| (19) |
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(11) |
EP 0 929 705 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.06.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D01G 27/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9800/257 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9906/619 (11.02.1999 Gazette 1999/06) |
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| (54) |
WICKELVORRICHTUNG
WINDING DEVICE
DISPOSITIF D'ENROULEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT |
| (30) |
Priorität: |
30.07.1997 DE 19732832
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
| (73) |
Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GRABER, Werner
CH-8810 Horgen (CH)
- SPOERRI, Christian
CH-8457 Humlikon (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 770 716 DE-C- 910 754
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DE-A- 19 630 925 GB-A- 1 024 615
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 18, no. 296 (C-1209), 6. Juni 1994 & JP 06 057544 A
(HOWA MACH LTD), 1. März 1994
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung zur Erzeugung eines Wattenwickels,
bei der die Watte auf einen von einem umlaufenden, endlosen Riemen angetriebenen Kern
aufgewickelt wird, der hierzu in einer zwischen zwei Umlenkrollen gebildeten, mit
zunehmendem Wattenwickel größer werdenden Schleife des gespannten Riemens aufgenommen
wird, wobei der zunächst leere Kern mittels eines vorzugsweise um eine Achse schwenkbaren
Positionierarmes von einem Kernmagazin in eine Aufwikkelposition überführt wird.
[0002] Bei einer aus der DE-PS 910 754 bekannten Wickelvorrichtung der eingangs genannten
Art werden die Kerne mittels zweier um eine gemeinsame Achse verschwenkbarer Ladehebel
in die Aufwickelposition überführt, die zur Aufnahme eines jeweiligen Kerns mit verschiebbaren
Bolzen versehen sind, die jeweils durch einen Elektromagneten betätigt werden müssen.
Zur Überführung eines jeweiligen Kerns müssen somit nicht nur die Ladehebel verschwenkt
werden, es ist auch eine Beaufschlagung der Elektromagnete erforderlich, um die die
Kernaufnahme bildenden Bolzen entsprechend zu betätigen.
[0003] Ziel der Erfindung ist es, eine insbesondere hinsichtlich eines möglichst einfachen
Aufbaus und einer möglichst problemlosen Kernzuführung verbesserte Wickelvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Positionierarm zumindest
zwischen einer Übernahmestellung, in der er einen jeweiligen Kern aus dem Kernmagazin
übernimmt, und einer Positionierstellung verstellbar ist, in der der Kern eine definierte
Aufwickelposition einnimmt, daß Mittel vorgesehen sind, um während der Überführung
des Kerns in die Aufwickelposition abschnittsweise auftretende Riemenlängenverlagerungen
auszugleichen, daß sowohl die Überführung des Kerns in die Aufwickelposition als auch
der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen zumindest teilweise automatisiert und
durch eine Steuereinrichtung gesteuert sind und daß der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen
und die Überführung des Kerns in die Aufwickelposition über die Steuereinrichtung
so koordiniert sind, daß der Positionierarm unter Überwindung einer vorgebbaren Riemenspannkraft
und ständiger Anlage des Kerns am Riemen in die Aufwickelposition überführbar ist.
[0005] Mit dieser Ausbildung wird bei einfach gehaltenem und damit kostengünstigem Aufbau
ein hoher Automatisierungsgrad erreicht, wobei aufgrund des mit der Überführung des
Kerns in die Aufwickelposition bzw. der entsprechenden Verstellung des Positionierarmes
koordinierten Ausgleichs der Riemenlängenverlagerungen eine stets zuverlässige Kernzuführung
gewährleistet ist.
[0006] Die Steuereinrichtung ist vorzugsweise mit wenigstens einem eine jeweilige Stellung
des Positionsarmes erfassenden Sensor gekoppelt.
[0007] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung
ist die Steuereinrichtung so ausgelegt, daß eine jeweilige Verlagerung des Riemens
durch die Ausgleichsmittel erst erfolgt, nachdem ab der Freigabe des Positionierarmes
für eine jeweilige Überführung des Kerns in die Aufwickelposition eine vorgebbare
Zeit verstrichen ist.
[0008] Ist die Steuereinrichtung mit wenigstens einem eine jeweilige Stellung des Positionierarmes
bzw. des Kerns überwachenden Sensor gekoppelt, so kann gemäß einer alternativen zweckmäßigen
Ausführungsform eine jeweilige Verlagerung des Riemens durch die Ausgleichsmittel
auch in Abhängigkeit von den betreffenden Sensorsignalen ausgelöst werden.
[0009] Um sowohl eine problemlose Entnahme von Kernen aus dem Kernmagazin als auch ein zuverlässiges,
problemloses Überführen des jeweiligen Kerns in eine definierte Aufwickelposition
zu gewährleisten, ist der Positionierarm vorzugsweise mit einer Kernaufnahme versehen,
die zwei federnd ausgebildete und/oder federbelastete Klemmbacken umfaßt, die mit
dem Aufsetzen der Kernaufnahme auf den jeweiligen Kern entgegen der Federkraft auseinander
gedrückt werden und nach einem Entfernen des Kerns aufgrund der Federkraft wieder
ihre Ausgangsstellung einnehmen, wobei der Positionierarm über einen mit einer Steuereinrichtung
gekoppelten Antrieb verstellbar ist.
[0010] Aufgrund dieser Ausbildung genügt es, den Positionierarm entsprechend zu verstellen,
beispielsweise zu verschwenken. Eine aktive Beaufschlagung der Kernaufnahme ist nicht
erforderlich. Der jeweilige Kern wird zwangsläufig mit dem Aufsetzen der Kernaufnahme
in dieser aufgenommen und festgehalten. Dabei werden die Klemmbacken entgegen der
Federkraft auseinander gedrückt. Auch bei der Kernabgabe ist keinerlei aktive Beaufschlagung
der Kernaufnahme erforderlich. Wird der Kern in der Aufwickelposition festgehalten,
so wird die Kernaufnahme mit dem Zurückstellen des Positionierarmes von diesem abgezogen,
wobei die Klemmbacken aufgrund der Federkraft wieder ihre Ausgangsstellung einnehmen.
Das Verstellen des Positionierarmes erfolgt über den mit der Steuereinrichtung gekoppelten
Antrieb. Es ist somit bei einfach gehaltenem Aufbau auf problemlose Weise eine praktisch
vollständige Automatisierung der gesamten Kernzufuhr möglich.
[0011] Das Kernmagazin ist zweckmäßigerweise schachtartig ausgebildet, wobei die Kerne nacheinander
in einen Übernahmebereich des Kernmagazins überführbar sind, in dem ein jeweiliger
Kern von der Kernaufnahme des Positionierarmes übernommen wird. In diesem Fall ist
vorzugsweise ein mit der Steuereinrichtung gekoppelter Sensor vorgesehen, durch den
der Übernahmebereich des Kernmagazins daraufhin überwacht wird, ob ein von der Kernaufnahme
des Positionierarmes zu übernehmender Kern vorhanden ist oder nicht.
[0012] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform dient wenigstens ein mit der Steuereinrichtung
gekoppelter Sensor dazu, die Kernaufnahme des Positionierarmes daraufhin zu überwachen,
ob in dieser ein Kern aufgenommen ist oder nicht. Dieser der Kernaufnahme zugeordnete
Sensor erfaßt vorzugsweise ein sich mit dem Aufsetzen der Kernaufnahme auf einen jeweiligen
Kern ergebendes Auseinanderdrücken der Klemmbacken. Ein solcher Sensor kann somit
beispielsweise direkt an dem Positionierarm oder der Kernaufnahme bzw. an einem Klemmbacken
angeordnet sein. Nachdem mit einem solchen Sensor festgestellt werden kann, ob die
Kemaufnahme des Positionierarmes den im Übernahmebereich des Kernmagazins angeordneten
Kern erfaßt hat, kann über diesen Sensor auch festgestellt werden, ob der Positionierarm
die betreffende Position erreicht hat oder nicht. Auf einen zusätzlichen Positionssensor
zur Erfassung dieser Position kann somit ggf. verzichtet werden.
[0013] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform wird bei seine Übernahmestellung
einnehmendem Positionierarm ein jeweiliger Kern aus dem Kernmagazin in die Kernaufnahme
übernommen, während der Kern bei seine Positionierstellung einnehmendem Positionierarm
in die definierte Aufwickelposition abgegeben wird. In diesem Fall ist die Steuereinrichtung
zweckmäßigerweise zumindest mit einem die Positionierstellung des Positionierarmes
erfassenden Sensor gekoppelt. Grundsätzlich ist auch die Verwendung eines die Übernahmestellung
des Positionierarmes erfassenden Sensors denkbar. Anstelle eines solchen die Übernahmestellung
des Positionierarmes erfassenden Positionssensors kann jedoch auch der bereits erwähnte
Sensor zur Überwachung der Kernaufnahme vorgesehen sein.
[0014] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform ist das Kernmagazin im Übernahmebereich
mit einer vorzugsweise über die Steuereinrichtung betätigbaren Sperreinrichtung versehen,
um einen jeweiligen Kern im Übernahmebereich zurückzuhalten bzw. zur anschließenden
Überführung in die Aufwickelposition freizugeben.
[0015] Zweckmäßigerweise ist wenigstens eine der Umlenkrollen zwischen einer zur Bildung
der Schleife vorgesehenen Arbeitsstellung und einer Auswurfstellung verstellbar, in
die diese Umlenkrolle überführbar ist, um den Wattenwickel auszuwerfen, indem der
Riemen unter Aufhebung der Schleife gestrafft wird. In diesem Fall ist es von Vorteil,
wenn die Steuereinrichtung zumindest mit einem die Auswurfstellung der betreffenden
Umlenkrolle erfassenden Sensor und/oder mit einem den erfolgten Auswurf des Wattenwickels
erfassenden Sensor gekoppelt ist.
