[0001] Die Erfindung betrifft eine Klappschachtel, sogenannte Hinge-Lid-Packung, aus dünnem
Karton, bestehend aus einem Schachtelteil und einem Deckel, der im Bereich einer Deckel-Rückwand
über ein Liniengelenk mit einer Schachtel-Rückwand schwenkbar verbunden ist, wobei
im Schachtelteil ein Kragen angeordnet ist, der mit unteren Fixierungsflächen im Bereich
von Kragen-Vorderwand und Kragen-Seitenlappen an der Innenseite einer Schachtel-Vorderwand
bzw. von Schachtel-Seitenwänden befestigt ist und dessen aus dem Schachtelteil herausragender
Bereich freie Sichtflächen bildet. Weiterhin betrifft die Erfindung Verfahren und
Vorrichtung zum Herstellen derartiger Klappschachteln.
[0002] Klappschachteln sind standardmäßig so ausgebildet, daß im Schachtelteil ein Kragen
angeordnet ist, der mit einem Teilbereich aus dem Schachtelteil herausragt. Dieser
obere Teil des Kragens ist in Schließstellung der Klappschachtel vom Deckel umschlossen.
Der Kragen besteht aus einem gesonderten Zuschnitt, ebenfalls aus (dünnem) Karton,
kann aber auch einstückig mit dem (Haupt-)Zuschnitt für Schachtelteil und Deckel verbunden
sein. Die gesamte Klappschachtel besteht in diesem Falle aus einem einzigen Zuschnitt.
[0003] Der Kragen ist bei den bisher üblichen Klappschachteln stets durchgehend in weißer
Farbe bzw. Naturfarben - entsprechend der Farbe des Materials für den Kragen - ausgebildet.
Die Klappschachtel selbst ist hingegen im Bereich des Schachtelteils und des Deckels
außen allseitig mit farbiger Bedruckung versehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Klappschachteln hinsichtlich der Ausgestaltung
weiterzuentwickeln und zu verbessern.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Klappschachtel durch folgende
Merkmale gekennzeichnet:
a) die freien, aus dem Schachtelteil herausragenden Sichtflächen der Kragen-Vorderwand
und/oder Kragen-Seitenlappen sind mit einer Bedruckung versehen, nämlich mit auf die
Sichtflächen aufgebrachter Druckfarbenschicht,
b) die Bedruckung im Bereich der Kragen-Vorderwand und/oder Kragen-Seitenlappen ist
von einer Schutzschicht überdeckt, insbesondere einer Lack- oder Firnis-Schicht,
c) die Schutzschicht bzw. Lack- oder Firnis-Schicht erstreckt sich vollflächig im
Bereich der Sichtflächen der Kragen-Vorderwand und/oder der Kragen-Seitenlappen und
endet im Bereich einer durch die Schachtel-Vorderwand gebildeten oberen Vorder-Schließkante
bzw. im Bereich von durch die Schachtel-Seitenwände gebildeten oberen Seiten-Schließkanten,
derart, daß die Fixierungsflächen von Kragen-Vorderwand und/oder Kragen-Seitenlappen
frei von Schutzschicht bzw. Lack- oder Firnis-Schicht sind.
[0006] Durch die Erfindung ist eine verpackungstechnisch einwandfreie Bedruckung des Kragens
möglich. Vorzugsweise sind lediglich die aus dem Schachtelteil herausragenden Bereiche
des Kragens mit einer derartigen Bedruckung versehen, da die übrigen Bereiche verdeckt
sind. Eine bei einer derartigen Bedruckung übliche äußere Schutzschicht aus Lack bzw.
Firnis ist bei dieser bevorzugten Ausführung ebenfalls nur im Bereich der aus dem
Schachtelteil herausragenden Flächen des Kragens vorgesenen. Dadurch ist nach den
weiteren Erkenntnissen der Erfindung eine ausreichende bzw. technisch einwandfreie
Fixierung des Kragens innerhalb des Schachtelteils durch Klebung möglich. Die mit
Leim zu versehenen Flächen, nämlich Fixierungsflächen des Kragens, sind demnach erfindungsgemäß
frei von einer Bedruckung und auch frei von Schutzschichten.
[0007] Die Erfindung kann besonders vorteilhaft auch bei einstückigen (Gesamt-)Zuschnitten
für Klappschachteln eingesetzt werden. Der Kragen ist bei diesem Packungstyp zweckmäßigerweise
durch Z-förmig gefaltete Lappen bzw. Stege mit dem Schachtelteil, insbesondere der
Schachtel-Vorderwand verbunden.
[0008] Bei herkömmlichen Klappschachteln mit einem Kragen aus gesondertem Zuschnitt werden
die unterschiedlichen Flächen des Kragens, nämlich die bedruckten und/oder mit einer
Schutzschicht versehenen Sichtflächen einerseits und die von Bedruckung und/oder Schutzschicht
freien Fixierungsflächen zweckmäßigerweise im Bereich einer fortlaufenden Bahn für
die Fertigung von Zuschnitten für Kragen aufgebracht. Die der Form des Kragens entsprechenden
Schnitte bzw. Stanzungen zum Abtrennen der Kragen werden dann - gesteuert durch Druckmarken
- im Bereich zwischen aufeinanderfolgenden Sichtflächen und Fixierungsflächen benachbarter
Kragen ausgeführt.
[0009] Zum Fertigen einzelner Zuschnitte für Kragen wird eine hinsichtlich der Bedruckung
vorgefertigte Materialbahn aus insbesondere dünnem Karton durch eine Schneidvorrichtung
hindurchgeleitet mit mindestens einer Schneidwalze, auf deren Umfang eine Anzahl von
(Schneid-)Messern entsprechend der Kontur der Kragen angeordnet ist. Der Abstand der
Messer voneinander ist geringfügig größer als die entsprechende Abmessung eines Kragens,
um Bewegungsdifferenzen zwischen Materialbahn und Schneid- bzw. Messerwalze auszugleichen.
