[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Getränkebehälter für Getränke, die unter einem
Gasdruck stehen.
[0002] Bei den Getränken kann es sich um kohlensäurefreie, kohlensäurearme oder kohlensäurehaltige
Getränke handeln. So sollte Bier beim Öffnen und Ausgießen in ein Glas eine möglichst
schöne, stabile Schaumkrone liefern. Die Getränke umfassen aber auch andere, z.B.
alkoholfreie kohlensäurehaltige Getränke, mit oder ohne Schaumkrone, beispielsweise
sogenannte "Softdrinks", wie Cola, kohlensäurehaltige Limonaden und dergleichen oder
auch kohlensäurefreie Getränke, die im Behälter unter einem von Luft verschiedenen
Gas aufbewahrt werden sollen, beispielsweise um die Oxydation von Inhaltsstoffen zu
verhindern (z.B. Apfel- oder Orangensaft, Milchmixgetränke, Tee, Kaffee). Dabei ist
es häufig erwünscht, jedoch nicht zwingend (siehe Beispiel Apfelsaft), daß in dem
mit dem Getränk befüllten Behälter ein im Vergleich zum Umgebungsdruck erhöhter Druck
herrscht.
[0003] Es gibt eine Vielzahl von Vorschlägen, Getränkebehälter der eingangs genannten Art
mit einem Innenbehälter zu versehen, der während des Füllvorgangs mit gasförmigem
oder flüssigem Stickstoff oder einem anderen Gas befüllt werden kann, wobei sich der
Innenbehälter beim Einfüllen des Getränkes ganz oder teilweise mit Flüssigkeit füllen
kann, die anschließend nach Verschließen des Behälters durch einen Teil des vorhandenen
Gas- bzw. Flüssiggas-Volumens wieder verdrängt werden kann. Ein solcher Behälter soll
nachstehend mit dem Ausdruck "Gasbehälter" bezeichnet werden, auch wenn er sowohl
Flüssigkeit als auch Gas enthalten kann. Derartige Gasbehälter sind beispielsweise
aus den internationalen Patentanmeldungen mit den Veröffentlichungsnummern 95/08493,
WO 91/07326, WO 95/00416 und WO 95/00415 bekannt.
[0004] Es ist sowohl vorgeschlagen worden, den Gasbehälter auf bzw. in der Flüssigkeit schwimmend
vorzusehen als auch, ihn im Behälter zu arretieren. So schlägt die WO 91/07326 unter
anderem vor, daß der Gasbehälter flexible Arme mit Flanschen aufweist, die über einen
Preßsitz den Gasbehälter an einer vorgegebenen Position in einem oberen oder mittleren
Bereich des Behälters fixieren.
[0005] Nachteilig hieran ist, daß der vorgeschlagene Preßsitz keine sichere Haftung ermöglicht,
da Behälter aus Metall oder Kunststoff in Abhängigkeit vom Zustand des Herstellungswerkzeugs
leicht variierende Innendurchmesser bzw in Abhängigkeit vom Innendruck unterschiedlich
stark "aufgeblähte" Seitenwände aufweisen. Es wird deshalb a.a.O. ergänzend vorgeschlagen,
daß die Seitenwand des Behälters nach Einfügen des Gasbehälters oberhalb der Befestigungsstelle
nach innen eingewölbt wird, um den Gasbehälter zu arretieren.
[0006] Allerdings erfordert dies einen zusätzlichen Verformungsschritt des Behälters selbst,
der erst nach Einführen des Gasbehälters erfolgen kann und damit nur äußerst umständlich
zu realisieren ist.
[0007] In der WO 95/08493 wird vorgeschlagen, den Gasinnenbehälter mit Hilfe eines Klebstoffs
am Boden des Behälters zu befestigen. Dabei ist es bevorzugt, daß der Gasbehälter
nach unten offen ist und einen Flansch aufweist, der in seiner Form im wesentlichen
einem Teil der Bodenwand folgt und an dieser über den Klebstoff befestigt ist. Allerdings
ist in diesen Fällen ein Hochleistungs-Klebstoff erforderlich, der hohe Drücke aushalten
kann. In einer alternativen Ausführungsform handelt es sich bei dem Gasbehälter um
einen geschlossenen Behälter mit einem ebenen Boden, der in seinem Mittelteil an der
Innenseite der Kuppe des angesetzten Bodenteils festgeklebt ist. Für eine derartige
Ausführungsform ist zwar ein preisgünstiger, weniger druckbeständiger Kleber ausreichend.