[0016] Bei einer betreffenden Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung wird
die dem Übernahmebereich des Kernmagazins zugeordnete Sperreinrichtung zweckmäßigerweise
erst dann deaktiviert bzw. der von der Kernaufnahme erfaßte Kern erst dann freigegeben
und durch ein entsprechendes Verstellen des Positionierarmes von dem Kernmagazin in
die Aufwickelposition überführt, wenn die betreffende Umlenkrolle ihre Auswurfstellung
erreicht hat und der Wattenwickel ausgeworfen wurde. Zudem ist die Steuereinrichtung
zweckmäßigerweise mit einem dem Wikkeldurchmesser erfassenden Sensor gekoppelt und
so ausgelegt, daß bei Erreichen eines vorgebbaren Wickeldurchmessers der Riemenantrieb
stillgesetzt und anschließend die betreffende Umlenkrolle in die Auswurfstellung überführt
wird.
[0017] Vorteilhafterweise ist zusätzlich zu einer den Riemen während des Wickelvorgangs
spannenden Spanneinrichtung wenigstens ein zusätzliches Ausgleichselement vorgesehen,
durch das zumindest der größte Teil von während der Überführung des Kerns in die Aufwickelposition
abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen ausgeglichen wird, während
die beim Wickelvorgang infolge der mit zunehmendem Wattenwickel größer werdenden Schleife
abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen zumindest überwiegend durch
die Spanneinrichtung ausgeglichen werden. Dieses Ausgleichselement kann somit insbesondere
kleiner dimensioniert sein als die Spanneinrichtung. Zudem kann es für einen möglichst
schnellen Ausgleich der in der Regel kleineren Riemenlängenverlagerungen ausgelegt
sein, wodurch ein schnelleres Überführen des Kerns in die definierte Aufwickelposition
möglich ist. In der Praxis ist der Riemen über mehrere Umlenkrollen geführt, so daß
beispielsweise wenigstens eine dieser Umlenkrollen zur Bildung eines jeweiligen Ausgleichselements
entsprechend verschieb- und/oder verschwenkbar sein kann. Grundsätzlich ist jedoch
auch die Verwendung eines oder mehrerer gesonderter Ausgleichselemente möglich.
[0018] Über die Steuereinrichtung kann zweckmäßigerweise auch eine vor dem Übernahmebereich
vorgesehene Sperreinrichtung des Kernmagazins betätigt werden, die dazu vorgesehen
ist, einen jeweiligen Kern in einem vor dem Übernahmebereich gelegenen Bereich zurückzuhalten
bzw. zur anschließenden Überführung in den Übernahmebereich freizugeben.
[0019] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung
ist der Positionierarm um eine feststehende Achse schwenkbar.
[0020] Der Positionierarm ist zweckmäßigerweise über einen mit der Steuereinrichtung gekoppelten,
insbesondere in Abhängigkeit von den jeweiligen Sensorsignalen ansteuerbaren hydraulischen,
pneumatischen oder elektrischen Antrieb verstellbar. Zweckmäßigerweise umfaßt dieser
dem Positionierarm zugeordnete Antrieb wenigstens eine Zylinder/Kolben-Einheit.
[0021] Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel ist die dem Übernahmebereich des Kernmagazins
zugeordnete Sperreinrichtung durch wenigstens eine, vorzugsweise zwei insbesondere
auf einander gegenüberliegenden Seiten des Kernmagazins angeordnete Zylinder/Kolben-Einheiten
betätigbar. Auch zur Betätigung der vor dem Übernahmebereich des Kernmagazins vorgesehenen
Sperreinrichtung kann beispielsweise eine Zylinder/Kolben-Einheit vorgesehen sein.
[0022] Einen besonders einfachen Aufbau der Kernaufnahme erhält man dann, wenn die beiden
Klemmbacken durch wenigstens eine Feder in ihre Ausgangsstellung belastet sind, in
der sie bis zu einem vorgebbaren gegenseitigen Abstand gegeneinander gedrückt sind.
Sind die beiden Klemmbakken beispielsweise relativ zueinander verschwenkbar und über
die Schwenkachse hinaus jeweils durch einen sich von der Klemmaufnahme weg erstreckenden
Schenkel verlängert, so ist die Feder vorzugsweise zwischen den beiden Schenkeln angeordnet.
Dabei kann sie auf einer die beiden Schenkel durchsetzenden Schraube sitzen, wobei
der Abstand zwischen den Klemmbacken durch diese vorzugsweise mit einer Mutter versehenen
Schraube vorgebbar ist.
[0023] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung
ist der Kern durch den Positionierarm in eine definierte Aufwickelposition überführbar,
in der er während des anschließenden Wickelvorgangs um eine feste Achse drehbar ist.
Bei den Kernen kann es sich insbesondere um Hülsen handeln. Während des Wickelvorgangs
ist ein jeweiliger Kern zweckmäßigerweise zwischen zwei Wickelscheiben angeordnet,
die mit in den hülsenartigen Kern eingreifenden Ansätzen versehen sind, durch die
der durch den Positionierarm überführte Kern schließlich zentriert wird. In der Regel
genügt es somit, wenn der Kern durch den Positionierarm in den Bereich der Zentrierachse
der Wikkelscheiben überführt wird.
[0024] Die Steuereinrichtung kann mit wenigstens einem Sensor gekoppelt sein, durch den
die jeweilige Positionierung und/oder Position zumindest einer Wickelscheibe überwacht
wird.
[0025] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung
ist das schachtartige Kernmagazin gegenüber der Horizontalen geneigt und der Übernahmebereich
durch den unteren Endbereich des Kernmagazins gebildet. Die Kerne können somit derart
im Magazin gestapelt sein, daß die Überführung des jeweils untersten Kerns in den
Übernahmebereich durch die Schwerkraft und ggf. den Staudruck weiterer im Kernmagazin
enthaltener Kerne zumindest unterstützt wird.
[0026] Die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung ist insbesondere in der Kämmerei verwendbar,
wo sie beispielsweise ein aus einem Streckwerk auslaufendes, über Kehrbleche, Kalanderwalzen
und/oder dergleichen zugeführtes Vlies aufnimmt. Der fertige Wickel wird dann anschließend
einer Kämmaschine zugeführt.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung des Grundaufbaus einer möglichen Ausführungsform einer
Wickelvorrichtung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines zwischen zwei Wikkelscheiben eingesetzten Kerns,
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht der am freien Ende des Positionierarmes vorgesehenen
Kernaufnahme,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung der im Übernahmebereich des Kernmagazins vorgesehenen
Sperreinrichtung,
- Figur 5
- eine schematische Darstellung der vor dem Übernahmebereich des Kernmagazins vorgesehenen
Sperreinrichtung und
- Figur 6
- ein vereinfachtes, rein beispielhaftes Schaltschema der mit einer Steuereinrichtung
versehenen Wickelvorrichtung.
[0028] Figur 1 zeigt in rein schematischer Darstellung den Grundaufbau einer möglichen Ausführungsform
einer Wickelvorrichtung 10 zur Erzeugung eines Wattenwickels 12. Grundsätzlich kann
eine solche Wickelvorrichtung 10 dazu dienen, ein Vlies, einen Flor oder Watte aus
Fasermaterial zu einem Wickel aufzurollen, bevor das Fasermaterial einer weiteren
Behandlung unterzogen wird. So kann die Wickelvorrichtung beispielsweise in einer
Kämmerei zur Aufnahme eines aus einem Streckwerk auslaufenden, über Kehrbleche, Kalanderwalzen
und/oder dergleichen zugeführten Vlieses dienen, wobei der erzeugte Wickel anschließend
einer Kämmaschine vorgelegt wird. Im folgenden ist im Zusammenhang mit dem zugeführten
Fasermaterial der Einfachheit halber lediglich von Watte die Rede, was nicht in einschränkendem
Sinne zu verstehen ist.
[0029] Der Wickelvorrichtung 10 wird Watte 14 über eine hier nicht dargestellte Wattenzuführung
zugeführt.
[0030] Die Watte 14 wird auf einen hülsenartigen Kern H aufgewickelt, der beim dargestellten
Ausführungsbeispiel während des Wickelvorgangs um eine feste Achse A drehbar gelagert
ist, was dadurch erreicht wird, daß er während dieses Wickelvorgangs in der in Figur
2 dargestellten Weise zwischen zwei um die Achse A drehbaren Wickelscheiben 16, 18
geklemmt ist. Der Kern H wird von einem umlaufenden, endlosen Riemen 20 angetrieben,
durch den zwischen zwei Umlenkrollen R1 und R2 eine sich vertikal nach unten erstreckende
Schleife 22 gebildet wird, in der der Kern H während des Wickelvorgangs aufgenommen
ist.
[0031] Im vorliegenden Fall wird der hülsenartige Kern H und damit der sich auf diesem bildende
Wattenwickel 12 durch den Riemen 20 entgegen dem Uhrzeigersinn angetrieben, wie dies
durch den Pfeil F angedeutet ist. Die den hülsenartigen Kern H und damit den sich
bildenden Wattenwickel umschlingende Schleife 22 des Riemens 20 wird mit zunehmendem
Wattenwickel größer, wobei der Riemen 20 während des gesamten Wickelvorgangs durch
eine Spanneinrichtung 24 gespannt wird. Dieses Spanneinrichtung 24 umfaßt eine Spannrolle
Rs. Im vorliegenden ist diese Spannrolle Rs an einem Schwenkarm 26 gelagert, der durch
einen beispielsweise durch eine Zylinder/Kolbeneinheit gebildeten Antrieb 28 verstellbar,
d.h. verschwenkbar ist.
[0032] Außer über die beiden zwischen sich die Schleife 22 bildenden Umlenkrollen R1 und
R2 sowie die Spannrolle Rs der Spanneinrichtung 24 ist der Riemen 20 über weitere
Umlenkrollen R3 und R4 geführt.
[0033] Die Umlenkrolle R2 ist zwischen einer zur Bildung der Schleife 20 vorgesehenen Arbeitsstellung
(vgl. Figur 1) und einer nicht dargestellten Auswurfstellung verstellbar, in die diese
Umlenkrolle R2 überführbar ist, um den in Figur 1 gestrichelt dargestellten fertigen
Wattenwickel 12 auszuwerfen, indem der Riemen 20 unter Aufhebung der Schleife 22 gestrafft
wird. Dazu ist die Umlenkrolle R2 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel am freien
Ende eines Schwenkarmes 30 gelagert, der über einen beispielsweise wiederum eine Zylinder/Kolben-Einheit
umfassenden Antrieb 32 um die Achse A schwenkbar ist (vgl. Figur 1). Der ausgeworfene
fertige Wattenwickel 12 gelangt anschließend in eine Wickelaufnahme 34.
