[0001] Die Erfindung betrifft eine Garage, insbesondere eine Rampengarage, mit wenigstens
zwei Parkebenen, die über zwei Rampenanordnungen miteinander verbunden sind, wobei
die wenigstens zwei Parkebenen als horizontale Decks zwischen den Seitenbords eines
schwimmfähigen Schiffsrumpfs angeordnet sind, und mit wenigstens einer Brücke, die
nahe eines Seitenbords derart schwenkbar gelagert ist, daß die Brücke als Ausleger
über das benachbarte Seitenbord ausgeschwenkt werden und einen Zwischenraum zwischen
dem Seitenbord und einem Brücken-Widerlager auch bei unterschiedlichen Höhendifferenzen
überbrücken kann, wobei Brückenübergänge für mindestens zwei Fahrspuren ausgebildet
sind.
[0002] Bei der Deckung des Parkplatzbedarfs in Innenstädten stoßen. die Kommunen immer häufiger
an räumliche und finanzielle Grenzen. Neue Parkplätze sind unter den engen räumlichen
Verhältnissen von Innenstädten nur noch in geringem Umfang und unter erheblichen Kostenaufwand
zu schaffen. Dies liegt einerseits daran, daß Bauplätze für öffentliche Parkhäuser
nicht oder nur noch in engen Grenzen zur Verfügung stehen; anderseits können die Bauplätze
nur mit wenigen unterirdischen oder oberirdischen Parkebenen bebaut werden. Grenze
für die Zahl unterirdischer Ebenen ist das Grundwasserniveau; Grenze für die oberirdische
Bauweise sind Bebauungsrichtlinien, die nur eine geringe Anzahl von Parkhäuser nur
schwer und mit hohem Kostenaufwand in da städtebauliche Konzept einfügen.
[0003] Die Kommunen bieten daher zur Überwindung des dringenden Parkplatzbedarfs beispielsweise
sogenannte P+R-Parkplätze in relativ weit außerhalb der Stadtmitte liegenden Randzonen
an. Derartige Parkmöglichkeiten setzen aber die Bereitwilligkeit des Innenstadtbesuchers
zu längeren Fußmärschen oder zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel voraus. Bei
den für Kommunen äußerst wichtigen Käufern ist diese Bereitwilligkeit schon aus Gründen
der Bequemlichkeit nicht zu erwarten.
[0004] Die FR-A-7140687 beschreibt eine Garagenanlage in einem mehretagigen Schwimmkörper,
bei dem die einzelnen Etagen über Rampenanordnungen miteinander verbunden sind. Die
Garagenanlage ist über eine Stegbrücke mit dem Festland verbunden.
[0005] Aus der DE-OS 2 232 854 ist eine schwimmfähige Garagenanlage mit mehreren übereinander
liegenden Garagendecks, die nach Art eines Parkhochhauses durch Rampenanordnungen
miteinander verbunden sind. Die Parkgarage ist mit mindestens einer Höhenunterschiede
ausgleichenden Zufahrtsbrücke mit dem Festland verbunden. Die Parkbuchten sind im
rechten Winkel zu der Fahrspur angeordnet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schwimmfähige Parkgarage mit erhöhtem
Benutzerkomfort und erhöhter Sicherheit zur Verfügung zu stellen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Garage erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß auf allen Decks eine die beiden Rampenanordnungen verbindende
Mittelspur und fischgrätenartig angeordnete Parkplätze gebildet sind, wobei die Parkplätze
in einem spitzen Winkel zur Mittelspur-Fahrtrichtung angestellt sind, und
daß jedes Parkdeck ein Gefälle von der Mittschiffslinie zu den Seitenbords aufweist.
