[0001] Die Erfindung betrifft eine Elektrolysevorrichtung mit einer Anzahl von Membranelektrolysezellen,
von denen jede eine beidseitig mit einer Kontaktschicht versehene Membran umfaßt,
wobei an jeder Kontaktschicht jeweils eine Kontaktplatte angeordnet ist, und wobei
jede Kontaktplatte auf ihrer der ihr zugeordneten Kontaktschicht zugewandten Oberfläche
ein Kanalsystem zum Transport von Wasser und/oder Gas aufweist.
[0002] In einer Elektrolysevorrichtung wird ein Medium durch Anlegen einer Versorgungsspannung
zwischen einer Anode und einer Kathode elektrolytisch zersetzt. Bei Verwendung von
Wasser als Medium wird dabei Wasserstoff und Sauerstoff gebildet. Eine derartige Elektrolysevorrichtung
kann somit zur bedarfsgerechten Erzeugung von Wasserstoff und/oder Sauerstoff eingesetzt
werden. Beispielsweise kann eine Elektrolysevorrichtung zur bedarfsgerechten Begasung
des Primärkühlkreislaufs eines Druckwasserreaktors mit Wasserstoff vorgesehen sein.
[0003] Eine Elektrolysevorrichtung kann als Membranelektrolyseur ausgebildet sein. Dabei
umfaßt die Elektrolysevorrichtung eine Anzahl von Membranelektrolysezellen, bei denen
das Funktionsprinzip einer Brennstoffzelle umgekehrt ist. Das Funktionsprinzip einer
Brennstoffzelle ist beispielsweise in dem Aufsatz "Brennstoffzellen für Elektrotraktion",
K. Straßer, VDI-Berichte, Nr. 912 (1992), Seiten 125ff., beschrieben.
[0004] Bei einer derartigen Membranelektrolysezelle wird das als Medium vorgesehene Wasser
einer zwischen der Anode und der Kathode angeordneten Membran, insbesondere einer
als Elektrolyt vorgesehenen Kationenaustauschermembran, zugeführt. Die Membran ist
dabei üblicherweise beidseitig mit jeweils einer Kontaktschicht versehen, wobei die
erste Kontaktschicht als Anode und die zweite Kontaktschicht als Kathode dient. Eine
derartige Membranelektrolysezelle zeichnet sich durch eine besonders kompakte Bauweise
aus, so daß eine Elektrolyseeinheit mit einer Anzahl von Membranelektrolysezellen
auf besonders engem Raum untergebracht sein kann.
[0005] Für die Verwendung einer Elektrolysevorrichtung als Wasserstoffgenerator im industriellen
Bereich oder im Kraftwerksbereich ist eine Auslegung ihrer Produktionskapazität im
Hinblick auf den zugrundeliegenden Bedarf an Wasserstoff erforderlich. Dabei kann
insbesondere für Anwendungen mit vergleichsweise hohem Wasserstoffbedarf die im Hinblick
auf bauliche Vorteile wünschenswerte Auslegung der Elektrolysevorrichtung als Membranelektrolyseur
ungeeignet sein.
[0006] Aus der US-A-4 210 511 ist eine als Membranelektrolyseur ausgebildete Elektrolysevorrichtung
bekannt, die an jeder Kontaktschicht jeweils eine Kontaktplatte mit einem Kanalsystem
zum Transport von Wasser und/oder Gas aufweist. Bei dieser Vorrichtung ist jedoch
bei Ausfall einer der Elektrolysezellen, beispielsweise infolge von Beschädigungen
der Membran, eine Fehlersuche besonders aufwendig und möglicherweise mit einer längeren
Stillstandszeit der Vorrichtung insgesamt verbunden.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe, eine Elektrolysevorrichtung der obengenannten
Art anzugeben, die bei kompakter Bauweise insbesondere bei Ausfall einer der Membranelektrolysezellen
eine besonders zuverlässige und schnelle Fehlersuche ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kontaktschichten jeder
Membran elektrisch mit einer Analyseeinheit verbunden sind, die nach einer Abschaltung
der Stromversorgung einer Membran das zeitliche Verhalten der an dieser Membran abfallenden
Spannung ermittelt.
