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EP 0 933 202 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.07.2002 Patentblatt 2002/30 |
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Anmeldetag: 15.12.1998 |
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Anlegerantrieb
Feeder drive
Entraînement d'un appareil de marge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB LI |
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Priorität: |
24.01.1998 DE 29801140 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.08.1999 Patentblatt 1999/31 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Bayer, Harald
63110 Rodgau (DE)
- Matthäus, Wolfgang
63073 Offenbach (DE)
- Hinz, Marc
63517 Rodenbach (DE)
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Vertreter: Stahl, Dietmar |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Abteilung RTB,Werk S
Postfach 101264 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 768 174 DE-A- 3 938 597 DE-U- 29 515 803
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DE-A- 2 335 781 DE-A- 4 102 472
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb für einen Anleger einer bogenverarbeitenden
Maschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Für Anleger an bogenverarbeitenden Maschinen z.B. Bogendruckmaschinen sind Antriebe
erforderlich, die vom Hauptantrieb der Maschine trennbar sein müssen. Das ist dadurch
bedingt, daß die Funktionen der bogenverarbeitenden Maschine unabhängig von der Funktion
des Anlegers einstellbar sein müssen. Der Anleger wird erst bei gewünschten definierten
Betriebszuständen der bogenverarbeitenden Maschine zugeschaltet. Daher ist eine einfache
Antriebsauftrennung zwischen der bogenverarbeitenden Maschine und dem von dieser aus
angetriebenen Anleger erwünscht. Weiterhin sollen die Steuerungsmöglichkeiten zwischen
der bogenverarbeitenden Maschine und dem Anleger so einfach wie möglich sein. Der
Aufwand für die konstruktiven Maßnahmen muß minimiert werden.
[0003] So ist aus der DE 39 38 597 A1 eine Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung
eines Bogenanlegers an eine Druckmaschine bekannt. In dem Dokument ist ein Getriebe
beschrieben, das zur Senkung der Verlustzeiten und des Makulaturanfalls neben einer
Einzahnkupplung ein Vorbeschleunigungsgetriebe beinhaltet.
[0004] Weiterhin ist aus der DE 23 35 781 A1 eine fluidbetätigte Kupplung bekannt. Die Kupplung
ist in einer einzigen Antriebsstellung einrückbar. Dazu sind in den Kupplungshälften
Kugeln bzw. Kugelaufnahme-Hohlräume vorgesehen. Diese sind so angeordnet, dass die
Kugeln beim Einkuppeln nur in einer Stellung in die Kugelaufnahme-Hohlräume eingreifen
können.
[0005] Schließlich ist aus der EP 0 768 174 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ankuppeln
eines Zylinders bekannt Hierbei wird ein Zahnrad an eine Welle mittels einer Stirnzahnkupplung
angekuppelt. Beim Einkuppeln wird der Fluiddruck an einem dazu verwendeten Arbeitszylinder
reduziert, um ein einwandfreies, verschleißarmes Einrasten der Kupplungsverzahnung
zu erreichen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein kompaktes einfach ansteuerbares Getriebe
zum Antrieb eines Anlegers von einer bogenverarbeitenden Maschine aus zu schaffen.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gestaltet sich nach dem Anspruch 1. Hierbei wird ein Antrieb
geschaffen, der auf geringstem Bauraum die Funktionen Kupplung, Bremsung und Überwachung
miteinander kombiniert. Die Konzeption ist so gewählt, daß die Montage auf einfachste
Weise erfolgen kann und eine Betriebsüberwachung durch einfachste Mittel darstellbar
ist.
[0008] Die Vorrichtung stellt eine einfache Möglichkeit zur steuerbaren Ankoppelung eines
Anlegers an eine bogenverarbeitende Maschine dar. Die Anordnung ist im entkoppelten
Zustand verlustfrei. Sie weist über die Kupplungsbauform mit einrastenden Kupplungskugeln
eine Überlastfunktion auf, die Schäden an Aggregaten vermeidet. Weiterhin ist die
Kupplungsanordnung wartungsfrei und einfach zu montieren.
[0009] Die Verbesserung wird im folgenden anhand von einer zeichnerischen Darstellung näher
beschrieben.
- Die Figur zeigt
- einen Längsschnitt durch die erfinderische Vorrichtung.
