[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalungsplatte und eine Verwendung der Schalungsplatte
mit den im Oberbegriff der Ansprüche 1 und 8 angegebenen Merkmalen.
[0002] Üblicherweise werden Schalungen für Betonierarbeiten aus Schalungsbrettern zusammengesetzt,
die an Streben befestigt werden, welche ihrerseits an bereits fertiggestellten Teilen
des betreffenden Bauwerks angebracht werden, beispielsweise mit Mauerdübeln, Gewindestäben
und Muttern. Nach Beendigung der Gießarbeiten werden diese Streben dann entfernt und
die Schalungsbretter vom fertiggegossenen Betonteil abgeschlagen. Insbesondere beim
Gießen von Geschoßdecken sind dabei Schalungsarbeiten in oft beträchtlicher Höhe erforderlich,
die entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für die Bauhandwerker erfordern. Auch ist das
Anbringen und Abmontieren der Streben sowie das Abschlagen der Schalungsbretter zeitraubend
und damit kostspielig und nicht zuletzt unfallträchtig. Weiterhin sind Großschalungsplatten
mit Abmessung in der Größenordnung von 2 m Breite und 3 m Höhe in Gebrauch, die nur
per Kran gehandhabt werden können und deren Ausrichtung und Fixierung am Einsatz-ort
ebenso wie ihr späterer Abtransport aufwendig sind. Auch erfordert ihre Lagerung,
wenn sie gerade nicht benutzt werden, relativ viel Platz und ist damit kostspielig.
[0003] Aus der CH 668 797 A5 ist ein Schalungselement bekannt, das aus mehreren rechtwinkligen
Eisen besteht, die mittels Querverstrebungen untereinander verbunden sind, wobei mit
dieser Grundkonstruktion eine Platte aus Wärmeisolationsmaterial verbunden ist, die
als Stirnschalung für eine Bodendeckenplatte dienen soll, und zwar zur Bildung von
Abschlüssen, Trennungen oder Verbindungen der zu betonierenden armierten Bodendeckenplatten
gegenüber bzw. mit anderen Bauteilen, vorzugsweise für den Anschluß einer Bodendeckenplatte
an ein zweischaliges Mauerwerk oder aber auch im Auflagebereich der Bodendeckenplatte
auf einer Stützmauer, wobei die Isolationsplatte als Distanzelement zur Bildung einer
Dehnfuge wirkt. Eine Vielzahl von Halteelementen zwischen der Isolationsplatte und
der erwähnten Grund-. konstruktion soll auf die Isolationsplatte einwirkende Zugoder
Druckkräfte auf die Eisenkonstruktion übertragen. Die Isolationsplatten sind Metallfaserplatten
oder auch geschäumte Kunststoff-Isolationsplatten.
[0004] Aus der US-1,890,532 ist eine Bauplatte zum Erstellen von Wänden mit oder ohne Füllung
bekannt. Die Platte besteht aus billigem, organischem, faserartigem Material und weist
an einer Seitenfläche halbzylindrische Aufnahmen mit Bohrungen auf, in die Distanzhaltedrähte
zum Festlegen zweier beabstandet angeordneter Platten einsteckbar sind. Die halbzylindrischen
Aufnahmen liegen vollständig über der Oberfläche der Platte und weisen keine diese
versteifende Wirkung auf. Da die Platten zur Erstellung von Wänden dienen, sind keine
körperlichen Merkmale vorhanden, welche eine Verbindung mit einem Fundament offenbaren.
Auch lassen sich die offenbarten Verbindungsdrähte nicht als Verbindungsmittel zum
Fundament benutzen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalungsplatte für die Erstellung
von Deckenrand-Abschalungen zu schaffen, welche bei geringer Dicke eine höhere Steifigkeit
aufweist als die bekannten Schalungsplatten.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind im Verwendungsanspruch 8 und in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0007] Die als Schalungsplatten oder -elemente, kurz Platten genannt, vorgeformten Hartplatten
mit den Steckverbindungen, über die sie mit den am Bauwerk verankerten Halterungsbügeln
verbunden werden, erlauben eine einfache, zeitsparende und saubere Montage der Schalung,
ohne daß die Platten, wie z.B. Schalungsbretter, angenagelt oder festgekeilt werden
müssen. Günstig ist auch die Ähnlichkeit des Materialcharakters der erfindungsgemäßen
Platten und der übrigen verwendeten Baustoffe für das Verputzen. Die erfindungsgemäßen
Hartplatten können preiswert und mit relativ geringem Gewicht hergestellt werden,
etwa aus Faserbeton, Ziegelmasse (Tonplatten) oder auch genügend steifen Kunststoffmaterialien,
so daß sie sich gut handhaben lassen und trotz ihrer nur einmaligen Verwendung, da
sie ja am Gebäude verbleiben, vom Preis her günstig sind, wenn man den verringerten
Arbeitsaufwand bei ihrer Verwendung berücksichtigt.
[0008] Im Rahmen der Erfindung lassen sich die plattenförmigen Schalungselemente auf verschiedene
Weise so realisieren, daß die vorzugsweise parallelen Aufnahmen oder Kanäle für die
Halterungsbügel gebildet werden. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, gebogene
Profilbleche oder Gitter in die Masse des Plattenmaterials einzuformen, so daß wall-
oder wulstartige Vorsprünge mit beispielsweise V- oder U-förmigem Profil aus einer
Seite der Hartplatten herausstehen und mit Öffnungen zur Aufnahme der Schenkel der
Haltebügel versehen sind, mit Hilfe deren sie in der gewünschten Lage fixiert werden.
Diese Profile können beispielsweise aus gelochtem Metallstreifen gebogen werden, wobei
runde Löcher bevorzugt werden, welche ein Einstecken der Haltebügel in unterschiedlichen
Orientierungen ermöglichen. Zweckmäßigerweise wählt man das Profil der Wülste so,
daß in den tunnelartigen Profilinnenraum die Haltebügel auch seitlich eingesteckt
werden, um beispielsweise die Stirnschalung einer Mauer zu bilden. Die Profile können
als einzelne oder auch als zusammenhängende Profilstreifen in die Plattenmasse eingeformt
werden, je nach fertigungstechnischer Zweckmäßigkeit oder Preisgestaltung. Vorzugsweise
sieht man pro Platte zwei Profilschienen vor, die im gewissen Abstand vom Plattenrand
aus der Plattenfläche herausragen und parallel zu diesen Plattenrändern verlaufen.
Bei größeren Plattenhöhen können auch mehrere Profilschienen vorgesehen werden.
[0009] Die Löcher der beiden Profilschienen fluchten miteinander, so daß sich die Platte
ohne weiteres auf den freien Schenkel eines L-förmigen Halterungsbügels aufschieben
läßt. Die Schiene mit den Aufnahmelöchern für die L-Schenkel kann auch durch einzelne
abgewinkelte Randbereiche eines Bleches gebildet werden, die aus der Plattenfläche
herausragen, während die dazwischen stehengebliebenen Randbereiche des Bleches in
die Plattenmasse eingebettet werden. Vorzugsweise ist der eingebettete Blechbereich
zwischen diesen Rändern ebenfalls gelocht, um ein besseres Eingießen in die Plattenmasse
zu gewährleisten. Die Form dieser Löcher kann zweckmäßigerweise dem Umfangsprofil
von Gewindehülsen angepaßt werden, die später wahlweise mit eingegossen werden können:
man braucht dann nur das Plattenmaterial an dem betreffenden Loch durchzuschlagen,
um die Hülse einstecken und festklemmmen zu können.
[0010] Für die spezielle Ausgestaltung der Schienen gibt es viele Möglichkeiten; wichtig
ist, daß sie Aufnahmen für die Halterungsbügel ergeben. Wenn man die in die Platte
eingebetteten Ränder der Profilstreifen nicht bis zum Plattenrand verlaufen läßt,
kann man bei Bedarf die Platten leichter auf eine gewünschte Höhe zuschneiden oder
nach dem Gießen einer Decke den überstehenden Teil abschlagen, um Anpassungen an der
Baustelle vorzunehmen.
[0011] Die Aufnahmen für die Schenkel der Halterungsbügel können auch als zur Plattenoberfläche
offene oder geschlossene Kanäle innerhalb der Hartplatten verlaufen wobei offene Kanäle
z.B. teilweise überdeckt oder durch Stege überbrückt sind oder nur einen schmalen
Öffnungsschlitz geringerer Breite als die Profilbreite haben. Auch können die Platten
doppelwandig ausgebildet werden und in ihrem Inneren von oben nach unten durchgehende
parallele Kanäle geeigneten Querschnittprofils haben, beispielsweise Quadrat- oder
Rechteckprofil, Dreieckprofil, T-Profil, L-Profil oder vorzugsweise Rundprofil, um
nur einige mögliche Profilformen zu nennen. Um eine gewisse Klemmwirkung zu erzielen,
können die Kanäle einen leicht variablen Querschnitt haben, sich also abschnittsweise
geringfügig verengen. Auf diese Weise läßt sich ein loser Sitz der Platten vermeiden.
[0012] Auch die Halterungsbügel können in unterschiedlichen Formen ausgebildet werden, je
nachdem, um was für eine Art von Schalung es sich im Einzelfall handelt. Beispielsweise
können sie aus Profilstäben gebogen oder zusammengesetzt werden. Für eine Deckenrandschalung
eignen sich z.B. L-förmige Halterungsbügel, wobei der eine Schenkel waagerecht verläuft
und z.B. in üblicher Weise auf der Deckenschalung angenagelt wird, während der andere
Schenkel senkrecht verläuft und, wenn die Platten von oben aufgeschoben werden, in
deren Aufnahmen hineingleitet, bis die Platte, bei zweischaligen Platten die äußere,
unten aufsitzt und einen dichten Abschluß für den Gießbeton ergibt.
[0013] Die an der Unterlage zu befestigenden Schenkel der Halterungsbügel sind mit den üblichen
Nagellöchern versehen, die bei angeformten Distanzhaltern auch diese durchsetzen.
