[0001] Die Erfindung betrifft eine Reflektorantenne zum gleichzeitigen Empfang der Strahlungsfelder
von n≥2 im Orbit zueinander azimutal versetzt positionierten Satelliten, wobei die
Reflektorantenne einen insbesondere parabolischen Reflektor, sowie von n auf einer
Linie im Brennbereich des Reflektors angeordneten Strahlungserregern zum Empfang von
polarisierter Strahlung hat, wobei die Strahlungserreger im Brennbereich in festen
geometrischen Abständen zueinander angeordnet sind, derart, daß jeweils ein Strahlungserreger
einer Strahlungsquelle eines Satellits zugeordnet ist und der Abstand der Strahlungserreger
dem insbesondere azimutalem Versatz der zu empfangenden Strahlungsquellen der Satelliten
entspricht.
[0002] Die gegenwärtig für den Mehrfachempfang von Satellitenquellen verfügbaren Antennenlösungen
beruhen auf der gegenseitig winkelversetzten Anordnung mehrerer Erregersysteme im
Brennbereich eines Reflektors oder auf der Horizontalbewegung eines Erregersystems
innerhalb des Brennbereiches des Reflektors. Hierbei bestehen die Erregersysteme in
beiden Fällen aus passiven Hohlwellenstrahlern, denen jeweils ein Konvertermodul mit
Low-Noise-Konverter nachgekoppelt ist. Im ersten Fall besteht die bekannte Lösung
folglich in der Multiplizierung des gesamten Erregersystems, bestehend aus Strahler-
und Konvertierungskomponente, wobei sich einerseits die entsprechenden Kostenpositionen
vervielfachen und andererseits der Rückwirkungsquerschnitt leitfähiger Störungen im
Brennbereich des Reflektors erhöht wird. Desweiteren steigt der empfängerseitige steuerungsbedingte
Aufwand mit der Anzahl der zu steuernden Erregersysteme. Der zweite Fall erfordert
für die bekannte horizontale Linearbewegung des Erregersystems die notwendige Aktorik
in Form eines motorisch-mechanischen Bewegungsapparates sowie einer zugeordneten Ansteuerung.
Die auf dieser Basis bekannten Lösungen lassen darüber hinausgehend die in Abhängigkeit
von der jeweiligen Konstellation zwischen Zielorbitposition und Standort des Empfängersystems
wirksamen Veränderungen bzw. Drehungen der Polarisationsebene unberücksichtigt und
bedingen somit unter dem Einfluß der jeweiligen Polarisationsverluste eine Reduzierung
der Systemgüte der Antennenanordnung. Im Fall der verfahrbaren Erregersysteme ist
zudem die Ausrichtung der Reflektorantenne nur schwer von ungeübten Laien durchzuführen,
da sie eine genaue Bestimmung der von dem Erregersystem anzufahrenden Positionen erfordert.
[0003] Aus der EP 0 707 357 ist eine gattungsgemäße Antenne bekannt. Diese Reflektorantenne
weist ein planares Anregungsnetzwerk zur Auskopplung der jeweiligen Wellenfelder auf.
Die Reflektorantenne weist einen Eingangsignalverstärker für alle Strahlungserreger
auf. Der Eingang des Eingangssignalverstärkers wird mittles Schalter mit dem jeweiligen
Strahlungserreger verbunden. Durch die Verwendung eines normalen Schalters wird das
Signal verzerrt. Das Signal wird daher bevor es verstärkt wird bereits , nachhaltig
gestört und geschwächt. Durch die nachträgliche Verstärkung werden die durch den Schalter
verursachten Störungen ebenfalls mitverstärkt, wodurch das verstärkte Signal mit einem
starken Rauschen behaftet ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Multifocus-Reflektorantenne bereitzustellen, deren
technischer Aufbau im Vergleich zu den bekannten Systemen des Standes der Technik
vereinfacht ist und deren Ausgangssignale weniger stark verrauscht sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mittels einer Reflektorantenne mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Durch die Verwendung nur eines marktüblichen Low-Noise-Konverters für alle Strahlungserreger,
besteht die Reflektorantenne vorteilhaft aus nur wenigen Komponenten, wodurch im Vergleich
zu den bekannten Multifocusantennen die Antenne kostengünstiger herstellbar ist, da
Low-Noise-Konverter bedingt durch ihren komplizierten Aufbau einen erheblichen Teil
der Herstellungskosten der Reflektorantenne verursachen. Auch wird durch die Verwendung
nur eines Low-Noise-Konverters bei der erfindungsgemäßen Reflektorantenne Gewicht