Allerdings verläuft der Klebstoff im Außenbereich der Klebestelle ungleich, da der
Spalt zwischen Boden und Gasbehälter nach außen hin immer größer wird. Außerdem kommt
der Kleber mit dem Getränk in Berührung, so daß nur lebensmittelrechtlich zugelassene
Kleber eingesetzt werden können.
[0008] Aus der WO 91/13006 ist es bekannt, einen Innenbehälter als offenen Behälter ohne
Boden über eine Schnappverbindung am Boden des Getränkebehälters zu befestigen. Die
Schnappverbindung kommt dadurch zustande, daß der Innenbehälter eine im Boden befindliche
Rinne von außen schnappend umgreift. Dabei ist die Grenzfläche zwischen dem Innenbehälter
und dem Boden des Getränkebehälters relativ klein, da nur eine ringförmige äußere
Fläche des vom Innenbehälter abgedeckten Behälterbodens an der Schnappverbindung beteiligt
ist. Der feste Sitz dieser Konstruktion ist daher heikel, da die Gefahr besteht, daß
der Innenbehälter aus der Verbindung gedrückt werden kann, wenn durch das Öffnen der
Dose ein Druckabfall eintritt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zu vermeiden und einen Getränkebehälter mit einem Gasbehälter bereitzustellen, wobei
der Gasbehälter äußerst einfach und preiswert herstellbar ist und gleichzeitig die
Anbringung des Gasbehälter im Getränkebehälter und das Befüllen des Behälters mit
Gas und Getränk relativ einfach durchführbar sind.
[0010] Diese vorgenannte Aufgabe wird gelöst durch die Bereitstellung eines Behälters nach
Anspruch 1, der ein unter Gasdruck stehendes Getränk aufnehmen bzw. enthalten kann
und der einen innen am Behälterboden befestigten Gasbehälter aufweist, der ein aus
einem elastischen Material bestehendes Bodenteil und ein Oberteil aufweist, wobei
das Bodenteil über eine Schnappverbindung mit dem Behälterboden verbunden ist.
[0011] Der Behälter selbst kann aus einem für Getränkebehälter üblichen Material bestehen.
Es kann sich dabei beispielsweise um eine Getränkedose oder ein entsprechendes Fäßchen
aus Aluminium- oder Stahlblech handeln; es kann sich aber auch um einen Getränkebehälter
aus einem Kunststoffmaterial wie Polyethylenterephthalat, Polyethylen, Polypropylen
oder einem anderen getränkeverträglichen Kunststoff handeln. Auch Glasbehälter sind
von der Erfindung mit umfaßt. Die Behälter können in üblicher Weise hergestellt sein.
So können beispielsweise 2-teilige oder 3-teilige Getränkedosen zum Einsatz gelangen.
[0012] Das Wort "Gasbehälter" soll ausdrücken, daß der so bezeichnete Innenbehälter im befüllten
Zustand des Getränkebehälters zumindest teilweise Gas enthalten soll. Meist enthält
er teilweise auch Flüssigkeit: Üblicherweise geschieht das Füllen von Getränkebehältern
der hier interessierenden Art dadurch, daß in den Innenbehälter Gas eingefüllt wird,
anschließend der Behälter mit Getränk befüllt wird und schließlich verschlossen wird.
Je nach Ausgestaltung des Innenbehälter kann während bzw. nach dem Verschließen durch
den Druckausgleich Flüssigkeit in den Gasbehälter einströmen, was weiter unten ausführlicher
erläutert werden wird.
[0013] Der Gasbehälter der vorliegenden Erfindung befindet sich am Behälterboden. Daher
ist er im befüllten Zustand des Behälters von Flüssigkeit umgeben. Das Innere des
Gasbehälters steht mit dieser Flüssigkeit derart in Verbindung, daß im Zustand der
befüllten, geschlossenen Dose das im Gasbehälter vorhandene Gas nicht in die umgebende
Flüssigkeit austreten kann. Hierfür gibt es im Stand der Technik eine Reihe von Vorschlägen.