Ein zusätzliches Nagelloch in der Nähe des Scheitelpunkts erlaubt eine verbesserte
Fixierung des Halterungsbügels und damit der Platte beim Gießen von auskragenden Balkonböden,
um einen sicheren Abschluß an der Unterkante zu garantieren. Sieht man im oberen Bereich
des freien L-Schenkels ein quer verlaufendes Nagelloch oder mehrere in gestaffelten
Höhen zum Ausgleich von Toleranzen vor, so laßt sich eine aufgesteckte Schalungsplatte
mit Hilfe eines oberhalb ihrer Aufnahme durch diesen Schenkel gesteckten Nagels zusätzlich
sichern. Die Halterungsbügel können zweckmäßigerweise aus Festigkeits- und Kostengründen
aus Eisenprofilen hergestellt werden. Besonders geeignet sind U-Profile, wobei der
anzunagelnde Teil mit der offenen Profilseite nach unten weist und die Nagellöcher
im Verbindungsbereich zwischen den U-Schenkeln des Profils vorgesehen sind. Das U-Profil
ist zumindest bei den in die Aufnahmen der Platten gelangenden Schenkeln auf den Querschnitt
der Aufnahmen abgestimmt, also bei rechtekkigen Aufnahmen entspricht die Breite und
Höhe des U den Kantenlängen des Rechtecks, bei runden Aufnahmen wird der Durchmesser
so gewählt, daß das Schenkelprofil gerade hineinpaßt.
[0014] Um am unteren Ende der erfindungsgemäßen Schalungsplatten einen ausreichend dichten
Abschluß zu erhalten, kann man bei doppelwandig ausgeführten Platten die innere Wand
ein Stück vor der äußeren Wand enden lassen, um die Kanäle mindestens um die Höhe
der Schenkel der Halterungsbügel samt Abstandshaltern freizulegen, so daß die äußere
Wand bis zum Aufsitzen auf dem darunterliegenden Gebäudeteil herabreicht. In diesem
Bereich können dann auch die Kanalwände entbehrlich sein. Anstelle durchlaufender,
bei zweiwandigen Platten geschlossener und bei einwandigen Platten offener Kanäle
sind auch ösenartige Halterungen denkbar, wobei mindestens zwei Ösen so miteinander
ausgerichtet sind, daß ein Halterungsbügel durch sie hindurchläuft. Die Ösen können
durch eingegossene Metallprofilteile oder durch einstückkig angeformte Plattenteile
mit entsprechenden Öffnungen ausgebildet werden, so daß sie sich zur Bildung einer
verlorenen Schalung auf die freien Schenkel der Halterungsbügel aufschieben lassen.
Die Platten können in passenden Größen hergestellt werden, entsprechend einem gewünschten
Rastermaß, so daß sie sich zur Bildung einer vollständigen Schalung aneinander und
aufeinander setzen lassen. Man kann auch Eckelemente aus zwei rechtwinklig miteinander
fest verbundenen oder einstückigen Platten erfindungsgemäßer Ausbildung vorsehen,
an die sich dann zu beiden Seiten ebene Platten anschließen. Erfindungsgemäß können
die Platten auch gekrümmt sein, z.B. kreisbogenförmig, um runde Teile, wie etwa Säulen,
gießen zu können. Zur Verbindung aneinanderstoßender Platten kann man Dichtungen vorsehen
oder man kann die Platten an gegenüberliegenden Kanten mit einem Eingriffsprofil bzw.
Gegenprofil versehen, so daß sie sich unter gegenseitigem Eingriff zusammenfügen lassen.
Auf diese Weise läßt sich ein glatter Abschluß der sichtbaren Außenseite der Schalung
erreichen, die als Sichtfläche auch dekorativ gestaltet werden kann.
[0015] Im Rahmen der Erfindung besteht auch die Möglichkeit, Platten für Deckenrandschalungen
als Winkelplatten auszubilden und eine Halteplatte in Form eines unten L-förmig abgewinkelten
Plattenfortsatzes vorzusehen, die unmittelbar an der Unterlage befestigt wird, anstatt
hierzu - etwa L-förmige -Halterungsbügel zu benutzen. Dies ist von Vorteil, wenn der
zu gießende Teil durch ein Gleitlager von seiner Unterlage getrennt werden soll: In
diesem Falle kann man in der Unterseite der Halteplatte eine längs verlaufende Ausnehmung
zur Aufnahme des Gleitlagers vorsehen. Kann man diese Halteplatten nicht umittelbar
auf der Unterlage annageln, so besteht eine zweckmäßige Ausführungsform darin, auf
der Oberseite der Halteplatte Eingriffselemente vorzusehen, die mit den dann dort
angreifenden Halterungsbügeln zusammenwirken. So kann man beispielsweise auf der Halteplattenoberseite
längs verlaufende Rillen ausbilden, in welche die Halterungsbügel in Form von Befestigungsstreifen
mit Haltenasen eingreifen und diese Winkelplatten sicher fixieren.
[0016] Eine weitere Möglichkeit der Ausbildung der Halterungsbügel besteht darin, einzelne
Schenkel U-förmig zurückzubiegen, um die Eingriffsmöglichkeiten in die Aufnahmen der
erfindungsgemäßen Platten zu vergrößern. So kann etwa ein Schenkel eines L-förmigen
Halterungsbügels U-förmig parallel zu sich zurückgebogen sein, um dann mit diesem
zurückgebogenen Teil hakenartig von oben in eine Aufnahme einer Schalungsplatte einzugreifen,
wenn diese Aufnahme von unten nicht zugänglich ist, wie etwa im Fall einer Schalungsplatte
mit unten wegragender Halteplatte, die nicht unmittelbar an ihrer Unterlage angenagelt
werden kann oder keine Vertiefungen zum Eingreifen von Haltenasen eines Befestigungsstreifens
hat.
[0017] Eine größere Freizügigkeit hinsichtlich der Anordnung der Halterungsbügel erhält
man auch, wenn man die Kanäle in den Schalungsplatten rund ausbildet, so daß der Bügel
gegenüber der Platte unterschiedliche Winkel einnehmen kann, wobei das Profil des
aufgenommenen Schenkels nicht rund sein muß, sondern mit Kanten oder Flächen am Rundprofil
der Aufnahme anliegt, und darin einen festen Halt hat.
[0018] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind Platten, bei denen die
Öffnungen der Kanäle in einem Abstand zu den Längskanten liegen. Diese Ausführung
ermöglicht eine universelle Verwendung der Platten und das Einführen der zwei parallel
liegende Platten verbindenden Halterungsbügel, wenn auf einer Seite bereits mehrere
Platten übereinander geschichtet und durch Verbindungsstäbe oder -rohre miteinander
verbunden sind. Die Verbindungsstäbe können einige wenige Zentimeter lang sein oder
sich über mehrere Platten erstrecken. Vorzugsweise ist der in die Kanäle hineinragende
Teil der Verbindungsstäbe aus Kunststoff hergestellt und mit einer aufgerauhten oder
gerillten Oberfläche versehen, um nach dem Einschieben in die Kanäle eine spielfreie
Verbindung zu gewährleisten.
[0019] Um die Festigkeit der Platten und insbesondere deren Planheit zu gewährleisten, sind
in geringem Abstand zu den Oberflächen der Platten Bewehrungsgitter eingelegt, wobei
die hauptsächliche Bewehrung in Längsrichtung verläuft. Die Formstabilität wird weiter
erhöht durch eine völlig symmetrische Anordnung der Kanäle zwischen den Plattenoberflächen,
d.h. die Wandstärken zwischen den Kanälen und den Plattenoberflächen sind exakt gleich.
Vorzugsweise liegen die Kanäle in sehr kleinen Abständen zueinander. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform entsprechen die Abstände zwischen den Kanälen einem
Kanaldurchmesser und die Wandstärke zwischen den Kanälen zu den Plattenoberflächen
ungefähr dem Radius der Kanäle. Als Armierungs- und Bewehrungsmaterial werden vorzugsweise
Glasfaser-, Aramidfaser- oder Stahlnetze eingelegt.
[0020] Die Ausbildung, Anordnung und Abmessungen der Kanäle bilden im Zusammenwirken mit
den Plattenabmessungen ein die Plattensteifigkeit überproportional steigerndes Fachwerk.
Eine analoge Festigkeitserhöhung kann mit den in die aus Hartschaumstoff hergestellten
Platten eingegossenen abgekanteten Bleche, die sowohl die unteren als auch die oberen
Lochreihen umfassen, erreicht werden.
[0021] Auf die mit den Halterungsbügeln versetzten Platten können werkzeugfrei Geländerträger
aufgesetzt werden und nach Fertigstellung der Decke oder Mauer - wiederum werkzeugfrei
- abgenommen werden. Die Geländerträger sind mit Spannschrauben an den Platten befestigt,
wobei die Spannschrauben entweder durch in den Stirnflächen der Platten vorgesehene
Ausnehmungen hindurchgeführt und auf deren Rückseite an Ankerplatten verankert werden.
Die Ankerplatten weisen eine durch die Bohrung hindurchführende Hülse auf, welche
das Gewinde der Spannschraube vor Verschmutzung durch den Beton schützt und zudem
das Hinausfliessen von Beton verhindert. Die Geländerträger können je nach Ausführung
sowohl in der Ebene zwischen zwei Platten , in der Mitte von Platten und an den Eckverbindungen
aufgesetzt werden. Sie dienen an den Verbindungsstellen der Platten und an den Eckverbindungen
der Platten als temporäre Schablonen, um die jeweils zwei zusammenstossenden Platten
in der gewünschten Position zu halten bis der hinterfüllte Beton ausgehärtet ist.
