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EP 0 930 026 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
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Anmeldetag: 02.01.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A41D 19/00 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
20.01.1998 DE 29800875 U
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Anmelder: Profas GmbH & Co. KG |
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21337 Lüneburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Patentanwälte
Hauck, Graalfs, Wehnert,
Döring, Siemons |
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Neuer Wall 41 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
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(57) Handschuh (2), insbesondere Schutzhandschuh aus polymerem Werkstoff, wobei die Fingerhülle
mindestens des Zeigefingers (6) palmar mindestens im Bereich des Gelenks (8,10) zwischen
medialem und distalem Fingerglied eine vorgegebene Knickstelle aufweist.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Handschuh nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Bekannte Handschuhe dienen dem Schutz der Hände vor Kälte, Hitze, Nässe, mechanischer
Einwirkung, aggressiven Medien usw. und werden ihrer Bestimmung entsprechend aus geeignetem
Material, z.B. Leder, Fell, Gummi, Textil, beschichtetem Textil usw. hergestellt.
Ebenfalls der Bestimmung entsprechend können Handschuhe alle Finger einzeln oder bestimmte
Fingergruppen gemeinsam, insbesondere die vier Finger außer dem Daumen oder die drei
Finger außer Daumen und Zeigefinger, umhüllen.
[0003] Um Beweglichkeit und taktile Sensorik der vom Handschuh umgebenen Hand möglichst
weitgehend aufrecht zu erhalten, wird im allgemeinen der Handschuhwerkstoff möglichst
flexibel oder auch möglichst dünn gewählt. Dies steht jedoch bei vielen Verwendungsbestimmungen
des Handschuhs dessen Schutzwirkung entgegen, die mit abnehmender Dicke und größerer
Flexibilität des Materials üblicherweise geringer wird.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Handschuh die Beweglichkeit
der Fingerhüllen zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 formulierten Merkmale gelöst.
[0006] Bei der vorliegenden Erfindung ist die Fingerhülle mindestens des Zeigefingers bei
einem Handschuh, insbesondere einem Schutzhandschuh, mindestens im Bereich des Gelenks
zwischen medialem und distalem Fingerglied palmar mit einer vorgegebenen Knickstelle
versehen, die vorgeformt und vorzugsweise als quer zum Fingerstrahl verlaufende Einkerbung
ausgebildet sein kann. Durch die auf diese Weise ausgebildete Knickstelle der Fingerhülle
kann der umhüllte Finger im entsprechenden Gelenk leichter gebeugt werden, und die
Einkerbung verhindert dabei eine übermäßige Faltenbildung am Handschuh, was wiederum
die taktile Sensorik des Fingers im Handschuh verbessert und einen sichereren Griff
ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäß können die Fingerhüllen des Handschuhs auch im Bereich der übrigen
Gelenke, etwa zwischen proximalem und medialem Fingerglied, und zwischen Mittelhandknochen
und proximalem Fingerglied, palmar eine vorgegebene Knickstelle, z. B. eine quer zum
Fingerstrahl verlaufende Einkerbung, aufweisen. Die Auswahl der mit einer erfindungsgemäßen
Knickstelle versehenen Gelenke kann sich nach der Verwendungsbestimmung des Handschuhs
und den dabei überwiegend ausgeführten Griffen und Fingerbeugungen richten. Um die
Beweglichkeit der Hand zu unterstützen, umhüllen die mit vorgegebenen Knickstellen
versehenen Fingerhüllen den jeweiligen Finger vorzugsweise jeweils einzeln.
[0008] Zwei Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand der einen beigefügten
Zeichnung beschrieben.
[0009] Die Figur zeigt eine Frontalansicht eines erfindungsgemäßen Handschuhs.
[0010] In der einzigen Figur ist ein Arbeits-Schutzhandschuh 2 aus polymerem Werkstoff in
Frontalansicht dargestellt. In dieser Ansicht sind die gestreckte Daumen- 4 und die
gestreckte Zeigefingerhülle 6 des Handschuhs sichtbar, während die Hüllen der übrigen
Finger von der Zeigefingerhülle verdeckt sind. Weil der Handschuh 2 in der dargestellten
Form hergestellt wurde, zeigt er in dieser Handhaltung keinerlei Falten. Zum Vermeiden
von Faltenbildung beim Beugen des Zeigefingers 6 weist der Handschuh 2 palmar im Bereich
zwischen medialem und distalem Zeigefingerglied eine quer zum Fingerstrahl verlaufende
Einkerbung 8 auf.
[0011] Eine zusätzliche quer zum Fingerstrahl verlaufende, palmare Einkerbung 10 der Zeigefingerhülle
6 im Bereich zwischen proximalem und medialem Zeigefingerglied ist gestrichelt dargestellt.
Sie verhindert Faltenbildung des Handschuhs auch, wenn der Finger in diesem Gelenk
gebeugt wird.
1. Handschuh, insbesondere Schutzhandschuh aus polymerem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fingerhülle (4, 6) mindestens des Zeigefingers palmar mindestens im Bereich
des Gelenks zwischen medialem und distalem Fingerglied eine vorgegebene Knickstelle
(8) aufweist.
2. Handschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fingerhülle (4, 6) mindestens
des Zeigefingers palmar zusätzlich im Bereich des Gelenks zwischen proximalem und
medialem Fingerglied eine vorgegebene Knickstelle (10) aufweist.
3. Handschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickstelle (8,
10) vorgeformt ist.
4. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickstelle
(8, 10) als quer verlaufende Einkerbung (8, 10) ausgebildet ist.
5. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
die mit vorgegebenen Knickstellen (8, 10) versehenen Fingerhüllen (4, 6) den jeweiligen
Finger einzeln umhüllen.