[0010] Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch den erfinderischen Antrieb. Eine Antriebswelle
1 ist mit einer nicht gezeigten bogenverarbeitenden Maschine verbunden. Sie überträgt
über Kegelräder 2, 3 die Antriebsbewegung in den eigentlichen Anlegerantrieb. Dieser
ist in einem Gehäuse 30 angeordnet. Die Antriebsbewegung wird über das Kegelrad 3
in den Antrieb eingeleitet. Das Kegelrad 3 ist mit einer glockenförmigen Kupplungshälfte
4 verbunden. Die Kupplungshälfte 4 ist mittels eines Wälzlagers 5 auf einem Zapfen
6 einer Abtriebswelle 20 angeordnet. Die Kupplungshälfte 4 ist an ihrer inneren Stirnseite
mit Rastöffnungen 4a versehen. Gegenüber der Kupplungshälfte 4 liegt eine zweite Kupplungshälfte
8. In dieser zweiten Kupplungshälfte 8 sind Mitnahmekugeln 8a eingesetzt. Gegenüber
der Abtriebswelle 20 ist die Kupplungshälfte 8 auf einem Kuppelring 7 gelagert.
[0011] Der Kuppelring 7 ist in Form eines Pneumatikzylinders auf der Abtriebswelle 20 auf
einem zweiten Wellenabsatz 9 längsverschieblich gelagert. Zur Luftversorgung des Pneumatiksystems
ist eine Luftzuführung 11 im Inneren die Abtriebswelle 20 vorgesehen und durch Querbohrungen
in den Sitz des Wellenabsatzes 9 geleitet. Die Mitnahmekopplung der zweiten Kupplungshälfte
8 gegenüber der Abtriebswelle 20 erfolgt über eine Keilverzahnung 10, die eine Längsverschiebung
dieser Kupplungshälfte 8 zuläßt.
[0012] Auf eine Schulterfläche der zweiten Kupplungshälfte 8 ist ein Sensor 12 gerichtet,
der die Position der Kupplungshälfte 8 ermittelt. Die Nullposition bzw. Leerlaufposition
der ganzen Kupplungsanordnung wird durch eine Feder 13 sichergestellt, die die zweite
Kupplungshälfte 8 in die Ruheposition außer Kontakt von der ersten Kupplungshälfte
4 drückt.
[0013] Axial im Anschluß an die Kupplung 4, 8 ist eine Bremse angeordnet. Die Bremse besteht
aus einem Bremsring 14 und einem Bremsbelag 15. Beide sind konisch geformt und bilden
eine kegelförmige Bremsfläche. Der Bremsring 14 wirkt wiederum als Pneumatikzylinder
innerhalb des Gehäuses 30 und wird über einen Luftanschluß 16 bedient. Der Luftanschluß
16 mündet an einer Schulter des Bremsringes 14. Der Bremsring 14 ist mittels eines
Sicherungsstiftes 17 an das Gehäuse 30 axialverschieblich, aber verdrehgesichert angekoppelt.
Gleichzeitig sind Federn 18 vorgesehen, die sich gehäusefest abstützen und den Bremsring
14 im Ruhezustand außer Kontakt von dem Bremsbelag 15 halten. Die Abtriebswelle 20
ist schließlich mittels eines weiteren Wälzlagers 19 im Gehäuse 30 gelagert. Das Abtriebszahnrad
40 ist dann mit dem eigentlichen Anlegerantrieb verbunden. Die Abtriebswelle 20 ist
schließlich im Anlegergehäuse 50 angekoppelt.
[0014] Die Funktion stellt sich folgendermaßen dar:
Ohne Luftbeaufschlagung im Ruhezustand ist sowohl die Kupplung 4, 8 getrennt als auch
die Bremse 14, 15 offen. Damit läuft die Antriebswelle 1 ohne das Getriebe in irgendeiner
Weise zu beeinflussen leer durch, da die Kupplungshälfte 4 frei auf der Abtriebswelle
20 drehen kann. Durch Luftbeaufschlagung am Anschluß 11 wird die zweite Kupplungshälfte
8 axial versetzt und die Kupplungskugeln 8a koppeln an der ersten Kupplungshälfte
4 in die Mitnahmeöffnungen 4a ein. Damit wird ein Durchtrieb von der Antriebswelle
1 über die Kupplungshälften 4, 8 und die Keilverzahnung 10 auf die Abtriebswelle 20
geschaffen. Zum Überwachen ist die Position bei eingerückter Kupplung 4, 8 vom Sensor
12 erfaßt. Wenn der Antrieb stillgesetzt werden soll, kann mittels pneumatischer Bedienung
die Bremse 14, 15 mittels des Bremsringes 14 über Luftbeaufschlagung am Luftanschluß
16 eingerückt werden. Die Bremse 14, 15 wirkt direkt auf die Abtriebswelle 20 und
erfaßt so die Bewegung des Anlegers auf dem schnellsten Weg. Die Relativlage der Antriebswelle
1 und der Abtriebswelle 20 zueinander wird durch die Art der Kupplung 4, 8 sichergestellt.