[0022] Die Erfindung sei nun anhand von Darstellungen einiger Ausführungsbeispiele näher
erläutert, die nur einen Teil der Möglichkeiten zeigen, welche das erfindungsgemäße
System bietet. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht für eine Deckenrandschalung unter Verwendung einer
erfindungsgemäßen Schalungsplatte;
- Fig. 2
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Schalungsplatte von der Betonierseite her gesehen;
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht eines Ausschnitts einer Eckschalung für eine Decke;
- Fig. 4
- eine Ansicht von oben auf eine Rundschalungsplatte;
- Fig. 5
- ein Beispiel für die Schalung einer quadratischen Säule unter Verwendung erfindungsgemäß
ausgebildeter Winkelschalungsplatten;
- Fig. 6a, 6b und 6c
- Ansichten von Halterungsbügeln, wie sie für das in Fig. 5 veranschaulichte Ausführungsbeispiel
verwendet werden können,
- Fig. 7
- verschiedene Ausführungsbeispiele von Seitenprofilen zum Zusammenfügen benachbarter
Schalungsplatten;
- Fig. 8a, 8b und 8c
- eine Obenansicht, eine Ansicht von innen und eine Seitenansicht einer abgewandelten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schalungsplatte mit offenen Kanälen;
- Fig. 9
- eine Schalungsplatte mit angeformter Halteplatte zur Befestigung an der Deckenschalung
mit Hilfe eines die Haltungsplatte fixierenden Halterungsbügels;
- Fig. 10
- eine weitere Variante einer Schalungsplatte mit angeformter Halteplatte und speziell
geformtem Halterungsbügels, der von oben in die Kanäle der Schalungsplatte eingreift;
- Fig. 11
- ein weiteres Beispiel zur Befestigung einer Schalungsplatte mit angeformter Halteplatte;
- Fig. 12
- einige Beispiele verschiedener Kanalquerschnitte offener Kanäle;
- Fig. 13
- ein Ausführungsbeispiel für einen aus U-Profil gebildeten Halterungsbügels;
- Fig. 14
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schalungsplatte unter Verwendung
eines gestanzten und gebogenen Blechstreifens zur Bildung der Ausnehmungen;
- Fig. 15
- einen Querschnitt durch den Blechstreifen;
- Fig. 16
- ein Beispiel für die Anbringung eines Geländerwinkels;
- Fig. 17
- eine schematische perspektivische Ansicht des Geländerwinkels;
- Fig. 18
- eine Zusammenfassung von Montagebeispielen gemäß weiteren Ausführungsbeispielen der
Erfindung;
- Fig. 19
- eine Schalungsplatte mit einer kreuzweisen Anordnung von Aufnahmestreifen für die
Halterungsbügel;
- Fig. 20
- einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der
die Aufnahmen der Steckverbindungen an den Halterungsbügeln und die Steckzapfen an
den Platten vorgesehen sind.
- Fig. 21
- eine Schalungsplatte mit aufgesetztem Geländerträger und Geländerpfosten,
- Fig. 22
- eine Aufsicht auf winkelig versetzte Schalungsplatten als verlorene Deckenrandschalung
oder als Mauer,
- Fig. 23
- einen Ankerteil für einen Eck-Geländerträger,
- Fig. 24
- eine Schalungsplatte mit aufgesetztem Geländerträger und Geländer,
- Fig. 25
- einen Querschnitt durch eine im Aufbau befindliche Schalung für eine umlaufende Mauer
an einem Flachdach,
- Fig. 26
- einen h-förmigen Halterungsbügel,
- Fig. 27
- eine weitere Ausgestaltung für einen Querschnitt durch eine im Aufbau befindliche
Schalung für eine umlaufende Mauer an einem Flachdach,
- Fig. 27a
- einen H-förmigen Halterungsbügel,
- Fig. 28
- eine perspektivische Darstellung der Schalungsplatte gemäss Figur 2 mit beidseitigem
Absatz,
- Fig. 29
- eine Seitenansicht eines Distanzhalters,
- Fig. 30
- einen Grundriss des Distanzhalters in Figur 29,
- Fig. 31
- eine Seitenansicht eines Verbindungsstabes,
- Fig. 32
- einen Querschnitt durch den Verbindungsstab in Figur 31,
- Fig. 33a
- eine Seitenansicht eines Ankerteils und
- Fig. 33b
- eine Aufsicht auf den Ankerteil in Figur 33a.
[0023] In Fig. 1 erkennt man ein Schalungselement in Form einer Platte 2, die hier mit Hilfe
eines Halterungsbügels 4 als Deckenrandschalung am Rand eines Gebäudes vertikal montiert
ist. Die Platte 2 ist hier doppelwandig ausgebildet und von vertikal verlaufenden
Kanälen 6 durchzogen, die als Aufnahmen für vertikale Schenkel 8 der hier als L-förmige
Winkel ausgebildeten Halterungsbügel 4 dienen. Die Halterungsbügel 4 sind über übliche
Distanzhalter 10 (vgl. Fig. 29, 30) mit Nägeln 12 an der Deckenschalung 14 angenagelt.
Obwohl der waagerechte Schenkel des Halterungsbügels 4 sich im Abstand von der Deckenschalung
14 befindet, sitzt die Platte 2 auf der Außenmauer 16 auf, wie noch erläutert wird,
und bildet mit dieser einen dichten Abschluß, so daß beim Betonieren der Decke kein
Beton austritt. Gewünschtenfalls kann ein Gleitlager vorgesehen werden, wie im Zusammenhang
mit Fig. 9 noch erläutert wird. Die Platte 2 hat zweckmäßigerweise auf der Innenseite
oder -wand 18 eine rauhe Oberfläche, so daß der Deckenbeton hier gut haftet. Auf der
Außenseite oder -wand 20 ist ihre Oberfläche dagegen glatt und kann als Sichtfläche
dienen. Soll ein Putz aufgebracht werden, so kann diese Außenfläche natürlich gleichfalls
rauh sein, damit der Putz besser haftet.
[0024] Fig. 2 zeigt die Platte 2 von der aufgerauhten inneren Seite. Wie auch in Fig. 1
zu sehen, ist die Innenwand 18 der Platte, wie gesagt, nicht bis unten heruntergezogen
wie ihre Außenwand 20, so daß die Kanäle 6 unten soweit freiliegen, daß die Halterungsbügel
4 mit ihrem äußeren Schenkel eingeführt werden können, wie dies Fig. 1 veranschaulicht,
und die Platte mit ihrer Außenwand 20 auf der Außenmauer 16 des Gebäudes aufsitzt.
[0025] Will man eine Deckenschalung mit einer Außenisolierung versehen, so befestigt man
Halterungsbügel 4 so an der Schalung 14, daß sein vertikaler Schenkel 8 gegenüber
der Darstellung in Fig. 1 um so weit nach innen zurückversetzt ist, daß bei aufgesetzter
Schalungsplatte 2 außen noch Platz für eine Isolierplatte bleibt und diese problemlos
angesetzt und - etwa durch Ankleben - befestigt werden kann.
[0026] Die Draufsicht gemäß Fig. 3 zeigt eine Anordnung der Schalungsplatten 2 an einer
Gebäudeecke. Hier wird eine winkelförmige Platte 2a an der Ecke verwendet, an welcher
sich beidseitig gerade Platten 2 anschließen, die - wie im Zusammenhang mit Fig. 1
beschrieben - über L-förmige Halterungsbügel 4 an der Deckenschalung 14 befestigt
sind. Die Halterungsbügel 4 für die Winkelplatte 2a werden durch zwei gekreuzte L-förmige
Bügel einteilig gebildet, so daß ein Kreuzbügel entsteht, wie dies Fig. 3 veranschaulicht.
Die Winkelplatte 2a läßt sich in gleicher Weise mit ihren Kanälen 6 auf die vertikalen
Schenkel 8 der Halterungsbügel 4 aufsetzen, bis sie mit ihrer Unterkante auf der Außenmauer
16 aufsitzt, wie dies anhand der Figuren 1 und 2 für gerade Platten 2 beschrieben
ist. Eine Ausführung als Rundplatte 2b zeigt Fig. 4 für den Fall eines 90°-Bogens,
etwa für eine runde Säule. Selbstverständlich können auch andere Winkel im Einzelfall
gewählt werden, und die Rundung muß nicht notwendigerweise kreisförmig sein, sondern
kann beispielsweise auch oval oder in anderer Weise gewölbt verlaufen.
[0027] Figur 6c veranschaulicht für eine Variante mit runden Kanälen 6a, wie sie auch Fig.
5 zeigt, Haltebügel 4 mit runden vertikalen Schenkeln 8a, so daß die Halterungsbügel
4 auch schräg zur Oberfläche der Platte 2 verlaufen können, was aus Platzgründen manchmal
zweckmäßig sein kann. Hierzu ist es allerdings nicht erforderlich, daß die Schenkel
8a gleichfalls rund sind, sondern sie können irgendeine Form haben, die in den runden
Kanälen 6a sicher geführt wird. So kann der Querschnitt der Schenkel 8a auch quadratisch
sein, wie es Fig. 3 zeigt, wenn der Durchmesser der runden Kanäle 6a so groß wie die
Diagonale des Quadrats ist. Ein Ausführungsbeispiel für eine quadratische Säulenschalung
mit runden Kanälen 6a in den Schalungsplatten 2 findet sich in Fig. 5. Die hier verwendeten
Winkelplatten 2a verlaufen an ihren Enden mit schrägen Flächen 9, so daß zwei Winkelplatten
2a zur quadratischen Schalung zusammengeführt werden können.
[0028] Der Halterungsbügel ist hier als Kreuzbügel 4a mit vier vertikalen Schenkeln 8a ausgebildet,
wie die Figuren 6a bis 6c zeigen, so daß jede Winkelplatte 2a an zwei Kanälen 6a gehaltert
ist. Selbstverständlich kann man den Halterungsbügel 4 auch sechsarmig ausführen und
dann jede Winkelplatte 2a mit drei vertikalen Schenkeln 8a haltern. In gleicher Weise
lassen sich runde Schalungsplatten 2 gemäß Fig. 4 mit solchen kreuz- oder sternförmigen
Halterungsbügeln 4 halten, wobei die Bögen der gewölbten Schalungsplatten beispielsweise
auch über 180° verlaufen können, so daß die Schalung aus zwei anstatt aus vier 90°-Bögen
zusammensetzbar ist. Der kreuzförmige Halterungsbügel 4b ist in Fig. 6a in einer Seitenansicht
dargestellt, wobei außer dem in Fig. 6a sichtbare mittlere Nagel 12 noch weitere Nägel
in den sternförmigen Schenkeln sowie Distanzhalter 10 veranschaulicht sind. Zur Verbindung
der nächsthöheren Platten beim Aufsetzen auf die untersten Platten dienen Zwischenbügel,
von denen für das soeben beschriebene Beispiel eine Ausführungsform in Fig. 6b veranschaulicht
ist. Bei einem solchen Zwischenbügel 4b setzen sich seine vertikalen Schenkel 8a nach
unten fort, so daß sie von oben in die bereits montierten Schalungsplatten 2 eingesetzt
werden können, anstatt wie der unterste Halterungsbügel auf der Deckenschalung 14
befestigt zu werden. Die zweite Reihe von Schalungsplatten 2 läßt sich dann in der
vorstehend beschriebenen Weise auf die vertikalen Schenkel 8b aufsetzen. Fig. 6c zeigt
schematisch eine Draufsicht auf den Halterungsbügel gemäß den Fig. 6a und 6b.
