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(11) |
EP 0 919 958 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.01.2007 Patentblatt 2007/04 |
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Anmeldetag: 06.10.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Elektronischer Brieftaubenring
Electronic ring for competition pigeon
Bague électronique pour pigeon voyageur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE GB NL |
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Priorität: |
27.11.1997 DE 19752478
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.1999 Patentblatt 1999/22 |
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Patentinhaber: Stobbe, Anatoli |
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30890 Barsinghausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Stobbe, Anatoli
30890 Barsinghausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Thömen & Körner |
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Zeppelinstrasse 5 30175 Hannover 30175 Hannover (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 064 787 EP-A- 0 660 272 DE-U- 29 519 382
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EP-A- 0 544 277 EP-A- 0 758 119
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektronischen Brieftaubenring nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Zum elektronischen Konstatieren von Brieftauben werden den Tauben neben dem Verbandsring
auch elektronische Ringe aufgezogen. Der Verbandsring wird der Taube bereits aufgezogen,
wenn sie sehr jung ist. Die Verbandsringe werden vom Taubenverband verwaltet und über
die Vereine an die Züchter geliefert. Jeder Verbandsring besteht meistens aus einem
metallischen Ring mit einer Bedruckung oder Prägung des Geburtsjahres der Taube und
einer fortlaufenden Nummer, die sich in dem jeweiligen Jahr nicht wiederholt.
[0003] Der zusätzliche elektronische Brieftaubenring enthält einen Transponder, der einen
Speicher für einen Identifikationskode umfaßt, und wird einer Brieftaube erst später
aufgezogen, wenn sie sich für Wettbewerbsflüge qualifiziert hat.
[0004] Aus der DE-U-295 19 382 sind Brieftaubenringe zur Aufnahme eines Transponders bekannt.
Diese Brieftaubenringe umfassen eine hohle, einseitig offene Hülse, in die der Transponder
eingesetzt werden kann. Die Hülse ist mit dem Brieftaubenring einstückig gefertigt.
[0005] Aus der EP-A-0 758-119 ist ein elektronischer Brieftaubenring bekannt, der einen
in drei Bereiche unterteilten Speicher umfasst. In einem ersten Speicherbereich werden
Identinformationen gespeichert, in einem zweiten Speicherbereich werden Zusatzinformationen
gespeichert und in einem dritten Speicherbereich werden Zufallsinformationen gespeichert.
Eine korrekte Auswertung der Informationen beim Eintreffen einer Taube im heimatlichen
Schlag erfordert, dass alle in den drei Bereichen gespeicherten Teilinformationen
gelesen werden.
[0006] Aus der EP-A-0 660 272 ist eine Zeitnahmeeinrichtung für sportliche Wettbewerbe,
insbesondere für Brieftaubenpreisflüge, mit einem berührungslos abfragbaren Teilnehmer-Kennungsträger
und einer Registriereinrichtung für einander zugeordnete Teilnehmer- und Zeitinformationen
bekannt. Jeder Teilnehmer ist mit einem ihn individualisierenden Kennungsträger ausgestattet,
der eine individuelle kodierte Registernummer enthält, die von einem Lesegerät aktivierbar
und abfragbar und in einen Speicher übergebbar ist. Für den Teilnehmer ist ferner
ein zweiter Kennungsträger vorgesehen, der eine Verbandsnummer enthält.
[0007] Für den Datenaustausch zwischen einem Transponder und einem Konstatiergerät steht
nach internationalem de fakto Standard ein Datenwort mit 64 Bit zur Verfügung, um
weltweit für jede Taube eine unterschiedliche Nummer zu senden, sobald der Transponder
in das HF-Feld eines Konstatiergerätes gehalten wird. Das 64-Bit-Datenwort umfaßt
in der Regel einen Header, eine OEM-Nummer, eine elektronische Ringnummer, eine Zufallszahl
und Paritätsbits. Die elektronische Ringnummer korrespondiert dabei mit der Verbandsringnummer,
allerdings reicht die für die elektronische Ringnummer reservierte Bit-Anzahl nicht
aus, um die Verbandsringnummer vollständig wiederzugeben. Deshalb sind Zuordnungstabellen
oder -dateien nötig, um aus einer elektronischen Ringnummer die zugehörige Verbandsringnummer
und umgekehrt bestimmen zu können.
