[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verteilung der Wäsche in einer Wäschetrommel
einer Waschmaschine durch Steuerung des Schleudervorgangs der Waschmaschine.
[0002] Bei Waschmaschinen wird die Wäschetrommel mit unterschiedlichen Drehzahlen angetrieben.
Beim Waschvorgang dreht sich die Wäschetrommel mit einer Waschdrehzahl (beispielsweise
50 U/min). Beim Schleudervorgang wird die Drehzahl auf eine Schleuderdrehzahl (beispielsweise
1000 U/min.) hochgefahren. Bei dieser Scheuderdrehzahl liegt die Wäsche an der Innenwandung
der Wäschetrommel an. Bei einer ungleichäßigen Verteilung der Wäsche in der Wäschetrommel
entsteht dann eine Unwucht der Wäschetrommel, welche unerwünschte Effekte zur Folge
hat. Ab einer bestimmten Wäscheanlegedrehzahl (ca. 80-120 U/min), bei welcher die
Wäsche sicher an der Innenwandung der Wäschetrommel anliegt, d.h. wenn die Zentrifugalkraft
größer als die Gravitationskraft ist, kann diese Unwucht gemessen werden. Dann erfolgt
der weitere Verlauf des Schleudervorgangs in Abhängigkeit von dieser Messung.
[0003] Durch die DE 34 16 639 A1 ist ein Verfahren zur Steuerung des Schleuderprogramms
einer Waschmaschine bekannt. Bei diesem Verfahren wird eine Mikrocomputersteuerung
verwendet, welche eine Unwuchterkennungseinrichtung und eine Drehzahlregulierungseinrichtung
aufweist. Zu Beginn des Schleuderprogramms wird die Wäschetrommel auf die Wäscheanlegedrehzahl
gebracht. Bei dieser Drehzahl findet die Unwuchterfassung durch die Unwuchterkennungseinrichtung
statt. Dabei wird das Drehzahl- oder Stromaufnahmeverhalten des Antriebsmotors der
Wäschetrommel ausgewertet und einem Mikrocomputer zugeführt, wobei das Vorliegen einer
Unwucht durch eine über eine Umdrehung der Wäschetrommel variierende Trommeldrehzahl
oder Stromaufnahme erkennbar ist. In einem Speicher des Mikrocomputers ist eine empirisch
ermittelte Referenztabelle abgelegt. Die gemessenen Daten werden mit den Daten der
Referenztabelle verglichen. Das Ergebnis der Auswertung bestimmt dann den weiteren
Verlauf des Schleuderverfahrens. Bei geringer Unwucht wird die Wäschetrommel sofort
weiter auf die Endschleuderdrehzahl hochgefahren. Bei einem mittleren Unwuchtwert
wird nur eine reduzierte Drehzahl angefahren. Bei einem unzulässigen Unwuchtwert wird
die Wäschetrommel abgebremst. Dann wird bei geringer Drehzahl die Wäsche neu verteilt.
Die Wäschetrommel wird dann erneut auf die Wäscheanlegedrehzahl beschleunigt und die
Unwucht erneut gemessen. Dabei wird die Wäsche jedoch wieder nach dem Zufallsprinzip
verteilt, so daß erneut ein unzulässiger Unwuchtwert auftreten kann. Dieser Vorgang
der Neuverteilung der Wäsche muß dann so oft wiederholt werden, bis der Unwuchtwert
eine akzeptable Größe annimmt. Dieses Verfahren ist sehr zeitaufwendig und verursacht
hohe Betriebskosten.
[0004] Durch die EP 0 349 798 B1 ist ein weiteres Verfahren zur Steuerung des Schleudervorgangs
einer Trommelwaschmaschine bekannt. Eine drehbar gelagerte Wäschetrommel wird von
einem Elektromotor angetrieben. Die Drehzahl des Elektromotors wird von einer Drehzahlsteuerungseinrichtung
gesteuert. Während des Schleuderbetriebs wird die Position der Unwucht der Wäschetrommel
gemessen. Diese Position zeichnet sich durch einen Drehzahlabfall, erhöhte Motorstromaufnahme
und erhöhtes Drehmoment aus. Beim Hochfahren der Wäschetrommel auf die Schleuderdrehzahl
wird die Wäschetrommel aus dieser ermittelten Position der Unwucht heraus beschleunigt.
