TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verpackungen. Sie betrifft
ein Verfahren zum Herstellen eines becherförmigen Kombi-Verpackungsbehälters, welcher
ein innenliegendes becherförmiges, sich nach unten verjüngendes Kunststoffinnenteil
und ein das Kunststoffinnenteil aussen umgebendes, anliegendes, mantelartiges Aussenteil
umfasst.
[0002] Kombi-Verpackungsbehälter der genannten Art sind aus früheren Patentschriften der
Anmelderin, der
EP-B1-0 102 522 oder der
EP-B1-0 408 515, bekannt.
STAND DER TECHNIK
[0003] Stapelbare Kombi-Verpackungsbehälter, bei denen ein becherförmiges, meist aus einer
Folie tiefgezogenes Kunststoffinnenteil von einem Aussenteil aus einem anderen Material,
z.B.
[0004] Papier, Kartonmaterial oder einem anderen Kunststoff, ummantelt ist, haben verschiedene
Vorteile: Zum einen kann durch die Verwendung zweier unterschiedlicher Materialien
der Behälter optimal an die jeweilige Anwendung angepasst werden. So ist es beispielsweise
bei einem tiefgekühlten oder heissen Packungsinhalt von Vorteil, ein Aussenteil aus
einem Material zu verwenden, welches thermisch isolierend wirkt. Zum anderen hat die
Verwendung eines separaten Aussenteils den Vorteil, dass das Aussenteil getrennt vom
Behälter mit Bildern, Text, Werbung, Gebrauchshinweisen oder dgl. bedruckt werden
kann, wodurch eine deutlich bessere Druckqualität ermöglicht wird. Weiterhin ergeben
sich durch die Auftrennung des Behälters in einzelne Fraktionen wesentliche Vorteile
bei der Abfallbeseitigung (Recycling). Schliesslich lässt sich durch die zweilagige
Konstruktion des Behälters eine erhöhte mechanische Festigkeit erreichen, die insbesondere
beim Transport in mehrlagigen Gebinden von Vorteil ist.
[0005] Diese und andere Vorteile haben dazu geführt, dass Kombi-Verpackungsbehälter als
Joghurt-, Eis- oder Margarinebecher oder in anderen vergleichbaren Anwendungen eine
grosse und weiter zunehmende Verbreitung finden.
[0006] Bei der Herstellung der bisher bekannten Kombi-Verpackungsbehälter wird zunächst
das mantelartige, in der Regel bedruckte Aussenteil hergestellt. Bei einem Mantel
aus Kartonmaterial wir dazu ein entsprechender Zuschnitt um einen Dorn gewickelt und
die Seitenkanten überlappend miteinander verklebt. Das Aussenteil wird dann in die
Tiefziehform einer Kunststoff-Tiefziehvorrichtung eingelegt. Anschliessend wird in
das Aussenteil hinein das Kunststoffinnenteil tiefgezogen, wie dies in der bereits
erwähnten
EP-B1-0 102 522 beschrieben ist. Das tiefgezogene Kunststoffinnenteil verbindet sich auf diese Weise
formschlüssig mit dem Aussenteil zum fertigen Kombi-Verpackungsbehälter. Geeignete
zusätzliche Ausgestaltungen des Aussenteils wie z.B. eine Umfalzung des unteren Randes
(12 in Fig. 1 der
EP-B1-0 102 522) oder eine Erhebung in Form einer umlaufenden Rille (16 in Fig. 1 der
EP-B1-0 102 522) sorgen dafür, dass die formschlüssige Verbindung stabil und dauerhaft ist und ohne
eine Verklebung zwischen Innen- und Aussenteil auskommt. Um eine spätere Trennung
beider Teile zu erleichtern, können zusätzlich Trennelemente wie der in der
EP-B1-0 408 515 beschriebene Solltrennstreifen im Aussenteil vorgesehen werden.
[0007] Das oben beschriebene bekannte Herstellungsverfahren für Kombi-Verpackungsbehälter
hat, obwohl es sich in der Praxis sehr bewährt hat, allerdings auch einige Nachteile:
Durch die direkte formschlüssige Verbindung von dem Kunststoffinnenteil und dem bedruckten,
auf den späteren Behälterinhalt abgestimmten Aussenteil beim Tiefziehvorgang ist der
fertige Behälter für seine spätere Verwendung festgelegt. Sollen daher beispielsweise
bei einem Hersteller von verschiedenen Joghurtprodukten die für eine fortlaufende
Produktion notwendigen verschieden bedruckten Joghurtbecher am Lager bereitgehalten
werden, erfordert dies einen erheblichen Platzbedarf, weil die fertig ausgeformten
Becher nach Arten getrennt gelagert werden müssen. Werden die Becher an einem anderen
Ort produziert und zum Füllort transportiert, erhöhen sich zudem die Transportkosten.
