[0001] Die Erfindung betrifft einen Endenschutz für Bahnmaterialrollen, insbesondere für
auf einen Hohlkern aufgewickelte Rollen aus Web-, Vlies- oder Folienmaterial, in Form
eines auf das Rollenende aufschiebbaren Napfs.
[0002] Es gibt sehr viele Bahnmaterialien, die in aufgewickelter Form als Rollen transportiert
werden, von Kleider- und Möbelstoffen bis zu Kunststoff-Folien, und die eine empfindliche
Oberfläche aufweisen. Als Beispiele für mittelempfindliche Materialien werden Markisen-
und Planenstoffe genannt, die auch ein- oder beidseitig beschichtet sein können.
[0003] Während Kleider- und Möbelstoffe beim Transport praktisch immer mit der nötigen Sorgfalt
behandelt werden, ist dies bei anderen Bahnmaterialrollen oft nicht der Fall, insbesondere
wenn sie zwar von zwei Personen getragen werden sollten, sich aber von einer Person
nachziehen lassen. Dabei ist die Schleifdistanz des hinteren Endes der Bahnrolle am
Boden oftmals so groß, daß trotz einer Schutzhülle, die aber sehr rasch zerreißt,
nicht nur die äußere Lage der gerollten Bahn, sondern mehrere Lagen davon beschädigt
oder zumindest so unansehnlich werden, daß sie unbrauchbar sind und daher reklamiert
wird. Hier soll eine effiziente, einfache und kostengünstige Abhilfe geschaffen werden.
[0004] Ein Endenschutz der eingangs genannten Art in Form eines Napfs ist Gegenstand der
US-A-4 185 742. Der Napf ist ein kompliziertes, verklebtes Laminat aus Polyäthylenfilm,
Innen- und Außendeckeln aus Pappe und einer zylindrischen Schürze aus gekreppten Kraftpapier.
Er ist aufwendig in der Herstellung, jedoch trotzdem beschädigungsanfällig beim am
Boden gezogen werden, wobei seine Wasserdichtheit verloren geht.
[0005] Es bestand die Aufgabe, einen Napf der eingangs genannten Art zu schaffen, der im
Bodenauflegebereich eine solche Steifigkeit aufweist, daß eine gewisse Materialabtragung
durch Ziehen am Boden möglich ist, ohne daß das Rollenmaterial in Bodenberührung kommt.
Dementsprechend ist der erfindungsgemäße Endenschutz vor allem dadurch gekennzeichnet,
daß der Napf einen gegenüber dem Bodenrand in Richtung seines offenen Endes eingezogenen
Boden aufweist und vorzugsweise aus einer Kunststoffbahn warmgezogen ist.
[0006] Dabei weist vorteilhaft der Napf zur Erzielung eines Preßsitzes an der Rollenoberfläche
eine zum Napfboden konisch verlaufende Seitenwand auf.
[0007] Bei Bahnmaterialrollen, die einen freien Innendurchmesser haben, z.B. solchen, die
auf einen Hohlkern aufgewickelt sind, ist vorteilhaft, wenn der Boden des Napfs eine
zentrale Vertiefung aufweist, die bei aufgesetztem Napf in den Zentralteil der Rolle
eingreift, wobei die Vertiefung kegelstumpfförmig sein kann, um dort einen Klemmsitz
zu erzielen. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die vor allem auch für Vollkerne
geeignet ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Napf eine zentrale Öffnung für über
die Rollenränder vorstehende Kernenden aufweist.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben, in der Fig. 1 und Fig. 2 Ansichten eines napfförmigen
Endenschutzes und Fig. 3 eine Bahnmaterialrolle mit aufgeschobenem Endenschutz nach
Fig. 1 und 2 im Schnitt zeigt. Fig. 4 läßt einen Napf anderer Art mit einer Zentralöffnung
für vorstehende Kernenden erkennen.
[0009] Fig. 1 ist eine Draufsicht auf den Boden eines napfförmigen Endenschutzes 1 zum Aufschieben
auf das Ende einer Rolle aus Bahnmaterial. Der Napf 1 ist einstückig und weist einen
gegenüber dem Boden rand 2 eingezogenen ebenen Boden 3 auf, der eine zentrale Vertiefung
4 trägt. Die Seitenwand 5 des Napfs 1 verläuft in einem Winkel zur Napiboden so, daß
sich der Napf vom Bodenrand 2 zum offenen Ende 7 hin erweitert.
[0010] Auf der anderen Seite verläuft die Seitenwand 8 der Vertiefung ebenfalls im Winkel
zur Napfachse 6, aber so, daß sich die Vertiefung 4 in Richtung zum offenen Ende 7
hin verjüngt.
[0011] Aus Fig. 3 erkennt man, daß zur Verwendung der Napf 1 auf eine Bahnmaterialrolle
9 aufgeschoben wird, die aus einem Hohlkern 10 mit aufgewickelten Bahnlagen 11 besteht.
