(19)
(11) EP 0 932 800 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.06.2003  Patentblatt  2003/24

(21) Anmeldenummer: 97912046.6

(22) Anmeldetag:  13.10.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F24F 5/00, A61H 33/02
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9702/344
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9801/6782 (23.04.1998 Gazette  1998/16)

(54)

VERFAHREN ZUR ZUFUHR VON WASSER UND LUFT IN EIN SCHWIMMBECKEN UND EINRICHTUNG HIERFÜR

METHOD FOR CONDUCTING WATER AND AIR TO A SWIMMING POOL AND DEVICE THEREFOR

PROCEDE D'ALIMENTATION EN EAU ET EN AIR D'UN BASSIN DE NATATION ET DISPOSITIF CORRESPONDANT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 15.10.1996 DE 19642428
28.10.1996 DE 19644715

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.08.1999  Patentblatt  1999/31

(73) Patentinhaber: Schydlo, Martin T.
D-40883 Ratingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schydlo, Martin T.
    D-40883 Ratingen (DE)

(74) Vertreter: Vomberg, Friedhelm, Dipl.-Phys. 
Schulstrasse 8
42653 Solingen
42653 Solingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 189 284
EP-A- 0 272 601
DE-U- 29 618 727
EP-A- 0 219 730
DE-A- 2 413 618
US-A- 5 267 359
   
  • "32502 - Remote Air Inlet for Whirlpool Air Pump" RESEARCH DISCLOSURE, Nr. 325, Mai 1991, EMSWORTH,GB, XP000253830
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Schwimmbadhallenbelüftung mit Schwimmbecken, das eine Einrichtung zum Zuführen von Wasser und Luft aufweist.

[0002] Grundsätzlich ist es bei Schwimmbecken wie bei Whirlpools bekannt, Luft und Wasser über entsprechende Pumpen dem Schwimmbecken- oder Whirlpoolwasser zuzuführen, wozu das Wasser mit einer eigenen Pumpe, üblicherweise einer Kreiselpumpe und Luft über ein eigenes Gebläse gefördert wird. Luft und Wasser werden, ggf. in einem einstellbaren Verhältnis, gemischt und über geeignete Einströmdüsen, beispielsweise Venturidüsen in das Schwimmbecken eingeleitet.

[0003] In der EP 0 219 730 B1 wird erwähnt, daß das für die Luft erforderliche Gebläse seinerzeit eine nicht unerhebliche Lärmquelle darstellte, die insbesondere in Hotels zu einer Belästigung führte, da es nicht möglich gewesen ist, die Pumpe allzu weit von einem Schwimmbecken entfernt aufzustellen. Um diesem Umstand abzuhelfen, wird in der EP 0 219 730 B1 eine Einrichtung zum Zuführen von Wasser und Luft vorgeschlagen, bei der das Wasser mittels einer durch einen luftgekühlten Motor angetriebenen Pumpe gefördert wird und die Kühlluft mittels einer Sammeleinrichtung und einer daran angeschlossenen Abgabevorrichtung dem Schwimmbecken bzw. einer in Strömungsrichtung davor gelegenden Mischstation zugeführt wird. Zum Ansaugen dieser Luft wird eine mit dem Motor der Wasserpumpe gekuppelte Luftfördereinrichtung, beispielsweise ein Flügelrad, eine Förderschnecke oder ein Schaufel-Lüfterrad verwendet, das aus der Umgebung des Aufstellortes der Pumpe aufgenommen wird. Auf diese Art und Weise soll die Motorkühlluft als Brauchluft genutzt werden, wobei man sich die Erwärmung der Kühlluft durch den Motor zum Zwecke der Schwimmbadwassererwärmung zunutze machen will. Die dem Gebäuseinneren bzw. dem geschlossenen Raum, in dem sich das Schwimmbecken befindet, entnommene Luft wird, wie bei Whirlpools seit langem bekannt, zum "Aufsprudeln des Wasser" benutzt.

[0004] Die EP-A-0 189 284 offenbart ein Badsystem mit einer whirlpoolähnlichen Wanne in einem abgeschlossenen Raum. Einströmdüsen im Wannenkörper stehen mit einer Zufuhrleitung in Verbindung, durch welche mittels eines außerhalb des Raumes angeordneten Gebläses Luft angesaugt und über die Düsen.der Wanne eingeblasen werden kann.

