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(11) |
EP 0 922 796 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.07.2002 Patentblatt 2002/28 |
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Anmeldetag: 08.12.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D01G 15/88 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Sägezahndrahtes
Method and apparatus for manufacturing a saw tooth wire
Procédé et appareil de fabrication d'un fil en dents de scie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.06.1999 Patentblatt 1999/24 |
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Patentinhaber: Graf + Cie AG |
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8640 Rapperswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Patentanwälte
Leinweber & Zimmermann |
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Rosental 7 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 382 899 FR-A- 2 435 540
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WO-A-91/15605 GB-A- 2 258 471
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Sägezahndrähten
mit einem Fußbereich und einer Mehrzahl von in Längsrichtung des Drahtes hintereinander
angeordneten, vom Fußbereich ausgehenden und jeweils eine Zahnspitze aufweisenden
Zähnen.
[0002] Aus einer Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden und auf einem Träger befestigten
Sägezahndrähten der oben angegebenen Art hergestellte Ganzstahlgarnituren haben nahezu
vollständig die ursprünglich verwendeten Nadelgarnituren zum Bearbeiten von Textilfasern
verdrängt. Das ist zum einen auf die höhere Verschleißfestkeit derartiger Ganzstahlgarnituren
und die dadurch geschaffene Möglichkeit einer Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit
zurückzuführen und geht zum anderen auf die Tatsache zurück, daß derartige Sägezahndrähte
vergleichsweise einfach herstellbar sind.
[0003] Eine zum Herstellen von Sägezahndrähten der eingangs angegebenen Art betreibbare
Vorrichtung nach dem Stand der Technik ist in Fig. 4 dargestellt. Diese Vorrichtung
umfaßt eine auf einem Maschinenbett 400 montierte Vorschubeinrichtung 410, mit der
ein Profildraht 450 längs einer vorgegebenen Förderstrecke 454 gefördert wird. Dazu
ist der Profildraht 450 zwischen zwei Förderrollen 418 eingeklemmt, von denen eine
um eine senkrecht zur vorgegebenen Förderstrecke 454 verlaufende Drehachse 420 angetrieben
wird.
[0004] Zum Bearbeiten des Profildrahtes 450 ist auf dem Maschinenbett auch noch ein Bearbeitungswerkzeug
430 montiert. Dieses Bearbeitungswerkzeug 430 umfaßt eine in einem Spindelstock 434
gelagerte Spindel 436, die mit einem Drehstrommotor 432 in der durch den Pfeil 437
bezeichneten Richtung antreibbar ist. Am vorderen Ende der Spindel 436 ist ein Stanzwerkzeughalter
438 drehfest angebracht. Mit einem am Stanzwerkzeughalter 438 befestigten Stanzwerkzeug
440 können zusammenwirkend mit einer Stanzmatrize 442 des Bearbeitungswerkzeugs 430
zur Herstellung von Sägezähnen materialfreie Räume aus dem Profildraht 450 ausgestanzt
werden. Der Drehstrommotor 432 ist zusammen mit dem Spindelstock 434, der Spindel
436 und der Stanzmatrize 442 auf einer Grundplatte 444 festgelegt, die in Schritten
von 5° bezüglich dem Maschinenbett 400 und der Vorschubeinrichtung 410 verschwenkbar
ist, wie durch die auf der Grundplatte 444 markierte Winkelskala 446 angedeutet.
[0005] Am vorderen Ende der Spindel 436 ist ein Kegelrad 412 drehfest angebracht. Dieses
Kegelrad 412 kämmt ein am dem Bearbeitungswerkzeug zugewandten Ende eines Schneckenrades
416 drehfest angebrachtes Kegelrad 414. Dadurch wird das Schneckenrad um eine bezüglich
dem Maschinenbett 400 und der Vorschubeinrichtung 410 feststehende Drehachse gedreht.
