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EP 0 918 908 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2001 Patentblatt 2001/12 |
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Anmeldetag: 16.08.1996 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9600/284 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9807/930 (26.02.1998 Gazette 1998/08) |
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AUSLÖSUNG EINES REINIGUNGS-, LÜFTUNGS- UND/ODER DESINFEKTIONSVORGANGES
TRIGGERING OF A CLEANING, VENTILATION, AND OR DISINFECTION PROCESS
DECLENCHEMENT D'UN PROCESSUS DE NETTOYAGE, DE VENTILATION ET/OU DE DESINFECTION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.1999 Patentblatt 1999/22 |
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Patentinhaber: CWS INTERNATIONAL AG |
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CH-6340 Baar (CH) |
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Erfinder: |
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- EHRENSPERGER, Markus
CH-8442 Hettlingen (CH)
- MEIER, Hans-Peter
CH-8158 Regensberg (CH)
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Vertreter: Frauenknecht, Alois J. et al |
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c/o PPS Polyvalent Patent Service AG,
Waldrütistrasse 21 8954 Geroldswil 8954 Geroldswil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-85/01560 GB-A- 2 190 112
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DE-A- 3 514 640 US-A- 5 251 340
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und auf Anwendungen
des Verfahrens.
[0002] Bekannt ist eine selbstreinigende Toilette der Firma CWS International AG, Baar,
welche einen, sich nach der Betätigung der Wasserspülung drehenden Toilettensitz aufweist.
Die Auslösung der Drehung erfolgt in einer Version durch einen elektrischen Kontakt
(Mikroschalter; IR-Sensor), welcher mit dem Betätigungshebel des Spülkastens verbunden
ist. In der zweiten Version treibt das einlaufende Spülwasser, bzw. das Wasserleitungsnetz
eine Turbine an, welche über einen Generator die Antriebsmotoren für die Toilettensitz
-Reinigung, und -Desinfektion in Bewegung setzen.
[0003] Die bekannten Anordnungen haben sich in praxi grundsätzlich bewährt. Es hat sich
aber gezeigt, dass bei der Installation und bei der Wartung Verantwortlichkeits- und
Kompetenzprobleme entstehen, da die Installation nicht vom ordentlichen Sanitärmonteur
betreut werden kann. Zusätzlich hat eine Verbindung der Steuer- und Antriebseinheit
der Vorrichtung mit dem Spülkasten, aufgrund der sehr spezifischen Anordnung weitere
Nachteile, wie die von ungewollten Inbetriebnahmen, sowie eine systembedingte Störanfälligkeit.
[0004] Gattungsgemässe Verfahren und Geräte sind in der WO85/01560 (entspricht dem Oberbegriff
des Anspruchs 1) publiziert, wobei im Nahbereich eines Wasserausflusses, z.B. einer
Duschbrause ein Schallsensor angeordnet ist, der durch ein akustisches Signal initiiert
ein Solenoid-Ventil aktiviert und damit den Wasserfluss berührungslos steuert. Der
Abgleich der resultierenden Signalspannung erfolgt in einer Verstärkerschaltung und
an einer Gleichrichterbrücke mit einem sogenannten Differenzier-Netzwerk und erlaubt
eine nur rudimentäre Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten. Dieses Gerät ist somit
auf Einzelanwendungen beschränkt, mehrere gleichartig ausgerüstete, nebeneinander
befindliche Wasserausflüsse würden sich gegenseitig initiieren und aktivieren.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen physikalisch/technischen Vorgang nur dann
auszulösen, wenn dieser vom Benutzer oder Betreiber der Anlage gewollt ist. Auslösungen
durch unvollständige Spül- und/oder Einlaufvorgänge sind ebenfalls zu eliminieren;
der auszulösende Vorgang muss betriebssicher erfolgen. Es müssen auch mehrere benachbarte
Einlauf- und/oder Spülvorgänge möglich sein, ohne dass diese einander beeinflussen.
[0006] Ausserdem soll im übrigen Gerätebereich kein Eingriff notwendig sein; die Verantwortung
des Installations- und Wartungspersonals muss klar geregelt werden können, ohne dass
diesem branchenfremde Aufgaben zufallen.
