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(11) |
EP 0 928 235 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.06.2004 Patentblatt 2004/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B23Q 1/01 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1997/005237 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1998/013170 (02.04.1998 Gazette 1998/13) |
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WERKZEUGMASCHINE ZUR SPANENDEN BEARBEITUNG MIT HORIZONTAL ANGEORDNETER ARBEITSSPINDEL
MACHINE TOOL FOR CUTTING PROCESSES WITH A HORIZONTALLY LODGED WORK SPINDLE
MACHINE-OUTIL POUR USINAGE PAR ENLEVEMENT DE COPEAUX, PRESENTANT UNE BROCHE DE TRAVAIL
HORIZONTALE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL PT SE |
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Priorität: |
26.09.1996 DE 19639527
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.07.1999 Patentblatt 1999/28 |
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Patentinhaber: Hüller Hille GmbH |
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71636 Ludwigsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- HORN, Wolfgang
D-74385 Pleidelsheim (DE)
- GEIGER, Dietrich
D-71723 Gro bottwar (DE)
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Vertreter: Dahlkamp, Heinrich-Leopold, Dipl.-Ing. |
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ThyssenKrupp Technologies AG
VRP Patente
Am Thyssenhaus 1 45128 Essen 45128 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 232 548 DE-C- 3 832 975
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DE-A- 3 333 480 US-A- 4 987 668
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Werkzeugmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruch
1.
[0002] Eine solche Werkzeugmaschine wird in DE-A-3333480, das als nächstliegender Stand
der Technikangesehen wird, beschrieben.
[0003] Aus der US-A-4,987,668 ist eine gattungsgemäße Werkzeugmaschine bekannt, wobei der
Werkzeugträger senkrecht auf einem Maschinenständer angeordnet ist und die waagerecht
angeordnete Spindel in X- und Y-Richtung verfahrbar ist. Der Werkstückträger ist ebenfalls
auf dem Maschinenständer angeordnet und sowohl in Z-Richtung verschiebbar als auch
um eine senkrechte Achse drehbar. Eine Verfahrbarkeit der Arbeitsspindel in Z-Richtung
ist hierbei nicht möglich bzw. nicht vorgesehen.
[0004] In der EP-0 232 548 A2 ist eine Bearbeitungsstation, insbesondere für vergleichsweise
große Werkstücke, mit einer vorzugsweise einen Laser aufweisenden Bearbeitungseinheit
beschrieben, wobei die Bearbeitungseinheit ebenfalls an einem rahmenartigen senkrechten
Ständer angeordnet ist und in X-, Y- und Z-Richtung verfahrbar ist. Bei bestimmten
Anwendungsfällen, z. B. bei einer Hochgeschwindigkeitsund/oder Hochpräzisionsbearbeitung
hat sich gezeigt, daß beim Verfahren der Bearbeitungseinheit in Z-Richtung hohe Beschleunigungsund
Bearbeitungskräfte auf den Werkzeugträger einwirken. Das kann zu Ungenauigkeiten bei
der Bearbeitung führen und verlangt eine sehr stabile und teure Konstruktion des Werkzeugträgers,
insbesondere bei einem sehr großen Arbeitsraum und hoher Vorschubgeschwindigkeit bzw.
Beschleunigung. Außerdem kommt es bei bisher bekannten Bearbeitungszentren durch Zuschalten
von Kühlmittel, unterschiedliche Kühlmitteltemperaturen und Veränderungen der Hallentemperatur
oftmals zu erheblichen Verlagerungen zwischen Werkzeugseite und Werkstückseite.
