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EP 0 930 476 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2004 Patentblatt 2004/17 |
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Anmeldetag: 19.01.1999 |
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Verfahren zum Offenstellen oder zum Verschliessen einer Abstichöffnung eines metallurgischen
Gefässes und Hammereinrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
Method for opening and closing a tapping hole of a metallurgical vessel and hammer
device, especially for carrying out this method
Procédé pour ouvrir ou fermer un orifice de coulée d'un récipient métallurgique et
dispositif de battage, notamment pour mettre ledit procédé en oeuvre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE DK FI FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
19.01.1998 AT 6698
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
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Patentinhaber: BBG Baugeräte GmbH & Co KG |
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8605 Kapfenberg (AT) |
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Erfinder: |
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- Meisenbichler, Karl, Ing.
8644 Mürzhofen (AT)
- Schantl, Werner, Ing.
8662 Mitterdorf (AT)
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Vertreter: Wildhack, Helmut, Dipl.-Ing. Dr. |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Dr. Helmut Wildhack,
Dipl.-Ing. Dr. Gerhard Jellinek,
Landstrasser Hauptstrasse 50 1030 Wien 1030 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 510 416 DE-C- 437 206
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DE-A- 4 318 571
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Offenstellen oder zum Verschließen
einer Abstichöffnung in einer mit feuerfester Zustellung versehenen Wand eines metallurgischen
Gefäßes, zum Beispiel eines Kupferstein-Schmelzofens, eines Hochofens und dergleichen,
mittels eines vorzugsweise metallischen Verschlußteiles. Weiters werden ein pneumatisch
oder hydraulisch betreibbarer Hammer, insbesondere Bohrhammer. bestehend im wesentlichen
aus einem Schlagwerk mit einem mit einem Werkzeug in Verbindung stehenden Übertragungsteil,
welcher an einem Schlagkolben anstellbar ist, sowie gegebenenfalls einem mit dem Übertragungsteil
wirkverbundenen Drehmotor mit Getriebe und die Verwendung des Hammers für ein Offenstellen
und/oder Verschließen der Abstichöffnung in einem metallurgischen Gefäß umfaßt.
[0002] Bei metallurgischen Gefäßen für eine Herstellung und/oder eine Verarbeitung von bestimmten
Schmelzen können vorteilhaft einstückige Verschlußteile vorgesehen sein, mittels welcher
sequentiell eine Offenstellung und ein Verschließen des Gefäßes dem Verfahren entsprechend
vorzunehmen ist. Diese gegebenenfalls vorzugsweise metallischen Verschlußteile werden
in die Abstichöffnung des Schmelzengefäßes eingebracht und müssen für eine erforderliche
Zeitspanne einen vollkommenen Abschluß bzw. Einschluß der Charge bzw. der flüssigen
Schmelze sicherstellen. Für einen Austrag der Charge ist ein Offenstellen mit möglichst
gesicherter bzw. gewünschter Querschnittsform des Abstiches erforderlich, um einen
weitgehend zylindrischen, nicht zerflatternden Schmelzenstrahl zu erwirken.
[0003] Es sind für die eingangs genannten metallurgischen Gefäße pneumatische Verschließverfahren
bekannt, bei welchen plastifiziertes Feuerfestmaterial zur Beendigung des Chargenaustrages
bzw. zur Abdichtung der Abstichöffnung in diese, zum Beispiel mittels eines Rohres
oder Stopfens, eingebracht und erhärten gelassen wird, wobei gegebenenfalls zur Kompensation
des statischen Druckes der Schmelze zumindest zeitweise Gegenhaltungseinrichtungen
dienlich sein können. Ein Offenstellen des Abstiches erfordert sodann Bohrvorgänge
im Feuerfestmaterial, welche einerseits nicht immer eine zylindrische Kanalform sicherstellen
und andererseits die Form des Werkzeuges im Arbeitsbereich durch eine Einwirkung der
unmittelbar nach Durchbruch durch die Zustellung austretenden, auf hoher Temperatur
befindlichen Schmelze verändern.