[0008] Die Beschränkung auf ein 64-Bit-Datenwort des internationalen de fakto Standards
ergibt sich aus der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit für eine sichere Datenübertragung
und der minimalen Verweildauer einer Brieftaube im Einzugsbereich der Antenne eines
Konstatiergerätes. Jeder Taubenzüchter, der elektronisch und damit vollautomatisch
konstatieren will, baut in seinem Schlag ein Konstatiergerät mit mehreren Antennen
ein, die die Tauben bei der Rückkehr in den Schlag passieren müssen. Wenn die Tauben
von einem Weitflug zurückkommen, so geschieht das häufig in Gruppen, d.h. mehrere
Tauben gleichzeitig. Es kann dann vorkommen, daß bis zu drei Tauben pro Sekunde die
Antennenfelder passieren. In dieser kurzen Zeit müssen alle drei 64-Bit-Daten gelesen
werden, damit keine der zurückkehrenden Tauben ausgelassen wird. Die meisten Systeme
lesen und speichern dann das 64-Bit-Datenwort des elektronischen Brieftaubenringes
zusammen mit Datum und Uhrzeit beim ersten Registrieren der Taube.
[0009] Da ohne Kenntnis der Zuordnungstabelle oder -datei eine Überprüfung der richtigen
Zuordnung zwischen Verbandsringnummer und elektronischer Ringnummer nicht möglich
ist, besteht die Gefahr von Manipulationen durch zeitweiliges Vertauschen von Brieftauben
und elektronischen Brieftaubenringen. Bei Preisen von 20.000,-- DM bis 200.000.- DM
für eine gute Brieftaube ist es aber sehr wichtig zu wissen, ob sie wirklich persönlich
teilgenommen hat.
[0010] Durch eine Verlängerung des Datenwortes könnte zwar Platz für eine vollständige Angabe
der Verbandsringnummer geschaffen werden, die entsprechend längere Übertragungszeit
bei der automatischen Konstatierung im Taubenschlag des Züchters wäre aber nicht akzeptabel.
Ebenfalls wäre keine Kompatibilität mehr mit bestehenden Konstatiergeräten gegeben.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Brieftaubenring dahingehend
zu verbessern, daß ohne Einbuße der Kompatibilität seines standardmäßigen Speicherinhalts
sowie seiner Lesbar- und Beschreibbarkeit eine unmittelbare Zuordnung zwischen Verbandsringnummer
und elektronischer Ringnummer ermöglicht wird.
[0012] Diese Aufgabe wird bei einem elektronischen Brieftaubenring nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 durch die im kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale gelöst.
[0013] Durch die Erfindung entfällt die Notwendigkeit einer Zuordnung zwischen Verbandsringnummer
und elektronischer Ringnummer mittels einer externen Zuordnungstabelle oder -datei.
Vielmehr kann mit einem geeigneten Konstatiergerät jederzeit die elektronisch gespeicherte
Verbandsringnummer angezeigt und dann mit der gedruckten Verbandsringnummer am Geburtsring
verglichen werden. Das Risiko, daß Manipulationen entdeckt werden, ist dadurch stark
gewachsen, so daß sich die Neigung zu Manipulationen entsprechend verringert.
[0014] Die Kompatibilität mit standardmäßigen elektronischen Brieftaubenringen bleibt erhalten,
da die Verbandsringnummer oder Teile davon in einem zweiten Speicher oder Speicherbereich
gespeichert werden, der in der kompatiblen Betriebsart nicht mit ausgelesen wird.
Auch die benötigte Lesezeit beim automatischen Konstatieren bleibt in der kompatiblen
Betriebsart konstant, denn die Länge des gelesenen Datenwortes beträgt unverändert
64 Bit.
[0015] Dagegen ist beim Lesen des ersten und zweiten Speichers oder Speicherbereichs die
verlängerte Lesezeit von untergeordneter Bedeutung, denn hier wird im Gegensatz zur
automatischen Konstatierung die Verweildauer des elektronischen Brieftaubenringes
im Wirkbereich der Antenne vom Züchter bestimmt.
[0016] Zweckmäßig ist der erste Speicher oder Speicherbereich in einer ersten, mit einer
standardmäßig für elektronische Brieftaubenringe kompatiblen Betriebsart lesbar und/oder
beschreibbar und der weitere Speicher oder Speicherbereich einzeln oder zusammen mit
dem ersten Speicher oder Speicherbereich nur in einer zweiten gesonderten Betriebsart
lesbar und/oder beschreibbar.