[0010] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Beispiel für einen einstückigen Zuschnitt für die Fertigung von Klappschachteln
in ausgebreiteter Stellung,
- Fig. 2
- eine aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 1 gefertigte Klappschachtel in perspektivischer
Darstellung, bei offenem Deckel,
- Fig. 3
- eine Einzelheit der Klappschachtel gemäß Fig. 2 in stark vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4
- einen einstückigen Zuschnitt für eine Klappschachtel einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine Klappschachtel mit Kragen aus gesondertem Zuschnitt in perspektivischer Darstellung
bei geöffnetem Deckel,
- Fig. 6
- einen Kragen für eine Klappschachtel gemäß Fig. 5, ebenfalls in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 7
- Einzelheiten der Fertigung von Kragen gemäß Fig. 6 im Grundriß,
- Fig. 8
- eine Messerwalze bzw. eine Abwicklung einer Mantelfläche derselben zum Herstellen
von (einzelnen) Zuschnitten für Kragen,
- Fig. 9
- einen mit einer Messerwalze gemäß Fig. 8 gefertigten Kragen,
- Fig. 10
- eine Vorrichtung zum Herstellen von Kragen gemäß Fig. 9 in vereinfachter Seitenansicht.
[0011] Die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele betreffen Klappschachteln
bzw. Hinge-Lid-Packungen für Zigaretten, Zigarillos oder andere Konsumgüter. Derartige
Verpackungen bestehen aus dünnem Karton.
[0012] Der Grundaufbau ergibt sich insbesondere aus Fig. 2 und Fig. 5. Danach besteht die
Klappschachtel aus einem (unteren) Schachtelteil 10 und einem Deckel 11. Der Schachtelteil
10 der insgesamt quaderförmigen Verpackung besteht aus einer Schachtel-Vorderwand
12, einer gegenüberliegenden Schachtel-Rückwand 13, schmalen, aufrechten Schachtel-Seitenwänden
14 und 15 sowie aus einem Boden 16. Analog hierzu besteht der Deckel 11 aus Deckel-Vorderwand
17, Deckel-Rückwand 18 sowie Deckel-Seitenwänden 19, 20 und einer oberen Stirnwand
21. Die Schachtel-Seitenwände 14, 15 und ebenso die Deckel-Seitenwände 19, 20 sind
bei dieser Ausführungsform einer Klappschachtel zweilagig ausgebildet, bestehen nämlich
jeweils aus Schachtel-Seitenlappen 22, 23 sowie Deckel-Seitenlappen 24, 25. Diese
Seitenlappen erstrecken sich etwa über die volle Breite der Seitenwände 14, 15 bzw.
19, 20 und überdecken einander. Die Seitenlappen 22..25 sind zur Bildung der Seitenwände
durch Klebung miteinander verbunden.
[0013] Schachtelteil 10 und Deckel 11 sind miteinander verbunden, und zwar über ein Liniengelenk
26 im Bereich von Deckel-Rückwand 18 einerseits und Schachtel-Rückwand 13 andererseits.
Durch das Liniengelenk 26 kann der Deckel 11 zwischen geöffneter Position (Fig. 2,
Fig. 5) und geschlossener Position (nicht gezeigt) bewegt werden.
[0014] In Schließstellung liegt die Deckel-Vorderwand 17 an einer oberen Vorder-Schließkante
27 des Schachtelteils 10 an. Die Vorder-Schließkante 27 ist die obere quergerichtete
Begrenzung der Schachtel-Vorderwand 12. Im Bereich der Schachtel-Seitenwände 14, 15
sind schräggerichtete Seiten-Schließkanten 28, 29 gebildet. An diesen liegen die entsprechend
(trapezförmig) gestalteten Deckel-Seitenwände 19, 20 in Schließstellung an.
[0015] Zur Klappschachtel gehört ein Kragen 30, 31. Dieser besteht aus einer Kragen-Vorderwand
32 und Kragen-Seitenlappen 33, 34. Der Kragen 30, 31 hat eine besondere geometrische
Form, nämlich mit einer oben offenen Ausnehmung 35 im Bereich der Kragen-Vorderwand
32.
[0016] Der Kragen 30, 31 ist innerhalb des Schachtelteils 10 fixiert. Der untere Bereich
des Kragens 30, 31 taucht dabei in das Schachtelteil 10 ein. Die Kragen-Vorderwand
32 liegt an der Innenseite der Schachtel-Vorderwand 12 an. Die Kragen-Seitenlappen
33, 34 liegen an der Innenseite der Schachtel-Seitenwände 14, 15 an. Diese Flächen
des Kragens 30, 31 bilden Fixierungsflächen, mit denen der Kragen 30, 31 an der Innenseite
des Schachtelteils durch Klebung befestigt ist. Die aus dem Schachtelteil 10 herausragenden
Flächen des Kragens 30, 31 bilden außen Sichtflächen.
[0017] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel einer Klappschachtel gemäß Fig. 1 und
Fig. 4 ist ein einstückiger Zuschnitt vorgesehen für die Klappschachtel. Der Kragen
30 ist einstückig mit einem Hauptzuschnitt 36 für Schachtelteil 10 und Deckel 11 verbunden.
Die Einheit des (Gesamt-)Zuschnitts wird im vorliegenden Fall durch Stege 37 bewirkt,
die als Restverbindungen wirken. Außerhalb dieser Stege 37 ist der Kragen 30 vom Hauptzuschnitt
36 durch Stanzschnitte 38, 39 getrennt. Die Stanzschnitte 38, 39 definieren zugleich
die Vorder-Schließkante 27 und die Seiten-Schließkanten 28, 29. Die Stege 37 sind
seitlich durch Trennschnitte 60, 61 begrenzt. Die Stege 37 sind demnach mit dem Kragen
30 einerseits und der Schachtel-Vorderwand 12 andererseits über quergerichtete Gelenke
verbunden, die eine Z-förmige Faltung gewährleisten.
