| (19) |
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(11) |
EP 0 924 067 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.11.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B41F 13/18 |
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| (54) |
Gegendruckzylinder für eine Bogenrotationsmaschine
Impression cylinder for a rotary sheet printing press
Cylindre d'impression pour une machine à imprimer des feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
22.12.1997 DE 19756942
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.06.1999 Patentblatt 1999/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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69115 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Becker, Willi
69245 Bammental (DE)
- Fricke, Andreas, Dr.
69412 Eberbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 509 680 FR-A- 2 377 889
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DE-A- 2 828 318 US-A- 4 838 982
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 97, no. 9, 30. September 1997 & JP 09 123395 A (UON
TADAO), 13. Mai 1997
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gegendruckzylinder für eine Bogenrotationsdruckmaschine
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Druckmaschinenzylinders, gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1, 24 und 25.
[0002] Beim Transport von Bogen durch eine Bogenrotationsdruckmaschine werden diese in bekannter
Weise in einem zwischen einem Gegendruckzylinder und einem zugeordneten Gummituchzylinder
gebildeten Druckspalt bedruckt und dann mittels Überführzylindern einem nachgeordneten
Druckwerk oder einer Wendeeinrichtung zugeführt. Um ein Abschmieren der frischbedruckten
Bogenseite auf den Überführzylindern zu vermeiden, ist es bekannt, in der Umfangsoberfläche
der Zylinder Öffnungen vorzusehen, durch welche hindurch Blasluft geblasen wird, die
den Bogen abschmierfrei auf der Umfangsoberfläche der Überführzylinder trägt.
[0003] Sowohl bei den oben beschriebenen Bogenüberführzylindem, als auch bei Gegendruckzylindern
von Bogenrotationsdruckmaschinen die einer Wendeeinrichtung vorgeordnet sind, und
bei denen die Bogen im Schön- und Widerdruckbetrieb auf dem vorgeordneten Gegendruckzylinder
geführt und die Hinterkante der Bogen durch eine Greifereinrichtung des nachgeordneten
Überführzylinders übernommen wird, ist es bekannt, den Bogen auf der Umfangsoberfläche
des Zylinders anzusaugen und diesen zu halten.
[0004] Die DE-A-282 8 318 beschreibt eine Saugwalze zum Transportieren von Zuschnitten aus
weichem Papier, beispielsweise in Maschinen zur Herstellung von Papiertaschentüchern
oder Papierservietten, bei welcher in der Umfangsoberfläche der Saugwalze Ausnehmungen
angeordnet sind, in die aus Aluminium bestehende Düsen eingepresst werden, welche
eine Vielzahl von in Umfangsrichtung der Saugwalze verlaufenden Schlitzen aufweisen.
Die Schrift gibt keinen Hinweis darauf, die Walze als Gegendruckzylinder in einer
Bogenrotationsdruckmaschine einzusetzen und die Düse hierbei mit Blasluft oder mit
Saugluft zu beaufschlagen.
[0005] Aus der DE-OS 41 26 643 A1 ist ein Überführzylinder für eine Bogenrotationsdruckmaschine
bekannt, der einen aus vier Tragscheiben gebildeten Zylindergrundkörper aufweist,
auf dem insgesamt drei Tragelemente befestigt sind. Jedes der Tragelemente besitzt
einen sandwichartigen Aufbau, in dessen Mitte Saugkammern durch ein meanderförmig
gebogenes Faltenblech definiert werden, welches zur Außenseite des Zylinders hin durch
ein dünnwandiges und entsprechend der Zylinderkrümmung gebogenes Mantelblech abgedeckt
wird. Jede der Kammern ist über zugeordnete Öffnungen im Mantelblech strömungsmäßig
mit der Umgebung verbunden und kann über ein Drehventil mit Saugluft beaufschlagt
werden, um einen Bogen auf der Umfangsoberfläche des Zylinders anzusaugen und zu glätten.
Aufgrund des zur Bildung der Kammern eingesetzten dünnwandigen Faltenblechs und des
damit verbundenen sandwichartigen Aufbaus des Zylinders eignet sich dieser nicht zum
Einsatz als Gegendruckzylinder in einem Druckwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine.
[0006] Aus der EP 0 165 477 B1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine mit einer Wendeeinrichtung
bekannt, welche einen der Wendeeinrichtung vorgeordneten Gegendruckzylinder aufweist,
auf welchem die zu wendenden Bogen angesogen und gehalten werden. Der Gegendruckzylinder
weist einen massiven Grundkörper auf, in welchem axial über die gesamte Zylinderbreite
verlaufende Saugluft- oder Blasluftzufuhrkanäle eingearbeitet sind. Von jedem der
Zufuhrkanäle aus erstreckt sich eine Vielzahl von radial verlaufenden Bohrungen zur
Außen- Umfangsfläche des Zylindergrundkörpers. Auf die Außenfläche des Zylindergrundkörpers
ist weiterhin eine Strukturfolie aufgezogen, welche im Bereich der radial verlaufenden
Bohrungen porös ist oder Öffnungen aufweist, durch welche hindurch ein auf dem Zylinder
transportierter Bogen gegen die Umfangsoberfläche gesaugt bzw. von dieser abgehoben
werden kann. Aus der Schrift ist es weiterhin bekannt, einen als Speichertrommel ausgebildeten
und mit einer porösen Folie überzogenen Überführzylinder mit einem zur Anpassung an
unterschiedliche Bogenformate verfahrbaren Saugkasten zu versehen, welcher die Hinterkante
eines zu wendenden Bogens auf der Umfangsoberfläche des Überführzylinders ansaugt.