[0034] Nach Beendigung des Wickelvorgangs und vor dem Auswerfen des Wickels wird zunächst
die Watte getrennt. Damit wird insbesondere sichergestellt, daß sich der Wickel vor
dem Ausrollvorgang nicht wieder aufwickelt. Erfolgt die Wattenzuführung über Kalanderwalzen,
so besteht eine mögliche Variante einer Trennung darin, daß beim Erreichen einer vorgegebenen
aufgewickelten Wattenlänge die Wattenzuführung durch die Kalanderwalzen unterbrochen
wird, während der Riemen noch für eine bestimmte Zeit in Bewegung ist. Durch eine
vorbestimmte Zeit, in welcher der fertig gewickelte Wattenwickel durch den Riemen
bei stillstehenden Kalanderwalzen noch gedreht wird, kann das Abrißende an einer definierten
Stellung auf den Wattenwickel positioniert werden.
[0035] Für einen Auswurf des jeweiligen Wattenwickels 12 wird der die Umlenkrolle R2 tragende
Schwenkarm 30 nach rechts verschwenkt, woraufhin der Wattenwickel 12 in die Wickelaufnahme
34 gelangt. Nach dem weiter unten näher beschriebenen Einführen des nächsten hülsenartigen
Kerns H wird die Umlenkrolle R2 dann durch ein Rückschwenken des Schwenkarmes 30 wieder
in die in Figur 1 dargestellte Arbeitsstellung verbracht.
[0036] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wird der Riemen 20 durch die Umlenkrolle R3
angetrieben.
[0037] Rechts oberhalb der beiden zwischen sich die Schleife 22 bildenden Umlenkrollen R1,
R2 (vgl. Figur 1) ist ein mehrere hülsenartige Kerne H enthaltendes Kernmagazin 36
angeordnet. Zur Überführung eines jeweiligen leeren Kerns H von dem Kernmagazin 36
in die durch die Achse A definierte Aufwickelposition ist ein um eine feste Achse
B schwenkbarer Positionierarm 38 vorgesehen. Dieser Positionierarm 38 ist an seinem
freien Ende mit einer Kernaufnahme 40 versehen. In dem schachtartig ausgebildeten,
gegenüber der Horizontalen leicht geneigten Kernmagazin 36 gelangen die Kerne H nacheinander
in einen Übernahmebereich 42, in dem der jeweilige, in die Aufwickelposition zu überführende
Kern H von der Kernaufnahme 40 des Positionierarmes 38 übernommen wird. Wie anhand
der Figur 1 zu erkennen ist, ist der Übernahmebereich 42 des schachtartigen, gegenüber
der Horizontalen geneigten Kernmagazins 36 durch den unteren Endbereich dieses Kernmagazins
36 gebildet.
[0038] Wie am besten anhand von Figur 3 zu erkennen ist, umfaßt die Kernaufnahme 40 des
Positionierarmes 38 zwei federbelastete Klemmbacken 44, 46, die mit dem Aufsetzen
der Kernaufnahme 40 auf einen jeweiligen Kern H entgegen der Federkraft auseinander
gedrückt werden und nach einem Entfernen des Kerns H aufgrund der Federkraft wieder
ihre in Figur 3 dargestellte Ausgangsstellung einnehmen.
[0039] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Klemmbacken 44, 46 der Kernaufnahme
40 durch eine Feder 48 in eine Ausgangsstellung belastet, in der sie bis zu einem
vorgebbaren gegenseitigen Abstand a gegeneinander gedrückt sind.
[0040] Dabei sind die beiden Klemmbacken 44, 46 um eine Achse C relativ zueinander verschwenkbar
und über diese Schwenkachse C hinaus jeweils durch einen sich von der Klemmaufnahme
50 weg erstreckenden Schenkel 52, 54 verlängert, wobei die Feder 48 zwischen den beiden
Schenkeln 52, 54 angeordnet ist. Die durch die Schenkel 52, 54 verlängerten Klemmbakken
44, 46 sind in der in Figur 3 dargestellten Weise durch seitliche Elemente 56, 58
verstärkt.
[0041] Zudem sitzt die Feder 48 beim dargestellten Ausführungsbeispiel auf einer die beiden
Schenkel 52, 54 durchsetzenden Schraube 60, der gemäß Figur 3 eine Mutter 62 zugeordnet
ist. Durch diese Schraube 60 mit zugeordneter Mutter 62 ist der Abstand a zwischen
den Klemmbacken 44, 46 einstellbar.
[0042] Der Positionierarm 38 ist über einen mit einer Steuereinrichtung 64 (vgl. Figur 6)
gekoppelten Antrieb 66 verschwenkbar, der im vorliegenden Fall wieder wenigstens eine
Zylinder/Kolben-Einheit umfaßt (vgl. Figur 1). Die über die Steuereinrichtung 64 erfolgende
Ansteuerung dieses dem Positionierarm 38 zugeordneten Antriebs 66 erfolgt ebenso wie
weitere insbesondere der Hülsenzufuhr dienende Vorgänge in Abhängigkeit von Sensorsignalen.
[0043] Wie insbesondere den Figuren 1 und 3 entnommen werden kann, ist u.a. ein mit der
Steuereinrichtung 64 (vgl. Figur 6) gekoppelter Sensor 68 vorgesehen, durch den die
Kemaufnahme 40 des Positionierarmes 38 daraufhin überwacht wird, ob in dieser ein
Kern H aufgenommen ist oder nicht. Im vorliegenden Fall erfüllt dieser der Kernaufnahme
40 zugeordnete Sensor 68 die Funktion eines Schalters, der am Schenkel 54 bzw. der
Verstärkung 58 angeordnet und durch einen Anschlag 70 betätigt wird, der mit dem in
Verlängerung der Klemmbacke 44 vorgesehenen anderen Schenkel 52 der Kernaufnahme 40
verbunden ist (vgl. Figur 3). Der Sensor 68 erfaßt somit ein sich mit dem Aufsetzen
der Kernaufnahme 40 auf einen jeweiligen Kern H ergebendes Auseinanderdrücken der
Klemmbakken 44, 46. Über diesen Sensor kann somit mittelbar auch die Schwenklage des
Positionierarmes 38 erfaßt werden, in der die Kernaufnahme 40 einen im Übernahmebereich
42 des Kernmagazins 36 bereitgestellten Kern H erfaßt hat.
[0044] Der Positionierarm 38 ist somit insbesondere zwischen dieser Übernahmestellung, in
der ein jeweiliger Kern H aus dem Kernmagazin 36 in die Kernaufnahme 40 übernommen
wird, und einer Positonierstellung verstellbar, in der der Kern H die durch die Achse
A definierte Aufwickelposition einnimmt, in die er aus der Kernaufnahme 40 abgegeben
wird. Dabei genügt es, daß der betreffende Kern zunächst in den Bereich dieser durch
die Zentrierachse der beiden Wickelscheiben 16, 18 vorgegebenen Achse A überführt
wird, die mit in den hülsenartigen Kern H eingreifenden Ansätzen 72, 74 versehen sind,
durch die der zwischen den beiden drehbaren Wickelscheiben 16, 18 festzuklemmende
Kern H schließlich zentriert wird.
[0045] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steuereinrichtung 64 mit einem die
Positionierstellung des Positionsarmes 38 erfassenden Sensor 76 gekoppelt, während
die Übernahmestellung des Positionierarmes 38, in der ein jeweiliger Kern H aus dem
Kernmagazin 36 in die Kernaufnahme 40 übernommen wird, mittelbar über den Sensor 68
erfaßt werden kann.
[0046] Der Positionierarm 38 ist zusätzlich in eine Ruhestellung verschwenkbar, in der er
sowohl außerhalb des Schleifenbereichs des Riemens 20 als auch außerhalb des Kernmagazinbereichs
liegt, d.h. im vorliegenden Fall weiter nach oben verschwenkt ist. Diese obere Ruhestellung
des Positionierarmes 38 wird durch einen Sensor 78 erfaßt (vgl. Figur 1). Auch dieser
Sensor 78 ist wieder mit der Steuereinrichtung 64 (vgl. Figur 6) verbunden ist.
[0047] Die Steuereinrichtung 64 ist zudem mit einem Sensor 80 gekoppelt, durch den der Übernahmebereich
42 des Kernmagazins 36 daraufhin überwacht wird, ob ein von der Kernaufnahme 40 des
Positionierarmes 38 zu übernehmender Kern H vorhanden ist oder nicht (vgl. Figuren
1 und 6).
[0048] Im Übernahmebereich 42 des Kernmagazins 36 ist eine über die Steuereinrichtung 64
betätigbare Sperreinrichtung 82 vorgesehen (vgl. insbesondere Figuren 1, 4 und 6),
die dazu dient, einen jeweiligen Kern H im Übernahmebereich 42 zurückzuhalten bzw.
zur anschließenden Überführung in die Aufwickelposition freizugeben.
[0049] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese dem Übernahmebereich 42 des Kernmagazins
36 zugeordnete vordere Sperreinrichtung 82 durch zwei auf den beiden einander gegenüberliegenden
Seiten des Kernmagazins 36 angeordnete Zylinder/Kolben-Einheiten 84, 86 betätigbar
(vgl. die Figuren 1 und 4).
[0050] Gemäß Figur 4 sind die Zylinder der beiden seitlichen Zylinder/Kolben-Einheiten 84,
86 am oberen Ende an Lagern 88, 90 angelenkt, die im oberen Bereich außen an der betreffenden
Seitenwand des Kernmagazins 36 angeordnet sind. Die äußeren Enden der Kolbenstangen
sind über aufgesetzte Gabelköpfe 92, 94 gelenkig mit an einem jeweiligen Stangenscharnier
96, 98 angebrachten Elementen 100, 102 verbunden, um durch eine entsprechende Betätigung
der Zylinder/Kolben-Einheiten 84, 86 ein Sperrelement 104 in einer Schließstellung
zu halten oder in eine Freigabestellung zu überführen.
