[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen optischen Rauchmelder mit einem Meldereinsatz,
einem Optikmodul und einer Auswerteschaltung, wobei das Optikmodul eine Lichtquelle,
eine Messkammer und einen mit der Auswerteschaltung verbundenen Lichtempfänger aufweist.
[0002] Diese als Streulichtmelder bekannten Rauchmelder, bei denen die Lichtquelle durch
eine Infrarotdiode gebildet wird, sind überall dort besonders vorteilhaft einsetzbar,
wo ein Feuer mit einer entsprechenden Rauchentwicklung verbunden ist. So werden beispielsweise
Schwelbrände wesentlich früher erkannt als mit anderen Detektionsprinzipien. Andererseits
ist es bekannt, dass Streulichtmelder nicht das allerbeste Ansprechverhalten auf offene
Brände aufweisen, so dass hier ein gewisser Verbesserungsbedarf besteht.
[0003] Durch die Erfindung soll nun ein Streulichtmelder mit einem signifikant verbesserten
Ansprechverhalten auf offene Brände angegeben werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Lichtquelle zur Aussendung
einer Strahlung im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts ausgebildet ist.
[0005] Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders
liegt die Wellenlänge der von der Lichtquelle ausgesandten Strahlung im Bereich von
blauem oder rotem Licht und beträgt vorzugsweise 460 nm beziehungsweise 660 nm.
[0006] Praktische Versuche haben ergeben, dass Streulichtmelder mit einer roten Sender-Diode
ein deutlich besseres und solche mit einer blauen Sender-Diode ein markant besseres
Ansprechverhalten auf offene Brände aufweisen. Das Ansprechverhalten wird durch die
Verwendung der Licht im genannten Wellenlängenbereich aussendenden Sender-Dioden so
weit verbessert, dass die Detektionseigenschaften der so ausgerüsteten Streulichtmeder
für offene Brände in die Nähe von Ionisationsmeldern oder von sogenannten Rückwärtsstreuern
gelangt.
[0007] Rückwärtsstreuer sind bekanntlich Streulichtmelder mit einem Streuwinkel von über
90°, die offene Brände besser erkennen, bei denen aber das Empfängersignal nur einen
Bruchteil des Empfängersignals von Vorwärtsstreuern beträgt. Der Grund für diese verbesserte
Detektion von offenen Bränden dürfte darin liegen, dass bei den kürzeren Wellenlängen
kleinere Aerosole, wie sie vor allem bei offenen Bränden entstehen, sehr viel besser
detektiert werden können.
[0008] Das Ansprechverhalten auf offene Brände kann noch weiter verbessert werden, wenn
gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders
das Optikmodul so ausgebildet ist, dass das vom Lichtempfänger an die Auswerteschaltung
abgegebene Signal eine Funktion des auf diesen auftreffenden, in einer Ebene polarisierten
Streulichts ist.
[0009] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass in der Auswerteschaltung eine Überlagerung des Signals des Lichtempfängers
mit einem Kompensationssignal erfolgt, welches so gewählt ist, dass das Signal des
Lichtempfängers auf den Wert null ausgeregelt wird.
[0010] Bei den bekannten Streulichtmeldern, wie beispielsweise bei dem in der DE-A-44 12
212 beschriebenen, sind die die Lichtquelle und der Lichtempfänger so angeordnet,
dass ihre optischen Achsen in einer gemeinsamen horizontalen Ebene liegen und zueinander
geknickt sind. Entlang des Seitenrandes des dosenförmig ausgebildeten Optikmoduls
sind Labyrinthteile vorgesehen, die dazu dienen, die Strahlung der Lichtquelle und
das Blickfeld des Lichtempfängers zu begrenzen und von aussen kommendes Licht am Eintritt
in die Messkammer zu hindem. Je besser das Labyrinth diese Funktionen erfüllt, desto
mehr behindert es aber das Eindringen von Rauch in die Messkammer, wodurch unter Umständen
der Melder erst nach einer gewissen Verzögerung anspricht.