[0008] Ein weiterer wesentlicher Nachteil des bekannten Verfahrens liegt in der Komplexität
der verwendeten Maschinen. Anstelle einer einfachen Tiefziehvorrichtung, in welcher
der becherförmige Behälter durch Tiefziehen aus einer Folie hergestellt wird, werden
für das bekannte Verfahren speziell angefertigte, teure und komplizierte Maschinensätze
benötigt, welche in einer ersten Station aus bedruckten Zuschnitten die Aussenteile
formen und verkleben, die fertigen Aussenteile über eine Transferstation passgenau
in die speziellen Tiefziehformen einer speziellen Tiefziehvorrichtung einsetzen, und
die Tiefziehvorrichtung schliesslich die Kunststoffinnenteile in die Aussenteile hinein
tiefzieht.
[0009] Ein weiterer Nachteil des bekannten Verfahrens liegt in der erreichbaren axialen
Stauchfestigkeit der fertigen Behälter. Der Behälter hat üblicherweise - wie dies
in Fig. 1 der
EP-B1-0 408 515 zu erkennen ist - zum Verbessern der Stapelfähigkeit einen als Abstützschulter dienenden,
umlaufenden Absatz (3 in Fig. 1 der
EP-B1-0 408 515). Der Absatz ist infolge des Herstellungsverfahrens gleichermassen im Aussenteil
als auch im angeformten Kunststoffinnenteil vorhanden. Durch den Absatz ergibt sich
trotz der an sich versteifenden Verbundstruktur des Behälters eine Schwächung der
Behälterwand gegenüber axialen, d.h. senkrecht zum Behälterboden angreifenden Stauchkräften,
weil die Behälterwand im Bereich des Absatzes zum Einknicken neigt. Eine solche Schwächung
des Behälters gegenüber axialen Stauchkräften ist vor allem dann unerwünscht, wenn
die gefüllten und verschlossenen Behälter auf einer Palette oder dgl. direkt in mehreren
Lagen übereinander gestapelt werden sollen.
[0010] Ausserdem offenbart
DE 295 13 093 U ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung
eines aus Kunststoffinnenteil und mantelartigem Aussenteil bestehenden Kombi-Verpackungsbehälters
anzugeben, welches die vorgenannten Nachteile vermeidet und eine Vereinfachung der
Produktionsvorrichtungen, eine Verringerung des Transport- und Lageraufwandes für
die fertigen Behälter, und eine verbesserte Steifigkeit des Behälters in axialer Richtung
ermöglicht.
[0012] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Kern
der Erfindung besteht darin, Aussenteil und Kunststoffinnenteil getrennt voneinander
herzustellen bzw. auszuformen und anschliessend beide Teile miteinander zu verbinden,
indem das Aussenteil über das Innenteil geschoben und auf dem Innenteil fixiert wird.
Auf diese Weise ist es möglich, mit einfachen Tiefziehvorrichtungen Sorten-unspezifische,
becherförmige Kunststoffinnenteile herzustellen, die erst anschliessend bei Bedarf
mit den entsprechend bedruckten oder sonstwie konfektionierten Aussenteilen zum fertigen
Kombibehälter verbunden werden. Hierdurch wird die Flexibilität in der Herstellung
erhöht und Lagerhaltung und Transport wesentlich vereinfacht. Zugleich eröffnet sich
die Möglichkeit, dass die Kunststoffinnenteile direkt beim Abfüller der Behälter auf
vereinfachten Maschinen In-Line hergestellt und anschliessend mit den auf Lager liegenden
spezifischen Aussenteilen verbunden werden.
[0013] Grundsätzlich ist es denkbar, Aussen- und Innenteil zur Bildung des Kombi-Behälters
miteinander zu verkleben. Hierdurch würde jedoch die spätere Trennung der beiden Teile
erschwert. Darüber hinaus würden zusätzlich Klebestationen benötigt, in denen der
Klebevorgang durchgeführt wird. Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahrens wird daher
ein becherförmiges Kunststoffinnenteil verwendet, welches Einrastmittel umfasst, in
welche das mantelartige Aussenteil zur Fixierung am becherförmigen Kunststoffinnenteil
lösbar einrastet. Dies hat den Vorteil, dass der fertige Kombi-Behälter durch ein
einfaches Ineinanderstecken der beiden Teile erhalten werden kann, und dass das Aussenteil
später sehr leicht vom Innenteil getrennt werden kann, um z.B. die bedruckte Innenseite
des Aussenteils zu lesen, oder um die verschiedenen Materialsorten des Behälters für
eine getrennte Beseitigung oder Wiederaufarbeitung voneinander zu trennen.
[0014] Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass die Einrastmittel
eine im Bodenbereich des becherförmigen Kunststoffinnenteils angeordnete umlaufende
Schulter umfassen, deren Aussendurchmesser grösser ist als der Innendurchmesser der
unteren Kante des mantelartigen Aussenteils, dass das mantelartige Aussenteil beim
Drüberschieben über das becherförmige Kunststoffinnenteil mit seiner Unterkante so
weit über die umlaufende Schulter geschoben wird, dass es hinter der Schulter einrastet,
dass die Einrastmittel weiterhin einen oberen, nach aussen vorstehenden Rand am becherförmigen
Kunststoffinnenteil umfassen, und dass das mantelartige Aussenteil beim Drüberschieben
über das becherförmige Kunststoffinnenteil mit seiner Oberkante von unten an den Rand
stösst und nach dem Einrasten zwischen dem Rand und der umlaufenden Schulter gehalten
wird. Auf diese Weise wird eine besonders einfache Fixierung des Aussenteils erreicht.