eingespart und kann die Reflektorantenne von ihren äußeren Abmessungen her kleiner
hergestellt werden. Auch wird vorteilhaft die Betriebssicherheit erhöht, da nur ein
statt der sonst mehreren Konverter benötigt wird.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform hat der Low-Noise-Konverter n Eingänge, einen
Umschalter, einen Mischer und mindestens einen "local oscillator" (LO) zur Erzeugung
einer Vergleichsfrequenz, wobei die Ausgangssignale der Eingangsverstärker eines Strahlungserregers
in den Eingang eines Low-Noise-Konverters einspeisbar sind, und der Umschalter einen
der Eingänge wahlweise mit dem Mischer verbindet. Der Umschalter besteht dabei aus
zwei Pfaden, die jeweils durch extrem rauscharme insbesondere HEMT (high electron
mobility transistors) Transistoren gebildet sind, wobei die Transistoren entweder
in den Verstärker- oder Sperrbetrieb schaltbar sind. Die Eingänge der Transistoren
bilden die Eingänge des Low-Noise-Konverters. Die Ausgänge sind auf einen gemeinsamen
Signalpfad gekoppelt, der zum Mischer führt. Der im Verstärkerbetrieb arbeitende Transistor
bildet dabei den aktiven Pfad zum Mischer für das ausgekoppelte Wellenfeld desjenigen
Strahlungserregers, der mit dem jeweiligen Eingang des Low-Noise-Konverters in Verbindung
ist.
[0008] Wählt man n=2, so kann ein handelsüblicher Low-Noise-Konverter verwendet werden.
Dabei ist zu beachten, daß handelsübliche Low-Noise-Konverter lediglich zwei Eingänge
aufweisen, wobei jeder Eingang für ein aus dem Hohlwellenstrahler ausgekoppeltes polarisiertes
Wellenfeld eines Erregersystems bestimmt ist. Mittels des im Low-Noise-Konverters
integrierten Umschalters wird jeweils nur ein Eingang auf den nachgeschalteten Mischer
geschaltet. Bei der erfindungsgemäßen Reflektorantenne wird dieser Umschalter jedoch
nicht dafür benutzt, zwischen zwei verschiedenartig polarisierten Wellenfeldern hin
und her zu schalten, sondern dient dazu, zwischen den beiden Erregersystemen hin und
her zu schalten. Mittels einer vorgeschalteten Verstärker-Schaltstufe wird dabei jeweils
einem Eingang des Low-Noise-Konverters das vertikal oder horizontal polarisierte vorverstärkte
ausgekoppelte Wellenfeld des dem Eingang zugeordneten Erregersystems aufgeschaltet.
Jeder Strahlungserreger der Reflektorantenne hat hierbei vorteilhaft einen Hohlwellenstrahler
definierter Berandung und Geometrie, der mittels eines Hohlwellenleitersegmentes angeregt
wird. Das Hohlleitersegment ist derart ausgebildet, daß die n Hohlwellenstrahler in
ihren Abständen zueinander fixiert sind, wobei die Abstände entsprechend den azimutal
versetzten Satellitensystemen gewählt sind. Mittels des im Ausführungsbeispiel angegebenen
Abstandes der Hohlwellenstrahler zueinander, kann die erfindungsgemäße Reflektorantenne
vorteilhaft fast in ganz Europa verwendet werden.
[0009] Mittels eines planaren Anregungsnetzwerks aus zwei in einer Ebene räumlich orthogonal
zueinander angeordneten Mikrostreifenleitern definierter Geometrie und Berandung,
wobei die Geometrie und Berandung den Wellenwiderstand des Mikrostreifenleiters und
die optimale Anpassung an die nachgeschalteten Komponenten bestimmt, werden bei jedem
Erregersystem zwei zueinander orthogonal und linear polarisierte Wellenfelder ausgekoppelt
und zu den zugeordneten Eingängen des Low-Noise-Konverters geführt. Das Anregungsnetzwerk
besteht dabei aus einer Kombination aus Microstrip- und Triplate-Wellenleitern.
[0010] Zur Steuerung der Eingangssignalverstärker, der den Eingangsverstärkern nachgeordneten
polarisationsselektierenden Steuerschaltungen, des Umschalters, des Mischers und der
"local oscillator" (LO) besitzt die Reflektorantenne eine Steuereinheit. In Abhängigkeit
der vom nachgeschalteten Satellitenreceiver angeforderten Satellitensignale eines
bestimmten Satelliten steuert die Steuereinheit die Vergleichsfrequenz des Mischers
durch Ansteuerung der "local-oscillators", sowie den Signalpfad mittels des Umschalters
des Low-Noise-Konverters, sowie der Eingangsverstärker und der Steuerschaltungen der
Erregersysteme.