[0029] Die Schalungsplatten 2 können nicht nur in verschiedenen Formen, sondern auch mit
verschiedenen Abmessungen hergestellt werden, wie es für den jeweiligen Anwendungsfall
unter dem Gesichtspunkt der Handhabbarkeit zweckmäßig ist. In der Regel wird eine
Schalung aus einzelnen Platten 2 zusammengesetzt, die nach einem Baukastensystem nebeneinander
und für Flachdachumrandungen auch ubereinander angeordnet werden. Zur Abdichtung der
seitlichen Stoßfugen nebeneinander befindlicher Platten 2 gegen ein Austreten von
Beton können die seitlichen Plattenkanten mit geeigneten Profilen und Gegenprofilen
ausgebildet werden, die ineinander eingreifen. Einige Beispiele hierfür sind in Fig.
7 veranschaulicht, wobei noch zahlreiche weitere Varianten möglich sind. In dieser
Figur sind außerdem verschiedene Querschnitte für die Kanäle 6 beispielshalber angeführt.
[0030] Die Schalungsplatten 2 sind in dieser Figur aus Darstellungsgründen nur in sehr geringer
Länge - mit nur zwei Kanälen 6 - gezeichnet, um eine Reihe von Profilvarianten in
der Figur unterzubringen. Links oben ist eine Stoßstelle 24 gezeigt, an der zwei Platten
2 bei guter Maßhaltigkeit unmittelbar zusammengefügt sind, so daß die Stoßfuge von
Haus aus dicht genug ist, so wie das auch bei den Unterkanten der Platten 2 der Fall
ist. Sollte dies in der Praxis nicht genügen, so kann man an der Stoßstelle eine Dichtung
26 zwischen die beiden benachbarten Platten 2 einfügen.
[0031] Ein gegenseitiger Profileingriff mit Profil und Gegenprofil ist als Schwalbenschwanzprofil
28 veranschaulicht. Ferner sind ein Halbkreisprofil 30 und ein Rechteckprofil 32 gezeigt.
Varianten des Schwalbenschwanzprinzips sind als Kreisprofil 34, rechtwinkliges Profil
36 und halbes Schwalbenschwanzprofil 38 dargestellt. Ein einfacheres Profil stellt
das Winkelprofil 40 dar. Es liegt auf der Hand, daß zahllose Profilformen im Rahmen
der Erfindung den gewünschten Abdichtungszweck durch gegenseitigen Eingriff erfüllen,
ohne hier im einzelnen veranschaulicht zu werden.
[0032] Auch die Kanäle 6, welche die Platten 2 durchziehen, können ebenso wie die Schenkel
8 der Halterungsbügel sehr unterschiedlich geformt sein, um die gewünschte Halterung
der Schalungsplatten 2 zu bewirken. Neben den bereits erwähnten quadratischen und
runden Querschnitten der Kanäle 6 und 6a zeigt Fig. 7 einen dreieckigen Querschnitt
6b sowie einen Winkel- oder L-Querschnitt 6c, wobei ebenfalls zahllose weitere Querschnittsformen
im Rahmen der Erfindung möglich sind. Die vertikalen Schenkel 8 der Halterungsbügel
4 müssen wie gesagt nicht notwendigerweise die gleiche Querschnittsform wie die Kanäle
6 haben: Beispielsweise können sie bei dreieckigem Kanalquerschnitt entsprechend einem
einbeschriebenen Kreis rund sein oder winkelförmig oder U-förmig, wobei sie sich an
den Dreieckskanten des Kanalprofils abstützen. Die Halterungsbügel 4 können auch aus
Blechprofilen geformt werden, beispielsweise aus Winkel- oder U-Profilen, wobei die
einzelnen Schenkel dann in geeigneter Weise abgebogen oder zusammengeschweißt werden.
Ein Beispiel hierfür wird später anhand der Figur 14 noch erläutert.
[0033] Ebenso wie zahlreiche Varianten der Kanalprofile in Frage kommen, müssen die Kanäle
auch nicht notwendigerweise als geschlossene Kanäle innerhalb der Platten 2 verlaufen.
Die Figuren 8a, b und c veranschaulichen eine Anordnung mit offenen Kanälen 42 in
Form nutenartiger Vertiefungen in der Schalungsplatte 2.
[0034] Damit die vertikalen Schenkel 8 der Halterungsbügel 4 in diesen Kanälen gehalten
werden, sind die Kanäle mit Überbrückungsstegen 44 versehen, welche zusammen mit den
Kanalnuten die Aufnahmen für die Schenkel 8 der Halterungsbügel bilden. Auch hier
brauchen die Aufnahmen keineswegs einen quadratischen Querschnitt zu haben, wie dargestellt,
sondern die Querschnittsformen der so gebildeten Kanäle können beliebig sein, solange
sie ihre Aufgabe der festen Aufnahme der Halterungsbügel 4 erfüllen.
[0035] Damit die Schenkel der Halterungsbügel 4 einigermaßen fest in ihren Aufnahmen bzw.
Kanälen 6 sitzen, kann man deren Querschnitt über ihre Länge etwas verändern, so daß
sich eine Klemmwirkung für die von ihnen aufgenommenen Schenkel 8 ergibt. So können
sich die Kanäle 6 nach ihrer Mitte zu geringfügig verjüngen, um die vertikalen Schenkel
8 festzuklemmen. Es versteht sich, daß eine solche Verjüngung nur relativ schwach
sein darf, damit die Schalungsplatte 2 ohne weiteres voll auf den Schenkel 8 aufgeschoben
werden kann, bis sie mit ihrem unteren Ende auf der Mauer oder einer unter ihr befindlichen
Platte aufsitzt oder umgekehrt der Schenkel 8 in den Kanal 6 vollends hineingeschoben
werden kann, wenn z.B. die Halterungsbügel 4 mit den Platten 2 vormontiert werden.
Bei einer Variante für einen festen Sitz der Schalungsplatte 2 am Halterungsbügel
4 kann der vertikale Schenkel 8 des Halterungsbügels 4 mit seitlichen Widerhaken ausgebildet
sein, die etwas über seine Außenfläche hinausragen und sich in entsprechenden Ausnehmungen
in der Kanalwandung verhaken. Solche Fixierungsmöglichkeiten ebenso wie mit Hilfe
eines Nagels 130 in einem Querloch 72b des Halterungsbügels erlauben eine Vormontage
der Halterungsbügel 4 in den Platten 2, so daß letztere genau an der Außenwand ausgerichtet
werden können und erst dann die Halterungsbügel 4 an der Deckenschalung festgenagelt
oder in sonst geeigneter Weise befestigt werden. Montiert man die Halterungsbügel
4 zuerst und schiebt erst dann die Schalungsplatten 2 auf ihre vertikalen Schenkel,
dann wäre eine Montagelehre zweckmäßig, damit die Platten 2 anschließend auch wirklich
genau sitzen.
[0036] Fig. 9 zeigt eine Schalungsplatte 2 mit einer rechtwinklig angeformten Halteplatte
50, die auf der Außenmauer 16 und der Deckenschalung 14 aufsitzt und unten eine Aufnahmenut
52 für ein Gleitlager 54 hat, das zwischen der zu gießenden Decke und der diese abstützenden
Außenmauer 16 liegt. Die Befestigung auf der Deckenschalung 14 erfolgt mit Hilfe eines
gekröpften Halterungsbügels 4c, der mit zwei Nasen 58 in zwei Nuten 56 eingreift,
die in der Oberseite der Halteplatte 50 ausgebildet sind. Die Stufenhöhe der Kröpfung
60 ist im Hinblick auf die Dicke der Halteplatte 50 bemessen, so daß der Halterungsbügel
mit seinem in der Figur rechten Teil unter Zwischenlage von hier nicht eigens dargestellten
Distanzhaltern an die Deckenschalung 14 genagelt werden kann. Gleichermaßen ist der
gegenseitige Abstand der Nasen 58 und deren Abstand von der Kröpfung 60 in Übereinstimmung
mit den entsprechenden Abständen der Nuten 56 und des Randes der Halteplatte 50 bemessen.
Die Platte2 ist wiederum in der bereits erläuterten Art mit Kanälen 6 versehen, in
welche weitere Halterungsbügel für eine Fortsetzung der Schalung nach oben eingesetzt
werden können.
[0037] Fig. 10 zeigt eine weitere Befestigungsmöglichkeit einer mit einer Halteplatte 50
versehenen Schalungsplatte 2, bei welcher die Oberseite der Halteplatte 50 keine Nuten
aufweist. Stattdessen erfolgt die Befestigung mit einem speziell geformten Halterungsbügel
4d, der mit einem U-förmig abgewinkelten Ende 62 von oben in einen Kanal 6 eingreift
und im dargestellten Ausführungsbeispiel entsprechend der Kontur von Platte 2 und
Halteplatte 50 verläuft und ebenso wie der anhand der Fig. 9 veranschaulichte Halterungsbügel
4c über eine Kröpfung 60 zur Deckenverschalung 14 verläuft. Es ist jedoch nicht unbedingt
erforderlich, daß die Schenkel 64 und 66 unter einem rechten Winkel in der dargestellten
Weise entsprechend der Plattenform verlaufen, sondern sie könnten auch durch einen
einzigen, diagonal verlaufenden Schenkel 68 ersetzt werden, wie er in der Figur gestrichelt
angedeutet ist. Da diese Schenkel ohnehin einbetoniert werden, ist ihr Verlauf nicht
kritisch. Ebensowenig ist es Erforderlich, daß die Innenwand 18 der Platte 2 oben
zurückgesetzt ist, um die Kanäle 6 freizulegen, wie es zur Aufnahme des Querschenkels
70 des Verbindungsstegs 4d hier vorgesehen ist, sondern die Innenwand 18 kann auch
bis an die Oberkante der Platte 2 laufen, wie es in Fig. 9 der Fall ist, so daß der
Quersteg 70 über die Oberkante der Platte verläuft, wenn dies nicht stört, etwa im
Fall des Ansetzens einer weiteren Schalungsplatte, deren Innenwand 18 dann unten zurückgesetzt
ist, wie es aus Fig. 1 ersichtlich ist. Da genügend Kanäle 6 vorhanden sind, kann
die Verbindung einer solchen oben angesetzten Platte unter Zuhilfenahme anderer freier
Kanäle 6 erfolgen.
