[0001] Die Erfindung betrifft einen Koaxialverbinder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei derartigen Koaxialverbindern müssen herkömmlicherweise Innenleiter und Außenleiter
über eine vorbestimmte Lange entsprechend abisoliert werden, bevor eine kontaktierende
Verbindung mit dem Koaxialverbinder selbst hergestellt werden kann. Ferner erfolgt
in der Regel die kontaktierende Verbindung des Innenleiters des Koaxialkabels mit
einem Innenleiter des Koaxialverbinders beispielsweise durch Löten oder separates
Schrauben. Getrennt von dieser kontaktierung der Innenleiter erfolgt eine Kontaktierung
der Hülse des Koaxialverbinders mit dem abisolierten Außenleiter, beispielsweise mit
Hilfe einer Crimptechnik, wobei mittels einer Crimpzange eine Hülse des Koaxialverbinders
derart zusammengedrückt wird, daß sie in Kontakt mit dem abisolierten Außenleiter
kommt.
[0003] Diese Systeme haben jedoch mehrere Nachteile. So ist zum einen das Herstellen der
einzelnen Kontakte für Innen- und Außenleiter sehr aufwendig, und es sind Spezialwerkzeuge,
wie Lötkolben oder Crimpzangen, notwendig. Ferner sind verschiedene einzelne Hülsen
erforderlich, welche vor der Montage des Koaxialverbinders auf das entsprechend abisolierte
und vorbereitete Koaxialkabel aufzuschieben sind. Die Montage erfolgt also mit mehreren
losen Kleinteilen, welche leicht verlierbar sind. Auch ist es besonders nachteilig,
daß insbesondere bei der Crimptechnik das Koaxialkabel deformiert wird. Dies hat besonders
starken Einfluß auf eine Impedanz des Koaxialkabels an der gecrimpten Stelle, wobei
es durch die Impedanzänderung im Koaxialkabel zu unerwünschten Reflexionen des über
das Koaxialkabel laufenden Signals kommt und ferner die Signalweiterleitung in einem
derart deformierten Koaxialkabel stark beeinträchtigt ist.
[0004] Aus EP 0 762 545 A2 ist eine Einrichtung zur Verbindung eines Koaxialsteckers mit
einem Koaxialkabel bekannt. Hierbei ist eine Kontakthülse vorgesehen, die einerseits
über ein Gewindeteil in Schraubeingriff mit einem Kabelleiterwellrohr bringbar und
andererseits mit einem Steckerkopf des Koaxialsteckers verbindbar ist. Die Anordnung
ist derart getroffen, daß die Kontakthülse an ihrem steckerseitigen Ende eine Spannzange
mit federnden Spannsegmenten bildet, die eine konisch verlaufende Druckfläche aufweist
und von einem hiermit zusammenwirkenden steckerseitig vorgesehenen Druckkegel radial
an das Kabelleiterwellrohr anpreßbar ist. Auch diese Anordnung hat den Nachteil, daß
der Innenleiter des Koaxialkabels, die Innenleitetisolierung des Koaxialkabels, der
Außenleiter des Koaxialkabels und die Außenleiterisolierung des Koaxialkabels in vorbestimmter
Weise auf bestimmte Längen geschnitten vorbereitet werden müssen, wobei die Kontakthülse
vor dem Einschieben des Koaxialkabels in den Koaxialstecker auf das den Außenleiter
bildende Wellrohr des Koaxialkabels aufzuschrauben ist. Gleichzeitig muß die den Kontakt
zum Außenleiter herstellende Kontakthülse Haltekräfte zum Halten des Koaxialkabels
im Koaxialstecker aufnehmen, wodurch durch wechselnde Zugkräfte am Koaxialkabel der
Kontakt zwischen Kontakthülse und dem Außenleiter des Koaxialkabels nicht konstant
stabil bleibt, sondern ständigen Veränderungen unterworfen ist. Ferner ist dieses
System ausschließlich bei Koaxialkabeln mit Kabelleiterwellrohren als Außen- und Innenleiter
verwendbar.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Koaxialverbinder der o.g. Art
zu schaffen, welcher die o.g. Nachteile überwindet und einfach, schnell, ohne Spezialwerkzeuge
sowie ohne besonders aufwendige Vorbereitungen an einem Koaxialkabelende festlegbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird von einem Koaxialverbinder der o.g. Art mit den in Anspruch 1
gekennzeichneten Merkmalen gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den weiteren Ansprüchen.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung hat den Vorteil, daß eine einfache Montage des
Koaxialverbinders mit einem Koaxialkabel zur Verfügung gestellt wird, wobei lediglich
durch Befestigen der Überwurfmutter alle relevanten Kontakte zum Koaxialkabel hergestellt
werden, ohne zusätzliche Arbeiten, wie Löten oder Crimpen. Ferner ist das Koaxialkabel
lediglich derart vorzubereiten, daß der Innenleiter über eine vorbestimmte Länge abisoliert
ist. Weitere Bearbeitungen des Koaxialkabels, wie beisp. Abisolieren des Außenleiters,
sind nicht notwendig. Daher ist die Montage des erfindungsgemäßen Koaxialverbinders
an einem Koaxialkabelende einfach, schnell und kostengünstig durchzuführen.
