[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Toleranzausgleich bei einem Tintendruckkopf,
insbesondere bei einem aus mehreren Modulen nach dem "Non-Interlaced"-Prinzip zusammengesetzten
Tintendruckkopf.
[0002] Derartige Tintendruckköpfe werden sowohl in Bürodruckern als auch in kleinen schnellen
Druckern - wie sie für Frankiermaschinen und Produktbeschriftungsgeräte benötigt werden
- eingesetzt und weisen in der Regel eine größere Anzahl von Düsen auf.
Ein Bauteil, das auf die Zuverlässigkeit eines Druckers besonders großen Einfluß hat,
ist der Tintendruckkopf. Wenn der Tintendruckkopf aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt
ist, hat die präzise Anordnung derselben zueinander und miteinander sowie des Tintendruckkopfes
selbst einen maßgebenden Einfluß auf dessen sichere Funktion.
[0003] Es ist bekannt, siehe "Third Annual European Ink Jet Printing Workshop October 16-18,
1995 Maastricht / Niederlande", einen Tintendruckkopf aus drei Modulen nach dem "Non-Interlaced"-Prinzip
zusammenzusetzen, der üblicherweise von einem Mikroprozessor angesteuert wird.
In eine Frontplatte sind gleichlange, miteinander fluchtende, schrägverlaufende, parallele
Schlitze eingebracht, in die die Module mit ihrem Düsenbereich eingesetzt sind, siehe
auch Fig. 1.
Der Aufzeichnungsträger wird an den Düsenreihen so vorbeibewegt, daß das Druckbild
aus drei übereinanderliegenden Streifen zusammengesetzt ist. Bei einem senkrechten
Vollstrich wird demzufolge das obere Drittel von dem ersten Modul, das mittlere Drittel
von dem zweiten Modul und das untere Drittel von dem dritten Modul erzeugt.
Es ist allerdings auch möglich, beispielsweise bei Handfrankiermaschinen, daß der
Aufzeichnungsträger ruht und der Tintendruckkopf bewegt wird, siehe EP 0 750 277 A2.
Obwohl die Schlitze üblicherweise hochgenau in die Frontplatte eingebracht werden
und die Module als Präzisionsteile gefertigt werden, sind Toleranzabweichungen über
einem Zehntelmillimeter - das entspricht bei einem 200 dpi-Druckkopf mit 200 Düsen
ungefähr dem vertikalen Abstand zweier benachbarter Düsen - beim Übergang von einem
Modul zum folgenden, nicht auszuschließen. Die Fehler können dabei Abstands- und Parallelitätsfehler
sowie Abweichungen von der Fluchtlinie innerhalb einer Düsenreihe als auch untereinanderliegender
Düsen sein, vergleiche hierzu das vereinfachte Beispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2.
Fig. 1 zeigt ein fehlerfreis Düsenfeld mit dem zugehörigen Linienabdruck. Drei Module
11, 12, 13 mit je sieben Düsen 111 bis 117, 121 bis 127, 131 bis 137 bilden einen
Tintendruckkopf. Die Düsen einer Düsenreihe eines Moduls sind äquidistant in einer
Linie angeordnet. Düsen gleicher Ordnungszahl, zum Beispiel die Düsen 111, 121, 131
der Module 11, 12, 13 sind gleichfalls äquidistant in einer Reihe angeordnet, die
orthogonal zur Transportrichtung des Aufzeichnungsträ-gers 6 liegt. Die Transportrichtung
ist durch den Pfeil angegeben.
Der Aufzeichnungsträger 6 ist in diesem Fall ein Streifen, wie man ihn üblicherweise
für sperriges Postgut verwendet. Der Abstand Δd der Düse mit der höchsten Ordnungszahl,
beispielsweise Düse 117 des Moduls 11, zur Düse mit der niedrigsten Ordnungszahl,
beispielsweise Düse 121, des nächstfolgenden Moduls 12 in der Richtung orthogonal
zur Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers 6 ist so eingestellt, daß derselbe
gleich ist dem Abstand benachbarter Düsen einer Düsenreihe in der genannten Richtung.
Δd ist sozusagen der Ideal- beziehungsweise Normabstand.
