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(11) |
EP 0 926 444 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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22.11.2006 Patentblatt 2006/47 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.10.2003 Patentblatt 2003/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.12.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Glühkerze
Glow plug
Bougie à incandescence
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
23.12.1997 DE 19757725
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.1999 Patentblatt 1999/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Beru AG |
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71636 Ludwigsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Allgaier, Martin
71634 Ludwigsburg (DE)
- Eller, Martin
71642 Ludwigsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wilhelms . Kilian & Partner
Patentanwälte |
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Eduard-Schmid-Strasse 2 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 506 950
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DE-A- 19 630 208
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[0001] Die Erfindung betrifft Glühkerzen mit einem Heizstab, der in einem Glühkerzenkörper
angeordnet ist.
[0002] Glühkerzen gemäß Oberbegriff des Hauptanspruchs werden automatisiert gefertigt-siehe
dazu Dokument DE-A-195 06 950 Hierbei tritt das Problem auf, daß bei der herkömmlichen
Fertigung hohe Rundlauftoleranzen in Kauf genommen werden müssen, je länger die zu
fertigenden Glühkerzen sind. Hinzu kommt, daß die Taktzahl sich verlängert, je länger
der Körper ist. Bei langen, schlanken Kerzen tritt darüberhinaus die Gefahr auf, daß
der Körper beim Einpressen des Heizstabes in den Körper geknickt wird.
[0003] Zur Überwindung dieser Nachteile erfolgt nicht selten Einzelfertigung der Glühkerzen
größerer Länge, die wirtschaftlich belastend ist, wobei davon auszugehen ist, daß
die automatisierte Fertigung von Glühkerzen, deren Länge größer als etwa das 15-fache
des Körperdurchmessers ist, äußerst problematisch ist. Hinzu kommt, daß hierbei bei
langen Kerzen Einschraubgewinde mit einem Durchmesser von kleiner als 10 mm nicht
zu fertigen sind, weil das obige Verhältnis nicht erreicht wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile, eine Glühkerze
zur Verfügung zu stellen, die trotz größerer Baulänge automatisiert zu fertigen ist,
bei der bei der Montage die Knickgefahr für den Körper wesentlich vermindert wird,
und bei der Körpergewinde mit einem Durchmesservon weniger als 10 mm realisiert werden
können.
[0005] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die Glühkerze gemäß Anspruch 1 bzw. das Herstellungsverfahren
gemäß Anspruch 8 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Ansprüchen 2 bis 7.
[0006] Der erfindungsgemäße neue Glühkerzentyp ermöglicht insbesondere automatisierte Herstellung
langer bzw. schlanker Kerzen, geringen Ausfall durch Verminderung bzw. Vermeidung
des Knickgefahr für den Körper beim Einschieben des Heizstabes in den Körper, niedrige
Taktzeiten bei der automatischen Fertigung, Herstellung von Glühkerzen mit einem Glühkerzenkörper,
der aus verschiedenen Materialien besteht, sowie Glühkerzen mit Gewinden, die kleiner
als 10 mm Durchmesser sind.
[0007] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren 1 bis 4 näher erläutert.
Figur 1 ist ein schematischer teilweiser Querschnitt durch eine Glühkerze gemäß Oberbegriff
des Hauptanspruchs;
Figur 2 ist ein schematischer teilweiser Querschnitt durch eine Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Glühkerze;
Figur 3 ist schematisch ein teilweiser Querschnitt durch den vorgefertigten Körperschaft
mit innenliegendem Heizstab eine Glühkerze gemäß Figur 2;
Figur 4 ist schematisch die Seitenansicht der Baugruppe 3 mit Kontaktverlängerung
bzw. Polzuleiter.
[0008] In Figur 1 ist die Seitenansicht, teilweise quergeschnitten, einer üblichen Glühkerze
schematisch wiedergegeben, die aus einem Heizstab 1, mit oder ohne Polzuleiter 4 bzw.
Kontaktverlängerung und einem einstückigen Glühkerzenkörper 5 besteht. Diese Glühkerze
wird überlicherweise hergestellt, indem der Heizstab mit dem Glühkerzenkörper (5)
gemäß Figur 1 durch Einpressen vom Glühstift (1) verbunden wird. Beim Einpressen wird
der Glühkerzenkörper (5) an der Auflage (6) aufgelegt und durch eine Preßkraft (9)
auf die Spitze vom Glühstift (1) in den Bereich (8) des Glühkörpers (5) eingepreßt.