[0008] Die vorliegende Erfindung übernimmt die Vorteile der aus dem Stand der Technik bekannten
schwimmfähigen Garagenanlagen, weist darüber hinaus aber den Vorteil auf, daß auf
Grund der fischgrätenartigen Anordnung der Parkbuchten der Benutzerkomfort deutlich
erhöht ist. Die erfindungsgemäße Anordnung der Parkbuchten ermöglicht einen besonders
einfachen und schnellen Parkvorgang bei geringem Einschlagwinkel und eine optimale
Ausnutzung des Platzangebots auf dem Parkdeck. Ein Rücksetzen bzw. Rangieren der Fahrzeuge
ist zum Einparken nicht nötig
[0009] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist die Erhöhung der Fahrsicherheit. Ein Ablaufen
von Regen- und Spritzwasser ist dadurch gewährleistet, das jedes Parkdeck ein Gefälle
von der Mittschiffslinie zu den Seitenbords aufweist. Dadurch fließt Wasser von den
Parkdecks zu den Seitenbords ab, und die Fahrzeughalter können trockenen Fußes ihre
Fahrzeuge erreichen. Dies ist insbesondere bei schwimmfähigen Parkgaragen vorteilhaft,
da auf Grund der exponierten Lage der Parkgarage auf einem Gewässer mit einem erhöhten
Wassereintrag, beispielsweise durch Gischt oder schräg einfallenden Regen, zu rechnen
ist. Zur Erhöhung der Sicherheit ist es besonders vorteilhaft, alle Decks mit einem
rauen Bodenbelag auszustatten.
[0010] Ein vorteilhafter Aspekt der Erfindung liegt in der Schaffung eines neuen Produktbereichs
für die heimische Werftindustrie. Gerade die norddeutschen Hansestädte bieten ein
für den Einsatz der erfindungsmäßigen Garage besonders geeignetes Umfeld in Hafenbecken
oder an innenstadtnahen Landestegen. In zahlreichen Hafenstädten sucht die Werftindustrie
nach neuen Betätigungsfeldern. Da die erfindungsgemäße Parkgarage in einem schwimmfähigen
Schiffsrumpf angeordnet ist, leistet die Erfindung einen wesentlichen Beitrag bei
der Suche nach neuen Betätigungsfeldern und bietet eine für die Werftindustrie willkommene,
zukunftsorientierte neue Technologie. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis bei der Schaffung
neuen Parkraums ist gegenüber den herkömmlichen Parkhäusern in Festbauweise geradezu
gravierend vermindert.
[0011] Auch die betrieblichen Vorteile sind überraschend groß: Die neuen Parkgarage läßt
sich in den Verkehrsfluß im innstadtnahen Bereich einbinden - anders als bei herkömmlichen
Parkhäusern - in Stunden oder höchstens in wenigen Tagen. Die schwimmfähige Garage
wird in einer Werft gefertigt und mit Hilfe von Schleppern an die betriebliche Ankerstelle
befördert. Lediglich die äußere Anbindung der an sich fertigen Garage bedingt eine
kurze organisatorische und bauliche Störung des Umfeldes der Ankerstelle. Etwaige
Änderungen des Grundwasserspiegels oder Hochwasser- und Niedrigwasserzustände sind
für die schwimmende Parkgarage unproblematisch. Je nach Länge der Brückenkonstruktion
können Änderungen des Wasserspiegels von mehreren Metern kompensiert werden, ohne
daß der Betrieb und das Befahren der Parkgarage beeinträchtigt werden.
[0012] Ein- und ausfahrender Verkehr wird auf besonders vorteilhafte Weise dadurch voneinander
getrennt, daß im Bug- und Heckbereich des Schiffskörpers auf derselben Bordseite zwei
schwenkbare Brücken angeordnet sind, von denen die eine den Übergang für einfahrende
Fahrzeuge bildet und mit der einen Rampenordnung verbunden ist und die andere den
Übergang für ausfahrende Fahrzeuge bildet und mit der anderen Rampenordnung verbunden
ist. Die Fahrzeuge werden im Heckbereich des Schiffskörpers eingeleitet und im Bugbereich
wieder herausgeleitet, oder umgekehrt, wobei die Brücken selbst mehrere Einfahrt-
bzw. Ausfahrtspuren aufweisen können, die jeweils einer Parkebene zugeordnet sind.
[0013] Vorzugsweise ist mindestens eine Parkebene im Rumpf zwischen den beiden Seitenbords
angeordnet. Offenbare Bullaugen in den Seitenbords dienen als Lichtzutrittsöffnungen
und sorgen - in geöffnetem Zustand - für eine natürliche Belüftung.