[0051] Das Kernmagazin 36 ist mit einer weiteren über die Steuereinrichtung 64 betätigbaren
Sperreinrichtung 106 versehen (vgl. insbesondere Figuren 1, 5 und 6), die dazu dient,
einen jeweiligen Kern H in einem vor dem Übernahmebereich 42 (vgl. Figur 1) gelegenen
Bereich zurückzuhalten bzw. zur anschließenden Überführung in den Übernahmebereich
42 freizugeben.
[0052] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist diese vor dem Übernahmebereich 42 des Kernmagazins
36 vorgesehene Sperreinrichtung 106 durch wenigstens eine Zylinder/Kolben-Einheit
108 betätigbar (vgl. Figuren 1, 5 und 6). Als Sperrelement ist eine um eine Achse
D schwenkbare, im Bereich dieser Schwenkachse D abgewinkelte Klappe 110 vorgesehen
(vgl. Figuren 1 und 5). Gemäß Figur 5 ist der Zylinder der betreffenden Zylinder/Kolben-Einheit
108 am einen Ende an einem Lager 112 angelenkt, das außen am Boden des Kernmagazins
36 angebracht ist. Das freie Ende der Kolbenstange ist gelenkig mit einem Verbindungselement
114 gekoppelt, das fest mit dem in der Figur 5 linken Schenkel der abgewinkelten Klappe
110 verbunden ist, durch den ein betreffender Kern zurückgehalten wird, bevor er zur
Überführung in den Übernahmebereich 42 (vgl. Figur 1) freigegeben wird. Das freie
Ende des rechten Schenkels der Klappe 110 ist in der in Figur 5 dargestellten Weise
abgebogen. Durch dieses abgebogene Ende des rechten Schenkels der Klappe 110 wird
bei entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkter Klappe ein nachfolgender Kern zurückgehalten,
während ein vorderer Kern H durch den linken Schenkel freigegeben wird. Diese Freigabestellung
ist in der Figur 5 gestrichelt dargestellt, während die Sperrstellung in durchgezogenen
Linien gezeigt ist.
[0053] Gemäß Figur 1 sind dem Antrieb 32 für den die Umlenkrolle R2 tragenden Schwenkarm
30 zwei Sensoren 116, 118 zugeordnet. Dabei kann beispielsweise über den Sensor 116
die in Figur 1 dargestellte Arbeitsstellung und beispielsweise über den Sensor 118
die Auswurfstellung der Umlenkrolle R2 erfaßt werden. Auch diese beiden Sensoren 116
und 118 sind wiederum mit der Steuereinrichtung 64 verbunden.
[0054] Die Steuereinrichtung 64 ist zudem mit einem im Bereich der Wickelaufnahme 34 angeordneten,
den erfolgten Auswurf des Wattenwickels 12 erfassenden Sensor 120 (vgl. Figur 1) gekoppelt.
[0055] Im vorliegenden Fall ist die mit den betreffenden Sensoren verbundene Steuereinrichtung
64 u.a. so ausgelegt, daß die dem Übernahmebereich 42 des Kernmagazins 36 zugeordnete
vordere Sperreinrichtung 82 erst dann deaktiviert bzw. der von der Kernaufnahme 40
erfaßte Kern H erst dann freigegeben und durch ein entsprechendes Verschwenken des
Positionsarmes 38 um die feste Achse 78 von dem Kernmagazin 36 in die Aufwickelposition
überführt wird, wenn die betreffende Umlenkrolle R2 ihre Auswurfstellung erreicht
hat und der Wattenwickel 12 ausgeworfen wurde.
[0056] Die Steuereinrichtung 64 ist zudem mit einem den Wickeldurchmesser erfassenden Sensor
122 (vgl. Figuren 1 und 2) gekoppelt und so ausgelegt, daß bei Erreichen eines vorgebbaren
Wickeldurchmessers der Riemenantrieb stillgesetzt und anschließend die Umlenkrolle
R2 in die Auswurfstellung überführt wird.
[0057] Wie anhand der Figur 1 zu erkennen ist, sind dem der Spanneinrichtung 24 zugeordneten
Antrieb 28 zwei Sensoren 124, 126 zugeordnet, durch die die betreffenden Stellungen
der Spannrolle Rs erfaßt werden können. Auch diese beiden Sensoren 124 und 126 sind
wieder mit der Steuereinrichtung 64 verbunden.
[0058] Die Steuereinrichtung 64 ist zudem mit zwei Sensoren 128, 130 gekoppelt, durch die
die jeweilige Positionierung und/oder Position der beiden Wickelscheiben 16, 18 überwacht
werden kann (vgl. Figuren 2 und 6). In der Figur 2 ist außer diesen beiden Sensoren
128, 130 auch der den Wikkeldurchmesser erfassende Sensor 122 erkennbar.
[0059] Im vorliegenden Fall wird der jeweilige Kern H durch den Positionierarm 38 unter
Überwindung der jeweiligen Riemenspannkraft in die Aufwickel-position überführt. Dabei
ist es zweckmäßig, wenn zusätzlich zu der den Riemen 20 während des Wickelvorgangs
spannenden Spanneinrichtung 24 wenigstens ein zusätzliches Ausgleichselement vorgesehen
ist, durch das zumindest der größte Teil von während der Überführung des Kerns H in
die Aufwickelposition abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen ausgeglichen
wird, während die beim Wickelvorgang infolge der mit zunehmendem Wattenwickel 12 größer
werdenden Schleife 22 abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen zumindest
überwiegend durch die Spanneinrichtung 24 ausgeglichen werden. Ein solches Ausgleichselement
kann beispielsweise durch eine entsprechend verschieb- und/oder verschwenkbare Umlenkrolle,
beispielsweise die Umlenkrolle R3, gebildet sein. Die betreffenden Ausgleichsmittel
können jedoch auch weitere oder andere Ausgleichselemente umfassen. Derartige Ausgleichselemente
können dann insbesondere kleiner dimensioniert sein als die Spanneinrichtung 24. Damit
ist insgesamt ein schnellerer Ausgleich der in der Regel kleineren Riemenlängenverlagerungen
bei der Kernzufuhr möglich. Auf dieselbe Weise können beispielsweise auch die während
des Verschwenkens der Umlenkrolle R2 auftretenden Riemenlängenverlagerungen ausgeglichen
werden.
[0060] Sobald über den Sensor 68 festgestellt wurde, daß ein im Übernahmebereich 42 des
Kernmagazins 36 bereitgestellter leerer Kern H von der Kernaufnahme 40 des Positionierarmes
38 erfaßt wurde, und über die Sensoren 118 bzw. 120 feststellt wurde, daß der fertige
Wattenwickel 12 nach einem Verschwenken der Umlenkrolle R2 ausgeworfen wurde, wird
die dem Übernahmebereich 42 zugeordnete vordere Sperreinrichtung 82 deaktiviert und
der dem Positionierarm 38 zugeordnete, hier durch eine Zylinder/Kolben-Einheit gebildete
Antrieb 66 für ein anschließendes Verschwenken des Positionierarmes 38 nach unten
in die Positionierstellung freigegeben. Damit gelangt der hülsenartige Kern H in den
Bereich der Zentrierachse A der seitlichen Wickelscheiben 16, 18, durch deren Ansätze
72, 74 er schließlich zentriert wird. Die Positionierung und/oder Position der Wickelscheiben
16, 18 wird durch die Sensoren 128 und 130 überwacht (vgl. Figur 2).
[0061] Nachdem der betreffende Kern H zwischen den beiden drehbar gelagerten Wickelscheiben
16, 18 festgeklemmt ist, wird der Positionierarm 38 über den zugeordneten Antrieb
66 wieder nach oben verschwenkt, bis er seine durch den Sensor 78 erfaßte Ruhestellung
erreicht hat. Inzwischen wurden die beiden Klemmbacken 44, 46 der Kernaufnahme 40
durch die Feder 48 wieder auseinandergedrückt, wodurch der durch den Sensor 68 gebildete
Schalter wieder gelöst wurde (vgl. insbesondere Figur 3). Der Sensor 80 zeigt an,
daß der Übernahmebereich 42 des Kernmagazins 36 wieder frei geworden ist, woraufhin
ein neuer hülsenartiger Kern H nach einem entsprechenden Lösen der hinteren Sperreinrichtung
106 in den vorderen Übernahmebereich 42 rollen kann. Die vordere Sperreinrichtung
82 wurde bereits mit dem Ansprechen des die obere Ruhestellung des Positionierarmes
38 erfassenden Sensors 78 wieder aktiviert. Nachdem über den Sensor 80 festgestellt
wurde, daß in dem Übernahmebereich 42 wieder ein Kern H vorhanden ist, kann der Positionierarm
38 in die in Figur 1 gezeigte Übernahmestellung verschwenkt werden, in der der im
Übernahmebereich 42 bereitgestellte Kern H von der Kernaufnahme 40 ergriffen wird.
Mit dem Aufsetzen der Kernaufnahme 40 auf den Kern H werden die beiden federbelasteten
Klemmbacken 44, 46 entgegen der Federkraft auseinander gedrückt. Demzufolge genügt
es, den Positionierarm 38 zu verschwenken. Eine besondere Beaufschlagung oder Ansteuerung
der Kernaufnahme 40 ist nicht erforderlich. Der jeweilige Kern H wird vielmehr zwangsläufig
mit dem Aufsetzen der Kernaufnahme 40 in dieser aufgenommen und festgehalten. Entsprechend
ist auch bei der Kernabgabe keine besondere Beaufschlagung oder Ansteuerung der Kernaufnahme
40 erforderlich Wird der Kern H in der Aufwickelposition durch die beiden Wickelscheiben
16, 18 festgehalten, so wird die Kernaufnahme mit dem Zurückschwenken des Positionierarmes
38 in die obere Ruhestellung von diesem abgezogen, wobei die Klemmbacken 44, 46 aufgrund
der Federkraft wieder ihre Ausgangsstellung einnehmen.
[0062] Anschließend kann der Kernwechselvorgang von neuem beginnen.
[0063] Figur 6 zeigt ein vereinfachtes, rein beispielhaftes Schaltschema der die Steuereinrichtung
64 umfassenden Wickelvorrichtung.