[0004] Eine weitere, oftmals nur als höchstwirksame Notmaßnahme verwendete Form eines Offenstellens
eines Abstiches von metallurgischen Gefäßen ist ein Auf- oder Ausbrennen eines Abstichkanales
mit Sauerstoff. Dabei wird durch Zufuhr von Sauerstoff mittels eines Metallrohres,
insbesondere Stahlrohres, welches am Auslaßende Ober die Reaktionstemperatur des Metalles
bzw. Stahles mit Sauerstoff erhitzt ist, bei Anstellung desselben an die Feuerfest-Dichtungsmasse
eine Abstichöffnung durch örtliche Verflüssigung der Masse eingebracht. Eine Ablenkung
des Brennstrahles kann dabei jedoch leicht zu einer für eine Schmelzenleitung ungewünschten
und ungünstigen Kanalform führen, welche in der Folge auch Dichtungsprobleme und/oder
aufwendige Reparaturen verursacht.
[0005] Um die Nachteile der vorgenannten Verfahren zu vermeiden, wurde ein Verschließen
und ein Offenstellen der Abstichöffnung eines metallurgischen Gefäßes mittels eines
vorwiegend zylindrischen oder leicht kegeligen Verschlußteiles, welcher in der Abstichöffnung
wirksam ist, vorgesehen. Dieses Verschlußsystem bzw. diese Vorrichtung erbrachte vorteilhaft
eine jeweils weitgehende formgerechte Offenstellung des Abstiches und ein das FeuerfestMaterial
schonendes Verschließen desselben, verursachte jedoch im operativen und im anlagentechnischen
Bereich Gefahren und Probleme.
[0006] In Weiterverfolgung der vorgenannten Entwicklungen bzw. der Vorschläge zur Lösung
der anstehenden Problematik befaßt sich die Erfindung mit einer den Stand der Technik
entscheidenden verbessernden, sequentiellen Austragstechnologie von Chargen bzw. Schmelzen
aus metallurgischen Gefäßen. Dabei ist es ein Ziel , ein Verfahren anzugeben, mittels
welchem bei einem Abstechen von Schmelzen und Verschließen des Abstichkanales in der
Folge erhöhte Sicherheit, besserer Arbeitsablauf und gesteigerte Wirtschaftlichkeit
erreicht werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist, einen Hammer mit einem
Schlagwerk, insbesondere zum Offenstellen und zum Verschließen einer Abstichöffnung
zu schaffen, mit welchem in beiden Richtungen der Axe des Werkzeuges Bearbeitungen,
vorzugsweise eine Bewegung eines Verschlußteiles in einer Feuerfestzustellung, einfach,
kurzzeitig sowie gegebenenfalls formerhaltend für eine Öffnung einer Ausmauerung eines
metallurgischen Gefäßes wirksam und sicher ermöglicht wird.
[0007] Dieses Ziel wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht,
daß dem Verschlußteil im Bereich des Abstiches eine in die vorgesehene bzw. gewünschte
Richtung wirkende An- oder Rückstellungskraft, gegebenenfalls bei gleichzeitigem Ausüben
eines Drehmomentes vermittelt und in der Folge der Kraft und/oder dem Moment eine
schlagende gleichgerichtete Komponente überlagert und der Verschlußteil bewegt wird.
[0008] Die mit der Erifndung erreichten Vorteile sind insbesondere darin begründet, daß
einer Abzugs- oder Einführungskraft auf den Versclußteil Schläge und gegebenenfalls
ein Drehmoment überlagert werden, wodurch einerseits durch Erstellung von Gleitreibung
eine Verringerung der Kräfte auf die Ausmauerung des Abstichbereiches und somit ein
weitgehender Erhalt der Form des Schmelzenkanals gegeben ist, andererseits ein rasches
sowie einfaches Offenstellen und Verschließen der Abstichöffnung ermöglicht wird,
so daß eine kostengünstige, genaue Chargensequenz bei hoher Betriebssicherheit erreicht
werden kann.
[0009] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die schlagende(n) Komponente(n) durch die
auf den Verschlußteil aufgebrachte Axialkraft ausgelöst wird bzw. werden, weil damit
auch die Verbindungselemente zum Werkzeug besondere Schonung erfahren bzw. eine besonders
hohe Einsatzdauer aufweisen.
