dieses Vergleichs erzeugt der Regler
ein Befehlssignal, das in eine korrespondierende Geschwindigkeitssteuereinheit eingegeben
wird, so daß die Antriebswelle der durch das Einzelposition-Bezugssignal angezeigten
Bezugsgeschwindigkeit und -position folgt.
[0032] Um Ungenauigkeiten, die sich in einem Zeitraum zwischen Einzelposition-Bezugssignalen
ergeben, welche von verschiedenen Reglern erzeugt werden, auszugleichen und um Probleme
im Druckprozeß, die solche Ungenauigkeiten zur Folge haben, zu vermeiden, können die
in den verschiedenen Reglern erzeugten Einzelposition-Bezugssignale periodisch korrigiert
oder standardisiert werden. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Druckwerk 200 als
eine Standardeinheit gewählt und das von dessen Positionskodierer 430 ausgegebene
Signal 700 wird von allen anderen Druckwerken als ein Standard verwendet, an den das
Einzelposition-Bezugssignal eines jeden der Druckwerke periodisch angepaßt wird. Gemaß
den Ausführungsbeispielen werden die Einzelposition-Bezugssignale zu einem Zeitpunkt
korrigiert oder standardisiert, wenn das als Standard gewählte Druckwerk nicht von
Übergangsstörungen beeinflußt ist.
[0033] Dieses Konzept kann beispielsweise auch dann verwendet werden, wenn die Erfindung
in eine bestehende Druckmaschine integriert wird, die aufgrund ursprünglicher baulicher
Einschränkungen nicht auf all ihre Antriebseinheiten das gleiche Einzelposition-Bezugssignal
übertragen kann.
[0034] Fig. 8 zeigt die interne Konstruktion des Reglers 822 der Fig. 7. Wie in Fig. 8 gezeigt,
erzeugt ein Schwingungserzeuger 800 ein Zeitsignal in ähnlicher Weise wie die in Fig.
5 gezeigte Einzelposition-Bezugswert-Einheit 500. Das Zeitsignal wird an eine Dividier-/Multipliziereinheit
802 gesandt, die das Zeitsignal, das auf dem von der Leitbezugssignalquelle 32 über
die Leitung 304 empfangenen Geschwindigkeitsbefehlssignal basiert, dividiert oder
multipliziert, und die auch die Impulse des dividierten oder multiplizierten Zeitsignals
zählt. Eine Signaleinstelleinheit 804 filtert Lärm aus dem Impulszählsignal, das von
der Dividier-/Multipliziereinheit 802 ausgegeben wird, und verstärkt das Signal entsprechend.
Die Signaleinstelleinheit 804 kann auch das Signal derart einstellen, daß es mit dem
Standardsignal 700 synchronisiert ist. Das von der Signaleinstelleinheit 804 ausgegebene
Signal ist ein Einzelposition-Bezugssignal für das Druckwerk 202 und wird an ein Positionsregister
808 gesandt. Das Positionsregister 808 empfängt ebenfalls ein Signal von einem Zähler
806; dieses Signal zeigt die erfaßte Anzähl von Impulsen an, die der Zähler 806 von
dem Positionskodierer 432 empfangen hat. Wie dies beispielsweise bei dem Zähler/Abtaster
508 in Fig. 5 dargestellt ist, kann der Zähler 806 ein Signal erzeugen, das die Anzahl
der Positionszuwächse, um welche sich die Antriebswelle 442 während eines Zeitintervalls
bewegt hat, d. h. die Anzahl der Positionsänderungen während des Zeitintervalls anzeigt.
[0035] Das Positionsregister 808 vergleicht die vom Zähler 806 und von der Signaleinstelleinheit
804 zugesandten Signale. Die Signale stellen jeweils eine Änderung der Position der
Antriebswelle 442 und eine Änderung der Bezugsposition während eines Zeitintervalls
dar und zeigen auch die Bezugsgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Antriebswelle
442 an. Auf der Basis dieses Vergleichs erzeugt das Positionsregister 808 ein Befehlssignal,
das an die Geschwindigkeitssteuereinheit 412 gesandt wird, wie dies nach den allgemeinen
Grundsätzen wohlbekannter Regelfunktionen erfolgt und beispielsweise in dem Regler
22 der in Fig. 2 gezeigten Druckmaschine des Standes der Technik verwirklicht ist.