[0011] Nachfolgend wird eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reflektorantenne anhand
von Figuren näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine Prinzipskizze des parabolischen Reflektors;
- Figur 1a:
- eine Draufsicht auf die Reflektorantenne mit im Brennbereich angeordneten Hohlwellenstrahlern;
- Figur 2:
- eine Querschnittsansicht und eine Draufsicht eines Hohlwellenleiterstrahlers;
- Figur 3:
- eine Querschnittsansicht und eine Draufsicht eines Anregungshohlwellenleiters;
- Figur 4:
- eine Draufsicht eines Anregungsnetzwerks;
- Figur 4a:
- eine weitere Ausführungsform des Anregungsnetzwerks;
- Figur 5:
- Blockschaltbild des Reflektors mit nachgeschalteter Elektronik incl. Low-Noise-Konverter
und Satellitenreceiver;
- Figur 6:
- Draufsicht auf die Komponentenaufnahme;
- Figur 7:
- Geographische Abhängigkeit des Gewinnwert-Niveaus der Antennenanordnung für den Fall
eines gewählten Abstandes der Achsen der Hohlwellenstrahler von A = 73mm;
- Figuren 8 und 8a:
- Querschnittsdarstellung der gesamten Reflektorantenne bzgl. der mechanischen Kopplung
der Komponenten der Darstellungen 2 bis 4.
[0013] Figur 1 ist eine Prinzipskizze des parabolischen Reflektors (1). Die aus der Einfallsrichtung
auf dem Reflektor 1 auftreffenden Satellitensignale werden vom Reflektor 1 im Brennbereich
fokussiert. Im Brennbereich ist wie aus Figur 1a ersichtlich, das Strahlermodul 2
fest bzw. starr zum Reflektor angeordnet. Das Strahlermodul 2 trägt die Strahlungserreger
3, bestehend aus der Komponentenaufnahme, aus jeweils zwei Hohlwellenstrahlern 8.1
und 8.2 gemäß Figur 2, dem Hohlwellenleitersegment gemäß Figur 3, dem planaren Anregungs-
und Kopplungsnetzwerk gemäß Figur 4. Die Hohlwellenstrahler 8.1 und 8.2, das Hohlwellenleitersegment
sowie das planare Anregungs- und Kopplungsnetzwerk sind gemäß Figur 8 zueinander angeordnet.
[0014] Die Abmessungen der Achse des Reflektors 1 betragen für den zu empfangenden Frequenzbereich
von 10.70 bis 12.75 GHz für die große Achse Dv=81cm sowie für die kleine Achse Dh=72cm.
[0015] Gemäß der Figur 1a wird im Brennbereich des benannten Reflektors 1 eine Zeile von
n = 2 gleichartigen Strahlungserregern angeordnet indem der Strahlungserreger im Brennbereich
des Reflektors 1 im Offsetmodus sowie der Strahlungserreger in einer horizontalen
Distanz a1 vom Strahlungserreger positioniert wird, wobei die Distanz a1=64mm für
den Fall beträgt, daß die Antennenanordnung innerhalb der geographischen Begrenzungen
50 Grad nördlicher Breite und 62 Grad nördlicher Breite bzw. 10 Grad westlicher Länge
und 30 Grad östlicher Länge eingesetzt wird, sowie a1=73mm für den Fall beträgt, daß
die Antennenanordnung innerhalb der geographischen Begrenzungen 45 Grad nördlicher
Breite und 55 Grad nördlicher Breite bzw. 10 Grad westlicher Länge und 30 Grad östlicher
Länge verwendet wird. Die Strahlungserreger werden jeweils aus einer passiven Strahlerkomponente
sowie einem aktiven Signalpfad gebildet. Die passiven Strahlerkomponenten werden als
Hohlwellenleiterstrahler 8 mit den geometrischen Abmessungen sowie der Berandung gemäß
der Figur 2 konfiguriert. Als Materialien werden bevorzugt Aluminium/Aluminium-Druckguß
oder Messing/Messing-Druckguß oder Zink/Zink-Druckguß verwendet. Der Hohlwellenleiterstrahler
8 wird als rotationssymmetrische Rillenanordnung derart ausgeführt, daß ein erstes
Rillensegment mit dem Durchmesser i8 sowie der Tiefe s1 mit einem zweiten Rillensegment
mit dem Durchmesser i6 sowie der Tiefe s2-s6 gekoppelt wird indem sich die beiden
Rillensegmente mit dem Maß s1-s6 überlappen. Das zweite Rillensegment wird mit einem
dritten Rillensegment der Tiefe s3-s7 sowie dem Durchmesser i4 überlappt wobei die
Überlappungshöhe s2-s7 beträgt. Das dritte Rillensegment schließt ein Hohlwellenleitersegment
mit dem Durchmesser i1 sowie der Lange s4-s8 ein, wobei die Überlappungshöhe zwischen
dem dritten Rillensegment und dem Hohlwellenleitersegment s3-s8 beträgt. Die Rillenbreite