Diese Drehung wird auf ein um die senkrecht zur vorgegebenen Förderstrecke 454 verlaufende
Drehachse 420 drehbares, das Schneckenrad 416 kämmendes Zahnrad übertragen. Auf diese
Weise kann das Vorschubrollenpaar 418 über das Schneckenrad 416, das Kegelrad 414,
das Kegelrad 412 und die Spindel 436 vom Drehstrommotor 432 angetrieben werden. Durch
diesen Antrieb wird sichergestellt, daß der Profildraht 450 zwischen den einzelnen
mit dem Stanzwerkzeug 450 ausgeführten Bearbeitungsvorgängen jeweils um dieselbe Vorschubstrecke
in der durch den Pfeil 452 bezeichneten Richtung gefördert wird.
[0006] Mithin können in der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung unter Verwendung nur eines
Antriebsmotors und eines Bearbeitungswerkzeugs in besonders einfacher Weise Sägezahndrähte
mit einer konstanten Zahnteilung, d.h. einem konstanten Abstand zwischen den Zahnspitzen
aufeinanderfolgender Zähne hergestellt werden. Die Form der Zähne und die Zahnteilung
des so hergestellten Sägezahndrahtes hängt von der Position der Grundplatte 444 bezüglich
dem Maschinenbett 400 bzw. der Vorschubeinrichtung 410, dem verwendeten Stanzwerkzeug
und der vom Schneckenrand 416 zusammenwirkend mit dem um die Drehachse 420 drehbaren
Zahnrad hervorgebrachten Getriebeuntersetzung ab. Eine ähnliche Vorrichtung ist in
der FR 2 435 540 A beschrieben.
[0007] Beim Einsatz von mit Vorrichtungen der in Fig. 4 dargestellten Art hergestellten
Sägezahndrähten zum Bearbeiten von Textilfasern werden insbesondere bei hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten
erhöhte Stapelfaserbeschädigungen und Ansammlungen ungeordneter Fasern, insbesondere
Kurzfasern (Pilling-Effekt) beobachtet.
[0008] Aus der GB 2 258 471 A sind zur Herstellung von Garnituren für Deckel einer Karde
gedachte Sägezahndrähte bekannt, bei denen sich der Abstand zwischen den Zahnspitzen
zweier aufeinanderfolgender Zähne von demjenigen zwischen den Zahnspitzen anderer
aufeinanderfolgender Zähne unterscheidet.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung derartiger
Sägezahndrähte anzugeben, sowie eine zur Ausführung dieses Verfahrens betreibbare
Vorrichtung bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 angegebene
Verfahren und die in Anspruch 4 angegebene Vorrichtung gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der gewünschte Teilungsverlauf von Sägezahndrähten
beispielsweise dadurch erreicht werden, daß zwischen Sägezähnen gleicher Form, z.B.
in Spitzform, Bogenzahnform oder Flachspitzform materialfreie Räume unterschiedlicher
Form gebildet werden. Zu diesem Zweck ist beispielsweise daran gedacht, materialfreie
Räume zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen durch eine Anzahl von nacheinander
ausgeführten Bearbeitungsvorgängen mit einem Bearbeitungswerkzeug, insbesondere Stanzwerkzeug,
herzustellen. Alternativ kann der Sägezahndraht aber auch Sägezähne unterschiedlicher
Form, z.B. in Morelform aufweisen, die durch materialfreie Räume gleicher Form voneinander
getrennt sind. Zur Herstellung derartier Sägezahndrähte können alle materialfreien
Räume durch jeweils einen Bearbeitungsvorgang hergestellt werden.
[0011] Zur kompensierenden Beseitigung von bei der Ausführung erfindungsgemäßer Verfahren
möglicherweise entstehenden Teilungsfehlern hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen,
wenn auch die Vorschubstrecke des Profildrahtes kontinuierlich erfaßt und die Vorschubeinrichtung
und/oder die Bearbeitungseinrichtung in Abhängigkeit von der erfaßten Vorschubstrecke
angesteuert wird. Dazu kann die Vorschubeinrichtung eine an den Profildraht anlegbare
Förderrolle aufweisen, deren Drehstellung kontinuierlich mit einem zweiten Winkelcoder
erfaßt wird.