[0014] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind drei Parkdecks übereinander zwischen
den Seitenbords eingezogen. Dem obersten Deck sind Mittel zum Halten und Spannen wenigstens
einer das Oberdeck abdeckenden Zeltbahn zugeordnet, wobei die Zeltbahn eine besonders
einfache und kostengünstige Überdachung des Oberdecks und der auf diesem abgestellten
Fahrzeuge darstellt. Im Sommer schützt sie die Fahrzeuge vor übermäßiger Aufheizung.
Im Winter wird sie entfernt.
[0015] Der Verkehr kann dadurch optimal gesteuert werden, daß jeder Brückenfahrspur eine
Schranke zugeordnet ist. Eine derartige Schranke kann auf dem Festland, der Brücke
selbst oder auf den einzelnen Parkdecks angeordnet sein.
[0016] Vorzugsweise ist jedem Parkdeck eine Überwachungs- und Signalanlage zugeordnet. Diese
Anlage weist Zählmittel zum Zählen der in das Deck einfahrenden und ausfahrenden Fahrzeuge
und einen Rechner zur Berechnung der auf dem Deck befindlichen Anzahl von Fahrzeugen
auf. Sobald eine Maximalzahl erreicht ist, erscheint im Bereich der Deckeinfahrt eine
"Besetzt"-Anzeige; gegebenenfalls wird eine Deckeinfahrtsschranke geschlossen. Die
"Besetzt"-Anzeige wird nach Ausfahrt einer vorgegebenen Anzahl von Fahrzeugen gelöscht.
[0017] Zum Ableiten des Wassers, das sich aufgrund der Erhöhung Mittschiffslinie an den
Seitenbords sammelt, können seitlich der Decks Rinnen ausgebildet sein, die über im
wesentlichen vertikal verlaufende Fallrohre mit der Bilge des Schiffsrumpfs in Verbindung
stehen. Das Wasser läuft in der Bilge zusammen und kann aus dieser - ggf. nach Abscheidung
des darin enthaltenen Benzins oder Öls - durch eine Lenzvorrichtung abgepumpt werden.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß parallel zur Mittelspur eines
Decks eine Rückfahrspur ausgebildet ist, welche die Rampenanordnung auf der Ausfahrseite
mit derjenigen auf der Einfahrseite verbindet. Eine Rückfahrspur ist insbesondere
dann von Nutzen, wenn die Zufahrt zu einem Deck freigegeben ist, obwohl alle Parkplätze
belegt sind. Diese Situation kann trotz Ampelanlage dann auftreten, wenn ein Fahrzeug
durch ungünstiges Parken mehr als einen Parkplatz in Anspruch nimmt. In diesem Fall
können die Fahrzeuge unmittelbar auf der schwimmenden Garage zurückgefahren und auf
einem anderen Deck geparkt werden.
[0019] Vorteilhafterweise verlaufen die beiden äußeren Seitenbords im wesentlichen mit gleichbleibendem
Abstand parallel zueinander und begrenzen gemeinsam mit Bug- und Heckwänden einen
etwa kastenförmigen Schiffskörper. Hierdurch wird eine kostengünstige Bausweise und
eine effiziente Parkplatzanordnung ermöglicht. Ferner kann ein derartiger Schiffskörper
mit parallelen Seitenbords sowohl an einer Kaimauer als - im Verbund - an einem anderen
Schiffskörper gleicher Bauart festgemacht werden.
[0020] Wenn die Parkplatzkapazität einer Garage nicht ausreicht können zwar Garagen im Verbund
betrieben werden. Beide Schiffsrümpfe sind dazu derart aneinander koppelbar, daß der
landseitige Rumpf das Brückenwiderlager für die wenigstens eine Brücke des seeseitigen
Rumpfs bildet. Dabei kann der seeseitige Schiffskörper mindestens über eine Brücke
angefahren werden. Zusätzlich können auf jedem Parkdeck Verbindungsbrücken vorgesehen
sein, um die erforderlichen Fahrwege zu verkürzen.
