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(11) |
EP 0 931 193 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2001 Patentblatt 2001/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.10.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D06F 39/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9705/401 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9815/683 (16.04.1998 Gazette 1998/15) |
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| (54) |
TOPF MIT FLEXIBLEM VORRATSGEBINDE UND FOLGEPLATTE
POT WITH A FLEXIBLE STORAGE BARREL AND FOLLOW-UP PLATE
POT AVEC RESERVOIR FLEXIBLE ET PLAQUE D'APPUI
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
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Priorität: |
10.10.1996 DE 19641750
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.07.1999 Patentblatt 1999/30 |
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Patentinhaber: HENKEL-ECOLAB GmbH & CO. OHG |
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40589 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- AMBERG, Günther
D-41472 Neuss (DE)
- HUBER, Wolfgang
D-83413 Friedolfing (DE)
- RUTZ, Klaus
D-83377 Vachendorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wacker, Manfred, Dr. et al |
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Henkel KGaA,
TTP / Patentabteilung 40191 Düsseldorf 40191 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 295 525 DE-A- 4 414 708 US-A- 3 847 304
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EP-A- 0 459 943 DE-C- 4 430 418 US-A- 4 162 501
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Zuführung einer Paste aus einem in einem
formstabilen Behälter angeordneten flexiblen Vorratsgebinde mit absteigender Produktführung
in eine mittels Unterdruck fördernde Dosiervorrichtung, wobei auf dem flexiblen Vorratsgebinde
eine Folgeplatte angeordnet ist, die Druck auf das Vorratsgebinde ausübt, und im Boden
des Behälters eine Öffnung vorhanden ist.
[0002] Flüssige bis pastenförmige Waschmittel sind in großer Zahl bekannt. Diese sind im
allgemeinen auf die Bedürfnisse im Haushalt abgestimmt, das heißt sie sollen hinreichend
flüssig sein und sich problemlos ausgießen und dosieren lassen. Da sie außerdem innerhalb
eines größeren Temperaturbereichs lagerstabil sein sollen, kommt man üblicherweise
nicht ohne die Anwendung von organischen Lösungsmitteln und/oder hydrotropen Zusatzstoffen
aus. Diese Zusätze sind jedoch waschinaktiv, vergleichsweise aufwendig und beanspruchen
zusätzlich Verpackungsvolumen bzw. Transport- und Lagerkapazität. Insbesondere stört
ein Gehalt an brennbaren Lösungsmitteln, die wegen des vergleichsweise hohen Durchsatzes
an Waschmitteln in Wäschereibetrieben zusätzlich Sicherheitsvorkehrungen erfordern.
Waschmittelkonzentrate der genannten Art sind daher für Wäschereien nicht oder nur
sehr bedingt brauchbar.
[0003] Es werden daher in Wäschereibetrieben in der Hauptsache pulverförmige Waschmittel
eingesetzt. Da insbesondere in großen Betrieben mit weitgehender Automatisierung die
genaue Dosierung derartiger Mittel problematisch bzw. personalaufwendig ist, werden
die Mittel meist in vorgelöster Form als Stammlaugen bevorratet und dosiert, das heißt,
man setzt ein wässriges Konzentrat an, das dann den einzelnen Verbrauchsstellen zugeführt
wird. Die üblicherweise in Wäschereibetrieben verwendeten Waschmittel enthalten jedoch
vergleichsweise hohe Anteile an Waschalkalien, die nur beschränkt in kaltem Wasser
löslich sind und überdies zu Aussalzungseffekten führen. Sie bewirken eine Phasentrennung
mit der Folge, daß die organischen Komponenten, insbesondere die nicht-ionischen Tenside
und Seifen, sich abscheiden und aufrahmen. Man muß daher in relativ starker wässriger
Verdünnung arbeiten und die Stammlaugen zusätzlich ständig intensiv durchmischen und
im Kreislauf führen, um auch in den Zuführungsleitungen zu den Verbrauchsstellen ein
Abscheiden einzelner Komponenten zu verhindern. Derartige Verfahren erfordern daher
hohe Investitionen für geräumige Ansatzbehälter und die damit verbundene Statik für
Mischer und Fördereinrichtungen sowie eine ständige Energiezufuhr für das Temperieren
und Umpumpen der Stammlaugen.
[0004] Ein diesen Anforderungen entsprechendes Waschmittel ist in der EP 0 295 525 vorgeschlagen.
Dabei handelt es sich um ein pastöses Waschmittel, das besondere Anforderungen an
die Handhabung für das Dosieren und Vermischen mit Wasser als Lösungsmittel stellt.
Derartige Waschmittelpasten werden in großen Gebinden transportiert und bevorratet.
Es wird vorgeschlagen, diese Vorratsgebinde in eine Entnahmevorrichtung oberhalb der
Dosiervorrichtung zu setzen und die Paste nach unten absteigend zu führen. Im Fall
der Verwendung eines flexiblen Gebindes wird vorgeschlagen, auf das im Behälter befindliche
Gebinde eine Folgeplatte aufzusetzen, die Druck auf das Vorratsgebinde ausübt, um
eine weitgehende Entleerung des Vorratsbehälters sicherzustellen. In der Druckschrift
wird eine gattungsgemäße Anordnung beschrieben.
