[0001] Die Erfindung betrifft Maßnahmen zur Auswuchtung eines Schraubenrotorsatzes in achsparalleler
Anordnung mit gegenläufigem außenachsigen Eingriff sowie mit Umschlingungswinkeln
von mindestens 720° in eingängiger Ausführung.
[0002] Schwerpunktmittenabstand, Stirnfläche und Umschlingungswinkel bestimmen hierbei die
Größen der statischen und der dynamischen Unwucht, die bei Schrauben mit eingängignen
Profilen auftreten;
[0003] In der Offenlegungsschrift Sho 62 (1987)-291486 der Fa. Taiko, Japan, wird eine Methode
zur Schraubenauswuchtung beschrieben : Zunächst wird statische Auswuchtung erreicht
durch Festsetzen der Schraubenlänge auf ganzzahlige Vielfache der Steigung. Durch
beidseitig stirnseitige Aussparungen in der Schraube, die hohl oder mit leichtem Material
gefüllt sind, wird dynamisch ausgewuchtet.
[0004] Diese Methode der Auswuchtung ist nicht durchführbar, wenn Sonderwerkstoffe verlangt
werden, die nicht gegossen werden können. Auch bei außergewöhnlichen Profilgeometrien
hat diese Methode ihre Grenzen, da einerseits die Wandstärken der Schrauben aus Stabilitätsgründen
nicht beliebig verringert werden können, andererseits eine zu große axiale Ausdehnung
der Auswuchthöhlen wegen der spiraligen Form erhebliche Fertigungsprobleme mit sich
bringt; das Füllen der Aussparungen mit leichtem Material verschärft dieses Problem
noch.
[0005] In der schweizerischen Patentanmeldung 3487/95 der Fa. Busch S.A, Schweiz (WO-A-97/21925),
wird eine andere Methode der Schraubenauswuchtung beschrieben : Die Schraubenlänge
(= 2W
2) ist um ganzzahlig vielfache der Steigung I größer als das 1½ - fache der Steigung
(2W
2 = 5 · I/2 , 7 · I/2 , 9 · I/2...).
[0006] Zum Ausgleich der verbleibenden statischen und dynamischen Unwucht dienen saugseitige
Veränderungen an äußeren, passiven Schraubenteilen und/oder eine oder mehrere stirnseitige
Auswuchthöhlen und/oder äußere Zusatzmassen.
[0007] Diese Methode bietet einerseits die Möglichkeit der Verwendung von Sonderwerkstoffen
oder führt andererseits zu reduzierten Auswuchthöhlen, womit eine Erhöhung der Formstabilität
erreicht wird.
[0008] Der Einsatz von Schraubenrotoren zum Pumpen bestimmter Medien sowie eine angestrebte
Temperaturreduzierung am ausgangseitigen Schraubenende erfordern kleine, glatte, kavernenfreie
Schraubenoberflächen, die schmutzabweisend und gut zu reinigen sind. Die Forderungen
nach Aufwandreduzierung bei Service, Montage, Ersatzteilhaltung und nach kleinen,
kompakten Pumpen lassen den Einsatz äußerer Zusatzmassen zum Hindernis werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen zu definieren zur Auswuchtung
eingängiger Schrauben mit kavernenfreier, glatter Oberfläche ohne die Verwendung äußerer
Zusatzmassen.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Schraubenrotorsatz für Schraubenpumpen in achsparalleler
Anordnung mit gegenläufigem außenachsigem Eingriff sowie mit Umschlingungswinkeln
von mindestens 720° in eingängiger Ausführung und mit glatten, planparallelen Rotor-Stimflächen,
dadurch gelöst, daß jeder Schraubenrotor aus mehreren starr miteinander verbundenen
Einzelteilen mit gemeinsamer Drehachse, wahlweise exzentrischen Schwerpunktlagen und
wahlweise unterschiedlichen Werkstoffdichten gebildet ist; daß die Einzelteile im
Rotorinneren einen exzentrischen, zum Pumpenraum hin abgeschlossenen Hohlraum, den
Auswuchtraum bilden; daß die Abstimmung der Werkstoffdichten und der Geometrien der
Einzelteile im Rotorinneren die statische Auswuchtung bewirkt und die dynamische Unwucht
beeinflußt und daß die dynamische Auswuchtung bei geringer Rückwirkung auf die statische
Unwucht erreicht wird durch rechnerische Bestimmung des Verhältnisses Schraubenlänge/Steigung
= a auf Werte, die jeweils etwas kleiner als ungeradzahlig Vielfache von 1/2 sind.