[0009] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, daß ein auch für hohe Wasserstoffproduktionsraten
geeigneter Membranelektrolyseur eine Anzahl von Membranelektrolysezellen mit besonders
großflächig dimensionierten Membranen aufweisen sollte. Auch bei einer derartigen
Dimensionierung der Membranen sollte eine zuverlässige Bespeisung der Membranen mit
dem zu zersetzenden Medium, insbesondere mit Wasser, gewährleistet sein. Dazu ist
für jede Membran der Elektrolysevorrichtung ein zuverlässiges und auch für großflächige
Membranen geeignetes Transportsystem für das Medium und auch für das im Elektrolyseprozeß
generierte Gas vorgesehen. Eine besonders kompakte Bauweise ist dabei erreichbar,
indem das Transportsystem in die zur elektrischen Kontaktierung der an den Membranen
angebrachten Elektroden vorgesehenen Kontaktplatten integriert ist.
[0010] Weiterhin liegt die Erkenntnis zugrunde, daß ein betriebsbedingter Ausfall einer
Membranelektrolysezelle vergleichsweise häufig auf eine Beschädigung ihrer Membran,
beispielsweise durch Lochbildung, zurückzuführen ist. Eine derartige Beschädigung
einer Membran durch Lochbildung ist für eine zuverlässige und schnelle Fehlersuche
auf besonders einfache Weise detektierbar, indem das zeitliche Verhalten der an der
Membran abfallenden Spannung nach Abschaltung der Stromversorgung der Membran gemessen
wird. In diesem Fall sollte sich nämlich die zu untersuchende Membranelektrolysezelle
kurzzeitig wie eine Brennstoffzelle verhalten, da auf beiden Seiten der Membran noch
Reste des zuvor generierten Wasserstoffs bzw. Sauerstoffs vorhanden sind. Bei intakter
Membran sollte daher die über die Membran abfallende Spannung kurzzeitig konstant
bleiben, bevor das Spannungssignal abklingt. Falls die Membran hingegen beschädigt
ist, setzt das Abklingen des Spannungssignals vergleichsweise früher ein. Über die
Ermittlung der Abklingzeit des Spannungssignals ist somit ein Rückschluß auf den Zustand
der Membran möglich. Somit ist eine defekte Membranelektrolysezelle auf besonders
einfache Weise identifizierbar.
[0011] Vorzugsweise ist das Kanalsystem jeder Kontaktplatte in Form konzentrischer Kreissegmente
ausgebildet. Wie sich herausgestellt hat, ist nämlich bei einer derartigen Anordnung
des Kanalsystems eine besonders günstige und zuverlässige Bespeisung aller aktiven
Bereiche einer Membran erreichbar. Die Membranelektrolysezellen sind dabei zweckmäßigerweise
elektrisch in Reihe geschaltet.
[0012] In vorteilhafter Ausgestaltung ist zwischen jeder Kontaktschicht und der ihr jeweils
zugeordneten Kontaktplatte eine poröse Leiterplatte angeordnet. Eine derartige poröse
Leiterplatte, die beispielsweise aus Titan gebildet sein kann, stellt einerseits einen
zuverlässigen elektrischen Kontakt zwischen der Kontaktschicht und der ihr zugeordneten
Kontaktplatte her, wobei andererseits ein ungehinderter Durchtritt des zu zersetzenden
Mediums an die Membran sowie des elektrolytisch generierten Gases in das Kanalsystem
gewährleistet ist. Die poröse Leiterplatte begünstigt dabei zusätzlich die Verteilung
des zugeführten Mediums auf der Membran.