So kann dies beispielsweise dadurch bewirkt werden, daß reversibel verschlossene Öffnungen
im Gasbehälter vorhanden sind, wobei durch den plötzlichen Druckabfall in der Flüssigkeit
beim Öffnen der Dose der oder die Verschlüsse zerstört wird oder werden und das Gas
in die umgebende Flüssigkeit austreten kann. Alternativ weist der Gasbehälter z.B.
mindestens eine und insbesondere zwei Öffnungen mit nur geringem Durchmesser auf,
der so bemessen ist, daß im Zustand des befüllten und geschlossenen Behälters die
Oberflächenspannung der Flüssigkeit verhindert, daß Gasblasen austreten können. Dieser
Effekt ist als sogenannter "Gasblasenpunkt-Effekt" bekannt.
[0014] Ist der Gasbehälter bis auf die genannten Öffnungen ein geschlossener Hohlkörper,
so wird er hier nachstehend als "einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum bildend"
bezeichnet.
[0015] Mindestens das Bodenteil des Gasbehälters sollte aus einem elastischen Material bestehen,
beispielsweise Kunststoff oder Metall. Bodenteil und Oberteil können integral miteinander
verbunden sein, sie können aber auch aus unterschiedlichen Teilen gefertigt und anschließend
miteinander verbunden werden, beispielsweise geschweißt (z.B. reibverschweißt), verklebt
oder über einen Schnappverschluß verbunden sein. Das Oberteil kann, muß aber nicht
aus dem identischen Material wie das Bodenteil bestehen.
[0016] Da sich der Gasbehälter am Boden des Getränkebehälters befindet, ist es nicht zwingend
erforderlich, daß er selbst einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum bildet. Der
Gasbehälter kann stattdessen nach unten hin offen sein, sofern die Verbindung zum
Boden um die Öffnung herum so weit dichtend ist, daß sie den oben beschriebenen Kriterien
des "Gasblasenpunkt-Effektes" genügt.
[0017] In den abhängigen Ansprüchen sind weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Behälters
angegeben.
[0018] Nachfolgend sei die Erfindung nun anhand von Figuren näher erläutert. Dabei sollen
die einzelnen, mit einer Figur erläuterten Merkmale nicht auf die Kombination mit
den spezifisch in dieser Figur gezeigten anderen Merkmale beschränkt sein.
[0019] Die Ausführungsform nach Figur 1 füllt nicht unter die Patentansprüche.
[0020] Figur 1 zeigt den unteren Teil eines Behälters 1 für ein Getränk der genannten Art. Man erkennt
den unteren Teil der Seitenwand 17 sowie den Behälterboden 10, der stark eingewölbt
ist. Die Wölbung weist einen inneren Abschnitt 6 auf, der in dieser Ausführung kuppelförmig
ausgebildet ist, aber auch eben sein könnte. Daran schließt sich ein erster ringförmiger
Abschnitt 7 an, der einen relativ großen Durchmesser aufweist. Ein zweiter ringförmiger
Abschnitt 8, der näher zum Boden hin angeordnet ist, besitzt einen gegenüber dem ersten
Abschnitt geringeren Durchmesser, so daß der Behälterboden an dieser Stelle eingezogen
ist. Dann weitet sich der Boden nach außen unten hin wieder bis zu einem weiteren
ringförmigen Abschnitt 18, mit dem der Behälter auf dem Untergrund aufsteht.
[0021] Der Gasbehälter 11 besitzt ein Bodenteil 4 und ein oberes Teil 5, die in diesem Beispiel
eine integrale Einheit bilden. Zwei Öffnungen 19,20 mit sehr geringem Durchmesser
sind vorgesehen, die eine im oberen Bereich und die andere in einem tiefliegenden
Teil des Seitenbereiches. Diese Öffnungen sollten einen so geringen Durchmesser besitzen,
daß die Oberflächenspannung der den Gasbehälter umgebenden Flüssigkeit verhindert,
daß bei geschlossener, befüllter Dose Gas in die Umgebung austreten kann.
[0022] Das Bodenteil 4 des Gasbehälters ist in diesem Beispiel mittig kreisförmig offen,
so daß der kuppelförmige Abschnitt 6 des Behälterbodens den Innenraum des Gasbehälters
abschließt. Die Öffnung ist nicht auf die gezeigte Form beschränkt. Auch könnte der
Gasbehälter selbstverständlich einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum umfassen.