[0017] Die kompatible Betriebsart ist dann der Standard oder die Voreinstellung, in der
der erste Speicher oder Speicherbereich ohne besondere Maßnahmen am Konstatiergerät
lesbar und/oder beschreibbar ist. Mit der zweiten gesonderten Betriebsart kann auf
den weiteren Speicher oder Speicherbereich zugegriffen werden. So kann durch Zuweisung
der zweiten gesonderten Betriebsart an nur einzelne Konstatiergeräte eine Zugriffsmöglichkeit
auf den weiteren Speicher oder Speicherbereich besser kontrolliert werden.
[0018] Vorzugsweise kann in einer ersten Betriebsart der erste Speicher oder Speicherbereich
durch einen Steuerbefehl zyklisch lesbar sein und in der zweiten Betriebsart der erste
und zweite Speicher oder Speicherbereich durch einen weiteren Steuerbefehl lesbar
sein.
[0019] Zweckmäßig ist mittels eines Züchter-Konstatiergerätes nur der erste Speicher oder
Speicherbereich lesbar. Da eine Überprüfung der elektronisch gespeicherten Verbandsringnummer
mit der gedruckten Verbandsringnummer am Geburtsring durch den Züchter in der Regel
nicht nötig ist, entfällt der Mehraufwand zum Beschreiben des ersten Speichers oder
Speicherbereichs sowie zum Lesen und/oder Beschreiben des zweiten Speichers oder Speicherbereichs.
[0020] Zusätzlich kann mittels des Züchter-Konstatiergerätes ein Teilbereich des ersten
Speichers oder Speicherbereichs beschreibbar sein. Diese Eigenschaft ermöglicht dem
Züchter, bei Trainingsflügen die nötigen Speicheränderungen des elektronischen Brieftaubenringes
selbst vornehmen zu können.
[0021] Als weitere Ergänzung kann mittels des Züchter-Konstatiergerätes zusätzlich ein Teilbereich
des zweiten Speichers oder Speicherbereichs lesbar und/oder beschreibbar sein. Dies
kann für den Fall vorgesehen sein, daß die Verbandsringnummer noch durch einen Zusatz
ergänzt werden soll, z. B. das Geschlecht der Brieftaube, das erst nach mehreren Wochen
nach der Geburt feststellbar ist.
[0022] Mittels eines Einsatz-Konstatiergerätes ist stets sowohl der erste als auch der zweite
Speicher oder Speicherbereich lesbar und zumindest der erste Speicher oder Speicherbereich
ganz oder teilweise beschreibbar. Eine Überprüfung der Verbandsringnummern ist beim
Einsetzen der Brieftauben zu Wettbewerbsflügen und gegebenenfalls bis zu Abflug angezeigt.
Daher reicht es normalerweise aus, wenn das Einsatz-Konstatiergerät die weitere Betriebsart
"Lesen" des zweiten Speichers oder Speicherbereichs beherrscht. Eine Manipulationsgefahr
ist hier praktisch ausgeschlossen, da bei der Handhabung des Einsatz-Konstatiergeräts
oder des portablen Prüfgerätes meist mehrere konkurrierende Züchter anwesend sind,
die im eigenen Interesse auf eine korrekte Durchführung achten.
[0023] Zusätzlich kann mittels des Einsatz-Konstatiergerätes auch der zweite Speicher ganz
oder teilweise beschreibbar sein. Diese Ausführung ermöglicht die einmalige Eintragung
der Verbandsringnummer oder deren Änderung z. B. bei Wiederverwertung des Transponders.
[0024] Mittels eines portablen Prüfgerätes kann sowohl der erste als auch der zweite Speicher
oder Speicherbereich lesbar sein. Dies ermöglicht, mit einem kleinen Handgerät stichprobenartig
den elektronischen Taubenring bereits eingesetzter Brieftauben noch bis vor dem Abflug
zu kontrollieren.
[0025] Mittels des Einsatz-Konstatiergerätes können fehlerhafte Daten im ersten Speicher
oder Speicherbereich durch Vergleich mit Daten des zweiten Speichers oder Speicherbereichs
sowie einer Zuordnungsdatei bestimmt und/oder korrigiert werden.