[0013] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung sind die Kanalsysteme der zu beiden Seiten
einer Membran angeordneten Kontaktplatten unabhängig voneinander mit einem Medium,
insbesondere mit Wasser oder Deionat, bespeisbar. Bei einer derartigen Anordnung ist
derjenigen Kontaktschicht der Membran, die als Anode für den Elektrolyseprozeß vorgesehen
ist, ein anderes Medium zuführbar als derjenigen Kontaktschicht, die als Kathode vorgesehen
ist. Die Elektrolysevorrichtung ist somit besonders flexibel einsetzbar. Beispielsweise
ist bei einer derartigen Anordnung die als Kathode vorgesehene Kontaktschicht der
Membran mit im Primärkreislauf einer kerntechnischen Anlage geführten Kühlmittel bespeisbar,
wohingegen der als Anode vorgesehenen Kontaktschicht der Membran Deionat zuführbar
ist. Eine derartig ausgestaltete Elektrolysevorrichtung ist somit als direkt in den
Kühlmittelkreislauf einer kerntechnischen Anlage integrierter Wasserstoffgenerator
für das Reaktorkühlmittel einsetzbar. Die Kanalsysteme der zu beiden Seiten einer
Membran angeordneten Kontaktplatten sind dabei zweckmäßigerweise an voneinander separat
gehaltene Gasabführsystem angeschlossen.
[0014] Für eine besonders zuverlässige Stromleitung innerhalb der Elektrolysevorrichtung
sind die Membranelektrolysezellen zweckmäßigerweise stapelförmig innerhalb eines Gehäuses
angeordnet, wobei das Gehäuse an jeder Stirnseite jeweils ein Feststellelement zum
Verspannen der Membranelektrolysezellen miteinander aufweist. Benachbarte Membranelektrolysezellen
sind dabei mittels der Feststellelemente flächig aneinander anpressbar, so daß eine
besonders zuverlässige leitende Verbindung zwischen jeder Kontaktschicht und der ihr
jeweils zugeordneten Kontaktplatte gewährleistet ist.
[0015] Für eine besonders hohe Betriebssicherheit der Elektrolysevorrichtung ist zudem die
Analyseeinheit derart ausgestaltet, daß sie bei abgeschalteter Stromversorgung einer
Membran die Abklingzeit eines Spannungssignals dieser Membran ermittelt.
[0016] In zweckmäßiger Weiterbildung ist an die Analyseeinheit ein Sensor zur Ermittlung
einer Gasreinheit angeschlossen. Aus der Aussage über die Abklingzeit einer Membran
zusammen mit der Aussage über die Gasreinheit ist dabei in besonders einfacher Weise
eine Prognose über die zukünftige Betriebssicherheit der jeweiligen Membran ableitbar.
Die Elektrolysevorrichtung ist somit auch bei Auftreten von Betriebsstörungen einzelner
Membranelektrolysezelle besonders zuverlässig betreibbar. Eine defekte Membranelektrolysezelle
kann dabei kurzgeschlossen werden, so daß sie keinen Beitrag mehr zur Gasproduktion
leistet, wobei die Funktionsfähigkeit intakter Membranelektrolysezellen nicht beeinträchtigt
ist.
[0017] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die
in den Kontaktplatten vorgesehenen Kanalsysteme eine zuverlässige und großflächige
Zufuhr des elektrolytisch zu zersetzenden Mediums zu den Membranen bei besonders kompakter
Bauweise gewährleistet ist. Die Membranelektrolysezellen sind dabei unabhängig voneinander
betreibbar, so daß auch bei einem Ausfall einzelner Membranelektrolysezellen die Funktionsfähigkeit
der Elektrolysevorrichtung aufrechterhalten ist. Durch die zur Ermittlung der Abklingzeit
eines Spannungssignals an einer ausgewählten Membran vorgesehene Analyseeinheit ist
eine defekte Membranelektrolysezelle zudem auf besonders einfache Weise detektierbar.
Bei auftretenden Betriebsstörungen ist somit die Abkopplung einer defekten Membranelektrolysezelle
auf besonders einfache Weise möglich, wobei der Betrieb der Elektrolysevorrichtung
mit den verbleibenden intakten Membranelektrolysezellen aufrechterhalten werden kann.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen:
- Figur 1
- eine Elektrolysevorrichtung im Längsschnitt,
- Figur 2
- die Elektrolysevorrichtung im Querschnitt, und
- Figur 3
- schematisch eine Begasungsvorrichtung für ein Teilsystem einer technischen Anlage.