des dritten Rillensegmentes beträgt (i4-i3)/2 und erweitert sich in einer Höhe s9
gemessen von der Strahlereintrittsfläche auf den Wert (i4-i2)/2. Das Hohlwellenleitersegment
mit dem Durchmesser i1 wird axial mittels eines Hohlwellenleitersegments der geometrischen
Länge s5-s4 sowie mit dem Durchmesser 2r1 verlängert. Das erste und zweite Rillensegment
werden in einer radialen Distanz (i7-i6)/2 voneinander überlappt; das zweite und dritte
Rillensegment werden in einer radialen Distanz (i5-i4)/2 voneinander überlappt. Das
dritte Rillensegment sowie das anschließende Hohlwellenleitersegment werden in einer
radialen Distanz (i3-i2)/2 voneinander überlappt. Die Wellenauskopplung erfolgt über
ein planares Anregungsnetzwerk 9 gemäß der Figur 4, wobei das Anregungsnetzwerk 9
derart ausgeführt ist, daß zwei orthogonale und elektromagnetisch entkoppelte Wellenpfade
die getrennte Auskopplung linear horizontal bzw. linear vertikal polarisierter Feldkomponenten
der in den Hohlwellenleiterstrahler einfallenden Wellenfelder gewährleisten. Wie in
Figur 4 dargestellt, besteht das Anregungsnetzwerk 9 aus zwei in einer Ebene angeordneten
Streifenleitern 10.1 mit der Längsabmessung z1 und der Querabmessung z4, sowie 10.2
mit der Längsabmessung z2 und der Querabmessung z3. Der Streifenleiter 10.2 wird in
einem Winkel von 90 Grad gegenüber dem Streifenleiter 10.1 eingekoppelt, wobei der
Streifenleiter 10.1 die parallele Achsenverlängerung des Triplate-Wellenleiters 14.1
der Längsabmessung x3 sowie der Querabmessung x4 bildet. Ferner besteht das Anregungsnetzwerk
9 aus einer leitfähigen Fläche 11 quadratischer Berandung mit der Kantenlänge p1 entsprechend
den in Figur 4 und der angehängten Bemassungsliste angegebenen Abmessungen, wobei
der Streifenleiter 10.1 in Kantenmitte auf eine zweier benachbarter und zueinander
senkrecht verlaufender Kanten der leitfähigen Fläche 11 getrennt durch einen Spalt
der Spaltbreite p6 gemäß der Darstellung 4, auf die leitfähige Fläche 11 führend angeordnet
wird, und der Streifenleiter 10.2 mittig auf die andere der zwei benachbarten und
zueinander senkrecht verlaufenden Kanten der leitfähigen Fläche 11 getrennt durch
einen Spalt der Spaltbreite p5 auf die leitfähige Fläche 11 führend angeordnet wird.
Durch die entsprechende Anpassung wird gewährleistet, daß bei jedem Strahlungserreger
3 zwei räumlich orthogonal und linear polarisierte Wellenfelder in der Signatur der
H
11-Welle ausgekoppelt werden. Das gekoppelte System aus Hohlwellenleiterstrahler 8 und
Anregungsnetzwerk 9 ist in dem aufgeführten Ausführungsbeispiel für den Spektralbereich
10.70 GHz und 12.75 GHz bemessen.
[0016] Außerhalb des Hohlwellenraumes des Hohlwellenleitersegmentes 13 mit dem Innenradius
r1 des Hohlwellenleiterstrahlers 8 werden die beiden Streifenleiter 10.1 bzw. 10.2
jeweils galvanisch mit dem Mikrostreifen des Triplate-Wellenleiters 14 gekoppelte,
wobei die Länge des Triplate-Wellenleiters 14.1 identisch der Ausdehnung der leitfähigen
Schirmung zuzüglich der Länge x2 ist und damit die Längsabmessung x3 sowie die Querabmessung
x4 aufweist und die Länge des Triplate-Wellenleiters 14.2 die Abmessung x5 sowie die
Querabmessung y6 beträgt. Hierbei entspricht die Länge des Triplate-Wellenleiters
der Ausdehnung der leitfähigen Schirmung zuzüglich der axialen Länge x2. Die Leiterlänge
x2 bildet somit die axiale Verlängerung des Mikrostreifens des Triplate-Wellenleiters
14.1 in den Hohlwellenleiterraum mit dem Innenradius r1 bzw. die Leiterlänge x1 die
axiale Verlängerung des Mikrostreifens des Triplate-Wellenleiters 14.2 in den Hohlwellenleiterraum
mit dem Innenradius r1. Die leitfähige Schirmung des Triplate-Wellenleiters 14.1 wird
gemäß der Figur 3 als leitfähige Berandung der Breite k2 in einer Höhe m5 über dem
Mikrostreifen des Triplate-Wellenleiters ausgeführt. Die leitfähige Schirmung des
Triplate-Wellenleiters 14.2 wird gemäß der Darstellung 3 als leitfähige Berandung
der Breite k2 in einer Höhe m5 über dem Mikrostreifen des Triplate-Wellenleiters ausgeführt.