Für den Druck einer durchgehenden Linie 5 orthogonal zur Transportrichtung des Druckträgers
6 werden gleichzeitig jeweils Düsen der gleichen Ordnungszahl betätigt. Begonnen wird
mit den Düsen der höchsten Ordnungszahl 117, 127, 137. Wenn der Aufzeichnungsträger
6 eine Strecke zurückgelegt hat, die dem Abstand Δs zu den nächstfolgenden Düsen 116,
126, 136 in Transportrichtung entspricht, werden dieselben betätigt. Nach einem Weg

sind alle einundzwanzig Düsen 111 bis 137 einmal betätigt worden. Bei konstanter
Geschwindigkeit würde Δs einem festen Zeitintervall Δt entsprechen.
Bei Einhaltung der vorstehend beschriebenen Bedingungen ist der zugehörige Abdruck
eine aus einundzwanzig Druckpunkten 501 bis 521 zusammengesetzte durchgehende gerade
Linie 5.
Fig. 2 zeigt eine Kombination aller möglichen Fehler eines fehlerbehafteten Düsenfeldes
und den zugehörigen sogenannten Linienabdruck 5. Die Ursachen für diese Fehler können
einerseits in fertigungsbedingten Abweichungen der Länge des einzelnen Moduls - siehe
Modul 12 - sowie in spannungsbedingten Verbiegungen desselben - siehe Modul 11 - und
andererseits in Fertigungstoleranzen der Frontplatte und deren Schlitze liegen - siehe
Modul 13-. Hinzu kämen noch Fehler durch Einbautoleranzen der Tintendruckkopfbefestigung.
Entsprechende Abweichungen von einer geraden durchgängigen Linie sind dann beim Abdruck
5 festzustellen.
[0004] Es ist bereits ein Verfahren zum Abgleich der Schreibdüsen eines Tintendruckkopfes
in Tintenschreibeinrichtungen bekannt, vergleiche EP 0 257 570 A2. Der Tintendruckkopf
wird mittels eines Antriebs bidirektional vor einem Aufzeichnungsträger bewegt. Aus
seinen individuell ansteuerbaren Schreibdüsen werden entsprechend den einem Zeichengenerator
entnommenen Daten während seiner Bewegung Einzeltröpfchen zu jeweils festgelegten
Druckzeitpunkten ausgestoßen.
Verfahrensgemäß findet zunächst ein Druckervorlauf statt, während dem für jede einzelne
Schreibdüse getrennt für jede Schreibrichtung - Linkslauf, Rechtslauf - ein definiertes
Strichmuster auf den Aufzeichnungsträger gedruckt wird.
[0005] Anschließend findet ein Abtastlauf statt, während dem das Strichmuster durch einen
am Druckkopf angeordneten optischen Sensor abgetastet wird, der auf das Drucktaktraster
aufsynchronisiert ist. Die Abtastwerte werden im Raster der Druckspalten der Zeichenmatrix
als "Ist"-Position einer zentralen Steuerung der Tintenschreibeinrichtung übergeben.
In der zentralen Steuerung wird mittels einer Vergleichsschaltung ein Vergleich der
"Ist"-Positionen mit "Soll"-Positionen durchgeführt, die durch die entsprechenden
Ansteuerimpulse bestimmt sind. Die Abweichungen zwischen beiden Positionen geben die
Werte für den sogenannten Tröpfchenversats im Raster der Druckspalten an.
Für jede Schreibdüse werden die Werte für den Tröpfchenversatz getrennt für beide
Schreibrichtungen in einem zusätzlichen Speicher der zentralen Steuerung gespeichert.
Der Tröpfchenversatz wird getrennt für die Schreibrichtungen als Verzerrungswert an
einen gleichfalls in der zentralen Steuerung enthaltenen Bildpunktspeicher weitergegeben.
Bei jeder Ansteuerung einer Schreibdüse im normalen Druckbetrieb wird der für die
betreffende Schreibdüse ermittelte Wert des Tröpfchenversatzes abhängig von der Schreibrichtung
berücksichtigt. Zu diesem Zweck wird bei der Aufbereitung der Zeichen eine Vorverzerrung
entsprechend der Druckrichtung und des ermittelten Tröpfchenversatzes vorgenommen.