[0011] Durch die Erfindung soll nun auch das Eindringverhalten von Rauch in die Messkammer
signifikant verbessert werden.
[0012] Diese Aufgabe wird bei einer vierten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Rauchmelders dadurch gelöst, dass die Anordnung von Lichtquelle und Lichtempfänger
so gewählt ist, dass die von den optischen Achsen des sender- und des empfängerseitigen
Strahlengangs aufgespannte Ebene schräg zur Horizontalebene verläuft.
[0013] Vorzugsweise verläuft die Achse des empfängerseitigen Strahlengangs vertikal zu derjenigen
des senderseitigen Strahlengangs.
[0014] Da bei dieser Anordnung das Blickfeld des Empfängers je nach

Blickrichtung" durch den Boden oder den Deckel der Messkammer oder des Melders begrenzt
wird, kann auf das Labyrinth nahezu vollständig verzichtet werden, so dass ein praktisch
ungehinderter Raucheintritt in die Messkammer ermöglicht wird.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- eine vereinfachte Ansicht des Optikmoduls eines ersten Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemässen Streulichtmelder,
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der Auswerteschaltung des Streulichtmelders
von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Streulichtmelders,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch ein dritten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Streulichtrauchmelder
im Niveau der optischen Achse der Lichtquelle mit Blickrichtung gegen den Meldersockel;
und
- Fig. 5
- einen schematischen Schnitt nach der Linie V-V von Fig. 4.
[0016] Das in Fig. 1 dargestellte Optikmodul 1 ist Teil eines Meldereinsatzes 2, der in
einem vorzugsweise an der Decke des zu überwachenden Raumes montierten Sockel (nicht
dargestellt) befestigbar ist. Das Optikmodul 1 besteht im wesentlichen aus einer optoelektronischen
Messkammer 3 mit einer durch eine Leuchtdiode (LED) gebildeten Lichtquelle 4, einem
ebenfalls durch eine Diode gebildeten Lichtempfänger 5, einer zentralen Blende 6 und
einem sogenannten Labyrinth 7. Die zentrale Blende 6 verhindert, dass Lichtstrahlen
auf direktem Weg von der Lichtquelle 4 zum Lichtempfänger 5 gelangen können, und das
Labyrinth 7 dient als Lichtbarriere zur Begrenzung des Blickfelds des Lichtempfängers
5. Die Messkammer 3 ist durch eine Seitenwand 8 und durch einen nicht dargestellten
Deckel lichtdicht abgeschlossen. Dieser Melderaufbau ist bekannt und wird hier nicht
näher beschrieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf die EP-A-0 772 170 und auf die
Internationale Anmeldung PCT/CH 97/00269 verwiesen.
[0017] Die optischen Achsen der Lichtquelle 4 und des Lichtempfängers 5 liegen nicht auf
einer gemeinsamen Geraden, sondern weisen einen geknickten Verlauf auf, wobei die
zentrale Blende 6 nahe beim Schnittpunkt dieser beiden Achsen angeordnet ist. Das
Labyrinth 7 unterdrückt das sogenannte Untergrundlicht, welches von unerwünschten
Streuungen oder Reflexionen verursacht ist. Je besser dieses Untergrundlicht unterdrückt
wird, desto tiefer ist der Grundpuls, das ist dasjenige Signal, das detektiert wird,
wenn in der Messkammer 3 keine lichtstreuenden Partikel vorhanden sind. Der Schnittbereich
des von der Lichtquelle 4 ausgesandten Strahlenbündels und des Gesichtsfeldes des
Lichtempfängers 5 bildet den nachstehend als Streuraum bezeichneten eigentlichen Messbereich.
[0018] Die Lichtquelle 4 sendet kurze, intensive Lichtpulse in den Streuraum, wobei der
Lichtempfänger 5 zwar den Streuraum, nicht aber die Lichtquelle 4

sieht". Das Licht der Lichtquelle 4 wird durch in den Streuraum eindringenden Rauch
gestreut, und ein Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger 5. Das dadurch
erzeugte Empfänger-Signal wird von einer Auswerteelektronik (Fig. 2) verarbeitet.