[0021] Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang
mit der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung eine Seiten-Teilansicht eines Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemäßen Garage;
- Fig. 2
- einen Querschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1;
- Fig. 3A-3C
- schematische Draufsichten auf die Parkdecks des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Fig. 4A-4C
- eine alternative Parkplatzanordnung und Verkehrsführung;
- Fig. 5A+5B
- schematisch eine weitere alternative Parkplatzanordnung und Verkehrsführung auf zwei
Parkebenen.
[0022] Im folgenden wird auf die Figuren 1 bis 3 Bezug genommen. Das dort gezeigte Ausführungsbeispiel
der Garage weist einen schwimmfähigen Schiffsrumpf 1 auf, zwischen dessen Seitenbords
2 ein Hauptdeck 3, ein Unterdeck 4 und ein Oberdeck 5 angeordnet sind. Bullaugen 6
in der Seitenbordwand 2 tragen sowohl zur Lichtversorgung, als auch zur Belüftung
des Unterdecks 4 bei. Auf dem Oberdeck 5 sind seitlich paarweise einander gegenüberliegende
Stützen 7 und diese miteinander verbindende Querträger 8 angebracht, über die eine
Kunststoffplane gelegt und gespannt werden kann. Letztere dient im Sommer dem Schutz
vor intensiver Sonneneinstrahlung und damit Aufheizung der Fahrzeuge und schützt die
Fahrzeuge sowie deren Fahrer vor Regen. Ein geeignetes Gefälle im Dachbereich des
Oberdecks kann durch an sich bekannte Maßnahmen, beispielsweise durch giebelförmigen
oder schrägen Verlauf der Querträger oder eine Firstanordnung hergestellt werden.
[0023] Die Garage wird gemäß Fig. 3C über zwei Brücken 9, 9' befahren. Diese sind schwenkbar
am Schiffskörper angelenkt und können Höhenschwankungen ausgleichen. Zwei Rampenanordnungen
10, 11 führen von den Brücken 9, 9' aus auf das Oberdeck 5 und das Unterdeck 4. Die
Rampen haben einen etwa viertelkreisförmigen Verlauf. Das Hauptdeck 3 und das Oberdeck
5 weisen ein Gefälle von der Mittschiffslinie 12 zu den Seitenbords 2 auf. Spritz-
und Regenwasser fließt somit zu den Seiten hin ab. Dort kann es beispielsweise in
Rinnen aufgefangen und durch Fallrohre der Bilge zugeführt werden. In letzterer kann
es gesammelt und schließlich - nach vorheriger Abscheidung von hautanimierenden Bestandteilen,
wie Benzin und Öl - abgepumpt werden.
[0024] In den Fig. 3A - 3C ist die Verkehrsführung durch Pfeile und die fischgrätenförmige
Parkplatzanordnung auf den Parkebenen 3, 4, 5 verdeutlicht. Über die seitlich am Schiffsrumpf
1 angeordnete Brücke 9 können die Fahrzeuge in die Garage einfahren. Dabei besteht
die Möglichkeit, direkt das Hauptdeck 3, das Oberdeck 5 oder das Unterdeck 4 anzusteuern.
Eine Ampelanlage zeigt an, auf welchem der Decks noch unbelegte Parkplätze zur Verfügung
stehen.
[0025] Die fischgrätenartig angeordneten Parkplätze 13 ermöglichen einen besonders einfachen
und schnellen Parkvorgang und eine optimale Ausnutzung des Platzangebots. Ein Rangieren
bzw. Zurücksetzen des Fahrzeugs ist zum Einparken nicht nötig. Über Treppen 14 und
eine gesonderte Fußgängerbrücke 15 können Benutzer die Garage verlassen. Die Fußgängerbrücke
15 ist etwa in der Mitte zwischen der Einfahrtsbrücke 9 und der Ausfahrtsbrücke 9'
angeordnet.
[0026] Eine gemeinsame Ausfahrt ist über die Rampenanordnung 10 und die zweite Brücke 9'
vorgesehen, da alle Decks die gleiche Fahrtrichtung (Pfeilrichtung) haben.
[0027] In den Fig. 4A - 4C ist eine alternative Ausführungsform der neuen Parkgarage dargestellt.