Dadurch kann die durch die Unwucht bedingte Auslenkung der Wäschetrommel verringert
werden. Dies ist besonders wichtig in dem kritischen Drehzahlbereich der Wäschetrommel,
in welchem Resonanzerscheinungen auftreten. Dadurch kann der Schleudervorgang auch
mit einer unzulässig hohen Unwucht der Wäschetrommel durchgeführt werden. Die EP 0
349 798 B1 befaßt sich nicht mit einer Neuverteilung der Wäsche. Die Wäschetrommel
wird weiterhin mit der Schleuderdrehzahl angetrieben, obwohl der Unwuchtwert im Normalfall
unzulässig hoch wäre.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
anzugeben, bei welchen der Vorgang der Verteilung der Wäsche in der Wäschetrommel
verbessert wird.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch
(a) Ermitteln der Position der Unwucht der Wäschetrommel, und
(b) Beschleunigen bzw. Bremsen der Wäschetrommel in Abhängigkeit von der ermittelten
Position der Unwucht der Wäschetrommel, so daß die Wäsche in der Wäschetrommel während
dieses Beschleunigens bzw. Bremsens neu verteilt wird.
[0007] Durch dieses Verfahren wird die Wäsche in der Wäschetrommel durch gezielte Bewegungen
der Wäschetrommel verteilt. Auf die Wäscheverteilung wird also gezielt Einfluß genommen.
Dabei bewegt sich der die Unwucht hervorrufende Teil der Wäsche, so daß eine möglichst
gleichmäßige Verteilung der Wäsche beim Schleudervorgang erreicht wird. Diese gezielten
Bewegungen erfolgen vorzugsweise bei niedriger Schleuderdrehzahl, z.B. bei der Wäscheanlegedrehzahl
der Wäschetrommel. Dabei wird die Größe der Unwucht der Wäschetrommel und die Position
dieser Unwucht gemessen. Entsprechend der Position der Unwucht wird die Wäschetrommel
in bestimmten Positionen gezielt beschleunigt oder gebremst. Durch die Trägheit der
Unwuchtmasse und die Gravitationskraft wird die Unwuchtmasse dadurch bewegt und günstiger
verteilt. Dadurch ist es nicht notwendig, die Drehzahl der Wäschetrommel bei einer
ungünstigen Verteilung der Wäsche zu reduzieren, um eine Neuverteilung der Wäsche
zu erreichen. Die gleichmäßige Verteilung der Wäsche kann in sehr kurzer Zeit erreicht
werden, so daß der Schleudervorgang verkürzt werden kann.
[0008] Die Größe und Position der Unwucht der Wäschetrommel kann mittels Sensoren gemessen
werden, welche auf die Kraftwirkung oder die Auslenkung der Wäschetrommel ansprechen.
Bei Waschmaschinen mit nicht-vertikaler, beispielsweise horizontaler Drehachse der
Waschtrommel kann die Position der Unwucht durch Bestimmung der Drehzahlschwankungen
der Wäschetrommel ermittelt wird. Es können aber auch andere Verfahren verwendet werden,
beispielsweise Messung der Motorstromaufnahme oder des Drehmoments. Aus diesen Messungen
können dann auch die Drehzahlschwankungen indirekt ermittelt werden.
[0009] Die Steuerung des Schleudervorgangs kann so erfolgen, daß die Wäschetrommel bei bestimmten
Positionen entweder nur beschleunigt oder nur gebremst wird. Die Steuerung des Schleudervorgangs
kann jedoch auch einen oder mehrere Zyklen aus Beschleunigen und anschließendem Bremsen
der Wäschetrommel und/oder einen oder mehrere Zyklen aus Bremsen und anschließendem
Beschleunigen der Wäschetrommel beinhalten.
[0010] Wenn die Wäschetrommel sehr stark gebremst werden sollte, kann es zur Verteilung
der Wäsche vorteilhaft sein, die Drehrichtung der Wäschetrommel umzukehren, so daß
der Hochlauf der Wäschetrommel dann in der inversen Drehrichtung erfolgt.