[0005] Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht darin, die bekannte
Anordnung so auszubilden, daß die Zuführung der Paste mit einfachen Mitteln sicher
und kontrollierbar durchzuführen ist. Dieses Problem wird dadurch gelöst, daß die
Öffnung zentral angeordnet ist und eine druckdichte Verbindung zwischen dem Vorratsgebinde
und dem Zugang der Dosiervorrichtung umgibt. In einer solchen Anordnung ist das flexible
Vorratsgebinde vollständig entleerbar, wobei in vorteilhafter Weise der druckdichte
Anschluß des Vorratsgebindes an die Dosiervorrichtung dargestellt werden kann. Die
Anordnung von Handhabungsgriffen, die im oberen Bereich des Behälters außen angebracht
sind, erleichtert das Manipulieren und exakte Ausrichten dieses insgesamt sehr schweren
Teils.
[0006] Wird auf der Unterseite der Folgeplatte eine zentrale Aussparung vorgesehen, erlaubt
dies die zweckmäßige und vorteilhafte Anordnung von Vorrichtungsteilen innerhalb der
zentralen Öffnung, die in den Behälterraum hineinragen. Außerdem wird mit der ansonsten
entsprechend dem Boden des Behälters ausgebildeten Unterseite der Folgeplatte erreicht,
daß bei fast entleertem Gebinde zunächst die peripheren Restmengen der Paste erfaßt
und in die Mitte gedrückt werden, wo sich durch die Aussparung ein Restsammelraum
ausgebildet hat.
[0007] Wenn zwischen Behälterinnenwand und dem Rand der Folgeplatte ein Spalt vorhanden
ist, der die doppelte Materialstärke des flexiblen Gebindes aufnehmen kann, ermöglicht
dies in vorteilhafter Weise eine Anordnung, bei der mit fortschreitender Entleerung
des Gebindes die Umhüllung des entleerten Teils am Rand zwischen Folgeplatte und Behälter
aufgenommen werden kann, ohne sich beim weiteren Absinken der Folgeplatte zusammenzustauchen.
Dadurch wird ein Zusammenknüllen des Gebindematerials verhindert, was ansonsten einer
vollständigen Entleerung sehr hinderlich im Wege stehen würde.
[0008] Wird in der Folgeplatte eine zentrale Bohrung vorgesehen, die in der Aussparung mündet,
kann die durch das Ausbauchen des flexiblen Gebindes in die Aussparung der Folgeplatte
hineinverdrängte Luft abgeleitet werden, so daß sich das Gebinde ungehindert ausbreiten
kann.
[0009] Es hat sich gezeigt, daß zum Erreichen einer möglichst vollständigen Entleerung des
Gebindes relativ hohe Gewichte der Folgeplatte erforderlich sind. Deren Handhabung
wird durch das Vorsehen eines Handgriffs am Oberteil der Folgeplatte in vorteilhafter
Weise erleichtert.
[0010] Die erwähnten und weitere Vorteile werden bei der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
verdeutlicht, das in beigefügter Zeichnung dargestellt ist.
[0011] In der Zeichnung ist eine Anordnung 1 dargestellt, bei der ein formstabiler Behälter
2 auf das Gestell einer Dosiervorrichtung 11 aufgesetzt ist. Der Behälter 2 weist
eine zentrale Öffnung 10 im Boden auf, durch die Vorrichtungsteile der Dosiervorrichtung
in das Behälterinnere hineinragen und die zentral über dem Zugang 12 der Dosiervorrichtung
11 angeordnet ist. Der Behälter 2 weist Handhabungsgriffe 9 auf, die die Manipulation
und das exakte Ausrichten des Behälters 2 erleichtern.
[0012] In den Behälter eingesetzt ist ein flexibles Gebinde 3, in dem Paste bevorratet wird
und das zweckmäßigerweise auch für deren Transport benutzt wird. Das Material 4 des
flexiblen Gebindes 3 besteht aus glattem, meist durchsichtigem Kunststoff. Auf das
Gebinde 3 ist eine Folgeplatte 5 aufgesetzt. Die Folgeplatte weist auf ihrer Unterseite
eine zentrale Aussparung 6 und von dieser ausgehend eine zentrale Bohrung 7 auf. Auf
der Oberseite der Folgeplatte 5 ist ein Griff 8 vorgesehen.
[0013] Der Umfang der Folgeplatte 5 ist so gewählt, daß zwischen dem Rand der Folgeplatte
5 und der Innenwand des Behälters 2 ein Spalt verbleibt, der die doppelte Materialstärke
4 des flexiblen Vorratsgebindes 3 aufnehmen kann. Hierdurch ist in zweckmäßiger Weise
sichergestellt, daß die Umhüllung des entleerten Gebindeteils, am Rand des Behälters
anliegend, zwischen diesem und der Folgeplatte geführt wird. Dadurch wird vermieden,
daß sich der entleerte Umhüllungsteil in ungeordneter Weise zusammenknüllt und als
ein solches Knäuel Restmengen der Paste einschließt. Vor allem wird auf diese Weise
vermieden, daß die Folgeplatte an ihrem völligem Absinken bis auf den Boden des Behälters
2 behindert wird.