Die Verbindung zwischen dem Bodenteil 4 des Gasbehälters und dem Behälterboden 10
wird dadurch bewirkt, daß das Bodenteil 4 einen ringförmigen Abschnitt 3 aufweist,
der in seiner Kontur an einen Teil des kuppelförmigen Abschnittes 6 und den ringförmigen
Abschnitt 7 des Behälterbodens 10 angepaßt ist und den Abschnitt 7 vollständig umgreift.
Aufgrund der Flexibilität des Bodenteils 4 kommt dabei eine schnappende, dichtende
Verbindung zustande.
[0023] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform des Gasbehälters 11 in einem Behälter 1, der wie in Figur
1 ausgestaltet ist. Der Gasbehälter besteht hier aus einem Oberteil 5 und einem Bodenteil
4, die aus zwei Teilen geformt und anschließend zusammengefügt wurden. Die dargestellte
Verbindung 2 soll beispielhaft einen Schnappverschluß oder eine Klebeverbindung illustrieren.
Das Bodenteil 4 ist geschlossen, so daß der Gasbehälter als solcher einen im wesentlichen
geschlossenen Hohlraum bildet, mit Ausnahme der Öffnungen mit geringem Durchmesser,
über die der Gasraum mit dem Flüssigkeitsraum in Verbindung steht.
[0024] Der Abschnitt 3 des Bodenteils 4 kann ringförmig ausgebildet sein, so daß der Außenteil
des Bodenteils 4 der Ausgestaltung wir in Figur 1 beschrieben entspricht. Der Abschnitt
3 kann jedoch auch in Form von Beinchen oder Füßchen vorhanden sein, die den Abschnitt
7 des Behälterbodens umgreifen. Die Anzahl der Füßchen ist dabei variabel: wenn die
Schnappverbindung sehr stark ist, können zwei oder drei dieser umgreifenden Strukturen
ausreichen; es können aber auch vier oder fünf oder gar noch mehr - dann meist eher
dünnere - Beinchen oder Füßchen vorgesehen sein. Eine Draufsicht von unten auf das
Bodenteil 4 in einer Ausführungsform mit fünf Füßchen ist in
Figur 3 dargestellt.
[0025] Es sollte klar sein, daß auch die Wahl der Gestalt des Abschnitts 3 des Bodenteils
4 des Gasbehälters ("beinchenartige" bzw. ringförmige Ausgestaltung) frei ist, solange
eine ausreichende Dichtung des Gasbehälters gewährleistet ist.
[0026] Figur 4 zeigt eine andere Ausgestaltung der Erfindung, in welcher der Behälterboden 10 mittig
eine kleinere Einwölbung 13 aufweist. Man erkennt, daß die kleinere Einwölbung 13
einen ersten, ringförmigen Abschnitt 7 mit etwas größerem Durchmesser und einen zweiten,
ringförmigen Abschnitt 8 mit geringerem Durchmesser, der näher zum Boden hin angeordnet
ist, aufweist. (Die Figur ist nicht zwingend maßstabsgetreu zu verstehen; die Proportionen
der Einwölbung 13 sind eher etwas überzeichnet dargestellt.) Dadurch entsteht ein
Hals, der der Einwölbung 13 eine pilzförmige Form gibt. Dadurch kann sie vom Abschnitt
3 des Bodenteils 4 des Gasbehälters 11 schnappend umgriffen werden. Beim Abschnitt
3 des Bodenteils 4 kann es sich dabei sowohl um mehrere Beinchen oder Füßchen handeln
(beispielsweise drei relativ breite Füßchen oder fünf oder sechs dünnere Beinchen
oder Füßchen), es kann sich jedoch auch um eine ringförmige Struktur handeln, die
den Abschnitt 7 des Behälterbodens 10 vollständig umgreift.
[0027] Die zwei in den
Figuren 5b und 5c schematisch in der Aufsicht auf den Boden dargestellten Ausführungsformen liefern
beide im Schnitt A-A bzw. A'-A' eine Anordnung, wie in
Figur 5a dargestellt:
Figur 5b zeigt eine Reihe von kleineren Einwölbungen 13, die kreisförmig am Behälterboden
angeordnet sind. Jede dieser Einwölbungen wird von einem Abschnitt 3 des Bodenteils
4 schnappend umgriffen.