[0064] Danach ist die Steuereinrichtung 64 insbesondere mit dem die Positionierstellung
des Positionierarmes 38 (vgl. Figur 1) erfassenden Sensor 76, dem der Kernaufnahme
40 zugeordneten Sensor 68, dem die Ruhestellung des Positionierarmes 38 erfassenden
Sensor 78, dem den Übernahmebereich 42 des Kernmagazins 36 überwachenden Sensor 80
und dem die Wickelaufnahme 34 (vgl. Figur 1) auf einen ausgeworfenen Wattenwickel
12 hin überwachenden Sensor 120 gekoppelt.
[0065] Zudem ist die Steuereinrichtung 64 über jeweils zwei Leitungen mit drei Ventilen
132, 134 und 136 verbunden. Wie der Figur 6 entnommen werden kann, können die beiden
Ventile 132 und 136 beispielsweise jeweils durch ein 5/3-Wegeventil und das Ventil
134 beispielsweise durch ein 5/2-Wegeventil gebildet sein.
[0066] Über das von der Steuereinrichtung 64 angesteuerte Ventil 132 werden die beiden Zylinder/Kolben-Einheiten
84, 86 des der vorderen Sperreinrichtung 82 (vgl. Figuren 1 und 4) zugeordneten Antriebs
betätigt. Das von der Steuereinrichtung 64 angesteuerte Ventil 134 dient der Betätigung
der der hinteren Sperreinrichtung 106 (vgl. Figuren 1 und 5) zugeordneten Zylinder/Kolben-Einheit
108. Über das dritte von der Steuereinrichtung 64 angesteuerte Ventil 136 wird die
den Antrieb 66 des Positionierarmes 38 bildende Zylinder/Kolben-Einheit betätigt.
[0067] Wie anhand der Figur 6 zu erkennen ist, sind über die Steuereinrichtung 64 die beiden
Steuereingänge Y1 und Y2 des Ventils 132 beaufschlagbar. Ist der Riemenantrieb eingeschaltet,
so ist der rechte Steuereingang Y2 beaufschlagt, während der linke Steuereingang Y1
unbeaufschlagt bleibt. In diesem Fall ist die die Zylinder/Kolben-Einheiten 84, 86
umfassende vordere Sperreinrichtung 82 aktiviert.
[0068] Bei ausgeschaltetem Riemenantrieb ist keiner der beiden Steuereingänge Y1 und Y2
aktiviert, so daß das Ventil 132 eine Mittelstellung einnimmt. Damit bleibt die vordere
Sperreinrichtung 82 zunächst weiterhin aktiviert.
[0069] Nachdem über den Sensor 68 festgestellt wurde, daß ein im Übernahmebereich 42 bereitgestellter
Kern H von der Kernaufnahme 40 erfaßt wurde, wird die vordere Sperreinrichtung 82
zur Freigabe des betreffenden Kerns H deaktiviert, indem der linke Steuereingang Y1
beaufschlagt wird, während der rechte Steuereingang Y2 unbeaufschlagt bleibt.
[0070] Wird über den Sensor 76 festgestellt, daß der Positionierarm 38 seine untere Positionierstellung
erreicht hat, so wird der rechte Steuereingang Y2 des Ventils 132 beaufschlagt, während
der linke Steuereingang Y1 unbeaufschlagt bleibt. Damit wird die vordere Sperreinrichtung
82 über die beiden Zylinder/Kolben-Einheiten 84, 86 wieder aktiviert.
[0071] Über die Steuereinrichtung 64 sind zudem die beiden Steuereingänge Y3 und Y4 des
Ventils 134 beaufschlagbar.
[0072] Ist der Riemenantrieb eingeschaltet, so wird der linke Steuereingang Y3 beaufschlagt,
während der rechte Steuereingang Y4 unbeaufschlagt bleibt. In diesem Fall ist die
die Zylinder/Kolben-Einheit 108 umfassende hintere Sperreinrichtung 106 aktiviert.
Wird nun über den Sensor 80 festgestellt, daß in dem Übernahmebereich 42 des Kernmagazins
36 kein Kern H vorhanden ist, so wird der rechte Steuereingang Y4 beaufschlagt, während
der linke Steuereingang Y3 unbeaufschlagt bleibt. Dadurch wird die hintere Sperreinrichtung
106 über die Zylinder/Kolben-Einheit 108 deaktiviert, um einen jeweiligen Kern H zur
Überführung in den Übernahmebereich 42 freizugeben. Nach einer anschließenden Wartezeit
von etwa 3 Sekunden wird dann wieder der linke Steuereingang Y3 beaufschlagt, während
der rechte Steuereingang Y4 unbeaufschlagt bleibt, wodurch die hintere Sperreinrichtung
106 wieder aktiviert wird. Falls über den Sensor 80 noch keine Meldung über das Vorliegen
des Kerns H in dem Übernahmebereich 42 vorliegt, wird diese soeben beschriebene Routine
wiederholt. Liefert der Sensor 80 auch weiterhin kein entsprechendes Signal, so kann
eine Fehlermeldung erzeugt werden, die angibt, daß im Übernahmebereich 42 kein Kern
H vorhanden ist.
[0073] Über die Steuereinrichtung 64 werden zudem zwei Steuereingänge Y5 und Y6 des Ventils
136 beaufschlagt.
[0074] Ist der Riemenantrieb eingeschaltet, so wird der linke Steuereingang Y5 beaufschlagt,
während der rechte Steuereingang Y6 unbeaufschlagt bleibt.
[0075] In diesem Fall kann der Positionierarm 38 insbesondere in seiner oberen Ruhestellung
gehalten werden.
[0076] Ist der Riemenantrieb ausgeschaltet, so wird keiner der beiden Steuereingänge Y5
und Y6 beaufschlagt. Das Ventil 136 nimmt somit eine Mittelstellung ein, in der der
Positionierarm 38 insbesondere aus Sicherheitsgründen in seiner jeweiligen Position
gehalten wird.
[0077] Wird über den Sensor 120 festgestellt, daß ein fertiger Wattenwickel 12 (vgl. Figur
1) ausgeworfen wurde, so wird für einen anschließenden Kernwechsel der rechte Steuereingang
Y6 beaufschlagt, während der linke Steuereingang Y5 unbeaufschlagt bleibt. Nachdem
der betreffende Kern H in die Aufwickelposition überführt wurde und zwischen den beiden
Wikkelscheiben 16, 18 festgeklemmt ist, was beispielsweise über die beiden Sensoren
128, 130 (vgl. Figur 2) feststellbar ist, wird wieder der linke Steuereingang Y5 beaufschlagt,
während der rechte Steuereingang Y6 unbeaufschlagt bleibt, woraufhin der Positionierarm
38 in seine obere Ruhestellung verschwenkt wird, in der er bis zum nächsten Kernwechsel
verbleibt.
[0078] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist somit der Positionierarm 38 zumindest zwischen
der Übernahmestellung, in der er einen jeweiligen Kern H aus dem Kemmagazin 36 übernimmt,
und der Positionierstellung verstellbar, in der er den Kern H in die definierte Aufwickelposition
abgibt. Zudem sind beispielsweise die Umlenkrolle R3 umfassende Mittel vorgesehen,
um während der Überführung des Kerns H in die Aufwickelposition abschnittsweise auftretende
Riemenlängenverlagerungen auszugleichen. Sowohl die Überführung des Kerns H in die
Aufwickelposition als auch der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen sind zumindest
teilweise automatisiert und durch die Steuereinrichtung 64 gesteuert. Von besonderem
Vorteil ist, wenn der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen und die Überführung
des Kerns H in die Aufwickelposition über die Steuereinrichtung 64 so koordiniert
sind, daß der Positionierarm 38 unter Überwindung einer vorgebbaren Riemenspannkraft
und ständiger Anlage des Kerns H am Riemen 20 in die Aufwickelposition überführbar
ist.
[0079] Dabei kann die Steuereinrichtung 64 zweckmäßigerweise so ausgelegt sein, daß eine
jeweilige Verlagerung des Riemens 20 durch die vorzugsweise die Umlenkrolle R3 umfassenden
Ausgleichsmittel erst erfolgt, nachdem ab der Freigabe des Positionierarmes 38 für
eine jeweilige Überführung des Kerns H in die Aufwickelposition eine vorgebbare Zeit
verstrichen ist.
[0080] So wird beispielsweise nach dem Auftreten eines Signals zur Kernübergabe die Sperre
im Hülsenkanal freigegeben, woraufhin der Positionierarm nach unten verschwenkt wird.
Dabei wird auch ein Zeitglied für die Steuerung der Ausgleichsmittel ausgelöst, um
eine vorgebbare Verzögerungszeit von beispielsweise etwa 3 Sekunden einzustellen.
Der hülsenartige Kern wird dann gegen den Riemen gedrückt. Das Zeitglied löst die
Steuerung für die Ausgleichsmittel R3 aus, wodurch der Riemen so verlagert wird, daß
der nachgeführte Kern in die Aufwickelposition überführt werden kann. Sobald diese
Position erreicht wird, was insbesondere durch wenigstens einen Sensor feststellbar
ist, wird die Riemenverlagerung gestoppt. Der hülsenartige Kern wird nun zwischen
den Wickelscheiben eingespannt, woraufhin der Positionierarm wieder in die neutrale
Stellung zurückgeschwenkt wird. Die ausgeschwenkte Umlenkrolle wird wieder eingeschwenkt,
woraufhin der Wickelvorgang gestartet wird.
[0081] Nachdem die Steuereinrichtung 64 mit wenigstens einem die Stellung des Kerns H bzw.
des Positionierarmes 38 überwachenden Sensor 76, 78 gekoppelt ist, kann eine jeweilige
Verlagerung des Riemens 20 durch die die Umlenkrolle R3 umfassenden Ausgleichsmittel
auch in Abhängigkeit von den betreffenden Sensorsignalen ausgelöst werden.
[0082] In diesem Fall wird somit auf ein Zeitglied verzichtet. Vielmehr wird über entsprechend
angeordnete Sensoren die Stellung des Kerns bzw. des Positionierarmes überwacht. Sobald
der oder die betreffenden Sensoren ansprechen, liegt der hülsenartige Kern bei der
richtigen Spannung auf dem Riemen auf. Daraufhin wird über die Steuereinrichtung die
Verlagerung der den Ausgleichsmitteln zugeordneten Umlenkrolle R3 ausgelöst, so daß
der Kern in die Aufwickelposition überführt werden kann.