Zugleich kann das mantelartige Aussenteil ungeschwächt allfällige am Behälter anliegende
axiale Stauchkräfte aufnehmen.
[0015] Das mantelartige Aussenteil kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Bei
einer ersten alternativen Ausführungsform wird zur Herstellung des mantelartigen Aussenteils
ein Zuschnitt zu einem Mantel gewickelt, und die Seitenkanten in einem Ueberlappungsbereich
werden miteinander verklebt. Das Aussenteil kann auf diese Weise ohne weitere Massnahmen
über das Kunststoffinnenteil geschoben werden.
[0016] Bei einer zweiten alternativen Ausführungsform wird zur Herstellung des mantelartigen
Aussenteils ein Zuschnitt entlang zweier Faltlinien gefaltet, und die Seitenkanten
werden in einem Ueberlappungsbereich miteinander verklebt. Das verklebte Aussenteil
liegt dann in einer flachgedrückten Form vor. Es kann so einfach und platzsparend
gestapelt, transportiert und gelagert werden. Bei Bedarf werden die flachgedrückten
Aussenteile dann rohrförmig aufgespannt und über das Kunststoffinnenteil geschoben.
[0017] Das Kunststoffinnenteil zeichnet sich dadurch aus, dass es becherförmig und sich
nach unten verjüngend ausgebildet ist, und dass am Kunststoffinnenteil Einrastmittel
vorgesehen sind, in welche das mantelartige Aussenteil zur Fixierung am becherförmigen
Kunststoffinnenteil lösbar einrasten kann.
[0018] Insbesondere ist es dadurch gekennzeichnet, dass die Einrastmittel eine im Bodenbereich
des Kunststoffinnenteils angeordnete umlaufende Schulter umfassen, deren Aussendurchmesser
grösser ist als der Durchmesser der unteren Kante des mantelartigen Aussenteils, und
dass die Einrastmittel weiterhin einen oberen, nach aussen vorstehenden Rand am becherförmigen
Kunststoffinnenteil, insbesondere in Form eines Siegelflansches, umfassen, gegen welchen
Rand das mantelartige Aussenteil beim Drüberschieben über das becherförmige Kunststoffinnenteil
mit seiner Oberkante stösst.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist zum Verbessern der Stapelfähigkeit
im Bodenbereich der becherförmigen Kunststoffinnenteile ein umlaufender, nach innen
vorspringender Absatz vorgesehen. Der umlaufende Absatz bildet die obere Begrenzung
eines umlaufenden Hinterzuges, welcher nach unten hin durch die umlaufende Schulter
begrenzt wird. Gleichzeitig wird durch den Hinterzug die Einleitung von Stauchkräften
in das mantelartige Aussenteil erleichtert.
[0020] Weitere Ausgestaltungen des Verfahrens ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0021] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigen
- Fig. 1
- in teilweise geschnittener Ansicht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemässes
Kunststoffinnenteil;
- Fig. 2
- in teilweise geschnittener Ansicht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für ein Aussenteil,
welches mit einem Kunststoffinnenteil gemäss Fig. 1 gemäss dem Verfahren nach der
Erfindung zu einem Kombi-Verpackungsbehälter verbunden werden kann;
- Fig. 3
- in teilweise geschnittener Ansicht einen fertigen Kombi-Verpackungsbehälter, wie er
sich aus den Teilen gemäss Fig. 1 und 2 ergibt;
- Fig. 4
- in teilweise geschnittener Ansicht einen Stapel mit zwei Behältern der in Fig. 3 dargestellten
Art,
- Fig. 5
- einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 4;
- Fig. 6, 7
- in der Draufsicht zwei verschiedene, flach gefaltete und fertig verklebte Aussenteile
mit Aufreisshilfen (Grifflappen, Perforation) für den Einsatz im erfindungsgemässen
Verfahren; und
- Fig. 8
- ein Aussenteil gemäss Fig. 6 oder 7 beim Drüberschieben über ein Kunststoffinnenteil
gemäss Fig. 1;
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0022] Fig. 1 zeigt in einer teilweise geschnittenen Darstellung ein Kunststoffinnenteil,
wie es für das erfindungsgemässe Verfahren geeignet ist. Die Figurenhälfte links von
der strichpunktierten Mittellinie zeigt dabei den Längsschnitt, die rechte Figurenhälfte
eine ungeschnittene Seitenansicht. Das becherförmige Kunststoffinnenteil 1 ist im
wiedergegebenen Beispiel einfach konisch ausgebildet mit einem sich zum Boden 9 hin
verjüngenden Durchmesser. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, das der einfach
konische Becher nur eine Ausführungsform darstellt, und dass im Rahmen der Erfindung
selbstverständlich auch andere stapelbare Formen wie z.B. vier-, sechs- oder sonstwie
mehreckige oder gemischte eckigrunde Formen denkbar sind.