[0018] Bei der Fertigung der Klappschachtel aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 1 wird der Kragen
30 relativ zum Hauptzuschnitt 36 verschoben unter Z-förmiger Faltung der Stege 37.
Diese liegen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 an der Innenseite der Schachtel-Vorderwand 12
an unter Aufrechterhaltung der Verbindung mit dem Kragen 30. Außerhalb der Stege 37
liegt der Kragen 30 in üblicher Weise innen an der Kragen-Vorderwand 12 und kann durch
Klebung mit dieser verbunden werden. Gleichermaßen liegen untere Bereiche der Kragen-Seitenlappen
33, 34 an der Innenseite der Schachtel-Seitenwände 14, 15 an (Fig. 2).
[0019] Eine wichtige Besonderheit besteht darin, daß der Kragen 30 auf der Außenseite mit
einer Bedruckung versehen ist, nämlich mit einer Druckfarbenschicht 40. Diese ist
in den Zeichnungen durch Punkte gekennzeichnet. Diese Flächenbereiche des Kragens
30, 31 werden nachfolgend als Sichtflächen 41 bezeichnet. Diese Sichtflächen 41, im
wesentlichen die aus dem Schachtelteil 10 herausragenden außenliegenden Flächenbereiche
des Kragens 30, 31, können vollflächig mit einer Druckfarbenschicht 40 versehen sein,
aber auch mit dekorativer Bedruckung bzw. mit inhaltlichen Angaben, wie Werbehinweisen,
Informationen etc. Auch ist es möglich, im Bereich der Sichtflächen 41 einen gesetzlich
vorgeschriebenen Warnhinweis (zusätzlich) anzubringen.
[0020] Die Druckfarbenschicht 40 im Bereich der Sichtflächen 41 ist von einer äußeren Schutzschicht
42 überdeckt. Diese besteht aus einer Lackschicht oder einer Firnisschicht bekannter
Zusammensetzung. Die Schutzschicht 42 ist üblicherweise glänzend bzw. hochglänzend
und schützt die Druckfarbenschicht 40.
[0021] Eine Besonderheit der vorliegenden Klappschachteln besteht in der Aufteilung der
Vorderflächen des Kragens 30, 31. Die innerhalb des Schachtelteils 10 liegenden, also
verdeckten Flächen des Kragens 30, 31 weisen keine Bedruckung auf, sind demnach frei
von Druckfarbenschichten 40 und auch frei von Schutzschichten 42. Die im einzelnen
zu beschreibenden Fixierungsflächen des Kragens sind im Bereich der Oberflächen in
herkömmlicher Weise ausgebildet. Diese Fixierungsflächen sind mit Leim an den zugeordneten
Flächen der Klappschachtel befestigt.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist eine streifenförmige Fixierungsfläche
43, 44 im Bereich der Kragen-Vorderwand 32 und der Kragen-Seitenlappen 33, 34 gebildet,
und zwar benachbart zur Schachtel-Vorderwand 12 und zu den (äußeren) Schachtel-Seitenlappen
22. Im Bereich der Kragen-Vorderwand 32 ist eine rechteckige, streifenförmige Fixierungsfläche
43 gebildet unter Einschluß der Stege 37. Im Bereich der Kragen-Seitenlappen 33, 34
ist die Fixierungsfläche 44 parallelogrammförmig ausgebildet entsprechend der Kontur
des Kragens 30 in diesem Bereich. Die Breite der Fixierungsflächen 43, 44 entspricht
etwa der Eintauchtiefe des Kragens 30 im Schachtelteil 10. Wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist die bedruckte Sichtfläche 41 so bemessen, das sie geringfügig von der Schachtel-Vorderwand
12 bzw. den Schachtel-Seitenwänden 14, 15 überlappt ist.
[0023] Ein Zuschnitt für eine Klappschachtel gemäß Fig. 2 kann hinsichtlich der Ausbildung
der Sichtflächen 41 und Fixierungsflächen 43, 44 rationell gefertigt werden. Im flachen
Zustand werden die Flächen des Hauptzuschnitts 36 in üblicher Weise bedruckt. Gleichzeitig
bzw. im Zuge dieses Arbeitsvorganges werden auch die Sichtflächen 41 des Kragens 30
bedruckt und mit der Schutzschicht 42 versehen unter Abgrenzung der freien Fixierungsflächen
43, 44. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind auch Flächen des Hauptzuschnitts
36 frei von Bedruckung und Schutzschicht, nämlich innenliegende Schachtel-Seitenlappen
23 sowie innenliegende Deckel-Seitenlappen 24 und ein bei der fertigen Klappschachtel
im Bereich der Stirnwand 21 liegender Ecklappen 45.
[0024] Eine Besonderheit besteht darin, daß die Fixierungsflächen 43, 44 auf der dem Hauptzuschnitt
36 zugekehrten Seite einen Randstreifen 46 aufweisen. Dieser ist im Bereich des Kragens
30 in Fortsetzung einer eventuellen Bedruckung der Schachtel-Vorderwand 12 und/oder
der Schachtel-Seitenwände 14, 15 bzw. der äußeren Schachtel-Seitenlappen 22 ausgebildet,
also mit einer Bedruckung und gegebenenfalls mit einer Schutzschicht, die dem Teil
der Klappschachtel entspricht. Der Randstreifen 46 bildet einen Toleranzbereich für
technisch gegebene Ungenauigkeiten beim Anbringen der Stanzschnitte 38, 39. Es soll
sichergestellt werden, daß in jedem Falle die Schachtel-Vorderwand 12 und die Schachtel-Seitenwände
14, 15 exakt bis zur Vorder-Schließkante 27 und zu den Seiten-Schließkanten 28, 29
durchgehend eine Bedruckung aufweisen.