[0026] Solche fehlerhaften Daten können außer durch beabsichtigte Manipulation auch unbeabsichtigt
entstehen, wenn der Züchter beim Einsatz der Brieftaube vor Abschluß des Schreibvorganges
der Einsatzdaten in den ersten Speicher oder Speicherbereich des elektronischen Brieftaubenringes
die Taube mit dem Transponder aus dem Wirkbereich der Antenne des Einsatz-Konstatiergerät
entfernt. Es ist dann möglich, die fehlerhaften Daten unter Verwendung einer Zuordnungsdatei
mit der im zweiten Speicher oder Speicherbereich enthaltenen Verbandsringnummer zu
vergleichen und gegebenenfalls zu rekonstruieren.
[0027] Weiterhin ist vorgesehen, daß im ersten und/oder zweiten Speicher oder Speicherbereich
bei Auslieferung eine vom Hersteller vergebene, ihn charakterisierende Geheimzahl
gespeichert ist. Hierdurch wird eine noch bessere Kontrolle elektronischer Brieftaubenringe
gegen Manipulation ermöglicht, indem systemfremde Brieftaubenringe automatisch identifiziert
werden können.
[0028] Zweckmäßig ist der die den Hersteller charakterisierende Geheimzahl aufnehmende Teilbereich
des Speichers oder Speicherbereichs weder durch das Züchter-Konstatiergerät noch durch
das Einsatz-Konstatiergerät beschreibbar. Eine versehentliche oder mutwillige Veränderung
dieser Geheimzahl ist dadurch ausgeschlossen.
[0029] Das Züchter-Konstatiergerät, das portable Prüfgerät und das Einsatz-Konstatiergerät
können eine Auswerteschaltung oder ein Auswerteprogramm für die Geheimzahl umfassen
und die Auswerteschaltung oder das Auswerteprogramm kann bei falscher Geheimzahl ein
weiteres Lesen, Anzeigen, Auswerten oder Ändern des Speichers oder Speicherbereichs
des elektronischen Brieftaubenringes verhindern. Es wird dadurch vermieden, daß nicht
autorisierte Plagiate von Brieftaubenringen, die so beschaffen sind, daß die vorgenannten
Schutzmaßnahmen zu Manipulationszwecken umgangen werden können, ungehindert verwendet
werden.
[0030] Der Speicherinhalt des ersten Speichers oder Speicherbereichs kann ganz oder teilweise
verschlüsselt sein und der Schlüssel im zweiten Speicher oder Speicherbereich gespeichert
sein.
[0031] Alternativ kann der Speicherinhalt des ersten und/oder zweiten Speichers oder Speicherbereichs
ganz oder teilweise verschlüsselt sein und der Schlüssel zum Entschlüsseln im Züchter-Konstatiergerät
und/oder Einsatz-Konstatiergerät und/oder portablen Prüfgerät gespeichert sein.
[0032] Diese Maßnahmen verhindern oder erschweren zumindest das unautorisierte Abhören,
Anzeigen und Auswerten von Daten bei der Datenübertragung zwischen dem Transponder
und dem Konstatiergerät. Die Erstellung von Kopien für Manipulationszwecke wird dadurch
erschwert.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine grafische Darstellung einer ersten Ausführung der Speicherbelegung in einem ersten
und zweiten Speicherbereich und
- Fig. 2
- eine grafische Darstellung einer zweiten Ausführung der Speicherbelegung in einem
ersten und zweiten Speicherbereich.
[0034] Der Speicher in Fig. 1 und 2 ist in zwei gleich große Bereiche 10 und 12 von je 64
Bit unterteilt. Die Größe von 64 Bit entspricht dem internationalen Standard. Der
Speicherbereich 10 speichert einen Header, eine OEM-Nummer, eine elektronische Ringnummer,
eine Zufallszahl und ein Paritätsbit. Beim vollständigen Auslesen des Speicherbereichs
10 bildet der serielle Datenstrom ein 64-Bit-Datenwort, das mit Datenworten standardisierter
Taubenkonstatiersysteme kompatibel ist.
[0035] Im ersten Speicherbereich ist wegen der zahlreichen anderen Angaben für die elektronischen
Ringnummer nur eine geringe Anzahl Bit reserviert. Diese Anzahl reicht nicht aus,
um die Verbandsringnummer unterzubringen. Daher kann die elektronische Ringnummer
nur einen Teil der Verbandsringnummer oder eine kodierte Variante der Verbandsringnummer
enthalten.