[0038] Eine weitere Befestigungsmöglichkeit einer mit einer abgewinkelten Halteplatte 50
versehenen Schalungsplatte 2 ist in Fig. 11 veranschaulicht. Hier ist die Halteplatte
50 von Nagellöchern 72 durchsetzt, durch welche sie mit Nägeln 12 unmittelbar auf
der Deckenschalung 14 angenagelt werden kann.
[0039] Fig. 12 veranschaulicht eine Schalungsplatte 2, in welcher einige Querschnittsformen
offener Kanäle beispielhaft dargestellt sind. So ist links ein dreieckförmiger Kanal
76 veranschaulicht, der an der Spitze des Dreiecks zur Innenwand 18 der Platte offen
ist. In der Mitte ist ein rechteckiger Kanal 78 gezeigt, der an der langen Rechteckseite
offen ist, und rechts ist ein L-förmiger Kanal 80 gezeigt, der in der Verlängerung
eines L-Schenkels offen ist. Solche offenen Kanäle, die mit einem Schlitz 82 zur Oberfläche
der Innenwand 18 reichen, ergeben eine weitere Freizügigkeit bei der Gestaltung der
Halterungsbügel 4, die dann nicht an der Ober- oder Unterseite der Platte 2, sondern
mit einem entsprechend der Schlitzbreite schmaleren Teil an einer beliebigen Stelle
aus der Platte 2 heraustreten können. Ferner ist die Formgebung der Platten bei ihrer
Herstellung einfacher, wenn die die Kanäle bildenden Formkerne nicht an ihren Enden,
sondern über ihre gesamte Länge in der Form gehaltert werden können.
[0040] Eine praktikable Ausführung eines Haltungersbügels 4 zeigt Fig. 13 am Beispiel eines
L-förmigen Bügels. Er besteht hier aus U-Profilstäben mit einem im dargestellten Ausführungsbeispiel
runden U, das jedoch genausogut eckig sein kann. Man erkennt ohne weiteres, daß ein
solches U-Profil je nach Bemessung der Höhe und Breite des U an zahlreiche Kanalprofile
so angepaßt werden kann, daß es genügend fest im Kanal 6 sitzt. Die beiden Schenkel
dieses L sind entweder an einem Ende abgeschrägt und zusammengeschweißt, oder sie
können auch, wie gezeigt, durch Biegen eines zunächst gestreckten U-Profils, ggf.
unter Erhitzung entstehen. Ferner ist zumindest der Schenkel mit Nagellöchern 72 versehen,
der z.B. über Distanzhalter 10 an eine Dekkenschalung angenagelt werden soll. Ein
weiteres Nagelloch 72a in der Nähe des Scheitelpunktes des L erlaubt eine zusätzliche
Fixierung des Halterungsbügels 4 nahe der auf seinem senkrechten Schenkel 8 aufgesetzten
Schalungsplatte 2 beim Betonieren eines Balkons, dessen Bodenplatte außen nicht auf
einer Mauer aufsitzt. Dadurch läßt sich eine Spaltbildung an der Randschalung verhindern.
Ein oder mehrere Nagellöcher 72b im senkrechten Schenkel gestatten eine Fixierung
der Platte 2 am Halterungsbügel 4 mit Hilfe eines Nagels 130 sowohl für eine Vormontage
als auch für einen festen Halt beim Betonieren (Fig. 18).
[0041] Außer dem L-Profil sind auch andere Profilformen möglich, beispielsweise Trapezformen
oder Dreiecksformen, halbrunde oder ovale Profile, kreuzförmige Querschnitte etc.,
wie es für die Herstellung am zweckmäßigsten ist.
[0042] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schalungsplatte 2 ist in Fig.
14 veranschaulicht, bei welcher ein gestanzter und gebogener Blechstreifen 94 in die
Schalungsplatte 2 eingegossen ist und die Aufnahmen bzw. Kanäle für die Halterungsbügel
4 durch ausgeschnittene Ausnehmungen 96 gebildet werden, die beim Abwinkeln der Ränder
zu Randschenkeln 100 entstehen, wobei Laschen 98 stehenbleiben. Diese Laschen 98 sowie
Löcher 102, 104 dienen der Verankerung des Blechstreifens beim Eingießen in die Platte
2, wobei die Löcher 102 gewünschtenfalls, wie links für die Löcher 103 veranschaulicht,
mit einer Kontur ausgebildet werden können, daß sie Gewindedübel aufnehmen können,
die später der Befestigung etwa eines Gerüstes dienen können.
[0043] Figur 15, die den Blechstreifen 94 im Profil zeigt, wobei die Löcher 102 und 104
angedeutet sind, veranschaulicht eine Nutzungsmöglichkeit der Löcher 104 zur Aufnahme
eines Rohres 106, z.B. eines Kunststoffrohres, welches beim Betonieren einer Dekke
mit eingegossen wird, und dann das Einstecken einer Stange für ein Geländer erlaubt.
In Fig. 15 ist eine solche Geländerstange 108 in h-Form strichpunktiert angedeutet,
die mit einem durchgehenden Pfosten 110 außen an der Platte 2 vorbeiläuft und mit
einem Winkelschenkel 112 in das Rohr 106 ragt. Die Geländerstange 108 ist auf diese
Weise sicher fixiert und gibt einen guten Halt und kann nach Gebrauch ohne weiteres
durch Herausziehen aus dem Rohr 106 wieder entfernt werden. Eine andere Befestigungsmöglichkeit
für ein Geländer ist in Fig. 16 veranschaulicht. Dort wird ein Geländerwinkel 114
benutzt, der hier die Form eines L mit einem Fortsatz 116 am kurzen Schenkel hat,
mit dem er den unteren Randschenkel 100 des Blechstreifens 94 umgreift. Mit abgewinkelten
Laschen 115 greift der Geländerwinkel in die Öffnungen bzw. Ausnehmungen des Randschenkels
100 ein, wie Fig. 16 zeigt. Die Laschen können z.B. unter Bildung einer Öffnung 117
ausgeschnitten werden, durch die dann etwa eine Geländerstrebe 112 gesteckt werden
kann. Sieht man darunter eine weitere Öffnung 119 vor, so kann auch ein Halterungsbügel
4 von unten durch beide Öffnungen ragen. Der Geländerwinkel 114 läuft unten um die
Platte 2 herum und ragt mit seinem längeren Schenkel 118 aus dem Mauerwerk heraus.
In diesem herausragenden Teil befindet sich im hier dargestellten Beispiel ein Schlitz
120 zum Einstecken einer keilförmigen Nase, mit welcher sich eine hier nicht näher
veranschaulichte Geländerstütze im Schlitz 120 fixiert. Jedoch kann der Schenkel 118
auch mit anderen Verbindungselementen für eine Geländerstütze versehen sein. Eine
zweckmäßigerweise vorgesehene Sollbruchstelle X erlaubt ein Wegbrechen des aus dem
Mauerwerk herausragenden Teils des Schenkels 118, wenn dieser nicht mehr benötigt
wird.
[0044] Die Blechstreifen 94 erlauben auch ohne weiteres ein Zusammensetzen von Schalungsplatten
im Winkel, wobei dann entsprechende Winkelstücke aus Blech oder Flacheisen auf den
Randschenkeln 100 der Blechstreifen 94 angebracht, z.B. angeschraubt oder aufgeschweißt
werden können, so daß die Platten 2 einen gewünschten Winkel miteinander bilden und
als vorbereitete Winkelstücke für Gebäudeecken verwendet werden können.
[0045] In Fig. 15 ist noch die Höhe h zwischen dem unteren Randschenkel 100 und dem Ende
der Platte 2 eingezeichnet, wobei dieses Maß durch die Höhe der Schenkel der Halterungsbügel
4, mit welchen dieser auf die Deckenschalung 14 genagelt wird, und die Höhe der Distanzhalter
10 gegeben ist, also mindestens der Höhe des freiliegenden Teils der Kanäle 6 gemäß
Fig. 2 und Fig. 28 entspricht, damit die Platte 2 auf dem darunter befindlichen Mauerwerk
aufsitzt. Die entsprechende Höhe zwischen dem oberen Randschenkel 100 und dem oberen
Ende der Platte 2 ist prinzipiell nicht kritisch, jedoch wird es zweckmäßig sein,
auch diese Höhe gleich h zu wählen, so daß man bei der Montage der Platten 2 nicht
auf Unterschiede zwischen oberer 7 oder unterer Kante 3 der Platte 2 achten muß.