Das Oberdeck 5 und das Unterdeck 4 entsprechen denjenigen nach den Fig. 3A und 3B.
Das Hauptdeck nach Fig. 4C unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 3C durch eine
entgegensetzte Fahrtrichtung und entsprechend gegenläufig orientierte fischgrätenartige
Parkplätze 13. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist es möglich, zwischen den Parkdecks
zu wechseln, ohne die schwimmende Garage zu verlassen.
[0028] Nach der Einfahrt in die Garage über die Einfahrtsbrücke 9 kann der Benutzer zwischen
der Auffahrt auf das Oberdeck 5 (linke Spur) oder der Abfahrt zum Unterdeck 4 (rechte
Spur) wählen. Von jedem der Decks 4, 5 aus ist sowohl eine Auf- bzw. Abfahrt auf das
Hauptdeck 3 (zur Fortsetzung der Parkplatzsuche) oder eine Ausfahrt aus der Garage
auf dem Niveau des Hauptdecks möglich. Eine garageninterne Rückfahrmöglichkeit über
das Hauptdeck erleichtert das vollständige Belegen aller verfügbaren Parkplätze. Der
Benutzer kann alle Parkplätze in allen Parkdecks ohne Verlassen der schwimmenden Parkgarage
anfahren.
[0029] In den Fig. 5A und 5B sind zwei Parkebenen eines dritten Ausführungsbeispiels der
neuen Parkgarage schematisch dargestellt. Das Hauptdeck 3 weist eine zusätzlich Rückfahrspur
16 auf, die auf einer Außenbordseite - im dargestellten Ausführungsbeispiel der landnahen
Außenbordseite - angeordnet ist. Über die Rückfahrspur 16 können alle Parkdecks erreicht
und zur Parkplatzsuche durchfahren werden.
[0030] Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen und Ergänzungen möglich.
Die Anzahl der Parkdecks und deren Größe kann sich nach den örtlichen Gegebenheiten
richten. So können beispielsweise auch mehrere Unterdecks in den Schiffsrumpf eingezogen
werden. Eine Vervielfachung des Parkplatzangebots läßt sich durch Verbund mehrerer
schwimmender Parkgaragen erreichen, wobei die landnahe Parkgarage als Übergang zu
den landfernen Parkgaragen dient und demzufolge zusätzlich zu den Rampenanordnungen
auch Übergänge mit Fahrwegen zu und von einer landfernen Parkgarage aufweisen muß.
Auf der der wenigstens einen Brücke gegenüberliegenden Seite des Schiffsrumpfs ist
dabei mindestens ein weiterer Brückenübergang vorgesehen, und zwar über eine Brücke,
die am verbundenen, landfernen Schiffsrumpf angeordnet ist. Selbstverständlich kann
ein Schiffsrumpf auch beidseitig mit angelenkten Brücken versehen sein.
[0031] Die neue schwimmende Parkgarage eignet sich besonders gut für eine automatische Abfertigung
der Garagenbenutzer. Zu diesem Zweck ist an der Einfahrtseite ein mit einem zentralen
Computersystem gekoppeltes Lese- und Kartenausgabegerät angeordnet. Jeder Benutzer
entnimmt dem Gerät entweder eine für einmaligen Gebrauch vorgesehene Parkkarte, oder
er öffnet die Einfahrtschranke mit seiner persönlichen Scheck- oder Kreditkarte. Im
Falle der einfachen Parkkarte wird die Ausfahrtschranke nur bei vorhergehender Entwertung
durch Barzahlung an einem Barzahlungsautomaten geöffnet. Im Falle einer Kredit- oder
Scheckkarte wird der Parkgebührenbetrag vom zugehörigen Konto abgebucht.
[0032] Die äußere Gestaltung des schwimmenden Parkhauses kann derjenigen eines ansprechenden
Ausflugsschiffs angepaßt werden, so daß das bauliche Konzept und die Atmosphäre des
Umfeldes ungestört bleibt.