Bei dieser Lösung werden demzufolge pro Tintenschreibeinrichtung benötigt:
ein optischer Abtastsensor, eine Vergleichsschaltung, zwei zusätzliche Speicher für
die Tröpfchenversatzspeicherung und zwei Bildpunktspeicher.
Das ist ein beträchtlicher zusätzlicher Aufwand für einen Drucker.
Hinzu kommt, daß mit dieser Lösung bei Tintendruckköpfen, die aus mehreren Modulen
zusammengesetzt sind, Toleranzen von Modul zu Modul nicht ausgeglichen werden können.
Das liegt daran, daß nur ein Ausgleich zeitlich vor- oder nacheilend auf der relativen
Bewegungslinie der Schreibdüse möglich ist.
[0006] Ferner ist eine Frankiermaschine mit einem Tintendruckkopf bekannt, siehe EP 0 702
334 A1 und EP 0 702 335 A1, der über eine Vielzahl von Düsen verfügt. Die Düsen sind
in mindestens zwei Reihen angeordnet, die quer zur Vorschubrichtung des Druckträgers
verlaufen. Diese beiden Reihen sind längs und quer zur Vorschubrichtung zueinander
versetzt, so daß einige erste Düsen am Ende einer Düsenreihe einigen zweiten Düsen
am Ende der anderen Düsenreihe gegenüberliegen.
Die Düsen im Überlappungsbereich werden alternativ betätigt. Eine Düsenabstandskorrektur
ist hierbei nicht möglich.
[0007] Schließlich ist noch eine computergesteuerte Tintenstrahldruckvorrichtung bekannt,
siehe DE 32 36 297 C2, die aus mehreren Tintendruckköpfen besteht.
Die Tintendruckköpfe sind in Druckträgertransportrichtung hintereinander und quer
zu derselben übereinander angeordnet. Auf diese Weise wird das Druckbild nach dem
"Non-Interlaced"-Prinzip erzeugt, siehe auch vorhergehende Ausführungen. In einer
jedem einzelnen Tintendruckkopf zugeordneten externen Speichereinrichtung sind die
Bildsignale geladen. Bei Anlegung derselben an die Tintendruckköpfe wird ein Tröpfchenausstoß
und somit ein Druckvorgang ausgelöst. Für die Anlegung der Bildsignale wird ein Zeitablauf
und eine Steuerung angewendet. Durch die Steuerung werden die Bildsignale in einem
zeitlich aufeinander abgestimmten Verhältnis an die seitlich versetzten Tintendruckköpfe
angelegt, um die verschiedenen Zeilen in der gewünschten gegenseitigen Ausrichtung
zu drucken. Anschließend wird durch die Steuerung ein neuer Satz von Bildsignalen
zum Drucken des nächsten Bildes eingespeichert.
Die Tintenstrahldruckvorrichtung ist mit einem programmierbaren Mikroprozessor versehen,
durch den die Bildsignale in Pufferspeichern assembliert werden, die einzeln den Tintendruckköpfen
zugeordnet sind. Die Einspeicherung der Bildsignale in die Puffer und die anschließende
Anlegung an die Tintendruckköpfe wird mittels einer zentralen Zeitgabe- und Steuervorrichtung
mit einer Grob- und Feinverzögerungsvorrichtung ausgeführt. Dieses beinhaltet die
Erfassung der Druckträger, wie deren Vorderkante, an einem bestimmten Ort des Transportweges
und eine nachfolgende Zeitsteuerung des Beginns des Druckvorganges. Der Abstand der
Tintendruckköpfe von diesem Ort ist genau bekannt, so daß während des Zeitintervalls
zwischen Druckträgererfassung und dem Beginn des Druckvorganges durch einen Tintendruckkopf
ein demselben zugeordneter Puffer mit Bildsignalen geladen werden kann. Mittels der
Steuerung kann das Zeitintervall variiert werden. Auf diese Weise kann die von jedem
Tintendruckkopf erzeugte Bildzeile auf dem Druckträger nach links oder rechts verschoben
werden, um den gewünschten Lageort der Zeile einzustellen. Damit ist zumindest die
erste Druckspalte ausrichtbar.