Aufgrund der sich in axialer Richtung über die gesamte Breite des Gegendruckzylinders
erstreckenden Zufuhrbohrungen sowie die in der Umfangsoberfläche des Grundkörpers
des Gegendruckzylinders einzubringenden zahlreichen feinen radial verlaufenden Bohrungen
erweist sich die Fertigung des beschriebenen Gegendruckzylinders als außerordentlich
aufwendig und kostenintensiv.
[0007] In Folge der mit der Verfahrbarkeit der Saugkästen verbundenen kamm- oder fingerartigen
Ausgestaltung der Umfangsoberfläche des Überführzylinders eignet sich dieser ebenfalls
nicht zum Einsatz als Gegendruckzylinder in einer Bogenrotationdruckmaschine, da sich
die kammartige Struktur der Umfangsoberfläche auf das Druckbild überträgt und dieses
nachhaltig beeinträchtigt.
[0008] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, einen Gegendruckzylinder für
eine Bogenrotationsdruckmaschine zu schaffen, welcher einfach und kostengünstig zu
fertigen ist und welcher sowohl ein Ansaugen, als auch ein Abblasen von auf dem Zylinder
geführten Bogen ermöglicht.
[0009] Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Herstellungsverfahren zu schaffen,
mit welchem sich ein Gegendruckzylinder einer Bogenrotationsdruckmaschine, der eine
mit Blas- oder Saugöffnungen versehene Umfangsoberfläche aufweiset, in einfacherer
und kostengünstigerer Weise fertigen läßt.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1, 24 und 25 gelöst.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0012] Der erfindungsgemäße Druckmaschinenzylinder sowie das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung eines solchen werden nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsformen
mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
[0013] In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinder, der als ein einer Wendeeinrichtung
einer Bogenrotationsdruckmaschine vorgeordneter Gegendruckzylinder ausgebildet ist,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung einer Schnittansicht durch die Mantelfläche einer
ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders, bei der die
Luftverteilerkammern durch eine Ausnehmung im Grundkörper des Zylinders gebildet werden,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders,
bei der die Luftverteilerkammern unmittelbar in der Unterseite der in den Grundkörper
des Zylinders eingearbeiteten Blas- Saug - Elemente gebildet sind,
Fig. 4 eine vergrößerte Querschnittsansicht durch die Mantelfläche einer weiteren
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders, bei dem die Durchgangskanäle
der Blas- Saug - Elemente einen sich zum Zylinderzentrum hin erweiternden Querschnitt
aufweisen und bei dem die Luftverteilerkammern unmittelbar im Grundkörper des Zylinders
gebildet sind,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Druckmaschinenzylinders, bei der die Blas- Saug - Elemente reihenförmig auf der Umfangsoberfläche
des Zylinders angeordnet sind und
Fig. 6 eine schematische Querschnittsansicht durch eine auf einen erfindungsgemäßen
Druckmaschinenzylinder aufgebrachte Strukturfolie sowie einem auf dieser Folie transportierten
Bogen.
[0014] Der in Fig. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Druckmaschinenzylinder 1,
der vorzugsweise als ein mit einem zugeordneten Gummituchzylinder 2 zusammenwirkender
Gegendruckzylinder in einem Druckwerk 4 einer Bogenrotationsdruckmaschine eingesetzt
wird, umfaßt einen Grundkörper 8, der bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
als ein mit Hohlräumen 6 und Rippen 10 versehenes Gußteil, beispielsweise aus Grauguß
etc. ausgebildet ist. Wie in Fig. 1 weiterhin dargestellt ist, wird der erfindungsgemäße
Druckmaschinenzylinder 1 vorzugsweise in einem, einer Wendeeinrichtung vorgeordneten
Druckwerk 4 eingesetzt. Die Wendeeinrichtung ist in Fig. 1 schematisch durch eine
einen nicht näher bezeichneten Sauggreifer sowie einen Übernahmegreifer aufweisende
Wendetrommel 14 angedeutet. In gleicher Weise ist es jedoch auch möglich, den erfindungsgemäßen
Druckmaschinenzylinder 1 als einen zwischen zwei Druckwerken einer Bogenrotationsdruckmaschine
angeordneten Überführzylinder einzusetzen, auf dessen Umfangsoberfläche 18 die in
den vorhergehenden Druckwerken frischbedruckten Bogen 16 unter Einsatz von Blasluft
abschmierfrei geführt werden oder bei Bedarf, beispielsweise im Schön- und Widerdruckbetrieb,
zum Glätten der Bogen 16 auf der Umfangsoberfläche 18, angesaugt werden.
[0015] Wie in der vergrößerten Schnittansicht durch den Grundkörper 8 des erfindungsgemäßen
Druckmaschinenzylinders 1 in Fig. 2 dargestellt ist, sind in den Grundkörper 8 von
der Umfangsoberfläche 18 her Ausnehmungen 20 eingearbeitet, die beispielsweise nach
dem Gießen des Grundkörpers 8 im Rahmen einer Grobbearbeitung desselben in diesen
eingefräst sein können. In gleicher Weise kann es jedoch auch vorgesehen sein, die
Grundstruktur der Ausnehmungen 20 bzw. Kammern 26 in der Umfangsoberfläche 18 des
Grundkörpers 8 bereits beim Gießen des Grundkörpers 8 vorzusehen und diese dann gegebenenfalls
nachzubearbeiten. Die Ausnehmungen 20 nehmen erfindungsgemäße Elemente 22 auf, in
denen eine Vielzahl von Durchgangskanälen 24 gebildet sind, die sich von der Oberseite
der Elemente 22 zu einer innerhalb der Peripherie des Zylinders 1 gelegenen Luftverteilerkammer
26 erstrecken.