Figur 5c zeigt eine ringförmige, rinnenförmige Einwölbung 14, die von einem ringförmigen Abschnitt
3 des Bodenteils 4 umgriffen wird. Bei der Ausgestaltung mit mehreren kleineren Einwölbungen
13 ist selbstverständlich auch eine andere Anzahl an Einwölbungen und/oder sind andere
Anordnungen der Einwölbungen (z.B. mit einer mittig vorhandenen Einwölbung) möglich.
[0028] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, in welcher der Behälterboden 10
eine starke Einwölbung aufweist, die wiederum ihrerseits mittig eine pilzförmige Auswölbung
15 besitzt. In dieser Auswölbung greift ein pilz- oder knopfartiger Abschnitt 3 des
Bodenteils 4 des Gasbehälters 11 schnappend ein.
[0029] Anstelle der mittig angeordneten Auswölbung 15 wie in Figur 6 dargestellt, können
auch mehrere kleinere Auswölbungen 15 im Behälterboden vorgesehen sein, die beispielsweise
wie in Figur 5b angeordnet sein können. Alternativ kann analog zur Ausgestaltung wie
in Figur 5c dargestellt auch eine rinnenförmige Auswölbung 16 vorhanden sein, in die
dann ein ringförmig ausgebildeter, im Querschnitt pilzförmiger Abschnitt 3 des Bodenteils
4 des Gasbehälters 11 eingreifen kann.
[0030] Anstelle der Schnappverbindung des Bodenteils des Gasbehälters mit dem Behälterboden
ist auch eine solche mit einer entsprechenden, nahe dem Boden gelegenen Struktur der
Behälterseitenwand möglich.
[0031] Die in den Figuren dargestellten Kombinationen der verschiedenen Merkmale von Gasbehälter-Bodenteil
und Behälterboden sind, soweit kompatibel, untereinander als austauschbar zu verstehen.
So könnte beispielsweise der Boden 4 des Gasbehälters, wie er in Figur 5a dargestellt
ist, selbstverständlich auch nach unten eine Öffnung besitzen, wenn die durch die
Bezugszeichen 13,14 angedeutete Schnappverbindung ausreichend dichtend ist. Auch können
alle Gasbehälter einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein.
[0032] Die vorliegende Erfindung umfaßt Getränkebehälter sowohl vor dem Befüllen als auch
nach dem Befüllen mit dem entsprechenden Getränk und damit auch sowohl unverschlossen
als auch verschlossen. Ferner umfaßt die Erfindung die Gasbehälter als solche.
[0033] Bevorzugt wird der Getränkebehälter wie folgt befüllt: Zuerst wird der Behälterinhalt
mit Gas gespült bzw. mit Flüssiggas befüllt. Das Gas kann je nach Erfordernis beliebig
gewählt werden; häufig wird jedoch Stickstoff verwandt. Sofern der Gasbehälter als
solcher einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum bildet, kann das Gas, bevorzugt
teilweise in flüssigem Zustand, in die eine oder eine seiner Öffnungen eingefüllt
werden, während er entweder bereits über die Schnappverbindung am Behälterboden befestigt
ist oder aber bevor man ihn schnappend mit dem Behälterboden verbindet. Anschließend
wird der Behälter mit Flüssigkeit befüllt. Bevorzugt wird zur Spülung eines oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels vorhandenen Gasraums ein weiterer Tropfen flüssigen Gases
zugegeben, bevor die Dose verschlossen wird. Wird sie anschließend auf den Kopf gestellt,
kann in den bevorzugten Ausführungsformen, in welchen der Gasbehälter zwei Öffnungen
mit nur geringem Durchmesser aufweist, ein Teil des Gases aus dem Gasbehälter in den
Getränkebehälter entweichen, während gleichzeitig Flüssigkeit in den Gasbehälter eindringt,
bis der entsprechende Druckausgleich abgeschlossen wird. Wird die Dose, nunmehr wieder
mit der verschlossenen Öffnung nach oben, geöffnet, so kann durch den plötzlich auftretenden
Druckabfall im Getränk und der damit sich aufbauenden Druckdifferenz zwischen dem
Inneren des Gasbehälters und dem Getränk Gas mit hoher Geschwindigkeit entweichen,
wodurch die gewünschten Gasblasen und ggf. appetitlicher Schaum erzeugt werden.