[0023] Die konische Wand 2 des becherförmigen Kunststoffinnenteils 1 ist im gezeigten Beispiel
am oberen Rand durch einen Siegelflansch 3 begrenzt, mittels dessen der Becher verschlossen
werden kann. Dies kann beispielsweise durch Versiegelung mit einer Aluminiumfolie
geschehen. Es sind aber auch andere Randformen denkbar, wie sie beispielsweise in
der linken Hälfte der Fig. 1 aus der
EP-B1-0 102 522 wiedergegeben sind. Die Wand 2 des Bechers ist, vom oberen Rand bzw. Siegelflansch
3 ausgehend, bis hinunter in den Bodenbereich ohne Absatz durchgehend ausgebildet.
Erst unmittelbar im Bodenbereich ist ein umlaufender Hinterzug 5 vorgesehen, der oben
durch einen nach innen vorspringenden, umlaufenden Absatz 4 begrenzt ist, dessen Funktion
später im Zusammenhang mit Fig. 4 und 5 noch näher erläutert werden wird. Zum Boden
9 hin wird der Hinterzug 5 durch eine nach aussen vorspringende, umlaufende Schulter
8 begrenzt, die unmittelbar in den Boden 9 übergeht und eine ringförmige Wulst bildet.
Der Hinterzug 5 selbst ist in zwei Hinterzugabschnitte 6 und 7 unterteilt, von denen
der obere Hinterzugabschnitt 6 im wesentlichen zylindrisch, und der untere Hinterzugabschnitt
7 sich leicht zum Boden hin öffnend ausgebildet ist.
[0024] Diese Ausgestaltung des Bodenbereichs hat mehrere wesentliche Vorteile: Zum einen
wird mit dem Absatz 4 eine Stützschulter bereitgestellt, die das definierte Ineinanderstapeln
der Becher ermöglicht. Zum anderen wird mit dem Hinterzug 5 ein "Federboden" realisiert,
d.h. der Boden 9 kann sich beim Auftreten axialer Druckkräfte federnd in axialer Richtung
bewegen. Diese Eigenschaft ist für die Steifigkeit des Kombi-Behälters von Bedeutung,
auf die weiter unten noch näher eingegangen wird. Schliesslich ermöglicht es die Geometrie
des Hinterzuges, dass das Kunststoffinnenteil 1 auch ohne den Einsatz von aufwendigen
Schiebeformen tiefgezogen werden kann, wenn ein Kunststoffmaterial mit erhöhtem Schwundverhalten
wie z.B. Polypropylen (PP) verwendet wird, weil sich der tiefgezogene Becher trotz
des Hinterzuges 5 aufgrund der Schrumpfung unproblematisch aus einer festen Tiefziehform
herausnehmen lässt.
[0025] Der Boden 9 des Kunststoffinnenteils 1 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Bezüglich
der Möglichkeiten sei hier auf die
EP-B1-0 102 522 verwiesen. Im vorliegenden Beispiel der Fig. 1 weist der Boden 9 eine äussere Aufstandsfläche
11 auf, die ringförmig einen zentralen eingezogenen Bodenteil 10 umgibt.
[0026] Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren wird zunächst ein Kunststoffinnenteil 1 der
in Fig. 1 dargestellten Art durch Tiefziehen aus einer Kunststoffolie oder einen anderen
geeigneten Herstellungsprozess hergestellt. Der fertige Becher wird dann anschliessend
mit einem mantelartigen Aussenteil 12, wie es beispielhaft in Fig. 2 wiedergegeben
ist zu einem Kombi-Verpackungsbehälter verbunden, indem das Aussenteil 12 wie eine
Manschette von unten über das becherförmige Kunststoffinnenteil 1 geschoben und am
Innenteil fixiert wird. Dies hat den besonderen Vorteil, dass nur die auf das zu verpackende
Produkt abgestimmten, produktspezifisch bedruckten Aussenteile, die sich leicht falten
und platzsparend lagern lassen, auf Vorrat gehalten werden müssen, während die (unspezifischen)
Kunststoffinnenteile je nach Bedarf direkt beim Abfüller oder auch an anderer Stelle
auf einfachen Tiefziehvorrichtungen hergestellt und anschliessend mit dem Aussenteil
vereinigt werden.
[0027] Das mantelartige Aussenteil 12 kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen und
auf verschiedene Weise hergestellt sein. Bezüglich der Möglichkeiten sei auf die
EP-B1-0 102 522 und die
EP-B1-0 408 515 verwiesen. Wird das Aussenteil 12-was häufig der Fall ist - aus einem Zuschnitt aus
aussen und/oder innen bedrucktem Kartonmaterial hergestellt, so wird der Zuschnitt
beispielsweise auf einem Dorn mantelförmig gewickelt und anschliessend die Seitenkanten
in einem Ueberlappungsbereich 13 miteinander verklebt. Selbstverständlich kann beim
Aussenteil 12 zum besseren Trennen von Kunststoffinnenteil 1 auch ein Solltrennstreifen
mit Grifflappen und entsprechenden Perforationslinien vorgesehen werden, wie dies
in der
EP-B1-0 408 515 beschrieben ist.