[0008] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das erste Kontaktmittel derart angeordnet,
daß es sich axial an der Überwurfmutter abstützt. In einer vorteilhaften Weiterbildung
ist das zweite Klemmittel derart angeordnet, daß es sich axial an dem ersten Kontaktmittel
abstützt.
[0009] Zweckmäßigerweise ist das erste Kontaktmittel eine Kontakthülse, welche das in den
Koaxialverbinder eingeschobene Koaxialkabel radial umgibt, wobei sich in Richtung
des Koaxialverbinders eine Kontaktrange mit wenigstens zwei, insbesondere vier, Kontaktlaschen
erstreckt. Hierbei ist es von Vorteil, wenn jede Kontaktlasche an einer inneren, dem
Koaxialkabel zugewandten Seite wenigstens einen, insbesondere zwei, Kontaktzähne aufweist.
In vorteilhafter Weise sind ferner wenigstens zwei Kontaktzähne einer Kontaktlasche
derart angeordnet, daß in Kontaktstellung des ersten Kontaktmittels wenigstens ein
erster Kontaktzahn durch die Mantelisolation hindurch den Außenleiter kontaktiert
und wenigstens ein zweiter Kontaktzahn lediglich in die Mantelisolation des Koaxialkabels
hineinragt.
[0010] Ferner ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kontaktzähne in axialer Richtung hintereinander
angeordnet sind, wobei der erste Kontaktzahn koaxialverbinderseitig angeordnet ist.
Das erste Klemmittel ist zweckmäßigerweise eine radial konusförmige Verengung des
Koaxialverbinders, an der freie stirnseitige Enden der Kontaktlaschen der Kontaktzange
der Kontakthülse beim Befestigen der Überwurfmutter derart anschlagen, daß sich die
Kontaktlaschen der Kontaktrange bezüglich des Koaxialkabels radial nach innen in eine
Kontaktstellung verbiegen. Zweckmäßigerweise ist die Kontakthülse aus einem Leiter,
insbesondere aus einem Metall, gefertigt.
[0011] Diese Ausbildung von erstem Kontaktmittel und erstem Klemmittel stellt eine selbsttätige
Kontaktierung beim Befestigen der Überwurfmutter zwischen dem Koaxialverbinder und
dem Außenleiter des Koaxialkabels zur Verfügung, da durch eine axiale Bewegung der
Überwurfmutter beim deren Befestigen am Koaxialverbinder das erste Kontaktmittel axial
in Richtung auf die konusförmige Verengung verschoben wird. Hierdurch werden die Kontaktlaschen
der Kontaktzange mit ihren Kontaktzähnen in die Mantelisolation des Koaxialkabels
derart gedrückt, daß wenigstens ein erster Kontaktzahn den Außenleiter des Koaxialkabels
kontaktiert. Ferner ist eine Entkopplung zwischen Kontaktierfunktion und Haltefunktion
für die Kontakthülse gegeben, da der kontaktierende erste Kontaktzahn nicht gleichzeitig
mit Haltekräften belastet wird, welche den Kontakt selbst beeinträchtigen wurden.
Diese Haltekräfte nimmt der axial hinter dem ersten Kontaktzahn angeordnete zweite
Kontaktsahn auf, welcher bevorzugt lediglich in die Mantelisolation hinein ragt.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das zweite Kontaktmittel ein
Innenleiter des Koaxialverbinders, welcher eine kabelseitige Spannzange mit wenigstens
zwei Kontaktlaschen aufweist. Der Innenleiter des Koaxialverbinders ist zweckmäßigerweise
hohl. Ferner ist die zweite Klemmeinrichtung eine den abisolierten Innenleiter des
Koaxialkabels radial umgreifende Innenleiterhülse, wobei an einem dem Innenleiter
des Koaxialverbinders zugewandten Ende der Innenleiterhülse ein axialer Schlitz mit
sich in Richtung Innenleiter des Koaxialverbinders konisch erweiternder Klemmfläche
ausgebildet ist. Hierbei ist der Schlitzdurchmesser kleiner ist als der Außenumfang
der Spannzange. Ferner stützt sich zweckmäßigerweise ein von der Konusfläche abgewandtes
Ende der Innenleiterhülse an dem ersten Kontaktmittel ab. Die Innenleiterhülse ist
aus einem Isolator, insbesondere einem Kunststoff, gefertigt. Zur Aufnahme des abisolierten
Innenleiters des Koaxialkabels weist die Innenleiterhülse eine axiale Bohrung auf.