[0005] Aus der DE 38 32 975 C1 ist ein Mehrspindel-Drehautomat mit Rahmengehäuse bekannt,
das aus einem unteren Maschinenbett, einem Spindelständer mit schaltbarer Spindeltrommel,
einem Antriebsständer für die Antriebe der Bearbeitungswerkzeuge und einem oberen
Querbalken zwischen Spindel- und Antriebsständer besteht. Der Arbeitsraum ist dabei
von einem Zentralrohr durchsetzt, auf dem ein Längsschlittenblock angeordnet ist und
das einerseits in der Spindeltrommel und andererseits im Antriebsständer gelagert
ist. Eine Verfahrbarkeit der Spindel mit Hilfe von X-, Y- und Z-Schlitten ist hierbei
nicht vorgesehen. Außerdem können nur relativ kleine Werkstücke bearbeitet werden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Werkzeugmaschine
vorzuschlagen, bei der diese Probleme nicht bestehen und eine exakte Positionierung
der Bearbeitungseinheit relativ zum Werkstück möglich ist.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruches 1 wiedergegeben. Die
Unteransprüche 2 bis 5 enthalten sinnvolle Ausführungsformen dazu.
[0008] Erfindungsgemäß werden auf einem Maschinenunterständer ein senkrechter, rahmenartiger
Werkzeugträger und parallel gegenüberliegend auch ein senkrechter rahmenartiger Werkstückträger
angeordnet und die oberen, im wesentlichen gleich hohen waagerechten Querträger dieser
beiden Träger werden über einen oder mehrere vorzugsweise waagerechte Verbindungsträger
zu einer stabilen Einheit verbunden. Damit ist auch in Z-Richtung ein rahmenartiges
Gebilde entstanden, das auch bei hohen Beschleunigungs- und Bearbeitungskräften eine
Relativbewegung zwischen Werkstückträger und Werkzeugträger verhindert. Gleichzeitig
ist somit auch eine präzise Positionierung zwischen Werkzeug und Werkstück möglich.
Der Werkstückträger kann ebenfalls, ähnlich wie der Werkzeugträger, in X-und Y-Richtung
rahmenartig ausgebildet sein, so daß das Werkstück innerhalb dieses Rahmens auf einfache
Weise positioniert wird. Das Werkstück kann durch den Rahmen hindurch in Z-Richtung
bewegt werden und gegebenenfalls in X- oder Y-Richtung in die Werkzeugmaschine hinein-
oder aus ihr heraustransportiert werden.
[0009] Der Verbindungsträger zwischen Werkzeugträger und Werkstückträger kann insbesondere
außermittig, d. h. an einer oder an beiden Längsseiten, angeordnet sein, so daß der
Raum direkt über der Bearbeitungsstelle, z. B. zum Be- und Entladen des Werkstückes,
freibleibt. Eine einseitige außermittige Anordnung eines Verbindungsträgers kann den
Vorteil haben, daß von der gegenüberliegenden Seite ein besserer Zugang zum Bearbeitungsraum
ermöglicht wird.
[0010] Der Verbindungsträger kann auch gabelförmig ausgebildet sein, wobei zwei Schenkel
der Gabel am oberen Ende der senkrechten Seitenständer des Werkzeugträgers oder des
Werkstückträgers angreifen und der gegenüberliegende Schenkel mit einem oberen Querträger
des Werkstückträgers bzw. des Werkzeugträgers verbunden ist. Hierbei werden der Größe
und der Form der Werkstücke, der Werkzeugwechseleinrichtungen und den übrigen Erfordernissen
angepaßte Konstruktionen ermöglicht.
[0011] Um z. B. Werkstücke in Z-Richtung von beiden Seiten gleichzeitig bearbeiten zu können,
ist es erfindungsgemäß auch möglich, zwischen einem Werkstückträger an beiden Seiten
Werkzeugträger anzuordnen, die ebenfalls über Verbindungsträger mit dem Werkstückträger
verbunden sind.
[0012] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren 1 bis 4 beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen jeweils in perspektivischer Darstellung
- Figur 1
- einen Verbindungsträger 8 zwischen Werkstückträger 2 und Werkzeugträger 3, die auf
einem Maschinenunterständer 1 angeordnet sind;
- Figur 2
- als Einzelheit einen Werkstückträger 2 mit einem daran befestigten gabelartigen Verbindungsträger
8;
- Figur 3
- als Einzelheit einen Werkzeugträger 3 und
- Figur 4
- die Einrichtungen zur Verfahrbarkeit der Arbeitsspindel 15 an dem Werkzeugträger 3.