Hiermit ist zwar analog wie bei der Lösung gemäß EP 0 257 570 ein Toleranzausgleich
einbaubedingter Toleranzen der Tintendruckköpfe möglich, aber innerhalb eines Tintendruckkopfes
von Düse zu Düse auch nicht. Distanzfehler zwischen den Zeilen sind hiermit gleichfalls
nicht korrigierbar.
[0008] Zweck der Erfindung ist eine Senkung des Aufwandes für die Verbesserung der Druckqualität.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Toleranzausgleich für
Tintendruckköpfe der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der trotz gesenktem Aufwand
sowohl Abweichungen innerhalb eines Moduls als auch von Modul zu Modul sowie Einbautoleranzen
des Tintendruckkopfes kompensiert werden können.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Weitere vorteilhafte
Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Indem jeder Tintendruckkopf mit einem integrierten nichtflüchtigen Schreib-Lese-Speicher
versehen ist, der seine individuellen Druckdaten enthält, ist der Tintendruckkopf
bereits vor Einbau in den Drucker elektronisch vorabgeglichen. Die individuellen Druckdaten
enthalten die Taktverzögerungswerte wahlweise modul- oder einzeldüsen-bezo-gen. Da
der Tintendruckkopf drehbar gelagert ist, ist mittels der Verstelleinrichtung eine
Korrektur von Modul zu Modul durch Variation des Einbauwinkels des Tintendruckkopfes
zur Transportrichtung möglich. Auch hier ist ein mechanischer Vorabgleich bereits
vor Einbau des Tintendruckkopfes möglich. Dabei ist die Drehung maximal so groß, daß
sich Düsen im Anschlußbereich von Modul zu Modul gerade überdecken und dann eine davon
elektronisch vom Druckbetrieb ausgeschlossen ist. Das ist bei größeren Düsenzahlen
im Druckbild nicht feststellbar und demzufolge gerechtfertigt.
Nach Einbau des Tintendruckkopfes in den Drucker sind bedarfsweise noch geringfügige
Einbautoleranzen mittels der Verstelleinrichtung abgleichbar.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend am Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- Ein fehlerfreies Düsenfeld mit dem zugehörigen Linienabdruck,
- Fig. 2
- ein fehlerbehaftes Düsenfeld mit dem zugehörigen Linienabdruck,
- Fig. 3
- ein Prinzipbild der erfindungsgemäßen Anordnung,
- Fig. 4
- ein Prinzipbild des Teils der erfindungsgemäßen Anordnung für den elektronischen Abgleich,
- Fig. 5
- ein Düsenfeld gemäß Fig. 2 mit dem korrigierten Linienabdruck.
[0013] Zur Vereinfachung und zum leichteren Verständnis ist die Darstellung schematisiert
ausgeführt.
[0014] Gemäß Fig.3 besteht die erfindungsgemäße Anordnung aus einem Tintendruckkopf 1, einem
Speicher 2, einer Achse 3 und einer Verstelleinrichtung 4.
Der Tintendruckkopf 1 ist aus drei Modulen 11, 12, 13 zusammengesetzt. Die Module
11, 12, 13 sind nach dem "Non-Interlaced"-Prinzip übereinander fluchtend angeordnet.
Der Speicher 2 ist integraler Bestandsteil des Tintendruckkopf 1 und als nichtflüchtiger
Schreib-Lese-Speicher mittels eines EEPROM reali-siert. In dem Speicher 2 sind individuelle
Druckdaten des Tintendruck-kopfes 1 gespeichert. Die individuellen Druckdaten werden
extern vor Einbau des Tintendruckkopfes in eine Druckeinrichtung mittels Auswer-tung
von Probeabdrucken erzeugt. Die individuellen Druckdaten ent-halten entsprechende
positive oder negative Verzögerungswerte für die Takte zur Ansteuerung der Module
als Ganzes beziehungsweise der Düsen als Einzelnes. Die individuellen Daten können
auch so beschaffen sein, daß eine Düse vom Druck ausgeschlossen ist.
Der Tintendruckkopf 1 ist auf der Achse 3 innerhalb eines Justierbereiches drehbar
gelagert. Das Lager für die Achse 3 kann unmittelbar am Gehäuse des Tintendruckkopfes
1 angeformt sein oder mittelbar in einer Traverse zur Aufnahme des Tintendruckkopfes
1 enthalten sein.