[0028] Die Fixierung des mantelartigen Aussenteils 12 auf dem becherförmigen Kunststoffinnenteil
1 erfolgt vorzugsweise durch ein lösbares Einrasten. Als Einrastmittel am Kunststoffinnenteil
1 funktionieren dabei der obere Rand bzw. der Siegelflansch 3 und die umlaufende Schulter
8 mit dem darüberliegenden Hinterzug 5. Der Aussendurchmesser der Schulter 8 ist (geringfügig)
grösser als der Innendurchmesser der Unterkante 15. Die Höhe des Aussenteils 12 in
axialer Richtung ist etwas geringer als der (axiale) Abstand zwischen der Unterseite
des Siegelflansches 3 und der Schulter 8.
[0029] Zur Bildung des Kombi-Verpackungsbehälters 16 bzw. 19', wie er in Fig. 3 dargestellt
ist und in Fig. 5 im vergrösserten Ausschnitt zu sehen ist, wird das mantelartige
Aussenteil 12 gemäss Fig. 2 soweit über das Kunststoffinnenteil 1 gemäss Fig. 1 geschoben,
bis es mit der Oberkante 14 an der Unterseite des Siegelflansches 3 anstösst. Zugleich
gleitet die Unterkante 15 des Aussenteils 12 über die Schulter 8, die aufgrund von
Material und Geometrie federnd nachgibt und ihren Aussendurchmesser reduziert. Gleichzeitig
mit dem Anstossen der Oberkante 14 am Siegelflansch ist die Unterkante 15 über die
Schulter 8 hinweggeglitten und hat diese wieder freigegeben, so dass die Schulter
8 in ihre Ausgangsposition einrastend zurückspringt. Das mantelartige Aussenteil 12
ist so zwischen dem Siegelflansch 3 und der Schulter 8 auf dem Kunststoffinnenteil
1 lösbar fixiert.
[0030] Zugleich ist die Oberkante 14 durch den Siegelflansch 3 und die Unterkante 15 durch
die Schulter 8 schützend abgedeckt. Dies ist von Vorteil, wenn beispielsweise ein
mantelartiges Aussenteil 12 aus feuchtigkeitsempfindlichem Kartonmaterial eingesetzt
werden soll. Es ist darüber hinaus möglich, zum Schutz der Kanten eine Umfalzung vorzusehen,
wie dies aus der
EP-B1-0 102 522 bekannt ist. Je nach Auslegung des mantelartigen Aussenteils 12 im Vergleich zum
becherförmigen Kunststoffinnenteil 1 kann ein mehr oder weniger strammer Sitz des
Aussenteils 12 auf dem Innenteil erreicht werden.
[0031] Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, weist das Aussenteil 12 eine weitgehend glatte Mantelfläche
ohne schwächende Absätze oder dgl. auf. Aus diesem Grunde ist das Aussenteil 12 in
der Lage, relativ grosse axiale Druckkräfte aufzufangen. Entsprechend kann das Aussenteil
12 beim fertigen Kombi-Verpackungsbehälter 16 axiale Druckkräfte auffangen, die auf
den Boden 9 und den Siegelflansch 3 des Kunststoffinnenteils wirken. Eine wesentliche
Rolle spielt dabei der oben bereits erwähnte "Federboden". Wird axialer Druck an das
Kunststoffinnenteil 1 des Kombi-Verpackungsbehälters 16 angelegt, verschiebt sich
der Boden 9 federnd in Richtung auf den Siegelflansch 3, bis die Schulter 8 auf die
Unterkante 15 des mantelförmigen Aussenteils 12 drückt. Stösst das Aussenteil 12 gleichzeitig
mit seiner Oberkante 14 an den Siegelflansch 3 an, wird der axiale Druck weitgehend
in das mantelförmige Aussenteil 12 eingeleitet und dort aufgefangen. Auf diese Weise
wird die Steifigkeit des Kombi-Verpackungsbehälters 16 gegenüber den bisher bekannten
Behältern massgeblich erhöht, so dass die befüllten Behälter auch ohne zusätzliche
Hilfsmittel in mehreren Lagen übereinander gestapelt werden können.