[0011] Je nach mechanischem Aufbau der Wäschetrommel ergeben sich verschiedene günstige
Positionen der Wäschetrommel, bei welchen die Wäschetrommel beschleunigt oder gebremst
wird. Es hat sich als sehr vorteilhaft gezeigt, die Wäschetrommel
dann zu bremsen, wenn sich die Unwucht in einer Position befindet, in welcher sich die Unwucht um
90° bzgl. einer Position weitergedreht hat, bei welcher die Momentandrehzahl der Wäschetrommel
ein Minimum annimmt. In dieser Position trägt nicht nur die Trägheitskraft, sondern
auch die Gravitationskraft dazu bei, daß sich die Unwuchtmasse relativ zu der Wäschetrommel
bewegt. Entsprechend ist es vorteilhaft, die Wäschetrommel
dann zu beschleunigen, wenn sich die Unwucht in einer Position befindet, in welcher sich die Unwucht um
90° bzgl. einer Position weitergedreht hat, bei welcher die Momentandrehzahl der Wäschetrommel
ein Maximum annimmt.
[0012] Die Position der Unwucht der Wäschetrommel wird vorzugsweise bei oder oberhalb der
Wäscheanlegedrehzahl ermittelt. Die Position der Unwucht kann aber auch bei einer
Drehzahl unterhalb der Wäscheanlegedrehzahl erfolgen. In Abhängigkeit von der ermittelten
Unwucht kann dann ein rüttelnder Hochlauf der Wäschetrommel bis zur Wäscheanlegedrehzahl
erfolgen. Dieser rüttelnde Hochlauf kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die
Wäschetrommel immer nur bei einer bestimmten Position beschleunigt wird. Diese Position
kann die sein, bei welcher sich die Wäschetrommel um 90° bzgl. einer Position weitergedreht
hat, bei welcher die Momentandrehzahl der Wäschetrommel ein Maximum annimmt.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- ist ein schematische Darstellung und zeigt ein Schnitt durch eine Wäschetrommel zur
Veranschaulichung der gemessenen Drehzahlen der Wäschetrommel in Abhängigkeit von
der aktuellen Position einer Unwuchtmasse.
- Fig. 2
- zeigt ein Diagramm und veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Steuerung des Schleudervorgangs
einer Waschmaschine, bei welchem eine Beschleunigungs- und eine Bremsphase während
eines Zyklus in Abhängigkeit von der Position der Unwuchtmasse dargestellt sind.
[0014] Die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele beziehen sich auf die Steuerung des Schleudervorgangs
einer Waschmaschine, bei welcher die Wäschetrommel um eine horizontale Drehachse drehbar
gelagert ist. Die Wäschetrommel wird durch einen Elektromotor angetrieben, dessen
Drehzahl durch eine Drehzahlsteuerungseinrichtung gesteuert wird. Weiterhin weist
die Waschmaschine eine Einrichtung zur Messung der Unwucht der Wäschetrommel auf Dabei
kann die Unwucht beispielsweise durch Ermitteln der Drehzahlschwankungen gemessen
werden. Die Waschmaschine arbeitet in verschiedenen Drehzahlbereichen. Bei der Waschgangdrehzahl
(ca. 50 U/min) wird die Wäsche in der Wäschetrommel ständig durchmischt. Der Schleudervorgang
besteht aus einem Wäscheanlegedrehzahlbereich (ca. 80-120 U/min.), bei welchem die
Unwucht gemessen wird, und einem Schleuderdrehzahlbereich (ca. 800-1600 U/min.), bei
welchem die Wäsche geschleudert wird. Wenn die Größe der Unwucht einen bestimmten
Maximalwert nicht überschreitet, wird die Drehzahl der Wäschetrommel auf die Schleuderdrehzahl
hochgefahren. Solche Waschmaschinen sind an sich bekannt und daher hier nicht im einzelnen
beschrieben.
[0015] Anhand von Fig. 1 soll die gemessene Drehzahlen einer Wäschetrommel 10 in Abhängigkeit
von der aktuellen Position einer durch eine bestimmte Verteilung der Wäsche in der
Wäschetrommel 10 hervorgerufene Unwuchtmasse 12 veranschaulicht werden. Es sei angenommen,
daß die Wäschetrommel im Uhrzeigersinn (Pfeil 14) um eine horizontale Drehachse 16
rotiert wird, wobei die Drehzahl größer oder gleich der Wäscheanlegedrehzahl ist und
der die Wäschetrommel 10 antreibende Motor mit konstanter Stellgröße beaufschlagt
wird. Durch vier Pfeile 18, 20, 22 und 24 sind vier verschiedene Positionen der Unwuchtmasse
12 angedeutet, welche die Unwuchtmasse bei einer Umdrehung der Wäschetrommel 10 nacheinander
durchläuft. In der 0°-Position (Pfeil 18) befindet sich die Unwuchtmasse 12 in seiner
obersten Position. In der 90°-Position (Pfeil 20) ist die Unwuchtmasse 12 von der
0°-Position um 90° weiterbewegt worden und bewegt sich nach unten. In der 180°-Position
(Pfeil 22) befindet sich die Unwuchtmasse 12 in seiner untersten Position. In der
270°-Position (Pfeil 24) ist die Unwuchtmasse 12 von der 180°-Position um 90° weiterbewegt
worden und bewegt sich nach oben. Nach einer weiteren Drehung der Wäschetrommel 10
um 90° befindet sich die Unwuchtmasse 12 wieder in der 0°-Position. In Fig. 1 ist
die Wäschetrommel 10 in einer Position gezeigt, in welcher sich die Unwuchtmasse 12
in der 90°-Position befindet.