[0019] Gleiche Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Die Elektrolysevorrichtung 1 gemäß Figur 1 ist als Membranelektrolyseur ausgebildet
und umfaßt eine Anzahl von elektrisch in Reihe geschalteten Membranelektrolysezellen
2. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 sind dabei vier in Reihe geschaltete Membranelektrolysezellen
2 dargestellt; es kann aber auch eine beliebige andere Anzahl von Membranelektrolysezelle
2 vorgesehen sein. Jede Membranelektrolysezelle 2 weist eine als Kationenaustauschermembran
ausgebildete Membran 4 als Elektrolyt für Wasser als zu zersetzendes Medium auf. Die
Membran 4 jeder Membranelektrolysezelle 2 ist beidseitig mit jeweils einer nicht näher
dargestellten Kontaktschicht versehen. Die beiden Kontaktschichten einer Membran 4
dienen beim Elektrolysevorgang als Elektroden. Im Ausführungsbeispiel ist die als
Kathode vorgesehene Kontaktschicht jeder Membran 4 aus Platin gebildet. Die als Anode
vorgesehene Kontaktschicht jeder Membran 4 besteht hingegen in der Hauptsache aus
Iridium.
[0021] An jeder Kontaktschicht jeder Membran 4 ist jeweils eine Kontaktplatte 5 angeordnet.
Jede Kontaktschicht ist dabei mit der ihr jeweils zugeordneten Kontaktplatte 5 über
eine poröse Leiterplatte 6 elektrisch verbunden. Die poröse Leiterplatte 6, die beispielsweise
auf Titanbasis gefertigt sein kann, ist dabei jeweils zwischen der Kontaktschicht
und der dieser zugeordneten Kontaktplatte 5 angeordnet.
[0022] Die aus jeweils einer Membran 4, zwei Leiterplatten 6 und zwei Kontaktplatten 5 gebildeten
Membranelektrolysezellen 2 sind stapelförmig innerhalb eines Gehäuses 8 angeordnet.
Benachbarte Kontaktplatten 5 verschiedener Membranelektrolysezellen 2 sind dabei voneinander
elektrisch durch jeweils eine Isolatorplatte 9 getrennt. Die Hintereinanderschaltung
der Membranelektrolysezellen 2 ist dabei durch ein nicht näher dargestelltes externes
Leitungssystem bewirkt. Alternativ können benachbarte Kontaktplatten 5 verschiedener
Membranelektrolysezellen 2 auch unmittelbar in elektrischem Kontakt miteinander stehen
oder auch einstückig ausgeführt sein. Das Gehäuse 8 weist an seinen Stirnseite 10
jeweils eine als Feststellelement 12 vorgesehen Schraube zum Verspannung der Membranelektrolysezellen
2 miteinander auf.
[0023] Jede Kontaktplatte 5 ist, wie in Figur 2 anhand der im Querschnitt abgebildeten Elektrolysevorrichtung
1 dargestellt, annähernd kreisförmig ausgebildet und weist auf ihrer der ihr zugeordneten
Kontaktschicht zugewandten Oberfläche ein Kanalsystem 14 auf. Das Kanalsystem 14 ist
dabei aus in die jeweilige Kontaktplatte 5 ragenden Vertiefungen gebildet, die in
Form konzentrischer Kreissegmente auf der Oberfläche der jeweiligen Kontaktplatte
5 angeordnet sind. Das Kanalsystem 14 jeder Kontaktplatte 5 ist dabei zum Transport
von elektrolytisch zu zersetzendem Medium zur jeweiligen Membran 4 vorgesehen. Dazu
ist das Kanalsystem 14 jeder Kontaktplatte 5 mit einem Zuführsystem für ein Elektrolysemedium
verbunden. Zudem ist an das Kanalsystem 14 jeder Kontaktplatte 5 ein Abführsystem
für Gas oder für mit Gas versetztes Elektrolysemedium angeschlossen.