[0032] Die Funktion des umlaufenden Absatzes 4 beim Ineinanderstapeln mehrerer Kombi-Verpackungsbehälter
16, 16' wird aus den Fig. 4 und 5 deutlich. Die Teile des zweiten Kombi-Verpackungsbehälters
16' sind dabei mit denselben Bezugszeichen - allerdings in gestrichener Form - versehen
wie die entsprechenden Teile des ersten Kombi-Verpackungsbehälters 16. Beim Ineinanderstapeln
der Behälter 16 und 16' stützt sich der obere zweite Behälter 16', der ebenso ein
mantelartiges Aussenteil 12', ein becherartiges Kunststoffinnenteil 1', Hinterzugabschnitte
6', 7', eine Schulter 8', eine Aufstandsfläche 11', einen Absatz 4' und ein eingezogenes
Bodenteil 10' umfasst, mit seiner Aufstandsfläche 11' auf dem Absatz 4 des ersten
Behälters 16 ab. Der nach innen ragende Absatz 4 bzw. 4' gewährleistet dabei, dass
ein Aussenteil 12 bzw. 12' mit glatter Mantelfläche verwendet werden kann. Die Stapelhöhe,
d.h. der Höhenzuwachs durch das Ineinanderstapeln von zwei Behältern 16, 16' hängt
massgeblich von der Höhe des Hinterzuges 5 ab. Wird die Höhe des Hinterzuges 5 und
damit auch die Stapelhöhe vergrössert, vergrössert sich am Absatz 4, 4' der Innendurchmesser.
Dadurch ist es möglich, auch den Aussendurchmesser der Schulter 8, 8' zu vergrössern.
Die Schulter 8, 8' steht dann weiter über die Unterkante 15 des eingerasteten Aussenteils
12, 12' vor, wodurch Einrastfunktion und Schutz der Unterkante 15 verbessert werden
können.
[0033] Weiter oben ist bereits erwähnt worden, dass das zur Herstellung des Aussenteils
12, 12' ein entsprechender Zuschnitt zu einem Mantel gewickelt wird, und die Seitenkanten
in einem Ueberlappungsbereich 13 miteinander verklebt werden. Das entstehende rohrförmige
Aussenteil ist auf diese Weise direkt zum Drüberschieben über das Kunststoffinnenteil
1, 1' bereit. In anderen Fällen ist es jedoch wünschenswert, für platzsparende Lagerung
und Transport die Aussenteile in flachgedrückter Form vorliegend zu haben. Dies wird
erreicht, wenn - wie in Fig. 6 und 7 zu erkennen ist - zur Herstellung des mantelartigen
Aussenteils 12 ein Zuschnitt entlang zweier Faltlinien 24, 25 bzw. 26, 27 gefaltet
und die Seitenkanten in einem Ueberlappungsbereich 13 miteinander verklebt werden.
Die Faltlinien 24, 25 bzw. 26, 27 können dabei zweckmässigerweise beim Herstellen
des Zuschnitts in das Material eingeprägt werden.
[0034] In den Beispielen der Fig. 6 und 7 sind am Ueberlappungsbereich 13 des Aussenteils
12 zusätzliche Aufreisshilfen vorgesehen. Ein oben am Ueberlappungsbereich angeordneter
Grifflappen 17 kann mit der Hand nach unten gezogen werden, um das Aussenteil 12 am
Ueberlappungsbereich 13 aufzutrennen. Das Auftrennen wird dadurch erleichtert, dass
der Ueberlappungsbereich 13 auf der einen Seite durch eine Perforation 18 begrenzt
ist, die ebenfalls beim Herstellen des Zuschnitts in das Material eingebracht werden
kann. Im Beispiel der Fig. 6 bildet eine der Faltlinien (24) zugleich die andere Begrenzungslinie
des Ueberlappungsbereiches 13 und wirkt ähnlich wie eine Perforation und unterstützt
den Aufreissvorgang. Im Beispiel der Fig. 7 liegt dagegen der Ueberlappungsbereich
13 in der Mitte zwischen den Faltlinien 26, 27. Gemäss Fig. 8 werden die Aussenteile
12 nach Fig. 6 oder 7 in derselben Weise vom Boden 9 her über das Kunststoffinnenteil
1 geschoben, wie dies bereits weiter oben beschrieben worden ist. Unterschiede ergeben
sich nur insoweit, als die flach gefalteten Aussenteile der Fig. 6 und 7 vor den Drüberschieben
über das Kunststoffinnenteil 1 zunächst rohrförmig aufgespannt werden müssen.