Mittels Microstrip-Wellenleiter (15) erfolgt gemäß der Darstellung 4 die Kopplung
zwischen dem Triplate-Wellenleiter 14 und dem aktiven Signalpfad 7. Hierbei schließt
sich der Microstrip-Wellenleiter 15.1 mit der Querabmessung h3 axial an den Triplate-Wellenleiter
14.1 und der Microstrip-Wellenleiter 15.2 mit der Querabmessung h7 axial an den Triplate-Wellenleiter
14.2 an. Die Signalpfade 14.1, 15.1, 14.2 und 15.2 werden durch definierte leitfähige
Flächen gemäß der Figur 4 die mittels Durchkontaktierung mit der ganzflächig und unterseitig
durch den dielektrischen Basisträger TLY2 galvanisch voneinander getrennten angeordneten
leitfähigen Massefläche verbunden werden, kopplungsseitig getrennt, indem im Abstand
h2 vom Microstrip-Wellenleiter 15.1 ein leitfähiger Streifen 19.1 der Streifenbreite
h1 parallel zum Pfad 14.1, 15.1 geführt wird und im Abstand h8 parallel zum Pfad 14.2,
15.2 ein leitfähiger Streifen 19.2 der Streifenbreite h9 geführt wird. Zwischen den
beiden Leiterzügen der bezeichneten Signalpfade 14.1, 15.1 und 14.2, 15.2 wird eine
leitfähige Fläche 19.3 mit den Abmessungen h5, y1, y2, y3 sowie r1 gemäß der Figur
4 angeordnet, die mittels Durchkontaktierung mit der ganzflächig und unterseitig,
durch den dielektrischen Basisträger TLY-2 galvanisch voneinander getrennten angeordneten
leitfähigen Massefläche verbunden wird. Ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel
zeigt die Figur 4a. Hier werden die Signalpfade 14.1, 15.1 und 14.2, 15.2 durch definierte
leitfähige Flächen 19.1, 19.2, die mittels Durchkontaktierung mit der unterseitig,
durch den dielektrischen Basisträger TLY2 galvanisch voneinander getrennten, angeordneten
leitfähigen Massefläche verbunden werden, kopplungsseitig getrennt, indem im Abstand
h2' vom Triplate-Wellenleiter 14.1 ein leitfähiger Streifen der Streifenbreite h1'
parallel zum Pfad 14.1, 15.1 geführt wird und im Abstand h8' vom Triplate-Wellenleiter
14.2 parallel zum Pfad 14.2, 15.2 ein leitfähiger Streifen der Streifenbreite h9'
geführt wird, wobei die beiden geradlinig angeordneten leitfähigen Streifen entlang
der leitfähigen Hohlwellenleitersegmentberandung kreisförmig mit dem Innenradius r1'
sowie dem Außenradius r7 weitergeführt bzw. miteinander verbunden werden, indem der
kreisförmig verlaufende leitfähige Abschnitt gleichfalls mittels Durchkontaktierung
mit der unterhalb des dielektrischen Basisträgers angeordneten und hohlwellenleiterseitig
kreisförmig durch die radial mit dem Radius r1' verlaufende Innenkante des Hohlwellenleitersegmentes
begrenzten Massefläche leitfähig verbunden wird und gemäß der Darstellung 4 den leitfähigen
und mittels Durchkontaktierung mit der leitfähigen Massefläche verbundenen Berandungsabschnitt
19.1 sowie das leitfähige Kopplungssegment zwischen dem Hohlwellenleitersegment 13
und dem Hohlwellenleiterstrahler 8 bilden. Zwischen den beiden Leiterzügen der bezeichneten
Signalpfade 14.1, 15.1 und 14.2, 15.2 wird eine leitfähige Fläche mit der Streifenbreite
h5' sowie r1' gemäß der Darstellung angeordnet, die mittels Durchkontaktierung mit
der ganzflächig und unterseitig, durch den dielektrischen Basisträger TLY-2 galvanisch
voneinander getrennten, angeordneten leitfähigen Massefläche verbunden wird.