[0005] Die EP-A-0 272 601 beschreibt eine Badewanne mit im Bodenbereich eingebauten Düsen für die Einleitung von Luft, die mit der Druckseite eines Gebläses über wenigstens eine Rohrleitung verbunden sind, die mit dem Wannenablaufrohr verbunden ist. Bezogen auf die Luftbeaufschlagung zwischen der letzten Düse und der Einbündung in das Wannenablaufrohr in der Rohrleitung ist ein mit einem steuerbaren Stellantrieb versehenes Absperrventil angeordnet. Mit dieser Badewanne soll die Aufgabe gelöst werden, eine zuverlässige und einfach zu handhabende desinfizierende Reinigung durchführen zu können.

[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, weitere Möglichkeiten der Luftzufuhr in das Schwimmbeckenwasser nutzbar zu machen.

[0007] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Die Ansaugung der Luft von außen, d.h. als Frischluft, schafft den Vorteil, daß die in das Schwimmbeckenwasser eingeblasene Luft aus dem Schwimmbadwasser ausströmt und dort für eine Frischluftzufuhr in dem Raum über dem Schwimmbecken, also der Schwimmbadhalle führt. Auf diese Weise wird die Schwimmbadhalle mit frischem Sauerstoff versorgt, so daß auf ansonsten notwendige Schwimmbadhallenbe- und -entlüftungen verzichtet werden kann oder zumindest der Umfang oder deren Anzahl stark einschränkbar sind. Die Einführung der frischen Außenluft über das Schwimmbeckenwasser hat gegenüber der direkten Luftzufuhr in die Schwimmbadhalle auch noch den Vorteil, daß die über das Wasser eingeblasene Luft nach dem Verlassen des Schwimmbeckenwassers im wesentlichen die Wassertemperatur besitzt und somit nicht als Zugluft empfunden wird. Vorteilhafterweise kann über die Schwimmbeckenbelüftung mittels Frischluft auch vermieden werden, daß sich in unmittelbarer Nähe der Wasseroberfläche der durch das Chloren des Wassers unangenehme Chlorgeruch stark ausbreitet, der als durch Trihalogene kontaminierte Luft wegen der notwendigen Wasserdesinfektion normalerweise unvermeidbar ist.

[0008] Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen beschrieben.

[0009] So kann die angesaugte Luft entweder getrennt von der Wasserführung und der Wasserinjektion in das Schwimmbecken eingeblasen werden oder mit gefiltertem Wasser oder mit Frischwasser zusammen über ein oder mehrere Einströmdüsen als Luft-Wassergemisch dem Schwimmbecken zugeführt werden. Je nach gewählter Wasser- und Luftzufuhr benötigt man getrennte oder miteinander gekoppelte Rohrleitungssysteme, bei der Zufuhr eines Wasser-Luftgemisches in entsprechender Weise eine Mischvorrichtung. Bevorzugt wird dem Schwimmbecken kontinuierlich oder diskontinuierlich Wasser entnommen, gefiltert und dem gefilterten Wasser von außen angesaugte Frischluft in dosierter Menge beigegeben. Hierdurch wird der bereits grundsätzlich aus der EP 0 219 370 B1 oder bei Whirlpools bekannte "Sprudel"-Effekt beibehalten; zudem können getrennte Einströmdüsen für Luft und Wasser sowie getrennte Zuführungen hierfür eingespart werden.

[0010] Die über das Wasser von außen zugeführte und in den Raum abgegebene Frischluft schafft über der Wasseroberfläche einen geringfügigen Überdruck, der bei Temperaturdifferenzen zwischen warmen Wasser und einer kühleren Luft oberhalb der Wasseroberfläche eine Schwadenbildung vermeidet. Will man den Überdruck geregelt dosieren, kann nach einer Weiterbildung der Erfindung ein überdruckempfindliches Ventil, das in eine Wand der Schwimmbeckenhalle oder des sonstigen geschlossenen Raumes eingelassen ist, zum Druckausgleich verwendet werden. Vorzugsweise wird die Frischluftzufuhr und die Luftentnahme über das genannte Überdruckventil so gesteuert oder geregelt, daß alle drei bis acht Stunden, vorzugsweise alle sechs Stunden die Luft des geschlossenen Raumes über dem Schwimmbecken vollständig ausgetauscht wird. Das Überdruckventil hat also zwei Funktionen, zum einen wird ein zu hoher Raum-Luftdruck über dem Schwimmbeckenwasser vermieden, zum anderen wird die Luft von den unerwünschten Trihalogenen gereinigt.