[0013] Durch diese vorteilhafte Ausbildung des zweiten Kontaktmittels und des zweiten Klemmittels
ist eine selbsttätige Kontaktierung der Innenleiter von Koaxialkabel und Koaxialverbinder
beim Befestigen der Überwurfmutter zur Verfügung gestellt, da durch eine axiale Bewegung
der Überwurfmutter bei deren Befestigen am Koaxialverbinder das erste Kontaktmittel
und damit das sich daran abstützende zweite Klemmittel axial in Richtung des Innenleiters
des Koaxialverbinders verschoben werden. Hierbei wird der axiale Schlitz unter Mitwirkung
der konusartigen Erweiterung auf die Spannzange geschoben und drückt diese radial
zusammen. Weitere Arbeitsschritte, wie Löten oder Crimpen, zum Herstellen eines Kontaktes
zwischen Innenleiter des Koaxialverbinders und dem abisolierten Innenleiter des Koaxialkabels
sind nicht notwendig, wodurch eine einfache Montage des Koaxialverbinders am Koaxialkabel
gegeben ist.
[0014] Eine Unverlierbarkeit der Überwurfmutter vor der Montage eines Koaxialkabels an den
Koaxialverbinder erzielt man in vorteilhafter Weise dadurch, daß in einem vormontierten
Zustand des Koaxialverbinders die Kontakt- und Klemmittel in diesem angeordnet sind
und ein koaxialverbinderseitiger umlaufender Rand der Überwurfmutter derart eingerollt
ist, daß diese einen kleineren Durchmesser aufweist als ein auf dem Koaxialverbinder
für die Überwurfmutter angeordnetes Befestigungsmittel. auf.
[0015] Zweckmäßigerweise ist der Koaxialverbinder ein Koaxialstecker, ein Koaxialwinkelstecker,
eine Koaxialbuchse oder eine Koaxialwinkelbuchse.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in:
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Koaxialverbinder in Explosionsdarstellung,
Fig. 2 den Koaxialverbinder in vormontiertem Zustand mit eingeschobenem Koaxialkabel
in teilweise geschnittener Ansicht,
Fig. 3 einen Teilschnitt entlang Linie III - III von Fig. 2,
Fig. 4 den Koaxialverbinder in montiertem Zustand in teilweise geschnittener Ansicht,
Fig. 5 einen Teilschnitt entlang Linie V - V von Fig. 4 und
Fig. 6 eine vergrößerte Detaildarstellung des Bereiches Z von Fig. 4.
[0017] Der in Fig. 1 dargestellte Koaxialverbinder zeigt einen Koaxialwinkelstecker 10.
Dieser steht lediglich beispielhaft für einen beliebigen Koaxialverbinder, wie beispielsweise
einen Koaxialstecker, eine Koaxialbuchse oder eine Koaxialwinkelbuchse. Dieser Winkelstecker
10 hat ein steckerseitiges Ende 14 und ein kabeleinlaufseitiges Ende 16. Das steckerseitige
Ende 14 dient als Stecker, beispielsweise zum Einstecken in eine entsprechende Buchse
an einem Anschlußschrank oder auf einer elektronischen Platine. Das kabeleinlaufseitige
Ende 16 dient zum Einschieben eines an den Koaxialstecker 10 anzuschließenden, in
Fig. 1 nicht dargestellten Koaxialkabels mit einem Innenleiter, einem Außenleiter
und einer Mantelisolation. Der Koaxialstecker 10 umfaßt ferner einen steckerseitigen
Außenleiter 12 und einen kabeleinlaufseitigen Außenleiter 18. Das steckerseitige Ende
14 umfaßt ein erstes Isolierteil 20, einen Haltering 22, ein zweites Isolierteil 24
und einen Innenleiter 26, welcher aus Gründen einer besseren Veranschaulichung bezüglich
einer Achse 28 um 90° gedreht ist. Der Haltering 22 ist optional auf ein Außengewinde
30 am steckerseitigen Außenleiter 12 aufschraubbar und dient beispielsweise als Anschlag
bei Verwendung des Koaxialsteckers 10 durch eine Außenwandung beispielsweise eines
Anschlußschrankes hindurch.
[0018] Der Innenleiter 26 ist koaxial zur Achse 28 angeordnet und ragt in einen Hohlraum
32 des kabeleinlaufseitigen Endes 16 des Koaxialwinkelsteckers 10. An dem in den Hohlraum
32 ragenden Ende des Innenleiters 26 ist ein axialer Schlitz 34 ausgebildet. Eine
Achse 36 kennzeichnet eine Mittelachse, entlang derer koaxial ein Koaxialkabel in
das offene kabeleinlaufseitige Ende 16 des Koaxialwinkelstekkers 10 einschiebbar ist.