[0016] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Luftverteilerkammer
26 unmittelbar als weitere Ausnehmung im Grund der Ausnehmung 20 ausgebildet und kann
beispielsweise in gleicher Weise wie die Ausnehmung 20 bei der Grundbearbeitung des
Zylindergrundkörpers 8 durch Ausfräsen desselben erzeugt werden.
[0017] Die Luftverteilerkammer 26 ist über eine Luftzufuhrleitung 28 mit einer nicht näher
dargestellten Blasluft- oder Saugluftquelle verbindbar, wobei die strömungsmäßige
Verbindung zwischen der Blasluft- oder Saugluftquelle und der Luftverteilerkammer
26 vorzugsweise über ein oder mehrere in Fig. 1 schematisch als Block dargestellte
Ventile 30 sowie eine Steuereinrichtung 32 in Form einer bekannten Drehdurchführung
oder eines Drehventils erfolgen kann.
[0018] Wie in Fig. 3 dargestellt ist, kann bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
die Luftverteilerkammer 26 unmittelbar als Ausnehmung in den erfindungsgemäßen Blas-
Saug - Elementen 22 gebildet sein. Die Luftverteilerkammer 26 kann beispielsweise
eine Höhe von wenigen Millimetern, z. B. 2 mm aufweisen und erstreckt sich in Umfangsrichtung
des Druckmaschinenzylinders 1 um mehrere Millimeter über die Luftzufuhrleitung 28
hinaus. In axialer Richtung hingegen kann sich die Kammer 26 abschnittsweise unterhalb
eines oder mehrerer der Elemente 22 oder aber sogar über die gesamte Zylinderbreite
hinweg erstrecken. Weiterhin kann es jedoch auch vorgesehen sein, die Luftverteilerkammer
26 lediglich lokal unterhalb eines beispielsweise kreisförmig ausgebildeten Blas-
Saug - Elements 22 als zum Beispiel kreisförmige Ausnehmung auszubilden, derart, daß
mehrere kreisförmige Luftverteilerkammern 26 jeweils über separate Luftzufuhrleitungen
28 mit Saugluft oder Blasluft versorgt werden.
[0019] Die oberhalb der Luftverteilerkammer 26 angeordneten Durchgangskanäle 24 weisen bei
der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung einen Durchmesser auf, der erheblich
kleiner als die räumliche Erstreckung der Luftverteilerkammer 26 ist und der beispielsweise
im Bereich zwischen 0,5 mm und 1,5 mm liegen kann.
[0020] Wie in Fig. 4 dargestellt ist, kann es weiterhin vorgesehen sein, daß die Durchgangskanäle
24 in den Blas- Saugelementen 22 einen sich in Richtung zur erfindungsgemäßen Luftverteilerkammer
26 hin erweiternden Querschnitt aufweisen, der im Bereich der Luftverteilerkammer
26 beispielsweise bis zum Dreifachen oder Mehrfachen des Querschnitts am gegenüberliegenden
Ende der Durchgangskanäle 24 betragen kann. Hierdurch ergibt sich im Falle des Saugluftbetriebs
des erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders 1 eine erheblich verringerte Störanfälligkeit
gegenüber Verstopfungen, welche zum Beispiel durch in die Durchgangskanäle 24 eindringenden
Papierstaub oder sonstige Partikel herbeigeführt werden können.
[0021] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Blas- Saug - Elemente 22, die vorzugsweise
aus demselben Material wie der Zylindergrundkörper 8, z. B. aus Grauguß gefertigt
sind, jedoch auch aus einem anderen druckfesten Material, z. B. Aluminium, Stahl oder
faserverstärktem Kunststoff bestehen können, erfolgt in erfindungsgemäßer Weise unabhängig
von der Bearbeitung des Zylindergrundkörpers 8. Hierdurch kann die Vielzahl der in
den Elementen 22 gebildeten feinen Durchgangskanäle 24 in vorteilhafter Weise mit
Hilfe von geeigneten Werkzeugen wie Bohrerbatterien oder geeigneten Laserbearbeitungswerkzeugen
in die Elemente 22 eingebracht werden, wodurch sich in fertigungstechnischer Hinsicht
erhebliche Vorteile ergeben. Auch ist es in diesem Zusammenhang möglich, die Elemente
22 unmittelbar aus einem druckfesten, grob porösem Material, bei welchem die Durchgangskanäle
zum Beispiel durch Schäumen oder Ätzen oder Zusammenbacken bei der Materialherstellung
erzeugt werden, zu fertigen. Aufgrund der getrennten Bearbeitung der Elemente 22 kommt
es beispielsweise bei einem Bruch eines Bohrwerkzeuges beim Bohren der Durchgangskanäle
24 nicht zu einer Beschädigung des erheblich teureren Zylindergrundkörpers 8, wie
dies bei der Herstellung von Druckmaschinenzylindem nach dem Stand der Technik, bei
denen die Kanäle direkt in die Umfangsoberfläche des Zylindergrundkörpers gebohrt
werden, in der Regel der Fall ist. Zudem wird die Bearbeitungszeit durch die separate
Bearbeitung der Elemente 22 erheblich reduziert, da mehrere Elemente 22 gleichzeitig
bearbeitet werden können.
[0022] Nachdem die Elemente 22 in der zuvor beschriebenen Weise getrennt vom Zylindergrundkörper
8 bearbeitet wurden, werden diese in die Ausnehmungen 20 des Zylindergrundkörpers
8 eingesetzt und der Zylindergrundkörper 8 in bekannter Weise durch Überschleifen
oder Überdrehen mit geeigneten Werkzeugen nachbearbeitet. Die Befestigung der Elemente
22 in den Ausnehmungen 20 des Zylindergrundkörpers 8 kann dabei beispielsweise durch
nicht dargestellte Schrauben oder durch Einkleben oder Einpressen derselben erfolgen.