[0036] Die vollständige oder ergänzende Verbandsringnummer ist im Speicherbereich 12 neben
den hier ebenfalls vorhandenen Paritätsbits gespeichert. In einer zweiten gesonderten
Betriebsart ist auch der Speicherbereich 12 zugänglich und lesbar und/oder beschreibbar.
Dabei kann die vollständige Verbandsringnummer ermittelt und angezeigt werden und
dann visuell mit der aufgedruckten Nummer des Verbandsringes verglichen werden. Außerdem
kann eine elektronische Ringnummer auf Richtigkeit unter Zuhilfenahme einer Zuordnungsdatei
geprüft und bei Beschädigung rekonstruiert werden.
[0037] Wenn der Speicherbereich 12 nur als Anhang zum Speicherbereich 10 die vollständige
oder ergänzende Verbandsringnummer sowie das Paritätsbit umfaßt, sind noch eine Anzahl
Bit ungenutzt.
[0038] Fig. 2 zeigt eine Variante, bei der einige der noch freien Bit mit einer den Hersteller
charakterisierenden Geheimzahl belegt sind. Diese Geheimzahl wird vor Auslieferung
gespeichert und ermöglicht eine noch bessere Kontrolle elektronischer Brieftaubenringe
gegen Manipulation, indem systemfremde Brieftaubenringe automatisch identifiziert
werden können. Die Geheimzahl kann prinzipiell im ersten Speicherbereich 10 oder zweiten
Speicherbereich 12 enthalten sein.
1. Elektronischer Brieftaubenring mit einem Transponder, der einen Speicher für einen
Identifikationskode umfaßt, wobei ein erster Speicher oder Speicherbereich hinsichtlich
seines Speicherinhalts sowie seiner Lesbar- und Beschreibbarkeit mit standardmäßigen
elektronischen Brieftaubenringen kompatibel ist und ein 64-Bit-Datenwort aus einem
Header, einer OEM-Nummer, einer elektronischen Ringnummer, einer Zufallszahl und Paritätsbits
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder einen weiteren Speicher oder Speicherbereich umfaßt, der allein oder
ergänzend zum ersten Speicher oder Speicherbereich eine Verbandsringnummer enthält
und dass dadurch die elektronische Ringnummer nur einen Teil oder eine kodierte Variante der Verbandsringnummer
enthält.
2. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Speicher oder Speicherbereich in einer ersten, mit einer standardmäßig
für elektronische Brieftaubenringe kompatiblen Betriebsart lesbar und/oder beschreibbar
ist und der weitere Speicher oder Speicherbereich einzeln oder zusammen mit dem ersten
Speicher oder Speicherbereich nur in einer zweiten gesonderten Betriebsart lesbar
und/oder beschreibbar ist.
3. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Betriebsart der erste Speicher oder Speicherbereich durch einen Steuerbefehl
zyklisch lesbar ist und in der zweiten Betriebsart der erste und zweite Speicher oder
Speicherbereich durch einen weiteren Steuerbefehl lesbar sind.
4. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Züchter-Konstatiergerätes nur der erste Speicher oder Speicherbereich
lesbar ist.
5. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Züchter-Konstatiergerätes zusätzlich ein Teilbereich des ersten Speichers
oder Speicherbereichs beschreibbar ist.
6. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Züchter-Konstatiergerätes zusätzlich ein Teilbereich des zweiten Speichers
oder Speicherbereichs lesbar und/oder beschreibbar ist.
7. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Einsatz-Konstatiergerätes sowohl der erste als auch der zweite Speicher
oder Speicherbereich lesbar und zumindest der erste Speicher oder Speicherbereich
ganz oder teilweise beschreibbar ist.
8. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Speicher oder Speicherbereich ganz oder teilweise beschreibbar ist.
9. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines portablen Prüfgerätes sowohl der erste als auch der zweite Speicher
oder Speicherbereich lesbar ist.
10. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Einsatz-Konstatiergerätes fehlerhafte Daten im ersten Speicher oder Speicherbereich
durch Vergleich mit Daten des zweiten Speichers oder Speicherbereichs sowie einer
Zuordnungsdatei bestimmbar und/oder korrigierbar sind.
11. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten und/oder zweiten Speicher oder Speicherbereich bei Auslieferung eine vom
Hersteller vergebene, ihn charakterisierende Geheimzahl gespeichert ist.
12. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der die den Hersteller charakterisierende Geheimzahl aufnehmende Teilbereich des
Speichers oder Speicherbereichs weder durch das Züchter-Konstatiergerät noch durch
das Einsatz-Konstatiergerät beschreibbar ist.