1. Behälter (1) für ein unter Gasdruck stehendes Getränk, mit
- einem Behälterboden (10), der mindestens eine Wölbung (6,7,8) aufweist, die eine
halsartige Einschnürung besitzt,
sowie
- einem innen am Behälterboden (10) befestigten Gasbehälter (11), der ein aus einem
elastischen Material bestehendes Bodenteil (4) und ein Oberteil (5) aufweist, wobei
das Bodenteil (4) und das Oberteil (5) einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum
bilden und das Bodenteil (4) einen Abschnitt (3) aufweist, der mit der halsartigen
Einschnürung des Behälterbodens - umgreifend oder eingreifend - eine Schnappverbindung
(9) bildet.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung des Behälterbodens
eine Einwölbung ist.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung des Behälterbodens
eine Auswölbung (15) ist.
4. Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin die Wölbung des Behälterbodens
eine ringförmige, rinnenförmige Wölbung ist, die im Querschnitt die halsartige Einschnürung
aufweist.
5. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Abschnitt (3) des
Bodenteils (4) die Form von Beinchen oder Füßchen besitzt, die die halsartige Einschnürung
des Behälterbodens umgreifen.
6. Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin die genannten Behälterteile
(4,5) des Gasbehälters über einen Klickverschluß miteinander verbunden sind.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die genannten Behälterteile (4,5)
des Gasbehälters integral miteinander verbunden sind.
8. Gasbehälter (11) für einen Getränkebehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
1. Container (1) for a pressurised drink, having
- a container base (10), which has at least one arch (6, 7, 8) which has a neck- like
constriction,
and
- a gas container (11) attached internally to the container base (10) and which has
a base part (4) consisting of an elastic material and an upper part (5), wherein the
base part (4) and the upper part (5) form an essentially closed cavity and the base
part (4) has a section (3) which forms a snap connection (9) with the neck-like constriction
of the container base - engaging around it or engaging in it.
2. Container according to claim 1, characterised in that the arch of the container base
is an inward arch.
3. Container according to claim 1, characterised in that the arch of the container base
is an outward arch (15).
4. Container according to one of the above claims, wherein the arch of the container
base is an annular, trough-like arch, which has in cross-section the neck-like constriction.
5. Container according to claim 2, characterised in that the oute r section (3) of the
base part (4) has the form of small legs or small feet, which engage around the neck-like
constriction of the container base.
6. Container according to one of the above claims, wherein the said container parts (4,
5) of the gas container are connected to one another via a click closure.
7. Container according to one of claims 1 to 5, wherein the said container parts (4,
5) of the gas container are connected integrally to one another.
8. Gas container (11) for a drinks container according to one of claims 1 to 7.
1. Récipient (1) pour une boisson sous pression d'un gaz, comprenant :
- un fond de récipient (10), qui présente au moins un bombage (6,7,8), qui possède
un étranglement en forme de col, et
- un récipient de gaz (11) fixé intérieurement au fond de récipient (10), ledit récipient
de gaz présentant une partie de fond (4) constituée d'un matériau élastique et une
partie supérieure (5), la partie de fond (4) et la partie supérieure (5) formant un
espace creux sensiblement fermé et la partie de fond (4) présentant une section (3)
qui forme avec l'étranglement en forme de col du fond de récipient - par enveloppement
ou accrochage - une liaison d'encliquetage (9).
2. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bombage du fond de récipient
est un bombage dirigé vers l'intérieur.
3. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bombage du fond de récipient
est un bombage dirigé vers l'extérieur.
4. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le bombage
du fond de récipient est un bombage annulaire en forme de rigole qui présente l'étranglement
en forme de col en coupe transversale.
5. Récipient selon la revendication 2, caractérisé en ce que la section externe (3) de
la partie de fond (4) a la forme de petites jambes ou de petits pieds, qui enveloppent
l'étranglement en forme de col du fond de récipient.
6. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel les parties
de récipient (4, 5) précitées du récipient de gaz sont reliées l'une à l'autre par
l'entremise d'une fermeture à déclic.
7. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel les parties
de récipient (4, 5) mentionnées du récipient de gaz sont reliées l'une à l'autre d'une
seule pièce.
8. Récipient de gaz (11) pour un récipient de boisson selon l'une quelconque des revendications
1 à 7.