Durch die gemeinsame Feinbearbeitung der Elemente 22 zusammen mit dem Zylindergrundkörper
8 erhält die Oberseite der Elemente 22 exakt den Oberflächenverlauf der Umfangsoberfläche
18 des Zylindergrundkörpers 8, wodurch Unrundheiten im Bereich der Elemente 22, bzw.
ein Herausstehen der Elemente 22 über die Umfangsoberfläche 18 hinaus, vermieden werden.
Folglich kommt es nicht zu einer nachteiligen Beeinträchtigung des Druckbildes.
[0023] Abschließend wird auf die Umfangsoberfläche 18 des Zylindergrundkörpers 8 eine beispielsweise
aus der EP 0 165 477 bekannte poröse Strukturfolie, z. B. in Form eines Glasperlentuches
oder eines Chromstrukturaufzuges aufgebracht, welche zumindest im Bereich oberhalb
der Durchgangskanäle 24 eine Vielzahl von feinen Öffnungen 36 aufweist, durch welche
je nach Betriebsart und Einsatzzweck des erfindungsgemäßen Zylinders 1 Saugluft oder
Blasluft hindurchtritt, wie dies schematisch in Fig. 6 dargestellt ist. Der Querschnitt
der Öffnungen 36 ist dabei deutlich geringer als der Querschnitt der Durchgangskanäle
24. Die Folie 34 kann beispielsweise auf die Umfangsoberfläche 18 des Zylindergrundkörpers
8 aufgespannt oder aber auch aufgeklebt sein und dient dazu, die beim Einsatz eines
erfindungsgemäßen Zylinders 1 als Gegendruckzylinder im Druckspalt auf die Elemente
22 ausgeübten Druckkräfte im Bereich der Durchgangskanäle 24 gleichmäßig zu verteilen,
um das Auftreten von Abdrücken durch die Kanäle 24 im gedruckten Bild zu vermeiden.
Wie in Fig. 6 dargestellt ist, kann die Folie 34 eine Oberflächenstruktur 38 aufweisen,
welche bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung untereinander verbundene
Vertiefungen umfaßt, die eine flächige Verteilung der Saug- oder Blasluft unterhalb
eines auf der Folie 34 aufliegenden Bogens 16 ermöglichen. Die Folie 34 ist weiterhin
vorzugsweise farbabweisend beschichtet.
[0024] Wie in Fig. 5 gezeigt ist, sind bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
die Ausnehmungen 20 in der Umfangsoberfläche 18 des Zylinders 1 als Nuten 20a ausgebildet,
in denen die Blas- Saug - Elemente 22 in Form von Leisten aufgenommen sind. Hierbei
sind entlang einer der nutenförmigen Ausnehmungen 20a vorzugsweise mehrere getrennt
voneinander mit Blasluft oder Saugluft beaufschlagbare Luftverteilerkammem 26 angeordnet.
Die nutenförmigen Ausnehmungen 20a können sich sowohl in Umfangsrichtung, als auch
in axialer Richtung entlang der Umfangsoberfläche 18 des Druckmaschinenzylinders 1
erstrecken.
[0025] Wie in Fig. 5 weiterhin gezeigt ist, sind die Blas - Saug - Elemente 22 auf der Umfangsoberfläche
18 des Zylinders 1 vorzugsweise in Reihen 40 angeordnet, welche sich sowohl in Umfangsrichtung
als auch in axialer Richtung über die Umfangsoberfläche 18 erstrecken können. In gleicher
Weise kann es jedoch auch vorgesehen sein, daß die Reihen 40 im wesentlichen V-förmig
oder strahlenförmig auf der Umfangsoberfläche 18 des Zylinders 1 verlaufen. Dies kann
beispielsweise dadurch erzielt werden, daß die sich in axialer Richtung erstreckenden
Reihen 40 eine in Drehrichtung 42 des Zylinders 1 gesehen eine abnehmende Länge aufweisen,
wodurch je nach zu verarbeitendem Bogenformat im Falle von kleinformatigen Bogen 16a
lediglich die im Bereich der Bogenhinterkante 44a in der Mitte der Umfangsoberfläche
18 des Zylinders 1 gelegenen Blas- Saug - Elemente 22 den kleinformatigen Bogen 16a
ansaugen. Bei der Verarbeitung von großformatigen Bogen 16b, welche in der Regel ein
höheres Gewicht aufweisen und damit einer größeren Fliehkraftwirkung unterliegen,
werden hingegen vorzugsweise sämtliche Blas- Saug - Elemente 22 auf der Umfangsoberfläche
18 zur Beaufschlagung der Bogen 16 mit Saugluft oder Blasluft aktiviert, so daß großformatige
Bogen 16b vorzugsweise nicht nur im Bereich ihrer Bogenhinterkante 44b auf der Umfangsoberfläche
18 gehalten werden.
[0026] Wie durch die Ventile des Ventilblocks 30 in Fig. 5 angedeutet ist, sind die Blas
- Saug - Elemente 22 der axial verlaufenden Reihen 40, oder deren Luftverteilerkammern
26 vorzugsweise in Gruppen mit Blasluft oder Saugluft beaufschlagbar, wobei die Beaufschlagung
in Abhängigkeit vom zu verarbeitenden Bogenformat erfolgt, derart, daß lediglich die
unterhalb eines auf dem Zylinder geförderten Bogens 16 gelegenen Elemente 22 mit Blasluft
oder Saugluft beaufschlagt werden. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung werden
vorzugsweise alle Elemente 22, bzw. deren Luftverteilerkammern 26 über die Steuereinrichtung
32 in Form einer bekannten Drehdurchführung gleichzeitig mit der Saugluft- oder Blasluftquelle
über den Ventilblock 30 verbunden.