13. Elektronischer Brieftaubenring nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Züchter-Konstatiergerät, das portable Prüfgerät und das Einsatz-Konstatiergerät
eine Auswerteschaltung oder ein Auswerteprogramm für die den Hersteller charakterisierende
Geheimzahl umfassen und die Auswerteschaltung oder das Auswerteprogramm bei falscher
Geheimzahl ein weiteres Lesen, Auswerten oder Ändern des Speichers oder Speicherbereichs
des elektronischen Brieftaubenringes verhindert.
14. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherinhalt des ersten Speichers oder Speicherbereichs ganz oder teilweise
verschlüsselt ist und der Schlüssel im zweiten Speicher oder Speicherbereich gespeichert
ist.
15. Elektronischer Brieftaubenring nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherinhalt des ersten und/oder zweiten Speichers oder Speicherbereichs ganz
oder teilweise verschlüsselt ist und der Schlüssel zum Entschlüsseln im Züchter-Konstatiergerät
und/oder im portablen Prüfgerät und/oder im Einsatz-Konstatiergerät gespeichert ist.
1. Electronic homing pigeon ring, with a transponder which comprises a memory for an
identification code, wherein a first memory or memory area is compatible with standard
electronic homing pigeon rings in terms of its memory contents and its ability to
be read and written to and comprises a 64-bit data word consisting of a header, an
OEM number, an electronic ring number, a random number and parity bits, characterised in that the transponder comprises a further memory or memory area which alone or in addition
to the first memory or memory area contains an association ring number, and in that the electronic ring number thus contains only part or a coded variant of the association
ring number.
2. Electronic homing pigeon ring according to Claim 1, characterised in that the first memory or memory area can be read and/or written to in a first mode which
is compatible with a standard mode for electronic homing pigeon rings, and the further
memory or memory area, alone or together with the first memory or memory area, can
be read and/or written to only in a second, special mode.
3. Electronic homing pigeon ring according to Claim 1, characterised in that in the first mode the first memory or memory area can be read cyclically by a control
command, and in the second mode the first and second memory or memory area can be
read by a further control command.
4. Electronic homing pigeon ring according to Claim 2, characterised in that only the first memory or memory area can be read by means of a breeder verification
device.
5. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 2 to 4, characterised in that a sub-area of the first memory or memory area can additionally be written to by means
of the breeder verification device.
6. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 1 to 5, characterised in that a sub-area of the second memory or memory area can additionally be read and/or written
to by means of the breeder verification device.
7. Electronic homing pigeon ring according to Claim 2 or 3, characterised in that both the first and the second memory or memory area can be read and at least the
first memory or memory area can be written to in full or in part by means of a mission
verification device.
8. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 1 to 3 and 7, characterised in that the second memory or memory area can be written to in full or in part.
9. Electronic homing pigeon ring according to Claim 2 or 3, characterised in that both the first and the second memory or memory area can be read by means of a portable
checking device.
10. Electronic homing pigeon ring according to Claim 7 or 8, characterised in that incorrect data in the first memory or memory area can be determined and/or corrected
by means of the mission verification device by comparing it with data of the second
memory or memory area and also a correlation file.
11. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 1 to 10, characterised in that a secret number assigned by the manufacturer and characterising the latter is stored
in the first and/or second memory or memory area at the time of delivery.
12. Electronic homing pigeon ring according to Claim 11, characterised in that the sub-area of the memory or memory area which holds the secret number characterising
the manufacturer cannot be written to either by the breeder verification device or
by the mission verification device.
13. Electronic homing pigeon ring according to Claim 11 or 12, characterised in that the breeder verification device, the portable checking device and the mission verification
device comprise an evaluation circuit or an evaluation program for the secret number
characterising the manufacturer, and the evaluation circuit or the evaluation program
prevents further reading, evaluation or alteration of the memory or memory area of
the electronic homing pigeon ring if the secret number is incorrect.
14. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 1 to 13, characterised in that the memory contents of the first memory or memory area are encrypted in full or in
part, and the key is stored in the second memory or memory area.
15. Electronic homing pigeon ring according to any of Claims 1 to 13, characterised in that the memory contents of the first and/or second memory or memory area are encrypted
in full or in part, and the key for decryption is stored in the breeder verification
device and/or in the portable checking device and/or in the mission verification device.