[0012] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen eines Sägezahndrahtes,
- Fig. 2a bis 2d
- Ausführungsbeispiele von mit der Vorrichtung nach Fig. 1 herstellbaren Sägezahndrähten,
- Fig.3a bis 3c
- mit der Vorrichtung nach Fig. 1 herstellbare Teilungsverläufe von Sägezahndrähten
und
- Fig. 4
- eine Vorrichtung zum Herstellen von Sägezahndrähten nach dem Stand der Technik.
[0013] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung umfaßt eine auf einem Maschinenbett 100 montierte
Vorschubeinrichtung 110 sowie ein ebenfalls auf dem Maschinenbett 100 montiertes Bearbeitungswerkzeug
130. Die Vorschubeinrichtung 110 besteht im wesentlichen aus einem Servomotor 112,
einem Reduktionsgetriebe 114 und einem Vorschubrollenpaar 116, zwischen dem ein Sägezahndraht
150 eingeklemmt ist. Eine Vorschubrolle des Vorschubrollenpaars 116 ist direkt auf
der Achse des Reduktionsgetriebes 114 montiert, so daß der Profildraht 150 durch Drehen
dieser Vorschubrolle in der durch den Pfeil 152 bezeichneten Richtung längs eines
vorgegebenen Förderweges 154 gefördert wird.
[0014] Das Bearbeitungserkzeug 130 besteht im wesentlichen aus einem Servomotor 132 und
einer in einem Spindelstock 134 gelagerten Spindel 136, die mit dem Servomotor 132
in der durch den Pfeil 137 bezeichneten Richtung antreibbar ist. Am vorderen Ende
der Spindel 136 ist ein Stanzwerkzeughalter 131 drehfest montiert. Am Stanzwerkzeughalter
138 ist ein Stanzwerkzeug 140 befestigt, mit dem zusammenwirkend mit einer Stanzmatrize
142 zur Herstellung von Sägezähnen materialfreie Räume aus dem Profildraht 150 ausgestanzt
werden können. Der Servomotor 132, der Spindelstock 134 und damit auch die Spindel
136 sowie die Stanzmatrize 140 sind an einer Grundplatte 144 montiert, die bezüglich
dem Maschinenbett 100 und damit auch bezüglich der Vorschubeinrichtung 110 in Schritten
von 5° schwenkbar ist, wie durch die mit 146 bezeichnete Gradskala angedeutet.
[0015] Der Servomotor 132 des Bearbeitungswerkzeugs 130 wird von einem Controller 160 gemäß
einem vorgegebenen Programm über eine Steuerleitung 166 angesteuert. Gleichzeitig
wird die Drehstellung der Spindel 136 von einem Winkelcoder 162 erfaßt und über eine
Leitung 164 an den Controller 160 weitergegeben. In Abhängigkeit von der mit dem Winkelcoder
162 erfaßten Drehstellung der Spindel 136 wird der Servomotor 112 der Vorschubeinrichtung
110 vom Controller 160 über eine Steuerleitung 172 angesteuert. Die durch den Betrieb
des Servomotors 112 der Vorschubeinrichtung 110 hervorgebrachte Vorschubstrecke des
Sägezahndrahtes 150 längs der vorgegebenen Förderstrecke 154 wird mit einem Winkelcoder
168 erfaßt. Ein die erfaßte Vorschubstrecke darstellendes Signal wird vom Winkelcoder
168 über eine Leitung 170 an den Controller 160 angelegt. Auf diese Weise kann kontinuierlich
überwacht werden, ob die gemäß dem vorgegebenen Programm in Abhängigkeit von der Drehstellung
der Spindel 136 ermittelte Vorschubstrecke auch tatsächlich vom Servomotor 112 über
das Reduktionsgetriebe 114 auf den Profildraht 150 übertragen wurde. Falls Abweichungen
von der gemäß dem vorgegebenen Programm ermittelten Vorschubstrecke auftreten, kann
die Ansteuerung des Servomotors 112 über die Steuerleitung 172 umgehend entsprechend
angepaßt werden. Auf diese Art und Weise kann die Winkelverdrehung des Vorschubrollenpaars
pro Rotation der Spindel 136 stufenlos eingestellt werden. Dabei kann ein Transport
des Profildrahtes zwischen dem Vorschubrollenpaar in Schritten von 0,01 mm realisiert
werden. Bei der gerade beschriebenen Betriebsweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung
ist der Servomotor 132 des Bearbeitungswerkzeugs 130 der "Master" und der Servomotor
112 der Vorschubeinrichtung 110 ist der "Sklave".