[0007] Der Erfindungsgegenstand soll weitere nassraumbezogene Anwendungen erlauben, die
über die direkte Toilettenbenutzung hinausgehen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Die im Patentanspruch erwähnte Zuordnung eines Schallsensors im Nahbereich des Einlaufs
einer Flüssigkeit bewirkt eine erste, räumliche und selektive Differenzierung beim
Vorhandensein mehrerer gleicher oder ähnlicher Schallquellen. Das Verfahren ergibt
eine verbesserte Unterscheidung der auslösenden Schallquelle von eventuell vorhandenen
Störquellen.
[0010] Durch eine Spektralanalyse lässt sich die Dimensionierung des Filters und damit das
Verfahren optimieren.
[0011] In nachfolgenden abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
charakterisiert.
[0012] Zur Eichung des spezifischen Vorganges eignet sich vorteilhafterweise das Verfahren
nach Anspruch 2.
[0013] Nach der Eichung lässt sich die Aktivierung des physikalisch/technischen Gerätes
nach Anspruch 3 reproduzierbar realisieren; dies erlaubt insbesondere unvollständige
Spülund/oder Einlaufvorgänge zu erkennen. Ebenfalls werden bei der Benutzung entstehende,
andere Einlaufvorgänge sicher als solche erkannt, bzw. eine ungewollte Aktivierung
des Gerätes kann nicht erfolgen.
[0014] Eine Bandfilterung gemäss der Vorrichtung nach Anspruch 4 ist besonders geeignet
zur Überwachung des Einlaufs der Spülung in eine Toilettenschüssel.
[0015] Hervorragend und wirtschaftlich zu realisieren ist aktives Bandfilter nach Anspruch
5.
[0016] Die Vorrichtung nach Anspruch 6, aufgebaut aus vier handelsüblichen Operationsverstärkern
ist sehr effizient.
[0017] Besonders vorteilhaft ist das in Anspruch 7 erwähnte Elektret-Mikrofon, aufgrund
seiner selektiven Empfangscharakteristik und seiner robusten Ausgestaltung.
[0018] Eine Anwendung nach Anspruch 8 verhindert eine unzeitige Auslösung eines Reinigungsvorgangs
an einem Toilettensitz.
[0019] Zusätzlich entsteht der grosse praktische Vorteil, dass die Reinigung und Desinfektion
völlig autonom zur übrigen Sanitärinstallation ist und somit bei der Montage und auch
beim Unterhalt der Geräte eine klare fachgebietliche Trennung zwischen Sanitärinstallateur
und Apparatelieferant bzw. Apparatetechniker gewährleistet ist.
[0020] Die Steuerung der Absaugvorrichtung in einer Toilette und/oder im Toilettenraum nach
Anspruch 9 lässt eine energetisch günstige Lüftung zu und verhindert unangenehme Zugerscheinungen.
[0021] Ebenfalls können geruchsbindende Vorgänge ausgelöst werden, Anspruch 10, wenn diese
nötig sind, d.h. unzweckmässige und materialverbrauchende, regelmässige Auslösungen
im Zusammenhang mit den ordentlichen Türbetätigungen, können eliminiert werden.
[0022] Anwendungen gemäss Anspruch 11 können zur Reduktion des Wasserverbrauchs genutzt
werden; zudem erlauben sie den Einbezug weiterer Reinigungsvorgänge in Zusammenhang
mit der Benutzung, beispielsweise einer öffentlichen Toilette.
[0023] Nach Anspruch 12 lassen sich zusätzlich vorhandene Geräte sperren und/oder aktivieren,
um beispielsweise deren Benutzung nur in Verbindung mit einer kontrollierten Toilettenbenutzung
zu erlauben.
[0024] Anhand von Zeichnungen werden nachfolgend Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
näher beschrieben.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild einer elektronischen Schaltung zur Durchführung des Verfahrens,
- Fig. 2
- das Flussdiagramm zu einem Programm, welches eine Eichung und Anpassung des Schallsensors
und der Auswerteschaltung an die Charakteristik der Schallquelle erlaubt,
- Fig. 3
- den Ablauf der Signalerkennung zur Auslösung eines ordnungsgemässen Reinigungszyklus
eines Toilettensitzes und
- Fig. 4
- eine vereinfachte Darstellung einer Toilette mit Reinigungs- und Desinfiziervorrichtung
und einer gezielten Absaugung von unangenehmen Gerüchen am Ort ihres entstehens.