[0036] Eine exemplarische Ausführung eines Schaltkreises zum Korrigieren oder Standardisieren
des in dem Regler 822 erzeugten Einzelposition-Bezugssignals umfaßt einen Zähler 818,
einen Komparator 812, einen Fehlerdetektor 810, einen Fehlerkompensator 814 und einen
Korrekturwert-Begrenzer 816. Der Zähler 818 funktioniert in gleicher Weise wie der
Zähler/Abtaster 508 in Fig. 5 und der Zähler 806. Das Druckwerk 200 ist als Standarddruckwerk
gewählt. Somit erfaßt der Zähler 818 die von dem Positionskodierer 430 des Standarddruckwerks
200 empfangenen Impulse und erzeugt ein Signal, das die Anzahl der Positionszuwächse,
um welche sich die Antriebswelle 440 während eines Zeitintervalls bewegt hat, also
die Anzähl der Positionsänderungen während des Zeitintervalls anzeigt.
[0037] Das von dem Zähler 818 ausgegebene Signal und das Einzelposition-Bezugssignal von
der Signaleinstelleinrichtung 804 werden in den Komparator 812 eingegeben, der die
beiden Signale vergleicht und auf der Basis dieses Vergleichs ein Fehlersignal erzeugt.
Das vom Komparator 812 ausgegebene Signal wird in den Fehlerdetektor 810 eingegeben,
der das Vorhandensein und die Größe des Fehlers zwischen (a) dem Output-Signal des
Zählers 818, d. h. der Position und Geschwindigkeit der Antriebswelle 440 des Standarddruckwerks
200, wie vom Positionskodierer 430 angedeutet, und (b) der Bezugsgeschwindigkeit und
-position, wie durch das von der Signaleinstelleinheit 804 ausgegebene Einzelposition-Bezugssignal
dargestellt, erfaßt. Der Fehlerdetektor 810 erzeugt ein Signal, das den bestimmten
Fehler anzeigt, und das Signal wird in einen Fehlerkompensator 814 eingegeben, der
ein Steuersignal erzeugt, was die Signaleinstelleinrichtung 804 veranlaßt, das Einzelposition-Bezugssignal
zu korrigieren oder an die Position und Geschwindigkeit der Antriebswelle 440 des
Standarddruckwerks 200 anzupassen. Ein Korrekturwert-Begrenzer 816 kann mit dem Fehlerkompensator
814 und der Signaleinstelleinrichtung 804 verbunden werden, um den Korrekturvorgang
durch Einschränken des Outputsignals des Fehlerkompensators 814 zu verlangsamen.
[0038] Alternativ können die Komponenten eines jeden Reglers, die ein Einzelposition-Bezugssignal
für die mit dem Regler korrespondierende Antriebseinheit erzeugen, außerhalb des Reglers
angeordnet sein. Beispielsweise kann der Regler 822 den Zähler 806 und das Positionsregister
808 enthalten und ein Outputsignal vom Positionskodierer 432 und ein weiteres Outputsignal
von der Signaleinstelleinrichtung 804 empfangen. Komponenten, wie der Schwingungserzeuger
800, die Dividier-/Multipliziereinheit 802, die Signaleinstelleinheit 804, der Komparator
812, der Fehlerdetektor 810, der Fehlerkompensator 814, der Korrekturwert-Begrenzer
816 und der Zähler 818 können an beliebiger Stelle angeordnet sein, solange sie korrekt
verbunden bleiben und das Output der Signaleinstelleinheit 804 an den Regler 822 ergeht,
das Leitbezugssignal 304 an die Dividier-/Multipliziereinheit 802 ergeht und das Standard-Positionskodierer-Signal
700 an den Zähler 818 ergeht.
[0039] Die weiteren Druckwerke 204, 206 können von gleicher Konstruktion sein und in gleicher
Weise betrieben werden wie das Druckwerk 202. Wenn die Konfiguration der Fig. 8 beispielsweise
für die in Fig. 2 gezeigte Druckmaschine des Standes der Technik angewandt werden
soll, wird die Druckwerksgruppe 23 und die Falzeinheiten 28 und 30 der in Fig. 2 gezeigten
Druckmaschine die gleiche Konstruktion aufweisen können wie das Druckwerk 202.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0040]
- 16
- Druckwerk (Fig. 1)
- 18
- Druckwerk
- 20
- Druckwerk
- 22
- Druckwerk
- 28
- Falzeinheit
- 30
- Falzeinheit
- 32
- Leitbezugssignalquelle
- 200
- Druckwerk (Fig. 7)
- 202
- Druckwerk
- 204
- Druckwerk
- 206
- Druckwerk
- 230
- Positionskodierer (Fig. 2)
- 410
- Geschwindigkeitssteuereinheit (Fig. 4)
- 412
- Geschwindigkeitssteuereinheit
- 414
- Geschwindigkeitssteuereinheit
- 416
- Geschwindigkeitssteuereinheit
- 420
- Regler
- 422
- Regler
- 424
- Regler
- 426
- Regler
- 430
- Positionskodierer
- 432
- Positionskodierer
- 434
- Positionskodierer
- 436
- Positionskodierer
- 440
- Antriebswelle
- 442
- Antriebswelle
- 444
- Antriebswelle
- 446
- Antriebswelle
- 460
- Motor
- 462
- Motor
- 464
- Motor
- 466
- Motor
- 500
- Einzelposition-Bezugswert-Einheit (Fig. 5)
- 502
- Schwingungserzeuger
- 504
- Dividier-/Multipliziereinheit