[0011] Vorrichtungstechnisch wird die genannte Aufgabe durch die Einrichtung nach Anspruch 6 gelöst. Diese verfügt über mindestens eine Luftzufuhrleitung, über die Luft außerhalb des Gebäudes (als Frischluft) ansaugbar ist und die unmittelbar oder mittelbar in das Schwimmbecken unterhalb der Wasseroberfläche mündet, in das über entsprechende Einströmdüsen die angesaugte Luft getrennt von der Wasserzufuhr oder zusammen mit der Wasserzufuhr einblasbar ist.

[0012] Vorzugsweise Ausbildungen dieser Einrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

[0013] So verfügt das Schwimmbecken vorzugsweise über mindestens einen Wasserablauf, über den Wasser entnommen und über ein Rohrleitungssystem einem Filter und von dort wieder dem Schwimmbecken über die Einströmdüsen zuführbar ist, wobei die von außen angesaugte Luft in ein Rohr des Rohrleitungssystemes einblasbar ist, das zwischen dem Filter und den Einströmdüsen angeordnet ist. Durch dieses Rohrleitungssystem wird gewährleistet, daß das dem Schwimmbecken entnommene Wasser zunächst gefiltert und erst dann durch geregelte Zudosierung in dem gewünschten Mischungsverhältnis Wasser/Luft vermengt wird.

[0014] Wie grundsätzlich nach dem Stand der Technik bekannt, besitzt das Schwimmbecken ein oder mehrere Wasserabläufe, die als Bodenablauf, Überlauf, Skimmer oder ähnliches ausgebildet sind. Über entsprechende Zuführleitungen wird das dem Schwimmbecken entnommene Wasser einem Mehrwegventil zugeführt, das Abzweigungen zum Filter und zum unmittelbaren Rückführen in das Schwimmbecken bzw. zu einer Mischeinrichtung mit angesaugter Luft besitzt. Das geschilderte Mehrwegventil kann somit wahlweise so geschaltet werden, daß das dem Schwimmbecken entnommene Wasser entweder zunächst gefiltert oder, wenn eine Filterung nicht erforderlich ist, unmittelbar in Richtung des Schwimmbeckens zurückgeführt wird.

[0015] Um ein Eindringen des im Kreislauf geführten Schwimmbeckenwassers in die Luftzufuhrleitung zu verhindern, ist die Mischeinrichtung zum Injizieren von Frischluft mit einem Rückschlagventil ausgestattet, das bei fehlendem oder zu niedrigem Luftdruck in der Luftzufuhrleitung automatisch schließt.

[0016] Bevorzugt ist die angesaugte Luft über mehrere im Boden und in den Schwimmbadwänden angeordneten Einströmdüsen, ggf. auch getrennt von den Wassereinströmdüsen, einblasbar, womit eine gleichmäßige Frischluftzufuhr über das gesamte Wasservolumen des Schwimmbeckens erreicht wird.

[0017] Wie bereits erwähnt, besitzt der geschlossene Raum, in dem sich das Schwimmbecken befindet, also etwa die Schwimmhalle in öffentlichen Bädern, ein in eine Wand eingelassenes Überdruckventil mit einer nach außen führenden Luftleitung. Dieses Überdruckventil kann entweder regelbar in Abhängigkeit des Hallenluftdruckes arbeitend oder als einfache Schwenkklappe bzw. gesteuerter Ventilator ausgestaltet sein.

[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die einen schematischen Schnitt eines ein Schwimmbecken aufweisenden Raumes darstellt.

[0019] Der betreffende Raum 1 besitzt eine Decke 10, Außenwände 11, 12 und einen Boden 13 sowie ein Schwimmbecken 2 mit einem Boden 20 sowie einer oder mehreren Seitenwänden 21. Der Boden besitzt einen Abauf 22 sowie eine Einströmdüse 23; entsprechende Einströmdüsen 24 und 25 sind in die Seitenwand 21 eingelassen. Oberhalb der Wasseroberfläche 40 ist ein Wasserüberlauf 26 mit einem Skimmer 27 angeordnet. Der Bodenablauf 22 sowie der Wasserüberlauf 26 sind mit entsprechenden Wasserablaufleitungen 28, 29 verbunden, die in eine gemeinsame Zuführungsleitung 30 münden, die über ein Mehrwegventil 3 mit einem Filter 4 sowie einer Wasserzufuhrleitung 5, die sich in entsprechende Zweigleitungen 51 und 52 zu den Einströmdüsen 23, 24 und 25 verzweigt.

