[0001] Die Erfindung betrifft eine Minenräumeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die Erfindung geht von Minenräumeinrichtungen aus, wie sie in der US-A-2 489 349
oder der US-A-3 771 413 oder der DE-A-44 41 075 beschrieben ist. Diese weisen an ihrer
Frontseite eine vertikal schwenkbare Fräswalze auf. Die Fräswalze ist mit Schneid-
und Brechwerkzeugen versehen.
[0003] Bei der US-A-2 397 994 ist ein System ersichtlich, welches mit einem um das gesamte
Panzerfahrzeug rotierbaren Werkzeug versehen ist.
[0004] Aus der DE 42 30 769 C2 ist eine Minenräumanordnung bekannt, die als Vorbaugerät
für Fahrzeuge, insbes. Panzerfahrzeuge, zum Räumen von Landminen vorgesehen ist. Diese
bekannte Minenräumanordnung weist Räumschildelemente mit Grabzähnen auf, die auf einer
Linie schräg zur Fahrtrichtung an einem Aufnahmerahmen einstellbar angeordnet sind.
Jedes Räumschildelement besteht aus einem konkav gewölbten Oberteil und ist durch
die Grabzähne für die Räumtiefe fortgesetzt. Über zugeordnete Gleitflächen ist jedes
Räumschildelement am Boden führbar. Die einzelnen Oberteile sind über waagrechte Schwenkachsen
quer zur Fahrtrichtung individuell einstellbar am Aufnahmerahmen gehalten und über
zugeordnete Gleitflächen selbsttätig am Boden führbar. Die Gleitflächen sind über
in Fahrtrichtung vorgeschaltete Schrägen mit den Oberteilen verbunden. Die Oberteile
nehmen die Grabzähne und/oder die Räumzähne zur Verlagerung der Oberteile der Räumschildelemente
auf.
[0005] Die DE 44 41 075 C1 offenbart ein Minen-Räumfahrzeug mit einem Frontanbau, der über
hydraulisch oder pneumatisch arbeitende Zylinder-Kolben-Anordnungen und gegebenenfalls
über schwenkbar an dem Fahrzeug angelenkte Rahmenschenkel mit dem Fahrzeug heb- und
senkbar verbunden ist. Der Frontanbau ist mit einem in Fahrtrichtung nach vorne und
nach unten zumindest teilweise offenen Kasten mit einer darin im wesentlichen quer
zur Fahrtrichtung angeordneten, vorzugsweise hydraulisch drehangetriebenen Frästrommel
ausgebildet, die sich gegen die Fahrtrichtung dreht, die jeweilige zu räumende Mine
vor die Frästrommel fördert und dort durch Druckbeaufschlagung zur Explosion bringt.
Zur Selektion magnetischer Materialien ist der Frontanbau derart ausgestaltet, daß
im Bereich vor der Frästrommel ein Magnet oder eine Magnetanordnung zur Aufnahme magnetischer
Teile angeordnet ist.
[0006] Aus der DE 44 42 153 C1 ist eine Räumvorrichtung für Minen, Granaten und sonstige
explosive Körper bekannt, die sich im oder auf dem Erdboden befinden. Diese Räumvorrichtung
weist entgegen der Vortriebsrichtung rotierende Elemente auf und ist als Vorbaugerät
für ein Fahrzeug, insbes. für ein Panzerfahrzeug, ausgebildet. Die rotierenden Elemente
sind bei dieser bekannten Räumvorrichtung als Scheibenkörper ausgebildet, die wenigstens
am Außenumfang Schneid- bzw. Sägeelemente aufweisen. Mehrere Scheibenkörper sind vertikal
orientiert vorgesehen und nebeneinander angeordnet.
[0007] Alle oben beschriebenen Räumvorrichtungen bzw. -anordnungen und -fahrzeuge sind als
Vorbaugeräte bzw. als Fahrzeuge mit Frontanbau gestaltet. Die Räumsicherheit derartiger
Räumanordnungen kann jedoch noch Wünsche offen lassen, d.h. die von den Vereinten
Nationen geforderte Räumsicherheit von mindestens 99,6% beim humanitären Minenräumen
kann von diesen bekannten Anordnungen noch nicht zuverlässig erfüllt werden.