[0035] Für den vorliegenden Kombi-Verpackungsbehälter können grundsätzlich alle Materialien
und Abmessungen verwendet werden, die bereits in den Druckschriften
EP-B1-0 102 522 und
EP-B1-0 408 515 beschrieben worden sind. Besonders bevorzugt wird es, dass Kunststoffinnenteil 1
bzw. 1' durch Tiefziehen aus einer PP-Folie herzustellen, und für das Aussenteil 12
bzw. 12' Zuschnitte aus bedrucktem Kartonmaterial mit oder ohne Solltrennstreifen
zu verwenden. Wird das Aussenteil 12 bzw. 12' aus einem Kunststoff hergestellt, ist
es für eine vereinfachte Verarbeitung von Vorteil, dasselbe Material zu verwenden,
wie für das Kunststoffinnenteil 1, 1'.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0036]
- 1,1'
- Kunststoffinnenteil (becherförmig)
- 2
- Wand
- 3
- Siegelflansch
- 4,4'
- Absatz (umlaufend)
- 5
- Hinterzug (umlaufend)
- 6,6',7,7'
- Hinterzugabschnitt
- 8,8'
- Schulter (umlaufend)
- 9
- Boden
- 10,10'
- eingezogenes Bodenteil
- 11,11'
- Aufstandsfläche (umlaufend)
- 12,12'
- Aussenteil (mantelartig)
- 13
- Ueberlappungsbereich
- 14
- Oberkante (Aussenteil)
- 15
- Unterkante (Aussenteil)
- 16,16'
- Kombi-Verpackungsbehälter
- 17
- Grifflappen
- 18
- Perforation
- 24,..,27
- Faltlinie
1. Verfahren zum Herstellen eines becherförmigen Kombi-Verpackungsbehälters (16, 16'),
welcher ein innenliegendes becherförmiges, sich nach unten verjüngendes Kunststoffinnenteil
(1, 1') und ein das Kunststoffinnenteil (1, 1') aussen umgebendes, anliegendes, mantelartiges
Aussenteil (12, 12') umfasst, wobei das mantelartige Aussenteil (12, 12') über das
fertig ausgeformte, becherförmige Kunststoffinnenteil (1, 1') geschoben und anschliessend
am becherförmigen Kunststoffinnenteil (1, 1') fixiert wird, und wobei ein becherförmiges
Kunststoffinnenteil (1, 1') verwendet wird, welches Einrastmittel (3, 8) umfasst,
in welche das mantelartige Aussenteil (12, 12') zur Fixierung am becherförmigen Kunststoffinnenteil
(1, 1') lösbar einrastet, wobei die Einrastmittel einen oberen, nach aussen vorstehenden
Rand am becherförmigen Kunststoffinnenteil (1, 1') umfassen, und wobei das mantelartige
Aussenteil (12, 12') beim Drüberschieben über das becherförmige Kunststoffinnenteil
(1, 1') mit seiner Oberkante (14) von unten an den Rand stösst,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrastmittel weiterhin eine im Bodenbereich des becherförmigen Kunststoffinnenteils
(1, 1') angeordnete umlaufende Schulter (8, 8') umfassen, deren Aussendurchmesser
grösser ist als der Innendurchmesser der unteren Kante (15) des mantelartigen Aussenteils
(12), dass das mantelartige Aussenteil (12, 12') beim Drüberschieben über das becherförmige
Kunststoffinnenteil (1, 1') mit seiner Unterkante (15) so weit über die umlaufende
Schulter (8, 8') geschoben wird, dass es hinter der Schulter (8, 8') einrastet, und
dass das Aussenteil (12, 12') nach dem Einrasten zwischen dem Rand und der umlaufenden
Schulter (8, 8') gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Rand des becherförmigen Kunststoffinnenteils (1, 1') als Siegelflansch
(3) ausgebildet ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein mantelartiges Aussenteil (12, 12') verwendet wird, welches aus einem Kunststoff,
insbesondere einer Kunststoffolie aus demselben Material wie das Kunststoffinnenteil
(1, 1'), besteht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein mantelartiges Aussenteil (12, 12') verwendet wird, welches im wesentlichen aus
Papier- oder Kartonmaterial besteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mantelartige Aussenteil (12, 12') auf der Aussen- und/oder Innenseite bedruckt
ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des mantelartigen Aussenteils (12, 12') ein Zuschnitt zu einem Mantel
gewickelt wird, und die Seitenkanten in einem Ueberlappungsbereich (13) miteinander
verklebt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des mantelartigen Aussenteils (12, 12') ein Zuschnitt entlang zweier
Faltlinien (24, 25 bzw. 26, 27) gefaltet und die Seitenkanten in einem Ueberlappungsbereich
(13) miteinander verklebt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Faltlinien (24) zugleich die eine Begrenzungslinie des Ueberlappungsbereiches
(13) bildet, und dass der Ueberlappungsbereich auf der anderen Seite durch eine Perforation
(18) begrenzt ist.
1. Process for producing a combination packaging beaker (16, 16'), which has an internal
beaker-shaped plastics inner part (1, 1') tapering towards the bottom and an external
sleeve-type outer part (12, 12') surrounding and abutting with the plastics inner
part (1, 1'), the sleeve-type outer part (12, 12') being pushed onto the ready-moulded
beaker-shaped plastics inner part (1, 1') and then fixed to the beaker-shaped plastics
inner part (1, 1'), wherein the beaker-shaped plastics inner part (1, 1') used has
locating means (3, 8) in which the sleeve-type outer part (12, 12') releasably locates
so as to fix it to the beaker-shaped plastics inner part (1, 1), which locating means
comprise a top, outwardly projecting ridge on the beaker-shaped plastics inner part
(1, 1') so that when the sleeve-type outer part (12, 12') is pushed up over the beaker-shaped
plastics inner part (1, 1') its top edge (14) hits the ridge from underneath, characterised in that the locating means further comprise a circumferentially disposed shoulder (8, 8')
in the base region of the beaker-shaped plastics inner part (1, 1'), the external
diameter of which is bigger than the internal diameter of the bottom edge (15) of
the sleeve-type outer part (12), and when the sleeve-type outer part (12, 12') is
pushed up over the beaker-shaped plastics inner part (1, 1') its bottom edge (15)
is pushed far enough past the peripheral shoulder (8, 8') to locate behind the shoulder
(8, 8') and once located, the outer part (12, 12') is retained between the edge and
the peripheral shoulder (8, 8').