Entlang dieser Achse 36 verläuft, bei eingeschobenem Koaxialkabel, der Innenleiter
des Koaxialkabels und trifft am Schnittpunkt der Achsen 28, 36 auf den Innenleiter
26 des Koaxialwinkelsteckers 10. An dieser Stelle ist der Innenleiter 26 mit einer
kreisförmigen Ausnehmung zur Aufnahme des abisolierten Innenleiters des Koaxialkabels
versehen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß in der Darstellung von Fig. 1 der
axiale Schlitz 34 und die kreisförmige Ausnehmung 38 nur deshalb zu sehen sind, weil
der Innenleiter 26 um 90° um die Achse 28 gedreht ist. Im Montagezustand fluchtet
die Ausnehmung 38 mit der Achse 36 und ist koaxial um diese angeordnet.
[0019] Ebenfalls koaxial zur Achse 36 sind eine Überwurf- bzw. Anpreßmutter 40, eine Kontakthülse
42 und eine Innenleiterhülse 434 vorgesehen. Die Anpreßmutter 40 ist mittels eines
Innengewindes 46 auf ein Außengewinde 48 am kabeleinlaufseitigen Ende 16 des Koaxialwinkelsteckers
10 aufschraubbar. Die Kontakthülse 42 ist aus einem elektrisch leitenden Material,
beisp. einem Metall, gefertigt und derart ausgebildet, daß sie in elektrisch leitendem
Kontakt zum Außenleiter 18 des Koaxialwinkelsteckers 10 steht. Ein koaxialkabelseitiges
Ende 50 der Kontakthülse 42 ist derart ausgebildet, daß es an einer Innenfläche 52
der Anpreßmutter 40 anschlägt, so daß bei einer axialen Bewegung in Fig. 1 entlang
der Achse 36 nach links beim Aufschrauben der Anpreßmutter 40 auch die Kontakthülse
42 axial nach links verschoben wird.
[0020] Die Kontakthülse 42 umfaßt eine sich in Steckerrichtung erstreckende Kontaktzange
54, welche durch axiale Schlitze 56 voneinander getrennte Kontaktlaschen 58 mit jeweiligen
freien stirnseitigen Enden 60 aufweist. Dadurch ist über den Kontaktzahn 66 und die
Kontakthülse 42 ein Kontakt zwischen dem Außenleiter des Koaxialkabels und dem Außenleiter
12, 18 des Koaxialsteckers 10 hergestellt.
[0021] An den stirnseitigen Enden 60 der Kontaktlaschen 58 sind abgeschrägte Flächen 62
ausgebildet. Beim axialen Verschieben der Kontakthülse 42 entlang der Achse 36 während
des Aufschraubens der Anpreßmutter 40 schlagen diese schrägen Flächen 62 an einer
entsprechenden konusartigen Verengung 64 im kabeleinlaufseitigen Ende 16 des Koaxialsteckers
10 an. Durch den Anpreßdruck der Anpreßmutter 40 bei deren Aufschrauben auf das kabeleinlaufseitige
Ende 16 des Koaxialsteckers 10 gleiten die Flächen 62, 64 aneinander ab, wodurch die
Kontaktlaschen 58 bezüglich der Achse 36 radial nach innen verbogen werden. Dabei
bohren sich Kontaktzähne 66 und 68 in eine Mantelisolierung des radial von der Kontakthülse
42 umgebenen Koaxialkabels ein. Durch die hebelartige Ausbildung der Kontaktlaschen
56 legt dabei der Kontaktzahn 66 einen radial nach innen längeren Weg zurück als der
axial dahinter liegende Kontaktzahn 68. Durch entsprechende Maßwahl wird hierdurch
erreicht, daß der Kontaktzahn 66 durch die Mantelisolierung des Koaxialkabels hindurch
bis zum Außenleiter des Koaxialkabels kommt und einen entsprechenden Kontakt herstellt,
während gleichzeitig der dahinter liegende Kontaktzahn 68 lediglich in die Mantelisolation
des Koaxialkabels eindringt und Haltekräfte für das Koaxialkabel innerhalb des Koaxialsteckers
10 zur Verfügung stellt sowie entsprechende Zug- bzw. Druckbelastungen auf das Koaxialkabel
von dem kontaktierenden Kontaktzahn 66 abhält. Auf diese Weise steht die Kontaktfläche
zwischen dem Außenleiter des Koaxialkabels und dem Kontaktzahn 66 nicht unter einem
wechselnden Druck bzw. einer wechselnden Zugkraft, wodurch dieser Kontakt, einmal
hergestellt, konstante elektrische Eigenschaften aufweist. Die Innenleiterhülse 44
ist aus einem isolierenden Material, beispielsweise Kunststoff, gefertigt, wobei deren
kabelseitiges Ende 70 derart ausgebildet ist, daß es stirnseitig an der Kontakthülse
42 anschlägt. Dadurch wird beim Aufschrauben der Anpreßmutter 40 und einer entsprechenden
axialen Bewegung entlang der Achse 36 in Fig. 1 nach links mit der Kontakthülse 42
auch die Innenleiterhülse 44 in der Fig. 1 nach links verschoben.