[0011] Ausgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen einer vorgegebenen Schraubengeometrie liegen
in der Wahl von Anzahl, Form und Werkstoff der Rotoreinzelteile sowie in der Gestaltung
des Auswuchtraumes 3, wie in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0012] Einem Mehraufwand in der Fertigung stehen folgende mit der Erfindung erzielten Vorteile
gegenüber:
1. Glatte, kavernenfreie, Prozess- und Service-freundliche Oberfläche:
2. Temperaturreduzierung am Schraubenende durch Oberflächenverkleinerung.
3. Optimierung in der Werkstoffauswahl der Einzelteile mit unterschiedlichen chemischen
und mechanischen Beanspruchungen.
4. Einfache Montage, Ersatzteilbeschaffung und - haltung.
5. Kleiner, kompakter, formstabiler Aufbau.
6. Baukastenprinzip durch Kombinationen von Schraubenkörpern mit verschiedenen Rotorachsen.
7. Möglichkeit einer Rotor - Innenkühlung.
[0013] Anhand eines in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
anschließend näher erläutert:
[0014] Es zeigen:
- Fig.1:
- Einen Schraubenrotorsatz mit Pilotgetriebe für eine Schraubenpumpe in eingängiger
Ausführung nach der Erfindung aus Einzelteilen zusammengesetzt mit exzentrischer innerer
Massenkonzentration und mit einem Verhältnis Schraubenlänge/Steigung = 2 W2/I < 9/2 in einem axialen Schnitt.
- Fig.2:
- Die Darstellung der spiraligen Stirnprofilschwerpunkt-Ortskurve einer rechtssteigenden
Schraube von Fig.1.
- Fig.3:
- Ein Ausführungsbeispiel eines Rotors des Schraubenrotorsatzes von Fig. 1 in zweiteiliger
Ausführung in einer ersten Variante mit flügelförmig gegliedertem Auswuchtraum in
einem axialen Schnitt.
- Fig.4:
- Den Rotor von Fig.3 im Stirnschnitt entsprechend der Linie A-A.
- Fig.5:
- Die Darstellung der spiraligen Stirnprofilschwerpunkt-Ortskurve sowie strichpunktiert
die Ortskurvenäste I, II, III, IV, V der Stirnschnitt-Schwerpunkte des flügelförmig
gegliederten Auswuchtraumes von Fig.3, 4.
- Fig.6:
- Die Stirnschnittgeometrie der ersten Rotorvariante mit Schwerpunkt sowie die maximal
zulässige innere Aushöhlung.
- Fig.7:
- Unterschiedliche Stirnschnittkonturen eines Auswuchtraumes 103, variierend mit der
Axialposition W.
- Fig.8:
- Ein Ausführungsbeispiel eines Rotors des Schraubenrotorsatzes von Fig. 1 in zweiteiliger
Ausführung in einer zweiten Variante mit geradem Auswuchtraum in einem axialen Schnitt.
- Fig.9:
- Den Rotor von Fig.4 im Stirnschnitt entsprechend der Linie B-B.
- Fig.10:
- Die Darstellung der spiraligen Stirnprofilschwerpunkt-Ortskurve sowie strichpunktiert
die Schwerachse des geraden Auswuchtraumes von Fig. 8, 9.
- Fig. 11:
- Ein Ausführungsbeispiel eines Rotors von Fig. 8 in einer Untervariante mit einseitiger
Rotorachse.