Die Verstelleinrichtung 4 besteht aus einer Gewindebuchse 41, einer Justierschraube
42 und einer Feder 43. Sie dient zur Verdrehung des Tintendruckkopfes 1 innerhalb
des Justierbereiches. Der Tintendruckkopf 1 liegt unter der Wirkung der Feder 43 kraftschlüssig
an der Justierschraube 42 an. Die Verstelleinrichtung 4 kann zweckmäßigerweise gleichfalls
auf der genannten Traverse befestigt sein.
[0015] Gemäß Fig. 4 ist der Speicher 2 mit dem Drucksteuerrechner 7 - Mikroprozessor - über
eine gehende Datenleitung 75 und eine kommende Datenleitung 76 verbunden. Der erste
Modul 11 ist mit dem Drucksteuerrechner 7 über eine Taktleitung 71 und eine kommende
Datenleitung 74 verbunden. Der zweite Modul 12 ist mit dem Drucksteuerrechner 7 über
eine Taktleitung 72 verbunden. Der dritte Modul 13 ist mit dem Drucksteuerrechner
7 über eine Taktleitung 73 verbunden.
Im dargestellten Fall werden die Druckdaten D seriell in die Module 11, 12, 13 eingegeben.
Deshalb ist die Datenleitung 74 vom Drucksteuerrechner 7 über den Modul 11 zum Modul
12 bis zum Modul 13 durchgeschleift. Eine Alternative ist die Eingabe der Druckdaten
D über einen Parallelbus an jeden Modul direkt.
Der Tintendruckkopf 1 beziehungsweise die Module 11, 12, 13 ist/sind in nicht dargestellter
Weise mit einem handelsüblichen Treiberschaltkreis mit einem Shift-Register und Latches
vor Verknüpfungsgliedern versehen. Mittels der Verknüpfungsglieder, an denen die zugeordneten
Taktleitungen mit den korrigierten Takten T1 bis T3 anliegen, erfolgt die zeit- und
bildinformationsgerechte Auslösung der Aktorschaltungen für die Düsen.
Der Drucksteuerrechner 7 ist für die Erzeugung der Korrekturdaten beziehungsweise
der individuellen Druckdaten 1 mit einem Scanner 8 über eine Signalleitung 81 verbunden.
Werden bei einem ersten Probedruck Lücken im Abdruck 5, wie der über die Norm Δd hinausgehende
Höhenversatz v zwischen Dot 514 und 515, festgestellt, so wird der Tintendruckkopf
1 in diesem Fall so weit linksum gedreht, bis der Anschluß in vertikaler Richtung
hergestellt ist. Der Verdrehwinkel ist bereits mit der Verdrehung der Justierschraube
42 mechanisch gespeichert.
Der erneut erzeugte Abdruck 5 wird gescannt, und die Abtastsignale As werden dot-
beziehungsweise düsenbezogen dem Drucksteuerrechner 7 zugeführt. Die Abtastsignale
As werden im Drucksteuerrechner 7 mit in diesem bereits gespeicherten Normwerten verglichen
und die Abweichungen in vorzeichenbehaftete Korrekturdaten 1 umgewandelt und über
die Datenleitung 76 adressenbezogen in den Speicher 2 eingegeben. Es ist allerdings
auch möglich, auf den Vorzeichenteil zu verzichten, wenn nur Verzögerungswerte in
Bezug auf den am weitesten nacheilenden Dot, beispielsweise in Fig. 2 Dot 515 beziehungsweise
521, erzeugt werden. Der Versatz v in Transportrichtung von Modul 13 zu Modul 12 ist
in diesem Fall etwas kleiner als der entsprechende Düsenabstand Δs.
Die Korrekturdaten beziehungsweise individuellen Druckdaten I werden über die Datenleitung
76 in den Speicher 2 geladen. Damit ist der Tintendruckkopf 1 auch elektronisch abgeglichen.
Nach dem endgültigen Einbau des Tintendruckkopfes 1 in eine Druckeinrichtung werden
die individuellen Druckdaten 1 über die Datenleitung 75 vom Mikroprozessor 7 aus dem
EEPROM 2 abgerufen und bei der Erzeugung der Takte T1, T2, T3 eingearbeitet.