[0017] Innerhalb der Begrenzungslinien 20.1, 20.2 erfolgt die Ausstanzung des dielektrischen
Basisträgers TLY, so daß das außerhalb der Begrenzungslinien 20 resultierende dielektrische
Trägersegment innerhalb des Hohlwellenleiterprofils als Träger der Mikrostreifen 10.1
und 10.2 sowie der leitfähigen Fläche 11 strukturiert wird.
[0018] Die Art und Weise der mechanischen Zusammenführung der Komponenten der Figuren 2
bis 4 ist in der Figur 8 verdeutlicht.
[0019] Gemäß der Figur 5 besteht der aktive Signalpfad 7 aus den Eingangssignalverstärkerstufen
16.1, 16.2, 16.3 und 16.4, sowie der polarisationsselektierenden Steuerschaltung 17.
Der Signalpfad 7 bildet das schaltbare Kopplungsglied zwischen den Strahlungserregern
3 und dem Konvertermodul 5, welcher den Low-Noise-Konverter 21 beinhaltet. Mittels
des Umschalters 23 des Low-Noise-Konverters 21 wird der jeweilige Eingang 22 des Low-Noise-Konverters
21 aktiviert, wodurch die Ansteuerung des an diesen Eingang 22 angeschlossen Strahlungserreger
3.1 oder 3.2 erfolgt. Die Ansteuerung des Umschalters 23 wird über ein bevorzugt vom
Satellitenreceiver extern erzeugtes 0V/10V- oder 0V/12V-Signal vorgenommen. Die Polarisationssteuerung
erfolgt mittels eines ebenfalls bevorzugt extern generierten 14V/18V-Schaltsignals.
[0020] Die dielektrische Basis der Streifenleiter 10, Triplate-Wellenleiter 14, Microstrip-Wellenleiter
15, sowie des Signalpfades 7 wird mittels einer PTFE-Komposition der Dielektrizitätszahl
von 2.2 vorzugsweise TLY-2 der Basishöhe von 0.79mm gebildet.
[0021] Sowohl die n Strahlungserreger 3, die Hohlwellenleitersegmente 13 der zeilenförmig
positionierten n=2 Strahlungserreger 3, als auch die Komponenten des aktiven Signalpfades
7 werden gemäß der Figur 6 mittels der Komponentenaufnahme 18 mechanisch definiert
zueinander angeordnet, wobei für die Komponentenaufnahme 18 eine Trägerplatte ist,
die bevorzugt aus Aluminium/Aluminium-Druckguß, Messing/Messing-Druckguß oder Zink/Zink-Druckguß
besteht.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 1
- parabolischer Reflektor
- 2
- Strahlermodul
- 3
- Strahlungserreger
- 4
- Kopplungskomponenten
- 5
- Konvertermodul incl. Low-Noise-Konverter
- 6
- Strahlerkomponenten
- 7
- aktiver Signalpfad
- 8
- Hohlwellenstrahler
- 9
- Kopplungsnetzwerk
- 10.1
- Mikrostreifenleiter
- 10.2
- Mikrostreifenleiter
- 11
- quadratische leitfähige Fläche (Resonator)
- 12
- Spalt zwischen Mikrostreifenleiter 10 und Fläche 11
- 13
- Hohlwellenleitersegmente
- 14
- Triplate-Wellenleiter
- 15
- Microstrip-Wellenleiter
- 16.1 bis 16.4
- Eingangssignalverstärkerstufen
- 17
- selektive Steuerschaltung
- 18
- Komponentenaufnahme (Trägerplatte)
- 19.1 bis 19.3
- Mittels Durchkontaktierungen mit der Massefläche in Verbindung stehende leitende Flächen
- 20
- Steuereinheit
- 21
- Low-Noise-Konverter
- 22
- Eingänge des Low-Noise-Konverters
- 23
- Umschalter
- 24
- Mischer
- 25
- "local oscillator" (LO)
- 26
- Signal und/oder Steuerleitung
- 27
- Satellitenreceivereinheit
1. Reflektorantenne zum gleichzeitigen Empfang der Strahlungsfelder von n≥2 im Orbit
zueinander azimutal versetzt positionierten Satelliten, wobei die Reflektorantenne.einen
insbesondere parabolischen Reflektor (1), sowie eine Anzahl von n auf einer Linie
im Brennbereich des Reflektors (1) angeordneten Strahlungserregern (3; 3.1; 3.2) zum
Empfang von polarisierter Strahlung hat, und die Strahlungserreger (3; 3.1; 3.2) im
Brennbereich in festen geometrischen Abständen A zueinander angeordnet sind, derart,
daß jeweils ein Strahlungserreger (3; 3.1; 3.2) einer Strahlungsquelle eines Satellits
zugeordnet ist und der Abstand A der Strahlungserreger (3; 3.1; 3.2) dem insbesondere
azimutalem Versatz der zu empfangenden Strahlungsquellen der Satelliten entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß
- ein planares Anregungsnetzwerk (8) zwei zueinander orthogonal und linear polarisierte