[0027] In gleicher Weise kann es vorgesehen sein, daß die axialen Reihen 40 in Umfangsrichtung
betrachtet über die Steuereinrichtung 32 nach dem Passieren des Druckspalts oder kurz
zuvor fortschreitend mit Saugluft beaufschlagt werden, so daß die transportierten
Bogen 16 fortschreitend auf die Umfangsoberfläche des Zylinders 1 aufgezogen und geglättet
werden. In gleicher Weise können die Reihen 40 von Blas - Saug - Elementen 22 von
einer bestimmten vorgegebenen Drehwinkelposition an fortschreitend mit Blasluft oder
Blasluftstößen beaufschlagt werden, um die Bogen 16 von der Umfangsoberfläche 18 abzulösen.
[0028] Insbesondere beim Einsatz des erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders 1 als Gegendruckzylinder
in einem einer Wendeeinrichtung vorgeordneten Druckwerk hat es sich als vorteilhaft
herausgestellt, die entlang einer axialen Reihe 40 angeordneten Elemente 22, bzw.
deren Verteilerkammern 26 im Bereich zwischen dem Druckspalt und der Übergabezentralen
46 zur nachgeordneten Wendetrommel 14 (Fig. 1) mit Saugluft zu beaufschlagen und die
entsprechenden axialen Reihen 40 unterhalb der Bogenhinterkante 44a, 44b erst unmittelbar
vor, bzw. unmittelbar nach dem Ergreifen der Bogenhinterkante 44a, 44b durch eine
Greifereinrichtung der Wendetrommel 14 mit Blasluft zu beaufschlagen, um den auf der
Umfangsoberfläche 18 angesaugten Bogen 16 von dieser abzulösen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Druckmaschinenzylinder
- 2
- Gummituchzylinder
- 4
- Druckwerk
- 6
- Hohlraum
- 8
- Grundkörper
- 10
- Rippen
- 12
- Wendeeinrichtung
- 14
- Wendetrommel
- 16
- Bogen
- 16a
- kleinformatiger Bogen
- 16b
- großformatiger Bogen
- 18
- Umfangsoberfläche
- 20
- Ausnehmungen
- 20a
- Nuten
- 22
- Blas- Saugelemente
- 24
- Durchgangskanäle
- 26
- Luftverteilerkammem
- 28
- Luftzufuhrleitung
- 30
- Ventilblock
- 32
- Steuereinrichtung
- 34
- Folie
- 36
- Öffnungen in Folie
- 38
- Oberflächenstruktur der Folie
- 40
- Reihen
- 42
- Drehrichtung des Zylinders 1
- 44a
- Bogenhinterkante der kleinformatigen Bogen
- 44b
- Bogenhinterkante der kleinformatigen Bogen
- 46
- Übergabezentrale
1. Gegendruckzylinder für eine Bogenrotationsdruckmaschine, mit einem im Gehäuse der
Druckmaschine drehbar gelagerten Zylindergrundkörper, der mit einer eine Vielzahl
von Öffnungen aufweisenden Folie überzogen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der Umfangsoberfläche (18) des Zylindergrundkörpers (8) Ausnehmungen (20) gebildet
sind, welche über die Umfangsoberfläche (18) des Zylinders (1) verlaufende Elemente
(22) aufnehmen, die eine Vielzahl von mit den Öffnungen (36) der Folie (34) in Strömungsverbindung
stehenden Durchgangskanälen (24) aufweisen, welche sich von der Oberseite der Elemente
(22) zu einer mit einer Saugluftquelle oder Blasluftquelle verbindbaren Luftverteilerkammer
(26) erstrecken.
2. Gegendruckzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Luftverteilerkammer (26) in den Elementen (22) gebildet ist.
3. Gegendruckzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekeknnzeichnet,daß
die Luftverteilerkammer (26) durch eine im Zylindergrundkörper (8) geformte weitere
Ausnehmung gebildet wird.
4. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Ausnehmungen (20) im wesentlichen nutenförmig (20a) und die Elemente (22) im wesentlichen
leistenförmig ausgebildet sind, und daß entlang der nutenförmigen Ausnehmungen (20a)
mehrere getrennt voneinander mit Blasluft oder Saugluft beaufschlagbare Luftverteilerkammern
(26) angeordnet sind.
5. Gegendruckzylinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausnehmungen (20a) sich in Umfangsrichtung über die Umfangsoberfläche (18) des
Druckmaschinenzylinders (1) erstrecken.
6. Gegendruckzylinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Ausnehmungen (20a) sich im wesentlichen in axialer Richtung über die Umfangsoberfläche
(18) des Druckmaschinenzylinders (1) erstrecken.
7. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Ausnehmungen (20, 20a) mit den Elementen (22) auf der Umfangsoberfläche (18) im
wesentlichen in Reihen (40) angeordnet sind.
8. Gegendruckzylinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Reihen (40) im wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
9. Gegendruckzylinder nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Reihen (40) in axialer Richtung verlaufen.
10. Gegendruckzylinder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Reihen (40) in Drehrichtung (42) des Zylinders (1) gesehen eine abnehmende Länge
aufweisen.
11. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Reihen (40) in Umfangsrichtung verlaufen.
12. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Reihen (40) im wesentlichen V-förmig oder strahlenförmig verlaufen.
13. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Luftverteilerkammern (26) einer Reihe (40) gemeinsam über eine Verbindungsleitung
mit Saugluft oder Blasluft beaufschlagbar sind.
14. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
den Luftverteilerkammern (26) Ventile (30) zugeordnet sind, über die die Luftverteilerkammern
(26) einzeln oder in Gruppen mit der Saugluftquelle oder Blasluftquelle verbindbar
sind.