[0008] Aus der DE 94 06 207 U1 ist eine Vorrichtung zum Nachsuchen von auf dem oder im Erdboden
abgelegten Minen bekannt, wobei ein an einem Zugfahrzeug angehängtes Gerät eine horizontal
gelagerte Walze aufweist, die von einem Antriebsmotor entgegen der Zugrichtung antreibbar
ist. An der Walze sind Werkzeuge angebracht, die derart beschaffen sind, daß Bodenmaterial
vor der Walze bis zu seiner vorgegebenen Tiefe nach oben und hinten auf eine hinter
der Walze mitfahrende Sieb- und/oder Fördervorrichtung befördert wird, wobei die Sieb-
und/oder Fördervorrichtung so ausgelegt ist, daß das Bodenmaterial hindurchfällt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Minenräum-System der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit welchem die Forderung der Vereinten Nationen nach einer Räumsicherheit
von mindestens 99,6% zuverlässig erfüllt wird.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Minenräum-System der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw.
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Minenräum-Systems sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0011] Das erfindungsgemäße Minenräum-System weist den Vorteil auf, daß zeitsparend, d.h.
schnell eine wirtschaftliche Räumung relativ großer Minenfelder im Rahmen einer humanitären
Räumung möglich ist, wobei der Frontanbau des Minenräumfahrzeuges mit der Fräswalze
eine Zertrümmerung zu räumender Minen bewirkt und das Minennachsuchgerät ein Nachsuchen
bzw. ein Zertrümmern von vom Frontanbau nicht erfaßten Minen bewirkt. Teile, die größer
als größenordnungsmäßig 5 cm sind, werden mit Hilfe der Fördereinrichtung des Minennachsuchgerätes
zu einer Siebeinrichtung transportiert.
[0012] Bei dem Minenräumfahrzeug bzw. bei dem Minennachsuchfahrzeug kann es sich um einen
modifizierten Leopard-Panzer, d.h. um das Fahrgestell eines Leo 1 A4 handeln, bei
welchem zur Gewichtsreduktion der Getriebeblock, die ABC-Anlage, der Munitionsbunker,
die Kettenschürzen u.dgl. demontiert sind. Um die oben genannte Räumsicherheit zu
erzielen, darf die Räumgeschwindigkeit, d.h. die Fahrgeschwindigkeit eines solchen
modifizierten Leo 1 A4 nicht größer als 30 m/min, vorzugsweise zwischen 8 und 16 m/min
betragen. Das ist erreichbar, wenn an die vorhandenen Seitenvorgelege des Leo 1 A4
ein Untersetzungsgetriebe angebaut wird. Bei einem solchen dieselhydraulischen Antrieb
werden als Antriebsmotoren zwei Ölmotoren verwendet, wobei die Ölpumpe über ein Pumpenverteilergetriebe
und eine Zwischenkupplung vom Motor des Leo 1 A4 bei einer konstanten Motordrehzahl
von bspw. 1600 min
-1 angetrieben wird.
[0013] Da das erfindungsgemäße Minenräum-System zum Räumen von Schützenminen und auch von
sog. Springminen, und zum Räumen von Panzerminen geeignet und vorgesehen ist, muß
das jeweilige Panzerfahrzeug für die Bedienperson absolut sicher sein. Zu diesem Zwecke
ist die Fahrerkabine des jeweiligen Panzerfahrzeugs auf schockabsorbierenden Dämpfungselementen
gelagert. Gegen Springminen ist die Fahrerkabine selbst in ihrem vorderen Bereich
aus einem geeigneten Panzerstahl ausgeführt. Die Sichtfenster bestehen vorzugsweise
aus Panzerglas und können zusätzlich mit Schutzblenden verkleidet sein. Der Bodenbereich
des Fahrgestells und/oder der Innenbereich der Wanne des Fahrzeugs weisen vorzugsweise
eine zusätzliche Panzerung auf. So kann der Bodenbereich des Fahrgestells gegen eventuelle
Hohlladungsminen mit Panzerstahl verstärkt sein. Im Innenbereich der Wanne des Fahrzeugs
können Zusatz-Schottungen vorgesehen sein. Diese können aus Polyäthylenplatten bestehen.