[0019] Die als Lichtquelle 4 verwendete Diode sendet anstatt der bisher üblichen Infrarotstrahlung
mit einer Wellenlänge von etwa 880 nm rotes oder blaues Licht von einer Wellenlänge
von etwa 660 nm bzw. 460 nm aus. Diese kürzeren Wellenlängen haben den Vorteil, dass
kleinere Aerosole, wie sie vor allem bei offenen Bränden entstehen, sehr viel besser
detektiert werden können, so dass sich, verglichen mit Infrarotstrahlung, das Ansprechverhalten
auf offene Brände deutlich verbessert.
[0020] Das Ansprechverhalten auf offene Brände kann noch weiter verbessert werden, wenn
vor dem Lichtempfänger 5 ein Polarisationsfilter angeordnet wird, das nur die Polarisationskomponente
senkrecht zur Streuebene (das ist die Ebene, in der die optischen Achsen von Lichtquelle
4 und Lichtempfänger 5 liegen) durchlässt, oder wenn die Messkammer 3 mit polarisiertem
Licht beaufschlagt wird. Bezüglich der Vorteile der Verwendung von Polarisationsfiltern
und polarisiertem Licht wird auf die CH-A-682 428 verwiesen.
[0021] Gemäss Fig. 2 ist der Lichtquelle (LED) 4 ein erster Modulator 9 vorgeschaltet, durch
den eine geeignete Modulation der von der Lichtquelle 4 ausgesandten Strahlung erfolgt.
Vorzugsweise besteht diese Strahlung aus einer fortlaufenden Folge von Pulsen und
Pulspausen, so dass die Messkammer 3 (Fig. 1) mit pulsierendem rotem oder blauem Licht
beaufschlagt wird. Es kann auch sinnvoll sein, nach einer Folge einer bestimmten Anzahl
von Pulsen und Pulspausen eine längere, vorbestimmte Sendepause einzufügen. In diesem
Fall erfolgt die Bestrahlung der Messkammer durch intermittierend ausgesandte und
von Sendepausen unterbrochene Impulszüge oder Impulspakete. Dabei können die Sendepausen
zu den Impulszügen in einem festen oder in einem variablen zeitlichen Verhältnis stehen.
Die Steuerung des ersten Modulators 9 erfolgt durch eine Steuerstufe 10, die ihren
Takt von einem Taktgeber 11 erhält. Die Steuerstufe 10 bestimmt insbesondere die zeitliche
Folge und die Länge der an die Lichtquelle 4 abgegebenen Signale.
[0022] Das an den Lichtempfänger 7 gelangende Streulicht wird in einen proportionalen Strom
(Empfängersignal) I
e umgewandelt, der einem dem Lichtempfänger 5 nachgeschalteten Strom/Spannungswandler
12 zugeführt und von diesem in eine Spannung (Empfangssignal) U
e umgewandelt wird. Der Wandler 12 wirkt zusätzlich als eine Art Filter, indem er von
natürlicher oder künstlicher Beleuchtung herrührendes Fremdlicht unterdrückt. In einem
dem Strom/Spannungswandler 12 nachgeschalteten Frequenzfilter 13 werden aus dem Empfangssignal
U
e unerwünschte Frequenzen herausgefiltert. Der Ausgang des Frequenzfilters 13 ist mit
einer von der Steuerstufe 10 im Takt der Modulation der Lichtquelle 4 gesteuerten
Weiche 14 verbunden.
[0023] Das von Störungen weitgehend befreite Ausgangssignal des Frequenzfilters 13 wird
über die Weiche 14 abwechselnd einem von zwei Integratoren 15, 15' zugeführt. Dabei
ist die Weiche 14 von der Steuerstufe 10 so gesteuert, das das Empfangssignal U
e während der Sendedauer der Impulse an den einen Integrator, beispielsweise an den
Integrator 15, und während der Dauer der Pulspausen an den anderen Integrator, beispielsweise
an den Integrator 15', geleitet wird. Während allfälliger Sendepausen zwischen den
Impulszügen oder Impulspaketen verharrt die Weiche 14 in einer neutralen Stellung,
in der keiner der beiden Integratoren 15 oder 15' mit dem Empfangssignal beaufschlagt
ist. Die Weiche 14 ist vorzugsweise durch einen gesteuerten Schalter gebildet.