[0015] In einem Ausführungsbeispiel sind die Schraubenrotoren 101; 201 (Fig.3, 4; 8, 9)
jeweils aus zwei Teilen, einem zylinderförmigen Schraubenkörper und einer koaxialen
Rotorachse gebildet. Der Schraubenkörper 104; 204 (Fig.3; 8) ist mit einem Schraubengang
von ca. 9/2 Umschlingungen sowie mit einer koaxialen Zentralbohrung versehen. Innerhalb
des Schraubenkörpers 104; 204 ist die Zentralbohrung 106; 206 (Fig.3; 8) erweitert
zu einem exzentrischen Hohlraum, Auswuchtraum 103; 203 (Fig.3; 8) genannt. In der
Zentralbohrung 106; 206 des Schraubenkörpers 104; 204 ist die Rotorachse 105; 205
(Fig.3; 8) durch Preßsitze fixiert und verschließt solchermaßen den Auswuchtraum 103;
203 nach außen. Ein formschlüssiger Bereich sichert jeweils die Drehmomentübertragung
zwischen Rotorachse 105; 205 und Schraubenkörper 104; 204. Aus Fertigungs- und Festigkeitsgründen
sind Schraubenkörper 104; 204 und Rotorachse 105; 205 aus unterschiedlichen metallischen
Werkstoffen gefertigt.
[0016] Ein in der Rotorachse 105; 205 vorgesehener Kanal 107; 207 (Fig.3; 8) dient der Belüftung
oder Kühlung des Auswuchtraumes 103; 203 von einer gegen das Pumpmedium abgedichteten
Stelle aus; vorliegende Ausführung zeigt eine saugseitig herausgeführte Zentralbohrung
mit Querbohrung im Bereich des Auswuchtraumes zur Belüftung.
Rechnerische Behandlung :
[0018] Es bedeuten:
- p, q =
- Integrationsgrenzen [ cm ]
- Pu, Pv =
- Kraftkomponenten [ g ]
- Mu,w, Mv,w =
- Momentkomponenten [ gcm ]
- ω =
- 2π/T = Drehzahl [Rad/sec]
- π =
- Kreiszahl = 3,1415....
- T =
- Umlaufzeit [ sec ]
- τ =
- γ/b [ g sec2 / cm4]
- γ =
- Spez. Gewicht [g/cm3]
- b =
- Erdbeschleunigung = 981 [cm/sec2]
- g <w> =
- f <w>. r<w> [ cm3 ]
- f <w> =
- Stirnschnittfläche als Funktion von w [ cm2 ]
- r <w> =
- Schwerpunktmittenabstand als Funktion von w [ cm ]
- φ <w> =
- Schwerpunktpositionswinkel als Funktion von w [ Rad ]
[0019] Für einen Schraubenkörper im u, v, w-System (Fig.2) mit mittlerem Stirnschnitt in
der u-v-Ebene und Schwerpunkt So des mittleren Stirnschnitts auf der u-Achse sowie
mit konstanter Steigung l, konstanter Stirnfläche fo und konstantem Schwerpunktmittenabstand
r
0 folgt insbesondere


[0020] Wegen der symmetrischen Ausdehnung von - W
2 ... + W
2 entsprechend Positionswinkeln von -α
2 ....+α
2 folgt ferner :



[0021] Aus der Symmetrie folgt für die ungewuchtete Schraube (=Vollschraube) unmittelbar:


[0022] Die verbleibenden Komponenten werden wie folgt ermittelt:
[0023] Aus (1), (5), (6), (6a), (7), (8) =>

[0024] Aus (3), (5), (6), (6a), (7), (8) =>

[0025] Es bedeuten :
- τ0 =
- γ0/b [g sec2/cm4]
- γ0 =
- Spez. Gewicht des Schraubenkörpers [g/cm3]
- I =
- Steigung [cm ]
- r0 =
- Schwerpunktmittenabstand der Vollschraubenstirnfläche [cm]
- f0 =
- Stirnfläche der Vollschraube [cm2]
- α2 =
- 1/2 Schraubenumschlingungswinkel [Rad ]
I und g
0 sind durch die Schraubengeometrie fixiert; ω ist eine rein betriebsabhängige Größe
mit ω > ∅; τ
0 ist werkstoffabhängig und somit bedingt variabel mit τ
0 > ∅; Hauptvariable ist der Umschlingungswinkel = 2 α
2.