1. Bague électronique de pigeon voyageur avec un transpondeur qui comprend une mémoire
pour un code d'identification, une première mémoire ou zone de mémoire étant, en ce
qui concerne le contenu de la mémoire et la possibilité de lecture/écriture, compatible
avec les bagues électroniques d'un pigeon voyageur standard et comportant un mot porteur
d'informations de 64 bits constitué d'un en-tête, d'un numéro OEM, d'un numéro électronique
de bague, d'un nombre aléatoire et des bits de parité, caractérisée en ce que le transpondeur comprend une autre mémoire ou zone de mémoire, qui contient, à lui
seul ou en complément de la première mémoire, un numéro de bague relatif à l'association
et que c'est la raison pour laquelle le numéro de bague électronique ne contient qu'une
partie ou une variante codée du numéro de bague relatif à l'association.
2. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la lecture et/ou l'écriture de la première mémoire ou zone de mémoire est possible
dans un mode standard compatible aux bagues électroniques de pigeons voyageurs et
en ce que la lecture et/ou l'écriture de l'autre mémoire ou zone de mémoire, à elle seule ou
en complément de la première mémoire ou zone de mémoire, n'est possible que dans un
second mode séparé.
3. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 1, caractérisée en ce que dans le premier mode, la lecture de la première mémoire ou zone de mémoire est possible
cycliquement au moyen d'une instruction de commande et en ce que dans le second mode, la lecture de la première et de la seconde mémoires ou zones
de mémoire est possible au moyen d'une autre instruction de commande.
4. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 2, caractérisée en ce qu'au moyen d'un appareil de constatation de l'éleveur, uniquement la lecture de la première
mémoire ou zone de mémoire est possible.
5. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce qu'au moyen de l'appareil de constatation de l'éleveur, l'écriture d'une zone partielle
de la première mémoire ou zone de mémoire est deplus possible.
6. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu' au moyen de l'appareil de constatation de l'éleveur, la lecture et/ou l'écriture
d'une zone partielle de la seconde mémoire ou zone de mémoire est de plus possible.
7. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce qu'au moyen d'un appareil de constatation de mission, la lecture non seulement de la
première mémoire, mais aussi de la seconde mémoire ou zone de mémoire est possible
et que l'écriture au moins de la première mémoire ou zone de mémoire est entièrement
ou partiellement possible.
8. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 1 à 3 et 7, caractérisée en ce que l'écriture de la seconde mémoire ou zone de mémoire est entièrement ou partiellement
possible.
9. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la lecture aussi bien de la première que de la seconde mémoire ou zone de mémoire
est possible au moyen d'un appareil de contrôle portable.
10. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce qu'au moyen de l'appareil de constatation de mission, des données erronées dans la première
mémoire ou zone de mémoire peuvent être déterminées et/ou corrigées par comparaison
aux données de la seconde mémoire ou zone de mémoire.
11. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'un code secret caractérisant, délivré à la livraison par le fabricant, est mémorisé
dans la première et/ou dans la seconde mémoire ou zone de mémoire.
12. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 11, caractérisée en ce qu'aucune écriture de la zone partielle de la mémoire ou zone de mémoire, qui reçoit
le code secret caractérisant le fabricant, n'est possible ni au moyen de l'appareil
de constatation de l'éleveur ni au moyen de l'appareil de constatation de mission.
13. Bague électronique de pigeon voyageur suivant la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que l'appareil de constatation de l'éleveur, l'appareil de contrôle portable et l'appareil
de constatation de mission comprennent un circuit d'évaluation ou un programme d'évaluation
pour le code secret caractérisant le fabricant et en ce que le circuit d'évaluation ou le programme d'évaluation empêche la continuation de la
lecture, de l'évaluation ou de la modification de la mémoire ou zone de mémoire de
la bague électronique de pigeon voyageur en cas de code secret erroné.
14. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que le contenu de la première mémoire ou zone de mémoire est entièrement ou partiellement
codé et que le code est mémorisé dans la seconde mémoire ou zone de mémoire.
15. Bague électronique de pigeon voyageur suivant une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que le contenu de la première et/ou de la seconde mémoire ou zone de mémoire est entièrement
ou partiellement codé et que le code permettant le décodage est mémorisé dans l'appareil
de constatation de l'éleveur et/ou dans l'appareil de contrôle portable et/ou dans
l'appareil de constatation de mission.