[0016] In Fig. 5 ist ein nach der vorstehend beschriebenen Verfahrensweise korrigierter
Linienabdruck zu dem fehlerbehatten Düsenfeld nach Fig. 2 dargestellt. In diesem Fall
ist die Düse 121 für den Druckbetrieb elektronisch gesperrt.
Verwendete Bezugszeichen
[0017]
- 1
- Tintendruckkopf
- 11
- erster Modul
- 111 bis 117
- Düsen des ersten Moduls
- 12
- zweiter Modul
- 121 bis 127
- Düsen des zweiten Moduls
- 13
- dritter Modul
- 131 bis 137
- Düsen des dritten Moduls
- 2
- Speicher, EEPROM, nichtflüchtig
- 3
- Achse
- 4
- Verstelleinrichtung
- 41
- Gewindebuchse
- 42
- Justierschraube
- 43
- Feder
- 5
- Abdruck
- 501 bis 507
- Dots beziehungsweise Druckpunkte vom ersten Modul 11 erzeugt,
- 508 bis 51
- 4 Dots beziehungsweise Druckpunkte vom zweiten Modul 12 erzeugt,
- 515 bis 521
- Dots beziehungsweise Druckpunkte vom dritten Modul 13 erzeugt,
- 6
- Aufzeichnungsträger, Druckstreifen
- 7
- Drucksteuerrechner, Mikroprozessor
- 71
- Taktleitung zum ersten Modul 11
- 72
- Taktleitung zum zweiten Modul 12
- 73
- Taktleitung zum dritten Modul 13
- 74
- Datenleitung zu den Modulen 11, 12, 13
- 75
- Datenleitung vom druckkopfinternen Speicher 2 zum Mikroprozessor 7
- 76
- Datenleitung zum druckkopfinternen Speicher 2
- 8
- Scanner
- 81
- Signalleitung
- As
- Abtastsignale vom Scanner zum Mikroprozessor 7
- D
- Druckdaten zu den Modulen 11, 12, 13
- Δd
- Normdüsenversatz orthogonal zur Transportrichtung
- I
- individuelle Druckdaten, Korrekturdaten
- Δs
- Normdüsenversatz in Transportrichtung
- s
- Düsenreihenlänge in Transportrichtung
- T1
- Takt für Modul 11
- T2
- Takt für Modul 12
- T3
- Takt für Modul 13
- v
- Modulversatz in Tranportrichtung
1. Anordnung zum Toleranzausgleich bei einem Tintendruckkopf, insbesondere bei einem
aus mehreren Modulen nach dem "Non-Interlaced"-Prinzip zusammengesetzten Tintendruckkopf,
der von einem Drucksteuerrechner gesteuert wird und wobei die Module schräg untereinander
äquidistant angeordnet sind und deren erste wirksame Düsen in Bezug auf die relative
Druckträgertransportrichtung auf einer zu dieser orthogonalen Linie liegen sollen,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Tintendruckkopf (1) ein Speicher (2) integriert ist, in dem individuelle
Druckdaten (I) zur Lagekorrektur der Druckpunkte gespeichert sind, die mittels Auswertung
von Probeabdrucken extern, bereits vor dem endgültigen Einbau des Tintendruckkopfes
(1) in eine Druckeinrichtung, erzeugt werden und
daß der Tintendruckkopf (1) um eine Achse (3) innerhalb eines Justierbereiches drehbar
gelagert ist und zur mechanischen Justierung des Tintendruckkopfes (2) eine Verstelleinrichtung
(4) vorgesehen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Speicher (2) die individuellen Druckdaten (I) für jede einzelne Düse (111
bis 117, 121 bis 127, 131 bis 137) gespeichert sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Speicher (2) die individuellen Druckdaten (I) für jedes einzelne Modul
(11, 12, 13) gespeichert sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Speicher (2) als nichtflüchtiger Schreib-Lese-Speicher mittels eines EEPROM
ausgeführt ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstelleinrichtung (4) aus einer Gewindebuchse (41), einer in derselben geführten
Justierschraube (42) sowie einer Feder (43) besteht, wobei die Gewindebuchse (41)
im Drucker befestigt ist und der Tintendruckkopf (1) unter der Wirkung der Feder (43)
kraftschlüssig an der Justierschraube (42) anliegt.