1. Wickelvorrichtung (10) zur Erzeugung eines Wattenwickels (12), bei der die Watte (14)
auf einen von einem umlaufenden, endlosen Riemen (20) angetriebenen Kern (H) aufgewickelt
wird, der hierzu in einer zwischen zwei Umlenkrollen (R1, R2) gebildeten, mit zunehmendem
Wattenwickel (12) größer werdenden Schleife (22) des gespannten Riemens (20) aufgenommen
wird, wobei der zunächst leere Kern (H) mittels eines vorzugsweise um eine Achse (B)
schwenkbaren Positionierarmes (38) von einem Kernmagazin (36) in eine Aufwickelposition
überführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Positionierarm (38) zumindest zwischen einer Übernahmestellung, in der er einen
jeweiligen Kern (H) aus dem Kernmagazin (36) übernimmt, und einer Positionierstellung
verstellbar ist, in der der Kern (H) eine definierte Aufwickelposition einnimmt, daß
Mittel (R3) vorgesehen sind, um während der Überführung des Kerns (H) in die Aufwickelposition
abschnittsweise auftretende Riemenlängenverlagerungen auszugleichen, daß sowohl die
Überführung des Kerns (H) in die Aufwickelposition als auch der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen
zumindest teilweise automatisiert und durch eine Steuereinrichtung (64) gesteuert
sind und daß der Ausgleich der Riemenlängenverlagerungen und die Überführung des Kerns
(H) in die Aufwickelposition über die Steuereinrichtung (64) so koordiniert sind,
daß der Positionierarm (38) unter Überwindung einer vorgebbaren Riemenspannkraft und
ständiger Anlage des Kerns (H) am Riemen (20) in die Aufwickelposition überführbar
ist.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuervorrichtung (64) mit wenigstens einem eine jeweilige Stellung des Positionierarmes
(38) erfassenden Sensor (76, 78) gekoppelt ist.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) so ausgelegt ist, daß eine jeweilige Verlagerung des Riemens
(20) durch die Ausgleichsmittel (R3) erst erfolgt, nachdem ab der Freigabe des Positionierarmes
(38) für eine jeweilige Überführung des Kerns (H) in die Aufwickelposition eine vorgebbare
Zeit verstrichen ist.
4. Wickelvorrichtung nach einem Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit wenigstens einem die Stellung des Kerns (H) bzw. des
Positionierarmes (38) überwachenden Sensor (76, 78) gekoppelt ist und daß eine jeweilige
Verlagerung des Riemens (20) durch die Ausgleichsmittel (R3) in Abhängigkeit von den
betreffenden Sensorsignalen ausgelöst wird.
5. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Positionierarm (38) mit einer Kernaufnahme (40) versehen ist, die zwei federnd
ausgebildete und/oder federbelastete Klemmbacken (44, 46) umfaßt, die mit dem Aufsetzen
der Kernaufnahme (40) auf den jeweiligen Kern (H) entgegen der Federkraft auseinander
gedrückt werden und nach einem Entfernen des Kerns (H) aufgrund der Federkraft wieder
ihre Ausgangsstellung einnehmen, und daß der Positionierarm (38) über einen mit einer
Steuereinrichtung (64) gekoppelten Antrieb (66) verstellbar ist.
6. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernmagazin (36) schachtartig ausgebildet ist und die Kerne (H) nacheinander
in einen Übernahmebereich (42) des Kernmagazins (36) überführbar sind, in dem ein
jeweiliger Kern (H) von der Kernaufnahme (40) des Positionierarmes (38) übernommen
wird.
7. Wickelvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit wenigstens einem Sensor (80) gekoppelt ist, durch
den der Übernahmebereich (42) des Kernmagazins (36) daraufhin überwacht wird, ob ein
von der Kernaufnahme (40) des Positionierarmes (38) zu übernehmender Kern (H) vorhanden
ist oder nicht.
8. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit wenigstens einem Sensor (68) gekoppelt ist, durch
den die Kernaufnahme (40) des Positionierarmes (38) daraufhin überwacht wird, ob in
dieser ein Kern (H) aufgenommen ist oder nicht.
9. Wickelvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der der Kernaufnahme (40) zugeordnete Sensor (68) ein sich mit dem Aufsetzen der
Kernaufnahme (40) auf einen jeweiligen Kern (H) ergebendes Auseinanderdrücken der
Klemmbacken (44, 46) erfaßt.
10. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei seine Übernahmestellung einnehmendem Positionierarm (38) ein jeweiliger Kern
(H) aus dem Kernmagazin (36) in die Kernaufnahme (40) übernommen wird und daß der
Kern (H) bei seine Positionierstellung einnehmendem Positionierarm (38) in die definierte
Aufwickelposition abgegeben wird.
11. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) zumindest mit einem die Positionierstellung des Positionierarmes
(38) erfassenden Sensor (76) gekoppelt ist.
12. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Positionierarm (38) zusätzlich in eine Ruhestellung verstellbar ist, in der er
sowohl außerhalb des Schleifenbereiches des Riemens (20) als auch außerhalb des Kernmagazinbereiches
liegt.
13. Wickelvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit einem die Ruhestellung des Positionierarmes (38) erfassenden
Sensor (78) gekoppelt ist.
14. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernmagazin (36) im Übernahmebereich (42) mit einer vorzugsweise über die
Steuereinrichtung (64) betätigbaren Sperreinrichtung (82) versehen ist, um einen jeweiligen
Kern (H) im Übernahmebereich (42) zurückzuhalten bzw. zur anschließenden Überführung
in die Aufwickelposition freizugeben.
15. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Umlenkrollen (R1, R2) zwischen einer zur Bildung der Schleife
(22) vorgesehenen Arbeitsstellung und einer Auswurfstellung verstellbar ist, in die
diese Umlenkrolle (R2) überführbar ist, um den Wattenwickel (12) auszuwerfen, indem
der Riemen (20) unter Aufhebung der Schleife (22) gestrafft wird.
16. Wickelvorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) zumindest mit einem die Auswurfstellung der betreffenden
Umlenkrolle (R2) erfassenden Sensor (118) und/oder mit einem den erfolgten Auswurf
des Wattenwickels (12) erfassenden Sensor (120) gekoppelt ist.
17. Wickelvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Übernahmebereich (42) des Kernmagazins (36) zugeordnete Sperreinrichtung
(82) erst dann deaktiviert bzw. der von der Kernaufnahme (40) erfaßte Kern (H) erst
dann freigegeben und durch ein entsprechendes Verstellen des Positionierarmes (38)
von dem Kernmagazin (36) in die Aufwickelposition überführt wird, wenn die betreffende
Umlenkrolle (R2) ihre Auswurfstellung erreicht hat und der Wattenwickel (12) ausgeworfen
wurde.
18. Wickelvorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit einem den Wickeldurchmesser erfassenden Sensor (112)
gekoppelt und so ausgelegt ist, ist, daß bei Erreichen eines vorgebbaren Wickeldurchmessers
der Riemenantrieb stillgesetzt und anschließend die betreffende Umlenkrolle (R2) in
die Auswurfstellung überführt wird.
19. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu einer den Riemen (20) während des Wickelvorgangs spannenden Spanneinrichtung
(24) wenigstens ein zusätzliches Ausgleichselement (R3) vorgesehen ist, durch das
zumindest der größte Teil von während der Überführung des Kerns (H) in die Aufwickelposition
abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen ausgeglichen wird, während
die beim Wickelvorgang infolge der mit zunehmendem Wattenwickel (12) größer werdenden
Schleife (22) abschnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen zumindest überwiegend
durch die Spanneinrichtung (24) ausgeglichen werden.
20. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernmagazin (36) vor dem Übernahmebereich (42) mit einer vorzugsweise über die
Steuereinrichtung (64) betätigbaren Sperreinrichtung (106) versehen ist, um einen
jeweiligen Kern (H) in einem vor dem Übernahmebereich (42) gelegenen Bereich zurückzuhalten
bzw. zur anschließenden Überführung in den Übernahmebereich (42) freizugeben.
21. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Positionierarm (38) um eine feststehende Achse (B) schwenkbar ist.
22. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Positionierarm (38) über einen mit der Steuereinrichtung (64) gekoppelten, insbesondere
in Abhängigkeit von den jeweiligen Sensorsignalen ansteuerbaren hydraulischen, pneumatischen
oder elektrischen Antrieb (66) verstellbar ist.
23. Wickelvorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der dem Positionierarm (38) zugeordnete Antrieb (66) wenigstens eine Zylinder/Kolben-Einheit
umfaßt.
24. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Übernahmebereich (42) des Kernmagazins (36) zugeordnete Sperreinrichtung
(82) durch wenigstens eine, vorzugsweise zwei insbesondere auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Kernmagazins (36) angeordnete Zylinder/Kolben-Einheiten (84, 86) betätigbar
ist.
25. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vor dem Übernahmebereich (42) des Kernmagazins (36) vorgesehene Sperreinrichtung
(106) durch wenigstens eine Zylinder/Kolben-Einheit (108) betätigbar ist.
26. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Klemmbacken (44, 46) der Kernaufnahme (40) durch wenigstens eine Feder
(48) in ihre Ausgangsstellung belastet sind, in der sie bis zu einem vorgebbaren gegenseitigen
Abstand (a) gegeneinander gedrückt sind.
27. Wickelvorrichtung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Klemmbacken (44, 46) relativ zueinander verschwenkbar und über die Schwenkachse
(C) hinaus jeweils durch einen sich von der Klemmaufnahme (50) weg erstreckenden Schenkel
(52, 54) verlängert sind und daß die Feder (48) zwischen den beiden Schenkeln (52,
54) angeordnet ist.
28. Wickelvorrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (48) auf einer die beiden Schenkel (52, 54) durchsetzenden Schraube (60)
sitzt und der Abstand zwischen den Klemmbacken (44, 46) durch diese vorzugsweise mit
einer Mutter (62) versehene Schraube (60) vorgebbar ist.
29. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (H) durch den Positionierarm (38) in eine definierte Aufwickelposition überführbar
ist, in der er während des anschließenden Wickelvorgangs um eine feste Achse (A) drehbar
ist.