[0026] Durch Variation von α
2 allein gelingt es indes nicht, P
u = ∅ und M
v,w = ∅ gleichzeitig zu realisieren (statische und dynamische Auswuchtung). In der vorliegenden
Patentanmeldung wird ohne äußere Zusatzmassen und ohne stirnseitige Auswuchtkavernen
im Inneren der Schraube exzentrische Massenkonzentration gebildet.
[0028] Hierbei zeigt der Index "
3" jeweils die Zugehörigkeit zum Auswuchtraum an.
[0029] In einer ersten Variante (Fig.3, 4) des Ausführungsbeispiels ist die geforderte Gangtiefe
t (Fig.3) relativ groß, entsprechend einem relativ kleinen Kerndurchmesser c (Fig.3).
Der wirksame Auswuchtraum 103 besteht hier aus drei axial fluchtend äquidistant angeordneten,
kongruenten, gewundenen Flügeln 108 (Fig.4), die dem Verlauf des Schraubenganges abstandsparallel
folgen. Fig.5 zeigt strichpunktiert 5 potentielle Flügelpositionen I-V; in der hier
ausgeführen Variante wurden nur die mittleren Positionen II, III, IV, bestückt (Grobabstimmung).
[0030] Bei einem solchermaßen gebildeten Auswuchtraum 103 wird durch Variation der Flügelgröße
und - form der statische Wert stark, der dynamische Wert wenig verändert. Bei der
ungewuchteten Schraube erreicht man durch Veränderung der Schraubenlänge (= 2 W
2) in der Nähe ungeradzahlig Vielfacher der halben Steigung dagegen starke dynamische
und schwache statische Veränderungen.
[0031] Aus vorgegebener Schraubenstirnschnittkontur (Fig.6) lassen sich zunächst nach einschlägig
bekannten Methoden die Fläche f
0 und die Schwerpunktposition r
0, ϕ
s bestimmen. Man erhält

[0032] Hieraus => g
0 = f
0 · r
0 = 261,636 [ cm
3 ].
[0033] Mit (ebenfalls vorgegebener) Steigung I = 6,936 [ cm ] erhält man für die Vollschraube
bei Variation von α
2 aus (1b) und (3b) direkt Zahlenwerte, die in Tabelle 1 gezeigt werden.
[0034] Die Form des Auswuchtraumes kann aus den Bedingungen (2b), (4b), (1b), (3b) nicht
zwangsläufig hergeleitet werden; es ist vielmehr notwendig, eine Geometrie zunächst
festzulegen, hierfür die 4 Eckdaten zu bestimmen, danach die Geometrie zu korrigieren,
die 4 Eckdaten neu bestimmen usw., solange bis (2b), (4b), (1b), (3b) mit genügender
Genauigkeit erfüllt sind.
[0035] Grenze für die Ausdehnung des Auswuchtraums ist durch eine stabilitätsbedingte Mindestwandstärke
gegeben. Wegen der variierenden räumlichen Krümmung der Schraubenoberfläche ist eine
Ermittlung der Grenzlinie im Stirnschnitt nur rechnerisch möglich : Stirnschnittkontur
und Steigung I liefern für jeden Punkt der Schraubenoberfläche einen Normalenvektor,
dessen Betrag der Mindestwandstärke gleichgesetzt wird. Der Endpunkt des Vektors wird
dann in eine fixe Ebene (w = konstant) verschraubt und liefert einen Punkt der Grenzlinie.
Mit einem speziell hierfür entwickelten EDV-Programm, dessen Unterprogramme die profilspezifischen
Formeln enthalten, wurden die Kurvendaten der in Fig.6 strichpunktiert dargestellten
Grenzlinie für eine Wandstärke von 0,7 [ cm ] berechnet.