[0022] An einem dem Innenleiter 26 zugewandten Ende 72 der Innenleiterhülse 44 ist ein axialer
Schlitz 74 vorgesehen. Dieser Schlitz 74 erweitert sich in Richtung auf das Ende 72
der Innenleiterhülse 44 hin konusartig. In der Darstellung von Fig. 1 ist die Innenleiterhülse
44 um 90° bezüglich der Achse 36 gedreht dargestellt, da ansonsten der axiale Schlitz
74 und die daran anschließende konusartige Erweiterung nicht sichtbar wären. In Montagestellung
ist die Innenleiterhülse 44 entsprechend gedreht angeordnet, so daß Anschlagflächen
76 der konusartigen Erweiterung am Ende 72 der Innenleiterhülse 44 dafür sorgen, daß
beim Aufschrauben der Anpreßmutter 40 und der daraus resultierenden translatorischen
Bewegung der Innenleiterhülse 44 in Fig. 1 entlang der Achse 36 nach links die Innenleiterhülse
44 derart auf das untere Ende des geschlitzten Innenleiters 26 geführt aufgeschoben
wird, daß der Innenleiter 26 innerhalb des axialen Schlitzes 74 zu liegen kommt.
[0023] Dadurch, daß die Breite des axialen Schlitzes 74 kleiner ist als der Außenumfang
des Steckerinnenleiters 26, wird der geschlitzte Abschnitt des Innenleiters 26 durch
die Innenleiterhülse 44 zusammengedrückt und kontaktiert dadurch den in der kreisförmigen
Ausnehmung 38 bei eingeschobenem Koaxialkabel angeordneten Innenleiter des Koaxialkabels.
[0024] Die aufgeschraubte Anpreßmutter 40 stellt eine Haltekraft zur Verfügung, welche sich
durch den Anschlag 50 auf die Kontakthülse 42 und durch den Anschlag 70 auf die Innenleiterhülse
44 überträgt. Die jeweiligen Hülsen 42 und 74 setzen diese Haltekraft in eine entsprechende
Kontaktkraft am Kontaktzahn 66 bzw. am geschlitzten und zusammengedrückten Teil des
Innenleiters 26 im Hohlraum 32 um.
[0025] Wie sich aus der vorangegangenen Beschreibung in Zusammenhang mit Fig. 1 ergibt,
erfolgt somit eine selbsttätige kontaktierung des Innenleiters und des Außenleiters
des Koaxialkabels mit dem Außenleiter 18 und dem Innenleiter 26 des Koaxialsteckers
10 einfach durch Festschrauben der Anpreßmutter 40. Weitere Kontaktierungsschritte
sind nicht erforderlich.
[0026] Vor der Montage des Koaxialsteckers 10 an einem Koaxialkabel wird dieser in folgender
Weise vormontiert. In das offene kabeleinlaufseitige Ende 16 des Koaxialsteckers 10
wird zunächst die Innenleiterhülse 44 und anschließend die am Ende 70 der Innenleiterhülse
44 anschlagende Kontakthülse 42 eingeführt. Daraufhin wird die Anpreßmutter 40 lediglich
so weit auf das kabeleinlaufseitige Ende 16 des Koaxialsteckers 10 aufgeschraubt,
daß ein steckerseitiger umlaufender Rand 78 der Anpreßmutter 40 das Außengewinde 48
des kabeleinlaufseitigen Endes 16 des Koaxialsteckers 10 passiert hat. Danach wird
der umlaufende Rand 78 der Anpreßmutter 40 derart eingerollt, daß der Innendurchmesser
des umlaufenden Randes 78 kleiner ist als der Außendurchmesser des Außengewindes 48
am kabeleinlaufseitigen Ende 16 des Koaxialsteckers 10. Dadurch ist ein wederabschrauben
der Anpreßmutter 40 verhindert, und durch den Anschlag des Endes 50 der Kontakthülse
42 an der Anschlagfläche 52 innerhalb der Anpreßmutter 40 werden die Hülsen 42 und
44 innerhalb des Hohlraums 32 des Koaxialsteckers 10 gehalten.
[0027] In diesem Zustand wird der Koaxialverbinder 10 an einen Endanwender abgegeben und
besteht aus lediglich einem zu handhabenden Teil. Durch ein offenes Ende 80 der Anpreßmutter
40 ist nunmehr ein Koaxialkabel koaxial durch die Anpreßmutter 40, durch die Kontakthülse
42 und mit einer Innenleiterisolierung am Ende 70 der Innenleiterhülse 44 anschlagend
einführbar. Hierbei muß das Koaxialkabel vom Endanwender lediglich derart vorbereitet
werden, daß der Innenleiter des Koaxialkabels abisoliert ist und über eine vorbestimmte
Strecke entlang der Achse 36 frei liegt. Dieser Innenleiter wird beim Einschieben
des Koaxialkabels in den Koaxialstecker 10 durch eine axiale Bohrung 82 in der Innenleiterhülse
44 geführt, so daß der Innenleiter innerhalb der kreisförmigen Ausnehmung 38 des Innenleiters
26 des Koaxialsteckers 10 zu liegen kommt. Nachdem das Koaxialkabel in dieser Weise
durch die Anpreßmutter 40 und durch die Kontakthülse 42 hindurch eingeführt ist, erfolgt
das Festziehen der Anpreßmutter 40 mittels weiteren Aufschraubens auf das Außengewinde
48 des kabeleinlaufseitigen Endes 16 des Koaxialsteckers 10.