Die Kupplungskugeln 8a rasten die Kupplung 4, 8 in einer vorbestimmten Position ein
und geben so die Position zwischen An- und Abtrieb vor.
1. Vorrichtung zum Kuppeln einer Antriebsbewegung zwischen einer bogenverarbeitenden
Maschine und einem Bogenanleger mit einer Antriebswelle (1), einer Abtriebswelle (20)
und Kupplungsmitteln, die auf der Abtriebswelle (20) eine erste Kupplungshälfte (4)
und eine zweite Kupplungshälfte (8) beinhalten, wobei die erste Kupplungshälfte (4)
frei drehbar aber axial feststehend angeordnet und die zweite Kupplungshälfte (8)
axial bewegbar aber drehfest angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass axial versetzt zur zweiten Kupplungshälfte (8) eine Bremse (14, 15) auf der Abtriebswelle
(20) angeordnet ist, daß die zweite Kupplungshälfte (8) und die Bremse (14, 15) in
Form von Pneumatikzylindern ausgebildet sind, dass die axiale Lage der zweiten Kupplungshälfte
(8) mittels eines Sensors (3) erfassbar ist und dass die Kupplung eine Überlastfunktion
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Kupplungshälfte (4) stimseitig der zweiten Kupplungshälfte (8) gegenüberliegend
angeordnete Rastöffnungen (4a) aufweist, daß die zweite Kupplungshälfte (8) stirnseitig
der ersten Kupplungshälfte (4) gegenüberliegend angeordnete und in der Kupplungshälfte
(8) lose einsetzbare Kupplungskugeln (8a) aufweist und daß die Kupplungskugeln (8a)
und die Rastöffnungen (4a) so angeordnet sind, daß die erste (4) und die zweite Kupplungshälfte
(8) in nur einer bestimmten Drehlage formschlüssig miteinander kuppelbar sind.
1. Device for coupling a drive movement between a sheet processing machine and a sheet
feeder with a drive shaft (1), an output drive shaft (20) and clutch means which contain
a first clutch half (4) on the output drive shaft (20) and a second clutch half (8),
wherein the first clutch half (4) is arranged freely rotatable but axially fixed and
the second clutch half (8) is arranged axially movable but rotationally fixed, characterised in that a brake (14, 15) is arranged on the output drive shaft (20) axially offset relative
to the first clutch half (4), that the second clutch half (8) and the brake (14, 15)
are constructed in the form of pneumatic cylinders, that the axial position of the
second clutch half (8) can be detected by means of a sensor (3) and that the clutch
has an overload function.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the first clutch half (4) has arranged on its end face lying opposite the second
clutch half (8), engagement openings (4a) that the second clutch half (8) has loosely
insertable coupling balls (8a) arranged on its end face opposite the first clutch
half (4) and in the clutch half (8) and that the coupling balls (8a) and the engagement
openings (4a) are so arranged that the first(4) and the second clutch half (8) can
be linked to one another in positively interlocked fashion in only one preset rotational
position.
1. Dispositif pour coupler un mouvement d'entraînement entre une machine de traitement
de feuilles et un margeur, comportant un arbre d'entraînement (1), un arbre de sortie
(20) et des moyens de couplage qui comprennent sur l'arbre de sortie (20) un premier
demi-accouplement (4) et un second demi-accouplement (8), le premier demi-accouplement
(4) étant agencé de façon librement rotative mais axialement fixe, et le second demi-accouplement
(8) étant agencé axialement mobile, mais fixe en rotation,
caractérisé en ce qu'un frein (14, 15) est agencé sur l'arbre de sortie (20), en étant décalé axialement
vers le second demi-accouplement (8), en ce que le second demi-accouplement (8) et le frein (14, 15) sont réalisés sous forme de
vérins pneumatiques, en ce que la position axiale du second demi-accouplement (8) peut être déterminée au moyen
d'un capteur (3), et en ce que le couplage présente une fonction de surcharge.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le premier demi-accouplement (4) comporte des ouvertures d'arrêt (4a) qui sont agencées
en étant opposées frontalement au second demi-accouplement (8), en ce que le second demi-accouplement (8) comporte des balles de couplage (8a) agencées en
étant opposées de façon frontale au premier demi-accouplement (4) et pouvant être
montées de façon lâche dans le demi-accouplement (8), et en ce que les balles de couplage (8a) et les ouvertures d'arrêt (4a) sont agencées de sorte
que les premier (4) et second (8) demi-accouplements peuvent être couplés ensemble
par coopération de formes, uniquement dans une position de rotation déterminée.