[0036] Wegen der komplexen gewundenen Form lassen sich realisierbare Funktionen g
3 <w> und φ
3 <w> nur äußerst aufwendig mathematisch darstellen mit Zusatzproblemen in der nachfolgenden
Integration ((1b)...(4b)); eine Näherungsmethode mit Aufsummation endlich vieler kleiner
Teilbeträge per EDV-Programm führt hier schneller zum Ziel:
[0037] Hierzu wird der Auswuchtraum in N axial hintereinander, versetzt angeordnete Scheiben
der gleichen Dicke ΔW aufgeteilt. Die Stirnkontur jeder Scheibe ist separat durch
viele Einzelpunkte definiert und wird solchermaßen abgespeichert.
[0038] Ein EDV-Teilprogramm berechnet hieraus zunächst für jede Scheibe die Werte g
n und φ
n und speichert diese in Felddatenspeichern ab.
[0040] Konstruktiv wird nun im Mittelbereich des Flügels die Scheiben-Stirnschnittkontur
optimal bis zur Grenzlinie (strichpunktiert in Fig.6) ausgedehnt sowie die Schwerpunktwinkelpositionen
von Vollschraube und Auswuchtraum zur Deckung gebracht 108 (Fig.4),
[0041] Der Mittelbereich erstreckt sich über eine (zunächst) variable Anzahl von m gleichen
Scheiben, die Endbereiche weisen jeweils 5 Scheiben abnehmender Konturen auf (Fig.7).
Bei ΔW = 0,108 [ cm ] und Variation von m erhält man für den 3-flügeligen Auswuchtraum
die in Tabelle 2 gezeigten Werte.
[0042] Eine gute Annäherung bieten Werte α
2 = 806,8...806,9 [<° ] und m = 10. Ein anschließender Feinabgleich erfolgt durch Korrekturen
an den Scheibengeometrieen. Der rechnerisch ermittelte Wert der Relation Schraubenlänge/Steigung
beträgt hier 2 W
2/I = a = 4,4825 < 9/2.
[0043] In einer zweiten Variante (Fig.8, 9) des Ausführungsbeispiels ist die geforderte
Gangteife t (Fig.8) relativ klein, entsprechend einem relativ großen Kemdurchmesser
c (Fig.8). Der wirksame Auswuchtraum 203 (Fig.8) verläuft geradlinig, achsparallel
mit konstantem Querschnitt (Fig.9) exzentrisch innerhalb des Schraubenkernbereichs,
axial vermittelt (Fig.10).
[0044] Ein solchermaßen ausgebildeter Auswuchtraum 203 hat keinen Einfluß auf die dynamische
Unwucht. Bei der rechnerischen Behandlung wird also zunächst mit Hilfe von (3a) der
genaue Wert a
o = Schraubenlänge/Steigung in der Nähe von 9/2 Umschlingungen ermittelt, für den die
dynamische Unwucht der Schraube ebenfalls gleich "Null" ist. Dieser Wert a
o ist profilunabhängig.Einige Werte für unterschiedliche Umschlingungen sind in Tab.
3 gezeigt. Hieraus folgt mit (1a) direkt der (profilabhängige) Wert der statischen
Unwucht der Schraube :
- Pu/ω2τ0 =
- g0·(I/π)·sinα2
α2 = 14,0662 [ Rad ]
I = 5,390 [ cm ]
g0 = 150,374 [ cm3 ]
- Pu/ω2τ0 =
- 257,347 [ cm4 ]
[0045] Diesem Wert wird der Wert des Auswuchtraumes 203 durch Querschnitt - und Längenanpassung
gleichgesetzt:
e=2,85 [cm] d = 1,6 [cm] => j=20,3 [cm]
[0046] Bei einer Untervariante (Fig. 11) der zweiten Variante wird der Schraubenrotor 302
auf der einseitig am Schraubenkörper koaxial befestigten Rotorachse fliegend gelagert.
Der exzentrische Auswuchtraum 303 ist von der achsenlosen Stirnseite des Schraubenrotors
über eine grosse koaxiale Bohrung zugänglich und kann somit auf mehrere Arten gefertigt
werden. Schraubenkörper und Rotorachse bilden vorzugsweise eine einstückige Einheit,
die koaxiale Bohrung and der Rotorstimseite wird wahlweise durch einen Stopfen 309
verschlossen. Besondere Proportionen des Schraubenkörpers, u.a. bedingt durch die
einseitige Lagerung, führen bei gleichem Rechengang zu abweichenden Proportionen e,
d, j des Auswuchtraumes 303.