[0014] Um das Gewicht der entsprechenden Fräswalze aufnehmen zu können, sind die Laufrollen
des Fahrzeugs und/oder die Stützarme, an welchen die entsprechende Fräswalze heb-
und senkbar vorgesehen ist, mit einer Verstärkung versehen. Zu diesem Zwecke können
die Gummierungen der Laufrollen durch Auflagen aus Vulkolan ersetzt und/oder die vorderen
Stützarme durch zusätzliche hydraulische Stoßdämpfer abgestützt sein.
[0015] Mit dem erfindungsgemäßen Minenräum-System erfolgt die Zerstörung von Minen durch
das Eintauchen der ersten Fräswalze in den Boden bei einem gleichzeitigen Auslösen
bzw. Zerstückeln der Minen durch die von der entsprechenden Fräswalze radial wegstehenden
Meißelelemente bzw. Walzenzähne. Die Eintauchtiefe beträgt zweckmäßigerweise bis zu
40 cm. Die an der Fräswalzen-Mantelfläche ein- oder mehrgängig schraubenlinienförmig
angeordneten Meißelelemente sind in Abhängigkeit von der Walzengeometrie, der Walzendrehzahl,
der Vortriebs- bzw. Fahrgeschwindigkeit und der Bodenart bzw. -beschaffenheit angeordnet.
Die entsprechende Fräswalze ist mit dem zugehörigen Panzerfahrzeug mittels einer Tragarmkonstruktion
heb- und senkbar verbunden. Diese Tragarmkonstruktion besteht aus Gewichtsgründen
vorzugsweise aus Hohlprofilelementen entsprechender mechanischer Festigkeit. Die Tragarmkonstruktion
kann mittels hydraulischer Kolben-Zylinder-Anordnungen um eine Schwenkachse verschwenkbar,
d.h. heb- und senkbar. Die Nachführung und die Höhensteuerung der jeweiligen Fräswalze
kann elektrohydraulisch ausgeführt werden. Zwischen der jeweiligen Fräswalze und dem
zugehörigen Fahrgestell des Panzerfahrzeugs ist vorzugsweise eine dickwandige Barriere
angeordnet, die bei der Detonation insbes. von Panzerminen eine Beschädigung der Hydraulikanlage
bzw. -zuleitungen und eine Beschädigung des Fahrgestells sowie der Ketten des Panzerfahrzeugs
zuverlässig verhindert.
[0016] Die konstruktive Auslegung der Fräswalze, die Anordnung der Meißelelemente, die geometrische
Form der Meißelelemente, der Durchmesser der jeweiligen Fräswalze, der Spiralwinkel
der Meißelelemente und die Walzendrehzahl bestimmen maßgeblich die Räumungswahrscheinlichkeit,
d.h. die Räumsicherheit.
[0017] Ein weiterer, ganz erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Minenräum-Systems besteht
darin, daß mit dem Minenräum-Vorgang mit Hilfe des Minennachsuchfahrzeugs bzw. Minennachsuchgerätes
eine Bodenkultivierung einhergeht. Der Boden wird durch die Bearbeitung mit der ersten
und der zweiten Fräswalze entsprechend aufgelockert, so daß das Gelände nach Durchführung
der Minenräumarbeit bebaut oder aufgeforstet werden kann. Außerdem ist das erfindungsgemäße
Minenräum-System derartig konzipiert, daß der Frontanbau bzw. das Minennachsuchgerät
des ersten Panzerfahrzeugs bzw. das Minennachsuchgerät von dem vom ersten modifizierten
Panzerfahrzeug unabhängigen zweiten modifizierten Panzerfahrzeug demontiert werden
kann, um danach die einzelnen Komponenten auch über Brücken entsprechend reduzierter
Tragfähigkeit transportieren zu können. Das ist insbes. für Drittweltländer von Bedeutung.