[0020] Erfindungsgemäß ist eine weitere Luftzufuhrleitung 6 vorgesehen, die Frischluft von außen, ggf. über einen Luftfilter 7 und eine nicht näher dargestellte Pumpe, ansaugt, worüber über ein Injektionsdüse 8 die Frischluft in die Leitung 5 zugeführt wird, von wo sie aus als Wasser-Luftgemisch den Einströmdüsen 23, 24, und 25 zugeführt wird. Die jeweilige Wasser- und Luftführung ist durch Pfeile gekennzeichnet. Im vorliegenden dargestellten Fall strömt die Frischluft über die Düsen 23, 24 und 25 in das Schwimmbeckenwasser, steigt auf und verteilt sich im Raum 9 oberhalb der Wasseroberfläche 40. Ein Überdruckventil 14, das hier simplifiziert als Schwenkklappe dargestellt ist, sorgt dafür, den Gasdruck im Raum 9 zu regulieren. Die Pumpe für die Luftzufuhr sowie das Überdruckventil sowie ggf. die Injektionsdüse 8 können über eine Regeleinrichtung derart miteinander verbunden sein, daß Frischluft in dosierter Weise zu- und abgeführt wird, um ideale Wasser-Luft-Gemischverhältnisse sowie eine Entkontaminierung der durch Trihalogene verseuchten Luft im Raum 9 zu bewirken.

[0021] Die Bodenebene außerhalb des Schwimmbeckens 2, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, ist etwa in Höhe der oberen Schwimmbeckenrandes angeordnet, so daß das gesamte neben dem Schwimmbecken 2 dargestellte Leitungssystem einschließlich dem Filter hierdurch abgedeckt sind bzw. unterhalb des Bodens ein entsprechender Raum gebildet ist, der für Filter- und Leitungswartungsarbeiten zugänglich ist.

[0022] Varianten der dargestellten Ausführungsform sind in der Weise möglich, daß die Luftzufuhrleitung 6 unmittelbar zu Einströmdüsen des Schwimmbeckens mündet, die von den Wasserzuführdüsen getrennt sind.

[0023] Die vorliegende erfindungsgemäße Einrichtung ist auch bei bestehenden Schwimmbädern, die nur über ein mit einem Filter verbundenes Rohrleitungssystem verfügen, nachrüstbar, indem neben der Luftzufuhrleitung 6, einer entsprechenden Pumpvorrichtung (Lüfterrad oder ähnliches) ein T-Anschluß am Ort der Injektionsdüse 8 eingefügt wird. In entsprechender Weise kann auch die aus der EP 0 219 730 B1 bekannte Vorrichtung derart geändert werden, daß die Luft, die dort den Belüftungseinrichtungen zugeführt wird, über entsprechende Luftzufuhrkanäle angesaugt wird, die einen Anschluß an die Außenluft, d.h. ins Freie mündend, besitzen.

[0024] Die Verfahrensführung mit der dargestellten Einrichtung kann beispielsweise so gestaltet sein, daß bei einem angenommenen Raumvolumen von 240 m3 über die Zufuhrleitung 6 40 m3 pro Stunde gefördert werden, so daß in ca. 6 Stunden ein vollständiger Luftaustausch erreicht wird.


Ansprüche

1. Verfahren zur Schwimmbadhallenbelüftung,
dadurch gekennzeichnet,
daß außerhalb der Schwimmbadhalle angesaugte Frischluft unter halb der Wasseroberfläche des Schwimmbeckens eingeblasen wird.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angesaugte Luft getrennt von der Wasserführung und der Wasserinjektion in das Schwimmbecken (2) eingeblasen wird oder mit gefiltertem Wasser oder mit Frischwasser zusammen über eine oder mehrere Einströmdüsen (23, 24, 25) als Luft-Wassergemisch dem Schwimmbecken (2) zugeführt wird,
 
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schwimmbecken (2) kontinuierlich oder diskontinuierlich Wasser entnommen, gefiltert und dem gefilterten Wasser von außen angesaugte Frischluft in dosierter Menge beigegeben wird.
 
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmbadhalle über ein druckempfindliches Ventil (14) Luft zum Druckausgleich entnommen wird.
 