- 506
- Filterverstärkereinheit
- 508
- Zähler/Abtaster
- 600
- Einzelposition-Bezugswert-Einheit (Fig. 6)
- 618
- Geschwindigkeitssteuereinheit
- 628
- Regler
- 638
- Positionskodierer
- 648
- Antriebswelle
- 668
- Motor
- 700
- Signal des Positionskodierers 430 (Fig. 7)
- 720
- Regler
- 724
- Regler
- 726
- Regler
- 800
- Schwingungserzeuger (Fig. 8)
- 802
- Dividier-/Multipliziereinheit
- 804
- Signaleinstelleinheit
- 806
- Zähler
- 808
- Positionsregister
- 810
- Fehlerdetektor
- 812
- Komparator
- 814
- Fehlerkompensator
- 816
- Korrekturwert-Begrenzer
- 818
- Zähler
- 822
- Regler
1. Vorrichtung zur Steuerung des Druckprozesses einer Druckmaschine, welche die folgenden
Merkmale umfaßt:
eine Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500), die mindestens ein EinzelpositionBezugssignal
auf der Basis der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit erzeugt, das frei von
durch den Druckbetrieb ausgelösten Störungen ist;
mindestens eine Antriebseinheit mit einer Antriebswelle (440-446) für den Antrieb
der Druckmaschine;
einen Positionskodierer (430-436, 638), der ein Signal erzeugt, das die Position der
Antriebswelle (440-446) anzeigt;
eine Geschwindigkeitssteuereinheit (410-416, 618), die die Geschwindigkeit der Antriebswelle
(440-446, 648) steuert; und
einen Regler (420-426, 628, 720-726, 822), der an die Geschwindigkeitssteuereinheit
(410-416, 618) ein auf dem Einzelposition-Bezugssignal und dem Positionskodierer-Signal
basierendes Steuersignal sendet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einzelposition-Bezugssignal mindestens ein Bezugsgeschwindigkeitssignal und
ein Bezugspositionssignal umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Druckbetrieb ausgelösten Störungen durch Schneiden eines in der Druckmaschine
bedruckten Druckmediums, durch einen Gummituch-Waschvorgang, und durch Verbinden einer
Bahn eines Druckmediums mit einer vorhandenen Bahn eines Druckmediums verursacht werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit einen Schwingungserzeuger (502) zum Erzeugen
eines Bezugssignals und eine Frequenz-Dividiereinheit (504) zum Dividieren des auf
der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basierenden Bezugssignals umfaßt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinheit ferner einen Zähler (508) umfaßt, der mit dem Positionskodierer
(430-436) und dem Regler (420-426) operativ verbunden ist, um während einer Abtastzeit
eine Änderung der Position der Antriebswelle (440-446) zu erfassen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das von dem Regler (420-426) erzeugte Steuersignal auch auf einem Verzögerungsausgleichssignal
für eine Signalpfadverbindung zwischen der Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500)
und dem Regler (420-426) basiert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) folgendes umfaßt:
einen von der Druckmaschine getrennten Motor (460) mit einer Abtriebswelle;
eine Geschwindigkeitssteuereinheit (410), durch die die Geschwindigkeit der Abtriebswelle
gesteuert wird;
einen Positionskodierer (430), der ein die Position der Abtriebswelle anzeigendes
Signal erzeugt, wobei das Positionkodierer-Signal das Einzelposition-Bezugssignal
ist;
und einen Regler (420), der ein Steuersignal, das auf dem EinzelpositionBezugssignal
und der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basiert, an die Geschwindigkeitssteuereinheit
sendet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß ferner eine Leitbezugssignalquelle vorgesehen ist, um ein die gewünschte Druckmaschinengeschwindigkeit
darstellendes Signal an die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) zu senden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das von der Leitbezugssignalquelle erzeugte Signal ein digitales Signal ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) ein elektronischer Baukörper ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) eine Vielzahl von auf der gewünschten
Druckmaschinengeschwindigkeit basierten Einzelposition-Bezugssignalen erzeugt, und
daß die Vorrichtung ferner umfaßt:
eine Vielzähl von Antriebseinheiten (460-466) mit einer jeweiligen Antriebswelle (440-446);
eine Geschwindigkeitssteuereinheit (410), die die Geschwindigkeit der Antriebswelle
(440) steuert; einen Positionskodierer (430), der ein die Position der Antriebswelle
(440) anzeigendes Signal erzeugt; und einen Regler (420), der ein Steuersignal an