Dabei besteht die Gefahr des Ausknickens im Bereich (7).
[0009] Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Glühkerze gemäß Figur 2 unterscheidet
sich von dem vorbekannten Stand der Technik gemäß Figur 1 im wesentlichen dadurch,
daß der Glühkerzenkörper 5 gemäß Figur 1 durch zwei Bauteile, nämlich den Glühkerzenkörperschaft
2 und den Glühkerzenkörperkopf 3 ersetzt ist.
[0010] Gemäß Figur 3 wird die Glühkerze gemäß Figur 2 durch Verbindung des Glühstifts 1
mit dem Körperschaft 2 vorgefertigt. Hierbei wird gemäß Figur 3 der Schaft (2) an
der Auflage (10) aufgelegt und durch eine Preßkraft (9) auf die Spitze vom Glühstift
(1) im Bereich (8) des Schaftes (2) eingepreßt. Die Gefahr des Ausknickens besteht
nicht, da der Knickbereich (11) klein ist. Die kurze Ausbildung des Körperschafts
2 führt zu einer problemlosen Einführung des Glühstifts 1 gerade auch im Fall von
Glühkerzen großer Baulänge.
[0011] In einer weiteren Stufe gemäß Figur 4 wird der Glühstift mit der Verlängerung/dem
Polzuleiter 4, beispielsweise durch Schweißen, verbunden. Anschließend wird der Körperkopf
3 auf die Bauteilkombination gemäß Figur 4 geschweißt, so daß sich die erfindungsgemäße
Glühkerzenausbildung gemäß Figur 2 ergibt.
[0012] Erfindungsgemäß können Körperschaft 2 und Körperkopf 3 aus verschiedenen Materialien
bestehen, wobei die erfindungsgemäße Glühkerze unterschiedlichen physikalischen oder
chemischen Anforderungen an Körper2 und an Körperkopf 3 entsprechen kann; beispielsweise
kann der Körperschaft 2 aus einem Einsatzstahl und der Körperkopf 3 aus Aluminium
gefertigt sein.
[0013] Es kann auch zweckmäßig sein, Körperschaft 2 und Körperkopf 3 mit unterschiedlicher
Oberflächenbeschaffenheit auszubilden, wobei beispielsweise der Körper 2 aus Stahl
mit einer Oberflächenverzinkung versehen sein kann, während der Körperkopf aus Aluminium
besteht; ebenso kann beispielsweise der Körper 2 aus Stahl phosphatiert sein, während
Körperkopf 3 aus Stahl besteht, der vernickelt ist.
[0014] Wegen der besonderen Bauweise der erfindungsgemäßen Glühkerze sind Kerzen mit Gewinden
mit kleinerem Durchmesser als 10 mm herstellbar; andererseits können die erforderlichen
Toleranzen bei der Herstellung von überlangen Glühkerzen bei automatisierter Herstellung
eingehalten werden, wobei insbesondere die Ausknickgefahr für den Körper beim Einpressen
des Heizstabes wesentlich vermindert wird.
[0015] Auf diese Weise können auch kleine Dieselmotoren mit Mehrventiltechnik mit Stabglühkerzen
als Dieselstarthilfen ausgerüstet werden.
[0016] DerAnschlußteilderGlühkerzebeibesonders tiefen Bohrungen kann aus dem Bereich der
Ventile herausschauend ausgebildet werden. Ingesamt ergibt sich hierdurch eine wesentlich
schnellere, präzisere und kostengünstige Herstellungsweise für Glühkerzen, bevorzugt
bei einer Länge von mehr als 10 cm.
1. Glühkerze mit einem Heizstab, an dem eine Polzuleitung angebracht ist und der in einen
Glühkerzenkörper mit Sechskant und Außengewinde gepresst ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühkerzenkörper aus zwei separaten Bauteilen, nämlich einem Körperkopf (3) und
einem Körperschaft (2), zusammengesetzt ist, der Körperkopf (3) den Sechskant und
das Außengewinde umfasst und der Heizstab (1) in den Körperschaft (2) gepresst ist.
2. Glühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Körperschaft (2) und Körperkopf (3) aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind.
3. Glühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Körperschaft (2) und Körperkopf (3) unterschiedliche Oberflächenschichten aufweisen.
4. Glühkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Körperschaft (2) aus Einsatzstahl und der Körperkopf (3) aus Aluminium bestehen.
5. Glühkerze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Körperschaft (2) verzinkt oder phosphatiert ist, und der Körperkopf (3) aus Alu
bzw. aus vernickeltem Stahl besteht.
6. Glühkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glühkerzengewinde einen kleineren Durchmesser als 10 mm, insbesondere 8 mm und
weniger aufweist.
7. Glühkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Körperlänge größer als das 10-fache des Durchmessers des Körpers beträgt.
8. Verfahren zum Herstellen einer Glühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein aus dem Heizstab und dem Körperschaft bestehendes Bauteil dadurch vorgefertigt wird, dass der Heizstab in den Körperschaft gepresst wird,
die Polzuleitung mit dem Heizstab verbunden wird, und anschließend
der Körperkopf durch Schweißen am Körperschaft angebracht wird.
1. A glow plug having a heating rod to which a pole supply line is attached and which
is pressed into a glow plug body with hexagon head and external screw-thread, characterised in that the glow plug body is composed of two separate components, namely a body head (3)
and a body shaft (2), the body head (3) comprises the hexagon head and the external
screw-thread and the heating rod (1) is pressed into the body shaft (2).
2. A glow plug according to claim 1, characterised in that the body shaft (2) and the body head (3) are made from differing materials.
3. A glow plug according to claim 1, characterised in that the body shaft (2) and the body head (3) have differing surface layers.
4. A glow plug according to claim 2, characterised in that the body shaft (2) consists of case-hardened steel and the body head (3) consists
of aluminium.
5. A glow plug according to claim 3, characterised in that the body shaft (2) is galvanized or phosphated, and the body head (3) consists of
aluminium or nickel-plated steel, respectively.
6. A glow plug according to any one of the preceding claims, characterised in that the glow plug screw-thread has a diameter smaller than 10 mm, especially 8 mm and
less.
7. A glow plug according to any one of the preceding claims, characterised in that the length of the body is more than ten times the diameter of the body.
8. A process for the manufacture of the glow plug according to claim 1, characterised in that
a component consisting of the heating rod and the body shaft is prefabricated by pressing
the heating rod into the body shaft,
the pole supply line is connected to the heating rod, and then
the body head is attached to the body shaft by welding.
1. Bougie à incandescence avec une cartouche chauffante, sur laquelle est placée une
arrivée polaire et qui est emboutie dans un corps de bougie à incandescence avec hexagone
et filetage extérieur, caractérisée en ce que le corps de bougie est constitué de deux composants séparés, à savoir une partie
supérieure du corps (3) et une tige de corps (2), la partie supérieure du corps (3)
comprend l'hexagone et le filetage extérieur et la cartouche chauffante (1) est embouti
dans la tige de corps (2).
2. Bougie à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tige de corps (2) et la partie supérieure du corps (3) sont fabriquées à partir
de matériaux différents.
3. Bougie à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tige du corps (2) et la partie supérieure du corps (3) présentent différentes
couches de surface.
4. Bougie à incandescence selon la revendication 2, caractérisée en ce que la tige de corps (2) et la partie supérieure du corps (3) sont respectivement à base
d'acier de cémentation et d'aluminium.
5. Bougie à incandescence selon la revendication 3, caractérisée en ce que la tige de corps (2) est galvanisée ou phosphatée, et la partie supérieure du corps
(3) est en alu ou en acier nickelé.
6. Bougie à incandescence selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le filetage de la bougie à incandescence présente un diamètre inférieur à 10 mm,
en particulier 8 mm et moins.
7. Bougie à incandescence selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la longueur du corps est supérieure à 10 fois le diamètre du corps.
8. Procédé pour la fabrication d'une bougie à incandescence selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'un composant constitué du crayon de préchauffage et de la tige de corps est préfabriqué
par le fait que le crayon de chauffage est embouti dans la tige de corps, l'arrivée
polaire est reliée au crayon de chauffage, et ensuite la partie supérieure du corps
est placée par soudage sur la tige de corps.