[0018] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung schematisch dargestellten erfindungsgemäßen Minenräum-Systems.
Es zeigen:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel des Minenräum-Systems;
- Figur 2
- in einer Seitenansicht wesentliche Teile eines modifizierten Panzerfahrzeugs des Minenräum-Systems
gemäß Figur 1;
- Figur 3
- einen Antriebsblock in schematischer Darstellung.
[0019] Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht ein Minenräum-System 10 mit einem Minenräumfahrzeug
12 und mit einem Minennachsuchfahrzeug 14. Das Minenräumfahrzeug 12 und das Minennachsuchfahrzeug
14 sind jeweils von einem modifizierten Panzerfahrzeug 16 gebildet, wie es auch in
Fig. 2 verdeutlicht ist. Bei dem jeweiligen Panzerfahrzeug 16 ist der Panzerturm durch
eine Fahrerkabine 18 ersetzt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Fahrerkabine
18 auf schockabsorbierenden Dämpfungselementen 20 gelagert. Die Fig. 2 verdeutlicht
außerdem, daß der Bodenbereich des Fahrgestells eine zusätzliche Panzerung 22 und
daß der Innenbereich der Wanne des Panzerfahrzeugs 16 eine zusätzliche Panzerung 24
aufweist.
[0020] An der Vorderseite des Minenräumfahrzeuges 12 ist eine Fräswalze 26 vorgesehen. Die
Fräswalze 26 ist mit Meißelelementen 28 versehen, die von der Fräswälzen-Mantelfläche
30 radial wegstehen. Die Fräswalze 26 ist in einem Abschirmgehäuse 32 um eine horizonale
Achse 34 zur Fahrtrichtung entgegengesetzt antreibbar, was durch den Pfeil 36 angedeutet
ist. Die Fräswalze 26 mit dem zugehörigen Abschirmgehäuse 32 ist an zwei seitlichen
Tragarmen 38 gehalten, die am Minenräumfahrzeug 12 temporär befestigt, um eine horizontale
Schwenkachse 40 verschwenkbar und somit in der Höhe bzw. zur Einstellung einer gewünschten
Boden-Eindringtiefe verschwenkbar sind. Der Antrieb der Fräswalze 26 und der Schwenkantrieb
der Tragarme 38 erfolgt mittels einer Antriebseinrichtung 42, die im Heckbereich des
Minenräumfahrzeuges 12 vorgesehen ist.
[0021] Das Minenachsuchfahrzeug 14 ist von einem dem Minenräumfahrzeug 12 ähnlichen modifizierten
Panzerfahrzeug 16 gebildet, das mit einer zweiten Fräswalze 44 lösbar kombiniert ist,
die um eine Horizontalachse schwenkbeweglich vorgesehen ist, was durch den bogenförmigen
Doppelpfeil 46 angedeutet ist. Die zweite Fräswalze 44 ist mit einem Abschirmgehäuse
48 kombiniert, sie weist wie die erste Fräswalze 26 Meißelelemente 50 auf, die von
der Mantelfläche 52 der zweiten Fräswalze 44 radial wegstehen. Der zweiten Fräswalze
44, die wie die erste Fräswalze 26 entgegen der Fahrtrichtung angetrieben wird, was
durch den Pfeil 54 angedeutet ist, ist eine Förder- und Siebeinrichtung 56 nachgeordnet.
[0022] Fig. 3 zeigt den Antriebsblock 58 des Minenräumfahrzeuges 12 in stark vereinfachter
Darstellung. Der Antriebsmotor 60 ist durch die Abtriebs- oder Motorwelle 62 mit einer
Kupplung 64 antriebsverbunden. An die Kupplung 64 schließt sich das Pumpenverteilergetriebe
66 an. Pumpenverteilergetriebe 66 und Kupplung 64 sind über einen Übergangsring 68,
der als glockenförmiges Gehäuse gebildet ist, eingefaßt. Das Pumpenverteilergetriebe
66 treibt Ölpumpen 70 an, von denen eine erste für den linken Fahrantrieb 72, eine
zweite für einen Kühler 74, eine dritte für eine Reserve 76 und die vierte für den
rechten Fahrantrieb 72 des Minenräumfahrzeuges 12 eingesetzt ist.