[0028] Durch die aufschraubende Betätigung der Anpreßmutter 40 werden, wie oben näher erläutert,
die Hülsen 42 und 44 entsprechend axial zur Achse 36 in Fig. 1 nach links verschoben,
und es kommt zu einer entsprechend selbsttätigen Kontaktierung von Innenleiter und
Außenleiter des Koaxialkabels. Dies erfordert, wie unmittelbar klar ist, kein besonderes
Spezialwerkzeug, und die Verbindung zwischen Koaxialstecker 10 und Koaxialkabel 84
ist in einem einzigen Schritt mit einem einzigen Handgriff ohne zusätzliche Maßnahmen
kontaktsicher und dauerhaft hergestellt. Gleichzeitig mit der Kontaktierung erfolgt,
wie oben bereits erläutert, mittels der Zähne 68 der Kontakthülse 42 eine entsprechende
Fixierung des Koaxialkabels innerhalb des Koaxialsteckers 10 in der Art einer Zugentlastung.
[0029] Fig. 2 zeigt den Koaxialwinkelstecker 10 in vormontiertem Zustand. Die Hülsen 42
und 44 sind in das kabeleinlaufseitige Ende 16 des Koaxialsteckers 10 in der dargestellten
Reihenfolge eingeschoben, und zusätzlich ist durch die Öffnung 80 der Anpreßmutter
40 ein Koaxialkabel 84 mit einem Außenleiter 86 und einem Innenleiter 88 und einer
Mantelisolierung 90 (Fig. 4) eingeschoben. Die Anpreßmutter 40 ist lediglich so weit
auf das kabeleinlaufseitige Ende 16 des Koaxialsteckers 10 aufgeschraubt, daß der
umlaufende Rand 78 der Anpreßmutter 40 das Gewinde 48 passiert hat. Wie in Fig. 2
dargestellt, ist der umlaufende Rand 78 eingerollt, so daß die Anpreßmutter 40 nicht
mehr abschraubbar ist. Somit hält die Anpreßmutter 40 die beiden Hülsen 42 und 44
innerhalb des Koaxialsteckers 10 in dessen kabeleinlaufseitigem Ende 16.
[0030] Das eingeschobene Koaxialkabel 84 ist lediglich derart vorbereitet, daß der Innenleiter
88 um eine vorbestimmte Strecke abisoliert ist. Weitere Abisolierungen um vorbestimmte
Strecken von der Mantelisolierung oder des Dielektrikums 96 (Fig. 6) sind nicht erforderlich.
[0031] Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Koaxialkabel 84 derart in den Koaxialstecker
10 eingeschoben, daß der Innenleiter 88 in der kreisförmigen Ausnehmung 38 des Innenleiters
26 des Koaxialsteckers 10 zu liegen kommt. Die Innenleiterhülse 44 befindet sich in
Bezug auf die Achse 36 in einer axial solchen Position, daß zwei Kontaktlaschen 92
und 94 des Innenleiters 26 nicht zusammengedrückt werden.
[0032] Fig. 4 veranschaulicht den Zustand des Koaxialsteckers 10 mit Koaxialkabel 84 nach
dem Festschrauben der Anpreßmutter 40. Wie sich unmittelbar aus einem Vergleich von
Fig. 2 mit 4 ergibt, erfolgt durch das Festschrauben der Anpreßmutter 40 eine axiale
Bewegung der Hülsen 42 und 44 entlang der Achse 36 in Fig. 2 und 4 nach links. Dadurch
gleitet die abgeschrägte Fläche 62 des stirnseitigen Endes 60 der Kontaktlasche 58
der Kontakthülse 42 an der konusartigen Verengung 64 im kabeleinlaufseitigen Ende
16 des Koaxialsteckers 10 ab, wobei die Kontaktlaschen 58 in der in Fig. 4 dargestellten
Weise radial nach innen gedrückt werden. Dadurch bohren sich die Kontaktzähne 68 und
66 in die Mantelisolation 90 des Koaxialkabels 84. Durch die hebelartige Ausbildung
der Kontaktlaschen 48 und eine entsprechende Wahl der Maße von Koaxialstecker 10 und
Hülse 42 schneidet der erste Kontaktzahn 66, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich,
durch die Mantelisolation 90 hindurch und kontaktiert den Außenleiter 86. Demgegenüber
schneidet der zweite Kontaktzahn 68 lediglich in die Mantelisolation 90 und sorgt
damit für eine entsprechende Halterung des Koaxialkabels 84 im kabeleinlaufseitigen
Ende 16 des Koaxialsteckers 10. Auf diese Weise sind Halte- bzw. Zugkräfte, welche
auf das Koaxialkabel 84 wirken, von dem kontaktierenden Kontaktzahn 66 abgehalten,
so daß der Kontakt zwischen Kontaktzahn 66 und dem Innenleiter 86 des Koaxialkabels
84 keinen wechselnden Kräften unterworfen ist.