30. Wickelvorrichtung nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß hülsenartige Kerne (H) vorgesehen sind und ein jeweiliger Kern (H) während des Wickelvorgangs
zwischen zwei Wickelscheiben (16, 18) angeordnet ist, die mit in den hülsenartigen
Kern (H) eingreifenden Ansätzen (72, 74) versehen sind, durch die der durch den Positionsarm
(38) überführte Kern (H) schließlich zentriert wird.
31. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (64) mit wenigstens einem Sensor (128, 130) gekoppelt ist,
durch den die jeweilige Positionierung und/oder Position zumindest einer Wickelscheibe
(16, 18) überwacht wird.
32. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das schachtartige Kernmagazin (36) gegenüber der Horizontalen geneigt und der Übernahmebereich
(42) durch den unteren Endbereich des Kernmagazins (36) gebildet ist.
33. Verwendung der Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in der Kämmerei
zur Aufnahme eines aus einem Streckwerk auslaufenden, über Kehrbleche, Kalanderwalzen
und/oder dergleichen zugeführten Vlieses.
1. Lap winding apparatus (10) for producing a lap (12), in which the wadding (14) is
wound onto a core (H) driven by an endless belt (20), and which is taken up in a loop
(22) of the tensioned belt (20) formed between two deflecting rolls (R1, R2), which
loop widens with increasing diameter of the lap (12), in which arrangement the initially
empty core (H) with the help of a positioning arm (38), which preferentially can be
pivoted about an axle (B), is transferred from a core storage (36) into a lap winding
position,
characterised in that
the positioning arm (38) can be moved at least from a take-over position, in which
the core (H) concerned is taken from the core storage (36), and a positioning position,
in which the core (H) is brought into a defined lap winding position, that means (R3)
are provided using which, during the transfer of the core (H) into its lap winding
position, belt length changes occurring in sections are levelled off, that the transfer
of the core (H) into its winding position as well as the levelling off of the belt
length changes are automated at least partially and are controlled by a control device
(64), and that the levelling off of the belt length changes and the transfer of the
core (H) into the winding position are coordinated via a control unit (64) in such
a manner, that the positioning arm (38) overcoming a predetermined belt tension force
and continually holding the core (H) in contact against the belt (20) can be transferred
into the lap winding position.
2. Lap winding apparatus according to the claim 1,
characterised in that
the control device (64) is coupled with at least one sensor (76, 78) scanning the
position of the positioning arm (38).
3. Lap winding apparatus according to the claim 1 or 2,
characterised in that
the control device (64) is laid out in such a manner that the actual change in length
of the belt (20) is effected by the levelling means (R3) only upon the release of
the positioning arm (38) for transferring the core (H) into its lap winding position
after a pre-determinable time period has elapsed.
4. Lap winding apparatus according to the claim 1 or 2,
characterised in that
the control device (64) is coupled with at least one sensor (76, 78) monitoring the
position of the core (H), or of the positioning arm (38) respectively, and that an
actual change of the belt (20) length by the levelling means (R3) is activated in
function of the sensor signals concerned.
5. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the positioning arm (38) is provided with a core take-up device (40), which comprises
two spring type or spring loaded clamping jaws (44, 46), which are pushed open against
the spring force as the core take-up device (40) contacts the core (H) concerned,
and after release of the core (H) move back to their starting position under the influence
of the spring forces, and that the positioning arm (38) can be moved via a drive (66)
coupled to a control device (64).
6. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the core storage (36) is laid out as a chute and that the cores (H) consecutively
can reach a transfer zone (42) of the core storage (36), from where a core (H) at
the time is taken over by the core take-up device (40) of the positioning arm (38).
7. Lap winding apparatus according to the claim 6,
characterised in that
the control device (64) is coupled to a t least one sensor (80), using which the take-over
zone (42) of the core storage (36) is monitored for detecting the presence, or absence
respectively, of a core (H) to be taken over from the core take-up device (40) of
the positioning arm (38).
8. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the control device (64) is coupled to at least one sensor (68), using which the core
take-up device (40) of the positioning arm (38) is monitored for detecting a core
(H) taken up in it, or the absence thereof.
9. Lap winding apparatus according to the claim 8,
characterised in that
the sensor (68) coordinated to the core take-up device (40) detects a pressing apart
of the clamping jaws (44, 46) occurring when the core take-up device (40) contacts
a core (H).
10. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that,
as the positioning arm (38) moves to its take-over position, a core (H) is taken over
from the core storage (36) into the core take-up device (40), and that the core (H),
after the positioning arm (38) has moved to its positioning position, is transferred
to the defined lap winding position.
11. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the control device (64) is coupled with at least one sensor (76) monitoring the positioning
position of the positioning arm (38).
12. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the positioning arm (38) additionally can be moved into a rest position, in which
it is located outside the loop zone of the belt (20) as well as outside the core storage
zone.
13. Lap winding apparatus according to the claim 12,
characterised in that
the control device (64) is coupled to a sensor (78) monitoring the rest position of
the positioning arm (38).
14. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the core storage (36) in its transfer zone (42) is provided with a blocking device
(82), which preferentially can be activated via the control device (64), in order
to hold back a core (H) in the transfer zone (42), and to release it, respectively,
for the subsequent transfer into the lap winding position.
15. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
at least one of the deflecting rolls (R1, R2) can be moved between a working position
provided for forming the loop (22) and an ejection position, into which this deflecting
roll (R2) can be moved, in order to eject the lap (12) by tensioning the belt (20)
the loop (22) being eliminated.
16. Lap winding apparatus according to the claim 15,
characterised in that
the control device (64) is coupled to at least one sensor (118) monitoring the ejection
position of the deflecting roll (R2) concerned and/or to a sensor (120) monitoring
the ejection of the lap (12).
17. Lap winding apparatus according to the claim 16,
characterised in that
the blocking device (82), co-ordinated to the take-over zone (42) of the core storage
(36), is deactivated only, and the core (H) taken up by the core take-up device (40)
respectively, is released, and by corresponding movement of the positioning arm (38)
is transferred from the core storage (36) to the lap winding position, only after
the deflecting roll (R2) concerned has reached its ejection position, and after the
lap (12) has been ejected.
18. Lap winding apparatus according to the claim 17,
characterised in that
the control device (64) is coupled with a sensor (112) scanning the lap diameter,
and is laid out in such a manner that as a predetermined diameter is reached the belt
drive is brought to a standstill, and subsequently the deflecting roll (R2) concerned
is moved to its ejection position.
19. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
in addition to a tensioning device (24) tensioning the belt (20) during the lap winding
process, at least one additional levelling element (R3) is provided, using which at
least during the transfer of the core (H) into the lap winding position, the greater
part of the belt length changes occurring in sections during the transfer of the core
(H) is levelled off, while the loop (22) during the lap winding process owing to the
increasing diameter of the lap (12) widens, which is levelled off, at least to a large
extent, by the tensioning device (24).
20. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the core storage (36) in front of the take-over zone (42) is provided with a blocking
device (106) preferentially activated via the control device (64) in order to hold
back a core (H) concerned in a zone in front of the take-over zone (42), and to release
it for the subsequent transfer into the take-over zone (42).
21. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the positioning arm (38) can be pivoted about a fixed axle (B).
22. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the positioning arm (38) can be moved using a hydraulic, pneumatic or electric drive
(66) coupled with the control device (64) and activated in particular in function
of the current sensor signals.
23. Lap winding apparatus according to the claim 22,
characterised in that
the drive (66) co ordinated to the positioning arm (38) comprises at least one cylinder/piston
unit.
24. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (82) co-ordinated to the take-over zone (42) of the core storage
(36) can be operated by at least one, and preferentially two, cylinder/piston units
(84, 86) arranged in particular on opposite sides of the core storage (36).
25. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (106) provided in front of the take-over zone (42) of the core
storage (36) can be operated by at least one cylinder/piston unit (108).
26. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the two clamping jaws (44, 46) of the core take-up device (40) in their starting position
are spring-loaded by at least one spring (48) and remain in that position until, being pressed against each other, they reach a pre-determinable mutual
distance (a).
27. Lap winding apparatus according to the claim 26,
characterised in that
the two clamping jaws (44, 46) can be pivoted relative to each other, and are prolonged
beyond the pivoting axis (C) by a leg (52, 54) each extending away from the clamping
take-up device (50), and that the spring (48) is arranged between the two legs (52,
54).
28. Lap winding apparatus according to the claim 27,
characterised in that
the spring (48) is placed on a screw bolt (60) extending through the two legs (52,
54), and that the distance between the clamping jaws (44, 46) ca be pre-set using
this screw (60) preferentially provided with a nut (62).
29. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the core (H) can be transferred using the positioning arm (38) into a defined lap
winding position, where during the subsequent lap winding process it is arranged rotatable
about a fixed axis (A).
30. Lap winding apparatus according to the claim 29,
characterised in that
tube-type cores (H) are provided, and a core (H), which during the lap winding process
is arranged between two lap discs (16, 18) provided with protrusions (72, 74) using
which the core (H) transferred using the positioning arm (38) is centred.
31. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the control device (64) is coupled to at least one sensor (128, 130) using which the
actual positioning and/or the position of at least one of the lap discs (16, 18) is
monitored.
32. Lap winding apparatus according to one of the preceding claims,
characterised in that
the chute-type core storage (36) is arranged inclined with respect to the horizontal
plane, and that the take-over zone (42) is formed by the lower end zone of the core
storage (36).
33. Application of the lap winding apparatus according to one of the preceding claims
in combing preparatory machinery for taking up a web delivered by a drafting system
and supplied via web guide plates, calender rolls and/or similar devices.