[0024] Aufgrund der Steuerung der Weiche 14 im Takt der Modulation erhält der Integrator
15 ausschliesslich das im Streuraum erzeugte Streulicht einschliesslich eventueller
Reste des gefilterten Störsignals aus der Zeit der Sendepulse, und der Integrator
15' erhält nur eventuelle Reste des gefilterten Störsignals aus der Zeit der Pulspausen,
so dass das Streulicht durch eine einfache Differenzbildung der Ausgangssignale der
beiden Integratoren 15 und 15' gewonnen werden kann. Diese Differenzbildung erfolgt
in einer den beiden Integratoren 15, 15' nachgeschalteten Stufe 16. Deren Ausgangssignal
ist das von Störungen weitgehend gereinigte, auf den Lichtempfänger 5 treffende Streulicht,
welches das Nutzsignal U
n für die Signalauswertung bildet.
[0025] Das Nutzsignal U
n wird einerseits einem Komparator 18 und andererseits dem einen Eingang eines zweiten
Modulators 19 zugeführt, dessen zweiter Eingang mit der Steuerstufe 10 verbunden und
dessen Ausgang über einen Widerstand 20 an den Eingang des Strom/Spannungswandlers
12 geführt ist. Der zweite Modulator 19 überlagert dem Signal des Lichtempfängers
5 im Gegentakt einen Kompensationsstrom I
k bis das Eingangssignal des Strom/Spannungswandlers 12 null beziehungsweise

wird. Durch die Schlaufenverstärkung von ≥ 10
9 gilt mit grosser Genauigkeit

, wobei R den Wert des Widerstands 20 bezeichnet. Dies gilt auch für Schlaufenverstärkungen
mit einer Abweichung von mehreren Zehnerpotenzen. Dieser Regelkreis kann mit einer
selbstabgleichenden Brückenschaltung verglichen werden. Bei entsprechend sachgemässem
Aufbau erlaubt diese Schaltung die Auflösung von Fotoströmen bis in den Bereich von
Pikoampere. Der Komparator 18 vergleicht das Nutzsignal U
n mit mindestens einem Schwellenwert und liefert bei dessen Überschreitung ein entsprechendes
Signal an einen Alarmausgang 21.
[0026] Das Signal am Alarmausgang 21 kann weiter ausgewertet, beispielsweise auf Plausibilität
überprüft werden, was im Melder oder in der zugehörigen Zentrale erfolgen kann, oder
es wird ohne Weiterverarbeitung an die Zentrale geleitet, wo dann der entsprechende
Zustand registriert und gegebenenfalls Alarm ausgelöst wird. Das Signal am Alarmausgang
21 kann auch zusätzlich oder alternativ eine im Melder angeordnete Leuchtdiode aktivieren.
[0027] Wie in Fig. 3 schematisch angedeutet ist, ist es auch möglich, anstatt eines Messkanals
zwei Messkanäle vorzusehen, von denen beispielsweise der eine konventionell aufgebaut
ist und eine Infrarot-Senderdiode 4 und eine Empfangsdiode 5 und der andere eine farbige
LED und/ oder ein Polarisationsfilter 22 enthält. Vorzugsweise sind zwei Senderdioden
und eine Empfangsdiode oder eine Senderdiode und zwei Empfangsdioden 5, 5' vorgesehen
sein, wobei im letzteren Fall der zweiten Empfangsdiode 5' ein Polarisationsfilter
22 vorgeschaltet oder die zweite Empfangsdiode als Rückwärtsstreuer 5", eventuell
mit vorgeschaltetem Polarisationsfilter 22', ausgebildet sein kann. Das Polarisationsfilter
22 kann auch zwischen Senderdiode 4 und Messkammer 3 angeordnet sein.