1. Garage, insbesondere Rampengarage, mit
- wenigstens zwei Parkebenen, die über zwei Rampenanordnungen (10, 11) miteinander
verbunden sind, wobei die wenigstens zwei Parkebenen als horizontale Decks (3, 4,
5) zwischen den Seitenbords (2) eines schwimmfähigen Schiffsrumpfs (1) angeordnet
sind, und mit
- wenigstens einer Brücke (9, 9') die nahe eines Seitenbords derart schwenkbar gelagert
ist, daß die Brücke als Ausleger über das benachbarte Seitenbord (2) ausgeschwenkt
werden und einen Zwischenraum zwischen dem Seitenbord und einem Brücken-Widerlager,
z. B. einer Kaimauer auf einer benachbarten Landseite, auch bei unterschiedlichen
Höhendifferenzen überbrücken kann, wobei Brückenübergänge für mindestens zwei Fahrspuren
gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
- daß auf allen Decks eine die beiden Rampenanordnungen (10, 11) verbindende Mittelspur
(12) und fischgrätenartig angeordnete Parkplätze (13) gebildet sind, wobei die Parkplätze
in einem spitzen Winkel zur Mittelspur-Fahrtrichtung angestellt sind, und
- daß jedes Parkdeck (3, 4, 5) ein Gefälle von der Mittschiffslinie (12) zu den Seitenbords
(2) aufweist.
2. Garage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bug- und Heckbereich des Schiffsrumpfs (1) auf derselben Bordseite zwei schwenkbare
Brücken (9, 9') angeordnet sind, von denen die eine (9) den Übergang für einfahrende
Fahrzeuge bildet und mit der einen Rampenanordnung (11) verbunden ist und die andere
(9') den Übergang für ausfahrende Fahrzeuge bildet und mit der anderen Rampenanordnung
(10) verbunden ist.
3. Garage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Parkdeck (4) im Rumpf zwischen den beiden Seitenbords (2) angeordnet
ist und daß in den Seitenbords öffenbare Bullaugen (6) als Lichtzutrittsöffnungen
vorgesehen sind.
4. Garage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß drei Parkdecks (3, 4, 5) übereinander zwischen den Seitenbords (2) eingezogen sind
und daß dem obersten Deck (5) Mittel zum Halten und Spannen wenigstens einer das Oberdeck
abdeckenden Zeltbahn zugeordnet sind.
5. Garage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schranke jeder Brückenfahrspur zugeordnet ist.
6. Garage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich der Decks (3, 4, 5) Rinnen ausgebildet sind, die über Fallrohre mit der
Bilge des Schiffsrumpfes (1) in Verbindung stehen, und daß der Bilge ein Benzinabscheider
und eine Lenzvorrichtung zugeordnet sind.
7. Garage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Mittelspur eines Decks eine Rückfahrspur ausgebildet ist, welche die
Rampenanordnung (10) auf der Ausfahrseite mit derjenigen auf der Einfahrseite (11)
verbindet.
8. Garage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Seitenbords im wesentlichen mit gleichbleibendem Abstand parallel
zueinander verlaufen und gemeinsam mit Bug- und Heckwänden einen etwa kastenförmigen
Schiffskörper (1) begrenzen.
1. A garage, particularly a ramped garage, including at least two parking levels, which
are connected together by means of two ramp arrangements (10, 11), the at least two
parking levels being disposed in the form of horizontal decks (3, 4, 5) between the
side walls (2) of a buoyant ship's hull (1), and including at least one bridge (9,
9'), which is pivotally mounted in the vicinity of one side wall such that the bridge
can be swung out as a cantilever over the adjacent side wall (2) and can bridge a
space between the side wall and a bridge support, e.g. a pier wall on an adjacent
land side, even with varying height differences, whereby bridge crossings are formed
for at least two traffic lanes, characterised in that a middle lane (12) connecting the two ramp arrangements (10, 11) and parking places
(13) arranged in the manner of fishbones are formed on all decks, whereby the parking
places are set at an acute angle to the driving direction of the middle lane and that
each parking deck (3, 4, 5) has a gradient from the centre line of the ship (12) to
the side edges (2).