[0016] Beim Vorhandensein einer Unwuchtmasse 12 bleibt die Momentandrehzahl der Wäschetrommel
10 während einer Umdrehung der Wäschetrommel 10 nicht konstant. Wenn sich die Unwuchtmasse
12 von der 0°-Position (Pfeil 18) in die 180°-Position (Pfeil 22) bewegt, wird die
Momentandrehzahl der Wäschetrommel 10 steigen, weil die auf die Unwuchtmasse 12 wirkende
Gravitationskraft die Wäschetrommel 10 beschleunigt. Wenn sich die Unwuchtmasse 12
von der 180°-Position (Pfeil 22) in die 0°-Position (Pfeil 18) bewegt, wird die Momentandrehzahl
der Wäschetrommel 10 sinken, weil die auf die Unwuchtmasse 12 wirkende Gravitationskraft
die Wäschetrommel 10 bremst. Die geringste Momentandrehzahl n
min der Wäschetrommel 10 wird dann gemessen, wenn sich die Unwuchtmasse 12 in der 0°-Position
befindet. Entsprechend wird die größte Momentandrehzahl n
max der Wäschetrommel 10 dann gemessen, wenn sich die Unwuchtmasse 12 in der 180°-Position
befindet. Daraus läßt sich die jeweils momentane Position der Unwuchtmasse 12 bestimmen.
Die Größe der Unwuchtmasse 12 wird durch Ermittlung der Größe der Drehzahldifferenz
zwischen der geringsten und der größten Momentandrehzahl n
min bzw. n
max bestimmt, wobei die Drehzahldifferenz um so größer ist, je größer die Unwuchtmasse
12 ist.
[0017] Beim Vorhandensein einer unzulässig hohen Unwuchtmasse 12 wird nun die Unwuchtmasse
12 gezielt bewegt, so daß sich der Teil der Wäsche neu verteilt, welche die Unwucht
hervorruft. Die Größe der Unwuchtmasse 12 wird dann erneut gemessen. Wenn sich die
Wäsche in gewünschter Weise bewegt hat, so daß die Größe der Unwuchtmasse 12 nun einen
bestimmten Wert nicht überschreitet, dann wird die Wäschetrommel 10 auf die Schleuderdrehzahl
hochgefahren. Wenn jedoch die Größe der Unwuchtmasse 12 weiterhin einen unzulässigen
Wert überschreitet, dann wird die Unwuchtmasse 12 erneut gezielt bewegt. Die gezielte
Bewegung der Unwuchtmasse 12 erfolgt dadurch, daß die Wäschetrommel 10 in Abhängigkeit
von der Position der Unwuchtmasse 12 beschleunigt und/oder gebremst wird. Wenn sich
die Unwuchtmasse in der 90°-Position oder in der 180°-Position befindet, ist die Wirkung
der Gravitationskraft auf die Verteilung der Unwuchtmasse am größten. Dementsprechend
hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, die Wäschetrommel 10 in dem Zeitpunkt zu
bremsen, bei welchem sich die Unwuchtmasse 12 in der 90°-Position befindet, also wenn
sich die Unwuchtmasse 12 um 90° bzgl. der 0°-Position weitergedreht hat, bei welcher
die Momentandrehzahl der Wäschetrommel 10 ein Minimum annimmt. Entsprechend hat es
sich als sehr vorteilhaft erwiesen, die Wäschetrommel 10 in dem Zeitpunkt zu beschleunigen,
bei welchem sich die Unwuchtmasse 12 in der 270°-Position befindet, also wenn sich
die Unwuchtmasse 12 um 90° bzgl. der 180°-Position weitergedreht hat, bei welcher
die Momentandrehzahl der Wäschetrommel 10 ein Maximum annimmt.