[0028] Der in den Figuren 3 und 4 dargestellte Streulichtmelder unterscheidet sich von dem
in Fig. 1 dargestellten im wesentlichen dadurch, dass die optischen Achsen von sender-
und empfängerseitigem Strahlengang nicht in einer gemeinsamen horizontalen sondern
in einer zur Horizontalebene geneigten Ebene liegen, so dass der Lichtempfänger 5
nicht in horizontaler Richtung sondern schräg von oben nach unten oder umgekehrt

blickt".
[0029] Darstellungsgemäss verläuft die optische Achse des empfängerseitigen Strahlengangs
vertikal von oben nach unten, sie könnte aber auch in der Gegenrichtung verlaufen
und ihr Neigungswinkel zur optischen Achse des senderseitigen Strahlengangs könnte
auch kleiner oder grösser als 90° sein. Wesentlich ist, dass die optische Achse des
empfängerseitigen Strahlengans so orientiert ist, dass das Blickfeld des Empfängers
nicht durch ein den Raucheintritt in die Messkammer hemmendes Bauteil begrenzt werden
muss.
[0030] Der Meldereinsatz 2 hat im wesentlichen die Form einer flachen nach oben offenen
runden Dose, in deren Innenraum eine Leiterplatte (nicht dargestellt) mit der Auswerteelektronik
angeordnet ist. Über den Meldereinsatz 2 ist eine Melderhaube 23 gestülpt, welche
mit Raucheintrittsschlitzen 24 versehen ist. An der Unterseite des Bodens des Meldereinsatzes
2 sind ein Gehäuse 25 mit dem Lichtsender 4 und Haltemittel 26 für den mit dem Bezugszeichen
27 bezeichneten, die Messkammer 3 nach unten abschliessenden Deckel vorgesehen.
[0031] Der Deckel 27 trägt eine nach oben gegen den Boden des Meldereinsatzes 2 ragende
Lichtbarriere 28. Zwischen der Lichtquelle 4 und der Lichtbarriere 28 ist die Messkammer
3 gebildet. Die Seitenwand 8 des Deckels 27 ist bis auf die Lichtbarriere 28 weitgehend
offen, wodurch ein möglichst ungehinderter Zutritt von Rauch in die Messkammer 3 gewährleistet
ist. Über den am Boden des Meldereinsatzes 2 befestigten Deckel 27 ist aussen ein
der Form des Deckels angepasstes Insektengitter 29 geschoben, welches ebenfalls an
den Haltemitteln 26 befestigt ist.
[0032] Die Achse des von der Lichtquelle 4 ausgesandten Strahlkegels verläuft quer durch
den Messraum 3 in einer horizontalen Ebene parallel zum Boden des Meldereinsatzes
2. Die Lichtbarriere 28 verhindert, dass das von der Lichtquelle 4 ausgesandte Licht
aus dem Melder seitlich nach aussen dringen kann. Der Lichtempfänger 5 ist in der
Mitte des Bodens des Meldereinsatzes 2 angeordnet, und liegt darstellungsgemäss knapp
oberhalb von diesem. Der Boden des Meldereinsatzes 2 weist unterhalb des Lichtempfängers
5 und fluchtend mit diesem eine Durchbrechung auf, die gegen den Messraum 13 von einer
ringförmigen Blende 30 umgeben ist und in die vorzugsweise eine Linse 31 eingesetzt
ist.
[0033] Der Lichtempfänger 5, die Blende 30 und gegebenenfalls die Linse 31 definieren die
optische Achse des empfängerseitigen Strahlengangs, die in vertikaler Richtung verläuft
und die horizontale senderseitige optische Achse senkrecht kreuzt. Der Lichtempfänger
5 blickt also gleichsam von oben auf das von der Lichtquelle 4 ausgesandte Strahlenbündel.
Der den eigentlichen Messbereich bildende Streuraum im Schnittbereich des sender-
und des empfängerseitigen Strahlenbündels ist mit dem Bezugszeichen 32 bezeichnet.