[0026] In Figur 1 ist ein handelsüblicher Vierfachverstärker mit A100 bezeichnet. Dieser
besteht aus hintereinander geschalteten Operationsverstärkern A1 bis A4, welche entsprechend
ihrer Funktion in üblicher Weise geschaltet bzw. rückgekoppelt sind.
[0027] Die Verstärkerkette besteht somit aus einem einzigen vierstufigen Breitband-Operationsverstärker
A100; bewährt hat sich ein Typ LM 837N (National Semiconductors, USA).
[0028] Diesem Operationsverstärker A100 wird ein Eingangssignal e, das frequenz-selektive
Ausgangssignal eines Schallsensors, zugeführt; das verstärkte und demodulierte Steuersignal
ist mit S bezeichnet. Die charakteristische Erdung des Verstärkers A100 ist aus elektrischen
und sicherheitstechnischen Gründen notwendig.
[0029] Wesentlich ist, dass die Charakteristik der spezifischen Schallquelle reproduzierbar
gespeichert ist. Diesem Zweck dient ein Eichprogram, welches in Fig. 2 aufgezeichnet
ist.
[0030] Ein Speicherwert ml ist in einem nichtflüchtigen Speicher (EEprom) als Initialwert
vorgegeben und zu einem Entscheidungsknoten D1 geführt und auf dessen Plausibilität
geprüft. Am einen Ausgang des Entscheidungsknotens D1 befindet sich ein Grundwert-Speicher
M1, der den geprüften Wert ml als Initialwert speichert; am zweiten Ausgang von D1
ist ein Funktionselement F1 geschaltet, welches als Status-Anzeige (LED) ausgebildet
ist. Nachgeschaltet ist ein weiterer Entscheidungsknoten D2, welcher über eine Rückführung
die Tastenstellung, den Einschaltzustand, überprüft. Der Ausgang von D2 ist zu einem
Funktionselement F2, einem Elektret-Mikrofon geführt, an dessen Ausgang ein weiterer
Entscheidungsknoten D3, die Höhe des Signalpegels überprüft und über F3 eine Verzögerungszeit
vom 200 ms (Totzeit) schaltet. Nach diesen 200 ms tritt wiederum ein Funktionselement
F4, das Elektret-Mikrofon in Funktion. Der nachgeschaltete Knoten D4 überprüft den
Signalpegel erneut; ein Element F5 schaltet eine Verzögerungszeit von 500 ms. Mit
einem Element F6 erfolgen anschliessend 10 Messungen, aus denen ein Mittelwert gebildet
wird. Dieser wird einem Element F7 zugeführt und im Element F8, der LED-Anzeige bestätigt.
[0031] Ein weiterer Entscheidungsknoten D5 prüft, ob der Vorgang genügend oft, im vorliegendem
Fall ein Spülvorgang dreimal vollständig wiederholt wurde und zwischen den einzelnen
Vorgängen eine Wartezeit von 20 s eingehalten wurde; Diese Zeitspanne entspricht der
minimalen Füllzeit des Spülkastens. Die Prüfung erfolgt über das Element F9, zusammen
mit den Entscheidungsknoten D4 und D3. Verläuft die Prüfung positiv, so wird aus den
drei vorherigen Vorgängen ein einziger Mittelwert gebildet, durch F10.
[0032] Die nachfolgenden Funktionselemente F11 bis F13 haben die Aufgaben einen Sicherheitswert
zu addieren, den resultierenden Wert zu speichern, wiederum im EEprom, und die Signalanzeige
zu setzen.
[0033] Sämtliche resultierenden Werte sind Bestandteil der neuen Grundeinstellung M2.
[0034] Die Auslösung eines Reinigungszyklus erfolgt nach Fig. 3 durch die dort dargestellte
Mikrofon Signal-Analyse. Hier wird von einem an sich bekannten Steuerprogramm (Hauptprogramm)
das Signal e1 eingelesen; F14 schaltet das Mikrofon zu, D6 überprüft dessen Signalpegel
anhand des vorgegebenen und durch den Eichvorgang ermittelten einzigen Mittelwertes,
auf seinen Minimalpegel.