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die bekannte mechanische Kopplung zwischen
der Spindel des Bearbeitungswerkzeugs und der Vorschubeinrichtung durch eine elektronische
Kopplung ersetzt. Diese elektronische Kopplung wird mit Hilfe des Controllers 160
und dem vorgegebenen Programm bewirkt, wobei das Parallellaufen beider Servomotoren
132 und 112 speziell in der Start- und Stop-Phase von äußerster Wichtigkeit ist.
[0017] Mit der beschriebenen Vorrichtung können die Zahnteilungen kontinuierlich geändert
werden. Das geschieht indem in dem vorgegebenen Programm definiert wird, über welchen
Abstand, genannt Zykluslänge, in Millimeter, dies geschehen soll und mit welchem Unterschied
pro Zahn die Variation der Zahnteilung zu bewirken ist.
[0018] Zur Herstellung unterschiedlicher Sägezahndrähte mit der in Fig. 1 dargestellten
Vorrichtung ist es lediglich erforderlich, in dem vorgegebenen Programm die Parameter
hinsichtlich der Zahnteilung zu ändern und evtl. die Spindel bezüglich der Vorschubeinrichtung
110 zu verschwenken und ggf. das Bearbeitungswerkzeug 140 auszutauschen.
[0019] Mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung sind Sägezahndrähte mit variabler Teilung
der in den Fig. 2a) bis 2c) dargestellten Art herstellbar.
[0020] Diese Sägezahndrähte 10 weisen jeweils einen Fußbereich 12 mit einer Mehrzahl von
in Längsrichtung des Drahtes hintereinander angeordneten, vom Fußbereich 12 ausgehenden
und jeweils eine Zahnspitze 16 aufweisenden Zähnen 14 auf. Bei den in Fig. 2 dargestellten
Sägezahndrähten nimmt der Abstand zwischen den Zahnspitzen aufeinanderfolgender Zähne,
d.h. die Zahnteilung, zunächst längs eines ersten Drahtabschnittes vorgegebener Länge
kontinuierlich zu, um dann über einen zweiten Drahtabschnitt vorgegebener Länge wieder
kontinuierlich abzunehmen. Bei den in den Fig. 2a) bis 2c) dargestellten Sägezahndrähten
mit Sägezähnen in Spitzform, Bogenzahnform bzw. Flachspitzform wird dazu die Form
der materialfreien Räume 18 zwischen den einzelnen Zähnen geändert. Zu diesem Zweck
kann mit der Vorrichtung nach Fig. 1 zur Herstellung der einzelnen materialfreien
Räume 18 jeweils eine entsprechende Anzahl von Stanzvorgängen ausgeführt werden.
[0021] Bei dem Fig. 2d) dargestellten Sägezahndraht wird die kontinuierliche Änderung der
Zahnteilung erreicht, in dem die grundsätzlich eine Morelform aufweisenden Zähne mit
einer unterschiedlichen Form versehen werden und durch materialfreie Räume gleicher
Form voneinander getrennt sind. Zur Herstellung derartiger Sägezahndrähte kann jeder
einzelne materialfreie Raum 18' mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung mit nur
einem Stanzvorgang erzeugt werden, wobei zwischen den einzelnen Stanzvorgängen unterschiedliche
Vorschubstrecken des Profildrahtes bewirkt werden.