[0025] Fig. 4 zeigt einen Zuschnitt für eine Klappschachtel, die weitgehend derjenigen gemäß
Fig. 1 bis 3 entspricht. Im Bereich des Kragens 30 ist ein zusätzlicher Zuschnitt
einstückig mit dem Kragen 30 verbunden, nämlich ein Coupon 47. Dieser besteht demnach
aus demselben Material wie der Zuschnitt 30. Der Coupon ist über leicht trennbare
Restverbindungen 48 mit dem Kragen 30 verbunden, und zwar im Bereich der Ausnehmung
35 der Kragen-Vorderwand 32. Der Coupon 47 ist in diesem Bereich als Zunge 49 ausgebildet,
die passend in die Ausnehmung 35 ragt. Ein umfaltbarer Schenkel 50 schließt an die
Zunge 49 an. Der Schenkel 50 erstreckt sich bei fertiger Klappschachtel in der Ebene
der Stirnwand 21 bzw. parallel hierzu an der Innenseite der Stirnwand 21.
[0026] Bei Ingebrauchnahme dieser Klappschachtel kann der Coupon 47 leicht herausgetrennt
werden. Die Klappschachtel erhält dann im Bereich des Kragens die herkömmliche bzw.
beschriebene Gestalt.
[0027] Der Coupon 47 kann mit Bedruckungen, Beschriftungen, Informationen oder Werbehinweisen
versehen sein.
[0028] Fig. 5 zeigt in geöffneter Stellung eine im Aufbau herkömmliche Klappschachtel, bei
der der Kragen 31 aus einem gesondertem Zuschnitt gebildet ist (Fig. 6, Fig. 7). Hinsichtlich
der Bedruckung des Kragens 31 wird bei diesem Ausführungsbeispiel analog zu den beschriebenen
Beispielen vorgegangen.
[0029] Der Kragen ist, wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, in einem unteren Bereich
sowohl der Kragen-Vorderwand 32 als auch der Kragen-Seitenlappen 33, 34 mit Fixierungsflächen
51, 52 versehen. Diese sind in der beschriebenen Weise ausgebildet, also frei von
Bedruckungen (Farbschichten) und Schutzschicht bzw. Lack. Die unbehandelten Fixierungsflächen
51, 52 sind durch Schraffieren dargestellt. Im Bereich der Kragen-Vorderwand 32 erstreckt
sich die Fixierungsfläche 51 etwa über die halbe Höhe der Kragen-Vorderwand 32. Oberhalb
einer Trennlinie 53 ist eine Sichtfläche 54 gebildet, die eine Bedruckung aufweist,
also eine Druckfarbenschicht 40, und eine äußere Schutzschicht 42 bzw. eine Lackschicht.
Im Bereich der Kragen-Seitenlappen 33, 34 ist eine schräggerichtete Trennlinie 55
zwischen der unteren Fixierungsfläche 52 und der oberen, trapezförmigen Sichtfläche
56 gebildet.
[0030] Innerhalb der Klappschachtel bzw. des Schachtelteils 10 (Fig. 5) ist der Kragen 31
mit den Fixierungsflächen 51, 52 an der Schachtel-Vorderwand 12 und den Schachtel-Seitenwänden
14, 15 durch Kleben befestigt. Die Relativstellung des Kragens 31 ist so gewählt,
daß die Sichtflächen 54, 56 sich bis in einen oberen Randbereich des Schachtelteils
10 erstrecken, also bis geringfügig unterhalb der Vorder-Schließkante 27 und der Seiten-Schließkanten
28, 29.
[0031] Ein im Sinne von Fig. 6 ausgebildeter Kragen 31 kann verfahrenstechnisch so gefertigt
werden, daß die mit einer bekannten, üblichen Kontur gestalteten Zuschnitte nacheinander
von einer Materialbahn 57 abgetrennt werden. Die Materialbahn 57 besteht aus dünnem
Karton. Vor dem Abtrennen der einzelnen Kragen 31 werden die Außenflächen der Kragen
31 vorbereitet. Im Bereich der fortlaufenden Materialbahn 57 werden Bedruckungen,
also Druckfarbenschichten 40, auf Kragen-Vorderwand 32 und Kragen-Seitenlappen 33
aufgebracht. Des weiteren wird in diesen Bereichen die äußere Schutzschicht 42 bzw.
Lackierung aufgetragen. Die schraffierten Bereiche, also die Fixierungsflächen 51,
52, bleiben frei von Druckfarben und Schutzschichten. Zur exakten Positionierung der
Trennlinien 53 und 55 wird die Materialbahn 57 durch Druckmarken 58 im Bereich eines
Druckwerks (nicht gezeigt) gesteuert.
[0032] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, werden die Zuschnitte der Kragen 31 mit einem unteren,
freien Rand gebildeten Randstreifen 59 abgetrennt. Dieser ist mit einer Fortsetzung
der Bedruckung des nächstfolgenden Kragens 31 versehen, einschließlich der äußeren
Schutzschicht. Der Randstreifen 59 dient als Toleranzbereich für das Anbringen eines
Stanzschnitts 73 zum Abtrennen der Zuschnitte für den Kragen 31. Dadurch ist sichergestellt,
daß ein oberer Rand des Kragens 31 stets die Bedruckung aufweist, jedenfalls keinen
druckfreien Rand.
[0033] Von besonderer Bedeutung ist eine Vorrichtung zum Fertigen einzelner Zuschnitte für
Kragen 31. Fig. 8 zeigt als wichtigsten Teil der Vorrichtung eine Schneidwalze 62
bzw. einen Abschnitt einer Mantelfläche derselben. Die Schneidwalze 62 ist längs des
Umfangs mit in gleichen Abständen voneinander angeordneten Messern 63 versehen. Es
handelt sich dabei um Schneiden, die in der Kontur der Kragen 31 geformt sind und
über die Mantelfläche der Schneidwalze 62 hinwegragen.