[0024] Die Elektrolysevorrichtung 1 ist dabei derart ausgebildet, daß die Kanalsysteme 14
der zu beiden Seiten einer Membran 4 angeordneten Kontaktplatten 5 unabhängig voneinander
mit einem Medium bespeisbar sind. Zudem ist das Medium oder auch ein bei der Elektrolyse
freigesetztes Gas aus den Kanalsystemen 14 der zu beiden Seiten einer Membran 4 angeordneten
Kontaktplatten 5 unabhängig voneinander abführbar. Dazu sind die Kanalsysteme 14 aller
Kontaktplatten 5, die einer als Kathode vorgesehenen Kontaktschicht einer Membran
4 zugeordnet sind, eingangsseitig an ein gemeinsames Zuführsystem 16 und ausgangsseitig
an ein gemeinsames Abführsystem 18 angeschlossen.
[0025] Die Kanalsysteme 14 derjenigen Kontaktplatten 5, die einer als Anode vorgesehenen
Kontaktschicht einer Membran 4 zugeordnet sind, sind hingegen eingangsseitig an ein
vom Zuführsystem 16 unabhängiges Zuführsystem 20 und ausgangsseitig an ein vom Abführsystem
18 unabhängiges Abführsystem 22 angeschlossen. Bei einer derartigen Anordnung ist
die Bespeisung der als Kathoden vorgesehenen Kontaktschichten mit einem anderen Elektrolysemedium
als dem für die Bespeisung der als Anoden vorgesehenen Kontaktschichten verwendeten
Elektrolysemedium möglich. Die Elektrolysevorrichtung 1 ist somit besonders flexibel
einsetzbar. Beispielsweise kann die Elektrolysevorrichtung 1 direkt in einen Kühlmittelkreislauf
einer kerntechnischen Anlage integriert sein, wobei die als Kathoden vorgesehenen
Kontaktschichten direkt mit Reaktorkühlmittel als Elektrolysemedium bespeist werden,
und wobei das mit Wasserstoff aus der Elektrolyse angereicherte Reaktorkühlmittel
direkt in den Kühlmittelkreislauf der kerntechnischen Anlage rückgeführt wird. Die
als Anode vorgesehenen Kontaktschichten sind dabei mit Deionat bespeisbar. Beim Betrieb
einer derartig angeordneten Elektrolysevorrichtung 1 werden die mit Deionat bespeisbaren
Anoden mit einem höheren Betriebsdruck beaufschlagt als die mit Reaktorkühlmittel
beaufschlagten Kathoden. Somit ist auch bei einem Membranbruch oder einer Leckage
eine Freisetzung von Reaktorkühlmittel an die Umgebung sicher vermieden.
[0026] In Figur 3 ist schematisch ein Begasungssystem 28 für eine technische Anlage, insbesondere
für den Primärkreislauf eines Druckwasserreaktors, dargestellt. Das Begasungssystem
28 umfaßt als Wasserstoffgenerator die Elektrolysevorrichtung 1, deren Zu- und Abführsysteme
16, 18, 20, 22 in nicht näher dargestellter Weise an die technischen Anlage angeschlossen
sind. Die Elektrolysevorrichtung 1 umfaßt zudem eine Analyseeinheit 30. Dabei sind
die Kontaktschichten jeder Membran 4 elektrisch mit der Analyseeinheit 30 verbunden.
[0027] Die Analyseeinheit 30 ist dazu ausgelegt, nach Abschalten der Stromversorgung einer
Membran 4 die Abklingzeit eines Spannungssignals dieser Membran 4 zu ermitteln. Aus
der Abklingzeit des Spannungssignals können dann in der Analyseeinheit 30 Rückschlüsse
auf die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Membran 4 gezogen werden. Bei intakter Membran
4 sollte die jeweilige Membranelektrolysezelle 2 nämlich nach Abschalten der Stromversorgung
kurzzeitig als Brennstoffzelle wirken, bis die von ihr zuvor durch Elektrolyse freigesetzten
Gase abtransportiert sind. Daher sollte bei intakter Membran 4 das an ihr abfallende
Spannungssignal zunächst kurzzeitig konstant sein, bevor ein Abklingen einsetzt. Bei
fehlerhafter Membran 4, beispielsweise infolge von Lochbildung, sollte die Spannung
nach Anschalten der Stromversorgung hingegen unmittelbar abklingen, so daß durch die
Analyseeinheit 30 eine intakte von einer fehlerhaften Membran 4 unterscheidbar ist.