[0022] In Fig. 3 sind mit der Vorrichtung nach Fig. 1 herstellbare Teilungsverläufe von
Sägezahndrähten dargestellt. Gemäß Fig. 3a) ist es beispielsweise möglich, gemäß einem
vorgegebenen Programm einen Teilungsverlauf zu erzeugen, bei dem der Abstand zwischen
den Zahnspitzen aufeinanderfolgender Zähne längs eines Drahtabschnittes vorgegebener
Länge δ1 zunächst ausgehend von einem ersten vorgegeben Abstand bis zu einem zweiten
vorgegebenen Abstand kontinuierlich zunimmt und danach von dem zweiten vorgegebenen
Abstand bis zum ersten vorgegebenen Abstand kontinuierlich abnimmt, wobei der Betrag
der Differenz zwischen aufeinanderfolgenden Abständen zwischen den Zahnspitzen aufeinanderfolgender
Zähne etwa konstant ist. Wie in den Fig. 3b) und 3c) dargestellt kann der Teilungsverlauf
jedoch auch wellig oder beliebig variabel gestaltet werden.
[0023] Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Beispielsweise ist es auch möglich Sägezahndrähte mit abweichenden Zahnformen
herzustellen. Alternativ zu der anhand der Fig. 1 dargestellten Betriebsweise ist
auch daran gedacht, den Servomotor 112 der Vorschubeinrichtung 110 als Master einzusetzen
und den Servomotor 132 des Bearbeitungswerkzeugs 130 als Sklave zu verwenden.
1. Verfahren zum Herstellen eines Sägezahndrahtes, bei dem ein Profildraht zum Herstellen
von in Längsrichtung des Drahtes hintereinander angeordneten Sägezähnen bearbeitet
wird und durch die Bearbeitung aufeinanderfolgende Sägezähne mit sich voneinander
unterscheidenden Spitzenabständen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Vorschubeinrichtung eine Relativbewegung zwischen dem Profildraht und einer
Bearbeitungseinrichtung erzeugt wird und der Profildraht im Verlauf der Relativbewegung
durch nacheinander ausgeführte Bearbeitungsvorgänge zur Herstellung der Sägezähne
bearbeitet wird, wobei die sogenannten Bearbeitungsvorgänge mindestens Stanzvorgänge
enthalten, und wobei die Vorschubeinrichtung gemäß einem vorgegebenen Programm zum
Erzeugen unterschiedlicher Bewegungsstrecken zwischen den nacheinander ausgeführten
Bearbeitungsvorgängen angesteuert wird, wobei weiterhin die Bearbeitungseinrichtung
eine drehbare Spindel mit einem daran befestigten Stanzwerkzeug aufweist, die Drehstellung
der Spindel erfaßt und die Vorschubeinrichtung in Abhängigkeit von der erfaßten Drehstellung
angesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Profildraht mit der Vorschubeinrichtung längs eines vorgegebenen Förderweges
gefördert wird und die einzelnen Bearbeitungsvorgänge durch die Bearbeitungseinrichtung
an einer vorgegebenen Stelle längs des Förderweges erfolgen.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubstrecke des Profildrahtes erfaßt und die Vorschubeinrichtung und/oder
die Bearbeitungseinrichtung in Abhängigkeit von der erfaßten Vorschubstrecke angesteuert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung eine an den Profildraht anlegbare Förderrolle aufweist, deren
Drehstellung erfaßt wird und die Ansteuerung der Vorschubeinrichtung in Abhängigkeit
von der so erfaßten Drehstellung der Förderrolle erfolgt.