[0035] Beim unterschreiten des Minimalpegels, wird ein Signal e2 generiert, welches das
ablaufende Programm wieder auf das Hauptprogramm zurücksetzt.
[0036] Die nachgeschalteten Elemente F15 und F16 bewirken eine Verzögerung von 200 ms und
ein erneutes Zuschalten des Mikrofons. Der Entscheidungsknoten D7 prüft zusammen mit
D6 den zulässigen Pegelwert nochmals. Die anschliessenden Funktionselemente F17 und
F18 üben eine Zählfunktion aus; sie dienen zusammen mit einem weiteren Verzögerungselement
F20 welches auf 50 ms eingestellt ist, eine zeitliche Überprüfung des Signalflusses
auf seine Kohärenz, wobei D8 das Nullsetzen der Zähler kontrolliert und ein entsprechendes
Steuersignal S abgibt, wenn das Mikrofon, d.h. das Element F19 keine neue Signale
liefert.
[0037] Das Steuersignal S startet das Funktionselement F100 mit seinem Aktuatoren wie Antriebsmotoren,
Sprühventilen etc.
[0038] In der praktischen Anwendung befinden sich die Schaltungsanordnungen Fig. 1 bis Fig.
3 in einer Toilette mit selbstreinigendem Toilettensitz, in Fig. 4 mit 1 bezeichnet.
[0039] Die Toilette 1 besitzt eine Reinigungseinheit 2 mit elektronischer Steuerung. An
Scharnieren 3 ist ein Deckel 5 mit Lagerungen für einen Sitz 4 angelenkt. Das Ganze
befindet sich auf einem handelsüblichen Klosett-Becken 6; der Deckel 5 liegt über
Auflagen 7 auf diesem auf.
[0040] Im Inneren des Beckens 6 befindet sich ein Wassereinlauf 8 für den notorisch bekannten
Spülvorgang. Ein entsprechender Auslaufstutzen 10, ist in Teilschnittdarstellung zu
sehen; daneben befindet sich eine Bohrung 9, in welcher etwas zurückversetzt, ein
Elektret-Mikrofon M angeordnet ist. Dieses liefert ein Ausgangsignal e das zu einer
hier nicht näher dargestellten Klemme geführt ist.
[0041] Der Stutzen 10 ist in üblicher Weise mit einem Wasserzufluss 11 verbunden, der zu
einem Spülkasten - mit H
2O bezeichnet - führt. Quer in den Wasserzufluss 11 führt ein Absaugrohr 12, welches
durch einen Ventilator 15 Gase G zu einer Abluft-Düse 16 transportiert.
[0042] Ist das Mikrofon M entsprechend den Bedingungen nach dem Program der Fig. 3 mit Schall,
durch den Einlaufvorgang der Spülung, beaufschlagt worden, so wird ein Steuersignal
S generiert, welches eine Reinigungs- und Desinfektionsstation 14 ausfährt und gleichzeitig
über hier nicht dargestellte Antriebsmotoren den Klosett-Sitz 4 in Pfeilrichtung r
dreht.
[0043] Am oberen Teil des Deckels der Reinigungseinheit 2 befindet sich die LED-Statusanzeige
13. Zur Speisung dient ein üblicher Netzanschluss 17.
[0044] Sämtliche verwendeten Komponenten sind handelsüblich; die Programmierung des EEproms
erfolgte ebenfalls konventionell, das verwendete Elektretmikrofon (Panasonic, JP;
TypWM 56A103) weist eine untere Grenzfrequenz von 2 KHz auf, so dass wesentlich Umgebungsgeräusche
gar nicht ausgewertet werden.
[0045] An Stelle der in Fig. 4 dargestellten Ansteuerung eines Ventilators 15, zur Absaugung
von unangenehmen Gerüchen, hat sich auch eine direkte Zuschaltung eines Abluftventils
(Danfos, DK; Typen EVISIT) mit einer Einleitung in die Gebäudeentlüftung bewährt.
Zur Vermeidung von störenden Zugerscheinungen und zur Energieeinsparung ist die Lüftungsdauer,
nach jeder Betätigung der Klosettspülung, auf 5 Min. begrenzt.