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzufuhr (6) von außen und die Luftentnahme derart dosiert werden, daß alle drei bis acht Stunden, vorzugsweise alls sechs Stunden, die Luft des geschlossenen Raumes (1) über dem Schwimmbecken (2) vollständig ausgetauscht wird.
 
6. Schwimmbadhalle mit Schwimmbecken, das eine Einrichtung zum Zuführen von Wasser und Luft aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß über mindestens eine Luftzufuhrleitung von außerhalb der Schwimmbadhalle Frischluft ansaugbar ist und daß diese Luftzufuhrleitung mittelbar oder unmittelbar in das Schwimmbecken (2) unterhalb der Wasseroberfläche (40) mündet, in das über entsprechende Einströmdüsen (23, 24, 25) die angesaugte Luft getrennt von der Wasserzufuhr oder zusammen mit der Wasserzufuhr einblasbar ist.
 
7. Schwimmbadhalle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwimmbecken (2) über mindestens einen Wasserablauf (22, 26) verfügt, über den Wasser entnommen und über ein Rohrleitungssystem (28, 29, 30) einem Filter (4) und von dort wieder dem Schwimmbecken (2) über die Einströmdüsen (23, 24, 25) zuführbar ist und daß die von außen angesaugte Luft in ein Rohr (5) des Rohrleitungssystemes einblasbar ist, das zwischen dem Filter (4) und den Einströmdüsen (23, 24, 25) angeordnet ist.
 
8. Schwimmbadhalle nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das den oder die Wasserabläufe (22, 27) verlassende Wasser einem Mehrwegventil (3) zuführbar ist, das Abzweigungen zum Filter (4) und zum unmittelbaren Rückführen in das Schwimmbecken (2) bzw. zu einer Mischeinrichtung mit angesaugter Luft besitzt, wobei die Mischeinrichtung zum injizieren von Luft ein Rückschlagventil aufweist, das ein Einströmen des Wassers in die Luftzufuhrleitung (6) verhindert.
 
9. Schwimmbadhalle nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserabläufe aus einem Bodenablauf (22) und/oder einem Wasserüberlauf (26) bestehen und/oder daß die angesaugte Luft über mehrere im Boden (20) und in den Schwimmbadwänden (21), dort vorzugsweise unterhalb der Wasseroberfläche (40) angeordneten Einströmdüsen (23, 24, 25) einblasbar ist.
 
10. Schwimmbadhalle nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene Raum (1), in dem sich das Schwimmbecken (2) befindet, ein in eine Wand (11) eingelassenes Überdruckventil (14) mit einer nach außen führenden Luftleitung aufweist.
 


Claims

1. Method for ventilating indoor swimming pools,
characterised in that
fresh air sucked in from outside the pool building is injected below the surface of the water in the pool.
 
2. Method according to claim 1, characterised in that the air sucked in is injected separated from the water conducting and the water injection into the swimming pool (2) or said air together with filtered water or with fresh water is supplied to the swimming pool (2) as an air-water-mixture via one or more injection nozzle(s) (23, 24,25).
 
3. Method according to claim 2, characterised in that water is drawn out of the swimming pool continuously or discontinuously, filtered and that fresh air sucked in from outside is added to the filtered water in measured proportion.
 
4. Method according to claims 1 to 3, characterised in that air is sucked in from the pool building via a pressure sensitive valve (14) for pressure balance.
 
5. Method according to claims 1 to 4, characterised in that the air supply (6) from outside and the air suction are dosed in a manner that every 3 to 8 hours preferably every 6 hours, the air of the closed building above the swimming pool (2) is replaced completely.
 
6. Swimming pool building with a swimming pool comprising a device for a supply of water and air, characterised in that fresh air can be sucked in from outside of the swimming pool building via at least one air supply pipe and that this air supply pipe ends directly or indirectly blow the water surface (40) in the swimming pool (2), wherein the air sucked in can be injected via appropriate injection nozzles (23, 24, 25) separated from the water supply or together with the water supply.
 
7. Swimming pool building according to claim 6, characterised in that the swimming pool (2) has at least one water outlet (22, 26) wherefrom the water is discharged and guided via a pipe system (28, 29, 30) to a filter (4) and therefrom back to the swimming pool (2) via the injection nozzles (23, 24, 25) and that the air sucked in from outside is blown into a pipe (5) of the pipe system, the pipe arranged between the filter (4) and the injection nozzles (23, 24, 25).
 
