[0001] Durch im druckschriftlichen Stand der Technik nicht belegte offenkundige Vorbenutzung
ist eine derartige Kreuzung für einen Hängeförderer bekannt. Nachteilig an dieser
Weiche ist, daß sie aus einer beträchtlichen Anzahl von Bauteilen zusammengesetzt
ist, wodurch sich hohe Herstellkosten infolge der Teileherstellung und der Montage
ergeben.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Kreuzung derart weiterzubilden,
daß sie einen einfachen Aufbau aufweist und daß die Herstellung zu geringeren Kosten
ermöglicht wird.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Kreuzung der gattungsgemäßen Art durch
die Merkmale im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 gelöst. Mit der Ausbildung eines einstückigen
Bauteils, an dem wenigsten zwei benachbarte Schienenteile ausgebildet sind, wird eine
wesentliche Vereinfachung der Kreuzung erzielt, so daß deren Herstellkosten beträchtlich
gesenkt werden. Mit der Zusammenfassung von Schienenteilen zu einem einstückigen Bauteil
vermindert sich die Anzahl von Schraubenverbindungen, so daß die Wartungsarbeiten
zur Überprüfung der Schraubenverbindungen auf festen Sitz einen geringeren Umfang
einnehmen.
[0004] Die Weiterbildung mit den Merkmalen von Anspruch 2 führt zu einer noch weiteren Zusammenfassung
von Teilen zu einem einstückigen Bauteil, so daß die vorgehend geschilderten Vorteile
noch stärker zu Tage treten.
[0005] Mit den Merkmalen von Anspruch 3 wird eine einfach zu montierende Verbindung zwischen
einem Schienenteil der Kreuzung und einem sich daran anschließenden Schienenende erreicht.
[0006] Die Merkmale der Ansprüch 4 bis 6 führen zu einer kostengünstigen Herstellung der
Kreuzung. Der Werkstoff Kunststoff zeichnet sich durch ein gewisses Dämpfungsvermögen
aus, so daß es zu einer reduzierten Geräuschentwicklung im Betrieb der Kreuzung kommt.
Die Weiterbildung der Kreuzung mit den Merkmalen von Anspruch 7 ermöglicht eine uneingeschränkte
Anordnung der von der Kreuzung abgehenden Schienenenden. Mit den Merkmalen von Anspruch
8 wird eine vorteilhafte Laufbahn für die Unterstützung und Führung der darauf abgestützten
Rolle geschaffen.
[0007] Die Ausgestaltung nach Anspruch 9 führt zu einer Kreuzung, bei der ein Entgleisen
der Rolle mit Sicherheit ausgeschlossen wird.
[0008] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigt
- Fig.1
- eine Kreuzung eines Hängeförderers in einer Ansicht auf die Kreuzung,
- Fig.2
- einen Querschnitt des Hängeförderers nach dem Sichtpfeil II in Fig. 1, wobei die Ansicht
um 90 Grad entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers gedreht ist, und
- Fig.3
- eine Ansicht auf ein Bauteil der Weiche in einer der Darstellung der Fig. 2 entsprechenden
Ansicht.
[0009] Eine Kreuzung 1 ist Teil eines Hängeförderers 2, der in bekannter Weise von der Decke
eines Raumes herabhängend und an dieser über einen Träger 3 verankert ist. Im Bereich
der Kreuzung 1 ist der Träger 3 an seinem unteren Ende mit einem Tragblech 4 verschweißt.
Zum besseren Verständnis ist dieses in den Fig. 1 und 2 mit strichpunktierten Linien
dargestellt. An dem Tragblech 4 sind Stangen 5, 6, 7 und 8 fest angeschweißt, die
mit einem runden Profil und gleichen Längen ausgebildet sind. Gemäß Fig. 2 erstrecken
sich die genannten Stangen nach unten hin. An den freien Enden der Stangen 5 und 7
ist eine Tragplatte 9 angeschweißt. Auf der Tragplatte 9 sind ein erstes Schienenende
10 und ein zweites Schienenende 11 jeweils mit einer Schraubenverbindung 12 fest verbunden.
An den freien Enden der Stangen 6 und 8 ist jeweils eine Stützplatte 13 angeschweißt.
Auf der mit der Stange 6 verbundenen Stützplatte 13 ist ein drittes Schienenende 14
mit einer Schraubenverbindung 12 befestigt. Auf der mit der Stange 8 verbundenen Stützplatte
13 ist ein viertes Schienenende 15 mit einer Schraubenverbindung 12 befestigt.
[0010] Die Schienenenden 10, 11, 14 und 15 sind aus Stahlblech-Profil hergestellt. Dieses
ist aus etwa 3 mm starkem Stahlblech zu einem Hohlprofil 16 ausgebildet, welches an
einem oberen Rand eine halbkreisförmige Laufbahn 17 aufweist. Mit anderen Worten ausgedrückt
sind die Schienenenden 10, 11, 14 und 15 an ihren oberen Enden mit Querschnitten in
Form eines auf den Kopf gestellten U ausgebildet. Unterhalb der Laufbahn 17 ist das
Hohlprofil 16 mit zwei parallel zu einander verlaufenden Schenkeln 18 und 19 ausgebildet,
deren freie Enden 20 und 21 aufeinander zulaufend abgewinkelt sind und zwischen sich
eine Öffnung 22 bilden. Durch die Öffnung 22 erstreckt sich der Schaft einer Schraube
der genannten Schraubenverbindung 12.