[0034] Die Messer 63 sind auf der Schneidwalze 62 mit (Umfangs-)Abständen 64 voneinander
angeordnet, die geringfügig größer sind als die korrespondierenden Längen 65 der Kragen
31. Beispielsweise beträgt der Abstand 64 der Messer 63 52,9 mm, während die korrespondierende
Länge 65 des Kragens 31 52 mm beträgt. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Schneidwalze
62 mit geringfügig größerer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird als die Fördergeschwindigkeit
der Materialbahn 57. Der Unterschied der Geschwindigkeit kann etwa 2 % betragen. Zum
Ausgleich ist der größere Abstand der Messer 63 vorgesehen, um Kragen 31 exakter Größe
zu fertigen. Die Schneidwalze 62 ist - je nach Durchmesser - mit sieben oder acht
Messern 63 längs des Umfangs bestückt.
[0035] Die Schneidwalze 62 ist Bestandteil einer Vorrichtung, wie sie in einer vorteilhaften
Ausführungsform in Fig. 10 gezeigt ist. Die vorzugsweise von einer Bobine (nicht gezeigt)
abgezogene Materialbahn 57 wird durch Vorzugwalzen 66, 67 mit exakter Geschwindigkeit
gefördert. Die Materialbahn 57 gelangt im Anschluß an die Vorzugwalzen 66, 67 in den
Bereich eines Schneidaggregats 68. Dieses besteht aus der beschriebenen Schneidwalze
62 und einer mitlaufenden Gegenwalze 69.
[0036] Die im Bereich des Schneidaggregats 68 abgetrennten Zuschnitte der Kragen 31 werden
durch anschließende Förderer, nämlich Förderwalzen 70, 71 erfaßt und mit höherer Geschwindigkeit
weitertransportiert. Dadurch erhält der abgetrennte Kragen 31 einen (größeren) Abstand
von der Materialbahn 57. Ein weiteres Förderorgan, nämlich ein Mitnehmerhebel 72,
übergibt den Kragen 31 an einen vorzugsweise quergerichteten Abförderer (nicht gezeigt),
der den Kragen 31 der weiteren Verarbeitung zuführt. Dieser Bereich kann vorteilhafterweise
nach Maßgabe von EP 0 324 160 ausgebildet sein.
[0037] Für die exakte Positionierung von Stanzschnitten 73 quer zur Materialbahn 57 zum
Abtrennen der Kragen 31 (Fig. 7) wird die Arbeitsweise der Vorrichtung, insbesondere
des Schneidaggregats 68, durch die Druckmarken 58 an der Materialbahn 57 gesteuert.
Bei dem vorliegenden Beispiel ist oberhalb der Bewegungsbahn der Materialbahn 57,
hier im Bereich einer Umlenkung derselben durch die Vorzugwalzen 66, 67, ein Druckmarkenleser
74 bekannter Bauart angebracht. Dieser steuert die Bewegung der Materialbahn 57 derart,
daß der Stanzschnitt 73 an exakter Position durchgeführt wird. Die Vorzugwalzen 66,
67 werden zu diesem Zweck von einem Servomotor 75 angetrieben, der hinsichtlich der
Steuerung mit einer zentralen Steuereinheit der Verpackungsmaschine verbunden ist.
[0038] Die Herstellung der Zuschnitte für den Kragen 31 im Bereich des Schneidaggregats
68 ist auf den Maschinentakt der Verpackungsmaschine abgestimmt. Zu diesem Zweck ist
im Bereich einer der Förderwalzen 70, 71 ein Organ angeordnet, das die jeweilige Position
eines Kragens 31 nach dem Abtrennen erkennt. Es handelt sich dabei um einen sogenannten
Resolver 76, also um ein Organ, das anhand jeweiliger Winkelstellungen die Position
des Zuschnitts erkennt. Der Resolver 76 arbeitet hinsichtlich der Steuerung mit dem
Druckmarkenleser 74 zusammen. Insgesamt führen die Kontrollorgane 74 und 76 zu einer
Abstimmung der (exakten) Fertigung der Zuschnitte mit dem Maschinentakt. Etwaige Abweichungen
werden über den Servomotor 75 mit Hilfe der Vorzugwalzen 66, 67 ausgeglichen.
1. Klappschachtel, sogenannte Hinge-Lid-Packung, aus dünnem Karton, bestehend aus einem
Schachtelteil (10) und einem Deckel (11), der im Bereich einer Deckel-Rückwand (18)
über ein Liniengelenk (26) mit einer Schachtel-Rückwand (13) schwenkbar verbunden
ist, wobei im Schachtelteil (10) ein Kragen (30, 31) angeordnet ist, der mit unteren
Fixierungsflächen (43, 44; 51, 52) im Bereich von Kragen-Vorderwand (32) und Kragen-Seitenlappen
(33, 34) an der Innenseite einer Schachtel-Vorderwand (12) bzw. von Schachtel-Seitenwänden
(14, 15) befestigt ist und dessen aus dem Schachtelteil (10) herausragender Bereich
freie Sichtflächen (41, 54) bildet,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die freien, aus dem Schachtelteil (10) herausragenden Sichtflächen (41, 54) der
Kragen-Vorderwand (32) und/oder der Kragen-Seitenlappen (33, 34) sind mit einer Bedruckung
versehen, nämlich mit auf die Sichtflächen (41, 54) aufgebrachter Druckfarbenschicht
(40),
b) die Bedruckung bzw. Druckfarbenschicht (40) im Bereich der Kragen-Vorderwand (32)
und/oder Kragen-Seitenlappen (33, 34) ist von einer Schutzschicht (42) überdeckt,
insbesondere einer Lack- oder Firnis-Schicht,
c) die Schutzschicht (42) bzw. Lack- oder Firnis-Schicht erstreckt sich vollflächig
im Bereich der Sichtflächen (41, 54) der Kragen-Vorderwand (32) und/oder der Kragen-Seitenlappen
(33, 34) und endet im Bereich einer durch die Schachtel-Vorderwand (12) gebildeten oberen Vorder-Schließkante (27) bzw. im
Bereich von durch die Schachtel-Seitenwände (14, 15) gebildeten oberen Seiten-Schließkanten (28, 29),
derart, daß die Fixierungsflächen (43, 44; 51, 52) von Kragen-Vorderwand (32) und/oder
Kragen-Seitenlappen (33, 34) frei von Druckfarbenschichten (40) und Schutzschichten
(42) sind.
2. Klappschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einem gesonderten Zuschnitt gebildeter Kragen (31) etwa im Bereich einer
oberen Hälfte der Kragen-Vorderwand (32) und/oder der Kragen-Seitenlappen (33, 34)
Sichtflächen (54) aufweist, die mit Bedruckung bzw. einer Druckfarbenschicht (40)
und einer vollflächigen Schutzschicht (42) versehen sind, während ein unterer Bereich
als Fixierungsfläche (51, 52) frei von Druckfarben und Schutzschicht ist.
3. Klappschachtel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt für den Kragen (30) einstückig mit einem Hauptzuschnitt (36) für Schachtelteil
(10) und Deckel (11) unter Bildung eines einstückigen Gesamtzuschnitts verbunden ist,
insbesondere über eine oder mehrere Z-förmig faltbare Verbindungslaschen bzw. Stege
(37) zwischen Schachtel-Vorderwand (12) und Kragen-Vorderwand (32), wobei der Kragen
(30) in einem freien Endbereich des Zuschnitts eine Sichtfläche bildet, die eine Bedruckung
bzw. Druckfarbenschicht (40) mit Schutzschicht (42) aufweist und hieran anschließend,
nämlich benachbart zum Schachtelteil (10) eine streifenförmige Fixierungsfläche (43,
44), die bei Positionierung des Kragens (30) in der packungsgemäßen Position nach
Z-förmiger Faltung der Stege (37) an der Innenseite von Schachtel-Vorderwand (12)
und Schachtel-Seitenwänden (14, 15) anliegt.
4. Klappschachtel nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem unteren Randbereich des Kragens (30, 31) ein schmaler Randstreifen (46,
59) gebildet ist, der eine Bedruckung bzw. Druckfarbenschicht (40) und Schutzschicht
(42) aufweist und der bei der Bildung bzw. Herstellung des Kragens (30, 31) durch
Stanzen einen Toleranzbereich bildet, derart, daß Schachtel-Vorderwand (12) sowie
Schachtel-Seitenwände (14, 15) einerseits bzw. obere Bereiche eines gesondert gefertigten
Kragens (31) bis zum freien Rand mit Bedruckung bzw. Druckfarbenschicht (40) und Schutzschicht
(42) versehen sind.
5. Klappschachtel nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Fixierungsflächen (43, 44; 51, 52) einerseits und Sichtflächen (41, 54) andererseits
in ihren Konturen bzw. hinsichtlich des Verlaufs von Trennlinien (53, 55) der Kontur
von Vorder-Schließkante (27) und Seiten-Schließkante (28, 29) zwischen Schachtelteil
(10) und Deckel (11) folgen.
6. Klappschachtel nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Kragens (30, 31), insbesondere bei einstückigem Gesamt-Zuschnitt,
ein Coupon (47) einstückig, insbesondere über Restverbindungen (48), mit dem Kragen
(30, 31) verbunden ist, wobei der Coupon (47) insbesondere vollflächig mit einer Bedruckung
bzw. Druckfarbenschicht (40) und Schutzschicht (42) versehen und bei erstmaliger Ingebrauchnahme
der Klappschachtel abtrennbar ist.
7. Verfahren zum Herstellen von gesonderten Zuschnitten für Kragen (31) als Teil einer
Klappschachtel durch Abtrennen von einer fortlaufenden Materialbahn (57) aus dünnem
Karton, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bedruckung bzw. Druckfarbenschicht (40) und eine diese überdeckende Schutzschicht
(42) in Teilbereichen des Kragens (31) auf die Materialbahn (57) positionsgerecht
aufgetragen und danach die Zuschnitte für den Kragen (31) von der bedruckten Materialbahn
(57) abgetrennt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbenschicht (40) und die Schutzschicht (42) in ausgewählten Bereichen
des Kragens (31) in Abständen voneinander auf die Materialbahn (57) aufgetragen werden,
wobei die Bereiche mit Druckfarbenschicht (40) und Schutzschicht (42) von freien Flächen,
nämlich Fixierungsflächen (51, 52) entlang von Trennlinien (53, 55) abgegrenzt sind.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (57) positionsgerecht mit Druckmarken (58) zur Steuerung der Bedruckung
und/oder von Stanzschnitten (73) zum Herstellen der Zuschnitte für Kragen (31) versehen
ist.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einem benachbarten Kragen (31) innerhalb der Materialbahn (57) zugekehrter Randbereich,
nämlich ein Randstreifen (59), mit Bedruckung bzw. Druckfarbenschicht (40) und Schutzschicht
(42) versehen ist und bei den Stanzschnitten (73) als Toleranzbereich dient.