Wellenfelder aus jedem Strahlungserreger (3; 3.1; 3.2) auskoppelt, und
- daß mittels eines Kopplungsnetzwerks (9) die ausgekoppelten Wellenfelder jeweils
auf den Eingang von rauschangepaßten zugehörigen Eingangssignalverstärkern (16.1;
16.2; 16.3; 16.4) geschaltet sind, und
- daß die Eingangssignalverstärker (16, 17) wahlweise zwischen einem Verstärkungs-
und einem Sperrbetrieb schaltbar sind, und daß das Ausgangssignal jedes Eingangssignalverstärkers
(16, 17) in einen Low-Noise-Konverters (21) einspeisbar ist, wobei der Low-Noise-Konverter
(21) n Eingänge (22), einen Umschalter (23), einen Mischer (24) und mindestens einen
"local oscillator (LO)" (25) zur Erzeugung einer Vergleichsfrequenz hat, wobei das
Ausgangssignal eines Eingangssignalverstärkers (16,17) eines Strahlungserregers (3.1;3.2)
in einen zugeordneten Eingang (7,22) des Low-Noise-Konverters (21) einspeisbar ist,
und der Umschalter (23) einen der Eingänge (7,22) wahlweise mit dem Mischer (24) verbindet.
2. Reflektorantenne Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strahlungserreger (3.1; 3.2) einen Hohlwellenstrahler (8) definierter Berandung
und Geometrie hat, der mittels eines Hohlwellenleitersegmentes (13) angeregt wird.
3. Reflektorantenne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das planare Anregungsnetzwerk (8) aus zwei in einer Ebene räumlich orthogonal zueinander
angeordneten Mikrostreifenleitern (10.1; 10.2) definierter Geometrie und Berandung
hat, wobei die Geometrie und Berandung den Wellenwiderstand des Mikrostreifenleiters
(10.1; 10.2) und die optimale Anpassung an die nachgeschalteten Komponenten bestimmt.
4. Reflektorantenne nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektorantenne eine Steuereinheit (20) hat, die die Eingangssignalverstärker
(16), den Umschalter (23), den Mischer (24) und die "local oscillator (LO)" (25) steuert.
5. Reflektorantenne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektorantenne mittels einer Signal- und/oder Steuerleitung (26) in elektrischer
Verbindung mit einer Satellitenreceivereinheit (27) ist, und die Steuereinheit (20)
mit der Satellitenreceivereinheit (27) kommuniziert und steuerbar ist.
1. A reflector antenna for simultaneous reception of the radiation fields of n≥2 satellites
positioned azimuthally offset to each other in orbit, where the reflector antenna
has a reflector (1) in particular parabolic, and a number n of radiation exciters
(3; 3.1; 3.2) arranged on a line in the focal area of the reflector (1) to receive
polarised radiation, and the radiation exciters (3; 3.1; 3.2) are arranged at fixed
geometric distances A from each other in the focal area such that each radiation exciter
(3; 3.1; 3.2) is allocated to one radiation source of a satellite and the distance
A of the radiation exciters (3; 3.1; 3.2) corresponds to the in particular azimuthal
offset of the radiation sources of the satellites to be received,
characterised in that
- a planar excitation network (8) decouples from each radiation exciter (3; 3.1; 3.2)
two wave fields polarised linear and orthogonal to each other, and
- in that by means of a coupling network (9) the decoupled wave fields are each switched to
the input of noise-adapted respective input signal amplifiers (16.1; 16.2; 16.3; 16.4),
and
- in that the input signal amplifiers (16, 17) can be switched optionally between an amplification
and a blocking mode, and in that the output signal of each input signal amplifier (16, 17) can be fed into a low-noise
converter (21), the low-noise converter (21) having n inputs (22), a switch (23),
a mixer (24) and at least one "local oscillator (LO)" (25) to generate a comparison
frequency, where the output signal of an input signal amplifier (16, 17) of a radiation
exciter (3.1; 3.2) can be fed into an allocated input (7, 22) of the low-noise converter
(21), and the switch (23) connects one of the inputs (7, 22) optionally with the mixer
(24).