5. Vorrichtung zum Herstellen eines Sägezahndrahtes mit einem zum Herstellen aufeinanderfolgender
Sägezähne (14) mit sich voneinander unterscheidenden Spitzenabständen (t) betreibbaren
Bearbeitungswerkzeug (130), gekennzeichnet durch eine zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Profildraht (150) und dem Bearbeitungswerkzeug
(130) betreibbare Vorschubeinrichtung (110) und eine Steuereinrichtung (160) mit der
die Vorschubeinrichtung (110) gemäß einem vorgegebenen Programm zum Erzeugen unterschiedlicher
Bewegungsstrecken zwischen aufeinanderfolgenden Bearbeitungsvorgängen durch das Bearbeitungswerkzeug (130) ansteuerbar ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug (130)
eine drehbare Spindel (136) mit einem daran befestigten Stanzwerkzeug, und einen die
Drehstellung der Spindel (136) erfassenden Winkelcoder (162) aufweist, und die Vorschubeinrichtung
(110) in Abhängigkeit von der mit dem Winkelcoder (162) erfaßten Drehstellung einstellbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Profildraht (150) mit der Vorschubeinrichtung (110) längs eines vorgegebenen
Förderweges (154) förderbar ist und die einzelnen Bearbeitungsvorgänge an einer vorgegebenen
Stelle längs des Förderweges (154) ausführbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung (110) eine die Vorschubstrecke des Profildrahtes (150) erfassende
Erfassungseinrichtung (168) zugeordnet ist und die Vorschubeinrichtung (110) und/oder
die Bearbeitungseinrichtung (130) in Abhängigkeit von der Vorschubstrecke ansteuerbar
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung eine an den Profildraht anlegbare Förderrolle (116) aufweist
und die Erfassungseinrichtung einen die Drehstellung der Förderrolle (116) erfassenden
zweiten Winkelcoder (168) umfaßt.
1. A method of manufacturing a saw-tooth wire, wherein a profiled wire is machined to
produce saw teeth disposed in series in the longitudinal direction of the wire, and
successive saw teeth with tip spacings which differ from each other are produced by
the machining performed, characterised in that a relative movement between the profiled wire and a machining device is produced
by a feeder device and in the course of the relative movement the profiled wire is
machined by machining operations which are performed in succession in order to produce
the saw teeth, wherein the aforementioned machining operations include punching operations
at least, wherein the feeder device is triggered according to a predetermined program
in order to produce different extents of movement between the machining operations
which are performed in succession, and wherein in addition the machining device comprises
a rotatable spindle with a punching tool attached thereto, the position of rotation
of the spindle is detected and the feeder device is triggered depending on the position
of rotation which is detected.
2. A method according to claim 1, characterised in that the profiled wire is conveyed by the feeder device along a predetermined conveying
path and the individual machining operations are performed at a predetermined point
along the conveying path.
3. A method according to either one of claims 1 or 2, characterised in that the extent of feeding of the profiled wire is detected and the feeder device and/or
the machining device is triggered depending on the extent of feeding which is detected.
4. A method according to claim 3, characterised in that the feeder device comprises a transport roller which can be placed against the profiled
wire and the position of rotation of which can be detected, and the feeder device
is triggered depending on the position of rotation of the transport roller which is
thus detected.
5. An apparatus for manufacturing a saw-tooth wire, comprising a machining tool (130)
which can be operated for the manufacture of successive saw teeth (14) having tip
spacings (t) which differ from each other, characterised by a feeder device (110) which can be operated in order to produce a relative movement
between the profiled wire (150) and the machining tool (130), and by a controller
(160) by means of which the feeder device (110) can be triggered according to a predetermined
program for the production of different extents of movement between successive machining
operations which are performed by the machining tool (130), wherein the machining
tool (130) comprises a rotatable spindle (136) with a punching tool fixed thereto,
and an angle coder (162) which detects the position of rotation of the spindle (136),
and the feeder device (110) can be adjusted depending on the position of rotation
determined by the angle coder (162).