[0047] Schraubenrotoren mit Profilgeometrien beider Varianten des beschriebenen Ausführungsbeispiels
gemäß den in Fig.3, 4, 6, 7; 8, 9 widergegeben Proportionen wurden theoretisch fundiert
und EDV-gestützt berechnet und für 1 Längeneinheit (L.E) = 1cm realisiert und erfolgreich
erprobt.
Tabelle 1 :
α2
[<°] |
Pu/ω2 τ0
[cm4] |
Mv,w/ω2τ0
[cm5] |
| 807,4 |
577,045 |
229,381 |
| 807,3 |
576,998 |
213,715 |
| 807,2 |
576,950 |
198,053 |
| 807,1 |
576,900 |
182,394 |
| 807,0 |
576,848 |
166,739 |
| 806,9 |
576,794 |
151,087 |
| 806,8 |
576,739 |
135,438 |
| 806,7 |
576,682 |
119,793 |
| 806,6 |
576,623 |
104,151 |
Tabelle 2:
| m |
Pu/ω2τ0
[cm4] |
Mv,w/ω2τ0
[cm5] |
Pv/ω2τ0
[cm4] |
Mu,w/ω2τ0
[cm5] |
| 13 |
641,926 |
231,623 |
-3,902 |
3,970 |
| 12 |
619,980 |
199,530 |
-4,081 |
3,574 |
| 11 |
596,549 |
170,234 |
-4,251 |
3,192 |
| 10 |
571,692 |
143,681 |
-4,410 |
2,824 |
| 9 |
545,467 |
119,803 |
-4,559 |
2,473 |
| 8 |
517,937 |
98,519 |
-4,697 |
2,140 |
| 7 |
489,169 |
79,735 |
- 4,824 |
1,827 |
Tabelle 3 :
| Relationen Schraubenlänge/Steigung = ao = 2W2/I bei geradem Auswuchtraum mit konstantem Querschnitt. |
| ao = 2W2/I = 2 α2 / 2π |
2,459 |
3,471 |
4,477 |
5,481 |
6,484 |
7,486 |
| ungeradzahlig Vielfache von ½ |
5/2 |
7/2 |
9/2 |
11/2 |
13/2 |
15/2 |
etc ...
1. Schraubenrotorsatz für Schraubenpumpen in achsparalleler Anordnung mit gegenläufigem
außenachsigem Eingriff sowie mit Umschlingungswinkeln von mindestens 720° in eingängiger
Ausführung und mit glatten, planparatlelen Rotor-Stirnflächen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schraubenrotor (1, 2; 101, 102; 201, 202; 301, 302) aus mehreren starr miteinander
verbundenen Einzelteilen mit gemeinsamer Drehachse, wahlweise exzentrischen Schwerpunktlagen
und wahlweise unterschiedlichen Werkstoffdichten gebildet ist;
daß die Einzelteile im Rotorinneren einen exzentrischen, zum Pumpenraum hin abtrennbaren
Hohlraum, den Auswuchtraum (3; 103; 203; 303) bilden;
daß die Abstimmung der Werkstoffdichten und der Geometrien der Einzelteile im Rotorinneren
die statische Auswuchtung bewirkt und die dynamische Unwucht beeinflußt und daß die
dynamische Auswuchtung bei geringer Rückwirkung auf die statische Unwucht erreicht
wird durch rechnerische Bestimmung des Verhältnisses Schraubenlänge/Steigung = a auf
Werte, die jeweils etwas kleiner als ungeradzahlig Vielfache von 1/2 sind.
2. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schraubenrotor (1, 2; 101, 102; 201, 202) aus einem zylindrischen Schraubenkörper
(104; 204) und einer koaxialen Rotorachse (105; 205) gebildet ist, welche im Innenbereich
des Schraubenkörpers einen exzentrischen Hohlraum, den Auswuchtraum (103; 203) bilden.
3. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schraubenrotor (1, 2) aus einem zylindrischen Schraubenkörper und einer koaxialen
Rotorachse mit im Innenbereich des Schraubenkörpers exzentrisch verlagertem Querschnitt
gebildet ist und daß Schraubenkörper und Rotorachse aus Werkstoffen unterschiedlicher
Dichte gefertigt sind.
4. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schraubenrotor (1, 2) aus einem zylindrischen Schraubenkörper und einer koaxialen
Rotorachse mit im Innenbereich des Schraubenkörpers exzentrisch verlagertem Querschnitt
gebildet ist und daß Schraubenkörper und Rotorachse aus Werkstoffen unterschiedlicher
Dichte gefertigt sind und im Innenbereich des Schraubenkörpers einen exzentrischen
Hohlraum, den Auswuchtraum (3) bilden.
5. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schraubenrotor (1, 2; 301, 302) aus einem zylindrischen Schraubenkörper (304)
mit einer einseitig koaxial angebrachten Rotorachse gebildet ist und dass der Schraubenkörper
im Innenbereich einen exzentrischen Hohlraum, den Auswuchtraum (303) aufweist, dessen
Zugang von der achsenlosen Stirnseite des Rotors wahlweise durch einen Stopfen (309)
verschlossen ist.
6. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswuchtraum (103) mehrere seitliche flügelartige Erweiterungen (108) aufweist,
die dem Verlauf des Schraubenganges abstandsparallel folgen.
7. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 2 oder 4 oder 5, alternativ zu Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswuchtraum (203) axial geradlinig mit konstantem Querschnitt verläuft, sodaß
der Einfluß auf die dynamische Unwucht gleich "Null" ist.
8. Schraubenrotorsatz nach Anspruch 2 oder 4 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswuchtraum (103; 203) über einen in der Rotorachse vorgesehenen Kanal (107;
207) belüftet oder gekühlt ist.
9. Schraubenpumpe mit einem Schraubenrotorsatz gemäss einem oder mehrerer der Ansprüche
1 bis 8.
1. Screw rotor set for screw pumps in an axially parallel arrangement engaging in opposite
directions in the external axes and with wrap angles of at least 720° in a single-thread
construction, and with smooth plane-parallel rotor end faces, characterized in that each screw rotor (1, 2; 101, 102; 201, 202; 301, 302) consists of several individual
parts fixed rigidly together with a common axis of rotation, optionally eccentric
centre of gravity positions and optionally different material densities; the individual
parts inside the rotor form an eccentric cavity separable from the pump chamber, the
balancing cavity (3; 103; 203; 303); adjustment of the material densities and the
geometry of the individual parts inside the rotor cause static balancing and affect
dynamic unbalance, and dynamic balancing is achieved with little effect on static
unbalance by calculated determination of the screw length/pitch ratio = a at values
which are somewhat smaller than uneven multiples of ½.
2. Screw rotor set as per claim 1, characterized in that each screw rotor (1, 2; 101, 102; 201, 202) consists of a cylindrical screw body
(104; 204) and a coaxial rotor shaft (105; 205), which form an eccentric cavity, the
balancing cavity (103; 203) inside the screw body.
3. Screw rotor set as per claim 1, characterized in that each screw rotor (1, 2) consists of a cylindrical screw body and a coaxial rotor
shaft with a cross-section bearing-mounted eccentrically inside the screw body and
that the screw body and rotor shaft are made of materials of different densities.
4. Screw rotor set as per claims 2 and 3, characterized in that each screw rotor (1, 2) consists of a cylindrical screw body and a coaxial rotor
shaft with a cross-section mounted eccentrically inside the screw body and that the
screw body and rotor shaft are made of materials of different densities and form an
eccentric hollow cavity, the balancing cavity (3) inside the screw body.
5. Screw rotor set as per claim 1, characterized in that each screw rotor (1, 2; 301, 302) consists of a cylindrical screw body (304) with
a rotor shaft applied coaxially on one side and that the screw body has an eccentric
hollow cavity, the balancing cavity (303) on the inside, whose access on the shaft-free
end face of the rotor can be sealed optionally with a plug (309).
6. Screw rotor set as per claim 2 or 4, characterized in that the balancing cavity (103) has several wing-type extensions on the side (108), which
follow the screw thread with parallel centreline.