[0046] Der Erfindungsgegenstand eignet sich zur gezielten Aktivierung von zahlreichen Vorgängen,
welche in Zusammenhang mit der Benutzung von Toiletten und Waschräumen zweckmässig
sind. Denkbar ist u.a. auch die Auslösung von periodischen Reinigungsvorgängen, beispielsweise
der Flutung von Toiletten nach einer gewissen Anzahl von Spülvorgängen, etc.
[0047] Bezeichnungsliste
- 1
- Toilette mit selbstreinigendem Toilettensitz
- 2
- Reinigungseinheit mit elektr. Steuerung
- 3
- Scharnier
- 4
- Sitz (Brille)
- 5
- Deckel mit Lagerung
- 6
- Klosett-Becken
- 7
- Auflagen
- 8
- Wassereinlauf (Spülung)
- 9
- Bohrung (für Mikrofon)
- 10
- Auslaufstutzen
- 11
- Wasserzufluss (Rohr zum Spülkasten)
- 12
- Absaugrohr (Gerüche)
- 13
- Statusanzeige
- 14
- Reinigungs- und Desinfektionsstation (ausfahrbar)
- 15
- E1 Ventilator
- 16
- Ausblas-(Abluft)- Düse
- 17
- Netzanschluss
- A1-A4
- Stufen Operationsverstärker
- A100
- Vierfach-OP (Breitbandverstärker)
- D1-Dn
- Entscheidungsknoten
- e-e2
- Eingangssignale
- F1-Fn
- Funktionselement
- G
- Abluft (Gase)
- m1
- Speicherwert
- M
- Elektret-Mikrofon (Schallsensor)
- M1
- Grundeinstellung (Signalwert)
- M2
- geänderte, neue Grundeinstellung (Signalwert)
- r
- Rotationsrichtung (Toilettensitz)
- S
- Steuersignal
1. Verfahren zur Auslösung eines Reinigungs-, Lüftungs-, Desinfektions- und/oder Deodorierungsvorganges
in Wasch- und/oder Toilettenräumen, mittels eines im Nahbereich eines Spül- und/oder
Einlaufvorganges einer Flüssigkeit angeordneten Schallsensors mit abgleichbarem Signalverstärker
und Filter, dadurch gekennzeichnet, dass dem Signal-Verstärker ein Frequenz-Bandfilter
vorgeschaltet ist, welches auf den charakteristischen Spektralbereich des auslösenden
Vorganges abgestimmt ist, in welchem die Schallfrequenzen mit der maximalen Energie
liegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spül- und/oder Einlaufvorgang
wenigstens zweimal wiederholt wird und dass das vom Schallsensor abgegebene Ausgangssignal,
nach dessen Verstärkung, auf seinen zu erwartenden Signalpegel überprüft wird, und
dass beim gleichen Spül- und/oder Einlaufvorgang, aus mehreren, sequenziellen Messungen,
ein Mittelwert gebildet wird, welcher zusammen mit dem Mittelwert wenigsten eines
weiteren Spül- und/oder Einlaufvorgangs als Summenmittelwert in einem nichtflüchtigen,
elektronischen Speicher als Grundeinstellung gespeichert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Schallsensor abgegebene
Ausgangssignal, nach dessen Analyse, nach einer zeitlichen Verzögerung wiederholt
einer Vergleichsschaltung zugeführt wird, welche dieses mit einem vorgegebenen Signalwert
vergleicht, dass dabei die zeitliche Dauer des Signals überprüft, und dass erst dann
das physikalisch/technische Gerät aktiviert wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Auslösung eines Reinigungs-, Lüftungs-,
Desinfektions-, und/oder Deodorierungsvorganges in Wasch- und/oder Toilettenräumen,
mittels eines im Nahbereich eines Spül- und/oder Einlaufvorganges einer Flüssigkeit
angeordneten Schallsensors mit abgleichbarem Signalverstärker und Filter, nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, in einer Toilette, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallsensor
(M) in der Toilettenschüssel, oberhalb des Spül-Einlaufs (8) oder neben diesem, angeordnet
ist und dass das Nutzsignal (e1) zur Aktivierung des physikalisch/technischen Gerätes
im Bereich von 8 kHz +/- 1 kHz liegt und eine Halbwertsbreite von weniger als 1 kHz
aufweist, wobei das ausgewertete Nutzsignal (e1) auf das individuelle Spektrum des
auslösenden Vorgangs angepasst ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schallsensor (M) ein
aktives Bandfilter 2. Ordnung nachgeschaltet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schallsensor (M)
vier Operationsverstärker (A1-A4) nachgeschaltet sind, wobei der erste (A1) eine Signalverstärkung
von wenigstens einem Faktor 50, der zweite (A2) eine Signalverstärkung von wenigstens
dem Faktor 5 aufweist und zugleich als Bandfilter geschaltet ist, dass der dritte
Operationsverstärker (A3) ein Demodulator ist, und dass der vierte Operationsverstärker
(A4) zur Gewinnung eines Schaltsignals als Stromverstärker geschaltet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallsensor
(M) ein Elektret-Mikrofon ist.
8. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das zu aktivierende Gerät eine Vorrichtung zur Reinigung und Desinfektion eines
Toilettensitzes ist.
9. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das zu aktivierende Gerät eine Absaugvorrichtung in der Toilette und/oder im
Toilettenraum ist.
10. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das zu aktivierende Gerät eine Spray- und/oder Verdunstungs-Vorrichtung zur Desinfektion
und/oder Deodorierung eines Toilettenraumes ist.
11. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das zu aktivierende Gerät ein elektromechanisches Wasserventil einer Spülung,
eines Pissoirs oder in Verbindung mit einer Toilette ist.
12. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das zu aktivierende Gerät ein elektromechanisches Relais ist, welches weitere
Geräte wie Seifenspender, Handtuchspender, Dusch- und/oder Trocknungsgeräte zur Benutzung
freigibt.
1. A method for triggering a cleaning, ventilating, disinfecting and/or deodorising operation
in washrooms and/or toilet rooms, by means of an acoustic sensor arranged in close
proximity to a flushing and/or inflow operation of a liquid and having an adjustable
signal amplifier and filter, characterised in that a frequency band filter is connected
upstream of the signal amplifier and is tuned to the characteristic spectral range
of the triggering operation in which the sound frequencies with the maximum energy
lie.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the flushing and/or inflow operation
is repeated at least twice and in that the output signal emitted by the acoustic sensor
is checked, after its amplification, for the expected signal level, and in that a
mean value is determined from a plurality of sequential measurements for the same
flushing and/or inflow operation, the said mean value being stored, together with
the mean value of at least one further flushing and/or inflow operation, as a sum
mean value in a non-volatile, electronic memory as the basic setting.
3. A method according to Claim 2, characterised in that the output signal emitted by
the acoustic sensor is repeatedly fed, after its analysis and after a time delay,
to a comparator circuit which compares the output signal with a preset signal value,
in that the duration of the signal is checked in this operation, and in that only
then is the physical/technical device activated.
4. Apparatus for carrying out the method for triggering a cleaning, ventilating, disinfecting
- and/or deodorising operation in washrooms and/or toilet rooms, by means of an acoustic
sensor arranged in close proximity to a flushing and/or inflow operation of a liquid
and having an adjustable signal amplifier and filter, according to one of Claims 1
to 3, in a toilet, characterised in that the acoustic sensor (M) is arranged in the
toilet bowl above the flushing inflow (8) or therebeside and in that the useful signal
(e1) for activating the physical/technical device lies within the range 8 kHz +/-
1 kHz and has a half-value width of less than 1 kHz, the analysed useful signal (e1)
being matched to the individual spectrum of the triggering operation.
5. Apparatus according to Claim 4, characterised in that a 2nd order active band filter
is connected downstream of the acoustic sensor (M).
6. Apparatus according to Claim 4 and 5, characterised in that four operational amplifiers
(A1-A4) are connected downstream of the acoustic sensor (M), the first (A1) having
a signal amplification of at least a factor of 50, the second (A2) having a signal
amplification of at least a factor of 5 and at the same time being operated as a band
filter, in that the third operational amplifier (A3) is a demodulator, and in that
the fourth operational amplifier (A4) is operated as a current amplifier to obtain
a switching signal.
7. Apparatus according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the acoustic sensor
(M) is an electret microphone.
8. Application of the method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the device to be activated is an apparatus for cleaning and disinfecting a toilet
seat.
9. Application of the method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the device to be activated is a suction apparatus in the toilet and/or in the toilet
room.
10. Application of the method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the device to be activated is a spraying and/or evaporating apparatus for disinfecting
and/or deodorising a toilet room.