6. An apparatus according to claim 5, characterised in that the profiled wire (150) can be conveyed by the feeder device (110) along a predetermined
conveying path (154) and the individual machining operations can be performed at a
predetermined point along the conveying path (154).
7. An apparatus according to claim 6, characterised in that a detection device (168) which detects the extent of feeding of the profiled wire
(150) is associated with the feeder device (110) and the feeder device (110) and/or
the machining device (130) can be triggered depending on the extent of feeding.
8. An apparatus according to claim 7, characterised in that the feeder device comprises a transport roller (116) which can be placed against
the profiled wire and the detection device comprises a second angle coder (168) which
detects the position of rotation of the transport roller (116).
1. Procédé de fabrication d'un fil en dents de scie, où un fil profilé pour la fabrication
de dents de scie disposées les unes derrière les autres dans la direction longitudinale
du fil est usiné, et par l'usinage, des dente de scie successives avec des écarts
de pointe différents les uns des autres sont produits, caractérisé en ce qu'il est produit au moyen d'une installation de poussée un mouvement relatif entre le
fil profilé et une installation d'usinage, et le fil profilé, au cours du déplacement
relatif, est usiné par des étapes de traitement successives pour la fabrication des
dents de scie, où les soi-disant étapes de traitement comprennent au moins des opérations
de découpage, et où l'installation de poussée est commandée selon un programme prédéterminé
pour produire des trajets de déplacement différents entre les opérations de traitement
effectuées successivement, ou en outre, l'installation d'usinage présente une broche
tournante avec un outil de découpage fixé à celle-ci qui détecte la position de rotation
de la broche, et l'installation de poussée est commandée en fonction de la position
de rotation détectée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fil profilé est convoyé avec l'installation de poussée le long d'un chemin de
convoyage prédéfini et en ce que les différentes étapes de traitement par l'installation d'usinage ont lieu à un emplacement
prédéfini le long du chemin de convoyage.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le trajet de poussée du fil profilé est détecté et que l'installation de poussée
et/ou l'installation d'usinage est commandée en fonction du trajet de poussée détecté.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'installation de poussée présente un rouleau de convoyage applicable au fil profilé,
dont la position de rotation est détectée, et la commande de l'installation de poussée
a lieu en fonction de la position de rotation ainsi détectée du rouleau de convoyage.
5. Procédé de fabrication d'un fil en dents de scie avec un outil d'usinage (130) actionnable
pour la réalisation de dents de scie successives (14) avec des écarts de pointe (t)
se différenciant les uns des autres, caractérisé par une installation de poussée (110) pouvant être amenée à fonctionner pour produire
un déplacement relatif entre le fil profilé (150) et l'outil d'usinage (130) et une
installation de commande (160) au moyen de laquelle l'installation de poussée (110)
peut être commandée selon un programme prédéfini pour produire des trajets de déplacement
différents entre des étapes d'usinage successives par l'outil d'usinage (130), où
l'outil d'usinage (130) présente une broche tournante (136) avec un outil de découpage
fixé à celle-ci et un codeur d'angle (162) détectant la position de rotation de la
broche (136), et en ce que l'installation de poussée (110) est réglable en fonction
de la position de rotation détectée avec le codeur d'angle (162).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le fil profilé (150) peut être convoyé avec l'installation de poussée (110) le long
d'un chemin de convoyage prédéfini (154), et en ce que les différentes étapes de traitement peuvent être exécutées à un emplacement prédéterminé
le long du chemin de convoyage (154).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est associé à l'installation de poussée (110) une installation de détection (168)
détectant le trajet de poussée du fil profilé (150) et en ce que l'installation de poussée (110) et/ou l'installation d'usinage (130) peuvent être
commandées en fonction du trajet de poussée.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'installation de poussée présente un rouleau de convoyage (116) applicable au fil
profilé, et en ce que l'installation de détection comprend un deuxième codeur d'angle (168) détectant la
position de rotation du rouleau de convoyage (116).