die Geschwindigkeitssteuereinheit sendet, das auf dem Signal des Positionskodierers
und auf mindestens einem der Vielzahl von Einzelposition-Bezugssignalen basiert.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) mindestens einen Fehlerkorrektur-Schaltkreis
umfaßt, um mindestens eines der Einzelposition-Bezugssignale, die auf dem Output eines
Positionskodierers einer aus einer Vielzahl von Antriebseinheiten designierten Antriebseinheit
basiert sind, zu korrigieren.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine von einer Vielzahl von Antriebseinheiten (460-466) als Leitantriebseinheit
designiert ist und andere der Vielzähl von Antriebseinheiten (460-466) als Folgeantriebseinheiten
designiert sind; und
daß die Einzelposition-Bezugswert-Einheit (500) für jede der Folgeantriebseinheiten
folgendes umfaßt:
einen Schwingungserzeuger (502), der ein Signal erzeugt;
eine Frequenz-Dividiereinheit (504), die durch Dividieren des Schwingungserzeuger-Signals,
das auf der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basiert, ein Signal erzeugt;
eine Impuls-Addier-/Subtrahiereinheit zum Erzeugen des Einzelposition-Bezugssignals
durch Ändern der Anzahl der Impulse in dem von der Frequenz-Dividiereinheit (504)
erzeugten Signal;
ein Komparator (812), der das von der Impuls-Addier-/Subtrahiereinheit erzeugte Einzelposition-Bezugssignal
mit dem von dem Positionskodierer der Leitantriebseinheit erzeugten Signal vergleicht
und auf der Basis dieses Vergleichs ein Signal erzeugt;
ein Fehlerdetektor (810), der einen Fehler zwischen dem von der Impuls-Addier-/Subtrahiereinheit
erzeugten Einzelposition-Bezugssignal und dem von dem Positionskodierer der Leitantriebseinheit
erzeugten Signal erfaßt; und
eine Fehlerkorrektureinheit, die auf der Basis des erfaßten Fehlers ein Steuersignal
zur Steuerung der Impuls-Addier-/Subtrahiereinheit erzeugt.
14. Verfahren zum Steuern des Druckprozesses einer Druckmaschine, welches die folgenden
Schritte umfaßt:
Erzeugen eines auf der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basierten Einzelposition-Bezugssignals,
das frei von durch den Druckbetrieb ausgelösten Störungen ist;
Bestimmen der Position der Antriebswelle (440-446) mindestens einer Antriebseinheit
(460-466) der Drucktmaschine; und
Steuern der Drehzahl der Antriebswelle (440-446) auf der Basis des Einzelposition-Bezugssignals
und der bestimmten Antriebswellenposition.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schritt des Erzeugens des Einzelposition-Bezugssignals folgendes umfaßt:
Erzeugen eines Zeitsignals mit einer vorbestimmten Frequenz;
Dividieren des auf der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basierten Zeitsignals;
Ausfiltern von Lärm aus dem Zeitsignal; und
Verstärken des Zeitsignals.
16. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses ferner den Schritt des Feststellens einer Änderung der Position der Antriehswelle
(440-446) während einer Abtastzeit umfaßt.
17. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuern der Drehzähl der Antriebswelle (440-446) auch auf einem Verzögerungsausgleichssignals
basiert.
18. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Erzeugen eines Einzelposition-Bezugssignals folgendes umfaßt:
Bestimmen der Position einer von der Druckmaschine getrennten Antriebswelle (440-446);
Erzeugen des Einzelposition-Bezugssignals auf der Basis der bestimmten Antriebswellenposition;
und
Steuern der Drehzahl der Antriebswelle (440-446) auf der Basis des Einzelposition-Bezugssignals
und der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit.
19. Verfahren zur Steuerung des Druckprozesses einer Druckmaschine, welches die folgenden
Schritte umfaßt:
Bestimmen der Antriebswellenposition einer jeden einer Vielzähl von Antriebseinheiten
(460-466);
Erzeugen mindestens eines auf der gewünschten Druckmaschinengeschwindigkeit basierten
Einzelposition-Bezugssignals für jede der Vielzahl von Antriebseinheiten (460-466);
und
Steuern der Geschwindigkeit einer jeden Antriebswelle auf der Basis der bestimmten
Antriebswellenposition und des mindestens einen Einzelposition-Bezugssignals.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses ferner den Schritt des Korrigierens des mindestens einen Einzelposition-Bezugssignals,
das auf der bestimmten Antriebswellenposition einer aus einer Vielzähl von Antriebseinheiten
(460-466) designierten Antriebseinheit basiert, umfaßt.