11. Application of the method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the device to be activated is an electromechanical water valve of a flushing system
or of a urinal, or is in connection with a toilet.
12. Application of the method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the device to be activated is an electromechanical relay which releases further devices
such as soap dispensers, towel dispensers, shower and/or drying devices, for use.
1. Procédé de déclenchement d'un processus de nettoyage, de ventilation, de désinfection
et/ou d'enlèvement des odeurs dans des cabinets de toilette et/ou toilettes au moyen
d'un capteur acoustique, disposé au voisinage d'un processus de chasse et/ou d'écoulement
d'un liquide, avec un amplificateur de signaux doté d'une possibilité d'équilibrage
et un filtre, caractérisé en ce qu'un filtre passe-bande de fréquences, monté en amont
de l'amplificateur de signaux, est accordé sur le domaine spectral caractéristique
du processus de déclenchement, dans lequel se situent les fréquences acoustiques avec
l'énergie maximale.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le processus de chasse et/ou
d'écoulement est réitéré au moins deux fois, en ce que le niveau prévisible du signal
de sortie, fourni par le capteur acoustique, est vérifié après l'amplification de
ce signal, et en ce qu'une valeur moyenne, pour un même processus de chasse et/ou
d'écoulement, est formée à partir de plusieurs mesures séquentielles, cette valeur
étant mémorisée comme valeur moyenne totale, avec la valeur moyenne d'au moins un
autre processus de chasse et/ou d'écoulement, dans une mémoire électronique rémanente
comme réglage de base.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le signal de sortie fourni
par le capteur acoustique, après son analyse, est retransmis après un temps de retard
à un circuit comparateur qui le compare à une valeur de signal prédéfinie, en ce que
la durée du signal est alors vérifiée, et en ce que l'appareil physico-technique n'est
activé qu'après.
4. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé de déclenchement d'un processus de nettoyage,
de ventilation, de désinfection et/ou d'enlèvement des odeurs dans des cabinets de
toilette et/ou toilettes au moyen d'un capteur acoustique, disposé au voisinage d'un
processus de chasse et/ou d'écoulement d'un liquide, avec un amplificateur de signaux
doté d'une possibilité d'équilibrage et un filtre, suivant l'une des revendications
1 à 3, dans des toilettes, caractérisé en ce que le capteur acoustique (M) est disposé
dans la cuvette au-dessus de l'écoulement d'eau de chasse (8) ou à côté de ce dernier,
et en ce que le signal utile (e1) pour l'activation de l'appareil physico-technique
se situe dans la gamme de 8 kHz +/- 1 kHz et présente une largeur de valeur moyenne
de moins de 1 kHz, le signal utile analysé (e1) étant adapté au spectre individuel
du processus de déclenchement.
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'un filtre passe-bande
actif d'ordre 2 est monté en aval du capteur acoustique (M).
6. Dispositif suivant les revendications 4 et 5, caractérisé en ce que quatre amplificateurs
opérationnels (A1 - A4) sont montés en aval du capteur acoustique (M), le premier
(A1) présentant un facteur d'amplification des signaux d'au moins 50, le deuxième
(A2) ayant un facteur d'amplification d'au moins 5 et étant simultanément monté comme
filtre passe-bande, en ce que le troisième amplificateur opérationnel (A3) est un
démodulateur, et en ce que le quatrième amplificateur opérationnel (A4) est monté
comme amplificateur de courant pour obtenir un signal de commutation.
7. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le capteur
acoustique (M) est un microphone à électret.
8. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que l'appareil à activer est un dispositif pour le nettoyage et la désinfection d'un
siège de toilettes.
9. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que l'appareil à activer est un dispositif d'aspiration dans des toilettes et/ou dans
un cabinet de toilette.
10. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que l'appareil à activer est un dispositif de pulvérisation et/ou d'évaporation pour
désinfecter et/ou désodoriser un cabinet de toilette.
11. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que l'appareil à activer est un robinet d'eau électromécanique d'une chasse, d'un
urinoir ou en liaison avec des toilettes.
12. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que l'appareil à activer est un relais électromécanique, qui débloque pour l'utilisation
d'autres appareils, tels que distributeurs de savon, distributeurs d'essuie-mains,
appareils de douche et/ou de séchage.