1. Hinge-lid box, or so-called hinge-lid pack, made of thin cardboard, comprising a box
part (10) and a lid (11), which is connected pivotably to a box rear wall (13) in
the region of a lid rear wall (18) via a linear articulation (26), there being arranged
in the box part (10) a collar (30, 31) which is fastened, by way of bottom fixing
surfaces (43, 44; 51, 52) in the region of the collar front wall (32) and collar side
tabs (33, 34), on the inside of a box front wall (12) and of box side walls (14, 15),
respectively, and of which the region which projects out of the box part (10) forms
free visible surfaces (41, 54),
characterized by the following features:
a) the free visible surfaces (41, 54) of the collar front wall (32) and/or of the
collar side tabs (33, 34), said visible surfaces projecting out of the box part (10),
are provided with printing, namely with a printing-ink layer (40) applied to the visible
surfaces (41, 54),
b) the printing or printing-ink layer (40) in the region of the collar front wall
(32) and/or collar side tabs (33, 34) is covered over by a protective layer (42),
in particular a lacquer or varnish layer,
c) the protective layer (42) or lacquer or varnish layer extends over the entire surface
area in the region of the visible surfaces (41, 54) of the collar front wall (32)
and/or of the collar side tabs (33, 34) and terminates in the region of a top front
closure edge (27), formed by the box front wall (12), and/or in the region of top
side closure edges (28, 29), formed by the box side walls (14, 15), such that the
fixing surfaces (43, 44; 51, 52) of the collar front wall (32) and/or collar side
tabs (33, 34) are free of printing-ink layers (40) and protective layers (42).
2. Hinge-lid box according to Claim 1, characterized in that a collar (31) formed from a separate blank has, approximately in the region of a
top half of the collar front wall (32) and/or of the collar side tabs (33, 34), visible
surfaces (54) which are provided with printing or a printing-ink layer (40) and a
protective layer (42) over the entire surface area, while a bottom region, as fixing
surface (51, 52), is free of printing inks and a protective layer.
3. Hinge-lid box according to Claim 1, characterized in that the blank for the collar (30) is connected integrally to a main blank (36) for the
box part (10) and lid (11), a single-piece overall blank being formed in the process,
in particular via one or more connecting flaps or crosspieces (37) which can be folded
in Z form between the box front wall (12) and collar front wall (32), it being the
case that the collar (30), in a free end region of the blank, forms a visible surface,
which has printing or a printing-ink layer (40) with a protective layer (42), and,
following this, namely adjacent to the box part (10), a strip-like fixing surface
(43, 44) which, when the collar (30) is positioned appropriately in the pack once
the crosspieces (37) have been folded in Z form, butts against the inside of the box
front wall (12) and box side walls (14, 15).
4. Hinge-lid box according to Claim 1 or one of the further claims, characterized in that formed in a bottom border region of the collar (30, 31) is a narrow border strip
(46, 59) which has printing or a printing-ink layer (40) and protective layer (42)
and, when the collar (30, 31) is formed and/or produced by punching, forms a tolerance
region such that the box front wall (12) and box side walls (14, 15) as well as top
regions of a separately produced collar (31) are provided with printing or a printing-ink
layer (40) and protective layer (42) up to the free border.
5. Hinge-lid box according to Claim 1 or one of the further claims, characterized in that fixing surfaces (43, 44; 51, 52), on the one hand, and visible surfaces (41, 54),
on the other hand, follow, by way of their contours and the course taken by separating
lines (53, 55), the contour of the front closure edge (27) and side closure edge (28,
29) between the box part (10) and lid (11).
6. Hinge-lid box according to Claim 1 or one of the further claims, characterized in that in the region of the collar (30, 31), in particular in the case of a single-piece
overall blank, a coupon (47) is connected integrally, in particular via residual connections
(48), to the collar (30, 31), it being the case that the coupon (47) is provided with
printing or a printing-ink layer (40) and protective layer (42), in particular over
the entire surface area, and can be severed when the hinge-lid box is opened for the
first time.
7. Method of producing separate blanks for collars (31) as part of a hinge-lid box by
severing from a continuous material web (57) made of thin cardboard, characterized in that printing or a printing-ink layer (40) and a protective layer (42) covering over the
same is/are applied in the correct position to the material web (57) in subregions
of the collar (31), and then the blanks for the collar (31) are severed from the printed
material web (57).
8. Method according to Claim 7, characterized in that the printing-ink layer (40) and the protective layer (42) are applied to the material
web (57) at intervals from one another in selected regions of the collar (31), the
regions with the printing-ink layer (40) and protective layer (42) being separated
off from free surfaces, namely fixing surfaces (51, 52), along separating lines (53,
55).
9. Method according to Claim 7 or 8, characterized in that the material web (57) is provided in the correct position with printed marks (58)
for controlling the printing and/or punch cuts (73) for producing the blanks for collars
(31).
10. Method according to Claim 7 or one of the further claims, characterized in that a border region directed towards an adjacent collar (31) within the material web
(57), namely a border strip (59), is provided with printing or a printing-ink layer
(40) and protective layer (42) and serves as a tolerance region for the punch cuts
(73).