[0034] Das Blickfeld des Lichtempfängers 5 wird durch den Boden des Deckels 27 und durch
die Melderhaube 23 begrenzt und eine direkte Bestrahlung des Lichtempfängers 5 mit
Fremdlicht wird durch die Blende 30 verhindert. Dadurch verliert die Seitenwand 27
ihre bisherige Funktionen und kann weggelassen werden, wodurch das Eindringverhalten
von Rauch und Aerosolen in die Messkammer 3 merklich verbessert wird. Die über einen
kurzen Bereich der Seitenwand des Deckels 27 noch vorhandene und von der Funktion
her nicht zwingend notwendige Lichtbarriere 28 hat auf das Eindringverhalten von Rauch
praktisch keinen Einfluss.
[0035] Selbstverständlich können die anhand der in den Figuren 1, 3 sowie 4 und 5 dargestellten
Ausführungsbeispiele beschriebenen Anordnungen sowohl einzeln für sich als auch in
beliebiger Kombination realisiert werden. Es kann also die farbige Sender-LED von
Fig. 1 auch in einem Melder nach den Figuren 4 und 5 eingesetzt werden, und ebenso
könnte der Melder gemäss den Fig. 4 und 5 zwei Messkanäle und/oder Polarisationsfilter
aufweisen. Die in Fig. 2 dargestellte Auswerteschaltung ist ebenfalls bei allen Ausführungsbeispielen
einsetzbar, wobei gewisse geringfügige Anpassungen erforderlich sind.
1. Optischer Rauchmelder mit einem Meldereinsatz (2), einem Optikmodul (1) und einer
Auswerteschaltung, wobei das Optikmodul (1) eine Lichtquelle (4, 4'), eine Messkammer
(3) und einen mit der Auswerteschaltung verbundenen Lichtempfänger (5, 5') aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (4) zur Aussendung einer Strahlung im
Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts ausgebildet ist.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlänge der von
der Lichtquelle (4) ausgesandten Strahlung im Bereich von blauem oder rotem Licht
liegt und vorzugsweise 460 nm beziehungsweise 660 nm beträgt.
3. Rauchmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Optikmodul (1)
so ausgebildet ist, dass das vom Lichtempfänger (5') an die Auswerteschaltung abgegebene
Signal eine Funktion des auf diesen auftreffenden, in einer Ebene polarisierten Streulichts
ist.
4. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Messkanäle
mit entweder einem Lichtsender (4) und zwei Lichtempfängern (5, 5', 5'') oder zwei
Lichtsendern (4) und einem Lichtempfänger (5) vorgesehen sind, wobei in einem der
Messkanäle ein Polarisationsfilter (22) angeordnet ist.
5. Rauchmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Anordnung mit
zwei Lichtsendern (4) und einem Lichtempfänger (5) einer der Lichtsender (4) durch
eine farbiges Licht aussendende Diode gebildet ist.
6. Rauchmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Anordnung mit
zwei Lichtempfängern (5, 5', 5'') einer der Lichtempfänger (5'') mit Rückwärts-Streulicht
beaufschlagt ist.
7. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der
Auswerteschaltung eine Überlagerung des Signals (Ie) des Lichtempfängers (5, 5') mit einem Kompensationssignal (Ik) erfolgt, welches so gewählt ist, dass das Signal des Lichtempfängers (5, 5') auf
den Wert null ausgeregelt wird.
8. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung
von Lichtquelle (4, 4') und Lichtempfänger (5, 5') so gewählt ist, dass die von den
optischen Achsen des sender- und des empfängerseitigen Strahlengangs aufgespannte
Ebene schräg zur Horizontalebene verläuft.
9. Rauchmelder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des empfängerseitigen
Strahlengangs vertikal zu derjenigen des senderseitigen Strahlengangs verläuft.
10. Rauchmelder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Meldereinsatz (2) an
seinem Boden ein Gehäuse (25) mit der Lichtquelle (4) und Haltemittel (26) für einen
die Messkammer (3) nach unten begrenzenden Deckel (27) mit einer weitgehend offenen
Seitenwand (8) aufweist, und dass der Lichtempfänger (5) im Bereich des Bodens des
Meldereinsatzes (2) angeordnet ist.