[0046] Figur 18 zeigt in einer Kombinationsdarstellung eine Reihe von Verbindungsmöglichkeiten
von Schalungsplatten 2 und Halterungsbügeln 4. Die Schalungsplatten 2 sind hier mit
parallel zu ihren Kanten 3,7 verlaufenden Schienen 122 versehen, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel ein V-ähnliches Profil mit von der Profilmitte wegragenden Profilschenkelenden
126 aufweisen, mit denen sie in die Schalungsplatten 2 eingebettet sind. Zur besseren
Verankerung in der Platte 2 sind diese Profilschenkelenden mit Durchbrechungen 124
versehen, die z.B. auch zur Aufnahme von Gewindedübeln ausgebildet werden können,
wie es für die Löcher 103 in Fig. 14 veranschaulicht ist. Bei der hinteren Platte
in Fig. 18 ist in gestrichelter Darstellung die Möglichkeit der Ausbildung des Profilbleches
als ein Teil angedeutet, und in diesem Falle können Löcher 103 z.B. in vorbereiteter
Form vorgesehen werden, die bei Bedarf zum Einsetzen von Gewindedübeln herausgeschlagen
werden. Die aus der Schalungsplatte 2 herausragenden Profilteile der Schienen 122
sind im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa V-förmig, können jedoch auch U-förmig
oder mit einem anderen geeigneten Profil ausgebildet sein, so daß in ihren Profilschenkeln
Ausnehmungen 128 vorge sehen werden können, die miteinander fluchten, um einen Schenkel
8 der Haltebügel 4 aufnehmen zu können.
[0047] Die aus der Platte 2 herausragenden Profilteile können gewünschtenfalls auch nur
Streifen sein, ähnlich wie es in Fig. 14 veranschaulicht ist, anstatt an einer Kante
zurückgebogen und beidseitig im Plattenmaterial verankert zu sein. Ein Beispiel hierfür
veranschaulicht Figur 19, wo in die Platte 2 Streifen 132a, b eingebettet sind, in
denen die Ausnehmungen 128 vorgesehen sind. Die waagerechten Streifen 132a sind hier
mit senkrecht dazu verlaufenden Streifen 132b gitterförmig angeordnet und gestatten
das Einsetzen von Haltebügeln nicht nur von oben und unten, sondern auch von den Seiten,
so daß die Montage-und Verwendungsmöglichkeiten der Schalungsplatten 2 noch erweitert
werden. Das Streifengitter kann z.B. durch Zusammenstecken der einzelnen, jeweils
quer eingeschlitzten Streifen vorgefertigt werden und dann beim Gießen der Platte
2 eingeformt werden.
[0048] Im Rahmen der Erfindung sind hier verschiedene Gestaltungen möglich. Wichtig ist,
daß sich die Schalungsplatten 2 in beliebigen Kombinationen auf die Haltebügel 4 aufstecken
lassen und durch diese in der jeweils gewünschten Position zum Betonieren festgehalten
werden. Die Ausnehmungen 128 sind vorzugsweise runde Löcher 6, in denen die Schenkel
8 der Haltebügel 4 mit so wenig Spiel aufgenommen werden, wie es für eine exakte Positionierung
der Schalungsplatten 2 erforderlich ist. Kreisförmige Ausnehmungen 128 erlauben auch
andere als rechtwinklige Ausrichtungen der Halterungsbügel 4 zu den Schalungsplatten
2. Es kann gegebenenfalls auch genügen, pro Schalungsplatte 2 nur eine Schiene 122
oder einen Streifen vorzusehen, die oder der dann vorzugsweise mittig verläuft, jedoch
ergeben zwei oder mehr Schienen bzw. Streifen eine exaktere Positionierung und Fixierung
der Schalungsplatten 2.
[0049] In Fig. 18 ist nur ein Halterungsbügel 4 veranschaulicht, welcher mit Nägeln 12 unter
Verwendung von hier nicht eingezeichneten Distanzhaltern 10 auf einer Deckenschalung
14 befestigt ist. Mit Hilfe eines relativ nah am Scheitelpunkt des L-förmigen Halterungsbügels
4 vorgesehenen Nagelloches 72a läßt sich eine zusätzliche Fixierung des Halterungsbügels
4 nahe an der Schalungsplatte 2 vorsehen, wie sie beim Betonieren von Balkonplatten
erwünscht ist, um einer Spaltbildung an der Unterkante der Schalungsplatte 2 vorzubeugen.
[0050] Weiterhin sind in der Figur Fixiernägel 130 veranschaulicht, welche Nagellöcher 72b
im Schenkel 8 des Halterungsbügels durchsetzen, auf welchen die Schalungsplatten 2
mit ihren Schienen oder Kanälen aufgesteckt werden. Die Fixiernägel sichern diese
Steckverbindungen zusätzlich, damit die Schalungsplatten 2 beim Betonieren nicht abgehoben
werden. Eine solche Sicherung kann auch durch eine Strukturierung der Kanten 5 erfolgen,
etwa in Form von sägezahnähnlichen Zacken wie bei der linken Kante oder zinnenähnliche
Vor-und Rücksprünge, wie an der rechten Kante des Schenkels 8 des hinteren Halterungsbügels
4 angedeutet ist. Auch andere Kantengestaltungen sind als Fixierstruktur ebenso möglich
wie einrastende, einklinkbare oder schraubbare Verriegelungen, sofern sie die Schenkel
in den Aufnahmen kraft- oder formschlüssig festhalten. In Fig. 18 ist ferner ein H-förmiger
Halterungsbügel 46 gezeichnet, der von der entgegengesetzten Seite wie der Halterungsbügel
4 in die Ausnehmungen 128 eingesetzt ist und ein Aufsetzen weiterer Schalungsplatten
2 auf die unteren Schalungsplatten 2 erlaubt, wie es beispielsweise zum Einschalen
einer Mauer größerer Höhe als nur eine Schalungsplatte 2 nötig ist. Die oben aufgesetzte
zweite Etage von Schalungsplatten 2 ist in der Figur 20 angedeutet.
[0051] Um bei Deckenrandschalungen für unterschiedlich dicke Decken mit möglichst wenig
verschiedenen Plattenhöhen auszukommen, ist es zweckmäßig, die Schienen oder Streifen
zumindest an einer Plattenseite nicht zu nahe am Rand anzuordnen, um die Platte für
eine dünnere Decke am Rand ein Stück abschneiden zu können. Man kann an der Abtrennstelle
eine Kerbe oder Nut als Markierung zum Abschneiden oder notfalls zum Abschlagen vorsehen,
diebei einer 25 cm hohen Platte z.B. 5 cm vom Rand vorgesehen würde, um auch eine
Decke von 20 cm abschalen zu können, ohne dafür ein eigenes Plattenmaß vorrätig haben
zu müssen.
[0052] Fig. 20 veranschaulicht eine Variante der Erfindung, bei welcher in der Platte 2
hier U-förmig gestaltete Bügel 134 eingebettet sind, die mit ihrem außerhalb der Platte
2 befindlichen Schenkel 136 durch zwei am Schenkel 8 des Halterungsbügels 4 angebrachte
Ösen 138 gesteckt ist und auf diese Weise am Bügel 4 fixiert sind, der in der vorbeschriebenen
Weise - mit Hilfe von Distanzhaltern 10 und Nägeln 5 - an der Deckenschalung befestigt
ist. Gestrichelt gezeichnet ist eine Variante, bei welcher der Schenkel 8 des Halterungsbügels
4 mit einem durchgängigen Kanal 140 ausgebildet ist, in den der in diesem Fall mit
136a bezeichnete Schenkel des Bügels 134 hineingesteckt werden kann, wobei eine Fixierung
der anhand von Fig. 18 erläuterten Art durch entsprechende Strukturierung der Oberfläche
oder Kanten des Schenkels 136 vorgesehen sein kann. Der Schenkel 8 des Halterungsbügels
4 kann hier beispielsweise rohrförmig mit einem durchgängigen Kanal 140 ausgebildet
sein, so daß ein Schenkel 136 beispielsweise von beiden Seiten eingeschoben werden
kann, wie es auch bei der Ausführungsform mit den Ösen 138 der Fall ist. Eine weitere
Variante für den Einhängebügel 134 besteht darin, zwei (oder gegebenenfalls auch mehr)
einzelne, nach oben oder unten gerichtete Haken zum Einhängen in die Ösen 138 an der
Platte 2 zu verankern, was in der Zeichnung jedoch nicht eigens dargestellt ist. Solche
Einzelhaken können zweckmäßigerweise auch als zweiseitige Haken - wie ein liegendes
T - ausgebildet sein, so daß sie von oben oder unten in die Ösen 138 eingeführt werden
können. An den rohrförmigen Schenkel 8 des Halterungsbügels 4 kann der andere Schenkel
beispielsweise angeschweißt sein, oder der Bügel 4 wird insgesamt aus einem Rohr gebogen,
wie es anhand von Fig. 13 für einen Halterungsbügel mit U-förmigem Querschnitt erläutert
ist.
[0053] In Figur 21 ist auf der Deckenschalung 14 der Halterungsbügel 4 mit drei Nägeln 12
befestigt und trägt an seinem Ende die Platte 2. Deren Unterkante 3 liegt in einem
Abstand zur Oberfläche 5 der Aussenmauer 16. Der Abstand zwischen der Oberfläche 5
und der Unterkante 3 ergibt sich aus einer baulich bedingten Ungenauigkeit; diese
wird durch die exakt positionierte Platte 2 nun ausgeglichen. Deren Unterkante 3 liegt
exakt in der Ebene der Deckenschalung 14 und die Oberkante 7 der Platte 2 definiert
das Niveau der Oberfläche der zu giessenden Betondecke.
[0054] Durch eine Bohrung 9 in der Platte 2, welche entweder durch Bohren angebracht wurde
oder welche erzeugt worden ist durch halbschalenförmige Ausnehmungen 9a in den Stirnflächen
13 der Platten 2 (vgl. Figur 28) ist eine Spannschraube 15 hindurchgeführt. Diese
umfasst einen Ankerteil 41 aus Metall oder Kunststoff, in welchem die Spannschraube
15 gehalten ist. Am Ankerteil 17 ist vorzugsweise eine Hülse 73 ausgebildet, welche
durch die Bohrung 9 in der Platte 2 hindurchgeführt wird. Die Hülse 73 verhindert,
dass Betonwasser zwischen die Bohrung 9 und das Gewinde der Spannschraube 15 gelangen
kann und diese verschmutzt. Auf dem Gewinde der Spannschraube 15 ist ein Spannbügel
19 aufgesetzt und dazu bestimmt, ein Profilrohr 21 oder ein U-Profil 35 gegen die
Aussenseite 23 der Platte 2 zu pressen. Im Profilrohr 21 steckt eine winkelförmige
Aufnahme 25, in welche ein Geländerpfosten 27 eingeschoben ist. Der Geländerpfosten
27 könnte auch direkt in das Profilrohr 21 eingeschoben werden.