1. Boîte à couvercle basculant, dite paquet HLP, en carton mince, constituée d'une partie
boîte (10) et d'un couvercle (11) qui, dans la zone d'une paroi arrière (18), est
joint de manière articulée à une paroi arrière (13) de la partie boîte par une ligne
d'articulation (26), dans la partie boîte (10) étant placé un col (30, 31) qui est
fixé par des surfaces inférieures de fixation (43, 44 ; 51, 52) dans la zone d'une
paroi avant (32) et de pattes latérales (33, 34) de celui-ci à la face intérieure
d'une paroi avant (12) et de parois latérales (14, 15) de la partie boîte, et dont
la partie qui dépasse de la partie boîte (10) forme des surfaces visibles libres (41,
54),
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) les surfaces visibles libres (41, 54) de la paroi avant (32) et/ou des pattes latérales
(33, 34) du col qui dépassent de la partie boîte (10) sont pourvues d'une impression,
à savoir de couche d'encre d'imprimerie (40) appliquée sur les surfaces visibles (41,
54),
b) l'impression ou la couche d'encre d'imprimerie (40) appliquée dans la zone de la
paroi avant (32) et/ou des pattes latérales (33, 34) du col est recouverte d'une couche
protectrice (42), en particulier d'une couche de vernis,
c) la couche protectrice (42) ou la couche de vernis s'étend sur toute la surface
dans la zone des surfaces visibles (41, 54) de la paroi avant (32) et/ou des pattes
latérales (33, 34) du col et se termine dans la zone d'un côté de fermeture avant
supérieur (27) formé par la paroi avant (12) de la partie boîte ou dans la zone de
côtés de fermeture latéraux supérieurs (28, 29) formés par les parois latérales (14,
15) de la partie boîte, de façon telle que les surfaces de fixation (43, 44 ; 51,
52) de la paroi avant (32) et/ou des pattes latérales (33, 34) du col soient dépourvues
de couches d'encre d'imprimerie (40) et de couches protectrices (42).
2. Boîte à couvercle basculant selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'un col (31) formé d'une découpe séparée présente à peu près dans la zone d'une moitié
supérieure de sa paroi avant (32) et/ou de ses pattes latérales (33, 34) des surfaces
visibles (54) qui sont pourvues d'une impression ou d'une couche d'encre d'imprimerie
(40) et d'une couche protectrice (42) couvrant toute la surface, tandis qu'une partie
inférieure formant surface de fixation (51, 52) est dépourvue d'encres d'imprimerie
et de couche protectrice.
3. Boîte à couvercle basculant selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la découpe pour le col (30) est jointe, de façon à ne faire qu'un avec celle-ci,
à une découpe principale (56) pour la partie boîte (10) et le couvercle (11) avec
formation d'une découpe générale d'une seule pièce, en particulier par une ou plusieurs
pattes de liaison ou nervures (37) pliables en forme de Z situées entre la paroi avant
(12) de la partie boîte et la paroi avant (32) du col, le col (30) formant dans une
partie d'extrémité libre de la découpe une surface visible qui présente une impression
ou une couche d'encre d'imprimerie (40) avec couche protectrice (42), et, contiguë
à cette surface visible, à savoir à proximité de la partie boîte (10), une surface
de fixation en forme de bande (43, 44) qui, lorsque le col (30) est dans la position
correspondant au paquet après pliage en forme de Z des nervures (37), s'appuie sur
la face intérieure de la paroi avant (12) et des parois latérales (14, 15) de la partie
boîte.
4. Boîte à couvercle basculant selon la revendication 1 ou une des autres revendications,
caractérisée par le fait que dans une partie de bord inférieure du col (30, 31) est formée une bande de bord étroite
(46, 59) qui présente une impression ou une couche d'encre d'imprimerie (40) et une
couche protectrice (42) et, lors de la formation ou la production du col (30, 31)
par découpage, forme une zone de tolérance de façon telle que la paroi avant (12)
et les parois latérales (14, 15) de la partie boîte ou des parties supérieures d'un
col (31) fabriqué séparément soient pourvues jusqu'au bord libre d'une impression
ou d'une couche d'encre d'imprimerie (40) et d'une couche protectrice (42).
5. Boîte à couvercle basculant selon la revendication 1 ou une des autres revendications,
caractérisée par le fait que les surfaces de fixation (43, 44 ; 51, 52) d'une part et les surfaces visibles (41,
54) d'autre part suivent quant à leurs contours ou en ce qui concerne la forme des
lignes de séparation (53, 55) le contour du côté de fermeture avant (27) et du côté
de fermeture latéral (28, 29) entre la partie boîte (10) et le couvercle (11).
6. Boîte à couvercle basculant selon la revendication 1 ou une des autres revendications,
caractérisée par le fait que dans la zone du col (30, 31), en particulier dans le cas d'une découpe générale d'une
seule pièce, un coupon (47) est joint au col (30, 31) de façon à ne faire qu'un avec
celui-ci, en particulier par des liaisons restantes (48), le coupon (47) étant pourvu,
en particulier sur toute sa surface, d'une impression ou d'une couche d'encre d'imprimerie
(40) et d'une couche protectrice (42) et pouvant être détaché lors de la première
mise en service de la boîte à couvercle basculant.
7. Procédé de production de découpes séparées pour des cols (31) formant une partie d'une
boîte à couvercle basculant, par détachement de celles-ci d'une bande continue de
matériau (57) en carton mince, caractérisé par le fait qu'une impression ou une couche d'encre d'imprimerie (40) et une couche protectrice (42)
couvrant celle-ci sont appliquées en position correcte dans des parties du col (31)
sur la bande de matériau (57) et après cela, les découpes pour le col (31) sont détachées
de la bande de matériau (57) imprimée.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par le fait que la couche d'encre d'imprimerie (40) et la couche protectrice (42) sont appliquées
sur la bande de matériau (57) à distance les unes des autres dans des zones choisies
du col (31), les zones ayant une couche d'encre d'imprimerie (40) et une couche protectrice
(42) étant délimitées de surfaces libres, à savoir de surfaces de fixation (51, 52),
par des lignes de séparation (53, 55).
9. Procédé selon l'une des revendications 7 et 8, caractérisé par le fait que la bande de matériau (57) est pourvue en position appropriée de marque d'impression
(58) pour la commande de l'impression et/ou de découpures (73) pour la production
des découpes pour des cols (31).
10. Procédé selon la revendication 7 ou une des autres revendications, caractérisé par le fait qu'une zone de bord dirigée vers un col (31) voisin à l'intérieur de la bande de matériau
(57), à savoir une bande de bord (59), est pourvue d'une impression ou d'une couche
d'encre d'imprimerie (40) et d'une couche protectrice (42) et sert de zone de tolérance
lors des découpures (73).