[0028] Für zusätzliche Diagnosezwecke ist in die Abführsysteme 18 und 22 für jede Membran
4 jeweils ein Sensor 32 zur Ermittlung einer Gasreinheit geschaltet. Die Sensoren
32 sind ebenfalls an die Analyseeinheit 30 angeschlossen. Durch eine Kombination der
Information über die Ablingzeit des Spannungssignals an einer ausgewählten Membran
4 mit der Information über die Reinheit der von der zugehörigen Membranelektrolysezelle
2 gelieferten Elektrolysegase ist eine besonders zuverlässige Prognose über das Betriebsverhalten
der jeweiligen Membranelektrolysezelle 2 möglich.
[0029] Eine zuverlässige Kühlung der Elektrolysevorrichtung 1 bei ihrem Betrieb ist durch
die Wahl eines geeigneten Wasserdurchsatzes durch die Membranelektrolysezellen 2 sichergestellt.
Als Kühlmedium dient dabei das der Elektrolysevorrichtung 1 zugeführte, zu versetzende
Medium. Zusätzlich können weitere Kühlvorrichtungen für das Gehäuse 8, beispielsweise
in Form von Kühlrippen, vorgesehen sein.
1. Elektrolysevorrichtung (1) mit einer Anzahl von Membranelektrolysezellen (2), von
denen jede eine beidseitig mit einer Kontaktschicht versehene Membran (4) umfaßt,
wobei an jeder Kontaktschicht jeweils eine Kontaktplatte (5) angeordnet ist, und wobei
jede Kontaktplatte (5) auf ihrer der ihr zugeordneten Kontaktschicht zugewandten Oberfläche
ein Kanalsystem (14) zum Transport von Wasser und/oder Gas aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktschichten jeder Membran (4) elektrisch mit einer Analyseeinheit (30) verbunden
sind, die nach einer Abschaltung der Stromversorgung einer Membran (4) das zeitliche
Verhalten der an dieser Membran (4) abfallenden Spannung ermittelt.
2. Elektrolysevorrichtung (1) nach Anspruch 1, bei der das Kanalsystem jeder Kontaktplatte
(5) in Form konzentrischer Kreissegmente ausgebildet ist.
3. Elektrolysevorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Membranelektrolysezellen
(2) elektrisch in Reihe geschaltet sind.
4. Elektrolysevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der zwischen jeder
Kontaktschicht und der ihr jeweils zugeordneten Kontaktplatte (5) eine poröse Leiterplatte
(6) angeordnet ist.
5. Elektrolysevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Kanalsysteme
(5) der zu beiden Seiten einer Membran (4) angeordneten Kontaktplatten (5) unabhängig
voneinander mit einem Medium, insbesondere mit Wasser oder Deionat, bespeisbar sind.
6. Elektrolysevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, deren Membranelektrolysezellen
(2) stapelförmig innerhalb eines Gehäuses (8) angeordnet sind, das an jeder Stirnseite
(10) jeweils ein Feststellelement (12) zum Verspannen der Membranelektrolysezellen
(2) miteinander aufweist.
7. Elektrolysevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Analyseeinheit
(30) bei abgeschalteter Stromversorgung einer Membran (4) die Abklingzeit eines Spannungssignals
dieser Membran ermittelt.
8. Elektrolysevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der an die Analyseeinheit
(30) ein Sensor zur Ermittlung einer Gasreinheit angeschlossen ist.