2. A reflector antenna according to claim 1, characterised in that each radiation exciter (3.1; 3.2) has a hollow wave radiator (8) of defined contour
and geometry which is excited by means of a hollow waveguide segment (13).
3. A reflector antenna according to claim 2, characterised in that the planar excitation network (8) has two strip transmission lines (10.1; 10.2) arranged
spatially orthogonal to each other in a plane and of defined geometry and contour,
where the geometry and contour determine the wave resistance of the strip transmission
line (10.1; 10.2) and the optimum adaptation to the subsequent components.
4. A reflector antenna according to any of the previous claims, characterised in that the reflector antenna has a control unit (20) which controls the input signal amplifier
(16), the switch (23), the mixer (24) and the "local oscillator (LO)" (25).
5. A reflector antenna according to claim 4, characterised in that the reflector antenna is electrically connected by means of a signal and/or control
line (26) with a satellite receiver unit (27), and the control unit (20) communicates
with the satellite receiver unit (27) and is controllable.
1. Antenne à réflecteur pour la réception simultanée des champs de rayonnement de n ≥
2 satellites positionnés en orbite en étant décalés en azimut les uns par rapport
aux autres, l'antenne à réflecteur comportant un réflecteur notamment parabolique
(1) ainsi qu'un nombre n d'excitateurs de rayonnement (3;3.1,3.2) disposés sur une
ligne dans la zone focale du réflecteur (1), pour la réception d'un rayonnement polarisé,
et les excitateurs de rayonnement (3;3.1,3.2) étant disposés dans la zone focale en
étant situés à des distances géométriques réciproques fixes A de telle sorte que respectivement
un excitateur de rayonnement (3;3.1;3.2) d'une source de rayonnement d'un satellite
est associé à une source de rayonnement d'un satellite et la distance A des excitateurs
de rayonnement (3;3.1;3.2) correspondant au décalage notamment azimutal des sources
de rayonnement, devant être reçues, des satellites,
caractérisée en ce
- qu'un réseau d'excitation planar (8) découple deux champs d'ondes, qui sont orthogonaux
entre eux et sont polarisés linéairement, par rapport à chaque excitateur de rayonnement
(3;3.1,3.2), et
- à l'aide d'un réseau de couplage (9), les champs d'ondes découplés sont appliqués
respectivement à l'entrée d'amplificateurs associés de signaux d'entrée (16.1;16.2;16.3;16.4),
qui sont adaptés du point de vue du bruit, et
- que les amplificateurs (16,17) des signaux d'entrée peuvent être commutés au choix entre
un fonctionnement d'amplification et un fonctionnement de blocage et que le signal
de sortie de chaque amplificateur (16,17) de signal d'entrée peut être introduit dans
un convertisseur à faible bruit (21), le convertisseur à faible bruit (21) comportant
n entrées (22), un commutateur (23), un mélangeur (24) et au moins un "oscillateur
local" LO (25) pour produire une fréquence de référence, le signal de sortie de l'amplificateur
de signal d'entrée (16,17) d'un excitateur de rayonnement (3.1,3.2) pouvant être introduit
à une entrée associée (7,22) du convertisseur à faible bruit (24), et le commutateur
(23) reliant l'une des entrées (7,22) au choix au mélangeur (24).
2. Antenne à réflecteur selon la revendication 1, caractérisée en ce que chaque excitateur de rayonnement (3.1,3.2) possède un émetteur creux d'ondes (8)
qui comporte un bord et une géométrie définis, et est excité à l'aide d'un segment
de guide d'ondes (13).
3. Antenne à réflecteur selon la revendication 2, caractérisée en ce que le réseau d'excitation planar (8) est formé par deux guides en forme de microbandes
(10.1;10.2), qui sont disposés perpendiculairement entre elles spatialement dans un
plan, la géométrie et le bord déterminant l'impédance caractéristique du conducteur
à microbandes (10.1:10.2) et l'adaptation optimale aux composants branchés en aval.
4. Antenne à réflecteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'antenne à réflecteur comporte une unité de commande (20), qui commande l'amplificateur
(16) du signal d'entrée, le commutateur (23), le mélangeur (24) et "l'oscillateur
local LO" (25).
5. Antenne à réflecteur selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'antenne à réflecteur est reliée électriquement à une unité formant récepteur de
satellite (27) au moyen d'une ligne (26) de transmission de signaux et/ou de commande
et que l'unité de commande (20) communique avec l'unité de réception de satellite
(27) et peut être commandée par cette unité.