[0023] Der Antriebsblock 58 umfaßt gemäß Fig. 3 einen zweiten Antriebsmotor 78, der in diesem
Beispielsfall für den Antrieb der Fräswalzen 26 vorgesehen ist. Die Antriebsmotoren
60 und 78 sind vertikal übereinander im Minenräumfahrzeug 12 angeordnet. Es wird aber
ausdrücklich betont, daß die Anordnung von zwei Antriebsmotoren 60 und 78 eine Möglichkeit
zum Antrieb verschiedener Einrichtungen ist. Sämtliche Einrichtungen, wie Fräswalzen,
Fahrantrieb, Kühler und dergleichen können auch von einem einzigen Antriebsmotor 60
beaufschlagt werden, wenn dieser Antriebsmotor 60 mit Kupplung und Pumpenverteilergetriebe
entsprechend ausgebildet ist.
[0024] Von dem zweiten Antriebsmotor 78 geht eine Abtriebswelle 80 zur Kupplung 82, die
wiederum mit dem Pumpenverteilergetriebe 84 verbunden ist. Das Pumpenverteilergetriebe
84 treibt über entsprechende Ölpumpen die Fräswalzen 26 an, von denen zwei als rechte
und zwei als linke Fräswalzen eingesetzt werden.
[0025] Mit dem Antriebsblock 58 sind Fahrgeschwindigkeiten bis runter zu 0,72 m/min realisierbar.
Diese geringe Fahrgeschwindigkeit, die mit den üblichen Antrieben des Kampfpanzers
nicht möglich sind, gewährleistet zusammen mit entsprechenden Arbeitsgeschwindigkeiten
der Fräswalzen 26 ein optimales Räumen von Minen. Die Arbeitsgeschwindigkeiten der
Fräswalzen 26 liegen zwischen 14 und 30 m/min.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 10
- Minenräum-System
- 12
- Minenräumfahrzeug
- 14
- Minenachsuchfahrzeug
- 16
- Panzerfahrzeug
- 18
- Fahrerkabine
- 20
- Dämpfungselemente
- 22
- Panzerung
- 24
- Panzerung
- 26
- Fräswalze
- 28
- Meißelelement
- 30
- Mantelfläche (von 26)
- 32
- Abschirmgehäuse
- 34
- Horizontalachse
- 36
- Pfeil
- 38
- Tragarme
- 40
- Schwenkachse
- 42
- Antriebseinrichtung
- 44
- zweite Fräswalze
- 46
- Doppelpfeil
- 48
- Abschirmgehäuse
- 50
- Meißelelement
- 52
- Mantelfläche (von 44)
- 54
- Pfeil
- 56
- Förder- und Siebeinrichtung
- 58
- Antriebsblock
- 60
- Antriebsmotor
- 62
- Motorwelle
- 64
- Kupplung
- 66
- Pumpenverteilergetriebe
- 68
- Übergangsring
- 70
- Ölpumpe
- 72
- Fahrantrieb
- 74
- Kühler
- 76
- Reserve
- 78
- Antriebsmotor
- 80
- Abtriebswelle
- 82
- Kupplung
- 84
- Pumpenverteilergetriebe
1. Minenraumeinrichtung, die aus einem auf der Basis eines modifizierten Panzerfahrzeuges
(16) und mit Ölmotoren bestückten Minenräumfahrzeuges (12) besteht, an dessen Vorderseite
ein um eine Horizontalachse (40) schwenkbeweglicher Frontanbau zur Aufnahme einer
Fraswalze (26) vorgesehen ist, die auf ihrer Umfangsfläche Schneid- und Brechwerkzeuge
(28) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Antriebsblock (58) aus einem ersten Antriebsmotor (60) und einem zweiten Antriebsmotor
(78) vorgesehen ist, die wahlweise als Einzelaggregate oder als eine zusammengefaßte
Einheit eingesetzt sind.