[0010] Für ein, oftmals im praktischen Einsatz erforderliches axiales Umstellen der Krafteinwirkung
auf den Verschlußteil zur schonenden Lösung desselben aus dem Feuerfestmauerwerk ist
es, wie gefunden wurde, günstig, wenn der Verschlußteil lösbar mit einem Übertragungsteil
eines einzigen in axialer Richtung alternativ beidseitig wirkenden Schlagwerkes, zum
Beispiel einer Gegenschlageinrichtung, verbunden, vorzugsweise spielfrei verbunden,
wird, wonach das Schlagwerk dem Verschlußteil eine in Längsrichtung durch schlagende
Komponenten überlagerte An- oder Rückstellungskraft, gegebenenfalls bei Einwirkung
eines Drehmomentes, vermittelt und diesen in die oder aus der Abstichöffnung bewegt.
[0011] Besonders wirksam und vorteilhaft, insbesondere für große metallurgische Gefäße mit
gegebenenfalls erhöhtem statischen Druck der Schmelzen kann es sein, wenn der Verschlußteil
durch ein hydraulisch angetriebenes Rohrkolben-Schlagwerk oder dergleichen Drehschlagwerk
beaufschlagt und bewegt wird. Dabei ist im Hinblick auf die Offenstellungs- und Verschließtechnologie
von Vorteil, wenn die Wirkung erlangenden Kräfte, vorzugsweise die An- oder Rückstellungskraft,
insbesondere die schlagende Komponente der jeweiligen Kraft und/oder des Drehmomentes
bzw. die Schlagenergie, geregelt werden.
[0012] Die weitere Aufgabe der Erfindung wird bei einem Hammer der vorgenannten Art dadurch
gelöst, daß der im Schlagwerk axial verschiebbare, mindestens einerseits mit einem
Werkzeug oder dergleichen Mittel verbindbare Übertragungsteil mit einem Innenschaft
und zwei diesem in Axrichtung gegenüberliegenden, im Durchmesser vergrößerten Amboßteilen
ausgebildet ist und der im Schlagwerk mittels des Druckmediums hin- und herbewegbare
Kolben eine Rohrform aufweist und den Innenschaft des Übertragungsteiles in Axrichtung
verschiebbar koaxial umschließt, wobei durch ein axiales Verschieben des Übertragungsteiles
jeweils einer der Amboßteile an die diesem gegenüberliegende Stirnfläche im Bereich
einer Endposition des Rohrkolbens anstellbar und mit Schlagenergie beaufschlagbar
ist.
[0013] Erstmals, bei Überwindung von Vorurteilen der Fachwelt, wird dadurch ein mittels
eines Druckmediums betriebenes Schlaggerät offenbart, welches in einfacher Weise in
beide Axrichtungen des Werkzeugteiles effizient wirkend Schlagarbeit ausführen kann.
Die damit erzielten Vorteile liegen sowohl in der Einfachheit und im geringen Bauvolumen
der Einrichtung als auch im Einsatz eines einzigen, unmittelbar in beide Axrichtungen
wirksam erstellbaren Schlagwerkes. Bei einer Umkehr der Schlagrichtung ist somit keinerlei
Umschaltung des Druckmediums gegebenenfalls auf separierte Einheiten erforderlich,
denn das erfindungsgemäße Schlagwerk kann das Werkzeug in beiden Richtungen beaufschlagen.
Dabei ist es wichtig, daß das Schlagwerk axial alternativ wirksame Stützflächen für
die dem Innenschaft gegenüberliegende Amboßteilen des Übertragungsteiles aufweist.
[0014] Der Vortrieb oder Rückzug des Werkzeuges kann besonders günstig auf die Eigenschaften
des zu bearbeitenden Materials und auf den Werkzeugschneidbereich abgestimmt werden,
wenn der Rohrkolben durch eine Umsteuervorrichtung alternativ mit Druckmedium beaufschlagbar
ist, wobei eine Regelung der Schlagenergie des Rohrkolbens durch die Menge je Zeiteinheit
und/oder den Druck als zugeführtes Medium erstellbar ist.
[0015] Sowohl in verfahrenstechnischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht hat sich eine
Verwendung eines vorstehend gekennzeichneten Schlagwerkes für ein Offenstellen und/oder
ein Verschließen einer Abstichöffnung in einer Wand eines metallurgischen Gefäßes
als vorteilhaft herausgestellt, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn das Schlagwerk
einen hydraulischen, vorzugsweise einen ölhydraulischen Antrieb besitzt.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
schematischen Zeichnung eines Hammers näher erläutert, wobei eine Bezugszeichenliste
der Figl 1 nachstehend angegeben ist.