1. Electrolysis apparatus (1) with a number of membrane electrolysis cells (2), each
of which comprises a membrane (4) provided on both sides with a contact layer, a contact
plate (5) being respectively arranged on each contact layer, and each contact plate
(5) having on its surface facing the contact layer assigned to it a system of ducts
(14) for the transport of water and/or gas characterized in that the contact layers of each membrane (4) are electrically connected to an analysing
unit (30), which, after the power supply to a membrane (4) has been disconnected,
determines the behaviour over time of the voltage dropping across this membrane (4).
2. Electrolysis apparatus (1) according to Claim 1, in which the system of ducts of each
contact plate (5) is designed in the form of concentric segments of a circle.
3. Electrolysis apparatus (1) according to Claim 1 or 2, in which the membrane electrolysis
cells (2) are connected electrically in series.
4. Electrolysis apparatus (1) according to one of Claims 1 to 3, in which a porous conductor
plate (6) is arranged between each contact layer and the contact plate (5) respectively
assigned to it.
5. Electrolysis apparatus (1) according to one of Claims 1 to 4, in which the the systems
of ducts of the contact plates (5) arranged on both sides of a membrane (4) can be
fed with a medium, in particular with water or deionized water, independently of one
another.
6. Electrolysis apparatus (1) according to one of Claims 1 to 5, the membrane electrolysis
cells (2) of which are arranged in the form of a stack within a housing (8), which
respectively has on each end face (10) a fixing element (12) for bracing the membrane
electrolysis cells (2) to one another.
7. Electrolysis apparatus (1) according to one of Claims 1 to 6, in which, when the power
supply to a membrane (4) is disconnected, the analysing unit (30) determines the decay
time of a voltage signal of this membrane.
8. Electrolysis apparatus (1) according to one of Claims 1 to 7, in which a sensor for
determining the purity of a gas is connected to the analysing unit (30).
1. Dispositif d'électrolyse (1) avec de nombreuses cellules d'électrolyse à membrane
(2), desquelles chacune comprend une membrane (4) munie sur les deux côtés d'une couche
de contact, une plaque de contact (5) étant à chaque fois disposée sur chaque couche
de contact, et chaque plaque de contact (5) présentant sur sa surface opposée à la
couche de contact qui lui est disposée un système de canal (14) pour le transport
de l'eau et/ou du gaz, caractérisé en ce que les couches de contact de chaque membrane (4) sont électriquement raccordées à une
unité d'analyse (30), laquelle fournit après une interruption de l'alimentation en
courant d'une membrane (4) le comportement au cours du temps de la tension chutant
sur cette membrane (4).
2. Dispositif d'électrolyse (1) selon la revendication 1, dans lequel le système de canal
de chaque plaque de contact (5) est dans la forme de segments circulaires concentriques.
3. Dispositif d'électrolyse (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les cellules
d'électrolyse à membrane (2) sont raccordées électriquement en série.
4. Dispositif d'électrolyse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans
lequel il est disposé entre chaque couche de contact et la plaque de contact (5) qui
lui est à chaque fois disposée une plaque conductrice poreuse (6).
5. Dispositif d'électrolyse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans
lequel les systèmes de canaux (5) des plaques de contact (5) disposées sur les deux
côtés d'une membrane (4) peuvent être alimentés indépendamment les uns des autres
avec un milieu, en particulier avec de l'eau ou de l'eau déminéralisée.
6. Dispositif d'électrolyse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dont
les cellules d'électrolyse à membrane (2) sont disposées dans la forme d'un empilement
à l'intérieur d'un boîtier (8), lequel présente sur chaque face (10) à chaque fois
un élément de fixation (12) pour serrer les cellules d'électrolyse à membrane (2)
ensemble.
7. Dispositif d'électrolyse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans
lequel l'unité d'analyse (30) fournit lors d'une interruption de l'alimentation en
courant d'une membrane (4) le moment de chute d'un signal de tension de cette membrane.
8. Dispositif d'électrolyse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans
lequel un capteur est raccordé à l'unité d'analyse (30) pour déterminer une pureté
de gaz.