daß der erste Antriebsmotor (60) über eine Kupplung (64) mit Ubergangsring (68) auf ein
Pumpenverteilergetriebe (66) wirkt, das seinerseits Olpumpen (70) antreibt, die Fahrantriebsmotoren
(72) beaufschlagen, die auf Untersetzungsgetriebe des Seitenvorgeleges wirken.
daß der zweite Antriebsmotor (78) über eine Kupplung (82) mit Ubergangsring auf ein zweites
Pumpenverteilergetriebe (84) wirkt, welches mit Olpumpen verbunden ist, die jeweils
die Fraswalzen (26) antreiben.
daß anstelle des Panzerturms an dem Panzerfahrzeug (16) eine Fahrerkabine (18) eingerichtet
ist, die auf schockabsorbierenden Dampfungselementen (20) gelagert ist, die jeweils
in den Ecken der im Querschnitt rechteckigen Fahrerkabine (18) bodenseitig angeordnet
sind, und
daß an dem Minenräumfahrzeug (12) ein Heckanbau mit einer Fraswalze vorgesehen ist, der
ein Minennachsuchgerät mit eingesetzter Fraswalze (44) bildet, der eine Förder- und
Siebeinrichtung (56) nachgeordnet ist.
2. Minenraumeinrichtung nach Anspruch 2.
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Fraswalzen (26,44) radial wegstehenden Schneid- und Brechwerkzeuge (28,50)
an der Fraswalzen-Manteltlache (30,52) ein- oder mehrgangig schraubenlinienförmig
angeordnet sind.
3. Minenräumeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Antriebsmotoren vertikal übereinander angeordnet sind.
4. Minenräumeinrichtung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ölmotoren jeweils in Reihe geschaltet sind.
5. Minenräumeinrichtung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ölmotoren paarweise in Reihe geschaltet sind.
6. Minenräumeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenbereich des Fahrgestells und/oder der Innenbereich der Wanne eine zusätzliche
Panzerung (22,24) aufweisen.
7. Minenräumeinrichtung nach .Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fräswalze (26) am Frontanbau und/oder die Fräswalze (44), mit zugehöriger Förder-
und Siebeinrichtung (56) am Heckanbau jeweils temporär am Minenfahrzeug (12) befestigt
sind.
8. Minenräumeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung (64,82) nach dem Antriebsmotor (60,78) eingangsseitig mit einer Schwungscheibe
versehen ist.
1. Mine-clearing equipment, which consists of a mine-clearing vehicle (12), based on
a modified armoured vehicle (16) and equipped with oil motors, on the front of which
a front attachment, which swivels about a horizontal axle (40), is provided for accommodating
a milling roller (26) which has cutting and breaking tools (28) on its peripheral
face,
characterized in that
a drive block (58) is provided which consists of a first driving motor (60) and a
second driving motor (78) which can be used either as individual units or as a combined
unit,
the first driving motor (60) works by way of a coupling (64) with transition ring
(68) on a pump distributor gear (66), which for its part drives oil pumps (70), which
act on travelling gear motors (72), which act on a reduction gear of the cross shaft,
the second driving motor (78) works by way of a coupling (82) with transition ring
on a second pump distributor gear (84), which is connected to oil pumps, which respectively
drive the milling rollers (26),
instead of the armour-plated turret on the armoured vehicle (16), a driver's cabin
(18) is installed which is mounted on shock-absorbing damping elements (20) which
are respectively disposed on the floor side in the corners of the driver's cabin (18)
which is rectangular in cross-section, and
on the mine-clearing vehicle (12) a rear attachment with a milling roller is provided
which forms a mine-detector with a fitted milling roller (44) which is followed by
a conveying and screening installation (56).