15. Gegendruckzylinder nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Beaufschlagung der Luftverteilerkammern (26) mit Saugluft oder Blasluft in Abhängigkeit
vom zu verarbeitenden Bogenformat (16a, 16b) erfolgt, in der Weise, daß lediglich
die unterhalb eines auf dem Zylinder geförderten Bogens (16) gelegenen Elemente (22)
mit Saugluft oder Blasluft beaufschlagt werden.
16. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
Steuermittel (32) zur Steuerung der Blasluft- oder Saugluftzufuhr zu den Luftverteilerkammern
(26) vorgesehen sind.
17. Gegendruckzylinder nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
alle Luftverteilerkammern (26) über die Steuermittel (32) gleichzeitig mit der Saugluft-
oder Blasluftquelle verbindbar sind.
18. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,daß
die Durchgangskanäle (24) in den Elementen (22) einen sich in Richtung zur Luftverteilerkammer
(26) hin erweiternden Querschnitt aufweisen.
19. Gegendruckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche der Folie (34) eine Struktur (38) aufweist.
20. Gegendruckzylinder nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Struktur (38) untereinander verbundene Vertiefungen umfaßt, welche eine flächige
Verteilung der Saug- oder Blasluft unterhalb eines auf der Folie (34) aufliegenden
Bogens (16) ermöglichen.
21. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 16 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieser als ein einer Wendeeinrichtung (12) vorgeordneter Gegendruckzylinder (1) ausgebildet
ist, und daß die Steuermittel (32) die Luftverteilerkammern (26) im Schön- und Widerdruckbetrieb
im Bereich zwischen dem Druckspalt und der Übergabezentralen (46) zwischen dem Gegendruckzylinder
(1) und einem nachgeordneten bogenführenden Zylinder (14) mit der Saugluftquelle verbinden,
um die Bogen (16) auf der Umfangsoberfläche (18) des Zylinders (1) zu halten.
22. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 16 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuermittel (32) die Luftverteilerkammern (26) im Schön- und Widerdruckbetrieb
in einem unmittelbar vor oder nach der Übergabezentralen (46) gelegenen Übergabebereich,
in welchem die Hinterkante (40a, 40b) des Bogens (16, 16a, 16b) von einer Greifereinrichtung
des nachgeordneten bogenführenden Zylinders (14) übernommen wird, mit der Blasluftquelle
verbinden.
23. Gegendruckzylinder nach einem der Ansprüche 16 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Drehrichtung (42) des Zylinders (1) gesehen die Steuermittel (32) die Luftverteilerkammern
(26) im Schön- und Widerdruckbetrieb im Bereich zwischen der Übergabezentralen (46)
zwischen dem Zylinder (1) und einem nachgeordneten bogenführenden Zylinder (14) und
dem Druckspalt mit der Blasluftquelle verbinden, um die Bogen (16) von der Umfangsoberfläche
(18) des Zylinders (1) abzulösen.
24. Verfahren zur Herstellung eines Gegendruckzylinders einer Bogenrotationsdruckmaschine,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
• Bereitstellen eines Zylindergrundkörpers,
• Einbringen von Ausnehmungen in die Umfangsoberfläche des Grundkörpers,
• Einbringen von einer oder mehrerer Luftverteilerkammern in die Ausnehmungen,
• Einbringen von einer oder mehrerer Luftversorgungsbohrungen in die Luftverteilerkammern,
• Einsetzen von eine Vielzahl von Durchgangskanälen aufweisenden Elementen in die
Ausnehmungen,
• Feinbearbeiten der Zylinderumfangsoberfläche als Ganzes und
• Aufbringen einer Öffnungen aufweisenden Folie auf die Umfangsoberfläche des Zylinders.
25. Verfahren zur Herstellung eines Gegendruckzylinders einer Bogenrotationsdruckmaschine,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
• Bereitstellen eines Zylindergrundkörpers,
• Einbringen von Ausnehmungen in die Umfangsoberfläche des Grundkörpers,
• Einbringen von einer oder mehrerer Luftversorgungsbohrungen in die Ausnehmungen,
• Einsetzen von eine Vielzahl von Durchgangskanälen sowie eine oder mehrere Luftverteilerkammern
aufweisenden Elementen in die Ausnehmungen,
• Feinbearbeiten der Zylinderumfangsoberfläche als Ganzes und
• Aufbringen einer Öffnungen aufweisenden Folie auf die Umfangsoberfläche des Zylinders.
1. Impression cylinder for a sheet-fed rotary printing machine, having a basic cylinder
body which is rotatably mounted in the housing of the printing machine and is covered
with a film having a large number of openings, characterized in that in the peripheral surface (18) of the basic cylinder body (8) recesses (20) are formed,
which accommodate elements (22) which run over the peripheral surface (18) of the
cylinder (1) and which have a large number of through channels (24) which have a flow
connection with the openings (36) in the film (34) and which extend from the upper
side of the elements (22) to an air distribution chamber (26) which can be connected
to a suction-air source or blown-air source.
2. Impression cylinder according to Claim 1, characterized in that the air distribution chamber (26) is formed in the elements (22).
3. Impression cylinder according to Claim 1, characterized in that the air distribution chamber (26) is formed by a further recess moulded into the
basic cylinder body (8).
4. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that the recesses (20) are substantially groove-like (20a) and the elements (22) are substantially
strip-like, and in that along the groove-like recesses (20a) there are arranged a plurality of air distribution
chambers (26) to which blown air or suction air can be applied separately.
5. Impression cylinder according to Claim 4, characterized in that the recesses (20a) extend in the peripheral direction over the peripheral surface
(18) of the printing-machine cylinder (1).
6. Impression cylinder according to Claim 4, characterized in that the recesses (20a) extend substantially in the axial direction over the peripheral
surface (18) of the printing-machine cylinder (1).
7. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that the recesses (20, 20a) having the elements (22) are arranged substantially in rows
(40) on the peripheral surface (18).
8. Impression cylinder according to Claim 7, characterized in that the rows (40) run substantially parallel to one another.
9. Impression cylinder according to Claim 7 or 8, characterized in that the rows (40) run in the axial direction.
10. Impression cylinder according to Claim 9, characterized in that, as viewed in the direction of rotation (42) of the cylinder (1), the rows (40) are
of decreasing length.
11. Impression cylinder according to one of Claims 7 to 10, characterized in that the rows (40) run in the peripheral direction.
12. Impression cylinder according to one of Claims 7 to 11, characterized in that the rows (40) run essentially in a V-shape or ray shape.
13. Impression cylinder according to one of Claims 7 to 12, characterized in that the air distribution chambers (26) of a row (40) can have suction air or blown air
applied to them jointly via a connecting line.
14. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that the air distribution chambers (26) are assigned valves (30) via which the air distribution
chambers (26) can be connected, individually or in groups, to the suction-air source
or blown-air source.
15. Impression cylinder according to Claim 14, characterized in that the application of suction air or blown air to the air distribution chambers (26)
is carried out in dependence on the sheet format (16a, 16b) to be processed, in such
a way that only the elements (22) underneath a sheet (16) conveyed on the cylinder
have suction air or blown air applied to them.
16. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that control means (32) are provided to control the suction-air or blown-air feed to the
air distribution chambers (26).
17. Impression cylinder according to Claim 16, characterized in that all the air distribution chambers (26) can be connected simultaneously to the suction-air
source or blown-air source via the control means (32).
18. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that the through channels (24) in the elements (22) have a cross section which widens
in the direction of the air distribution chambers (26).
19. Impression cylinder according to one of the preceding claims, characterized in that the surface of the film (34) has a structure (38).
20. Impression cylinder according to Claim 19, characterized in that the structure (38) comprises interconnected depressions, which permit a flat distribution
of the suction air or blown air underneath a sheet (16) resting on the film (34).
21. Impression cylinder according to one of Claims 16 to 20, characterized in that this cylinder is designed as an impression cylinder (1) arranged upstream of a turning
device (12), and in that, during perfecting operation, the control means (32) connect the air distribution
chambers (26) in the region between the press nip and the transfer centre line (46)
between the impression cylinder (1) and a downstream sheet-carrying cylinder (14)
to the suction-air source, in order to hold the sheets (16) on the peripheral surface
(18) of the cylinder (1).
22. Impression cylinder according to one of Claims 16 to 21, characterized in that, during perfecting operation, the control means (32) connect the air distribution
chambers (26) in a transfer region, which is directly upstream or downstream of the
transfer centre line (46) and in which the trailing edge (40a, 40b) of the sheet (16,
16a, 16b) is accepted by a gripper device of the downstream sheet-carrying cylinder
(14), to the blown-air source.
23. Impression cylinder according to one of Claims 16 to 22, characterized in that, as viewed in the direction of rotation (42) of the cylinder (1), during perfecting
operation, the control means (32) connect the air distribution chambers (26) in the
region between the transfer centre line (46) between the cylinder (1) and a downstream
sheet-conveying cylinder (14) and the press nip to the blown-air source, in order
to detach the sheets (16) from the peripheral surface (18) of the cylinder (1).
24. Method for producing an impression cylinder of a sheet-fed rotary printing machine,
characterized by the following method steps:
• providing a basic cylinder body,
• introducing recesses into the peripheral surface of the basic body,
• introducing one or more air distribution chambers into the recesses,
• introducing one or more air supply holes into the air distribution chambers,
• inserting a large number of elements having through channels into the recesses,
• finely machining the peripheral cylinder surface as a whole and
• applying a film having openings to the peripheral surface of the cylinder.
25. Method for producing an impression cylinder of a sheet-fed rotary printing machine,
characterized by the following method steps:
• providing a basic cylinder body,
• introducing recesses into the peripheral surface of the basic body,
• introducing one or more air supply holes into the recesses,
• inserting a large number of elements having through channels and one or more air
distribution chambers into the recesses,
• finely machining the peripheral cylinder surface as a whole and
• applying a film having openings to the peripheral surface of the cylinder.
1. Cylindre de pression pour une machine rotative d'impression de feuilles, comprenant
un corps de base de cylindre qui est monté en rotation dans le carter de la machine
à imprimer, et est revêtu d'un film présentant un grand nombre d'ouvertures,
caractérisé en ce que dans la surface périphérique (18) du corps de base de cylindre (8) sont formés des
évidements (20) recevant des éléments (22) qui s'étendent le long de la surface périphérique
(18) du cylindre (1), et présentent un grand nombre de canaux de passage (24) qui
sont en liaison d'écoulement avec les ouvertures (36) du film (34) et s'étendent du
côté supérieur des éléments (22) jusqu'à une chambre de distribution d'air (26) pouvant
être reliée à une source d'aspiration d'air ou une source de soufflage d'air.
2. Cylindre de pression selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de distribution d'air (26) est formée dans les éléments (22).
3. Cylindre de pression selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de distribution d'air (26) est formée par un autre évidement réalisé dans
le corps de base de cylindre (8).
4. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les évidements (20) sont sensiblement réalisés en forme de rainure (20a) et les éléments
(22) sensiblement en forme de barres, et en ce que le long des évidements en forme de rainure (20a), sont placées plusieurs chambres
de distribution d'air (26) pouvant être alimentées séparément les unes des autres
avec de l'air de soufflage ou de l'air en dépression.
5. Cylindre de pression selon la revendication 4, caractérisé en ce que les évidements (20a) s'étendent dans la direction périphérique, sur la surface périphérique
(18) du cylindre (1) de la machine à imprimer.