- 1
- Schlagwerk
- 11
- Stützfläche
- 12
- Stützfläche
- 2
- Übertragungsteil
- 21
- Innenschaft
- 22
- Amboßteil
- 221
- Anlagefläche
- 23
- Amboßteil
- 231
- Anlagefläche
- 3
- Werkzeug
- 4
- Kolben
- 41
- Stirnfläche
- 42
- Stirnfläche
- 5
- Getriebe
- 6
- Drehmotor
- 7
- Umsteuereinrichtung
[0017] Ein Werkzeug 3, zum Beispiel ein Stopfenelement, ist mit einem Übertragungsteil 2
in einem Schlagwerk 1 wirkverbunden. Erfolgt nun ein Anstsellen des Werkzeuges 3 an
einen Bearbeitungsgegenstand, gegebenenfalls ein Anstellen eines Stopfens in einer
Abstichöffnung oder dergleichen, so wird vorerst der Übertragungsteil 2, der beidseitig
jeweils einen Amboßteil 22 und 23 aufweist, im Schlagwerk 1 axial verschoben, bis,
wie schematisch dargestellt ist, der Amboßteil 23 mit einer Anlagefläche 231 an einer
Stützfläche 12 im Schlagwerk 1 in Axrichtung des Werkzeuges 3 anliegt. In der Folge
verursachte die Anstellkraft des Werkzeuges 3 eine Gegenkraft, welche an der Anlagefläche
231 des Amboßteiles 23 mittels der Stützfläche 12 in das Schlagwerk 1 eingeleitet
wird. Ein durch ein Druckmedium beaufschlagter und mittels einer Umsteuereinrichtung
7 im Schlagwerk 1 hin- und herbewegter, koaxial um einen Innenschaft 21 des Übertragungsteiles
2 angeordneter Kolben 4 bringt über eine Stirnfläche 42 Schlagenergie in die Anlagefläche
231 bzw. in den Amboßteil 23 ein und überlagert somit die Anstellkraft mit Schlagenergie.
Der Übertragungsteil 2 kann dabei auch gegebenenfalls bei Einschaltung eines Getriebes
5 durch einen Drehmotor 6 mit einem Drehmoment beaufschlagt werden.
[0018] Wird eine negative Anstellkraft bzw. eine Abzugskraft für das Werkzeug 3 gefordert,
so erfolgt im richtungsgeführten Schlagwerk 1 eine Axialverschiebung des Übertragungsteiles
2, wodurch der dem vorher beaufschlagten Amboßteil 23 gegenüberliegende Amboßteil
22 in eine Wirkposition tritt. Dabei ist eine Einleitung der Zugkraft über die Anlagefläche
221 vom Übertragungsteil 2 in die Stützfläche 11 im Schlagwerk 1 sowie eine Schlagenergieeinbringung
in den Übertragungsteil 2 vom Kolben 4 über dessen Stirnfläche 41 und die Anlagefläche
221 des Amboßteiles 22 sichergestellt. Auf einfache Weise kann dadurch eine unmittelbare
Umstellung von Anstellung und Abzug eines Werkzeuges mit jeweils überlagerter Schlagenergie
und gegebenenfalls mit einem dergleichen Drehmoment mittels eines einzigen Schlagwertes
erfolgen.
[0019] Die hohe Flexibilität, Sicherheit und einfache sowie kleinvolumige Bauweise derartiger
in Axrichtung alternativ einsetzbarer Schlagwerke erbringen besondere Vorteile bei
deren Einsatz zum Offenstellen und Verschließen von Abstichöffnungen in metallurgischen
Gefäßen.