2. Mine-clearing equipment according to Claim 1,
characterized in that
the cutting and breaking tools (28, 50) radially projecting from the milling rollers
(26, 44) are disposed singly or multiply in helical form on the milling roller's outer
face (30, 52).
3. Mine-clearing equipment according to Claim 1,
characterized in that
the two driving motors are disposed vertically one above the other.
4. Mine-clearing equipment according to Claim 1 or 3,
characterized in that
the oil motors are each connected in series.
5. Mine-clearing equipment according to Claim 1 or 3,
characterized in that
the oil motors are connected in series in pairs.
6. Mine-clearing equipment according to Claim 1,
characterized in that
the floor area of the undercarriage and/or the inside area of the body have an additional
armour-plating (22, 24).
7. Mine-clearing equipment according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the milling roller (26) on the front attachment and/or the milling roller (44) with
associated conveying and screening installation (56) on the rear attachment are each
temporarily fixed to the mine vehicle (12).
8. Mine-clearing equipment according to Claim 1,
characterized in that
the coupling (64, 82) after the driving motor (60, 78) is provided on the input side
with a disk flywheel.
1. Dispositif de déminage qui est constitué d'un véhicule démineur (12) dont la base
est un véhicule blindé (16) modifié et qui est équipé de moteurs à fioul, sur le côté
avant duquel est prévu un accessoire frontal mobile à pivotement autour d'un axe horizontal
(40), destiné à recevoir un rouleau fraiseur (26) qui comporte, sur sa surface périphérique,
des outils de coupe et de broyage (28), caractérisé en ce qu'il est prévu un bloc d'entraînement (58) constitué d'un premier moteur d'entraînement
(60) et d'un deuxième moteur d'entraînement (78), qui sont utilisés au choix comme
groupes individuels ou sous la forme d'une unité regroupée, en ce que le premier moteur d'entraînement (60) agit, par un accouplement (64) avec une bague
de transition (68), sur un engrenage distributeur de pompe (66) qui, de son côté,
entraîne des pompes à huile (70) qui sollicitent des moteurs d'entraînement de marche
(72), lesquels agissent sur des démultiplicateurs de la transmission secondaire, en ce que le deuxième moteur d'entraînement (78)agit, par un accouplement (82) avec bague de
transition, sur un deuxième engrenage distributeur de pompe (84) qui est relié à des
pompes à huile qui entraînent chacune les cylindres de fraisage (26), en ce qu'au lieu de la tour blindée du véhicule blindé (16) est aménagée une cabine de conduite
(18) qui est montée sur des éléments d'amortissement (20) absorbant les chocs, qui
sont disposés chacun côté plancher, dans les angles de la cabine de conduite (18)
de section rectangulaire, et en ce que sur le véhicule de déminage (12) est prévu un accessoire arrière avec un cylindre
de fraisage qui forme un dispositif de recherche de mine avec cylindre de fraisage
(44) inséré, derrière lequel est monté un dispositif de transport et de tamisage (56).
2. Dispositif de déminage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les outils de coupe et de broyage (28, 50), dépassant radialement des cylindres de
fraisage (26, 44), sont disposés en hélice à un ou plusieurs filets sur la surface
d'enveloppe (30, 52) des cylindres de fraisage.
3. Dispositif de déminage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux moteurs d'entraînement sont superposés verticalement.
4. Dispositif de déminage selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que les moteurs à huile sont montés en série.
5. Dispositif de déminage selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que les moteurs à huile sont montés en série deux par deux.
6. Dispositif de déminage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone du plancher du châssis roulant et/ou la zone intérieure de la cuve présentent
un blindage supplémentaire (22, 24).
7. Dispositif de déminage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le cylindre de fraisage (26) est fixé à l'accessoire frontal et/ou le cylindre de
fraisage (44), avec dispositif correspondant de transport et de tamisage (56), est
fixé, toujours temporairement, à l'accessoire arrière du véhicule démineur (12).
8. Dispositif de déminage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accouplement (64, 82) est pourvu d'un disque oscillant côté entrée, après le moteur
d'entraînement (60, 78).