[0013] In Figur 1 ist auf einem Maschinenunterständer 1 ein aus senkrechten Seitenwangen
5 und waagerechten Querbalken 4 bestehender Werkzeugträger 3 und parallel dazu gegenüberliegend
ein aus senkrechten Stützen 7 und oberen Querträgern 6 gebildeter Werkstückträger
2 dargestellt. Der waagerechte Querbalken 4 und der obere Querträger 6 sind über einen
Verbindungsträger 8 miteinander verbunden.
[0014] Nach Figur 2 ist der Verbindungsträger 8 gabelförmig ausgebildet und mit einem Schenkel
8c am oberen Querträger 6 befestigt, während die Enden der beiden Schenkel 8a und
8b mit dem waagerechten Querbalken 4 verbunden werden können. Der Schenkel 8c kann
entsprechend den räumlichen Gegebenheiten und den Festigkeitserfordernissen mittig
oder außermittig oder auch an einem Ende des Querträgers 6 befestigt sein.
[0015] Aus Figur 4 ist ersichtlich, in welcher Weise die Arbeitsspindel 15 innerhalb des
rahmenartigen Werkzeugträgers 3 verfahrbar ist. Dazu ist zunächst ein rahmenartiger
X-Schlitten 10 in waagerechten Führungen 9 in X-Richtung verfahrbar. Zusätzlich ist
der wiederum rahmenartige Y-Schlitten 12 an senkrechten Führungen 11 in Y-Richtung
verfahrbar. Außerdem ist der pinolenartige Z-Schlitten 14 mit integrierter Motorarbeitsspindel
in den waagerechten Führungen 13 in Z-Richtung verfahrbar. Der Werkzeugträger 3, der
X-Schlitten 10 und der Y-Schlitten 12 können hohl ausgeführt und mit einer Umlaufkühlung
versehen werden.
Bezugszeichenliste
[0016]
- (1)
- Maschinenunterständer
- (2)
- Werkstückträger
- (3)
- Werkzeugträger
- (4)
- waagerechter Querbalken von (3)
- (5)
- senkrechte Seitenwange von (3)
- (6)
- oberer Querträger von (2)
- (7)
- senkrechte Stützen von (2)
- (8)
- Verbindungsträger zwischen (2) und (3)
- (8a, 8b)
- Schenkel von (8) mit (4), (5) verbunden
- (8c)
- Schenkel von (8) mit (2), (6) verbunden
- (9)
- Führung an (3/10)
- (10)
- X-Schlitten
- (11)
- Führungen an (10/12)
- (12)
- Y-Schlitten
- (13)
- Führungen (12/14)
- (14)
- Z-Schlitten
- (15)
- Motorspindel, Arbeitsspindel
1. Werkzeugmaschine zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken mit mindestens einem Maschinenunterständer
(1), einem rahmenartigen, senkrecht auf dem Maschinenunterständer angeordneten Werkzeugträger
(3) mit einem oberen waagerechten Querträger (4) und einer horizontal angeordneten
Arbeitsspindel, vorzugsweise zur Hochgeschwindigkeitsund/oder Hochpräzisionsbearbeitung,
die an und/oder innerhalb des Werkzeugträgers mit X-, Y- und Z-Schlitten verfahrbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem rahmenartigen Werkzeugträger (3) ein rahmenartiger Werkstückträger (2) mit einem
oberen waagerechten Querträger (6) zugeordnet ist, der ebenfalls senkrecht auf dem
Maschinenunterständer (1) angeordnet ist und dass Werkstückträger (2) und Werkzeugträger
(3) im Bereich ihrer oberen waagerechten Querträger (4, 6) über einen oder mehrere
Verbindungsträger (8) zu einer stabilen Einheit verbunden sind.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsträger (8) außermittig angeordnet ist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsträger (8) im Bereich einer oder beider Längsseiten des Maschinenunterständers
(1) angeordnet ist.
4. Werkzeugmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsträger (8) gabelförmig ausgebildet und jeweils ein Schenkel (8a, 8b)
am oberen Ende der senkrechten Seitenwangen (5) des Werkzeugträgers (3) und ein Schenkel
(8c) mit einem oberen Querträger (6) des Werkstückträgers (2) verbunden ist.
5. Werkzeugmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Z-Richtung beiderseits eines Werkstückträgers (2) jeweils Werkzeugträger (3) angeordnet
und über Verbindungsträger (8) damit verbunden sind.
1. Machine-outil pour usinage par enlèvement de copeaux de pièces présentant au moins
un montant de machine (1), un porte-outil (3) en forme de cadre, disposé verticalement
sur le montant de machine avec une poutre transversale horizontale supérieure (4),
une broche de travail horizontale, de préférence pour l'usinage à haute vitesse et/ou
l'usinage de précision, ladite broche de travail se déplaçant sur et/ou à l'intérieur
du porte-outil avec les chariots X, Y et Z, caractérisée en ce qu'un porte-pièce (2), en forme de cadre est affecté au porte-outil (3) en forme de cadre,
ledit porte-pièce étant également disposé verticalement sur le montant de machine
(1) et que le porte-pièce (2) et le porte-outil (3) sont reliés l'un à l'autre au
niveau de leurs traverses horizontales supérieures (4, 6) par l'intermédiaire d'une
ou de plusieurs traverses de jonction (8) pour former une unité stable.
2. Machine-outil selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la traverse de jonction (8) a une position excentrée.
3. Machine-outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que la traverse de jonction (8) est disposée au niveau d'un côté longitudinal ou des
deux côtés longitudinaux du montant de machine (1).
4. Machine-outil selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la traverse de jonction (8) se présente sous forme de fourche et qu'une aile (8a,
8b) est reliée à l'extrémité supérieure des joues latérales verticales (5) du porte-outil
(3) et qu'une aile (8c) est reliée à une traverse supérieure (6) du porte-pièce (2).
5. Machine-outil selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée en ce que des porte-outils (3) sont disposés selon l'axe Z des deux côtés d'un porte-pièce
(2) et qu'ils y sont reliés par des traverses (8).
1. A machine tool for cutting processing of work pieces with at least one machine support
post (1), a frame-like tool carrier (3) vertically arranged on said machine support
post, said tool carrier provided with an upper horizontal traverse (4) and a horizontally
lodged work spindle, preferably for high-speed and/or high-precision processing, movable
at and/or within the tool carrier with X-, Y-, and Z-sledges, characterized in that a frame-like work piece carrier (2) provided with an upper horizontal traverse (6)
is allocated to said frame-like tool carrier (3), said work piece carrier also being
vertically arranged on said machine support post (1), and
characterized in that said work piece carrier (2) and tool carrier (3) are connected to each other in the
area of their upper horizontal traverses (4,6) via one or several connecting bar(s)
(8) to form a stable unit.
2. A machine tool in accordance with claim 1,characterized in that said connecting bar (6) is arranged eccentrically.
3. A machine tool in accordance with any of claim 1 or 2, characterized in that said connecting bar (8) is arranged in the area of one or both longitudinal side(s)
of said machine support post (1).
4. A machine tool in accordance with at least one of the preceding claims, characterized in that said connecting bar (8) is of a fork-like design and construction, wherein one leg
each (8a, 8b) at the upper end of the vertical side cheeks (5) of said tool carrier
(3) and one leg (8c) is connected to an upper traverse (6) of said work piece carrier
(2).
5. A machine tool in accordance with any of the preceding claims, characterized in that tool carriers (3) each are arranged in z-direction at both sides of a work piece
carrier (2) and linked to it via connecting bars (8).