1. Verfahren zum Offenstellen oder zum Verschließen einer Abstichöffnung in einer mit
feuerfester Zustellung versehenen Wand eines metallurgischen Gefäßes, zum Beispiel
eines Kupferstein-Schmelzofens, eines Hochofens und dergleichen, mittels eines vorzugsweise
metallischen Verschlußteiles, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verschlußteil im Bereich des Abstiches eine in die vorgesehene bzw. gewünschte
Richtung wirkende An- oder Rückstellungskraft, gegebenenfalls bei gleichzeitigem Ausüben
eines Drehmomentes vermittelt und in der Folge der Kraft und/oder dem Moment eine
schlagende gleichgerichtete Komponente überlagert und der Verschlußteil bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schlagende(n) Komponente(n) durch die auf den Verschlußteil aufgebrachte Axialkraft
ausgelöst und von einem einzigen in axialer Richtung alternativ beidseitig wirkenden
Schlagwerk erstellt wird (werden).
3. Pneumatisch oder hydraulisch betreibbarer Hammer, insbesondere Bohrhammer, bestehend
im Wesentlichen aus einem Schlagwerk (1) mit einem mit einem Werkzeug (3) in Verbindung
stehenden Übertragsteil (2), welcher an einem Schlagkolben (4) anstellbar ist, sowie
gegbenenfalls einem mit dem Übertragungsteil wirkverbundenen Drehmotor (6) mit Getriebe
(5), dadurch gekennzeichnet, dass der im Schlagwerk (1) axial verschiebbare, mindestens einerseits mit einem Werkzeug
(3) oder dergleichen Mittel (3) verbindbare Übertragungsteil (2) mit einem Innenschaft
(21) und zwei diesem in Axrichtung gegenüberliegenden, im Durchmesser vergrößerten
Amboßteilen (22,23) ausgebildet ist und der im Schlagwerk (1) mittels des Druckmediums
hin- und herbewegbare Kolben (4) eine Rohrform aufweist und den Innenschaft (21) des
Übertragungsteiles (2) in Axrichtung verschiebbar koaxial umschließt, wobei durch
ein axiales Verschieben des Übertragungsteiles (2) jeweils einer der Amboßteile (22,23)
an die diesem gegenüberliegende Stirnfläche (41,42) im Bereich einer Endposition des
Rohrkolbens (4) anstellbar und mit Schlagenergie beaufschlagbar ist.
4. Hammer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (1) axial altemativ wirksame Stützflächen (11,12) für die dem Innenschaft
(21) gegenüberliegenden Amboßteile (22,23) des Übertragungsteiles (2) aufweist.
5. Hammer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrkolben (4) durch eine Umsteuervorrichtung (7) alternativ mit Druckmedium
beaufschlagbar ist, wobei eine Regelung der Schlagenergie des Rohrkolbens (4) durch
die Menge je Zeiteinheit und/oder den Druck als zugeführtes Medium erstellbar ist.
6. Verwendung eines Hammers nach einem der Ansprüche 3 bis 5 für ein Offenstellen und/oder
ein Verschließen einer Abstichöffnung in eine Wand eines metallurgischen Gefäßes nach
einem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2.
7. Verwendung eines Hammers nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hammer einen hydraulischen, vorzugsweise einen ölhydraulischen, regelbaren Antrieb
besitzt.
1. A method of opening or closing a tapping hole in a wall of a metallurgical vessel
provided with a refractory lining, for example a copper-matte smelting furnace, a
blast furnace or the like, by means of a preferably metallic closing part, characterised in that an application or return force acting in the intended or desired direction is exerted
on the closing part in the region of the tapping hole, optionally with simultaneous
application of a turning moment, and, consequentially to the force and/or moment,
a percussive component acting in the same direction is superimposed and the closing
part is moved.
2. A method according to claim 1, characterised in that the percussive component(s) is/are triggered by the axial force applied to the closing
part and is/are generated by a single percussion mechanism acting alternately on both
sides in the axial direction.
3. A pneumatically or hydraulically operating hammer, in particular a drill hammer, substantially
comprising a percussion mechanism (1) having a transmission part (2) which is connected
to a tool (3) and can be applied to a percussion piston (4), and optionally a torque
motor (6) and gear (5) operatively connected to the transmission part, characterised in that the transmission part (2), which is axially displaceable in the percussion mechanism
(1) and connectable at at least one end to a tool (3) or similar means (3), is formed
with an inner shaft (21) and two anvil parts (22, 23) of larger diameter facing the
inner shaft (21) in the axial direction, and the piston (4), which is movable in the
percussion mechanism (1) in a reciprocating manner by means of the pressure medium,
has a tubular form and co-axially surrounds the inner shaft (21) of the transmission
part (2) so as to be displaceable in the axial direction, wherein, by means of axial
displacement of the transmission part (2), a respective one of the anvil parts (22,
23) can be applied to the facing end surface (41, 42) in the region of an end position
of the tubular piston (4) and can be acted upon by percussive energy.