[0011] Die Schienenenden 10, 15 sind auf einer Geraden 23 hintereinander angeordnet. Die
Schienenenden 11, 14 sind auf einer Geraden 24 hintereinander angeordnet. Die Geraden
23, 24 befinden sich in einer Ebene und kreuzen sich in einem Kreuzungspunkt 25 und
schließen zwischen sich einen Winkel W ein. Der Kreuzungspunkt 25 liegt im Innern
eines Schienenstücks 26.
[0012] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel hat der Winkel W eine Größe von 32 Grad.
Der Winkel W kann in Abhängigkeit des Anwendungsfalles abweichend ausgeführt sein.
Durch die Wahl des Winkels W ≠ 90 Grad ist eine zweifache Verwendung der Weiche 1
in der einen oder anderen Drehlage möglich.
[0013] Auf der Tragplatte 9 ist ein Lagerstück 27 mit vier Schrauben 28 befestigt. Hierzu
ist das Lagerstück 27 mit entsprechenden Bohrungen und die Tragplatte 9 mit dazu fluchtenden
Gewindebohrungen ausgebildet. Die Schraubenköpfe sind in dem Lagerstück 27 versenkt.
Das Lagerstück 27 ist mit einem sich längs der Geraden 23 erstreckenden ersten Schienenteil
29 und einem zweiten Schienenteil 30 ausgebildet. Weiter ist das Lagerstück 27 mit
einem sich längs der Geraden 24 erstreckenden dritten Schienenteil 31 und einem vierten
Schienenteil 32 ausgebildet. Die Schienenteile 29 bis 32 sind an ihren oberen Rändern
wiederum entsprechend der vorstehend beschriebenen Laufbahn 17 ausgebildet. Jedes
der Schienenteile 29 bis 32 und das Schienenstück 26 ist gemäß Fig. 3 an einem Steg
33 ausgebildet, der sich von einem Boden 34 aus nach oben hin erstreckt. Von dem Boden
34 erstrekken sich Seitenwände 35, 36 zu der Oberseite 37 des blockförmigen Lagerstücks
27 hin.
[0014] Das erste Schienenteil 29, das Schienenstück 26 und das zweite Schienenteil 30 sind
Bestandteile einer ersten Schiene 38. Das dritte Schienenteil 31, das Schienenstück
26 und das vierte Schienenteil 32 sind Bestandteile einer zweiten Schiene 39.
[0015] Das Lagerstück 27 ist an einer Stirnseite 40 mit einer Aussparung 41 ausgebildet,
in der wiederum ein zu der Oberseite 37 hin spitz auslaufender Ansatz 42 angeordnet
ist. Die Aussparung 41 mit dem darin befindlichen Ansatz 42 sind derart bemessen,
daß das hierin aufgenommene erste Schienenende 10 formschlüssig aufgenommen ist (Fig.
2). Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist das Lagerstück 27 an einer Stirnseite 43 mit
einer der Aussparung 41 und dem Ansatz 42 entsprechenden Form ausgebildet.
[0016] Die Schienen 38, 39 und die Schienenenden 10, 11, 14 und 15 sind mit ihren oberen,
halbkreisförmig ausgebildeten Laufbahnen im wesentlichen fluchtend in einer Ebene
angeordnet. Das Lagerstück 27 ist als einstückiges Bauteil ausgebildet. Das Lagerstück
38 ist aus einem einzigen Werkstoff, beispielsweise Kunststoff oder Metall, hergestellt.
Als Kunststoff bietet sich der Werkstoff POM (Polyoxymethylen) und als Metall der
Werkstoff Grauguß an.
[0017] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, befindet sich das Tragblech 4 in einem Abstand a
oberhalb des Lagerstücks 27.
[0018] Gemäß Fig. 1 und 2 ist das Schienenende 14 in einem Abstand von der Abmessung f entfernt
von dem Schienenteil 58 unter Bildung eines Zwischenraums 44 angeordnet.
[0019] Die beschriebene Kreuzung 1 ist in bezug auf eine Symmetrieachse 45 spiegelbildlich
ausgebildet.
[0020] Auf den Schienen 38, 39, stützt sich eine Rolle 46 ab, die einen Außendurchmesser
b aufweist und die in ihrem Querschnitt gemäß der Halbschnitt-Darstellung in Fig.
2 mit zwei Rändern 47, 48 und einem sich dazwischen befindlichen halbkreisförmigen
Einstich 49 versehen ist. Die Ausbildung und Anordnung der Rolle 46 auf der Schiene
38 ist derart, daß ihr Außendurchmesser b ein Spiel von etwa 6 Millimetern zu dem
Tragblechs 4 aufweist (Fig. 2). Andererseits ist der Abstand a kleiner als der Außendurchmesser
b der Rolle 46 ausgeführt.