6. Cylindre de pression selon la revendication 4, caractérisé en ce que les évidements (20a) s'étendent sensiblement dans la direction axiale sur la surface
périphérique (18) du cylindre (1) de la machine à imprimer.
7. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les évidements (20, 20a) avec les éléments (22) sont disposés sensiblement en rangées
(40) sur la surface périphérique (18).
8. Cylindre de pression selon la revendication 7, caractérisé en ce que les rangées (40) s'étendent sensiblement parallèlement les unes par rapport aux autres.
9. Cylindre de pression selon les revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que les rangées (40) s'étendent dans la direction axiale.
10. Cylindre de pression selon la revendication 9, caractérisé en ce que les rangées (40) présentent une longueur décroissante vu dans la direction de rotation
(42) du cylindre (1).
11. Cylindre de pression selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que les rangées (40) s'étendent dans la direction périphérique.
12. Cylindre de pression selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que les rangées (40) s'étendent sensiblement en forme de V ou en forme de faisceau.
13. Cylindre de pression selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que les chambres de distribution d'air (26) d'une rangée (40) peuvent être alimentées
en commun par une conduite de liaison, avec de l'air de soufflage ou de l'air en dépression.
14. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'aux chambres de distribution d'air (26) sont associées des soupapes (30) par l'intermédiaire
desquelles les chambres de distribution d'air (26) peuvent être reliées individuellement
ou en groupe à la source d'aspiration d'air ou la source de soufflage d'air.
15. Cylindre de pression selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'alimentation des chambres de distribution d'air (26) par de l'air en dépression
ou de l'air de soufflage, s'effectue en fonction du format de feuille (16a, 16b) de
la manière suivante, à savoir que seuls les éléments (22) se trouvant sous une feuille
(16) transportée sur le cylindre, sont alimentés par de l'air en dépression ou de
l'air de soufflage.
16. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus des moyens de commande (32) destinés à commander l'amenée d'air de soufflage
ou d'air en dépression aux chambres de distribution d'air (26).
17. Cylindre de pression selon la revendication 16, caractérisé en ce que toutes les chambres de distribution d'air (26) peuvent être reliées simultanément,
par l'intermédiaire des moyens de commande (32), à la source d'aspiration d'air ou
la source de soufflage d'air.
18. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les canaux de passage (24) dans les éléments (22) présentent une section transversale
s'élargissant en direction de la chambre de distribution d'air (26).
19. Cylindre de pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface extérieure du film (34) présente une structure (38).
20. Cylindre de pression selon la revendication 19, caractérisé en ce que la structure (38) comprend des creux reliés entre-eux, qui permettent une répartition
en surface de l'air en dépression ou de l'air de soufflage, sous une feuille (16)
reposant sur le film (34).
21. Cylindre de pression selon l'une des revendications 16 à 20, caractérisé en ce que celui-ci est réalisé en tant que cylindre de pression (1) placé au-devant d'un dispositif
de retournement (12), et en ce que les moyens de commande (32), en mode d'impression recto-verso, relient les chambres
de distribution d'air (26) à la source d'aspiration d'air, dans la zone entre l'interstice
d'impression et la ligne des centres de transfert (46) entre le cylindre de pression
(1) et un cylindre (14) suivant transportant la feuille, en vue de maintenir les feuilles
(16) sur la surface périphérique (18) du cylindre (1).
22. Cylindre de pression selon l'une des revendications 16 à 21, caractérisé en ce que les moyens de commande (32), en mode d'impression recto-verso, relient les chambres
de distribution d'air (26) à la source de soufflage d'air, dans une zone de transfert
située directement avant ou après la ligne des centres de transfert (46), et dans
laquelle le bord arrière (40a, 40b) de la feuille (16, 16a, 16b) est repris par un
dispositif de pince de préhension du cylindre (14) suivant transportant la feuille.
23. Cylindre de pression selon l'une des revendications 16 à 22, caractérisé en ce que vu dans la direction du sens de rotation (42) du cylindre (1), les moyens de commande
(32), en mode d'impression recto-verso, relient les chambres de distribution d'air
(26) à la source de soufflage d'air, dans la zone entre la ligne des centres de transfert
(46) entre le cylindre (1) et un cylindre (14) suivant transportant la feuille, et
l'interstice d'impression, en vue de décoller les feuilles (16) de la surface périphérique
(18) du cylindre (1).
24. Procédé de fabrication d'un cylindre de pression d'une machine rotative d'impression
de feuilles,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
• préparation et mise à disposition d'un corps de base de cylindre,
• réalisation d'évidements dans la surface périphérique du corps de base,
• réalisation d'une ou de plusieurs chambres de distribution d'air dans les évidements,
• réalisation d'un ou de plusieurs perçages d'alimentation en air dans les chambres
de distribution,
• mise en place dans les évidements, d'éléments présentant un grand nombre de canaux
de passage,
• usinage de finition de la surface périphérique du cylindre en tant qu'ensemble,
et
• mise en place sur la surface périphérique du cylindre, d'un film présentant des
ouvertures.
25. Procédé de fabrication d'un cylindre de pression d'une machine rotative d'impression
de feuilles,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
• préparation et mise à disposition d'un corps de base de cylindre,
• réalisation d'évidements dans la surface périphérique du corps de base,
• réalisation d'un ou de plusieurs perçages d'alimentation en air dans les évidements,
• mise en place dans les évidements, d'éléments présentant un grand nombre de canaux
de passage ainsi qu'une ou plusieurs chambres de distribution d'air,
• usinage de finition de la surface périphérique du cylindre en tant qu'ensemble,
et
• mise en place sur la surface périphérique du cylindre, d'un film présentant des
ouvertures.