2. Process as claimed in claim 1, characterised in that the top edge of the beaker-shaped plastics inner part (1, 1') is provided in the
form of a sealing flange (3).
3. Process as claimed in one of claims 1 or 2, characterised in that a sleeve-type outer part (12, 12') is used, which is made from a plastics material,
in particular a plastics film of the same material as the plastics inner part (1,
1').
4. Process as claimed in one of claims 1 or 2, characterised in that a sleeve-type outer part (12, 12') is used, which is essentially made from paper
or board material.
5. Process as claimed in one of claims 3 or 4, characterised in that the sleeve-type outer part (12, 12') has print applied to the external and/or internal
face.
6. Process as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that the sleeve-type outer part (12, 12') is made by winding a cutting to form a sleeve
and bonding the side edges to one another in an overlap region (13).
7. Process as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that the sleeve-type outer part (12, 12') is made by folding a cutting along two fold
lines (24, 25 or 26, 27) and bonding the side edges to one another in an overlap region
(13).
8. Process as claimed in claim 7, characterised in that one of the fold lines (24) simultaneously forms a boundary line of the overlap region
(13) and the overlap region is bounded by a perforation (18) at the other side.
1. Procédé de fabrication d'un récipient d'emballage combiné en forme de gobelet (16,
16'), qui comporte une partie intérieure en matériau synthétique (1, 1') située à
l'intérieur, en forme de gobelet, se rétrécissant vers le bas ainsi qu'une partie
extérieure (12, 12') entourant à l'extérieur la partie intérieure en matériau synthétique
(1, 1'), s'appliquant à celle-ci, en forme d'enveloppe, où la partie extérieure en
forme d'enveloppe (12, 12') est poussée sur la partie intérieure en matériau synthétique
(1, 1') formée, configurée en gobelet et est fixée ensuite à la partie intérieure
en matériau synthétique en forme de gobelet (1, 1'), et où une partie intérieure en
matériau synthétique en forme de gobelet (1, 1') est utilisée, qui comporte des moyens
d'enclenchement (3, 8) dans lesquels s'enclenche amoviblement la partie extérieure
(12, 12') en forme d'enveloppe pour la fixation à la partie intérieure en matériau
synthétique en forme de gobelet (1, 1'), où les moyens d'enclenchement comportent
un bord supérieur faisant saillie vers l'extérieur à la partie intérieure en matériau
synthétique en forme de gobelet (1, 1'), et où la partie extérieure en forme d'enveloppe
(12, 12') lors de la poussée sur la partie intérieure en matériau synthétique en forme
de gobelet (1, 1') bute avec son arête supérieure (14) depuis en dessous au bord,
caractérisé en ce que les moyens d'enclenchement comportent en outre un épaulement (8, 8') s'étendant tout
autour disposé dans la zone de fond de la partie intérieure en matériau synthétique
en forme de gobelet (1, 1'), dont le diamètre extérieur est plus grand que le diamètre
intérieur de l'arête inférieure (15) de la partie extérieure en forme d'enveloppe
(12), en ce que la partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12'), lors de la poussée sur la partie
intérieure en matériau synthétique en forme de gobelet (1, 1') est poussée avec son
arête inférieure (15) sur l'épaulement s'étendant tout autour (8, 8') suffisamment
pour qu'elle s'enclenche derrière l'épaulement (8, 8') et en ce que la partie extérieure (12, 12'), après l'enclenchement, est retenue entre le bord
et l'épaulement s'étendant tout autour (8, 8').
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bord supérieur de la partie intérieure en matériau synthétique en forme de gobelet
(1, 1') est réalisé comme bride de scellement (3).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12') est utilisée, qui est constituée
d'un matériau synthétique, notamment d'une feuille de matériau synthétique dans le
même matériau que la partie intérieure en matériau synthétique (1, 1').
4. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12') est utilisée, qui est constituée
essentiellement d'un matériau en papier ou en carton.
5. Procédé selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que la partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12') est imprimée sur le côté extérieur
et/ou intérieur.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour réaliser la partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12'), une pièce découpée
est roulée pour former une enveloppe, et les bords latéraux sont assemblés par collage
dans une zone de recouvrement (13).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour la réalisation de la partie extérieure en forme d'enveloppe (12, 12'), une
pièce découpée est pliée le long de deux lignes de pliage (24, 25 respectivement 26,
27), et les bords latéraux sont assemblés par collage dans une zone de recouvrement
(13).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'une des lignes de pliage (24) forme en même temps une ligne de délimitation de
la zone de recouvrement (13), et en ce que la zone de recouvrement est délimitée sur l'autre côté par une perforation (18).