[0055] In der Ausgestaltung der Erfindung gemäss Figur 24 tritt an die Stelle des Ankerteils
41 ein in den Beton hinter der Platte 5 zu liegen kommendes Führungsrohr 29, in welches
die winkelförmige Aufnahme 25 eingesteckt ist. Die winkelförmige Aufnahme 25 hat in
dieser Ausgestaltung der Erfindung die Gestalt eines umgekehrten U's, dessen zweiter
Schenkel 31 die Führung für die Spannschraube 71 bildet, welche gegen die Aussenseite
23 der Platte 2 anpressbar ist.
In Figur 22 erkennt man den winkelförmigen Verlauf einer Decke, welche durch drei
winklig angeordnete Platten 2 geschalt ist. Die Platten 2 werden durch die Haltebügel
4 getragen, welche mit Nägeln 12 auf der Deckenschalung 14 befestigt sind. Die Platten
2 sind in den Ecken, wo jeweils zwei Platten 2 zusammenstossen, durch geeignet ausgebildete
Mittel temporär zusammengehalten. An der Stelle A, wo zwei Platten 2 eine Aussenecke
bilden, können letztere durch einen Geländeträger 33 zusammengehalten werden, wie
er in Figur 21 für zwei stirnseitig aneinander stossende Platten 2 beschrieben ist.
Die Spannschraube 15 durchdringt das U-förmige Profil 35 in der Bohrung 9 und danach
die beiden aneinanderstossenden Platten 2 in einem Winkel von ca. 45° und ist an einem
im Kanal 6 eingeführten Ankerrohr 17 mit einer daran angebrachten Gewindebohrung gehalten.
Der gleiche Geländerträger 33 dient an der Stelle B zur Aufnahme des Geländerpfostens
27. Er verbindet zwei stirnseitig aneinanderstossende Platten 2 und justiert deren
Aussenseiten 23 exakt in einer Ebene. An der Stelle C, an der zwei Platten 2 eine
Innenecke bilden, werden letztere durch einen Eckenhalter 37 zusammengehalten. Dieser
umfasst wiederum eine Spannschraube 15, welche ein Profilrohr mit einer rechtwinkligen
Stützfläche 39 durchdringt und an einer innenliegenden Gegenhalteplatte 41 verankert
ist. Letztere ist an den Enden vorzugsweise um 45° abgewinkelt. Zum Festziehen bzw.
Spannen des Eckhalters 37 dient wiederum ein Spannbügel 19.
[0056] In Figur 25 ist ein weiteres Beispiel für eine umlaufende an einem Mauer Flachdach
dargestellt. Alternativ zu einem gelochten Halterungsbügel mit der Gestalt eines H
wird ein Halterungsbügel 43 mit der Gestalt eines h eingesetzt. Dieser Bügel 43 kann
nachträglich durch die Bewehrungsstege 84 hindurchgeführt werden. D.h. die Bewehrung
kann zu Beginn des Mauerbaus aufgestellt und danach können die Platten 2 übereinandergeschichtet
und miteinander verbunden werden. Die Verbindung der vorzugsweise versetzt übereinandergeschichteten
Platten 2 erfolgt durch Verbindungsstäbe bzw. Rohre 45, welche in die Kanäle 6 eingeschoben
werden (Fig. 31 und 32). Die Verbindungsstäbe 45 können aus Metall oder Kunststoff
oder Metall mit einem Kunststoffüberzug bestehen. Vorzugsweise ist der Mantel der
Verbindungsstäbe 45 mit Rippen versehen oder aufgerauht, wobei der Gesamtdurchmesser
der Verbindungsstäbe 45 geringfügig grösser ist als der Durchmesser der Kanäle 6,
so dass beim Einschieben der Verbindungsstäbe 45 in die Kanäle 6 eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen den beiden entsteht. Die drei Schenkel 47,49,51 des Halterungsbügels
43 sind vorzugsweise analog zu den Verbindungsstäben 45 ausgebildet. Die Länge A des
vorderen Schenkels 47 ist kleiner als die Höhen h der Stufen 53 entlang der Oberkante
7 bzw. der Unterkante 3 der Platten 2. Dadurch ist es möglich, den Halterungsbügel
43 bzw. dessen Schenkel 47 in den Kanal 6 der unten liegenden Platte 2 einzuschieben,
wenn darüber bereits eine zweite Platte 2 angeordnet ist (vgl. Position D). Der Schenkel
49 ist vorzugsweise etwas kürzer (B) als der Schenkel 47. Dies ermöglicht es, den
Schenkel 47 ein kleines Stück in den Kanal 6 einzuführen und danach den Schenkel 49
in einen Kanal 6 der gegenüberliegenden Platte 2 zu schieben. An der obersten der
drei übereinander angeordneten Platten 2 in Figur 6 ist ein Geländerträger 33 gemäss
Figur 23 befestigt und trägt den Geländerpfosten 27.
[0057] In Figur 27 wird dargestellt, wie beispielsweise eine Umfassungsmauer eines Flachdachs
nach dem erfindungsgemässen Schalungssystem aufgebaut wird. Bei dieser Ausgestaltung
der Erfindung erfolgt der Aufbau des Deckenabschlusses wie beispielsweise in Figur
1 dargestellt. D.h. die Platte 2, welche die Stirnseite der zu giessenden Decke bildet,
wird vom Halterungsbügel 4 gehalten, welcher auf der Deckenschalung 14 befestigt ist.
Über dieser Platte 2 kommen eine oder mehrere weitere Platten 2 zu liegen. Deckenseitig
hingegen steht direkt keine Platte 2 auf der Schalung 14, sondern sie liegt auf dem
H-förmigen Haltebügel 55. Dessen untere Füsse werden beim Giessen der Decke von dieser
umschlossen und auf die über die Oberfläche der Dekke hinausragenden Schenkel 57 können
die nächsten Platten 2 aufgesetzt bzw. aufgesteckt werden.
[0058] Bei geeigneter Wahl der Dimensionen der Halterungsbügel und Schienen sowie deren
Abstände voneinander und von den Plattenrändern läßt sich mit der Erfindung ein sehr
universelles Baukastensystem schaffen, welches in einfacher Weise vielfältige Schalungsaufgaben
zu bewältigen gestattet.
[0059] In Figur 28 ist die Ausbildung der durch einen Halbkreis 9a an jeder Plattenkante
13 gebildete Bohrung 9 sichtbar, die auch den Kanal 6 anschneidet, in welchem das
Ankerrohr 17 gehalten wird.
Die als Innenwand 18 und als Aussenwand 20 bezeichneten Bereiche der Platte 2 weisen
im Bereich der Kanäle 6 eine Wandstärke b auf. In einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung sind die Abstände b halb so gross wie die gegenseitigen Abstände a der
Kanäle 6. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Durchmesser
der Kanäle 6 etwa doppelt so gross wie deren gegenseitige Abstände a. Die Kanäle 6
bilden innerhalb der Platte eine Art "Wabenstruktur", welche der Platte 2 eine Steifigkeit
vermittelt. Im Bereich der Stufe 53 sind die Kanäle 6 halbschalenförmig und erstrecken
sich bis zu der anliegenden Kante 37. Durch Einlegen von parallel zu den Plattenoberflächen
und/oder der Längskanten 3,7 liegenden Bewehrungsstäben, -gittern oder Armierungen
73 zwischen die Oberflächen der Platte und die symmetrisch darin angeordneten Kanäle
6 lässt sich die Festigkeit und Steifigkeit der Platte 2 weiter erhöhen.
1. Schalungsplatte (2) für die Erstellung von Deckenrand-Abschalungen, mit einer Aussenseite
und einer mit flüssigem Beton beim Hinterfüllen in Kontakt zu gelangen bestimmten
Innenseite, mit einer oberen und einer unteren Längskante und zwei Stirnkanten, mit
zu den Stirnkanten parallel verlaufenden Aufnahmen (6) für einen Schenkel eines Halterungsbügels
(4) oder Verbindungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass Kanäle (6) oder Kanäle (6) bildende Aufnahmen (96,128) eine obere und eine untere
öffnung aufweisen, wobei mindestens die unteren Öffnungen in einem Abstand (4) zur
unteren Längskante (3) des Platte (2) in gleichmässigen Abständen (a) nebeneinander
liegen und dass die Anordnung und Ausbildung der Kanäle (6) oder der Kanäle bildenden
Aufnahmen (96,128) innerhalb der Platte (2) eine Art Wabenstruktur, welche der Platte
(2) eine Steifigkeit vermittelt, bilden.
2. Schalungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Abstand (a) der Kanäle (6) ungefähr dem doppelten Abstand (b) der Kanäle
(6) von den Oberflächen (3,7) der Platte (2) entspricht und dass zwischen den Oberflächen
(3,7) und den Kanälen (6) je mindestens eine parallel zu den Plattenoberflächen und/oder
den Längskanten (3,7) verlaufende strang- oder gitterförmige Bewehrung (75) aus Metall,
Glas oder Kunststoff eingelegt ist.
3. Schalungsplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Kanäle (6) etwa dem doppelten Abstand (a) der Kanäle (6) entspricht.
4. Schalungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die öffnungen die Endbereiche der Kanäle (6) bilden und beidseitig in einem Abstand
(h) von den Längskanten (3,7) von einer parallel zu den Längskanten (3,7) verlaufenden
Stufe (53) in der Platte (2) mindestens teilweise seitlich freigelegt sind und dass
der Abstand (b) der nicht freigelegten Abschnitte der Kanäle (6) von beiden Plattenoberflächen
gleich gross ist.
5. Schalungsplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der parallel zu den Plattenoberflächen verlaufende Bereich der Stufe (53) in der
Mittelebene der Platte (2) verläuft und dass die Kanäle (6) im verdünnten Bereich
der Platte (2) halbschalenförmige Ausnehmungen bilden.
6. Schalungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu den Kanten (3,7) verlaufende, gegebenenfalls gitterförmig angeordnete
Schienen (100,122) bzw. Streifen (132a,132b) vorgesehen sind, die miteinander fluchtende
öffnungen (96,128) als Aufnahmen für die Halterungsbügel (4) aufweisen und dass die
Schienen (100,122) durch in die Platten (2) eingeformte ausgelochten Blechen bestehende
Profile gebildet werden.
7. Schalungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (2) an einer Seitenkante (13) mit einem Randprofil und an ihrer gegenüberliegenden
Seitenkante mit einem dazu komplementären Gegenprofil zum Zusammenfügen zweier Platten
(2) versehen sind (Profile 28,30,32,34,36, 38,40).
8. Verwendung der Schalungsplatte (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, als Aufnahme
für einem Ankerteil (41) für einen in Anlage mit der Schalungsplatte (2) zu gelangen
bestimmten, als temporäres Verbindungsmittel der Platten (2) dienender Geländerträger
(33), mit einer Pfostenaufnahme (21,106) zum Einschieben eines Pfostens (27,110),
einer Spannschraube (15,71) zum Verspannen des Geländerträgers (33) an der Schalungsplatte
(2) und mit einem an deren Innenseite anzuliegen bestimmten Gegenhalter (29) oder
einem Anker (17,41).
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschraube (15,71) durch die Schalungsplatte (2) hindurchgeführbar und in
einem Gewinde am Anker (17,41) verankerbar ist oder dass der Geländerträger (33) h-förmig
ausgebildet ist und der kurze Schenkel in den Gegenhalter (29) einsteckbar und, geführt
am längeren Schenkel, mit der Spannschraube (71) an der Schalungsplatte (2) verspannbar
ist.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, gekennzeichnet durch einen aussen in Anlage mit zwei winkelig zueinander liegenden Schalungsplatten (2)
zu gelangen bestimmten, als Eckhalter wirkenden Geländerträger (33), mit einer in
einem in einen der Kanäle (6) einschiebbaren Ankerstift (17) geführten Spannschraube
(15) und mit einer Pfostenaufnahme (21) zum Einstecken eines Geländerpfostens (27).
1. Moulded block (2) for producing ceiling edge mouldings, said block having an external
side and an internal side, which is intended to be brought into contact with liquid
concrete during backfilling, an upper longitudinal edge and a lower longitudinal edge
and two leading edges, and receiving means (6) extending parallel to the leading edges
for accommodating a portion of a retaining clamp (4) or connecting means, characterised in that channels (6) or receiving means (96, 128), which form channels (6), have an upper
aperture and a lower aperture, at least the lower apertures lying adjacent one another
at a spacing (h) from the lower longitudinal edge (3) of the block (2) at uniform
spacings (a), and in that the disposition and configuration of the channels (6) or of the receiving means (96,
128), which form channels, form within the block (2) a type of honeycomb structure,
which provides the block (2) with rigidity.
2. Moulded block according to claim 1, characterised in that the lateral spacing (a) between the channels (6) corresponds approximately to double
the spacing (b) between the channels (6) and the surfaces (3, 7) of the block (2),
and in that at least one string-like or latticed reinforcement (75), which is formed from metal,
glass or plastics material and extends parallel to the block surfaces and/or to the
longitudinal edges (3, 7), is inserted between the surfaces (3, 7) and the channels
(6) respectively.
3. Moulded block according to claim 2, characterised in that the diameter of the channels (6) corresponds substantially to double the spacing
(a) between the channels (6).
4. Moulded block according to claim 1, characterised in that the apertures form the end regions of the channels (6) and are at least partially
laterally covered on both sides, at a spacing (h) from the longitudinal edges (3,
7), by a stepped portion (53) in the block (2), which portion extends parallel to
the longitudinal edges (3, 7), and in that the spacing (b) between the non-covered portions of the channels (6) and the two
block surfaces is identical.
5. Moulded block according to claim 3, characterised in that the region of the stepped portion (53), extending parallel to the block surfaces,
extends in the central plane of the block (2), and in that the channels (6) form half-shell-like recesses in the thinned region of the block
(2).
6. Moulded block according to claim 1, characterised in that rails (100, 122) or respectively strips (132a, 132b) are provided, which extend parallel
to the edges (3, 7), and are possibly disposed in a lattice-like manner, said rails
or strips having apertures (96, 128), which are in alignment with one another and
serve as receiving means for the retaining clamps (4), and in that the rails (100, 122) are formed by profiles, which are incorporated in the blocks
(2) and comprise perforated sheet metal plates.
7. Moulded block according to one of claims 1 to 6, characterised in that the blocks (2) are provided, on one lateral edge (13), with an edge profile and,
on their oppositely situated lateral edge, with a counterprofile complementary thereto
for the interconnection of two blocks (2) (profiles 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40).
8. Use of the moulded block (2) according to one of claims 1 to 7 as a receiving means
for an anchoring member (41) for a handrail support (33), which is intended to abut
against the moulded block (2) and serves as a temporary connecting means for the blocks
(2), said block having a post receiving means (21, 106) for the insertion of a post
(27, 110), a tightening screw (15, 71) for clamping the handrail support (33) to the
moulded block (2), and a counterholder (29), which is intended to abut against the
internal side of said moulded block, or an anchoring means (17, 41).
9. Use according to claim 8, characterised in that the tightening screw (15, 71) can extend through the moulded block (2) and be secured
in a thread on the anchoring means (17, 41), or in that the handrail support (33) is H-shaped, and the short portion can be inserted into
the counterholder (29) and, when guided along the longer portion, can be clamped by
the tightening screw (71) to the moulded block (2).
10. Use according to one of claims 8 or 9, characterised by a handrail support (33), which is intended to abut externally against two moulded
blocks (2), lying at an angle relative to each other, and acts as a comer holder,
having a tightening screw (15), which is guided in an anchoring pin (17) insertable
into one of the channels (6), and a post receiving means (21) for the insertion of
a newel post (27).
1. Panneau de coffrage (2) pour réaliser des coffrages de bord de couverture, comportant
un côté extérieur et un côté intérieur destiné à venir en contact avec du béton liquide
lors du remplissage, un bord longitudinal supérieur et un bord longitudinal inférieur
et deux bords frontaux, des logements (6) s'étendant parallèlement aux bords frontaux
et destinés à une branche d'un étrier de support (4) ou d'un moyen de liaison,
caractérisé en ce que des logements (96, 128) formant des canaux (6) ou des canaux (9) comportent une ouverture
supérieure et une ouverture inférieure, au moins les ouvertures inférieures étant
situés à des distances uniformes (a) les unes par rapport aux autres et à une distance
(h) du bord longitudinal inférieur (3) du panneau (2) et en ce que l'agencement et la conformation des logements (96, 128) formant des canaux (6) ou
des canaux (9) forment à l'intérieur du panneau (2) une sorte de structure en nid
d'abeille qui confère au panneau une rigidité.
2. Panneau de coffrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la distance latérale (a) entre les canaux (6) est à peu près égale à deux fois la
distance (b) des canaux (6) aux surfaces (3, 7) du panneau (2) et en ce que entre les surfaces (3, 7) et les canaux (6) est insérée au moins une armature en
métal, verre ou matière plastique de type cordon ou treillis s'étendant parallèlement
aux surfaces du panneau et/ou aux bords longitudinaux (3, 7).
3. Panneau de coffrage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le diamètre des canaux (6) correspond à peu près à deux fois la distance (a) entre
les canaux (6).
4. Panneau de coffrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les ouvertures forment les régions d'extrémité des canaux (6) et sont dégagées au
moins en partie latéralement des deux côtés à une distance (h) des bords longitudinaux
(3, 7) d'un gradin (53) s'étendant parallèlement aux bords longitudinaux (3, 7) dans
le panneau, et en ce que la distance (b) des portions non dégagées des canaux (6) aux deux surfaces du panneau
est la même.
5. Panneau de coffrage selon la revendication 3, caractérisé en ce que la région des gradins (53) s'étendant parallèlement aux surfaces du panneau s'étend
dans le plan médian du panneau (2), et en ce que les canaux (6) forment dans la région amincie du panneau (2) des évidements en demi-coque.
6. Panneau selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu des rails (100, 102) ou des bandes (132a, 132b) qui s'étendent parallèlement
aux bords (3, 7), qui sont disposés le cas échéant en treillis et qui comportent des
ouvertures (96, 128) alignées entre elles et servant de logements à l'étrier de support
(4), et en ce que les rails (100, 122) sont formés par des profilés en tôles perforées conformés dans
le panneau (2).
7. Panneau de coffrage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les panneaux (2) sont dotés sur un bord latéral (13) d'un profilé de bord et sur
son bord latéral opposé d'un profilé homologue en vue d'assembler deux panneaux (2)
(profilés 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40).
8. Utilisation du panneau de coffrage (2) selon l'une des revendications 1 à 7 comme
logement pour une pièce d'ancrage (41) destinée à un support de balustrade (33) destiné
à venir en appui avec le panneau de coffrage (2) et servant moyen de liaison temporaire
des panneaux (2), lequel support de balustrade comprend un logement de montant (21,
106) destiné à l'insertion d'un montant (27, 110), une vis de serrage (15, 71) destinée
à serrer le support de balustrade (33) contre le panneau de coffrage (2) et un contre-support
(29) ou dispositif d'ancrage (17, 41) destiné à appuyer contre le côté inférieur du
panneau de coffrage.
9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que la vis de serrage (15, 71) peut être insérée dans le panneau de coffrage (2) et peut
être ancrée dans un taraudage du dispositif d'ancrage (17, 41) ou en ce que le support de balustrade (33) est conformé en h et la branche courte peut être insérée
dans le contre-support (29) et, en étant guidée au niveau de la branche plus longue,
peut être serrée avec la vis de serrage (71) contre le panneau de coffrage (2).
10. Utilisation selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisée par un support de balustrade (33) agissant comme un support de coin et destiné à venir
à l'extérieur en appui avec deux panneaux de coffrage (2) disposés angulairement l'un
par rapport à l'autre, support de balustrade comprenant une vis de serrage (15) guidée
dans un goujon d'ancrage (17) insérable dans l'un des canaux (6) et un logement de
montant (21) destiné à l'insertion d'un montant de balustrade (27).