[0021] Weiter ist die Rolle 46 mit einer nicht näher bezeichneten Bohrung einschließlich
einem Absatz ausgebildet, in der ein durch einen Sicherungsring festgelegtes Lager
50 aufgenommen ist. Das Lager 50 ist von einem im Innenring aufgenommenen Bolzen 51
durchsetzt, dessen freies Ende mit einem Arm 52 durch eine Nietverbindung 53 fest
verbunden ist.
[0022] Gemäß Fig. 2 erstreckt sich der Arm 52 nach unten in Richtung zu der Tragplatte 9
und an dieser mit Spiel vorbei zu einer Kröpfung 54 hin. An dem freien Ende des Armes
52 ist ein Fördergut-Träger 55 angebracht. Die Konstruktion ist derart, daß der zwischen
der Rolle 46 und der an der Kröpfung 54 befindliche Armteil senkrecht nach unten verläuft.
Dabei erstreckt sich der Armteil mit reichlichem Abstand von einigen Millimetern an
der Tragplatte 9 und an einer, an dem dritten Schienenende 14 befindlichen Kante 56
vorbei. Die den Zwischenraum 44 begrenzende Kante 56 wie auch die das Lagerstück 27
begrenzende Kante 57 verlaufen im wesentlichen parallel zu der Geraden 23.
[0023] Die Arbeitsweise der Kreuzung 1 ist wie folgt:
[0024] Der auf den Schienen, beispielsweise auf dem Schienenende 10 befindliche Fördergut-Träger
55 läuft in Richtung zu der Kreuzung 1 hin, wobei die Rolle 46 die verschiedenen Teile
der ersten Schiene 38 ohne Schwierigkeiten überrollt. Dabei dient das im Zentrum der
Kreuzung 1 vorhandene Schienenstück 26 zur Führung der Rolle 46. Bei einer derartigen
Bewegung des Fördergut-Trägers 55 wird eine ungehinderte Durchfahrt des Armes 52 durch
den Zwischenraum 44 gewährleistet.
[0025] Sollte es aufgrund von einer Ansammlung von Fremdkörpern im Bereich der Kreuzung
1 zu einem Aufsteigen der Rolle 46 aus ihrer Normallage kommen, so erfährt das Ausmaß
des Aufsteigens der Rolle 46 eine Begrenzung durch die oberhalb der Rolle 46 angeordnete
Platte (Tragblech 4), so daß ein Entgleisen der Rolle 46 beim Durchfahren der Kreuzung
1 ausgeschlossen ist.
1. Kreuzung (1) für einen Hängeförderer (2) mit einer ersten Schiene (38) und einer zweiten
Schiene (39), wobei die erste Schiene (38) ein erstes (29) und ein zweites Schienenteil
(30) und die zweite Schiene (39) ein drittes (31) und ein viertes Schienenteil (32)
aufweisen und wobei die Schienenteile (29, 30, 31, 32) zu beiden Seiten eines Kreuzungspunktes
(25) der Schienen (38, 39) in einer festen Lage zueinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei benachbart zueinander angeordnete Schienenteile mit einem Lagerstück
(27) zu einem einstückigen Bauteil ausgebildet sind.
2. Kreuzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch das dritte (31) und das vierte Schienenteil (32) einstückig mit dem Lagerstück
(27) ausgebildet sind.
3. Kreuzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerstück mit einer Aussparung (41) versehen ist, in der ein sich an ein
Schienenteil (29 bis 32) anschließendes Schienenende (10;11;14;15) formschlüssig aufgenommen
ist.
4. Kreuzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerstück (27) mit den Schienenteilen (29 - 32) einstückig aus einem einzigen
Werkstoff durch Spritzgießen hergestellt ist.
5. Kreuzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff Kunststoff, insbesondere Polyoxymethylen ist.
6. Kreuzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff Metall, insbesondere Gußeisen ist.
7. Kreuzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch die Merkmale:
- ein Schienenende (14, 15) ist in einem Abstand f unter Bildung eines Zwischenraums
(44) von dem Schienenteil (30,32) entfernt angeordnet,
- auf der Schiene (38;39) liegt eine Rolle (46) mit einem Arm (52) auf,
- der Arm (52) erstreckt sich durch den Zwischenraum (44) zu einem unterhalb des Lagerstücks
(27) befindlichen Fördergut-Träger (55).
8. Kreuzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die als Laufbahn (17) dienenden oberen Enden der Schienen (38, 39) einen Querschnitt
in Form eines auf den Kopf gestellten U aufweisen und daß die Rolle (46) mit die Laufbahn
(17) übergreifenden Rändern (47,48) ausgebildet ist.
9. Kreuzung (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Lagerstücks (27) eine Platte (4) in einem Abstand a davon angeordnet
ist, wobei der Abstand a kleiner als der Außendurchmesser b der Rolle (46) ist.