1. Dispositif d'enroulement (10) utilise pour former un rouleau de nappe (12), dispositif
dans lequel la nappe (14) est enroulèe sur un noyau (H) entraîné par une courroie
sans fin (20) circulante, noyau qui, dans ce but, est réceptionné dans une boucle
(22) de la courroie tendue (20), boucle qui s'agrandit en fonction de 'agrandissement
du rouleau de nappe (12), et qui est formée entre deux galets de renvoi (R1,R2), et
où le noyau (H) qui, vide au départ, est transféré, au moyen d'un bras de positionnement
(38) oscillant de préférence autour d'un axe (B), depuis un magasin de noyaux (36),
dans une position d'enroulement,
caractérisé par le fait
que le bras de positionnement (38) est déplaçable au moins entre une position de transfert,
dans laquelle il extrait chaque fois un noyau (H) depuis le magasin de noyaux (36),
et une position de positionnement, dans laquelle le noyau (H) prend une position d'enroulement
définie, que des moyens (R3) sont prévus, afin de compenser des décalages de longueur
de courroie se manifestant, d'une manière fragmentée, pendant le transfert du noyau
(H) dans la position d'enroulement, qu'aussi bien le transfert du noyau (H) dans la
position d'enroulement que la compensation des décalages de longueur de courroie sont,
au moins partiellement, automatises et commandes par un arrangement de commande (64),
et que la compensation des décalages de longueur de courroie et le transfert du noyau
(H) dans la position d'enroulement sont coordonnes, via l'arrangement de commande
(64), de telle manière que le bras de positionnement (38) peut être transféré dans
la position d'enroulement, en surpassant une forte de tension de courroie pouvant
être prédéterminée, et sous contact constant du noyau (H) sur la courroie (20).
2. Dispositif d'enroulement selon revendication 1,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec au moins un détecteur (76,78) interceptant
chaque position du bras de positionnement (38).
3. Dispositif d'enrouelement selon revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est conçu de telle manière que chacun des décalages
de la courroie (20), réalisé par les moyens de compensation (R3), ne s'effectue qu'après
l'ecoulement d'un temps pouvant être prédéterminé, à partir du déblocage du bras de
positionnement (38) pour chaque transfert du noyau (H) dans la position d'enroulement.
4. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications 1 ou 2,
caractérisé par le fait que l'arrangement de commande (64) est accouple avec au moins un détecteur (76,78) surveillant
la position du noyau (H), respectivement du bras de positionnement (38), et que chaque
décalage de la courroie (20) est déclenché à l'aide des moyens de compensation (R3),
en fonction des signaux de détecteur correspondants.
5. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le bras de positionnement (38) est pourvu d'un récepteur de noyau (40) qui comprend
deux joues de pinçage (44,46), formées d'une maniera élastique et/ou chargées par
ressorts, qui, lors de la mise en place du récepteur de noyau (40) sur chaque noyau
(H), sont écartées en s'opposant à la force élastique, et, après l'éloignement du
noyau (H), reprennent à nouveau leur position de départ, en fonction de la force élastique,
et 3 que le bras de positionnement (38) est déplaçable via un entraînement (66) accouple
avec l'arrangement de commande (64).
6. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le magasin de noyaux (36) est réalisé en forme de boîte et les noyaux (H) peuvent
être transférés l'un après l'autre dans une zone de réception (42) du magasin de noyaux
(36), dans laquelle chaque noyau (H) est réceptionné par le récepteur de noyau (40)
du bras de positionnement (38).
7. Dispositif d'enroulement selon revendication 6,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec au moins un détecteur (80), à l'aide
duquel la zone de réception (42) du magasin de noyaux (36) est surveillée en ce qui
concerne la présence ou l'absence d'un noyau (H) devant être réceptionné par le récepteur
de noyau (40) du bras de positionnement (38).
8. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec au moins un détecteur (68), par lequel
le récepteur de noyau (40) du bras de positionnement (38) est surveille pour savoir
si, oui ou non, un noyau (H) est réceptionné dans celui-ci.
9. Dispositif d'enroulement selon revendication 8,
caractérisé par le fait que
le détecteur (68), affecté au récepteur de noyau (40), intercepte un écartement des
joues de pinçage (44,46) qui résulte de la mise en place du récepteur de noyau (40)
sur un noyau (H) correspondant.
10. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
lorsque le bras de positionnement (38) entre dans sa position de réception, un noyau
correspondant (H) est transféré depuis le magasin de noyaux (36) dans le récepteur
de noyau (40), et, lorsque le bras de positionnement (38) entre dans sa position de
positionnement, le noyau (H) est transféré dans la position d'enroulement définie.
11. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple au moins avec un détecteur (76) interceptant
la position du bras de positionnement (38).
12. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le bras de positionnement (38) est, en plus, déplaçable dans une position de repos,
dans laquelle il repose aussi bien en dehors de la zone de la boucle de la courroie
(20) qu'en dehors de la zone du magasin de noyaux.
13. Dispositif d'enroulement selon revendication 12,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec un détecteur (78) qui détecte la
position de repos du bras de positionnement (38).
14. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans la zone de réception (42), le magasin de noyaux (36) est pourvu d'un arrangement
de blocage (82) pouvant être actionne de préférence via l'arrangement de commande
(64), afin de retenir un noyau correspondant (H) dans la zone de réception (42), respectivement
de le libérer pour le transfert suivant dans la Position d'enroulement.
15. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'au moins un des galets de renvoi (R1,R2) est déplaçable entre une Position de travail
prévue pour la formation de la boucle (22) et une Position d'éjection, dans laquelle
ce galet de renvoi (R2) peut être transféré, afin d'éjecter le rouleau de nappe (12),
en tendant la courroie (20) tout en éliminant la boucle (22).
16. Dispositif d'enroulement selon revendication 15,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple au moins avec un détecteur (118) interceptant
la Position d'éjection du galet de renvoi (R2) correspondant, et/ou avec un détecteur
(120) interceptant 1'ejection effectuée du rouleau de nappe (12).
17. Dispositif d'enroulement selon revendication 16,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de blocage (82) affecte ä la zone de réception (42) du magasin de noyaux
(36) n'est désactivé, respectivement le noyau (H) saisi par le récepteur de noyau
(40) n'est libère et transféré par un déplacement correspondant du bras de positionnement
(38), depuis le magasin de noyaux (36) dans la Position d'enroulement, que lorsque
le galet de renvoi correspondant (R2) a atteint sa Position d'éjection et le rouleau
de nappe (12) a été éjecte.
18. Dispositif d'enroulement selon revendication 17,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec un détecteur (112) détectant le diamètre
du rouleau, et est conçu de telle manière que, lorsque le diamètre de rouleau devant
être prédétermine est atteint, l'entraînement de la courroie est mis à l'arrêt et,
ensuite, le galet de renvoi correspondant (R2) est transféré dans la position d'éjection.
19. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
ajouté à un arrangement de tension (24) tendant la courroie (20) pendant le processus
d'enroulement, au moins un élément de compensation supplémentaire (R3) est prévu,
par lequel au moins la plus grande partie des décalages de longueur de courroie se
manifestant, d'une manière fragmentée, pendant le transfert du noyau (H) dans la position
d'enroulement est compensée, alors que les décalages de longueur de courroie se manifestant,
d'une manière fragmentée, lors du processus d'enroulement, par suite de l'agrandissement
de la boucle (22), avec l'augmentation du rouleau de nappe (12), sont au moins compenses,
en majeure partie, par l'arrangement de tension (24).
20. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
devant la zone de réception (42), le magasin de noyaux (36) est pourvu d'un arrangement
de blocage (106) pouvant être actionné de préférence via l'arrangement de commande
(64), afin de retenir un noyau correspondant (H) dans une zone située devant la zone
de réception (42), respectivement de le libérer pour le transfert suivant dans la
zone de réception (42).
21. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le bras de positionnement (38) est pivotable autour d'un axe fixe (B).
22. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le bras de positionnement (38) est déplaçable via un entraînement hydraulique, pneumatique
ou électrique (66), accouplé avec l'arrangement de commande (64), et pouvant être
amorce particulièrement en fonction des signaux de détecteur correspondants.
23. Dispositif d'enroulement selon revendication 22,
caractérisé par le fait que
l'entraînement (66) affect6 au bras de positionnement (38) comprend au moins une unité
cylindre/piston.
24. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de blocage (82) affecte à la zone de réception (42) du magasin de noyaux
(36) peut être actionne par au moins un, de préférence deux unités cylindre/piston
(84,86), disposées particulièrement sur les côtés se faisant face du magasin de noyaux
(36).
25. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de blocage (106) prévu devant la zone de réception (42) du magasin de
noyaux (36) peut être actionne par au moins une unité cylindre/piston (108).
26. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans la position de départ du récepteur de noyau (40), les deux joues de pinçage (44,46)
sont chargées par au moins un ressort (48), position dans laquelle elles sont pressées
Tune contre l'autre, jusqu'à une distance réciproque (a) devant être prédéterminée.
27. Dispositif d'enroulement selon revendication 26,
caractérisé par le fait que
les deux joues de pinçage (44,46) sont oscillables Tune par rapport à l'autre, et
prolongées au-dessus de faxe de pivotement (C), chacune par une Jambe (52,54) s'étendant
en s'éloignant de la réception de pinçage (50), et que le ressort (48) est dispose
entre les deux jambes (52,54).
28. Dispositif d'enroulement selon revendication 27,
caractérisé par le fait que
le ressort (48) est pose sur une vis (60), traversant les deux jambes (52,54), et
la distance comprise entre les joues de pinçage (44,46) peut être prédéterminée par
cette vis (60) pourvue de préférence d'un écrou (62).
29. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le noyau (H) peut être transféré, par le bras de positionnement (38), dans une position
d'enroulement définie, dans laquelle il peut tourner autour d'un axe fixe (A), pendant
le processus d'enroulement faisant suite.
30. Dispositif d'enroulement selon revendication 29,
caractérisé par le fait que
des noyaux (H) sont prévus en forme de fuseau et, pendant le processus d'enroulement,
le noyau concerne (H) est dispose entre deux disques de rouleau (16,18), lesquels
sont pourvus de pièces ajoutées (72,74) engrenant dans le noyau (H) en forme de fuseau,
par lesquelles le noyau (H), transféré par le bras de positionnement (38), est finalement
centre.
31. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'arrangement de commande (64) est accouple avec au moins un détecteur (128,130) par
lequel le positionnement correspondant et/ou la position d'au moins un disque de rouleau
(16,18) est surveille.
32. Dispositif d'enroulement selon Tune des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le magasin de noyaux (36) en forme de boite est incline par rapport à l'horizontale,
et la zone de réception (42) est formée par la zone terminale inférieure du magasin
de noyaux (36).
33. Utilisation en peignage du dispositif d'enroulement selon Tune des revendications
précédentes, pour la réception d'un voile sortant d'un train d'étirage alimente via
des tôles à surfaces gauches, vers des rouleaux calandreurs et/ou semblables.