2. A garage as claimed in Claim 1, characterised in that arranged in the bow and stem region of the ship's hull (1) on the same side there
are two pivotable bridges (9, 9'), one of which (9) constitutes the crossing for incoming
vehicles and with which the one ramp arrangement (11) is connected and the other (9')
constitutes the crossing for outgoing vehicles and is connected to the other ramp
arrangement (10).
3. A garage as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that at least one parking deck (4) is arranged in the hull between the two side walls
(2) and that openable port holes (6) constituting light ingress openings are provided
in the side walls.
4. A garage as claimed in one of Claims 1 to 3, characterised in that three parking decks (3, 4, 5) are installed above one another between the side walls
(2) and that means for holding and stretching at least one shelter sheet covering
the upper deck are associated with the upper deck (5).
5. A garage as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that a barrier is associated with each bridge driving lane.
6. A garage as claimed in one of Claims 1 to 5, characterised in that gutters are formed laterally of the decks (3, 4, 5), which communicate with the bilge
of the ship's hull (1) via downpipes and that a benzene separator and a drain device
are associated with the bilge.
7. A garage as claimed in one of Claims 1 to 6, characterised in that formed parallel to the central lane of a deck there is a return driving lane which
connects the ramp arrangement (10) on the exit side with that on the entry side (11).
8. A garage as claimed in one of Claims 1 to 7, characterised in that the two outer side walls extend substantially parallel to one another with a constant
spacing and define together with bow and stem walls an approximately box-shaped ship's
body (1).
1. Garage, en particulier garage à rampes, comprenant
- au moins deux plans de parcage qui sont reliés par deux systèmes de rampe (10, 11),
ces plans de parcage étant placés comme ponts horizontaux (3, 4, 5) entre les bords
latéraux (2) d'une coque flottable de navire (1), et
- au moins un passerelle (9, 9') qui est montée basculante près d'un bord latéral
de façon telle qu'elle puisse être basculée comme flèche au-delà du bord latéral (2)
voisin et franchir un intervalle entre le bord latéral et une butée de passerelle,
par exemple un mur de quai sur un côté de la terre voisin, y compris en cas de différences
de niveau différentes, des passages de passerelle pour au moins deux voies étant formés,
caractérisé par le fait
- que sur tous les ponts sont formées une voie centrale (12) qui relie les deux systèmes
de rampe (10, 11) et des places de parcage (13) disposées en arêtes de poisson, les
places de parcage faisant un angle aigu avec la direction de marche sur la voie centrale,
et
- que chaque pont de parcage (3, 4, 5) présente une pente descendante de la ligne du milieu
du navire (12) aux bords latéraux (2).
2. Garage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que dans la partie avant et la partie arrière de la coque de navire (1) sont placées
sur le même côté de bord deux passerelles basculantes (9, 9') dont l'une (9) forme
le passage pour les véhicules entrants et est reliée à un système de rampe (11) et
l'autre (9') forme le passage pour les véhicules sortants et est reliée à l'autre
système de rampe (10).
3. Garage selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait qu'au moins un pont de parcage (4) est placé dans la coque entre les deux bords latéraux
(2) et que des hublots pouvant être ouverts (6) sont prévus dans les bords latéraux
comme ouvertures d'entrée de lumière.
4. Garage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que trois ponts de parcage (3, 4, 5) sont placés les uns au-dessus des autres entre les
bords latéraux (2) et qu'au pont supérieur (5) sont associés des moyens de maintien
et de tension d'au moins une toile de tente recouvrant le pont supérieur.
5. Garage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'une barrière est associée à chaque voie de passerelle.
6. Garage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que sur le côté des ponts (3, 4, 5) sont faites des rigoles qui sont reliées par des
tuyaux de descente au fond de cale de la coque de navire (1), et qu'au fond de cale
sont associés des séparateurs d'essence et un dispositif d'épuisement.
7. Garage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que parallèlement à la voie centrale d'un pont est faite une voie de retour qui relie
le système de rampe (10) situé sur le côté de sortie au système de rampe (11) situé
sur le côté d'entrée.
8. Garage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les deux bords latéraux extérieurs s'étendent sensiblement parallèlement à distance
constante l'un de l'autre et limitent conjointement avec des parois d'avant et d'arrière
une coque à peu près en forme de caisson (1).