[0033] Fig. 5 veranschaulicht den Zustand des unteren Endes des Innenleiters 26 des Koaxialsteckers
10 im Hohlraum 32. Ebenso wie die Kontakthülse 42 wird die Innenleiterhülse 44 beim
Festschrauben der Anpreßmutter 40 axial in Fig. 4 nach links entlang der Achse 36
verschoben, so daß die Innenleiterhülse 44 mit ihrem axialen Schlitz 74 über den Innenleiter
26 des Koaxialsteckers 10 gleitet und so die Kontaktlaschen 92 und 94 des Innenleiters
26 des Koaxialsteckers 10 derart zusammendrückt, daß diese den Innenleiter 88 des
Koaxialkabels 84 kontaktieren.
[0034] Durch eine Haltekraft der Anpreßmutter 40 in festgeschraubtem Zustand bleiben die
Hülsen 42 und 44 unter entsprechender axialer Krafteinwirkung auf deren jeweilige
Anschlagflächen 50 und 70 in ihrer in Fig. 4 dargestellten Position fixiert, wobei
die axiale Krafteinwirkung für eine entsprechende Kontaktkraft an den Kontaktstellen
zum Außenleiter 86 und Innenleiter 88 des Koaxialkabels 84 sorgt.
[0035] Wie somit ebenfalls unmittelbar aus Fig. 2 - 6 hervorgeht, erfolgt eine Kontaktierung
des Außenleiters 86 und Innenleiters 88 des Koaxialkabels 84 selbsttätig durch einfaches
Aufschrauben der Anpreßmutter 40. Hierbei ist klar, daß die Schraubverbindung auch
durch eine entsprechend andere Halteverbindung zwischen Anpreßmutter 40 und kabeleinlaufseitigem
Ende 16 des Koaxialsteckers 10 ersetzt werden kann, beispielsweise durch einen Bajonettverschluß
oder einen Schiebeverschluß. Mit Ausnahme des entsprechenden Abisolierens des Innenleiters
88 des Koaxialkabels 84, dem Einführen in das offene Ende 80 der Anpreßmutter 40 und
dem Festschrauben der Anpreßmutter 40 sind keine weiteren Arbeitsgänge zum Kontaktieren
erforderlich. Es ist lediglich bevorzugt in einer Seitenwand 99 des kabeleinlaufseitigen
Außenleiters 18 des Koaxialsteckers 10 eine beispielsweise kreisförmige Sichtöffnung
vorgesehen, durch die hindurch eine Bedienungsperson vor dem Festziehen der Anpreßmutter
40 feststellen kann, ob der Innenleiter 88 des eingeschobenen Koaxialkabels 84 in
der vorbestimmten Position in der kreisförmigen Ausnehmung 38 angelangt ist oder nicht.
Diese Öffnung wird nach dem Festziehen der Anpreßmutter 40 und der dadurch erfolgenden
entsprechenden Kontaktierung von Außenleiter 86 und Innenleiter 88 des Koaxialkabels
84 in geeigneter Weise verschlossen, beispielsweise durch einen einschraubbaren Deckel.
1. Koaxialverbinder (10) zum Anschluß eines Koaxialkabels (84) mit einem Innenleiter
(88) und einem Außenleiter (86), wobei der Koaxialverbinder (10) mit einer Überwurfmutter
(40) versehen ist, welche kabelseitig am Koaxialverbinder (10) festlegbar ist,
gekennzeichnet durch
ein erstes Kontaktmittel (42), das an wenigstens zwei radial gegenüberliegenden Stellen
von außen durch eine Mantelisolierung (90) des Koaxialkabels (84) hindurch den Außenleiter
(86) kontaktiert,
ein zweites Kontaktmittel (26, 34, 38), das an wenigstens zwei radial gegenüberliegenden
Stellen den abisolierten Innenleiter (88) kontaktiert,
ein erstes Klemmittel (64),das eine axiale Bewegung der Überwurfmutter (40) bei deren
Befestigen am Koaxialverbinder (10) in eine bezüglich des Koaxialkabels (84) radial
einwärts gerichtete Bewegung des ersten Kontaktmittels (42) in eine Kontaktstellung
mit dem Außenleiter (86) und eine Haltekraft der Überwurfmutter (40) in eine auf das
erste Kontaktmittel (42) wirkende Kontaktkraft umsetzt, und
ein zweites Klemmittel (44), das eine axiale Bewegung der Überwurfmutter (40) bei
deren Befestigen am Koaxialverbinder (10) in eine bezüglich des Koaxialkabels (84)
radial einwärts gerichtete Bewegung des zweiten Kontaktmittels (26, 34, 38) in eine
Kontaktstellung mit dem Innenleiter (88) und eine Haltekraft der Überwurfmutter (40)
in eine auf das zweite Kontaktmittel (26, 34, 38) wirkende Kontaktkraft umsetzt.
2. Koaxialverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kontaktmittel
(42) derart angeordnet ist, daß es sich axial an der Überwurfmutter (40) abstützt.
3. Koaxialverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Klemmittel
(44) derart angeordnet ist, daß es sich axial an dem ersten Kontaktmittel (42) abstützt.
4. Koaxialverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kontaktmittel eine Kontakthülse (42) ist, welche das in den Koaxialverbinder
(10) eingeschobene Koaxialkabel (84) radial umgibt, wobei sich in Richtung des Koaxialverbinders
(10) eine Kontaktzange (54) mit wenigstens zwei Kontaktlaschen (58) erstreckt.
5. Koaxialverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kontaktlasche (58)
an einer inneren, dem Koaxialkabel (84) zugewandten Seite wenigstens einen Kontaktzahn
(66, 68) aufweist.
6. Koaxialverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Kontaktzähne
(66, 68) einer Kontaktlasche (58) derart angeordnet sind, daß in Kontaktstellung des
ersten Kontaktmittels (42) wenigstens ein erster Kontaktzahn (66) durch die Mantelisolation
(90) hindurch den Außenleiter (86) kontaktiert und wenigstens ein zweiter Kontaktzahn
(68) lediglich in die Mantelisolation (90) des Koaxialkabels (84) hineinragt bzw.
eindringt.
7. Koaxialverbinder nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktzähne
(66, 68) in axialer Richtung (36) hintereinander angeordnet sind, wobei der erste
Kontaktzahn (66) koaxialverbinderseitig angeordnet ist.
8. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste Klemmittel eine radial konusförmige Verengung (64) des Koaxialverbinders (10)
ist, an der freie stirnseitige Enden (60) der Kontaktlaschen (58) der Kontaktzange
(54) beim Befestigen der Überwurfmutter (40) derart anschlagen, daß sich die Kontaktlaschen
(58) der Kontaktzange (54) bezüglich des Koaxialkabels (84) radial nach innen in eine
Kontaktstellung verbiegen.
9. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontakthülse (42) aus einem, insbesondere metallischen, Leiter gefertigt ist.
10. Koaxialverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Kontaktmittel ein Innenleiter (26) des Koaxialverbinders (10) ist,
welcher eine kabelseitige Spannzange (34, 38) mit wenigstens zwei Kontaktlaschen (92,
94) aufweist.
11. Koaxialverbinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (26)
des Koaxialverbinders (10) hohl ist.
12. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Klemmeinrichtung eine den abisolierten Innenleiter (88) des Koaxialkabels
(84) radial umgreifende Innenleiterhülse (44) ist, an deren dem Innenleiter (26) des
Koaxialverbinders (10) zugewandten Ende (72) ein axialer Schlitz (74) mit sich in
Richtung Innenleiter (26) des Koaxialverbinders (10) konisch erweiternder Klemmfläche
(76) ausgebildet ist, wobei der Schlitzdurchmesser kleiner ist als der Außenumfang
der Spannzange (26, 34, 38).
13. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich
ein von der Konusfläche (76) abgewandtes Ende (70) der Innenleiterhülse (44) an dem
ersten Kontaktmittel (42) axial abstützt.
14. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenleiterhülse (44) aus einem Isolator, insbesondere ausKunststoff, gefertigt
ist.
15. Koaxialverbinder nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenleiterhülse (44) zur Aufnahme des abisolierten Innenleiters (88) des Koaxialkabels
(84) eine axiale Bohrung (82) aufweist.
16. Koaxialverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem vormontierten Zustand des Koaxialverbinders die Kontakt- und Klemmittel
(26, 34, 38; 42; 44; 64) in diesem angeordnet sind und ein koaxialverbinderseitiger
umlaufender Rand (78) der Überwurfmutter (40) derart eingerollt ist, daß dieser einen
kleineren Durchmesser aufweist als ein auf dem Koaxialverbinder (10) für die Überwurfmutter
(40) angeordnetes Befestigungsmittel (48).
17. Koaxialverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwurfmutter (40) am Koaxialverbinder (10) mittels eines Schraubverschlusses
(48, 46), eines Schnappverschlusses oder eines Bajonettverschlusses festlegbar ist.
18. Koaxialverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwurfmutter (40) an ihrem äußeren Umfang eine Sechskantfläche aufweist.
19. Koaxialverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Koaxialverbinder (10) ein Koaxialstecker, ein Koaxialwinkelstecker, eine Koaxialbuchse
oder eine Koaxialwinkelbuchse ist.