8. Swimming pool building according to one of the claims 6 or 7, characterised in that the water leaving the water outlet or the water outlets (22, 27) is conducted to a multi path valve (3) having branch lines to the filter (4) and directly back to the swimming pool (2) or to a device mixing the water with air sucked in, said mixing device comprises a non-return valve for the injection of air preventing the inflow of water into the air supply pipe (6).
 
9. Swimming pool building according to one of the claims 7 or 8, characterised in that the water outlets consist of a bottom outlet (22) and/or an water overflow (26) and/or that the air sucked in is injection through several injection nozzles (23, 24, 25) arranged in the bottom (20) and in the swimming pool walls (21), there preferably below the water surface (40).
 
10. Swimming pool building according to one of the claims 6 to 9, characterised in that the closed room (1) wherein the swimming pool (2) is arranged, comprises an overpressure relief valve embedded in a wall (11) with an air pipe leading to the outside.
 


Revendications

1. Procédé pour l'aération de salle de piscine, caractérisé par le fait que de l'air frais aspiré à l'extérieur de la salle de piscine est insufflé au-dessous de la surface d'eau du bassin de natation.
 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'air aspiré est insufflé séparément de la conduite d'eau et de l'injection d'eau dans le bassin de natation (2) ou qu'il est amené avec de l'eau filtré ou avec de l'eau fraîche en tant que mélange air-eau au bassin de natation (2) par une ou plusieurs buses d'admission (23, 24, 25).
 
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que de l'eau est prélevée de manière continue ou discontinue du bassin de natation (2), est filtrée et que de l'air frais aspiré de l'extérieur est ajouté en quantité dosée à l'eau filtrée.
 
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que, pour une compensation de pression, de l'air est prélevé de la salle de piscine par une soupape sensible à la pression (14).
 
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'amenée d'air (6) de l'extérieur et le prélèvement d'air sont dosés d'une telle manière que toutes les trois à huit heures, de préférence toutes les six heures, l'air de la salle fermée (1) sur le bassin de natation (2) est complètement échangé.
 
6. Salle de piscine avec un bassin de natation qui présente un dispositif pour l'alimentation en eau et en air, caractérisée par le fait que de l'air frais peut être aspiré de l'extérieur de la salle de piscine par au moins une conduite d'amenée d'air et que cette conduite d'amenée d'air débouche indirectement ou directement dans le bassin de natation (2) au-dessous de la surface d'eau (40), dans lequel l'air aspiré peut être insufflé par des buses correspondantes d'admission (23, 24, 25) séparément de l'amenée d'eau ou conjointement avec l'amenée d'eau.
 
7. Salle de piscine selon la revendication 6, caractérisée par le fait que le bassin de natation (2) dispose d'au moins une sortie d'eau (22, 26) par laquelle de l'eau est prélevée et peut être amenée par un système de tuyauterie (28, 29, 30) à un filtre (4) et de là à nouveau au bassin de natation (2) par les buses d'admission (23, 24, 25), et que l'air aspiré de l'extérieur peut être insufflé dans un tuyau (5) du système de tuyauterie, qui est disposé entre le filtre (4) et les buses d'admission (23, 24, 25).
 
8. Salle de piscine selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisée par le fait que l'eau quittant la ou les sortie(s) d'eau (22, 26) peut être amenée à une soupape à plusieurs voies (3) qui possède des branchements vers le filtre (4) et pour le recyclage direct dans le bassin de natation (2) ou bien vers un dispositif de mélange avec de l'air aspiré, le dispositif de mélange présentant un clapet antiretour pour l'injection d'air, qui empêche une admission de l'eau dans la conduite d'amenée d'air (6).
 
9. Salle de piscine selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée par le fait que les sorties d'eau se composent d'une sortie de fond (22) et/ou d'un trop-plein d'eau (26) et/ou que l'air aspiré peut être insufflé par plusieurs buses d'admission (23, 24, 25) disposées dans le fond (20) et dans les parois (21) du bassin de natation, là de préférence au-dessous de la surface d'eau (40).
 
10. Salle de piscine selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisée par le fait que la salle fermée (1) dans laquelle se trouve le bassin de natation (2) présente une soupape de surpression (14) enchâssée dans une paroi (11), avec une conduite d'air menant vers l'extérieur.
 




Zeichnung