7. Screw rotor set as per claim 2 or 4 or 5, as an alternative to claim 6, characterized in that the balancing cavity (203) runs axially in a straight line with constant cross-section,
so that the effect on the dynamic unbalance is equal to «zero».
8. Screw rotor set as per claim 2 or 4 or 6 or 7, characterized in that the balancing cavity (103; 203) is ventilated or cooled by means of a channel (107;
207) arranged in the rotor shaft.
9. Screw pump with a screw rotor set as per one or more of claims 1 to 8.
1. Jeu de rotors à vis pour pompes à vis, à axes parallèles, avec engrènement extérieur
en sens inverses, avec des angles d'enveloppement d'au moins 720°, à filet unique,
avec des faces frontales de rotor planes et parallèles, caractérisé en ce que chaque rotor à vis (1, 2; 101, 102; 201, 202; 301, 302) est constitué de plusieurs
pièces assemblées de manière rigide entre elles, avec un axe de rotation commun, optionnellement
des centres de gravité excentrés et optionnellement des densités de matériaux différentes;
en ce que lesdites pièces forment à l'intérieur des rotors une cavité excentrée, la cavité
d'équilibrage (3; 103; 203; 303), qui peut être isolée de la chambre de pompe; en ce que l'ajustement des densités des matériaux et des géométries desdites pièces à l'intérieur
des rotors assure l'équilibrage statique et influe sur le balourd dynamique et en ce que l'équilibrage dynamique est obtenu avec un faible effet sur le balourd statique en
déterminant par calcul le rapport longueur de vis/pas de vis = a, avec des valeurs
qui sont toujours un peu plus petites que des multiples impairs de 1/2.
2. Jeu de rotors à vis selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque rotor à vis (1, 2; 101, 102; 201, 202) est formé d'un corps de vis cylindrique
(104; 204) et d'un axe de rotor (105; 205) coaxial, qui forment à l'intérieur du corps
de vis une cavité excentrée, la cavité d'équilibrage (103; 203).
3. Jeu de rotors à vis selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque rotor à vis (1, 2) est constitué d'un corps de vis cylindrique et d'un axe
de rotor coaxial, avec une section transversale excentrée à l'intérieur du corps de
vis, et en ce que le corps de vis et l'axe de rotor sont fabriqués avec des matériaux de densités différentes.
4. Jeu de rotors à vis selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que chaque rotor à vis (1, 2) est constitué d'un corps de vis cylindrique et d'un axe
de rotor coaxial, avec une section transversale excentrée à l'intérieur du corps de
vis, et en ce que le corps de vis et l'axe de rotor sont fabriqués au moyen de matériaux de densités
différentes et constituent à l'intérieur du corps de vis une cavité excentrée, la
cavité d'équilibrage (3).
5. Jeu de rotors à vis selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque rotor à vis (1, 2; 301, 302) est constitué d'un corps de vis cylindrique (304)
avec un axe de rotor coaxial agencé d'un côté et en ce que le corps de vis possède dans son intérieur une cavité excentrée, la cavité d'équilibrage
(303), dont l'accès peut être fermé par un bouchon (309) du côté de la face frontale
du rotor sans axe.
6. Jeu de rotors à vis selon la revendication 2 ou 4, caractérisé en ce que la cavité d'équilibrage (103) présente plusieurs extensions (108) latérales en forme
d'ailes, qui suivent le tracé du pas de vis parallèlement et à distance.
7. Jeu de rotors à vis selon l'une des revendications 2, 4 ou 5, en tant qu'alternative
à la revendication 6, caractérisé en que la cavité d'équilibrage (203) présente une section transversale constante selon une
droite parallèle à l'axe, de sorte que l'influence sur le balourd dynamique est nulle.
8. Jeu de rotors à vis selon l'une des revendications 2, 4, 6 ou 7, caractérisé en ce que la cavité d'équilibrage (103; 203) est aérée ou refroidie au moyen d'un canal (107;
207), prévu dans l'axe du rotor.
9. Pompe à vis avec un jeu de rotors à vis selon l'une ou plusieurs des revendications
1 à 8.