[0014] Diesem Ziel dient auch das Vorsehen der zentralen Aussparung 6 im Boden der Folgeplatte
5, in der innerhalb der Öffnung 10 vorhandene und in das Behältervolumen hineinragende
Teile aufgenommen werden können. Im dargestellten Beispiel sind dies ein Messer, mit
dem das Material 4 des flexiblen Gebindes 3 beim Einsetzen automatisch aufgeschnitten
werden kann, sowie Dichtungselemente, die am Rand der Behälteröffnung 9 angeordnet
sind und einen dichten Abschluß zwischen dem flexiblen Gebinde 3 und dem Zugang 12
der Dosiervorrichtung 11 gewährleisten.
1. Anordnung zur Zuführung einer Paste aus einem in einem formstabilen Behälter (2) angeordneten
flexiblem Vorratsgebinde (3) mit absteigender Produktführung in eine mittels Unterdruck
fördernde Dosiervorrichtung (11), wobei auf dem flexiblem Vorratsgebinde (3) eine
Folgeplatte (5) angeordnet ist, die Druck auf das Vorratsgebinde (3) ausübt, und im
Boden des Behälters (2) eine Öffnung (10) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Öffnung (10) zentral angeordnet ist und eine druckdichte Verbindung zwischen dem
Vorratsgebinde (3) und dem Zugang (12) der Dosiervorrichtung (11) umgibt.
2. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) Handhabungsgriffe
(9) aufweist, die auf der oberen Außenoberfläche angeordnet sind.
3. Anordnung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgeplatte (5)
auf ihrer Unterseite eine zentrale Aussparung (6) aufweist und ihre Unterseite ansonsten
entsprechend dem Boden des Behälters (2) ausgebildet ist.
4. Anordnung gemäß einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Behälterinnenwand und dem Rand der Folgeplatte ein Spalt vorhanden ist, der die doppelte
Materialstärke (4) des flexiblen Gebindes (3) aufnehmen kann.
5. Anordnung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgeplatte (5)
eine zentrale Bohrung (7) aufweist, die in der Aussparung (6) mündet.
6. Anordnung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folgeplatte (5) an ihrer Oberseite einen Handhabungsgriff (8) aufweist.
1. An arrangement for delivering and guiding a paste from a flexible storage container
(3) accommodated in a dimensionally stable pot (2) downwards into a dispenser (11)
operating by reduced pressure, the flexible storage container (3) being surmounted
by a follower plate (5) which applies pressure to the storage container (3) and an
opening (10) being present in the base of the pot (2), characterized in that the opening
(10) is centrally positioned and surrounds a pressure-tight connection between the
storage container (3) and the access (12) of the dispenser (11).
2. An arrangement as claimed in claim 1, characterized in that the pot (2) comprises
handles (9) on its upper outer surface.
3. An arrangement as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the follower plate
(5) is formed with a central recess (6) in its lower face which is otherwise shaped
to match the base of the pot (2).
4. An arrangement as claimed in claim 1, 2 or 3, characterized in that a gap capable
of accommodating twice the wall thickness (4) of the flexible container (3) is present
between the inner wall of the pot and the edge of the follower plate.
5. An arrangement as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the follower plate
(5) has a central bore (7) which opens into the recess (6).
6. An arrangement as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the
follower plate (5) is provided on top with a handle (8).
1. Dispositif pour faire passer une pâte contenue dans un emballage d'alimentation (3)
flexible logé dans un récipient (2) de forme stable, à travers un guidage descendant,
dans un dispositif de dosage (11) faisant avancer la pâte par dépression, une plaque
suiveuse (5) étant posée sur l'emballage flexible (3) et exerçant une pression sur
l'emballage, tandis que le fond du récipient (2) est percé d'une ouverture (10),
caractérisé en ce que
l'ouverture (10) est centrale et entoure une liaison, étanche à la pression, établie
entre l'emballage d'alimentation (3) et l'entrée (12) du dispositif de dosage (11).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le récipient (2) porte des poignées de manoeuvre (9) en haut sur sa paroi externe.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la plaque suiveuse (5) présente creusée sur sa face inférieure, un évidement central
(6), cette face inférieure ayant en outre une forme en correspondance avec le fond
du récipient (2).
4. Dispositif selon une quelconque des revendications 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce qu'
entre la paroi interne du récipient et le bord de la plaque suiveuse, il existe une
fente qui peut accueillir deux fois l'épaisseur (4) du matériau constituant l'emballage
flexible (3).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la plaque suiveuse (5) présente un perçage central (7) débouchant dans l'évidement
(6).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes
caractérisé en ce que
la plaque suiveuse (5) porte, sur sa face supérieure, une poignée de manoeuvre (8).