4. A hammer according to claim 3, characterised in that the percussion mechanism (1) has axially alternately acting supporting surfaces (11,
12) for the anvil parts (22, 23) of the transmission part (2) facing the inner shaft
(21).
5. A hammer according to claim 3 or 4, characterised in that the tubular piston (4) may alternately be acted upon by pressure medium by means
of a reversing device (7), the percussive energy of the tubular piston (4) being adjustable
by the amount per unit time and/or the pressure of supplied medium.
6. Use of a hammer according to any one of claims 3 to 5 for opening and/or closing a
tapping hole in a wall of a metallurgical vessel by a method according to claim 1
or 2.
7. Use of a hammer according to claim 6, characterised in that the hammer has a hydraulic, preferably oil-hydraulic, adjustable drive.
1. Procédé pour ouvrir ou fermer un orifice de coulée dans une paroi dotée d'un garnissage
réfractaire d'un récipient métallurgique, par exemple un four de fusion de matte de
cuivre, un haut fourneau ou similaire, au moyen d'un élément d'obturation de préférence
métallique, caractérisé en ce que l'élément d'obturation au niveau de l'orifice de coulée est soumis à une force d'engagement
ou de rappel exercée dans la direction prévue ou souhaitée, éventuellement avec application
simultanée d'un couple de rotation et en ce qu'ensuite une composante de percussion de même direction est superposée à la force et/ou
au couple et l'élément d'obturation est déplacé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la ou les composantes de percussion sont générées par la force axiale appliquée sur
l'élément d'obturation et sont produites par un seul mécanisme de percussion qui agit
alternativement des deux côtés dans la direction axiale.
3. Marteau à entraînement pneumatique ou hydraulique, en particulier marteau perforateur,
composé essentiellement d'un mécanisme de percussion (1) avec un élément de transmission
(2) relié à un outil (3) et apte à être engagé contre un piston frappeur (4), et éventuellement
un moteur couple (6) à engrenage (5) relié en fonctionnement à l'élément de transmission,
caractérisé en ce que l'élément de transmission (2), qui est mobile en translation axiale dans le mécanisme
de percussion (1) et apte à être relié au moins d'un côté à un outil (3) ou moyen
similaire (3), est formé avec un axe interne (21) et deux enclumes (22, 23) de plus
gros diamètre en regard dudit axe dans la direction axiale, et en ce que le piston (4) apte à être déplacé selon un mouvement de va-et-vient dans le mécanisme
de percussion (1) au moyen du fluide sous pression affecte une forme tubulaire et
entoure coaxialement l'axe interne (21) de l'élément de transmission (2) avec capacité
de translation dans la direction axiale, étant précisé qu'à chaque translation axiale
de l'élément de transmission (2), une des enclumes (22, 23) peut être positionnée
contre la face frontale en regard (41, 42) au niveau d'une position extrême du piston
tubulaire (4) et peut recevoir une énergie de percussion.
4. Marteau selon la revendication 3, caractérisé en ce que le mécanisme de percussion (1) présente des faces d'appui (11, 12) alternativement
actives dans la direction axiale pour les enclumes (22, 23) de l'élément de transmission
(2), en regard de l'axe interne (21).
5. Marteau selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que le piston tubulaire (4) peut être actionné selon un mouvement alternatif au moyen
d'un fluide sous pression par un dispositif d'inversion (7), l'énergie de percussion
du piston tubulaire (4) pouvant être régulée via le fluide admis en jouant sur la
quantité par unité de temps et/ou la pression.
6. Utilisation d'un marteau selon l'une des revendications 3 à 5 pour ouvrir et/ou fermer
un orifice de coulée dans une paroi d'un récipient métallurgique suivant un procédé
selon la revendication 1 ou 2.
7. Utilisation d'un marteau selon la revendication 6, caractérisé en ce que le marteau possède un entraînement régulable hydraulique, de préférence oléohydraulique.