In der Endposition liegt das Rollenende am Boden 3 innen an, wobei einerseits Klemmung
zwischen Vertiefung 4 und Hohlkern 10 und anderseits Klemmung zwischen Seitenwand
5 und der äußersten Bahnlage erzielt wird. In Fig. 3 ist eine sackartige Schutzhülle
12 dargestellt, die über das ganze gezogen ist - der Napf 1 kann aber auch erst nach
Anbringen der Schutzhülle 12 aufgeschoben werden. Dies ist besonders dann vorteilhaft,
wenn die Schutzhülle 12 ein Endlosschlauch ist, der entsprechend abgelängt und zusammengebunden
wird. Dann kann das zusammengebundene Ende in die Öffnung des Hohlkerns 10 hineingeschoben
und dann der Napf 1 aufgesteckt werden.
[0012] Vor allem ist natürlich der Endenschutz gedacht, mindestens einen der Ränder der
Außenlage des Bahnmaterials zu schützen, und insbesondere Beschädigungen zu vermeiden,
die beim leider üblichen Nachziehen der Bahnmaterialrollen dadurch entstehen, daß
deren nachgezogenes Ende am Boden schleift. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen,
daß der Napfboden eingezogen ist, sodaß ein versteifter Bodenrand 2 entsteht, der
auch um ein gewisses Maß abgetragen werden kann, bevor eine Beschädigung des Bahnmaterials
auftreten kann.
[0013] Vorteilhaft besteht der Napf 1 aus Kunststoffmaterial, insbesondere aus Thermoplast,
das einfach warmgezogen werden kann. Es ist aber auch daran gedacht, Pappmaterial
zu verwenden und so zu verarbeiten, wie dies bei den Profilkartons zum Verpacken von
Eiern geschieht. Bei sichergestellter Rezyklierung, z.B. beim Transport vom Hersteller
zum Verarbeiter, sind selbstverständlich teurere Materialien denkbar.
[0014] Die Rollen selbst können außer aus Web- und Vliesmaterialien auch aus den verschiedensten
Folienmaterialien aus Kunststoff, Papier, Pappe sowie Metall u.dgl. bestehen.
1. Endenschutz für Bahnmaterialrollen, insbesondere für auf einen Hohlkern aufgewickelte
Rollen aus Web-, Vlies- oder Folienmaterial, in Form eines auf das Rollenende aufschiebbaren
Napfs, dadurch gekennzeichnet, daß der Napf (1) einen gegenüber dem Bodenrand (2)
in Richtung seines offenen Endes eingezogenen Boden (3) aufweist und vorzugsweise
aus einer Kunststoffbahn warmgezogen ist.
2. Endenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Napf (1) eine zum Napfboden
(3) konisch zulaufende Seitenwand (5) aufweist.
3. Endenschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Napfs
eine - insbesonders kegelstumpfförmige - Vertiefung (8) zum Eingriff in den Zentralteil
der Bahnrolle (11) aufweist.
4. Endenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Napf
(1) eine zentrale Öffnung für über die Rollenränder vorstehende Kernenden aufweist.
1. An end protector for rolls of web material, in particular for rolls of woven, non-woven
or foil material wound up onto a hollow core, taking the form of a cup which can be
pushed onto the end of the roll, characterized in that the cup (1 ) has a bottom (3)
drawn-in with respect to the bottom edge (2) in the direction of its open end, and
is preferably hot-drawn from a sheet of plastics material.
2. The end protector according to claim 1, characterized in that the cup (1) has a side
wall (5) conically tapering towards the bottom (3) of the cup.
3. The end protector according to any of claims 1 or 2, characterized in that the bottom
of the cup has a recess (8) - in particular taking the form of a truncated cone -
for engagement with the central part of the web roll (11).
4. The end protector according to any of claims 1 to 3, characterized in that the cup
(1) has a central opening for core ends protruding beyond the roll's edges.
1. Dispositif protecteur d'extrémités pour rouleaux de matière panneau, en particulier
pour rouleaux de matière tissu, non-tissé ou feuille, enroulés sur un noyau creux,
sous forme d'une écuelle qui peut être poussée sur l'extrémité du rouleau, caractérisé
en ce que l'écuelle (1) a un fond (3) rentré en direction vers son extrémité ouverte
par rapport au bord (2) du fond et est préférablement étirée à chaud d'une feuille
de matière plastique.
2. Dispositif protecteur d'extrémités selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'écuelle (1) a une paroi latérale (5) conique vers le fond (3) de l'écuelle.
3. Dispositif protecteur d'extrémités selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé
en ce que le fond de l'écuelle a un creusement (8) - en particulier tronconique -
pour l'engrènement dans la partie centrale du rouleau (11) de matière panneau.
4. Dispositif protecteur d'extrémité selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que l'écuelle (1) a une ouverture centrale pour des extrémités de noyau dépassant
les bords du rouleau.