[0018] Die Bewegung der Unwuchtmasse 12 durch Beschleunigen und Bremsen der Wäschetrommel
10 kann auf verschiedene Weise erfolgen. In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel
dargestellt, bei welchem die Wäschetrommel 10 bei der Wäscheanlegedrehzahl beschleunigt
wird, während sich die Unwuchtmasse 12 nach oben in Fig. 1 bewegt und sich zwischen
der 270°-Position und der 0°-Position befindet, und gebremst wird, während sich die
Unwuchtmasse 12 nach unten in Fig. 1 bewegt und sich zwischen der 90°-Position und
der 180°-Position befindet. Dieser Zyklus kann einfach oder mehrfach ausgeführt werden.
[0019] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel wird die Wäschetrommel 10 bei bestimmten Positionen
der Unwuchtmasse 12 gebremst und dann wieder auf die Wäscheanlegedrehzahl hochgefahren,
bei welcher die Unwucht wieder gemessen wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel finden
keine von der Position der Unwuchtmasse 12 abhängigen Beschleunigungen statt. Das
Bremsen der Wäschetrommel 10 kann auch hier bei der 90°-Position der Unwuchtmasse
12 stattfinden, wobei dieser Zyklus ebenfalls einfach oder mehrfach ausgeführt werden
kann.
[0020] Bei einem dritten Ausführungsbeispiel ist die Steuerung des Schleudervorgangs so
ausgelegt, daß die Wäschetrommel 10 wie beim zweiten Ausführungsbeispiel gebremst
wird. Wenn der Bremsvorgang jedoch sehr stark ausfällt, dann erfolgt der folgende
Hochlauf der Wäschetrommel 10 in der inversen Drehrichtung.
[0021] Bei einem vierten Ausführungsbeispiel wird die Unwucht bereits unterhalb der Wäscheanlegedrehzahl
gemessen. Beim Vorliegen einer unzulässig großen Unwucht erfolgt dann ein rüttelnder
Hochlauf der Wäschetrommel 10 bis zur Wäscheanlegedrehzahl. Dabei kann der rüttelnde
Hochlauf dadurch erfolgen, daß die Wäschetrommel 10 immer dann beschleunigt wird,
wenn sich die Unwuchtmasse 12 in der 270°-Position befindet.
1. Verfahren zur Verteilung der Wäsche in einer Wäschetrommel (10) einer Waschmaschine
durch Steuerung des Schleudervorgangs der Waschmaschine,
gekennzeichnet durch
(a) Ermitteln der Position der Unwucht (12) der Wäschetrommel (10), und
(b) Beschleunigen bzw. Bremsen der Wäschetrommel (10) in Abhängigkeit von der ermittelten
Position der Unwucht (12) der Wäschetrommel (10), so daß die Wäsche in der Wäschetrommel
(10) während dieses Beschleunigens bzw. Bremsens neu verteilt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der Unwucht (12) durch Bestimmung der Drehzahlschwankungen der Wäschetrommel
(10) ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Schleudervorgangs einen oder mehreren Zyklen aus Beschleunigen
und anschließendem Bremsen der Wäschetrommel (10) beinhaltet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Schleudervorgangs einen oder mehrere Zyklen aus Bremsen und anschließendem
Beschleunigen der Wäschetrommel (10) beinhaltet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung (14) der Wäschetrommel (10) in Abhängigkeit von der ermittelten
Position der Unwucht (12) umgekehrt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wäschetrommel (10) in einem Zeitpunkt gebremst wird, bei welcher sich die Unwucht
(12) in einer Position (20) befindet, in welcher sich die Unwucht (12) um 90° bzgl.
einer Position (18) weitergedreht hat, bei welcher die Momentandrehzahl der Wäschetrommel
(10) ein Minimum annimmt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wäschetrommel (10) in einem Zeitpunkt beschleunigt wird, bei welcher sich die
Unwucht (12) in einer Position (24) befindet, in welcher sich die Unwucht (12) um
90° bzgl. einer Position (22) weitergedreht hat, bei welcher die Momentandrehzahl
der Wäschetrommel (10) ein Maximum annimmt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ermitteln der Position der Unwucht (12) der Wäschetrommel (10) bei einer Drehzahl
unterhalb der Wäscheanlegedrehzahl erfolgt.